Nicht ein Wort

von Brad Parks 
3,4 Sterne bei30 Bewertungen
Nicht ein Wort
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Positiv (17):
Caro2929s avatar

Wow, eine emotionale Achterbahnfahrt.

Kritisch (7):

MIES. Wirklich ein Witz.

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Inhaltsangabe zu "Nicht ein Wort"

'Fans von Harlan Coben werden diesen Thriller lieben.' Library Journal

Er ist Richter. Er liebt seine Familie. Das wissen auch die, die seine Kinder entführt haben. Damit er ein falsches Urteil spricht. Wird er Recht sprechen oder das Leben seiner Kinder retten? Wie weit wird er gehen?

Kurzbeschreibung

Es hätte ein normaler Mittwochnachmittag werden sollen, an dem Bundesrichter Scott Sampson seine beiden Kinder Sam und Emma zum Schwimmen begleiten würde. Doch dann erreicht ihn eine SMS seiner Frau, die besagt, dass sie die beiden von der Schule abholt.

Als Alison später nach Hause kommt, sind die Kinder nicht bei ihr. Und sie hat auch keine SMS geschrieben.

Stattdessen klingelt das Telefon. „Ihre Kinder sind in unserer Gewalt!“ sagt eine Stimme. Wenn Scott sie wiedersehen will, hat er genaue Instruktionen in einem Drogenfall zu befolgen, der am nächsten Tag verhandelt werden soll.

Plötzlich steht das Schicksal seiner gesamten Familie auf dem Spiel, und Scott Sampson muss die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen: Wird er Recht sprechen oder seine Familie retten?

Ein unglaublich aufwühlender und intensiver Thriller, der jedem Leser unter die Haut geht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596297801
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:22.02.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.04.2018 bei Argon erschienen.

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    Angel1607s avatar
    Angel1607vor 19 Tagen
    Leider anders als erwartet!!!

    Worum gehts?


    Ein wahr gewordener Albtraum! Jemand hat Bundesrichter Scott Sampsons Zwillinge entführt und ihm damit eines der wichtigsten Dinge in seinem Leben genommen. Die Entführer stellen ihn kurz darauf vor die schwerste Entscheidung seines bisherigen Lebens. Wird er das Gesetz brechen und Recht hinter das Leben seiner Kinder stellen? Oder wird alles anders kommen?

    Wie erging es mir?


    Grundsätzlich wurde ich durch die Worte „Fans von Harlan Coben werden diesen Thriller lieben“ auf das Buch aufmerksam und kurz darauf startete ich voller Spannung mit dem ersten Kapitel.

    Richter Sampson hat bereits einiges hinter sich und ist vom Leben gezeichnet. Eigentlich dachte er, schlimmer könnte es in nächster Zeit nicht kommen, doch wie so oft, hat das Leben einen anderen Plan. Seine Kinder werden entführt und ab dieser Stelle konnte ich Scotts Gefühlswelt vollkommen verstehen. Durchgehend beschäftigte mich immer der Gedanke, ob es die Kinder heil wieder zur Familie zurückschaffen oder ob alles ganz anders kommt.

    Seine Frau Alison war für mich eher ein Charakter, der mich zwiespältig zurückließ. Man spürt, dass da etwas ist, was sie einem verheimlicht und das machte es für mich schwer, sie zu mögen! So leid es mir tut! Ich hab ihr viel einfach nicht abgenommen und konnte mit ihr einfach keine gemeinsame Basis finden – obwohl wir beide Mütter sind.

    Betrachtet man das Buch ansich, muss ich sagen, dass Brad Parks an Harlan Coben nicht heranreicht. Für mich ist der Spannungsbogen einfach zu gering und manchmal wird einfach zuviel Information reingepackt und zu sehr ausgeschweift, wo es fraglich ist, ob es der Story wirklich gut tut oder ob hier mehr nach dem Motto „Weniger ist mehr“ gehandelt hätte werden sollen. Beim Showdown am Ende habe ich mir irgendwie eine spektakuläre Auflösung erhofft, die es aber nicht so ganz gegeben hat, obwohl das Potential dagewesen wäre!

    Alles in allem muss ich sagen, dass es für mich ein durchschnittlicher Thriller war, der mehr Spannung und Tiefe gebraucht hätte und weniger informelle Handlungsstränge. Als Harlan Coben Fan habe ich mir irgendwie mehr erwartet. Vielleicht war das der Fehler, da ich mit mehr Erwartungen rangegangen bin. Obwohl die Story ansich wirklich Potential hatte!

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    Caro2929s avatar
    Caro2929vor einem Monat
    Kurzmeinung: Wow, eine emotionale Achterbahnfahrt.
    Eine emotionale Achterbahnfahrt

    Klappentext:


    "Es hätte ein normaler Mittwochnachmittag werden sollen. Kurz bevor Bundesrichter Scott Sampson seine Kinder Sam und Emma zum Schwimmen abholen möchte, erreicht ihn die SMS seiner Frau. "Kinder haben heute Arzttermin. Hole sie gleich von der Schule ab." Zwei Stunden später kommt Alison nach Hause. Ohne die Kinder. Und sie hat keine SMS geschrieben. In diesem Moment klingelt das Telefon. "Ihre Kinder sind in unserer Gewalt." sagt eine Stimme. "Folgen sie unseren Anweisungen." Wie weit wird Scott Sampson gehen, um das Leben seiner Kinder zu retten?"


    Meine Meinung:

    Dieser Thriller war für mich eine reinste Achterbahnfahrt. Genial. Ich habe sogar am Ende eine Träne verdrücken müssen. Was mir bei einem Thriller gewiss noch nie passiert ist. 

    Dies wiederum bedeutet, dass in diesem Buch alles, wirklich alles steckt, was ein gutes Buch braucht.

    Vor allem möchte ich den Schreibstil loben. Der war wirklich einzigartig. Das faszinierende an diesem Schreibstil ist nämlich, dass der Leser das Gefühl hat, dass Scott die Geschichte wirklich dem Leser erzählt, dass er ihn tatsächlich anspricht. Woraus folgt, dass die Geschichte zum größten Teil aus der Sicht von Scott erzählt wird. Kleine Einschübe über die Entführer aus der dritten Person sind allerdings auch zu finden. Ich muss ganz klar sagen, dass mich der Schreibstil tatsächlich fasziniert hat!

    Ich möchte an dieser Stelle gar nicht zu viel verraten. Aber für mich war die Geschichte definitiv nicht vorhersehbar. Ich wurde überrascht, es gab Wendungen, mit denen ich absolut nicht gerechnet habe und das Ende hat mich tief berührt. 

    Ich habe Scott "gern" begleitet durch seine persönliche Hölle, es war spannend und aufregend. Das Buch konnte mich mehr als fesseln.

    Die Geschichte ist in sich schlüssig und perfekt aufgebaut, der Spannungsbogen wurde stetig erhöht. 

    Seine Figuren Scott und auch Alice waren glaubwürdig, ihre Gefühle erreichten den Leser. 


    Fazit:

    Ein rasanter Thriller, mit einem einzigartigen sowie faszinierenden  Erzählstil.

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    Akanthas avatar
    Akanthavor einem Monat
    Kurzmeinung: Wie weit kann man gehen, um die eigenen Kinder zu retten? Sehr emotionaler, spannender Thriller.
    Sehr emotionaler, spannender Thriller

    In dem Thriller „Nicht ein Wort“ von Brad Parks geht es um Scott Sampson. Er lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Virginia, wo er als Bundesrichter arbeitet. Eines Tages erhält er einen Anruf, dass seine Kinder entführt wurden und nur unversehrt zu ihm zurückkehren, wenn er ein bestimmtes Urteil in einem Prozess spricht. Darüber hinaus darf kein Sterbenswort darüber nach Außen gelangen.

    Der Großteil der Geschichte wird aus der Ego-Perspektive des Protagonisten erzählt. Dies wird gelegentlich durch kurze Kapitel über die Situation bei den Entführern unterbrochen. Beides finde ich sehr gelungen. Gerade die vielschichtigen Emotionen, die Scott erfährt, sowie die moralischen Konflikte sind für den Leser auf diese Art hervorragend nachzuempfinden. Durch die anderen Kapitel erfährt man immer wieder, wie es den Kindern ergeht und was die Täter umtreibt.

    Ich habe keine Kinder und arbeite auch nicht um juristischen Bereich. Dennoch konnte ich mich sehr gut in den Protagonisten einfühlen: Seine Trauer, seine Angst, die ansteigenden Paranoia, das Gefühl der Machtlosigkeit und zuletzt die stets zum Zerreißen angespannten Nerven. Das alles hat der Autor authentisch vermittelt. Auch das Ende ist von so einer eindringlichen emotionalen Intensität, dass es mir die Tränen in die Augen getrieben hat.

    Darüber hinaus ist die Spannung einfach mitreißend. Es werden einige falsche Fährten gelegt, der Leser stellt viele Theorien auf, verwirft sie wieder und verschlingt jede Seite, um der Lösung näher zu kommen. Zwischenzeitlich denkt man, dass der Autor die Lösung präsentiert (und lächelt dabei selbstgefällig in sich hinein, denn genau diese Person hatte man ja von Anfang an in Verdacht), doch wieder ist es eine Sackgasse. Die Auflösung ist zwar nicht allzu überraschend, aber dann wartet Parks noch mit einem actiongeladenen, unerwarteten Finale auf.

    Lange habe ich überlegt, ob ich 4 oder 5 Sterne vergeben soll. Auch wenn die Geschichte wirklich fesselnd war und ich emotional sehr stark partizipiert habe, fehlt mir irgendwie noch das gewisse Etwas, um dieses Buch über viele andere herausragende Thriller zu heben. Ich komme somit zu 4 von 5 Sternen, die allesamt wohlverdient sind.

    Kommentare: 2
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    Sandra8811s avatar
    Sandra8811vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Wow, am Schluss werden nochmal richtig Emotionen freigesetzt! Super klasse! Die armen Kiddies!
    Spannendes Buch, das am Ende nochmal richtig Emotionen freisetzt!

    Warum habe ich mich für das Buch entschieden?
    Ich habe dieses Buch auf einer Tauschseite entdeckt und fand den Klappentext sehr spannend.

    Cover:
    Das Cover wirkt düster und unheilvoll. Das abgebildete Haus sieht aus wie eine Farm am Waldrand und man vermutet schon, dass es sich um einen Thriller handelt.

    Inhalt:
    Scotts Leben ist im Reinen, er lebt es nach klaren Strukturen, z.B. geht er jeden Mittwochnachmittag mit seinen Kindern zum Schwimmen… Bis auf einmal eines Tages die Kinder entführt werden. Ab da beginnt Scott & Alisons Leben aus den Fugen zu geraten. Wie weit geht Scott, um seine Kinder zu retten?

    Handlung und Thematik:
    Die Spannung geht ziemlich auf den ersten Seiten des Buches los. Ab da rätselt man eigentlich ständig, wo die Kinder sind und wer sie entführt hat. Stellenweise wird alles etwas pharmazie- und wirtschaftslastig, aber das Buch ist dennoch leicht zu verstehen. Das Buch zeigt gut, dass sogar unparteiische Richter parteiisch sein können und wie groß Elternliebe ist.

    Charaktere:
    Scott ist ein liebevoller Vater, der um seine Kinder kämpft. Ich fand ihn gleich super sympathisch, da er immer versuchte einen kühlen Kopf zu bewahren. Seine Frau Alison war mir leider im Großteil des Buches unsympathisch, da sie sich manchmal komisch verhielt.

    Schreibstil:
    Das Buch ist super spannend geschrieben! Die Umgebungs- und Personenbeschreibungen fand ich super. Da das Buch fast ausschließlich aus Scotts Perspektive geschrieben ist, kann man gut seine Gedankengänge nachvollziehen. Die Einschübe mit den Entführern geben nochmal Einblicke in die Lage der kleinen Emma, helfen aber nicht wirklich bei der Auflösung. Die Charaktere wurden genau im richtigen Umfang beschrieben. Ich fands super, dass man eigentlich fast bist zum Schluss im Dunkeln tappte und ständig zweifelte, wer alles die Entführer sein können. Das Ende war zwar nicht ganz unvorhersehbar, aber wie es geschehen ist schon. Der Schluss hat mich so berührt, das ging mir dann noch einige Zeit nach.

    Persönliche Gesamtbewertung:
    Super spannend, viel Rätselraten und ein emotionsgeladenes Ende, was will man von einem Thriller mehr? Ich kann das Buch absolut empfehlen, weil ich auch die Charaktere großartig beschrieben fand. Das Ende haute nochmal so richtig rein, ich bin begeistert!

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    Krimines avatar
    Kriminevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Nach einem dramatischen Beginn flaut die Spannung merklich ab und macht einer stets spürbaren Bedrohung Platz.
    Ein subtiler, leider aber auch spannungsarmer Thriller

    Scott Sampson ist mit Leib und Seele Richter und würde niemals eigene Interessen über ein gerechtes Urteil stellen. Allerdings nur bis zu dem Tag, als er erfahren muss, dass seine Kinder entführt worden sind und er sie nur wiedersehen wird, wenn er ein falsches Urteil spricht. Wider besseren Wissens informiert er nicht die Polizei und versucht alleine klarzukommen. Ein Fehler, wie sich bald herausstellen wird. Denn während der als unbestechlich geltende Richter plötzlich ein nicht zu erklärendes Urteil spricht, beginnt seine Glaubwürdigkeit zu bröckeln, während seine Familie in höchste Gefahr gerät.


    Brad Parks Thriller "Nicht ein Wort" beginnt ungemein fesselnd, lässt aber nach einem dramatischen Einstieg schnell wieder nach und pegelt sich auf in von den Ereignissen bestimmten und eher gemäßigten Spannungsbogen ein. Denn kaum sind die Kinder entführt, wird die Handlung lange Zeit nur noch von der Frage bestimmt, ob der Richter den Forderungen der Entführer entspricht und wie er die getroffenen Entscheidungen mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Ein schwieriger und nervenaufreibender Prozess, der ihn fast in den Wahnsinn treibt, wobei der Leser nur als stillen Beobachter daran teilhaben lässt.

    Erzählt wird der Thriller zum einen vom Bundesrichter Scott Sampson selbst, der hier als Icherzähler in Erscheinung tritt und den Leser tief in sein Inneres blicken lässt. Zum anderen kommen die Entführer zu Wort, die zwar nicht verraten, wer sie sind, dafür aber jederzeit einen guten Eindruck darüber vermitteln, wie es den Kindern geht. Und obwohl die Handlung nicht durch übermäßige Spannung punkten kann, überzeugt sie mit viel Authentizität, die sich in einer stets spürbaren Bedrohung niederschlägt. 

    Fazit:
    Nach einem furiosen Auftakt und vor einem brisanten Finale nehmen in diesem Thriller die Überlegungen eines Richters und die in in seine Erwägungen einfließenden Eckpfeiler des amerikanischen Rechts einen großen Platz in der Handlung ein. Deshalb sollte jeder Leser für sich entscheiden, ob ihn der Zwiespalt eines Richters in allen seinen Facetten interessiert oder ob er lieber zu einem rasanten Entführungsdrama greifen soll.

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    JuliCa95s avatar
    JuliCa95vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ich musste es leider abbrechen, für mich kein Thriller und hat mich absolut nicht gepackt
    Nicht packend und absolut kein Thriller

    Der Klappentext (siehe oben) von diesem Buch hat mich sofort begeistert als ich es in der Bücherei endteckt habe. Ich habe mich darauf gefreut dieses Buch am Abend anzufangen. Leider folgte schnell die Ernüchterung. Ich versuche immer ein Buch zu beenden, doch dieses Buch war leider so schlecht, dass ich es nach der Hälfte abgebrochen habe. Für mich fehlte die Spannung eines Thrillers, es wurde nicht genug hinterfragt und die Schilderung war mir zu sachlich. Auch waren für mich die genauen Angaben zu den US Gerichten einfach zu viel. Vielleicht gefällt es jemand anderem, aber für mich eher Krimi/Roman als spannender Thriller.

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    LesenistLuxuss avatar
    LesenistLuxusvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Spannung pur!
    REZENSION: NICHT EIN WORT VON BRAD PARKS

    Kurzbeschreibung Nicht ein Wort

    Scott Sampson, Bundesrichter in Virginia, ein Mann mit viel Macht, bekommt an einem Mittwoch eine SMS von seiner Frau Alison, die ihm mitteilt, dass er die gemeinsamen Zwillinge Emma und Sam, 6 Jahre alt, nicht von der Schule abholen muss. Nichts Ungewöhnliches, bis er zuhause ankommt und sich seine Frau wundert, wo die Kinder sind. Wenige Minuten später folgt der Anruf der Entführer und Scott und Alison müssen entscheiden, ob sie deren Forderung – keine Polizei, allen Anweisungen folgen – nachkommen werden oder nicht um ihre Kinder wieder zu bekommen.

    Rezension Nicht ein Wort

    496 Seiten Thriller an einem Tag – mit Kleinkind zuhause… keine schlechte Leistung als Mama und trotzdem machbar, wenn man die halbe Nacht liest, weil das Buch so spannend ist, dass man nicht mehr aufhören kann. Das ist mir schon lange nicht passiert!

    Nicht ein Wort hat mich schon länger gereizt, jedes Mal wenn ich es in der Bücherinsel liegen sah, und zum Glück habe ich eine aufmerksame Mutter, die mir das Buch dann geschenkt hat. Es hat mich um ehrlich zu sein vor allem gereizt, weil vorne drauf ein Aufkleber war, der versprach, dass es für Fans von Harlan Coben perfekt sei – also für mich! Und es war tatsächlich nicht zu viel versprochen, auch wenn es eigentlich ganz anders ist als die Bücher von Harlan Coben – was ja auch gut ist, jeder Autor sollte ja seinen eigenen Stil haben und der von Brad Parks gefällt mir sehr gut.

    Scott, aus dessen Sicht das Buch geschrieben ist, ist ein sehr sympathischer Charakter. Man fühlt mit ihm, wenn er von seiner Liebe zu seiner Frau und seinen Kindern spricht und kann seine Gedankengänge und Handlungen gut nachvollziehen. Wie in vielen Thrillern oder auch Filmen, in denen es um Entführungen geht, steht er vor dem Dilemma, dass er die Polizei nicht informieren soll und ihm somit die Hände gebunden sind, irgendetwas gegen die Entführung zu tun. Für ihn steht eigentlich sofort fest, dass er alles, aber auch wirklich alles tun wird, was die Entführer verlangen. Und schnell ist klar, dass es dabei nicht um Geld geht, sondern um seine Funktion als Richter.

    Hier findet sich für mich ein kleiner Minuspunkt des Buchs: es fallen so viele Namen und juristische Details, dass ich manchmal etwas den Überblick verloren habe – welcher Anwalt ist jetzt wer? Warum verläuft der Fall so wie er verläuft… für mich als Jura-Laien eine Menge Details, die man vielleicht ein wenig kürzer hätte fassen können. Aber trotzdem kann man der Story gut folgen und ich könnte mir vorstellen, dass es für Menschen mit etwas juristischem Hintergrund noch leichter zu lesen ist.

    Der Schreibstil von Brad Parks ist eher schnörkellos und schnell, was ganz nach meinem Geschmack ist. Er erzeugt die Spannung dadurch, dass er den Leser an Scotts Gedanken teilhaben lässt und schnell hatte ich die gleichen Zweifel, die gleichen Gedanken: wem kann Scott trauen? Wer ist wie involviert? Warum haben die Menschen um ihn herum plötzlich Geheimnisse? Einer seiner engsten Mitarbeiter verhält sich komisch, seine Frau Alison verheimlicht ihm Dinge, sein ehemaliger Chef und guter Freund kennt Menschen, von denen er glaubt, dass sie in den Fall verwickelt sind…. wer steckt dahinter? In diesem Buch werden viele Zweifel gestreut und ähnlich wie in Wahrheit gegen Wahrheit weiß man schnell nicht mehr, wem Scott, besonders in seinem engsten Umfeld, noch trauen kann. Aber nach und nach werden die Zweifel aus dem Weg geräumt und am Ende gibt es eine Auflösung mit der man (oder ich) überhaupt nicht gerechnet hat. Bei einem Thriller ist das natürlich perfekt, denn keiner möchte ja eine Story, bei der man nach der Hälfte schon weiß, wie sie endet (und soviel kann ich verraten: das Ende ist absolut packend und mehr als berührend!).

    Mich hat das Buch nicht nur aufgrund seiner Schnelligkeit und der Spannung gefesselt, sondern auch sehr berührt, weil ich mir eigentlich gar nicht vorstellen mag, wie es ist, wenn die eigenen Kinder entführt werden. Eine Angst, die wohl jedes Elternteil nachvollziehen kann und mit der Brad Parks geschickt spielt. Deshalb kommt die Geschichte ohne allzu brutale Details und dutzende Leichen aus, sondern hat Gedanken und Gefühle in meinem Inneren geweckt, die Angst einflößend genug waren. Genau die Art von Thriller, die ich mag. Ich bin gespannt, was wir in Zukunft von Brad Parks noch lesen werden und werde mir vermutlich auch sein nächstes Buch, das schon angekündigt ist, kaufen.

    Lest mehr Rezensionen unter https://www.lesenistluxus.de

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    Marabus avatar
    Marabuvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Solide Geschichte, aber kein Thriller
    Gerichtskrimi und Familiendrama

    Stell dir vor, du bist Bundesrichter und deine Kinder werden entführt. Nur wenn du zu niemandem ein Wort sagst und ein Urteil fällst, wie es die Entführer wollen, bekommst du deine Kinder zurück. Nur deine Frau ist die einzige Vertraute. Oder?
    Ein Szenario, wie es in vielen Büchern schon beschrieben wurde, und doch ist jede Geschichte anders und auf ihre Art interessant. Doch ein Thriller ist dieses Buch nicht, eher ein Gerichtskrimi ala John Crisham. Teilweise entwickelt sich diese Geschichte zu einem Familiendrama, doch Prad Parks schafft es leider nicht, Symphatie für die Protagonisten rüber zu bringen. Selbst für die entführten Kinder nicht.
    Schon im ersten Drittel des Buches war mir klar, aus welchen Reihen die Täter zu kommen scheinen, doch das Ende hat mich dann doch etwas überrascht. Auf den letzten Seiten entsteht dann etwas Spannung, doch vorher muss man sich durch die trockene Gerichtshyrachie, ein Familiendrama und Intrigen lesen.
    Eine unterhaltsame Geschichte, für ein Krimi oder Thriller fehlt die fesselnde Spannung.

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    miahs avatar
    miahvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Die Idee war wirklich spannend, die Umsetzung hätte zum Teil besser sein können. Insgesamt hat es mir aber gefallen.
    Nicht ein Wort

    Inhalt:
    Scott Sampson ist Richter, glücklich verheiratet und Vater von zwei Sechsjährigen. Als ihn die SMS von seiner Frau erreicht, dass sein Schwimmnachmittag mit den Kindern leider ausfallen muss, ist Scott enttäuscht. Bis seine Frau abends nach Hause kommt. Alleine.

    Meine Meinung:
    Die Geschichte beginnt direkt mit der SMS von Alison, Scotts Frau. Das fand ich schon mal gut. Man ist sofort mittendrin. Ich glaube, für alle Eltern ist das die Horrorvorstellung schlechthin, dass die eigenen Kinder entführt wurden. Scott und Alison sind wie gelähmt, sie stehen unter Schock. Die Anweisung der Entführer ist klar: Kein Sterbenswort.

    Anmerkung am Rande: Da das Buch im Orginal "Say nothing" heißt, gehe ich auch mal davon aus, dass das die Worte der Entführer sind, die sie bereits zu Beginn zu Scott am Telefon sagen. Im Laufe der Handlung werden sie hin und wieder wiederholt. Im Deutschen wurde das jeweils mit "Kein Sterbenswort" übersetzt. Der Titel des Buches ist aber "Nicht ein Wort". Das finde ich schade, da so die Parallele verloren geht.

    Die Entführer wollen Einfluss auf Scotts Arbeit nehmen. Als Bundesrichter entscheidet er über sehr wichtige Fälle. Ihre Macht wäre damit enorm, allerdings nutzen sie sie nur in zwei Fällen. Das fand ich unlogisch. Zumal sie die Sache bereits beim ersten Fall soweit treiben, dass Scott beinahe sein Amt niederlegen muss und für die Entführer damit nutzlos wäre. Ich sehe hier einige Schwächen in der Umsetzung der ansonsten sehr spannenden Idee.

    Nach einem tollen Einstieg flacht die Spannung erstmal wieder ab. Scott und Alison sind zwar von den Entführern dazu angehalten, sich normal zu verhalten, dennoch gelingt es ihnen, einige Dinge im Hintergrund zu organisieren. Für die Handlung ist das wichtig, allerdings zeigt auch das wieder, dass die Entführer direkt Fehler machen, indem sie diese Taten nicht bemerken.

    Der zweite Fall ist der eigentlich spannende. Die Verhandlung wird recht detailliert beschrieben, sodass man längere Passagen zum amerikanischen Rechtssystem über sich ergehen lassen muss. Da mich dieser Bereich aber interessiert, fand ich das gar nicht schlimm. Es könnte aber Leser geben, die sich davon abschrecken lassen oder gelangweilt fühlen.

    Die Handlung ist hauptsächlich aus der Sicht des Richters geschrieben, aber es gibt kürzere Einschübe aus der Sicht der Entführer, sodass man wenigstens als Leser weiß, wie es den Kindern geht. Die Kapitel selbst haben eine angenehme Länge und lassen sich durch den anschaulichen Schreibstil sehr gut lesen.

    Das Finale ist rasant und besonders das Ende sehr emotional. Mich hat es sehr berührt. Bis zum Schluss war ich mir unsicher, wer hinter der Entführung steckt. Immer wieder kommen Vermutungen auf, die durchaus schlüssig sind, aber der Autor bringt dann doch immer neue Überraschungen.

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    Pergamentfalters avatar
    Pergamentfaltervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gute Ansätze, aber in der Umsetzung bleibt es hinter den Erwartungen zurück.
    Rezension zu "Nicht ein Wort"

    "Nicht ein Wort" beginnt mit einem kleinen Rückblick auf den Moment, als die SMS von "Alison" bei Scott eingeht, bis hin zur Erkenntnis, dass die Kinder entführt wurden. Die friedlichen Stunden dazwischen, die Scott im Rückblick beschreibt, wecken bereits früh ein beklemmendes Gefühl, das ich als ständigen Begleiter für die nächsten knapp 500 Seiten erwartete. Leider täuschte der erste Eindruck.

    Die Geschichte legt einen Fokus auf die psychologischen Auswirkungen der Entführung auf die Eltern. Ständige Sorge, Schlaflosigkeit, Schuldzuweisungen, gleichzeitig Tatendrang und das Bedürfnis, Normalität zu erhalten - diese Darstellung konnte mich überzeugen. Spannung fehlte jedoch immer wieder. Die Geschichte kam einfach nicht in Fahrt: kurze spannende Absätze wurden von Längen abgelöst, die zwar einerseits die Machtlosigkeit der Eltern widerspiegelten, die aber oft zu eintönig waren. Erst auf den letzten knapp 80 Seiten wurde die Spannung dann durchgehend gehalten. Die Auflösung der Geschichte überraschte mich dann definitiv.

    Neben den Längen störte mich, dass die Geschichte teilweise einfach unglaubwürdig war. Das eingängigste Beispiel dafür ist das Verhalten der Leiterin der Schule, die die Zwillinge besuchen. Obwohl deutlich gemacht wird, dass anders als angenommen nicht Alison die Kinder abgeholt hat, stellt sie keine Fragen und erkundigt sich auch nicht nach dem Befinden der Kinder. Es weckt nicht einmal Misstrauen, dass die Kinder nach dem Vorfall erst "krank" sind und dann "Privatunterricht" erhalten!

    Positiver war dagegen der Schreibstil, der sich angenehm lesen ließ. Die gesamte Geschichte weckt den Anschein eines Berichts, den Scott nach den Ereignissen geschrieben hat. Entsprechend ist die hauptsächliche Zeitform die Vergangenheit, einige wenige Stellen, die Dinge beschreiben, die "immer so sind", sind dagegen in Präsens geschrieben. So weit, so gut.
    Spitzfindige Leser werden jedoch merken, dass auch das bisherige Verhalten der Zwillinge in diesem "Bericht" in Präsens geschrieben ist. Das kann als Irreführung des Lesers oder schlicht als allgemeine Information betrachtet werden; leider aber auch als (möglicherweise ungewollter) Hinweis auf den Ausgang der Geschichte.

    FAZIT
    "Nicht ein Wort" hat gute Ansätze, bleibt in der Umsetzung aber hinter den Erwartungen zurück.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Wie weit kann und darf das Recht gehen?

    Scott Sampson ist ein hoch angesehener Richter und liebender Vater zweier Kinder. Doch sein beschauliches Familienleben wird von einem auf den anderen Tag bedroht: Seine Kinder wurden entführt. Die Kidnapper stellen eine furchtbare Bedingung: Scott soll bei einem Gerichtsfall nach ihren Anweisungen Recht sprechen.
    Wird sich der Richter auf dieses Spiel einlassen, um seine Kinder wiederzusehen? 

    Das erfahrt ihr in "Nicht ein Wort" von Brad Parks, einem psychologisch raffiniert gestrickten Thriller, den auch Fans von Harlan Coben lieben werden.
    Wir verlosen bei unserer Buchverlosung 10 Exemplare dieses hochspannenden Thrillers! 

    Mehr zum Buch
    Er ist Richter. Er liebt seine Familie. Das wissen auch die, die seine Kinder entführt haben. Damit er ein falsches Urteil spricht. Wird er Recht sprechen oder das Leben seiner Kinder retten? Wie weit wird er gehen?

    Es hätte ein normaler Mittwochnachmittag werden sollen, an dem Bundesrichter Scott Sampson seine beiden Kinder Sam und Emma zum Schwimmen begleiten würde. Doch dann erreicht ihn eine SMS seiner Frau, die besagt, dass sie die beiden von der Schule abholt.
    Als Alison später nach Hause kommt, sind die Kinder nicht bei ihr. Und sie hat auch keine SMS geschrieben.
    Stattdessen klingelt das Telefon. „Ihre Kinder sind in unserer Gewalt!“ sagt eine Stimme. Wenn Scott sie wiedersehen will, hat er genaue Instruktionen in einem Drogenfall zu befolgen, der am nächsten Tag verhandelt werden soll.
    Plötzlich steht das Schicksal seiner gesamten Familie auf dem Spiel, und Scott Sampson muss die schwerste Entscheidung seines Lebens treffen: Wird er Recht sprechen oder seine Familie retten?
    Ein unglaublich aufwühlender und intensiver Thriller, der jedem Leser unter die Haut geht.


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    Mehr zum Autor
    Brad Parks ist ein amerikanischer Schriftsteller, der als Einziger die drei wichtigsten amerikanischen Krimi-Preise Shamus, Nero und Lefty erhalten hat. Er arbeitete lange Jahre als Journalist bei der »Washington Post«, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Der Autor lebt mit seiner Familie in Virginia.

    Gemeinsam mit FISCHER Taschenbuch vergeben wir in dieser Buchverlosung 10 Exemplare von "Nicht ein Wort". 

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    Stellt euch vor, ihr habt Kinder und diese sind nach der Schule nicht nach Hause gekommen. Wo würdet ihr zuerst nach ihnen suchen?

    Ich bin schon sehr gespannt auf eure Antworten und drücke euch allen ganz fest die Daumen!  

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    Pressestimmen

    Brad Parks sagt, ein befreundeter Autor habe ihm geraten, ein Buch zu schreiben, das ihm richtig Angst mache. Sein neuer Thriller […] ist dieses Buch.

    Hier wird nicht lange gefackelt, hier geht es gleich rein ins Epizentrum des Tornados, der dann 490 Seiten lang tobt.

    Der Roman taucht tief in die Psyche seiner Protagonisten ein […]. Während sich die Ereignisse zuspitzen, ist weder den Figuren noch dem Leser eine Erholungspause vergönnt.

    Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal knapp 500 Seiten so schnell durch hatte […] und beim Lesen wirklich raus war aus Raum und Zeit.

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