Brad Stone

 4.3 Sterne bei 15 Bewertungen

Lebenslauf von Brad Stone

Brad Stone ist ein US-amerikanischer Journalist und Autor. Sein Werk „Der Allesverkäufer“ über Amazon-Chef Jeff Bezos war auch in Deutschland ein Bestseller.

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon" von Brad Stone

Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon
Masauvor 2 Tagen

Bei diesem Buch zwängt sich zwangsläufig der Vergleich mit den beiden - hervorragenden - Biografien von Steve Jobs und Elon Musk auf. Um es kurz zu sagen, die hohe klasse dieser beiden Bücher kann es nicht die ganze Zeit über halten. Dies hängt zum einen mit kleinen Längen im Mittelteil und zum anderen mit dem Ende zusammen. Wo man bei den andern Biografien das Gefühl eines runden Abschlusses hat (grade bei den beiden Jobs Büchern), fehlten mir bei dem Buch über den Amazongründer die letzten 7 Jahre (Stand: 2020). Diese sind meiner Meinung nach die interessantesten, denkt man nur an die Entwicklung von Blue Origin, der Amazon Cloud, der Produktion eigener Computerspiele und Filme usw. Dadurch wirkt es nicht abgeschlossen, da noch so vieles passiert ist, was natürlich auch am Erscheinungsdatum (2014) liegt. Nichtsdestotrotz, eine Empfehlung von mir. Man kann von den drei Persönlichkeiten halten was man möchte, doch sprechen ihre Erfolge und Niederlagen eine deutliche Sprache die einem zumindest ein anerkennendes Nicken abringen.

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Rezension zu "Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon" von Brad Stone

Die chaotische und kühne Vision des Jeff Bezos
Chrissi92vor einem Jahr

Dieses Unternehmen ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken - genau das was Bezos von Anfang an erreichen wollte. Es ist heutzutage nicht nur DER Einzelhändler im Onlinegeschäft, es ist auch gleichzeitig zu einer Plattform für Musik- und Videostreaming geworden und in den Gedanken der Konsumenten als billigster Anbieter verankert. Genau dies war die von vorneherein beabsichtigte und zugleich irreführende Taktik des Gründers, um mit seiner Marktmacht andere Konkurrenten planmäßig aus dem Weg zu räumen.

Was hier scharf und kritisch klingt, ist jedoch auch das Bild, was Brad Stone in diesem Buch vermittelt. Er zeigt den ungeschönten Verlauf des Unternehmens von Anfang bis 2013 auf und beruft sich auf mehrere Quellen und Interviews - sogar mit Jeff Bezos selbst. Dadurch erhält der Inhalt nicht nur Glaubwürdigkeit, sondern auch einen enormen Informationsgehalt. Er zeigt dabei mit welchen Mitteln und Strategien Jeff Bezos seine Vision eines "everything store" verwirklichen konnte. Diese sind nicht nur manchmal sehr verrückt, sondern auch erschreckend. Die zahlreichen Namen der neuen und abgesprungenen Executives lassen nur erahnen, welch eine Fluktuationsquote in diesem Unternehmen herrschte oder es immer noch tut. Gleichzeitig ist es ein Teil einer chaotischen und innovativen Vision von Bezos, welche einen schmunzeln und staunen lässt.

Während man in diesem Titel einen enormen Informationsgehalt präsentiert bekommt, gehören auch diese verblüffenden und manchmal auch witzigen Anekdoten zu der Unternehmensgeschichte dazu und lockern das Ganze auf. Gefallen haben mir insbesondere die verschiedenen Sichtweisen, ungeschönte Wahrheiten, aber auch die Ehrlichkeit von Brad Stone auch aus Rücksicht nichts preisgeben zu dürfen. Er hat lange recherchiert und daran gearbeitet dem Leser diese Dinge mitteilen zu können und man erhält sowohl ein erstaunliches, aber auch ein erschreckendes Bild von Amazon.com und seinem "kühnen" Gründer Jeff Bezos.

Nach Beenden des Buches muss ich zugeben, dass ich ihn auf seine Art bewundere und mich das Buch auf die ein oder andere Weise inspiriert hat anders zu denken und sogar das gaanze Unternehmen "Amazon" zu hinterfragen. Es ist natürlich auch etwas schwerere Kost und wirft mit Namen und Hintergrundgeschichten nur so um sich, sodass ich zwischendurch wirklich den Faden verloren habe, welcher Executive gerade aktuell oder gegangen ist - aus welchen Gründen auch immer. Gelegentlich finden auch Sprünge und Rückblicke statt, die mich ebenso oftmals verwirrt haben. Dennoch ist es bei dieser Geschichte und diesem Gründer kaum verwunderlich, dass Amazon.com nun das ist was es heute ist: die Vision die sich Jeff Bezos längst vorgestellt hat - und diese Vision wird womöglich nie aufhören zu wachsen.


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Rezension zu "Der Allesverkäufer: Jeff Bezos und das Imperium von Amazon" von Brad Stone

Über den größten Strom der Welt
Ginevravor 5 Jahren

Jeff Bezos, geb. 1964, ist eine schillernde Persönlichkeit: schon als Kind verblüffte er seine Umwelt mit originellen Ideen, die oftmals gefährlich waren. Das Risiko reizt ihn bis heute.


Der US-Amerikanische Journalist Brad Stone, bekannt durch seine Berichte über moderne Unternehmen wie Apple, Google, Facebook und Co., hat sich ausgiebig mit Bezos beschäftigt und ihn lange interviewt. Herausgekommen ist ein interessantes, spannend geschriebenes Buch über die Gründung des Online-Marketplace Amazon im Jahr 1995, über den anfänglichen Höhenflug, der damals ungeahnte Ausmaße annahm. 

EIgentlich wollte Bezos sein Unternehmen "Relentless" nennen - gnadenlos - entschied sich dann aber auf den Rat von Freunden hin und anhand eines Lexikons für "Amazon" - benannt nach dem weitaus größten Fluss der Welt. Damit wollte er den Warenfluss symbolisieren, denn sein Ziel war, das größte Warenhaus der Welt zu gründen und einfach ALLES anzubieten, was es auf der Erde zu verkaufen gibt - von seltenen Action-Figuren bis zum Dinosaurierskelett, und das zu den günstigsten Preisen und schnellsten Lieferbedingungen weltweit.

Doch Amazon musste auch immer wieder massive Rückschläge verkraften - und immer wieder rettete der Gründer Bezos selbst sein Unternehmen durch ungewöhnliche Geschäftsideen, wie den Marketplace-Gedanken (der Vernetzung kleiner Anbieter unter der Obhut der Riesenkrake Amazon), den kostenlosen Versand, den "Prime"-Club, die massenhafte EInspeisung von Kundenrezensionen oder die Einverleibung leistungsfähiger Suchmaschinen ("Wer das kaufte kaufte auch...").
Der Exzentriker Bezos verlangt von seinen Angestellten höchste Loyalität, Arbeitseinsatz bis zur Erschöpfung, und das bei schlechter Bezahlung und wenig Vergünstigungen. Amazon kam in den letzten Jahren häufig in die Kritik und lernte erst durch Google dazu, wie ein modernes Unternehmen attraktiv für seine Mitarbeiter wird. 

Ich habe mich für die Hörbuch-Version entschieden, gelesen vom Sänger und Sprecher Marcus Ullmann. Seine Stimme fand ich sehr angenehm und passend. 

Die Berichterstattung  hätte aus meiner Sicht ruhig noch etwas kritischer sein dürfen, aber vermutlich hätte Bezos da nicht mitgespielt. So steht er zwar als schwierige Persönlichkeit, aber auch irgendwie als Genie da. Die Kollatteralschäden, wie z.B. die Zerstörung kleiner Läden durch den gigantischen Internethandel oder die Burnouts von Mitarbeitern werden nicht so ausführlich behandelt, wie ich es mir gewünscht hätte - aber immerhin.

Fazit: auch für mich als Wirtschafts-Laien war dieses Hörbuch gut verständlich und unterhaltsam geschrieben, ich habe einige Einblicke in das gigantische Unternehmen, seinen Chef und dessen Beweggründe bekommen.  4 von 5 Sternen!

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