Bradley Denton Jimmy Blackburn

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Inhaltsangabe zu „Jimmy Blackburn“ von Bradley Denton

Jimmy Blckburn ist ein Serialkiller. Bis zum Ende seines nicht gerade langen Lebens (er wird 29 Jahre alt) hat er 22 Menschen umgebracht. Und trotzdem: Jimmy Blckburn werden Sie - auch wenn es erschreckend klingt - verstehen.

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  • Rezension zu "Jimmy Blackburn" von Bradley Denton

    Jimmy Blackburn
    mehrsonntag

    mehrsonntag

    23. October 2009 um 16:44

    Jimmy Blackburn lernte schnell, dass es nicht schwierig war, einen Mann zu töten, wenn dieser es verdient hatte. Vielleicht war seine Mum ja auch eine Heulsuse. Er war schon viel stärker geschlagen worden und hatte nicht geweint. Ein blinder Mann in der Schulaula, er tritt vor die Kinder, läuft auf der Bühne, der blinde Mann, läuft auf den Rand der Bühne zu und.. bleibt wie von Gotteshand gelenkt knapp vor dem Abgrund stehen. Er verkündet die Botschaft Gottes, er, der alle Menschen schützen würde. Und doch: der blinde Mann würde von der Bühne stürzen. Er ist ein Betrüger. Er trat über, stürzte und landete mit dem Gesicht auf dem Beton. Das Mädchen mit dem er tanzte, war angezogen wie er. Er glaubte, dass sie keinen BH trug. Die Band spielte gerade die Schlussakkorde. Und auf einmal steckten die Trommelstöcke in den Augen des Musikers. Die waren hypnotisierend. Auf der Südseite des Tanks auf dem Feld stand mit Magic Marker: Jimmy Blackburn ist ein Schlappschwanz. Ihm kam ein Verdacht. Jimmys Dad ist ein tyrannisches Arschloch. Krank. Jimmy liess Jeans und Unterhose auf die Knöchel rutschen. Er würde nicht weinen. Er hörte Dad die Fiberglasrute vom Haken nehmen. Sie zischte zweimal durch die Luft. Er würde nicht weinen. Aber sein Dad würde seine Strafe bekommen. Jimmy Blackburn ist ein Serienmörder. Er hasst Ungerechtigkeiten. Alle werden gerecht behandelt von ihm. Er rächt seine Freunde. Er behandelt alle gleich. Am Ende des siebten Schuljahrs hatte er bemerkt, dass einigen Mädchen Brüste wuchsen und einige Jungen Haare im Gesicht bekamen. Das waren keine guten Vorzeichen. Jimmy nahm sich einen Hund, einen von seinem Freund, Ernie. Eine Promenadenmischung, mit ein bisschen Terrier. Sein Dad haßte Hunde. Es war ein schlauer Hund, hungern mußte der nicht. Der Hund setzte sich, grinste und ließ sich von Jimmy streicheln. Jimmy liebt seinen Hund. Der Hund fängt die Ratten. Der Atem seines Dads rasselte. Der verdammte Hund hat die Hühner umgebracht. Dad würde nochmal mit seinem Vogelschrot auf ihn schiessen. Ein Tierarzt würde ihn sowieso nur einschläfern. Jimmy Blackburn ist ein Außenseiter. Ein Serialkiller. Einer, den sie mögen werden. Ein hartes, ans Herz gehendes Buch. Es ist, als hätte man einen Freund gefunden. Alles wird gut. Oder nein, leider nein. Jimmy Blackburn wird 29 Jahre alt und hat 22 Menschen umgebracht. Sie werden ihn trotzdem lieben. Ein tolles Buch. Fesselnd. Von der ersten Seite an. Man versucht, sich dem Irrsinn zu entziehen, gerade aber wegen seines ausgeprägten Gerechtigkeitssinnes ist Jimmy Blackburn ein liebenswerter Mensch. In seiner Direktheit, der schroffen und rohen aber sehr lebensnahen und der Hauptperson vollkommen entsprechenden Sprache erinnert mich der Roman am ehesten an Cormac McCarthy oder in seiner momentweisen Abgedrehtheit an Die Eselin sah den Engel von Nick Cave. Bradley Denton gelingt, was vielen Autoren nicht gelingt. Ein bemitleidenswerter Held, den man trotz der unglaublichen Brutalität seiner Taten gern mag, den man versteht und den man nie wieder vergisst. ~~~ dieses Buch ist leider im "normalen" Buchhandel nicht mehr verfügbar. Über moderne Antiquariate (auch im Internet) aber mit Glück zu bekommen ~~~ lesen und lieben ! = )

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