Bram Stoker Dracula

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Inhaltsangabe zu „Dracula“ von Bram Stoker

Fritz Murnaus ›Nosferatu‹, Roman Polanskis ›Tanz der Vampire‹ – neben Frankenstein zählt der Fürst der Finsternis zu den klassischen Helden des Horrorfilms. Grundlage aller Adaptionen und Varianten ist der berühmteste Vampirroman der Weltliteratur: Bram Stokers ›Dracula‹. Vom düsteren Karpatenschloss über den Pfahl, der dem Opfer ins Herz gerammt werden muss, bis hin zu Draculas Gegner, dem genialen Professor Van Helsing: Stokers effektvoller Grusel-Roman, der hier in der Erstübersetzung vorgelegt wird, hat die Weichen für das gesamte Vampir-Genre gestellt.

Wahnsinnig toller und empfehlenswerter Klassiker!

— xxAnonymousxxx

Der Ursprung so vieler Geschichten über Vampire ist ein wirklich spannender Klassiker - sollte man lesen!

— TinaLiest

Dracula - da kann man fast nicht mehr sagen.Einfach ein Klassiker.

— Angelinchen

Dracula ist und bleibt für mich DER Vampir unter den Vampiren

— Fleur91

Je früher im Leben man dieses Werk liest, desto früher lernt man es, sich mit seinen ureigensten Ängsten auseinanderzusetzen.

— Phil_Skurril

Klassiker

— gaunt

Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieser Klassiker so in seinen Bann zieht und mitreißt. Das war wohl der Graf ;)

— Bluebell2004

Interessanter Klassiker in Tagebuchform

— Sandrine1503

DER Vampir-Klassiker! Muss gelesen werden.

— nscho-tschi

Hilfe ;/

— el_lorene

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  • Schaurig und gruselig - Graf Dracula

    Dracula

    Moonwishes

    08. May 2017 um 15:37

    Jeder kennt ihn, jeder hat von ihm gehört - Graf Dracula.Er ist der berühmteste Vampir der Welt und geschaffen aus der Feder von Bram Stoker.Jonathan Harker ahnt nichts böses als er seine geliebte Mina verlässt um dem Grafen Dracula in Transsilvanien geschäftlich zu besuchen. Doch kaum ist er in diesem sonderbaren Land verhalten sich die Bewohner seltsam und merkwürdig wenn er ihnen sagt wohin es gehe. Und als er beim Grafen selbst erscheint, nehmen die sonderbaren Ereignisse noch weiter zu. Aber selbst als er wieder zuhause in London ist, ist die Gefahr, die von diesem Wesen ausgeht, nicht beseitigt.Man muss einfach den wunderbaren Schreibstil loben. Die Geschichte wird erzählt durch die Tagebucheinträge der Hauptcharaktere, Zeitungsartikeln, Briefen und Telegrammen. Die Geschichte beginnt sehr unklar und als Leser wird einem das Gefühl gegeben mit jedem Eintrag diese Geschichte ein wenig mehr zusammen setzen zu können.Leider stört mich, dass die Charaktere an sich kaum eine eigene Persönlichkeit haben. Sie sind alle sehr liebevoll und fürsorglich, bemüht um das große Ganze und verfolgen ein und das selbe Ziel. In der Übersetzung die mir vorlag, hatte ich nicht einmal das Gefühl, dass die Tagebucheinträge der verschiedenen Personen anders verfasst wurden.Das machte es natürlich leichter von einer Person zur nächsten zu wechseln, verlor aber leider auch an Persönlichkeit.Selbst jetzt, nach den ganzen 500 Seiten, habe ich nicht das Gefühl die Charaktere wirklich differenzieren zu können. Wäre eine Person mehr oder weniger dabei gewesen, es wäre nicht sonderlich aufgefallen.Doch trotz dieses Makels bin ich froh dieses Buch in meiner Bibliothek zu besitzen und so ein bedeutendes Stück Literatur gelesen zu haben.Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und die Seiten flogen nur so dahin. Dracula ist ein Roman der in diesem Genre wahrscheinlich nicht seines gleichen findet wird.

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  • Vorlage für den Vampirkult, spannend, ohne großes Blutvergießen

    Dracula

    Azalee

    10. February 2017 um 16:23

    Dracula stand schon länger auf meiner Liste, als ich es dann für die Uni lesen musste, war auch klar: jetzt wird Dracula gelesen. SCHREIBSTIL: Bram Stoker reiht verschiedene Tagebucheinträge von Jonathan und Mina Harker und Dr. Seward aneinander, die im Ganzen die Geschichte von Dracula erzählen. Das Buch ist gut verständlich, auch wenn die Sprache teilweise natürlich etwas veraltet ist. HANDLUNG: Jonathan Harker muss in Transsylvanienen Graf Dracula besuchen, um mit ihm einen Hausverkauf abzuschließen. Schnell merkt er, dass etwas nicht stimmt, schließlich versucht er zu fliehen. In England verbringt währnddessen seine Frau Mina Zeit mit ihrer Freundin Lucy. Irgendwann reist Mina wieder ab und Lucy erkrannt. Dr. Seward, ein befreundeter Arzt, ist ratlos und holt seinen Freund Van Helsing zu Hilfe. Der erkennt ziemlich schnell, was Lucy für eine Krankheit hat. Gemeinsam mit zwei weiteren Freunden und später dem Ehepaar Harker beschließen die beiden, das Übel auszurotten und starten ihren Kampf gegen Graf Dracula. Der ist nämlich mittlerweile auch in London angekommen und stiftet dort allerhand Unruhen. FIGUREN: Die Figuren sind meist sehr stereotypisch gezeichnet, sodass die Unterscheidung in gut - böse; Mann - Frau etc. sehr leicht fällt. FAZIT: Dracula zählt definitv zu den Klassikern der Literatur, stand es doch für so viele andere Vampirbücher und Filme Pate. Wer hier eine blutrünstige Geschichte erwartet ist allerdings falsch, stattdessen spielt Dracula vielmehr mit dem psychologischen Aspekt, die blutigen Szenen werden (natürlich auch der Zeit geschuldet) eher angedeutet als detailliert beschrieben. Teilweise hat das Buch einige Längen, ist aber insgesamt überzeugend, vor allem wenn man auch noch die Hintergründe dazu betrachtet.

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    • 2
  • ​ Düster, unheimlich und faszinierend - Der wohl berühmteste Vampirroman

    Dracula

    LaLecture

    17. December 2016 um 14:49

    ​Hinweis. Diese Rezension bezieht sich auf die englische Ausgabe.InhaltDer Rechtsanwalt Jonathan Harker reist im Auftrag seines Chefs nach Rumänien zu dem Grafen Dracula, der in London ein Haus zu kaufen wünscht. Zwar ist der Graf äußerst höflich, doch nach und nach wird er Jonathan auch unheimlich, bis dieser erkennt, dass er in eine Falle getappt ist. Eine tödliche Falle.Einige Zeit später besucht Jonathans Verlobte Mina ihre gute Freundin Lucy, der es nicht gut zu gehen scheint. Sie schlafwandelt, hat Albträume und wird zunehmend blasser und schwächer. Verzweifelt versucht der mit Lucy befreundete Arzt John Seward, die Ursache für dieses medizinische Phänomen zu finden und ruft sogar seinen Freund, den überaus talentierten Doktor Van Helsing zur Hilfe.MeinungFür die düsteren Herbsttage hatte ich mir endlich einen Klassiker vorgenommen, den ich schon lange einmal lesen wollte: "Dracula", der zwar nicht der erste, wohl aber der bekannteste Vampirroman ist.Und ich wurde wahrlich nicht enttäuscht, wenn auch das ein oder andere mal überrascht.Das Buch ist aufgemacht als eine Sammlung von Tagebucheinträgen, Briefen und einigen wenigen Zeitungsartikeln. Dadurch bekommen wir neben den drei Figuren, die die Geschichte hauptsächlich erzählen (Jonathan, Dr. Seward und Mina), auch ab und zu noch andere Hinweise, die den Hauptfiguren zunächst noch unbekannt sind.Doch alleine durch die drei großen "Hauptperspektiven" gelingt es Bram Stoker fabelhaft, Spannung aufzubauen und seiner Leserschaft Stück für Stück das Unheil zu verdeutlichen, das seine Figuren erwarten wird.So reist man zunächst mit Jonathan nach Transsilvanien, wo man den Grafen das erste Mal trifft, doch bald schon verlagert sich die Handlung nach England, wo sich mysteriöse Dinge abspielen, die Jonathan vielleicht erklären könnte, wüsste er davon. Doch da diese Handlung zunächst unabhängig von der anderen verläuft, ahnen die anderen Figuren tragischerweise noch nicht das, was die Leserschaft bereits vermutet.Als Leser*in ist man oft den Figuren ein Stück voraus und ahnt schon, was auf sie zukommt, doch am Ende, als dann alle Figuren in etwa auf dem gleichen Wissensstand, wird man auch noch einmal richtig auf die Folter gespannt und kann mir den Charakteren mitfiebern.Dennoch ist das Buch leider auch ab und zu von sehr langatmigen Stellen durchzogen, in denen beispielsweise Van Helsing Monologe hält oder die Figuren sich auf etwas vorbereiten. Umso überraschender kommt da das doch recht abrupte Ende, das mir etwas zu knapp gehalten war.Unterstützt wird dieser gelungene Spannungsaufbau durch den stimmungsvollen und unheimlichen Schreibstil Bram Stokers. Der Autor versteht es, düstere Orte und gruselige Personen wie den Grafen so anschaulich zu beschreiben, dass man sich wunderbar in die Figuren und ihre Ängste hineinversetzen kann.Auch als erfahrene Englisch-Leserin hat mich der Roman jedoch manchmal sprachlich "erschlagen", denn in Kombination mit der altmodischen Sprache und einigen ungewohnten Dialekten und Akzenten der Figuren konnten die ausführlichen Beschreibungen und Monologe mich ab und zu etwas überfordern.Übertreiben tut Stoker es meinem Gefühl nach dafür aber mit emotionalen Situationen, denn das Buch strotzt auch nur so vor Zuneigungsbekundungen Gefühl jeder Figur gegenüber jeder anderen und ständig bricht jemand für Rührung oder Angst in Tränen aus. Selbst die "stärken Männer" sind bei Stoker extrem emotional, was für diese Zeit wohl eher ungewöhnlich gewesen sein durfte.Die Figuren des Romans sind eine weitere große Stärke, denn sie sind alle sehr verschieden und interessant, wobei leider nicht alle Nebenfiguren so ausführlich vorgestellt werden wie andere.Besonders positiv überrascht war ich von der Figur der Mina, einer selbstbewussten, mutigen und intelligenten Frau, die für viele Teile der Handlung sehr wichtig ist und von den männlichen Figuren dafür auch sehr wertgeschätzt wird.Auch der kauzige Van Helsing mit seinen klugen Theorien, in die er nur selten jemanden einweiht, seinem breiten Fachwissen und seinem Hang zu komplizierten Monologen sticht natürlich heraus, und man kann gar nicht anders als seine schräge Art liebzugewinnen.John Seward und Jonathan Harker, die zusammen mit Mina die größten Teile der Geschichte erzählen, sind da schon etwas unauffälliger, aber ebenso sympathische, mutige und intelligente Figuren, die man, nicht zuletzt aufgrund ihrer weichen Herzen, liebgewinnt.Fasziniert war ich von den vielen Mythen um Vampire, die Bram Stoker hier zusammenträgt, wobei ich mir oft nicht sicher war, wobei es sich tatsächlich um alte - Van Helsings Behauptungen nach bis in die Antike zurückverfolgbare - Legenden handelte und wann Stoker seine eigene Fantasie mit einfließen ließ.Einige Merkmale eines Vampirs kannte ich natürlich aus vielen anderen, modernen Geschichten, beispielsweise die Nachtaktivität, die Abscheu vor Kruzifixen und Knoblauch, die Verwandlung in Fledermäuse, das fehlende Spiegelbild und die Tatsache, dass sie mit einem Pflock durchs Herz getötet werden müssen.Stokers Graf Dracula besitzt aber noch eine Menge zusätzliche Eigenschaften, die mir neu waren. So kann er zum Beispiel Wölfe, Ratten und Nebel kontrollieren, kein fließendes Wasser überqueren und Häuser nur dann betreten, wenn er dazu eingeladen wird.Die Figur des Dracula überrascht immer wieder und es ist spannend mit anzusehen, wie er sich mit den anderen Figuren einen Wettstreit in Sachen Planung und Intelligenz liefert und man bis zum Schluss nicht sicher sein kann, wer hier wem einen Schritt voraus ist.Schmunzeln kann man als moderne Leser hier auch bei einigen historisch bedingten Inkorrektheiten.So bekommt eine Figur im Laufe des Buches beispielsweise als eine Art letzte Notfallmedizin von vier verschiedenen Leuten Bluttransfusionen, um danach sofort wieder kräftiger und gesünder zu werden. In Wahrheit wäre die Chance vermutlich hoch gewesen, dass sie stirbt, weil ihr mindestens einmal die falsche Blutgruppe verabreicht wurde.Ein anderes Mal nimmt Doktor Seward an, eine Fledermaus sei gegen die Scheibe geflogen, weil das Licht sie verwirrt habe, wobei man heute jedoch weiß, dass Fledermäuse sich mit Ultraschall orientieren.Fazit"Dracula" ist ein sehr gelungener und unheimlicher Vampirroman, in dem gekonnt konstant Spannung aufgebaut wird und der durch sympathische und authentische Figuren und einen atmosphärischen Schreibstil begeistern kann.Ab und zu liest sich das Buch jedoch auch recht kompliziert und langatmig und das Ende kam dafür eindeutig zu abrupt.Ich vergebe 4 Sterne.

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  • Furioser Start des Horrorromans - der mit der Zeit an zunehmenden Blutverlust leidet

    Dracula

    awogfli

    Was mich zu Beginn und bis mehr als zur Hälfte des Romans noch restlos begeistert hat - nämlich die innnovative stilistische Tagebuchform und die unterschiedlichen Erzählperspektiven der handelnden Personen, die alle Aufzeichnungen führen - wurde schlussendlich zum größten Ärgernisfaktor in diesem ansonsten so brillianten Roman. Sobald die Vampirjägertruppe so bei ca. Seite 300 auch physisch zusammengekommen ist und alle handelnden Personen dieselben Dinge erleben, wendet sich diese Innovation gegen sich selbst, da alle Tagebuchaufzeichnungen unentwegt untereinander abgeglichen werden, und ein und dasselbe Ereignis permanent aus unterschiedlichen Sichten so lange wiedergekäut wird, bis es komplett ausgelutscht und blutleer ist. So geschehen zum Beispiel bei dem Ereignis des Wundmals durch die Hostie, das ich mindestens SECHS Mal aus unterschiedlichen Perspektiven und zu unterschiedlichen Zeitpunkten immer und immer wieder lesen musste. Ich weiss, dass es 1897 noch kein professionelles Lektorat gegeben hat, aber eine helfende Hand mit einem Rotstift, die absatzweise diese unsäglichen und seehr langweiligen Redundanzen herausstreicht und eliminiert, hätten dem Roman sehr geholfen und ihn ohne viel Aufwand auf 5 Sterne geschraubt. Ich hatte das Gefühl: Je länger der Roman dauert, desto mehr Blut verliert er - fast ist es so, als ob Dracula höchstpersönlich sukzessive alles Leben aus ihm herausgesaugt hätte. Sogar das Finale ist sehr lapidar und kein bisschen mehr spannend. Aber wie gesagt - 100 Seiten weniger und meine Kritik wäre obsolet. Ansonsten inhaltlich und sprachlich sehr ansprechend und genial: Wundervolle Beschreibungen von Landschaften, Kultur und gruselig abergläubischer Landbevölkerung, von Gebäuden wie das Schloss oder das Irrenhaus, liebevolle Entwicklung von allen Figuren insbesondere den Antagonisten wie dem verrrückten Renfield, dem Grafen,... Großartige Sittenbilder der Entstehungszeit z.B. kannte man 1897 keine Blutgruppen. Das ist schon sehr putzig beschrieben, dass die Qualität der Transfusion von der Rechtschaffenheit & Konstitution des Spender-Mannes abhing - Frauen wurden gar nicht als qualitiativ geeignet betrachtet. Am lustigsten fand ich die philosophische Auseinandersetzung mit dem Konzept der Aufklärung in einem fantastischen Horrorroman. Alle Figuren versicherten sich nachdrücklich bei Erleben des fantastischen Horrors unentwegt der eigenen Modernität und Wissenschaftlichkeit. "Wer hätte wohl noch vor einem Jahr, inmitten unseres wissenschaftlichen, skeptischen, nur an Tatsachen orientierten neunzehnten Jahrhunderts eine solche Möglichkeit auch nur in Erwägung gezogen?" Spannend ist auch noch, wie originalgetreu eigentlich manche Filme waren, die ich zum Thema Dracula gesehen hab. Fast alles ist schon der Feder von Bram Stoker entsprungen und nicht der der Filmemacher. Im Prinzip hat Stoker die alten Legenden zwar zusammengefasst, aber die Figur Dracula quasi im Alleingang mit all ihren Stärken und Schwächen erfunden und geprägt. Fazit: Eigentlich 3,5 Sterne, aber weil mich das Buch zum Ende hin gar so genervt hat, kann ich ums verrecken nicht auf 4 Sterne aufrunden. Nichtsdestotrotz eine Lese-Bildungslücke, die es wert ist, gestopft zu werden.

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    • 12
  • Genialer Klassiker, sorgfältig übersetzt in stimmiger Hülle - 6 Sterne

    Dracula

    StillerStiller

    20. November 2016 um 22:27

    Eine möglichst "nahe" Übersetzung in einem liebevoll gestalteten Hardcover... perfekt wär's ohne die etwas(!) albernen Blutstropfen ;-) 

    Über die Geschichte, Erzählkunst und die literarische Bedeutung des Klassikers gibt es nichts zu rezensieren...

    Ein 6-Sterne-Klassiker.

  • Ein spannender Klassiker!

    Dracula

    Evangeline2233

    10. October 2016 um 16:21

    Ich bin sehr froh, dass ich diesen Klassiker endlich gelesen habe. Ich wusste zwar ungefähr, worum es ging, aber da ich auch noch keinen der Filme gesehen hatte, hielt die Geschichte noch einige Überraschungen für mich bereit. Die einzelnen Charaktere der Geschichte wurden sehr ausführlich vorgestellt und die Erzählperspektive immer wieder gewechselt. So konnte man sich in die Verhaltensweisen der Personen besser hineinversetzen. Besonders symphatisch waren mir Dr. Seward und Mina Harker. Das Frauenbild der damaligen Zeit ließ mich allerdings einige Male schlucken, aber der Roman spielt eben nicht heute. Vor allem am Anfang des Buches wurde Graf Dracula als sehr kultiviert, intelligent und höflich vorgestellt. Das diente aber vor allem der Durchführung seines Plans, ein Grundstück in London zu kaufen. Mit der Zeit lernte man die grausame und hinterhältige Art des Grafen kennen und lernte ihn fürchten. Ich finde es noch immer etwas seltsam, dass Mr. Harker die Flucht aus dem Schloss gelungen ist. Hätte Graf Dracula es wirklich verhindern wollen, wäre ihm sicher etwas eingefallen. Graf Dracula wirkte so übermächtig, dass dieser Teil der Geschichte unrealistisch war. Auch das Ende des Grafen wirkte im Gegensatz zur Vorgeschichte fast zu einfach. Im Mittelteil gab es einige Längen, als die Sterbephase und Vernichtung von Lucy sehr ausführlich dargestellt wurden. Danach ging es dann zum Glück schneller weiter. Insgesamt einer der besten Klassiker, die ich bisher gelesen habe. Er war stellenweise wirklich spannend mit gut ausgearbeiteten Charakteren.

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  • Bram Stoker: »Dracula«

    Dracula

    Yurelia

    13. May 2016 um 23:59

    Jahrelang habe ich geglaubt, dieser Roman kann gar nicht so besonders sein, wie alle sagen. Auch, dass man mir des Öfteren mitteilte, dass das Buch recht schwierig zu lesen sei, aufgrund der vielen Briefe, Telegramme und Tagebucheinträge, in denen dieser Roman geschrieben ist, schreckten mich lange Zeit ab, es zu lesen. Ich hätte es viel, viel früher lesen sollen. Es ist noch weit besser und besonderer, als das, was ich bisher Positives drüber hörte und las und es liest sich leichter als angenommen - trotz der sehr altbackenen Sprache. Das Buch ist spannend, bis zur letzten Seite. Dass dieser Roman sicher zu den spannendsten Romanen der Weltliteratur gehört - wie es so schön im Klappentext steht - kann ich nicht bestreiten. Selbst wenn man den Film kennt und weiß, was ungefähr passiert, tut das der Spannung keinen Abbruch. Dass die Briefe und Tagebucheinträge der verschiedenen Figuren im Wechsel die Geschichte erzählen, bringt einen guten Einblick in die Gedankenwelten der verschiedenen Personen. Diese Erzählweise gestaltet den Roman umso abwechslungsreicher, interessanter und spannender und beeinträchtigt auf gar keinen Fall den Lesefluss. Da man nur langsam die Puzzleteile des Rätsels zusammensetzen kann, genau wie die Protagonisten, erweckt es den Eindruck, als würde man total in die Geschichte hereingezogen und sie an der Seite von Jonathan und seinen Freunden real miterleben. Dieses Buch kann man nur beruhigt aus der Hand legen, wenn man es durchgelesen hat - vorher liest man immer weiter, wie gebannt.

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  • Geschichte durch Tagebuch-Einträge

    Dracula

    Carlosia

    28. April 2016 um 10:48

    Klappentext: Jonathan Harker reist ins abgelegene Transsylvanien, um dort Graf Dracula zu treffen. Kaum ist er in den Karpaten angekommen, befallen ihn ungute Ahnungen. Die unheimliche Atmosphäre des Schlosses lastet schwer auf seiner Seele. Doch das wahre Grauen zeigt sich erst nach seiner Rückkehr nach London - denn Jonathan reist nicht allein. Bram Stokers Dracula, unbestrittener Klassiker der Schauerliteratur, fasziniert seit über hundert Jahren eine weltweite Leserschaft. Hohe literarische Qualität in Verbindung mit gekonnt aufgebauter Spannung hat dem Roman wahren Kultstatus beschert - die Mitternachtsbibliothek macht ihn endlich auch gezielt einem jugendlichen Lesepublikum zugänglich! Über den Autorin: (Wikipedia) Bram Stoker wurde als drittes von sieben Kindern in Marino Crescent (damals in Clontarf bei Dublin, heute Dublin-Fairview) geboren. Er war bis zu seinem siebten Lebensjahr krank und konnte alleine weder stehen noch gehen. Diese traumatische Erfahrung spiegelt sich in seiner literarischen Arbeit wider. Ewiger Schlaf und die Wiederauferstehung der Toten, das zentrale Thema von Dracula, waren deshalb von großer Bedeutung für ihn. Nicht nur seine Krankheit war ein Rätsel, sondern auch seine Genesung war ein „Wunder“ für seine Ärzte. Danach wurde er sogar Athlet und Fußballstar am Trinity College, wo er von 1864 bis 1870 Geschichte, Literatur, Mathematik und Physik studierte. Anschließend wurde er Beamter bei der Dienstaufsichtsbehörde der Justizverwaltung in Dublin Castle (wo auch sein Vater tätig war), was ihn aber nicht zufriedenstellte. Stoker schrieb während dieser Zeit ein Handbuch für Vorsitzende bei Schnellgerichtsverfahren („magistrates' courts“ oder „petty courts“). Er arbeitete gleichzeitig als Journalist und Theaterkritiker und schrieb Artikel für das Dublin University Magazine. Sein Interesse am Theater führte zu einer lebenslangen Freundschaft mit dem Schauspieler Henry Irving. Stoker heiratete 1878 Florence Balcombe, eine Nachbarin aus Clontarf, die auch von Oscar Wilde umworben wurde. Er zog mit ihr nach Chelsea (London), wo er als Manager von Irvings Lyceum Theatre arbeitete. Durch die Arbeit für Irving wurde er in die Londoner „High Society“ eingeführt, wo er unter anderem auf James McNeill Whistler und Sir Arthur Conan Doyle traf. Im Gefolge von Irving bereiste Stoker die Welt. Daneben besserte er als Buchautor sein Einkommen auf. Silvester 1879 wurde Sohn Irving Noel geboren. Bram Stoker erlebte den großen Erfolg seines Romans Dracula nicht mehr. Er starb nach mehreren Hirnschlägen in finanziell bescheidenen Verhältnissen 1912 in London; einige Quellen nennen als Todesursache Überarbeitung. Stokers Leichnam wurde im Golders Green Crematorium eingeäschert, die gemeinsame Urne für ihn und seinen Sohn befindet sich noch heute dort. Sein Neffe Daniel Farson behauptete in einer Biographie, Stoker sei an Syphilis gestorben, wofür es aber keinen Beleg gibt. Zu Ehren des Autors verleiht die Vereinigung der US-amerikanischen Horrorschriftsteller seit 1987 jährlich in verschiedenen Kategorien den Bram Stoker Award. Erhalten haben ihn unter anderem Stephen King, Clive Barker, Dean Koontz und Joyce Carol Oates. Erster Satz: Bistritz, 3 - Mai- - - München ab am 1 - Mai 8.35 abends. Wien am frühen Morgen des nächsten Tages; sollte eigentlich 6.46 ankommen, der Zug hatte aber eine Stunde Verspätung. Gestaltung: Die Gestaltung des Buches gefällt mir sehr gut. Es ist einfach in meinen Augen ein Klassiker von dem ich Gestalterisch nichts Aufwendiges erwarte. Inhalt: Eigentlich sollte man den Inhalt ja schon grob kennen ;) Graf Dracula interessiert sich für ein Haus in London. Um seine Angelegenheiten zu klären reist der junge Jonathan Harker nach Transsylvanien. Doch dort angekommen ist alles etwas komisch. Seine Tür würd nachts abgeschlossen, … Meine Meinung: Da ich ein riesiger Vampir-Fan bin, habe ich mir gedacht dieses Buch musst du einfach mal gelesen haben, denn es ist ein Klassiker. Gedacht und getan! So wirklich begeistert von dem Buch bin ich leider nicht. Der Schreibstil in sich fand ich in Ordnung, da das ganze ja auch in einer ganz anderen Zeit geschrieben wurde. Womit ich mich jedoch überhaupt nicht abfinden konnte war, dass es alles Tagebuch Einträge sind die hintereinander „geklatscht“ wurden. Das macht meiner Meinung nach ein wenig die Geschichte kaputt und durch die Verschiedenen Perspektiven wurde alles ein wenig durcheinander. Es ist meiner Ansicht einfach schwierig Personen durch Tagebuch Einträge zu folgen die so verschieden sind. Man kann es lesen, muss es aber wirklich nicht. Bewertung: ∞∞∞

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  • Dracula

    Dracula

    Reneesemee

     Der bekannteste Vampir-Roman der Welt in einer neuen, atmosphärischen Hörspielfassung im Rahmen der preisgekrönten Reihe Gruselkabinett. Zum ersten Mal werden die Ereignisse aus Bram Stokers 1914 veröffentlichter Kurzgeschichte "Draculas Gast" dem Roman-Geschehen als Prolog vorangestellt, so wie dies der Autor ursprünglich beabsichtigt hatte. InhaltFolge 16: "Draculas Gast"München 1893: Jonathan Harker, ein junger Rechtsanwalt aus England, ist unterwegs zum Grafen Dracula, um diesen bezüglich des Erwerbs eines Anwesens in London zu beraten. Auf der Reise gerät er in die Nähe eines von der Bevölkerung plötzlich verlassenen Dorfes. Die Neugier des jungen, verwegenen Mannes ist geweckt und alle Mahnungen des verängstigten Kutschers, den verfluchten Ort besonders in der Walpurgisnacht zu meiden, sind vergebens ... Folge 17: "Dracula Teil 1 von 3"Transsylvanien 1893: Bereits während Jonathan Harkers Reise zur Festung des Grafen Dracula in den Karpaten häuften sich unheilvolle Vorzeichen. Wer ist dieser Graf, zu dem der junge englische Anwalt unterwegs ist? Warum fürchten ihn alle und wagen kaum seinen Namen zu nennen? Jonathan beschließt, trotz allem seinen Auftrag auszuführen und steigt in die Kutsche, die ihn auf das Schloss bringen soll. Was wird ihn dort erwarten …? Folge 18: "Dracula Teil 2 von 3"Whitby 1893: Jonathan Harkers Verlobte Mina Murray beabsichtigt mit ihrer Freundin Lucy Westenra im Badeort Whitby ein paar unbeschwerte Tage in der Sommerfrische zu verleben. Ein heftiger Sturm spült ein von der Mannschaft verlassenes Schiff an Land, das eine unheilvolle Ladung enthält. Lucy beginnt daraufhin unruhig zu schlafen. Etwas ergreift Besitz von ihren Träumen und scheint sie des Nachts auf den alten Friedhof locken zu wollen … Folge 19: "Dracula Teil 3 von 3"London 1893: Unter der Führung von Professor Abraham Van Helsing formiert sich der Widerstand gegen Dracula. Gemeinsam begibt sich die Gruppe auf die Suche nach den übrigen Kisten, die der Schoner Demeter geladen hatte. Durch deren Vernichtung würde dem Vampir der Verbleib in England unmöglich werden. Noch ahnen die Freunde nicht, dass Dracula bereits einen teuflischen Plan ersonnen hat, jemanden aus der Gruppe zu seinem Verbündeten zu machen … Dreißig der bekanntesten Synchron-Schauspieler Deutschlands hauchen der Geschichte um den dämonischen Vampirgrafen Leben ein. Joachim Höppner, die deutsche Stimme von "Gandalf" in den "Der Herr der Ringe"-Filmen, ist Dracula. Ihm zur Seite stehen Simon Jäger (die deutsche Stimme von Heath Ledger und Josh Hartnett), Lutz Mackensy, Andreas Mannkopff, Petra Barthel (Nicole Kidman), Jürgen Thormann (Michael Caine), Melanie Pukaß (Halle Berry), Marius Clarén (Tobey Maguire), sowie Inken Sommer (Anne Bancroft), Tanja Geke u.v.a..   Was soll ich da noch sagen ich als Vampir Fan ich bin begeistert es ist spannend erzählt mit einem hauch Gruselfaktor.

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    • 3
  • Der Klassieker der Vampire

    Dracula

    Vampir-Fan

    15. February 2016 um 08:58

    Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist nach Transsylvanien, um den Grafen Dracula in Geschäfts- und Rechtsangelegenheiten zu beraten, da der Graf demnächst nach London übersiedeln will. In dessen altem Schloss wird Harker Zeuge eigenartiger Begebenheiten, auf die er sich keinen Reim machen kann, das Leben im Schloss wird immer unheimlicher -- und schließlich wird Harker zum Gefangenen des Grafen und kann sich erst in letzter Sekunde befreien. Gleichzeitig geschieht Merkwürdiges an der englischen Küste: Eine Freundin von Harkers Braut stirbt unter unheimlichen Umständen, ein Geisterschiff strandet an ihrem Aufenthaltsort, und das Logbuch des Kapitäns gibt weitere Rätsel auf. In London bemerkt ein Nervenarzt eigenartige Symptome bei einem seiner Patienten. Van Helsing, ein Vampirexperte aus Amsterdam, trifft ein, und die Jagd nach dem Grafen Dracula beginnt, der sich mittlerweile in England befindet..............Darcula von Bram Stoker ist ein Klassiker unter den Büchern. Ich lieben den düsterne Vampir der eigentlich so sehr nach liebe sehnt. Immer wieder schafft es Stoker mich in seinem Bann zu ziehen. Besonders an diesem Buch mag ich den Charakter der Lucy. Auch die anderen Charaktäre sind toll ausgearbeitet und auch die Darstellung der Umgebung ist super geschrieben. Ich tauche gern in die fantastische Welt von Bram Stoker ein. Ich als Liebhaberin der klassischen Vampire kann diesem tollen Buch nur 5 von 5 Sternen geben.

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  • Ein bissiger Roman und die Geburtsstunde eines Mythos

    Dracula

    blauerklaus

    In dem 1897 erschienen Roman des irischen Schriftstellers Bram Stoker führt der Autor die damals schon zahlreichen Geschichten und Überlieferungen zum Thema Vampire zusammen und schafft so eine Figur, die wie kaum eine andere in fast allen (zumindest den westlichen) Kulturen bis heute einem großen Publikum bekannt ist. Geschickt verbindet  Stoker das damals so beliebte Genre des Schauerromans mit den nicht minder populären Liebes- und Abenteuerromanen. Zur Handlung: Der junge Londoner Rechtsanwalt Jonathan Harker reist im Auftrag seines Arbeitgebers nach Siebenbürgen, wo er den Grafen Dracula in seinem Schloss zu einem Immobilienkauf in England und seinem Umzug dorthin beraten soll.  Schon bei der Anreise beschleicht ihn ein unheimliches Gefühl, da die Einheimischen den jungen Engländer für verrückt halten, alleine zur Burg des Grafen zu reisen.  Bei seiner Ankunft stellt er jedoch fest, dass er von dem aristokratisch wirkenden  Schlossherrn freundlich empfangen wird. „Willkommen in meinem Haus! Treten Sie ein, ungehindert und aus freien Stücken!“   (Seite 31) Erst nach einigen Tagen fallen ihm einige Besonderheiten auf. Der Graf hat kein Spiegelbild, scheint nie etwas zu essen und ist tagsüber nicht anzutreffen. Darüber hinaus ist ihm der Zutritt zu einem Großteil des Schlosses verboten. Als er eines Tages doch in einem ihm verbotenen Teil des Schlosses einschläft  wird er von drei hübschen Frauen gefunden, die wie der Graf auffallend lange und spitze Eckzähne haben. Kurz bevor sie ihn beißen können, werden sie vom Schlossherrn vertrieben. Harker hat von nun an Todesangst und versucht vom Schloss zu fliehen. Kurz darauf wechselt der Handlungsort und der Leser erfährt von einem geheimnisvollen Schiff, welches unter mysteriösen Umständen in den Hafen von Whitby (Yorkshire, England) einläuft. Das Schiff scheint bis auf den toten, an das Steuerrad festgebundenen, Kapitän völlig verlassen. Die Ladung des Schiffes besteht im Wesentlichen aus zahlreichen, mit Erde gefüllten, riesigen Kisten. Man ahnt, Dracula hat englischen Boden betreten. Der Leser lernt die weiteren Personen des Romans kennen. „Mina“ Murray, die Verlobte Harkers besucht ihre Freundin Lucy Westenra in Whitby, welche an einer merkwürdigen Krankheit zu leiden scheint.  Sie bemerkt seltsame Male an Lucys Hals. Auch ein befreundetet Arzt, Dr. John Seward,  kann Lucy nicht wirklich helfen.  Seward ist Leiter einer Irrenanstalt, welche zufällig unmittelbar an das von Graf Dracula erworbene Grundstück grenzt. Er bittet seinen ehemaligen Lehrer Professor Abraham van Helsing um Hilfe. Van Helsing scheint die Zeichen zu erkennen, lässt seine Umgebung aber lange im Unklaren. Gemeinsam mit ein paar Freunden versuchen die Protagonisten Lucy zu retten und den Grafen unschädlich zu machen. Es beginnt eine abenteuerliche Jagd durch England und halb Europa. Das bereits aus anderen Romanen seiner Zeit bekannte Stilmittel der Wiedergabe von Tagebucheinträgen oder Briefen wird von Stoker hier konsequent auf den gesamten Roman angewendet. Es gibt keinen allwissenden Erzähler, der Leser erfährt die Handlung aus der Wiedergabe von Briefen, Tagebucheinträgen, Phonographaufzeichnungen, Zeitungsauschnitten etc. Hierdurch ist es dem Autor sehr gut möglich, die Handlung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven zu erzählen und bewusst an den spannenden Stellen „Cliffhanger“ zu setzen. Meine erste Lektüre des Romans liegt knapp dreißig Jahre zurück und beim jetzigen Lesen der Neuübersetzung gefällt er mir immer noch sehr gut. Der formale Aufbau hatte mich bei Erstlektüre etwas gestört, was jedoch daran liegen kann, dass man in der Jugend noch nicht so viel Leseerfahrung gesammelt hat.  Andererseits kann das auch an der guten Neuübersetzung von Andreas Nohl liegen. Der Roman liest sich überaus spannend, ein echter „Page-Turner“. Die altertümlichen Moralvorstellungen und das sehr antiquierte Frauenbild (wer wird als erste vom Vampir gebissen? – natürlich die etwas lebenslustigere, selbstbewusstere Lucy, welche an einem Tag drei  Heiratsanträge erhalten hat), sind der Entstehungszeit geschuldet.  Alles in allem aber eine  große Leseempfehlung für diesen Roman.  Braucht man danach noch mehr Vampir-Romane? Das möge jeder Leser selber entscheiden. Bei der Suche nach Hintergrundinformationen zu diesem Buch bin ich auf diverse Deutungsansätze der Handlung gestoßen: „Darüber hinaus verfügt das Motiv des Vampirismus aber auch über eine ungewöhnliche Elastizität, die es erlaubt, im Motiv des Vampirismus staatliche Unterdrückung, aristokratische Ausbeutung, stalinistische Bürokratie oder jesuitischen Gesinnungsterror zu gestalten.“ (Aus: Harenberg. Das Buch der  1000 Bücher) Ob Stoker dies wirklich beabsichtigt hat? Zwei Dinge haben mich an der dtv-Ausgabe gestört. Erstens ist die Neuübersetzung nicht als ebook erhältlich. Da ich bereits eine ältere Ausgabe im Regal habe, hätte mir hier die ebook-Version gereicht. Warum der dtv-Verlag hier offensichtlich nur die Printrechte erworben hat ist mir in der heutigen Zeit völlig unverständlich. Des Weiteren hat mich gestört, dass die zahlreichen Anmerkungen im Anhang des Romans, im Text selber nicht kenntlich gemacht sind. Man muss also „auf gut Glück“ blättern, ob zu bestimmten Passagen Anmerkungen vorhanden sind. Das war ich von anderen Klassikern (Fischer, Hanser) bisher anders gewohnt. Der potentielle Leser kann daher auch die andere Neuübersetzung aus dem Reclam-Verlag in Erwägung ziehen.

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    • 5
  • Dracula - Bram Stoker

    Dracula

    Hikari

    Dracula ist wohl der bekannteste Roman von Bram Stoker und der Vampyr-Roman schlechthin. Ein Klassiker der Literatur und zudem ein spannender Einblick in die fantasievolle und mystische Welt der Vampyre. Anfänglicher Protagonist ist Jonathan Harker, den ein Immobiliengeschäft zum Grafen Dracula führt. Auf der Reise und vor allem im Schloß geschehen mysteriöse und gruselige Dinge, sodass sich folgenschwere Ereignisse daraus ergeben. Bald wird der Protagonist von weiteren Charakteren ergänzt und unterstützt und es baut sich eine Jagdgruppe auf, die den ominösen Grafen jagen will. Die Geschichte ist wundervoll geschrieben, sehr atmosphärisch und steigert sich immer mehr zu einer spannungsgeladenen Verfolgungsjagd. Zuvor jedoch wird dem Mythos auf den Grund gegangen, Zweifel aus den Weg geräumt und verschiedene gruselige Situationen durchlebt und durchleidet. Das Ende könnte spannender nicht sein und rundet die Geschichte wunderbar ab. Der Stil Bram Stokers ist angenehm zu lesen und die Übersetzung von Heinz Widtmann hat mir sehr zugesagt. Die schön gestaltete Ausgabe beinhaltet noch einen kleinen Anhang zu Buch und Autor und punktet damit bei mir sehr.

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    • 4
  • Der alte Zauber ist leider verflogen. Schade irgendwie.

    Biss-Jubiläumsausgabe - Biss zum Morgengrauen / Biss in alle Ewigkeit

    Floh

    Jetzt gibt es die Faszination der Vampirwelt um Bella und Edward in einer verdienten Jubiläumsausgabe als Wendebuch mit vielen Extras. Die Erfolgsautorin Stephenie Meyer hat vor knapp 10 Jahren die Herzen der jungen und jung gebliebenen Vampirfans mit ihrer „Twillight-Trilogie“ beinahe um den Verstand gebracht und eine neue Buchära erschaffen. Auch ich bin dieser Faszination und diesem Zauber damals verfallen und lese auch heute noch liebend gern Romane über und mit Vampiren, Werwölfen und Gestaltwandlern. In alles Facetten, egal ob romantisch, blutig, erotisch oder verzaubernd. Ich mag sie fast alle. „Biss zum Morgengrauen“ einmal ganz neu erzählt und dargelegt. Autorin Stephenie Meyer bietet uns nun mit „Biss in alle Ewigkeit“ ganz neue Einblicke in einem edlen Wendebuch als einmalige Sonderhausgabe. Ein MUSS für alle Fans dieser bezaubernden Welt. Diese unbeschreiblich erfolgreiche Trilogie einmal ganz neu erleben. Das darf man hier in diesem Buch! Erschienen im Carlsen Verlag (http://www.carlsen.de/) Inhalt / Klapptext: "Feiert mit uns das zehnjährige Jubiläum von „Biss zum Morgengrauen“! In dieser Sonderdoppelausgabe ist sowohl der erste Band von Stephenie Meyers „Biss“-Saga als auch eine überraschende Neuerzählung des Romans enthalten – „Biss in alle Ewigkeit“. Dieses Buch ist als Wendebuch konzipiert. Es enthält über 400 Seiten neuen Lesestoff und ist mit einem speziell veredelten Schutzumschlag und außergewöhnlichem Doppelcover ausgestattet. Lasst euch aufs Neue von dieser romantischen Liebe verzaubern. In „Biss in alle Ewigkeit“ erzählt Stephenie Meyer die Geschichte über Bella und Edward mit umgekehrten Vorzeichen und lässt die Leser den Kultroman auf ganz neue Weise erleben: ein Teenager und eine Vampirin verstricken sich in eine Liebe gegen jede Vernunft – und bieten „Biss“-Fans neuen Lesestoff mit Suchtpotenzial. „Biss zum Morgengrauen“ hat seit seiner Veröffentlichung 2005 (in Deutschland 2006) Millionen von Lesern in seinen Bann gezogen. Mit 155 Millionen verkauften Exemplaren weltweit ist die „Biss“-Saga bis heute einer der größten internationalen Bucherfolge überhaupt und hat darüber hinaus genreprägend gewirkt. Die Geschichte von Bella und Edward ist längst ein moderner Klassiker, der wesentlich zur Popularität der romantischen All Age-Literatur beigetragen hat. „Biss zum Morgengrauen“ stand u. a. auf Platz 1 der New York Times Bestsellerliste, wurde als Time Magazine Young Adult Book of all Times und als New York Times Editor`s Choice ausgezeichnet. Zur „Biss“-Saga gehören außer „Biss zum Morgengrauen“ die Bände „Biss zur Mittagsstunde”, „Biss zum Abendrot“, „Biss zum Ende der Nacht“, „Biss zum ersten Sonnenstrahl: Das kurze zweite Leben der Bree Tanner“ und „Die Welt von Bella und Edward – Das Biss-Handbuch“. " Handlung: Wie es der Klapptext, bzw. die Buchankündigung bereits andeutet, geht es hier um zwei völlig unterschiedliche Charaktere, die die Rollen vertauscht haben und in dem Sonderband „Biss in alle Ewigkeit“ die faszinierende Liebensgeschichte a la Bella und Edward in einem ganz neuen Gewand zeigen. Eine Vampirin Edith (Edythe) nach dem Bildnis von Edward Cullen und einen Teenager Beau nach der Idee von Bella Swan. Auch die Familienmitglieder sind in ihren Rollen vertauscht und bieten mit neuem Gesicht und Staus die ähnliche Geschichte im neuen Licht. Modern, verdreht, gefährlich und neu inspiriert. Zwei unterschiedliche Charaktere und eine Liebe die blitzartig aufeinandertrifft und eine Emotionsgewalt und Gefühlsflut gegenseitig auslöst. Eine Liebe die nicht sein darf, die gefährlich ist und gegen alle Regeln verstößt… Beau und Edith. Hier muss eigentlich nur noch wenig gesagt werden. Denn die bezaubernde Handlung von Twillight Biss zum Morgengrauen ist mittlerweile weit bekannt, allein durch die erfolgreiche Trilogie und auch die Kinoverfilmung. Twillight ist in aller Munde und gilt als Vorläufer und Pionier der Romantic-Fantasy und der marktfähigen seichten und gefühlvollen Vampir-Literatur. Dieses Buch mit der Sondergeschichte „Biss in alle Ewigkeit“ zeigt die bekannte Story einmal neu und aus völlig anderer Perspektive. Hier gibt es die gleiche Handlung, die gleichen Schwierigkeiten und den gleichen Verlauf einmal ganz neu und anders intensiv mit neuen Gefühlen, Facetten und Gedanken gespickt. Neue Dialoge, Gedanken und Blickwinkel bieten Abwechslung. Zum Schreibstil: Autorin Stephenie Meyer hat mich einst mit Twillight in eine ganz andere Welt geholt. Sie hat mich verzaubert, mitgerissen und diesen Kult verfolgen lassen. Ich bin den Büchern regelrecht verfallen. Doch leider hat dieser Reiz nicht mehr die gleiche Wirkung auf mich. Liegt es am Schreibstil, an der Bekanntheit der Geschichte, oder an meinem fortgeschrittenen Alter? Es ist nun knapp sieben oder acht Jahre her, als ich die gehypte Trilogie begonnen und regelrecht verschlungen habe. Nun ist es wie ein „Revival“, aber leider doch anders als erhofft. Ich habe mir ein Wiedersehen gewünscht, ein Nachhausekommen, die gleichen Gefühle… Doch all das habe ich hier leider nicht mehr spüren können. Ob es am Schreibstil liegt? An der Übersetzung? Oder einfach an meiner eigenen Entwicklung? Zwar ist hier alles noch sehr präsent und absolut aktuell, hier werden Neuleser sicherlich einen Zauber finden. All die damaligen Leseeindrücke sind in diesem Buch, durch den bekannten Schreibstil, wieder absolut frisch und als wäre es erst gestern gewesen, aber eher distanziert und längst nicht mehr so intensiv. Schade. Die Handlung beginnt mit einer bekannten Szene. Die Geschichte schreitet auch ganz ähnlich fort wie die übliche Twillight-Saga, lediglich das Ende ist ganz neu und hat mich sehr überrascht. Für Leser der alten „Biss“-Trilogie ist die Handlung ja bereits bekannt und ein „alter Hut“. Umso mehr möchte ich loben, dass die Autorin hier neue Dialoge, Nebenhandlungen und neue Gefahren in den bekannten Verlauf einfließen lässt. Das sorgt auch für Fans der Reihe für Abwechslung und etwas Neuland und Anreiz zum Weiterlesen. Die Autorin S. Meyer beweist auch hier Wiedererkennungswert, sie besitzt einen ganz besonders ehrlichen, ungefilterten und emotionalen Ton. Sie sorgt für Gefühl, Nähe, Phantasie und den Wunsch in die Rollen der Protagonisten zu schlüpfen. Zudem ist es ihr gelungen eine bekannt angenehme Stimmung zu erzeugen, dieses Buch liest man gern und lässt sich auch mit den neuen Charakteren gern in eine andere Welt und Liebe entführen. Denn Leid und Leidenschaft liegen hier sehr nah beieinander. Schauplätze: Als ich vor vielen Jahren als junge Erwachsene erstmalig mit Twillight in Berührung kam, wollte ich nichts anderes als die Orte meiner Romanhelden in echt zu besichtigen und auf ihren Spuren zu wandeln. Folks. Das nasse Laub, der moosbedeckte Boden, die Schule, der Unterricht, das Anwesen der Cullens, Bellas gemütliches kleines Heim bei ihrem Dad…Auch hier gelingt es der Autorin in „Biss in alle Ewigkeit“ diesen Zauber auszulösen, wenn auch nicht mehr so stark wie vor knapp zehn Jahren. Dieses Buch richtet sich einfach sehr an die Träume und Wünsche junger Leser und Teens. Der Autorin gelingt es durch reale Darstellung der Schauplätze eine Welt des jugendlichen Alltags zu schaffen. Beau lebt eher zurückgezogen, wird schnell rot und wirkt wie ein Freak oder Nerd. Edith hingegen ist da ganz anders. Beide Welten werden gelungen geschildert und eine wunderbare Atmosphäre erschaffen. Eine Welt, die der von Bella und Edward gleicht. Sehr genau hat sie die Eindrücke eingefangen und gibt diese im Buch an die Leser weiter. Ihr Fokus liegt auf viele Details und Umschreibungen, so hat sie in trefflichen Momenten immer ein sehr genaues Bild der Umgebung und Beau´s sowie Edith´s Leben und beider Gefühle erschaffen. Charaktere: Bei der Wahl, bzw. Adaption der Charaktere hat ich das Buch leider sehr enttäuscht. Schade, da wurde ich regelrecht ins kalte Wasser geworfen. Mit Bella und Edward hatte die Autorin zwei einprägsame Charaktere erschaffen, die schon nach Band 1 unvergesslich waren. Hier liegt der Fokus natürlich auf die vertauschten Rollen und der Liebe von Beau und Edythe. Aber auch all die anderen Nebencharaktere werden adaptiert und bekommen ein neues geschicht. Alte bekannte Rollen werden neu inspiriert. Für mich leider eher verwirrend, störend und enttäuschend. Großer Minuspunkt für den Charme der Geschichte. Gewollt und irgendwie nicht gekonnt. Sorry. Bekannte Personen mit abwechslungsreichem Potential für die Handlungen, Autorin Stephenie Meyer schafft hier ein stimmiges Bild der Persönlichkeiten und formt das passende Umfeld der Charaktere gleich dazu, erreicht mich aber leider damit nur wenig. . Gleich zu Beginn ermöglicht die ambitionierte Autorin ihren Lesern ein klares Bild der einzelnen Persönlichkeiten, das ist für Neuleser auch gekonnt gemeistert. Oder ist es nur der Anschein eines klaren Bildes? Die beiden Hauptcharaktere Beau und Edith werden nach und nach noch mit vielerlei Verborgenen überraschen. Gerade das Seelenleben und die Gedankenwelt von Edith, die eine Gefahr für Beau bildet lassen den Leser nicht mehr los. Tief und eindringlich werden hier diese Charaktere vorgestellt. Gekoppelt mit einer tragischen Liebe und mitreißendem gefühl, einer dramatischen Tragödie, wirken alle Personen sehr gut geschildert und verkörpern ihren Part im Roman gekonnt. Meinung: Zuerst möchte ich die Dinge und Punkte nennen, die mir an diesem Buch wirklich nicht gefallen haben und mich 1 1/2 (schnief*) Sterne haben abziehen lassen. Die Idee, eine bekannte und erfolgreiche Geschichte nochmals neu zu erzählen ist im Grunde gar nicht schlecht. Es bietet neue Einblicke und Perspektiven. Schade finde ich es jedoch hier, dass die Sicht mit einem Rollentausch und Geschlechtertauschaus sehr wackelig und fremd wirkt, wenn man zuvor Bella und Edward verfallen war. Für Kenner der Reihe stellt das vielleicht das größte und enttäuschendste Problem dar, für Neuleser ist es sicherlich ganz und gar nicht fremd oder störend sondern gewiss genauso prickelnd und bezaubernd wie Twillight in seiner Urform. Zwar bringen neue Dialoge und Einblicke Abwechslung, aber wirklichen Schwung bringen diese neuen Anreize nicht. Wenn ich mich nicht irre, waren hier drei Übersetzer ins Deutsche am Werk. Von zwei unterschiedlichen Übersetzern habe ich etwas herauslesen können. So wechselt der Erzählstil im Verlauf der Handlung etwas. Anfangs gab es viele Wiederholungen im Stil, die sich später gar nicht mehr wiederfinden. Das wirkt etwas uneben und unstet. Da das Ende jedoch in neuem Licht glänzt birgt es hier eine kleine Überraschung, was ich gut finde. Aber zusammenfassend muss ich einfach auch sagen, dass mir dieses Buch zwar gefallen hat, aber leider nicht mehr den alten Zauber hervorrufen konnte. Meine Erwartungen waren wohl die falschen und dem Buch leider nicht dienlich. Die Autorin: "Stephenie Meyer wurde 1973 geboren und lebt mit ihrem Mann und drei Söhnen in Arizona, USA. Ihr Debütroman "Bis(s) zum Morgengrauen" wurde aus dem Stand zum Bestseller und in 34 Länder verkauft. Mehr zu Stephenie Meyer unter www.stepheniemeyer.com." Zum Cover: Ein sehr hochwertiges Buch von herausragender Qualität und stimmigen Gesamteindruck. Das Cover ist eine sehr gute und stimmige Wahl. Ein Wendebuch, sehr hochwertig verarbeitet. Die beiden Cover stimmen sich aufeinander ab und wirken ganz edel und glänzend. Fazit: Für Fans ein Muss. Für Neuleser und Neugierige und bereits verzauberte Leser würde ich eher die Urversion empfehlen. Dieses Buch ist ein kleines BonBon, ein Nachtisch zur Trilogie sozusagen. 3 Sterne, weil für mich einfach viel Glanz verloren gegangen ist.

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    • 5
  • Mit der neuen Übersetzung von Andreas Nohl (dtv Klassik, 2014) gut zu lesen

    Dracula

    Talitha

    Der Vampirklassiker schlechthin, die Geschichte vom Grafen Dracula, der aus seiner Heimat Transsylvanien für "frisches Blut" in die Großstadt London umzieht und dabei vom holländischen Psychologen Dr. Van Helsing und seinen Gefährten gejagt wird, ist weltberühmt und wurde daher auch sehr oft ins Deutsche übersetzt. Einige dieser Übersetzungen hatte ich bereits in der Vergangenheit gelesen, u. a. die vom Fischer Verlag. Daraus resultierte mein Urteil, dass der Roman sehr altbacken, langatmig und teilweise unverständlich für mich war. Da es bei der dtv-Ausgabe hieß, "Neuübersetzung" und da ich diese noch nicht kannte, wollte ich dem Werk aber noch eine letzte Chance geben. In seiner neuen Übersetzung ist es Andreas Nohl gelungen, das im Englischen gar nicht so komplizierte oder unverständliche Werk meiner Meinung nach angemessen zu übersetzen und somit für mich deutlich aufzuwerten. Der Satzbau wurde dem Englischen angeglichen. Es gibt keine seltsamen schwurbeligen Sätze, wie etwa in den älteren Übersetzungen, die mir teilweise "gewollt schwierig" geschrieben vorkamen (ein anderes Beispiel wäre hier Dostojewskij, bei dem dies ebenfalls vor den Übersetzungen von Swetlana Geier geschah). Der Wortschatz, der benutzt wurde, ist verständlich und modern, was nicht bedeutet, dass er den Originaltext verfälscht, da dieser ebenfalls einfache Begriffe verwendete, ohne dabei zu trivial zu wirken. Ebenso hat sich Nohl bemüht, den Dialekt des alten Seemanns darzustellen, was in anderen Ausgaben fehlt. Dieser wurde mit dem Plattdeutschen dargestellt, was gut passt, da die Seeleute zu der Zeit in Deutschland dies wirklich so sprachen. Der Text ist vollständig übersetzt (auch da gab es in der Vergangenheit ärgerliche Kürzungen etc.) und aufgrund der gelungenen Sprache nicht langatmig, sondern von einer erstaunlichen Tiefe, die ich bei anderen Übersetzungen nie begriffen hatte (z. B. die ganzen philosophischen Anspielungen Van Helsings und die religiösen Inhalte). Im Anhang findet man nach Seiten aufgegliedert viele Begriffserklärungen, die Übersetzungen von lateinischen Sprüchen und des Plattdeutschen und weitere Erläuterungen. Diese helfen dem heutigen Leser wirklich sehr, auch bei guter Allgemeinbildung. Mein Fazit: Wer sich diesen Klassiker mal zu Gemüte führen will, sollte es meiner Meinung nach in dieser Übersetzung tun, da sie einem eine Menge Frust und Unverständnis erspart.

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    • 3

    Floh

    09. November 2015 um 09:04
  • Dracula... Graf Dracula...

    Dracula

    Gwenliest

    Mittlerweile ist sowohl der Literatur-, Film-, TV-markt völlig überlaufen was das Thema Vampirstorys in jeglicher Form angeht... Bram Stoker war nicht der erste der das Thema literarisch aufgebracht hat, aber dennoch gilt sein 1897 erschienener Roman Dracula als Vorbild oder zumindest Ideengeber für viele dieser Geschichten. Der Roman ist sehr interessant aufgebaut und zwar wie ein Mosaik an Tagebucheinträgen, Notizen, Briefen unterschiedlicher Protagonisten und Zeitungsartikeln... die alle zusammengenommen die Geschichte von Dracula erzählen, der in London sein Unwesen treibt und der von einer Gruppe mutiger Männern und einer noch mutigeren Frau unschädlich gemacht werden soll. Viele Spekulationen, eine spannende Jagd und düstere Elemente treiben die Geschichte nach und nach zum Höhepunkt hin, die dann mit einem Showdown endet. Wie kann es anders sein in Transsylvanien, der Heimat des Vampirs der Vampire. Der Autor hat den Ruhm den sein Buch erlangt hat leider nicht miterlebt, doch hat er seinen eigenen Erfolg erlebt, indem er mit dem Schreiben ein Kindheitstrauma verarbeitet hat. Die ersten 7 Jahre seiner Kindheit war Bram Stoker aufgrund einer Krankheit sehr schwach und ans Bett gefesselt… seine Genesung war geradezu ein Wunder und wurde nachdem er völlig gesund war und bei vollen Kräften sogar sportlich sehr aktiv. Auferstehung, Kraft… Elemente die sich auch in Dracula wiederfinden lassen. Der Aufbau hat mir gut gefallen und hat die Handlung abwechslungsreich und spannend gestaltet. Wie meist bei Tagebucheinträgen fühlt man sich dem Verfasser sehr nah und hier im speziellen fühlt man sich tief in der Geschichte drin. Jetzt kann man sagen die Charaktere haben keine jeweils eigene Sprache, das hat mich nicht gestört, vor allem da ich gar nicht weiß ob das im Original auch so ist, da ich das Buch in der Übersetzung gelesen habe. Jetzt kann man sagen das ist unlogisch und langatmig, ja vielleicht aus heutiger Sicht.... ich habe versucht (aber wie soll einem das gelingen) das Buch aus Sicht der Leser zum Ende des 19. Jh. zu entdecken, die nicht mit dem Übermaß an Hollywooddramatik aufgewachsen sind und auch sicherlich literarisch nicht so überladen waren von Horrorstorys. Wenn ich richtig liege, hatte Stoker nicht vor mit seinem Roman Gesellschaftskritik zu betreiben, aber natürlich bieten sich einige der Themen zur Diskussion an. Wie gesagt das Buch ist zu einer völlig anderen Zeit entstanden, in der man noch nicht political correctness getrieben war und ein völlig anderes Frauen und Männerbild hatte als heute, was nun auch nicht überraschend ist. Wenn einen diese Faktoren nicht stören dann ist es aus meiner Sicht ein Buch das sich zu lesen lohnt, wenn man wissen möchte wo der Hype um Dracula seinen Ursprung hat.

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