Bram Stoker Gruselkabinett - Folge 48

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Inhaltsangabe zu „Gruselkabinett - Folge 48“ von Bram Stoker

Während der Flitterwochen macht ein junges Paar die Bekanntschaft von Elias P. Hutcheson. Die drei planen einen Ausflug zur Burg zu Nürnberg, in der die "Eiserne Jungfrau", eines der grauenvollsten Folterwerkzeuge der Menschheit, ausgestellt ist -

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  • Rezension zu "Gruselkabinett - Folge 48" von Bram Stoker

    Gruselkabinett - Folge 48

    sabisteb

    25. November 2010 um 08:59

    Nürnberg um 1883, eine Zeit als die Stadt noch nicht von Touristen überlaufen war. Das junge Paar Amelia und George Price macht gerade seine Hochzeitsreise auf welcher es den Kriegsveteran Elias P. Hutcheson kennenlernt, der sich ihnen anschließt. Gemeinsam besuchen sie das Foltermuseum der Stadt. Auf dem Weg dahin erzählt Hutcheson von seinen Heldentaten in den Indianerkriegen und zieht sich den Hass einer Katzenmutter zu, indem er durch einen unglücklichen Steinwurf deren Junges tötet. Diese Kurzgeschichte erschien posthum 1914 in der Anthologie "Dracula’s guest" und wohl auch schon vorher in einer amerikanischen Zeitschrift. Die Zusammenfassung der Geschichte klingt nicht wirklich schauerlich, dennoch ist sie es. Stoker beweist in dieser Meistererzählung wieder einmal sein Talent. Geschickt vermischt er die Ermordung eines kleinen Indianerjungen mit der unbedachten Tötung eines Katzenjungen. Man weiß nicht, für welchen Mord Hutcheson sich entschuldigt, und seine Adrenalinsucht, seine Besessenheit von der eisernen Jungfrau weist auf einen großen Schuldkomplex, den er Amerikaner hinter seinem großspurigen Getue verbirgt. Die Katze wird zum Sinnbild der Rache einer ihres Kindes beraubten Indianerin. Den Gruselfaktor bezieht diese Geschichte auch durch die kunstvolle Führung des Touristenführers des Foltermuseums, der es schafft den alten, verstaubten Gegenständen Leben einzuhauchen. Ich selber habe so eine Tour in Edinburgh gemacht und mit dem richtigen Führer jagen selbst an sich harmlose Kellergewölbe einem einen wohligen Schauer über den Rücken. Diese Kurzgeschichte brilliert durch ihre gelungene Vermischung zweier weit auseinanderliegender Ereignisse, die zu einem unvermeidlichen Ergebnis führen. Fazit: Hervorragende Sprecher und hervorragende akustische Untermalung. Eine wunderbare Vertonung dieser Meistererzählung aus der Feder des Dracula Autors. Stoker konnte auch anders gruseln als mit Vampiren. Ein Altmeister der Schauerliteratur wurde hier perfekt in Szene gesetzt.

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