Brandon Q. Morris

 4 Sterne bei 448 Bewertungen
Autor*in von Die Störung, Titan und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Brandon Q. Morris ist Physiker und beschäftigt sich beruflich und privat schon lange mit Weltraum-Themen. Er wäre gern Astronaut geworden, musste aber aus verschiedenen Gründen auf der Erde bleiben. Sein Ehrgeiz ist es deshalb, spannende Science-Fiction-Geschichten zu erzählen, die genau so passieren könnten. Was seinen Besuch im All betrifft: Er arbeitet daran.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Der paradiesische Planet (ISBN: 9783690287425)

Der paradiesische Planet

Erscheint am 31.07.2026 als Taschenbuch bei Nova MD.
Cover des Buches Der verschwundene Planet (ISBN: 9783690287418)

Der verschwundene Planet

Neu erschienen am 10.05.2026 als Taschenbuch bei Nova MD.
Cover des Buches Proxima: Die Trilogie (ISBN: 9783690287401)

Proxima: Die Trilogie

Neu erschienen am 01.05.2026 als Taschenbuch bei Nova MD.

Alle Bücher von Brandon Q. Morris

Cover des Buches Titan (ISBN: 9783945796931)

Titan

(29)
Erschienen am 17.01.2018
Cover des Buches Die Störung (ISBN: 9783596700479)

Die Störung

(34)
Erschienen am 27.01.2021
Cover des Buches Proxima Rising (ISBN: 9783963570155)

Proxima Rising

(23)
Erschienen am 03.11.2018
Cover des Buches Enceladus (ISBN: B01N7QX7AV)

Enceladus

(21)
Erschienen am 23.01.2017
Cover des Buches Enceladus (ISBN: 9783945796924)

Enceladus

(18)
Erschienen am 06.11.2017
Cover des Buches Die letzte Kosmonautin (ISBN: 9783596706754)

Die letzte Kosmonautin

(20)
Erschienen am 30.03.2022
Cover des Buches Io (ISBN: 9783947283002)

Io

(16)
Erschienen am 02.06.2017
Cover des Buches Enceladus - Die Rückkehr (ISBN: 9783945796955)

Enceladus - Die Rückkehr

(14)
Erschienen am 30.03.2018

Neue Rezensionen zu Brandon Q. Morris

Cover des Buches Die letzte Kosmonautin (ISBN: 9783596706754)
Doreen_Klauss avatar

Rezension zu "Die letzte Kosmonautin" von Brandon Q. Morris

Doreen_Klaus
Die DDR der Zukunft

Im Jahr 2029 feiert die Deutsche Demokratische Republik ihren 80. Geburtstag und natürlich plant die Staatsführung ein Schauspiel für die Massen, ein Signal an den imperialistischen Klassenfeind im Westen und ein Symbol für das eigene Volk, Mandy Neumann, die erste Kosmonautin der DDR soll die Raumstation "Völkerfreundschaft" wie einen Stern erstrahlen lassen. Hilfe bei ihrer Mission hat sie einzig von Bummi dem KI gesteuerten Bordroboter. Zeitgleich wird Tobias Wagner von einer alten Schulfreundin kontaktiert, die sich von ihm als ABV Hilfe bei der Suche nach ihrem verschwundenen Ehemann erhofft, der zuletzt an der Entwicklung einer hochmodernen Kamera beteiligt war, die von der "Völkerfreundschaft" aus Bilder der Erdoberfläche macht. 

Obwohl ich ein Kind der DDR bin, lese ich eigentlich ungern Bücher, die diese Zeit in irgendeiner Weise behandeln, dabei könnte ich nicht mal genau sagen, warum das so ist. Vielleicht will ich nicht erinnert werden, vielleicht mag ich die Verklärung, die Ostalgie, die oft dahinter steckt nicht, vielleicht mag ich aber auch die schlimmen Dinge, die leider unleugbar sind, nicht an mich heranlassen. Hier hat mich die Grundidee allerdings direkt angesprochen, auch, oder gerade weil sie in einer fiktiven Zukunft spielt und somit vollkommen frei erzählt werden kann. 

Was Brandon Q. Morris geschaffen hat, ist trist, grau und irgendwie so gar nicht das, was ich mir gewünscht hätte, hätte die DDR tatsächlich eine Zukunft gehabt. Er beschreibt ein Land, eine Nation, die sich trotz großer Möglichkeiten der Weiterentwicklung nur wenige Schritte voran bewegt hat und das macht mich irgendwie sprachlos, enttäuscht, fast wütend, ich will das eigentlich so nicht glauben. Ich will nicht daran denken, dass ich vielleicht tatsächlich in einem Land weitergelebt hätte, in dem, was die Kontrolle und Bespitzelung der eigenen Bevölkerung angeht, alles nur noch schlimmer hätte werden können. Natürlich ist das Ganze für die Dramatik hinter der Story sehr auf die Spitze getrieben, gleichwohl ist die Vorstellung allein so beklemmend, dass es fast körperliches Unbehagen bei mir auslöst. Was das angeht hat der Autor erstmal alles richtig gemacht.

Schwieriger wird es dann aber schon bei den Figuren. Während ich bei Mandy wirklich Sympathie entwickelt und um sie gebangt habe, bleibt Tobias mir seltsam fremd und distanziert, er trägt die Geschichte zwar über eine große Strecke, schafft es aber nicht mich mitzunehmen. Ob das allein an seiner Persönlichkeit liegt, oder aber an der Geschichte an sich, kann ich dabei nicht abschließend sagen. Die Story verläuft in zwei Handlungssträngen, einmal die Geschehnisse auf der Raumstation und dann jene um das Geheimnis des millitärischen Sperrgebiet in der Lausitz. Im Weltraum war ich voll dabei, das ist absolut mein Element, ich liebe solche Geschichten und Morris erzählt den Überlebenskampf der Kosmonautin wirklich spannend. Das was zeitgleich auf der Erde passiert hingegen war mir zu zusammengewürfelt und verwirrend, auch wenn Morris hier viel eingebaut hat, das auf  wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht. Zudem konnte ich mich auch nur schwer mit der Ausdrucksweise anfreunden, die Morris gewählt hat, um das Beharren der DDR auf ihrem Status zu verdeutlichen. Wir sind ja mittlerweile daran gewöhnt, dass irgendwie zu allem ein Anglizismus vorhanden ist, im Buch gibt es das aber eher in die andere Richtung, da heißt das Handy eben Handtelefon und das Internet Kybernetz und wärend ich das anfangs noch ganz witzig fand, hat es mich irgendwann fast schon genervt. 

Letztlich konnte mich das Buch nur teilweise mitreißen, die eine Hälfte der Story fand ich Klasse, die Andere leider nur so lala. Irgendwie hat da einiges nicht richtig für mich gepasst.


Cover des Buches Die letzte Kosmonautin (ISBN: 9783596706754)
TanteGhosts avatar

Rezension zu "Die letzte Kosmonautin" von Brandon Q. Morris

TanteGhost
Allein die Idee...

Super Idee, super umgesetzt und spannend geschrieben.


Inhalt: Die DDR feiert in diesem Jahr ihren 80igsten Geburtstag und Mandy Neumann ist, allein als Kosmonautin auf der “Völkerfreundschaft”. Eine Raumstation der DDR, welche zu den Feierlichkeiten einen neuen Stern erstrahlen lassen. Sie hat einen Roboter dabei, der sich allerdings sehr seltsam verhält. Als dann die ersten Defekte auf der Station auftreten, wird Mandy klar, dass sie auf sich allein gestellt ist und von “Bummi” keine Hilfe zu erwarten hat.

Auf der Erde wird ein ABV von Dresden von einer alten Schulfreundin kontaktiert. Ihr Mann, der Entwickler einer Superkamera auf der Raumstation, ist verschwunden und er soll ihr helfen, ihn wiederzufinden. - Bei den Nachforschungen verschlägt es die beiden in die Lausitz, wo sie in der Zone ein riesiges Geheimnis aufdecken.

Die Ereignisse auf der Raumstation und rundum die Zone hängen auf unerklärliche Weise zusammen und spitzen sich zu dramatischen Ereignissen auf der Erde und im All zu.


Mein Leseerlebnis: Ich habe das Buch von einem ehemaligen Kollegen empfohlen bekommen, es mir seinerzeit nicht gleich vor sie Nase gehalten. Allerdings musste ich Fleisch am Anfang feststellen, dass das ein Fehler war. Die ganze Ausgangssituation war schon faszinierend. Wir schreiben das Jahr 2029 und die DDR existiert noch. Die politische Situation ist genauso beschrieben, wie sie eben seinerzeit war und doch ist die Technik viel weiter. Ich war sehr gespannt, wie sich das Buch noch entwickeln würde.

Die Spannung war in jedem Fall begründet, denn in der bedrücken Stimmung der bekannten DDR gibt es auch einige Lockerungen für die Bürger. Allerdings werden sie nach wie vor von “der Firma” überwacht und haben sich an die sozialistischen Gegebenheiten zu halten.

Mitten in dieser doch recht düsteren Stimmung lernen wir den Protagonisten kennen, der als ABV brav seinen Dienst versieht. Allerdings gerät er in ein Geheimnis ungeahnte Ausmaßes, als eine alte Schulkollegin Kontakt zu ihm aufnimmt und ihn um Hilfe bittet. - Ihr Mann ist vom Erdboden verschwunden, was aufgrund der Umstände der DDR gleich auf die Stasi hindeutet.

Gleichzeitig steckt die einzige Kosmonautin der DDR in Schwierigkeiten. Sie erfüllt ihren Dienst auf der Raumstation „Völkerfreundschaft“. Bei ihr ist lediglich der Roboter „Bummi“, allerdings verhält der sich schon ziemlich seltsam. Mitunter hatte ich mehr als einmal das Gefühl, dass er regelrecht gegen die Überlebenregeln der Kosmonautin handelte. Die ganze Zeit hat das Ding für mich bedrohlich und seltsam gewirkt und ich habe mich mehr als einmal gefragt, warum die Frau nicht auf die Idee gekommen ist, das Teil einfach auszuschalten. – Egal. Fakt ist jedenfalls, dass das Leben der Frau eindeutig gefährdet ist. Sie erfüllt ihren Dienst bis zum Republikgeburtstag und das war es dann auch schon.

Es spitzt sich eine dramatische Szene zu, als herauskommt, dass der verschwunden Ehemann und das Schicksal der Kosmonautin zusammenhängen. Der Eine hat eine Superkamera erfunden und gebaut und die Kosmonautin hat sie benutzt. Das Ende vom Lied ist ein gelüftetes Geheimnis, welches physikalisch vollkommen unmöglich scheint, aber aufgrund der Erkundungen des ABV wirklich sehr gut und eindrucksvoll erklärt wird. Im Grunde versteckt die DDR hier eine Art Superwaffe, die sie aber auch kontrollieren muss, damit diese Waffe eben nicht die ganze Welt vernichtet.

Im Anhang hat der Autor noch mit dem Geheimnis ein wenig aufgeräumt. Er ist Physiker und hat sich hier einfach ein paar physische Möglichkeiten hergenommen und daraus eine SkyFi-Erscheinung gebaut, wie man es kaum für möglich gehalten hätte. 


Fazit: Ich bin sehr unbedarft an das Buch herangegangen, um dann direkt positiv überrascht zu sein. Allein die Stimmung in der DDR wird hier so originalgetreu beschrieben, dass man wirklich glauben könnte, dieser Staat würde wirklich noch existieren. Dieser ganze Umgang mit dem „Genosse“-Ding oder dieser Staatsdoktrin, einfach nur perfekt eingefangen und zu einer wirklich großartigen Story verarbeitet.

Das Fänomen, in der Zone in der Zone, ist wirklich ein Einfall, der mich kurzzeitig hat glauben lassen, ich würde ein SkyFi-Buch lesen. Allerdings ist das Phänomen wirklich so gut beschrieben, dass ich wirklich in der Lage war, das als gegeben hinzunehmen und die Story darum zu akzeptieren.

Menschliche Schicksale sind auch dieser DDR vollkommen egal, was man daran sieht, was die Charaktere in dieser Story mit einer Kosmonautin machen, die einfach nur ihren Dienst versehen hat. – Einfach herzergreifend, wie die Mutter zweier Kinder immer wieder versucht, ihre Kinder im Auge zu behalten, dank der Kamera, die hier scheinbar die Wurzel allen Übels ist.

Alles in allem war ich ja im Prinzip nur darüber fasziniert, wie der Autor das Leben in der DDR auf die heutige Zeit irgendwie angepasst hat und doch die Repressalien und Doktrin mit drin gelassen hat. – Ich war gefesselt und wirklich bis zum Schluss an die Zeilen gebannt.

Leseunterbrechungen waren unerwünscht, aber durchaus möglich. Ich bin immer wieder und jederzeit gut in die Handlung wieder hinein gekommen und konnte mein Leseabenteuer fortsetzen.

Das Kopfkino war eine wirklich gelungene Mischung aus der DDR, wie ich sie noch kenne und dem, was ich mir vorgestellt habe, wie es heute hätte sein können. Herrliche Bilder und großartige Unterhaltung.


Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen, der die alte DDR vielleicht noch kennt und erlebt hat. Aber auch für alle, die diesen Staat nur noch vom Hörensagen kennen, ist allein der Stoff durchaus lesenswert und spannend.

Cover des Buches Eismond: Der Sammelband – vier Romane (ISBN: B077RF5Q6P)
FHBender-Autors avatar

Rezension zu "Eismond: Der Sammelband – vier Romane" von Brandon Q. Morris

FHBender-Autor
Besser mit jedem Eismond

Zu Beginn fand ich die Charaktere bissel zu flach, mit dem Fortgang der Handlung gewinnen sie deutlich an Tiefe und Motivation. Die technischen Details sind glaubhaft und gut recherchiert. Ein kleiner naturwissenschaftlicher Abriss am Ende eines jeden Buches verstärkt den Eindruck: Hier schreibt ein Naturwissenschaftler, der für seine Themen brennt. Hat mir sehr gut gefallen. Ich glaube, Herr Morris hat mich am Haken.

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