Brandon Q. Morris Proxima Dreaming

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Inhaltsangabe zu „Proxima Dreaming“ von Brandon Q. Morris

Eva ist verzweifelt. Von der Forschungsmission auf die dunkle Seite des Exoplaneten Proxima Centauri b ist sie als letztes Crewmitglied übriggeblieben. Dann hat sie auch noch aus Versehen einen verhängnisvollen Prozess in Gang gesetzt, der das gesamte System zerstören wird. Während sie lediglich auf ein schnelles Ende hofft, erwacht in unmittelbarer Nähe ein außerirdisches Wesen, das viel zu lange geschlafen hat – und nun den Auftrag bekommt, die zerstörerischen Eindringlinge von der Erde zur Strecke zu bringen.

Der dritte Band der Proxima-Trilogie. Hard Science Fiction – die Handlung basiert auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft.

Bonus: Die neue Biografie außerirdischen Lebens. Sind wir allein im All, oder floriert das Leben? Was sagt die Astrobiologie dazu?

Besser als der Vorgänger. Dennoch uninspiriert und fast schon generisch.

— KainAutor
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    Proxima Dreaming

    KainAutor

    16. May 2018 um 09:51

    Nachdem ich den ersten Teil der Proxima-Reihe gefeiert und den zweiten ziemlich in der Luft zerissen habe, wollte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, die Reihe trotz aller Bedenken abzuschließen. Schade nur, dass der Autor seine Geschichten anscheinend nie wirklich abschließen will. Handlung In meiner letzten Kritik habe ich den zweiten Teil der Reihe für vollkommen irrelevant befunden, da er nicht wirklich etwas zur Handlung beiträgt. Ich habe damals sogar prophezeit, dass sich nahezu alle dramatisch anmutenden Wendungen des zweiten Buches im Dritten innerhalb eines Kapitels revidieren ließen. Nun, der Autor hat sich etwas mehr Zeit gelassen und zwei Kapitel gebraucht. Innerhalb des außerirdischen Komplexes gelingt Adam, Eva und Marchenko die Wiedervereinigung. Mit Hilfe eines kurz zuvor erwachten  Außerirdischen lässt sich auch der falsche Marchenko, seines Zeichens Antagonist der Reihe, relativ eilig überwältigen. Wir erfahren noch etwas über die Vorgeschichte und Reise der außerirdischen Rasse der Großnopfe, die in ihrem Verlauf etwa einer typischen Doctor Who Folge entspricht. Schlussendlich gelingt es Marchenko, die durchgedrehte Steuerungs-KI der Großnopfe, die für deren Schlamassel verantwortlich ist, zu überwältigen. Was mir gefallen hat Besonders die Interaktion zwischen dem Außerirdischen und Marchenko hat mich beim Lesen ziemlich angetrieben. Das Überwinden von kulturellen und sprachlichen Barrieren wurde anschaulich und spannend dargestellt. Auch Marchenkos Fähigkeiten haben mir in diesem Band gut gefallen, obwohl sie (wieder mal) so ziemliche alle Probleme der letzten Bücher zur Farce machen. Der wissenschaftliche Anhang war definitiv interessanter als der letzte, behandelte aber ebenfalls ein viel zu allgemeines Thema, als dass er dem interessierten Leser etwas wirklich Neues bieten könnte.  Was mir nicht gefallen hat In erster Linie die Großnopfe. Die Geschichte ihrer Reise nahm mindestens ein Drittel des Buches ein und war dabei nicht wirklich interessant. Sie hätte sich auch in einer Randnotiz erzählen lassen, aber dann hätte man ja nicht die Seitenzahl für drei Bände zusammenbekommen. Der Twist mit der durchgeknallten KI wäre schon vor zwanzig Jahren nicht mehr frisch gewesen. Ich hatte noch einen cleveren (oder zumindest konkreten) Grund für das Verhalten des „Allwissens“ erwartet, doch den bleibt der Autor uns zusammen mit einigen anderen Fragen am Ende schuldig. Auch die Physiologie der Großnopfe kam mir zuweilen ziemlich unsinnig vor. Man wird den Verdacht nicht los, dass sie uninspiriert und undurchdacht getreu dem Motto „Hauptsache anders“ gestaltet wurden. Die Plausibilität blieb dabei meiner Ansicht nach auf der Strecke. Besonders ärgerlich ist, dass der Autor wieder seine Geschichte abermals unvollendet lässt. Die Handlung und wichtige Fragen bleiben offen, weitere Fortsetzungen werden angeteasert. Eine Praxis die heute (auch im Kino) leider gängig ist, die ich aber im Bereich der niveaulosen Groschenromanliteratur verordne. Nach drei Büchern weiß man als Leser immer noch nichts Genaueres über die Hintergründe der Reise. Das wäre okay, wenn das Thema komplett als irrelevant eingestuft und ignoriert worden wäre, stattdessen wurde es aber immer wieder zur Sprache gebracht (gerade zum Ende hin schon fast absurd erzwungen). Auch die genetischen Veränderungen von Adam und Eva werden so als das entlarvt, was sie eigentlich sind: Deus Ex Machina. Auf die Rechtschreibfehler sowie die stilistischen und erzählerischen Sünden will ich gar nicht näher eingehen. Sie fallen zwar definitiv ins Gewicht, doch das Buch hat leider größere Schwächen. Fazit:  Ohne wirklich etwas Neues abzuliefern, konnte der Autor mich für einige Stunden mit Erstkontakt-Dialogen bei Laune zu halten. Solche Kniffe aus dem SciFi-Repertoire sind zwar treffsicher und wirkungsvoll aber eben auch simpel und durchschaubar. Quasi das erzählerische Äquivalent zur Lieferpizza. Das Buch zeigt kaum Inspiration oder Motivation und weiß weder in wissenschaftlicher noch in dramaturgischer Hinsicht zu befriedigen. Ich verabschiede mich an dieser Stelle von dem Autor, denn ich werde seine weiteren Werke nicht mehr verfolgen. Over and Out.

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