Proxima Dying

von Brandon Q. Morris 
3,6 Sterne bei12 Bewertungen
Proxima Dying
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (8):
Martin_Walters avatar

Kritik zu allen Proxima-Teilen: tolle Ideen und sehr gut geschrieben, kommt aber m.M.n. nicht ganz an die Eismond-Serie heran.

Kritisch (3):
KainAutors avatar

Keine Ideen, keine Wissenschaft, keine Handlung.

Alle 12 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Proxima Dying"

Ein intelligenter Roboter und zwei Menschen erforschen Proxima Centauri b, den Begleiter des uns nächstgelegenen Sterns. Ihre naiven Vorstellungen über den Verlauf der Mission erweisen sich auf diesem Planeten der Extreme schnell als falsch. Wo sind die Absender des Hilferufs geblieben, der sie dorthin gelockt hat? Weil alle anderen Spuren im Sand verlaufen, setzen die drei ihre letzten Hoffnungen auf eine Expedition ins ewige Eis. Doch die dunkle Seite von Proxima b birgt nicht nur immerwährenden Schatten und mehr Gefahren, als sie bewältigen können – sie fordert auch eine schicksalhafte Entscheidung, die den Planeten dauerhaft verändern wird.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B076YXT4JF
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:367 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:22.12.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,6 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne3
  • 4 Sterne5
  • 3 Sterne1
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    KainAutors avatar
    KainAutorvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Keine Ideen, keine Wissenschaft, keine Handlung.
    Eine Brücke die niemand braucht

    Da sitz ich nun und staune. Über dieses Buch, die Dreistigkeit des Autors und auch über meine eigene Naivität. Nachdem ich den Vorgänger „Proxima Rising“ noch in dem Himmel gelobt habe, aber bereits schon in Morris‘ „Eismond“-Trilogie ein starkes Qualitätsgefälle bemerkt habe, blickte ich diesem Buch mit gemischten Gefühlen entgegen.  Ich weiß noch, dass ich meine Rezension des Vorgängers mit dem Wunsch schloss, der Autor möchte doch bitte mehr Qualität statt Quantität abliefern. Wahrscheinlich habe ich damals schon gewusst, dass das nur ein frommer Wunsch war.

    2,25

    Das ist der Mittelwert. Ich habe mir tatsächlich die Mühe gemacht, nachzurechnen.  Brandon Q. Morris, wie der Autor sich für diese HardSF-Reihe nennt, wirft im Schnitt alle 2,25 Monate ein neues Buch auf den Markt. Es versteht sich fast schon von selbst, dass die Qualität der einzelnen Werke bei einer derart aggressiv-inflationären Veröffentlichungsstrategie über kurz oder lang nur auf der Strecke bleiben kann. Als Antrieb muss man hier leider ein rein marktwirtschaftliches Interesse annehmen: Solange die eigene Marke den Markt in ausreichender Menge flutet, spielt die Güte der einzelnen Produkte für den finanziellen Erfolg eine untergeordnete Rolle.  
    Soviel zum Hintergrund. Und auch wenn mich dieses durchschaubare Verhalten des Autors sehr enttäuscht und ärgert, wäre das noch lange kein Grund für eine 1-Sterne Bewertung. Dazu müssen wir das Buch selbst betrachten.

    Die Handlung

    Nach dem offenen Ende von Proxima Rising wollen die Gesandten der Erde, Adam, Eva und die ehemals menschliche KI Marchenko mehr über den Verbleib der Bevölkerung von Proxima b in Erfahrung bringen. Dazu scheint eine Expedition zur dunklen Seite des Planeten unausweichlich. Leider geht dabei so ziemlich alles schief, was schief gehen kann. 
    Klingt unspektakulär – ist es aber auch. Die Figuren treffen permanent eine dumme, nicht nachvollziehbare Entscheidung nach der anderen und schaffen es damit immer wieder ihre missliche Lage noch einen Tick auswegloser zu gestalten. Ich fühlte mich teilweise an den Film „Prometheus“ erinnert, in dem ebenfalls hochintelligente Wissenschaftler wie die letzten Volldeppen durch eine außerirdische Infrastruktur latschen und alles antatschen müssen, um auch ja das zum Spannungsaufbau benötigte Unheil in Gang zu bringen.
    Keine der Ideen ist wirklich frisch und weder die Figurenentwicklung noch die Handlung kommen so recht von der Stelle. Tatsächlich ist der Leser am Ende des Buchs ebenso schlau wie zu Beginn. Inhaltlich ist nichts geschehen, was sich nicht im nächsten Band innerhalb eines Kapitels revidieren ließe und wirklich neue Erkenntnisse über Proxima b und seine Bewohner haben wir auch nicht gewonnen. Vereinfacht gesagt: Der komplette Inhalt des vorliegenden Buches ist für die Geschichte, die hier in immerhin in drei Bänden erzählt werden soll, komplett überflüssig.

    Die Wissenschaft

    Der von Morris selbst immer als „HardSF“ beworbene, wissenschaftliche Aspekt geht in diesem Buch vollkommen unter. Das einzige, was auch nur halbwegs in die Richtung geht, ist eine zu Beginn untersuchte außerirdische Struktur – und auch diese Passage funktioniert nicht wirklich. So wurde der außerirdischen Technik ein physikalische Auffälligkeit in der Konstruktion angedichtet, bei der sich selbst die Protagonisten nicht sicher sind, welcher Sinn dahinter stecken soll. Für mich ist der Sinn klar: Die Konstruktion dient als erzählerischer Aufhänger für das beliebteste SF-Mysterium aller Zeiten: Die dunkle Materie.
    Der Grund dafür ist, dass der Autor ein Thema brauchte; für den obligatorischen, wissenschaftlichen Anhang mit dem er am Ende des Buches die Seitenzahl für die Shop-Präsentation auffüllt. Da das Buch selbst keinerlei Substanz oder Inhalt zu bieten hat, wurde also die dunkle Materie ausgegraben und ein bisschen darüber referiert.
    Dazu muss man erwähnen, dass sich die wissenschaftlich fundierten Informationen über dunkle Materie in einem einzigen Satz zusammenfassen lassen: „Wir wissen das es sie gibt.“ Das wars. Wenn man es noch einen Tick genauer will:  Astronomen erzielen Messergebnisse, die konstant um den Wert X vom vorher mit physikalischen Modellen berechneten Wert abweichen. Die Modelle haben sich nun aber in mehreren Versuchen als korrekt erwiesen, können also nicht falsch sein. Logischer Schluss: Die Modelle sind zwar korrekt, aber unvollständig. Die betreffenden Gleichungen werden um X als unbekannte Variable erweitert. Die Variable bekommt den Namen „Dunkle Materie.“ Ende. 
    Um aber noch ein bisschen vermeintlichen Content zu liefern, holt Morris bis zum Urknall aus und erklärt Materie- und Sternenbildung und welche bedeutende Rolle die dunkle Materie dabei wohl gespielt haben muss. Dabei strickt er seine Erklärungen erstmals so wenig nachvollziehbar, dass er den Laien damit sicher abhängt. Die Chancen stehen ja nicht schlecht, dass dieser dann aber den Fehler bei sich selbst und nicht im fehlenden Zusammenhang von Erklärung und Thema sucht. Auch aus dem wissenschaftlichen Anspruch des HardSF-Genres heraus ist das Buch damit leider überflüssig.

    Fazit

    Mit „Proxima Dying“ hat Brandon Q. Morris ein durchweg unnötiges Buch abgeliefert, dessen Lektüre man sich getrost schenken kann. Das Werk bietet neben bekannten und ausgebauten Schwächen in keinerlei Hinsicht etwas Neues. Auch in Hinblick auf den Abschluss der Reihe „Proxima Dreaming“ wird „Dying“ in Ermangelung jeder Eigenständigkeit als Trilogie-Mittelteil wahrscheinlich nicht funktionieren. Das Buch ist nicht mehr als eine notdürftig zusammengeschusterte Brücke über einen Bach, den man auch einfach mit einem kleinen Hopser hätte überwinden können.  

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    J
    Julia_Kathrin_Matosvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Atmosphärisch, faszinierend und lehrreich
    Atmosphärisch, faszinierend und lehrreich

    Die Handlung ist - passend zum Titel und zum Cover - diesmal sehr düster.
    Die Wanderung durch die Eiswüste empfinde ich als atmosphärisch, umso mehr mit dem Hintergrundwissen, dass es in der Realität wirklich so aussehen könnte. Die Erforschung der vorgefundenen Zivilisation gerät stimmig beklemmend. Diese ungekünstelten Beschreibungen bilden eine Stärke des Buches.
    Viele Kritikpunkte zu Band 1 werden aufgegriffen: Es findet Erwähnung, warum die Nanofabrikatoren ganz gezielt zum Einsatz kommen. Es gibt zahlreiche interessante Exkurse in die Psyche von Adam und Eva, sodass sie mehr wie echte Individuen wirken und ich mich besser hineindenken und -fühlen kann. Dabei werden soziale Problematiken, z. B. Einsamkeit, aufgegriffen. Und Marchenko, Roboter mit menschlichem Bewusstsein, lässt den Leser an seinen inneren Kämpfen, seiner Verzweiflung teilhaben. Und diese Gefühlsregungen sind diesmal auch tatsächlich bei mir angekommen. Es wird dem Genre geschuldet sein, dass diese nur punktuell vorkommen, dennoch wirken sie intensiv.
    Die Handlung an sich ließe sich in wenigen Sätzen zusammenfassen, zumal viele Gedankenspiele und Versuche in einer Sackgasse enden und keine weitere Bedeutung haben. Aber für mich war es trotzdem faszinierend, zum einen die Persönlichkeitsentwicklung mitzuerleben, zum anderen bei den Wahrnehmungen, Überlegungen und Entdeckungen dabei zu sein. Und viele Ideen habe ich so tatsächlich noch nie gelesen. Als Überlebensratgeber durchaus brauchbar. ;-)
    Eine Schlüsselentscheidung und den darauf aufbauenden Ablauf empfand ich rational als unlogisch. Aber was soll’s, ich schieb’s auf den Charakter, erfahre hierzu voraussichtlich mehr mit der Fortsetzung und erfreue mich ansonsten einfach am hierdurch ausgelösten Mehr an Dramatik.
    Evas Kommunikation war für mich besonders reizvoll. Bei dem trockenen Witz zur maschinellen Aktivität habe ich herzlich gelacht. Hochinteressante Definition von Vertrauen, die ich mir merken werde.
    Der abrupte Cliffhanger ist fies, glücklicherweise muss auf Band 3 nicht lange gewartet werden.
    In der Schule war ich nie ein Fan von Physik-Unterricht, aber die von Brandon Q. Morris entwickelten Anhänge mit dem wissenschaftlichen Teil sind sehr interessant.
    Ich bin sehr neugierig auf Rätselauflösungen und weitere Entwicklungen im 3. Teil der Proxima-Reihe.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Martin_Walters avatar
    Martin_Waltervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Kritik zu allen Proxima-Teilen: tolle Ideen und sehr gut geschrieben, kommt aber m.M.n. nicht ganz an die Eismond-Serie heran.
    Kommentieren0
    Janolds avatar
    Janoldvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine spannende, abwechslungsreiche, aber auch sehr düstere Fortsetzungsgeschichte mit offenem Ende.
    Kommentieren0
    Mayjunes avatar
    Mayjunevor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Hatte mich so sehr auf die Fortsetzung gefreut, leider endet dieses Buch zu abrupt
    Kommentieren0
    Nanny_Oggs avatar
    Nanny_Oggvor 2 Monaten
    Alanda_Veras avatar
    Alanda_Veravor 6 Monaten
    E
    eellaavor 6 Monaten
    Laecheln86s avatar
    Laecheln86vor 8 Monaten
    Suins avatar
    Suinvor 8 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    A
    Ally21vor 3 Monaten
    <3
    Kommentieren

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks