Proxima Rising

von Brandon Q. Morris 
4,4 Sterne bei14 Bewertungen
Proxima Rising
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Kritik zu allen Proxima-Teilen: tolle Ideen und sehr gut geschrieben, kommt aber m.M.n. nicht ganz an die Eismond-Serie heran.

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So spannend wie alle vorhergehenden Bücher von Brandon Morris. Eine gelungene Mischung aus Fiction und Fantasy.

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Inhaltsangabe zu "Proxima Rising"

Am Ende des 21. Jahrhunderts erreicht die Erde ein Hilferuf vom sonnennächsten Stern Proxima Centauri. Ein Strahlungsausbruch droht, die dortige Zivilisation zu vernichten. Die Menschheit ist ratlos, denn Hilfe zu leisten scheint technisch unmöglich. Einem russischen Milliardär gelingt es trotzdem, mit nicht ganz legalen Mitteln ein bemanntes Raumschiff auf die lange Reise zu schicken. Vor der ungewöhnlichen Crew steht eine übermenschliche Aufgabe. Erst recht, weil die Besatzungsmitglieder nicht mit dem rechnen, was der fremde Planet für sie bereithält.

Der Beginn der Proxima-Reihe knüpft an die Ereignisse in 'Enceladus' (Eismond-Reihe) und 'The Hole' an, ist aber eine abgeschlossene, neue Geschichte und kann unabhängig davon gelesen werden.

Im Anhang: Die neue Biografie der Exoplaneten – was die Forschung über die Planetensysteme entfernter Sterne in unserer Milchstraße weiß.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783963570155
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:308 Seiten
Verlag:Belle Epoque Verlag
Erscheinungsdatum:03.11.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Julia_Kathrin_Matosvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Erweiterter Wissensschatz, spannende Rahmenhandlung mit kleinen Ärgernissen, ausbaufähige Charakterzeichnung
    Erweiterter Wissensschatz, spannende Rahmenhandlung mit kleinen Ärgernissen, ausbaufähige Charaktere

    Ende 2016 habe ich dank Thariot meine Liebe zur Sci-Fi-Literatur entdeckt. Dies ist mein erstes Buch von Brandon Q. Morris. Die Grundidee, angefangen mit einem mikroskopisch kleinen Raumschiff, finde ich sehr reizvoll. Technisches und Naturwissenschaftliches, insbesondere zu Astronomie und zu physikalischen Phänomenen in der Raumfahrt, wird hier nachvollziehbar und interessant vermittelt. Es ist absolut spürbar, dass der Autor etwas von dieser Materie versteht und sie gut in spannende Geschichten einbetten kann.

    Es hätte ein grandioses Werk werden können, welches Brücken schlägt von der Science-Fiction zu anderen Genres, mit etwas mehr Liebe in banalen Details sowie einer größeren Fokussierung auf Sozialwissenschaften.

    Eine im Präsens wiedergegebene Geschichte empfinde ich meistens als gewöhnungsbedürftig, hier hat es für meinen Geschmack gut gepasst. Auch wenn ich sonst Stilelemente wie z. B. Rückblenden mag, bin ich froh, dass hier chronologisch berichtet wird, denn der Inhalt ist anspruchsvoll genug. Sinnvollerweise behält man immer den Überblick über Zeiträume für bestimmte Maßnahmen.

    Fast die ganze Geschichte wird aus der Perspektive des digitalen Bewusstseins des Physikers Marchenko geschildert, also keiner klassischen KI, da er die Erfahrungen und das Gefühlsmuster der realen Person in sich trägt. Es werden kurze Bezüge zu dessen Erlebnissen in der Eismond-Reihe, die ich auch schon länger auf meinem Wunschzettel habe, hergestellt. Ein bisschen wird man gespoilert, aber das meiste habe ich bewusst verdrängt, sodass ich annehme, dass einem späteren ungetrübten Lesevergnügen an der Eismond-Reihe nichts entgegensteht. Andersherum habe ich keine Verständnisprobleme dadurch wahrgenommen, die Eismond-Reihe noch nicht gelesen zu haben.
    Marchenko empfinde ich als einen vergleichsweise emotional kühlen Charakter. Rückschläge und Erfolgserlebnisse in der Forschung scheinen ihn eher zu Gefühlsausbrüchen verleiten zu können als soziale Kontakte. Das Klischee des Physikers sozusagen. Man kann es aber auch dem KI-Status zurechnen: Weinen, Toben usw. geht eben schlecht.
    Schade, dass die Perspektivwechsel auf Adam und Eva sehr spät kommen und insgesamt Seltenheitswert haben, dann auch vorrangig das derzeitige Handeln beleuchten und weniger die Psyche. Denn aus dem Ansatz, nur mit einem einzigen weiteren Menschen und einer KI sowie dem Schiffscomputer kommunizieren zu können, ohne allzu viel Aussicht auf Besserung, könnte man sicher viel mehr machen. Marchenko lässt sich auch nur zu Kurzeinschätzungen verleiten: Adam oft bockig, Eva strebsamer, keine wirkliche Planung und Konsequenz in Sachen Erziehung. Da tiefergehende Gefühlseinblicke ausbleiben, sind sie dann auch reine Romanfiguren geblieben. Ich konnte mich nicht so richtig hineinversetzen und mitfühlen; doch Interesse ist allemal vorhanden. Aber okay, es ist ja auch als Sci-Fi angekündigt. Apropos: Dass z. B. Papier gedruckt und mit sich herumgeschleppt wird und körperliche Strapazen auf sich genommen werden, obwohl unbegrenzte Energieressourcen zur Verfügung stehen, um jede x-beliebige Hilfestellung zu genererieren, stört ein bisschen das ansonsten sehr anspruchsvoll gestaltete Hard-Sci-Fi-Gesamtbild.
    Die Handlung ist gespickt mit interessanten Ideen und spannenden Entwicklungen, die mich in der Umsetzung nicht immer, aber doch meistens überzeugt haben.
    Vom Erscheinungsbild des zu erkundenden Planeten konnte ich mir ein gutes Bild machen. Ich bin neugierig auf weiterführende Erklärungen.

    Zunächst zwischen drei und vier Sternen schwankend, wird es letztendlich eine positive Rezension, weil mir auch der Anhang zur Biografie der Exoplaneten – unter Bezugnahme auf Hard-Sci-Fi in Proxima Rising - sehr gefallen hat. Ohne nennenswerte Vorkenntnisse zu haben, wurde mir hier alles so erklärt, dass mit einmaligem Lesen sehr viel bei mir hängengeblieben ist. Ein erweiterter Wissensschatz, ganz ohne einen Fachroman aufgeschlagen zu haben – schön, danke dafür.

    Der eigentliche Roman geht übrigens nur bis 83 %, der Anhang bis 90 %, der Rest ist Leseprobe zur Fortsetzung. Eine solche Leseprobe finde ich persönlich überflüssig. Bläht auf, dabei spricht doch der Roman für sich selbst; anhand dessen entscheide ich, ob ich die Reihe und den Autor weiterverfolgen möchte. Ich werde voraussichtlich innerhalb der nächsten Monate Proxima Dying und Enceladus lesen.

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    KainAutors avatar
    KainAutorvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine fantastische Reise in eine neue Welt.
    Er kann es doch!

    Obwohl die Eismond-Reihe besonders mit dem 2. und 3. Band mit so einigen Schwächen aufwartete, war ich von den wissenschaftlichen Inhalten dieser Werke so begeistert, dass "Proxima Rising" ein Pflichtkauf für mich war. Ich wurde nicht enttäuscht: Das Buch funktioniert wesentlich besser, als die letzten beiden - nicht zuletzt, weil es weitestgehend eigenständig ist!


    Handlung:
    Nachdem die Menschheit einen Notruf von Proxima Centauri empfangen hat, sendet sie ein Schiff mit zwei Botschaftern aus, die Kontakt zur der dort vermuteten Zivilisation aufnehmen sollen. Die Geschichte wird größtenteils aus Sicht der Bord-KI Marchenko erzählt, die für Kenner der Eismond-Trilogie einen alten Bekannten darstellt. Der Clou an der Reise: Das ausgesendete Schiff ist zu Beginn winzig und wächst auf der Reise durch eingesammelte Materie, womit auch die Bremswirkung für die Landung erzielt wird. Auch die Botschafter, Adam und Eva werden erst an Bord des Schiffes "gezüchtet" und wachsen bis zu ihrer Ankunft auf Proxima Centauri b zu Teenagern heran, deren Aufgabe es ist, die neue Welt zu entdecken.


    Da die Handlung von den Vorgängern weitestgehend entkoppelt ist, bietet sie dem Autor genügend Erzählfreiheit, ohne dass er Gefahr läuft, sich in Widersprüchen zu verstricken. Die Figuren, allen voran Marchenko, an dessen Gedanken wir ja von Anfang an teilhaben dürfen, sind sympatisch. Lediglich Adam gibt ein wenig zu oft den bockigen Teenager, so dass man ihm gerne mal die Löffel langziehen möchte. Eine besonders bittere Pille ist das arg abrupte Ende, dass einen mitten aus dem Lesefluss reißt.


    Form:
    Mit Marchenko als Ich-Erzähler, erfährt der von Morris oft verwendete Präsenz eine neue Legitimierung und lässt sich eher als "dramatischer Präsenz" darstellen.


    Wissenschaft:
    Die Idee mit dem sich selbst zusammenbauenden Raumschiff für interstellare Reisen hat mir sehr gut gefallen. Auch die Beschreibung von Proxima b und seiner Fauna hat mir sehr gut gefallen. Dennoch fällt mir auf, dass Autoren solcher Reisen dazu tendieren, die Ökosphäre der so besuchten Planeten zum einen möglichst fremd zu gestalten und sie zum anderen möglichst simpel zu skizzieren. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber ich fände einen anderen (gerne auch komplexeren) Denkansatz durchaus mal erfrischend.


    Eindruck vom Autor:
    Nach nun insgesamt vier Büchern hat sich bei mir der folgende Eindruck vom Autor ausgeprägt: Seine Ideen sind hervorragend und er hat die bewundernswerte Fähigkeit, wissenschaftliche Themen verständlich zu erklären. Alles im allen steckt Brandon Q. Morris (auch wenn der Name nur ein Pseudonym ist), voller Potential um einer von den ganz großen des Genres zu werden. 
    Allerdings weisen seine Bücher auch durch die Bank weg erzählerische Schwächen auf - Schwächen, deren Ursache ich weniger in fehlendem Talent als in mangelnder Sorgfalt begründet sehe. Die Logikfehler in "Titan" wären vermeidbar gewesen, die unglaubwürdig konstruierten Konflikte in "Io" schlicht nicht notwendig und sowohl "Enceladus" als auch "Proxima Rising" hätte ein runderer Abschluss ohne Cliffhanger nicht geschadet. Mir zwängt sich der Eindruck auf, dass Morris sich nicht genügend Zeit zum Schreiben nimmt. Allein die zeitlichen Abstände zwischen den Veröffentlichungen der einzelnen Bände stimmen mich dabei sehr misstrauisch: 5 Bücher in einem Jahr zu veröffentlichen zeugt von einer schon fast hohlbeinschen Literaturproduktion. Auch im Interview auf Wochenblatt.de erklärt der Autor, den ersten Eismond-Band in nur einem Monat geschrieben zu haben. Fleißige Finger in aller Ehre, aber auf mich macht das einen eher gehetzten Eindruck.
    Daher meine Bitte für die Zukunft an den Autor: Ich wünsche mir einen stärkeren Fokus auf die Qualität als auf die Quantität Ihrer Werke.


    Fazit:
    "Proxima Rising" hat mir (vor allem aus wissenschaftlicher Sicht) extrem gut gefallen. Auch die Geschichte funktioniert dank der Eigenständigkeit des Buches wesentlich besser, als Morris' vorherige Werke. Angesichts des abrupten Endes bleibt mir aber die Sorge, ob Morris in den kommenden Nachfolgewerken ebenfalls wieder so gut abliefern wird.

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    Martin_Walters avatar
    Martin_Waltervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Kritik zu allen Proxima-Teilen: tolle Ideen und sehr gut geschrieben, kommt aber m.M.n. nicht ganz an die Eismond-Serie heran.
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    Janoldvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: So spannend wie alle vorhergehenden Bücher von Brandon Morris. Eine gelungene Mischung aus Fiction und Fantasy.
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    Mayjunevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Auf nach Proxima mit der väterlichen KI Marchenko und seinen beiden Schützlingen! Ich freue mich auf den 2. Teil!
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    spacegirlsundayvor 13 Tagen
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    Nanny_Oggvor 2 Monaten
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    Alanda_Veravor 6 Monaten
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    eellaavor 7 Monaten
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    Suinvor 8 Monaten

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    Ally21vor 3 Monaten
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