Titan

von Brandon Q. Morris 
4,3 Sterne bei19 Bewertungen
Titan
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

J

Zweites Weltraumabenteuer liebgewonnener Charaktere

Wolf1988s avatar

Sehr kurzweilige, aber gelungene Fortsetzung.

Alle 19 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Titan"

2005 setzt die von der Erde gesandte Sonde Huygens auf dem Saturnmond Titan auf. 40 Jahre später empfängt ein Radioteleskop Signale vom Titan, die nur von dem längst vergessenen Lander kommen können. Zur selben Zeit kehrt eine internationale Expedition gerade vom Nachbarmond Enceladus zurück. Die Crew landet auf Titan und stößt dort auf ein gefährliches Geheimnis, das ihre Rückkehr in Frage stellt. Gleichzeitig beginnt auf Enceladus ein Wettlauf mit dem Tod, mit dem niemand gerechnet hat – doch entscheiden können ihn nur die auf Titan festsitzenden Astronauten. Titan ist ein eigenständiger Roman, der an die Ereignisse in Enceladus anschließt. Es handelt sich um Hard Science Fiction – was hier passiert, könnte auch in der Realität genau so geschehen. Bonus: Die neue Biografie des Titan.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945796931
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:280 Seiten
Verlag:Belle Epoque Verlag
Erscheinungsdatum:17.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne8
  • 4 Sterne8
  • 3 Sterne3
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    J
    Julia_Kathrin_Matosvor 14 Tagen
    Kurzmeinung: Zweites Weltraumabenteuer liebgewonnener Charaktere
    Zweites Weltraumabenteuer liebgewonnener Charaktere

    Auch wenn angegeben ist, dass es als Einzelband lesbar sei, möchte ich ausdrücklich empfehlen, die ganze Eismond-Reihe in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen. Okay, die Mission rund um den Saturnmond als solche hat einen Anfang und ein Ende. Doch überwiegend führt „Titan“ Handlungsstränge aus dem Auftaktband „Enceladus“ inklusive zwischenmenschlicher Beziehungen weiter, ohne diese abzuschließen. So gibt es beispielsweise in Bezug auf das außerirdische Enceladus-Wesen wenig Neues zu erfahren. Es dürften viele Fragezeichen auftreten, falls man die vorangegangenen Ereignisse nicht mitverfolgt hat.
    In Bezug auf Dramaturgie und Charakterzeichnung empfand ich den Auftaktband als stärker. Glücklicherweise hatte ich bereits eine emotionale Bindung zu den im Mittelpunkt stehenden Bordmitgliedern hergestellt, sodass trotzdem Lesegenuss aufgekommen ist und sich eine Bewertung von knappen vier Sternen ergibt.
    Dass trotz strenger psychologischer Auslese beim Astronautenprogramm manchmal die Gefühle mit den Figuren durchgehen, sehe ich persönlich als Vorteil, denn so kann ich mich besser hineinfühlen.
    Zumindest erwähnen möchte ich, dass einige Probleme aus dem Auftaktband ad absurdum geführt werden, z. B. der Energiemangel, was ich aber gern akzeptiere, da ich als Leserin letztendlich davon profitiere, liebgewonnene Romanfiguren auf weiteren Expeditionen begleiten zu können.
    Ansonsten wiederholen sich meine bisherigen Eindrücke von Sci-Fi-Romanen von Brandon Q. Morris: Vergleichsweise nüchtern erzählt, mit ausführlichen Beschreibungen zur Beschaffenheit der Umgebung, zu Umweltbedingungen und zur Mission inklusive vorbereitender Arbeiten, mit gelegentlichen Problemstellungen, die es allein oder im Team zu bewältigen gilt. Obwohl wenig Action präsentiert wird (Intrigen, Kämpfe und Weltraumschlachten schon mal gar nicht), tritt bei mir keine Langeweile auf.
    Ich nutze Morris‘ Bücher gern als Kontrastprogramm zu anderen Sci-Fi-Werken. Und erfreue mich daran, im Rahmen kurzweiliger Unterhaltung meine Laien-Kenntnisse rund um Astrophysik und Raumfahrt (möglichst nachhaltig) aufzubauen.
    E-Book-Sparfüchsen rate ich, es mir gleichzutun und direkt den Eismond-Sammelband (4 Romane für 9,99 €) zu kaufen.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten
    Gelungene Fortsetzung

    Enceladus hatte mich ja voll vom Hocker gehauen und ich war gespannt, ob Titan mithalten kann. Spoileralarm: Konnte es!
    Der Titel kann etwas verwirren, denn auch wenn wir einen kurzen Abstecher zum Titan machen, so spielt doch ein Großteil der Handlung auf der ILSE und auf Enceladus. Warum auf Enceladus möchte ich nicht verraten, denn das könnte Band 1 etwas spoilern.
    Die Geschichte beginnt mit der Landung der Sonde Huygens auf Titan 41 Jahre vor der restlichen Handlung im Buch. Schön fand ich dabei wie bereits im ersten Band die Gedankenspielereien aus dem Bereich „Was wäre wenn?“ Wenn Huygens Gefühle gehabt hätte, was hätte es gefühlt bei seiner Landung? Ich sagte ja schon in einem anderen Post einmal, dass ich eine emotionale Bindung zu allen möglichen Dingen aufbauen kann. Es ist gut, dass Morris hier eiskalt das Ding als solches belässt und Menschen wie mir damit diese Gedankengänge abnimmt. Jaja, ich weiß, ich will nicht darüber nachdenken müssen, dass auf dem Mars kleine Rover rumrollen, die ganz, ganz alleine sind. Ich hab Wall-E gesehen und von Anfang bis Ende Rotz und Wasser geheult, ok?
    Aber weiter im Text. Die ILSE befindet sich grad auf dem Heimweg von Enceladus. Die Trauer um den Verlust eines Crew-Mitglieds ist groß. Umso ungeduldiger wurde ich, als mir klar wurde, worauf alles hinauslaufen wird. Mit jedem Kapitel dachte ich mir nur noch „nu mach schon“ und wollte einfach ein riesiges großes Happy End. Das gabs zwar nicht direkt, aber irgendwie wars trotzdem Happy-cool 🙂 Der Teil der Geschichte auf Titan geriet dabei sogar fast etwas in den Hintergrund.
    Besonders klasse fand ich das erneute Zusammentreffen mit dem Leben auf Enceladus und dessen Bewusstsein und Wissen um das Leben auf Titan und Io. Ich kann jetzt schon sagen, dass ich mich sehr drauf freue, den dritten Teil zu lesen.
    In diesem Band gab es ein paar Elemente mehr, die sehr fantastisch wirkten, besonders im direkten Vergleich mit dem wissenschaftlichen Hintergrund des Buches. Auch ging manches Mal etwas viel zu einfach und zu fehlerfrei von statten, dass ich glaube, Morris wollte hier für den Leser die Spannung nicht noch weiter hochtreiben. Mein Herz sagt danke 🙂
    FazitEine rundum gelungene Fortsetzung zum ersten Teil und erneut eine klare Leseempfehlung für alle Fans des Hard SF

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    KainAutors avatar
    KainAutorvor einem Jahr
    Ein Zwiespalt für den Leser

    "Titan", der Nachfolger von Morris' Erstlingswerk "Enceladus" hat mich gespalten zurückgelassen. Auf der einen Seite empfinde ich das Buch als durchaus würdigen Nachfolger, auf der anderen Seite strotzt es vor Logikfehlern. Es treten starke Widersprüche zum ersten Band auf, die mich unglaublich stören.


    Handlung:
    "Titan" setzt die Handlung von "Enceladus" quasi übergangslos fort. Nachdem auf der Erde ein Signal der seit 2005 verschollenen Huygens-Sonde empfangen wurde, wird die Crew der ILSE, die sich nach ihrer Enceladus-Mission eigentlich gerade auf die Heimreise begeben will, gebeten der Sache doch mal nachzugehen. Dabei impliziert schon der Prolog, der den Verlauf der Cassini-Mission fiktiv aus Sicht der Huygens-Sonde beschreibt, dass auf Titan, ähnlich wie auf Enceladus mindestens eine Lebensform existiert.

    Nun könnte man kritisieren, das hier der gleiche Aufhänger wie im ersten Buch (Leben auf einem Eismond der äußeren Planeten postulieren) nochmals verwendet wurde, aber hier greift für mich der Anspruch, den das Hard-SF Genre an sich richtet. Die Handlung dient nur als unterhaltsame Kulisse, um wissenschaftliche Themen zu vermitteln und muss nicht übermäßig kreativ sein oder allzu hohe dramaturgische Ansprüche erfüllen. Die Hürde, Wissenschaft in interessanter Belletristik zu verpacken ist schon hoch genug.

    Einen gewissen Mindestanspruch muss ich aber dennoch anmelden. Der Eismond-Trilogie hätte es definitiv nicht geschadet, wenn hier abgeschlossene Einzelgeschichten erzählt worden wären, die voneinander gänzlich entkoppelt sind und auch eigenständig funktionieren. Denn im Gegensatz zum Klappentext-Versprechen auf Amazon ist "Titan" eben keineswegs eigenständig von "Enceladus", sondern eine direkte Fortsetzung. Hierbei entstehen enorme Probleme in der Glaubwürdigkeit der Mission. Es wird zwar oft betont, dass der Weltraum keine Fehler verzeiht, die Protagonisten bewältigen aber ihre Probleme in bester McGyver-Manier quasi mit Duck Tape und Strohhalm (überspitzt gesagt). 
    Das wäre an sich gar nicht so problematisch, würde es nicht dabei die Konflikte des ersten Bandes zur Farce degradieren. Ich gehe weiter Unten nach einer Spoilerwarnung nochmal detailliert darauf ein. Insgesamt bin ich aber der Ansicht, dass es der Glaubwürdigkeit der Reihe nicht geschadet hätte, Titan und Io (z.B. Jahre später) mit eigenen, besser organisierten Missionen zu besuchen. 


    Form:
    Im Gegensatz zum ersten Teil hat mich der permanente Präsenz diesmal weniger gestört. Selbst wenn dies der Fall gewesen wäre, hätte ich dem Buch dafür nicht nochmals einen Stern abziehen wollen. Auch wenn ich den Präsens-Stil persönlich nicht besonders mag, möchte ich ihn nur als einmalig auf die Reihe anwenden (also -1 Stern von 15 möglichen). 
    Orthografische und grammatische Fehler sind mir nur wenige aufgefallen. Man müsste schon sehr überempfindlich sein, um darauf rumzureiten. Ich habe schon professionell verlegte und lektorierte Bücher gelesen, die deutlich mehr (und schlimmere!) Fehler hatten.


    Wissenschaft:
    Das Kernelement eines Hard-SF Romans kommt auch diesmal nicht zu kurz. Wissenschaftliche Inhalte werden stets stimmig und schlüssig vermittelt. Mehr als beim ersten Band erweckt dieser aber des Öfteren den Eindruck der Zweckdienlichkeit, d.h. dass bestimmte Situationen nicht organisch zustande kommen sondern spürbar konstruiert werden, nur damit der Autor dem Leser etwas erklären kann. Auch hier gilt: Für Hard-SF sind solche Stilblüten vertretbar. Dennoch hat die Eleganz, mit der die wissenschaftlichen Erklärungen ihren Platz in der Erzählung fanden, gegenüber dem 1. Teil abgenommen.


    Das Hauptproblem (Spoilerabschnitt):
    Leider hat die Konsistenz in diesem Band stark gelitten. Ich will nicht ausschließen, dass einige der Widersprüche nur scheinbar vorhanden sind (d.h. dass sich vielleicht irgendwo im Text eine Erklärung versteckt, die ich vielleicht überlesen oder nicht mehr präsent habe). Allerdings würde das bedeuten, dass sämtliche Konflikte des ersten Bandes eigentlich nicht vorhanden bzw. lächerlich einfach zu lösen gewesen wären. Was ich damit meine, kann ich nur an detaillierten Beispielen erklären:

    - Ein großest Thema in "Enceladus" waren die Energiereserven. An Bord der ILSE wurde unplanmäßig ein Kind geboren und das Versorgungsschiff, das die Crew mit Vorräten und vor allem Stützmasse versorgen sollte, war von einem Meteoriten getroffen worden. Das Energieproblem ließ sich zwar entschärfen, aber die Rückkehr zur Erde schien noch längst nicht in trockenen Tüchern. Nun, im zweiten Band scheint es kein Problem mehr zu sein, zwischen Titan und Enceladus hin- und herzugondeln. Selbst wenn ich nicht aufgepasst haben sollte und die Vorräte wirklich kein Problem wären (z.B. weil die ILSE in der Saturnatmosphäre aufgetankt hat), muss ich mich fragen: Warum wurde der Sachverhalt im ersten Band noch als so großes Problem dargestellt?

    - Nachdem das Bohrschiff Valkyrie im ersten Band irreparabel von seiner Energieversorgung getrennt wurde, drohte dessen Insassen der Sauerstoff auszugehen. Erst durch das Opfer des Schiffsarztes konnten die beiden mit genug Sauerstoff versorgt werden, um den Marsch zum Lander zu schaffen. 
    In "Titan" wird es nun richtig abenteuerlich. Wir erfahren, dass der Schiffsarzt (mit gebrochenem Helmvisier!) überlebt hat. Es wird zwar angedeutet, dass das Enceladus-Lebewesen ihm dabei geholfen hat, doch die Umstände seines Überlebens werden nicht aufgelöst (was angesichts des geplanten Buchs "Enceladus: Die Rückkehr" sicher kein Zufall ist). 
    Der Arzt Marchenko erreicht die Valkyrie und schafft es dort einen Generator zu konstruieren der das Bohrschiff wieder mit Energie versorgt, obwohl Chemie und Physik betonter Weise nicht seine Steckenpferde sind. Auch hier gilt: An sich erstmal kein Problem. Aber warum der Ingenieur Martin oder die angefunkte Crew des Landers (mit Ingenieur Hamato) nicht selbst auf diese Idee kamen, bleibt mir ein Rätsel. Im späteren Verlauf erfährt die Crew vom Schicksal ihres Arztes und will ihn auf Enceladus abholen, indem sie ihren Lander erneut dort absetzen. Auch eine solche "Umparkaktion" schien im ersten Band unmöglich zu sein.
    Spätestens an diesem Punkt kommt man nicht umhin, sich zu fragen: Wo zur Hölle lag im Finale des ersten Buches eigentlich das Problem?

    - Dass der Lander im Rahmen der drei Bände mehrfach und für völlig unterschiedliche Umweltbedingungen eingesetzt wird, lasse ich mir noch gefallen. Das Gefährt wurde im ersten Band aber eindeutig mit zwei Suitports beschrieben. Der Umstieg vom Lander in die Valkyrie wurde sogar mit einem Rätsel verglichen. ("Wie bekommt man Wolf, Ziege und Kohl über den Fluss?") Dennoch hüpfen die beiden Ingenieure und ihre Pilotin in diesem Buch aus unerfindlichen Gründen und völlig selbstverständlich zu dritt auf dem Titan herum. Ohne dritten Suitport hätte der Lander für einen der drei evakuiert werden müssen. Angesichts der hektischen Flucht vom Planeten wäre das ein erwähnenswerter Zeitfaktor gewesen.

    Fazit:
    Ein interessantes Buch, das hervorragend wissenschaftliche Fakten vermittelt. Als Fortsetzung von "Enceladus" will es aber aufgrund von Widersprüchen und dramaturgischen Schwächen nicht so recht funktionieren.

    Kommentare: 1
    3
    Teilen
    Wolf1988s avatar
    Wolf1988vor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr kurzweilige, aber gelungene Fortsetzung.
    Kommentieren0
    A
    Ally21vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Eine unerwartete Wendung, von der ich nicht weiß, wie ich dazu stehen soll..
    Kommentieren0
    localhavocs avatar
    localhavocvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Sollte eher "Enceladus 2" heißen. Teilweise sehr unrealistisch und zu futuristisch.
    Kommentieren0
    Martin_Walters avatar
    Martin_Waltervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Zusammenfassung für die gesamte Eismond-Reihe: Hervorragende Hard-Sci-Fi, auch wenn einige Elemente künstlich herbeigezogen scheinen.
    Kommentieren0
    Alanda_Veras avatar
    Alanda_Veravor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Großartig !!!
    Kommentieren0
    spacegirlsundays avatar
    spacegirlsundayvor 10 Tagen
    dragazuls avatar
    dragazulvor 6 Monaten

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    A
    Ally21vor 3 Monaten
    <3
    Kommentieren

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks