Brandon Sanderson Die Seele des Königs

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Inhaltsangabe zu „Die Seele des Königs“ von Brandon Sanderson

Wenn Magie den Lauf der Zeit verändert In einer Welt, in der Magie und Schicksal untrennbar mit der Stadt Elantris verbunden sind, erzählt Brandon Sanderson die einzigartige Geschichte einer jungen Assassinin, die auf frischer Tat ertappt wurde und nun zum Tode verurteilt werden soll. Doch schon bald erkennt der königliche Berater, dass ihre besonderen magischen Fähigkeiten vielleicht die einzige Rettung für das Königreich sind …

Super Kurzgeschichten mit individuellem Unterhaltungswert, jedoch die Leseprobe hätte nicht sein müssen.

— buchverliebt
buchverliebt

Einfach sehr gute Kurzgeschichten, die auch sehr viel Potential haben und weiter ausgebaut werden könnten.

— sternenwort
sternenwort

Super Novellensammlung! In einem Rutsch durchgelsen- wobei die ersten beiden Geschichten mir deutlich besser gefallen als die dritte!

— Mono-chan
Mono-chan

Eine sehr gelungene Sammlung dreier Novellen

— horrorbiene
horrorbiene

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    Die Seele des Königs
    buchverliebt

    buchverliebt

    09. March 2017 um 14:35

    Die Seele des KönigsFälscher erstellen in mühsamster Kleinstarbeit Seelenstempel um das Sein von Dingen zu verändern, so kann einem altem Tisch beispielsweise eingegeben werden, er sei eine bessere Version seiner selbst. Hierzu muss der Fälscher die Vergangenheit, das Material und die Geschichte des Tisches kennen. Und genau so etwas tut Shai So lange bis sie erwischt wird und plötzlich vor der Aufgabe ihres Lebens steht: Sie soll die Seele des Königs fälschen.Die Idee ist unglaublich genial. Auf nur wenigen Seiten erschafft Brandon Sanderson eine stichhaltige Geschichte über Seelenstempel und deren Herstellung und schafft es zugleich Shais' Geschichte zu erzählen. Ihre Motive, ihre Arbeitsweise, ihre Wünsche. Zugleich wird einer der Peiniger zu einer Art Freund auf Zeit, denn der alte Gaotona ist immer noch mit Schuld an ihrer Misere, das darf sie nicht vergessen. Einfach klasse, wie diese gut diese Geschichte ausgearbeitet ist und das auf so wenigen Seiten. Ich mag es einfach sehr, wenn der Autor auch auf so wenigen Seiten eine so hervorragende Story kreiert.5/5 Sternen LegionStephen Leeds ist ein etwas anderer Mensch. Ein kluger Kopf mit Halluzinationen, die er lieber Aspekte nennt. Stephen wirkt wie ein normaler Mensch, dass nur er den schießwütigen J.C., Tobias, Ivy und Co. sehen kann ist dafür ungewöhnlich. Der einzige normale Mensch in seinem Umfeld, Butler Wilson, nimmt die Sache gelassen, doch Stephens Aspekte werden immer mehr. Liest er sich in Rekordgeschwindigkeit eine neue Sprache an, entsteht ein neuer Aspekt. Dass Stephen diesen Zusammenhang nicht sehen will, ist gleichermaßen skurril und genial. Ich fand die gesamte Geschichte unglaublich interessant, vor allem weil es um ein nie dagewesenes Artefakt geht. Meinetwegen hätten die Ausführungen noch weiter gehen können und ich hätte gerne gesehen wie sich das Dasein des Stephen Leeds entwickelt, aber dieses eine Abenteuer durften wir Leser zum Glück mit ihm gemeinsam erleben.5/5 SternenInfinity Blade: Die Klinge der UnsterblichkeitEine Leseprobe zu "Infinity Blade" ist meiner Meinung nach vollkommen verkehrt in diesem Buch. Es ist so schade, dass die Geschichte nicht als ganzes zu erwerben ist, denn hier trifft Technologie und künstliche Intelligenz auf mittelalterlichen, ländlichen Flair. Die Menschen haben keine Ahnung von Technik, sie scheint nicht vorhanden, doch die Götter nutzen sie weiterhin. Unsterblichkeit? Der Gottkönig macht es vor, denn seine Tötung durch den im Schwertkampf ausgebildeten Siris spricht sich schnell herum. Als dann auch noch die undurchschaubare Isa erscheint und Siris völlig aus der Fassung bringt, beginnen beide eine Reise auf der Suche nach Siris Wahrheit.Mir gefiel dieser Beginn richtig gut. Unglaublich schade ist, dass sie eben mittendrin endet. Kämpfe, künstliche Intelligenzen und Geheimnisse. Das ganze aus der Feder von Sanderson ist eine unglaublich gute Mischung und ich hoffe, dass irgendein deutscher Verlag hier eine Übersetzung liefern wird. Leider ist das hier keine abgeschlossene Geschichte. Deswegen finde ich es in einer Anthalogie unglaublich unpassend.4/5 Sterne

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  • Eine gelungene Novellensammlung?

    Die Seele des Königs
    emilayana

    emilayana

    22. January 2017 um 14:31

    Die Seele des Königs   Genre: Fantasy Autor: Brandon Sanderson Verlag: Heyne Preis: 15 € Seiten: ca. 450 ISBN: 978-3453315242   Das Buch besteht aus drei verschiedenen Novellen, aufgrund dessen möchte ich gerne jede einzeln bewerten, da diese in keinem Zusammenhang zueinander stehen. Die Novellen heißen: Die Seele des Königs (S. 7 - 170), Legion (S. 172 - 259), Infinity Blade: Die Klinge der Unendlichkeit (S. 259 - 443). Die Seele des Königs: Der Kaiser, Herrscher über die gesamte Welt, liegt in einem Wachkoma nach einem Attentatsversuch. Durch den Tod des Königs würde auch Macht seiner Ratsmitglieder schwinden. Aus diesem Grund greifen sie zu im Reich verachtete Mittel und versuchen durch eine Betrügerin die Seele des Königs zu fälschen. Die Idee des Buches eine Seele zu fälschen hört sich ja schon einmal absolut fantastisch und interessant an, doch meiner Meinung nach ist sie noch besser als es sich anhört. Das Fälschen wird nämlich in diesem Buch absolut vertieft und bekommt eine künstlerische Komponente. Man versteht im Laufe des Buches immer mehr von der Tätigkeit. Die Idee ist einfach unglaublich revolutionär und toll umgesetzt. Die Charaktere sind auch gut dargestellt. Natürlich hat das Buch nur etwa 170 Seiten, dadurch kann man nicht alle Nebencharaktere in aller Tiefe erfassen, doch die Protagonistin ist toll dargestellte. Auch das Ende ist wirklich schön gestaltet, vielleicht ein vorhersehbar, da es im Buch schon vorbereitet wurde, aber absolut schlüssig. Das ist auch einer der Gründe warum diese Novelle mich so beeindruckt hat. Die Magie ist in ihren Grundzügen schlüssig und bewegt sich kein einziges Mal aus ihren Grenzen. Das ist in einem Fantasy Buch unglaublich wichtig und ein Merkmal für ein wirklich gutes Buch. Der Schreibstil des Autors ist flüssig zu lesen und hat trotzdem einen tollen Detailreichtum. Die Umsetzung des Buches sagt mir auch sehr zu. Vor allem der Prolog hat mich beeindruckt. 1.      Handlung:           38 / 40 2.      Schreibstil:        14  / 15 3.      Charaktere:       17 / 20 4.      Umsetzung:         8 / 10 5.      Cover:                   5 / 5 6.      Ende                     8 / 10                                       90  / 100       Legion: Es geht um Stephen Leeds, der mit mehreren Menschen in einem Haus wohnt, jedoch sind das alles keine realen Menschen. Mr. Leeds kann imaginäre Personen erschaffen. Eines Tages soll er eine Kamera, die Fotos von der Vergangenheit aufnehmen kann wieder funktionstüchtig zu machen. Die Auswirkungen der Kamera sind nämlich verehrend und sie darf auf keinen Fall in die falschen Hände geraten. Die Handlung es Buches ist zwar interessant, aber meiner Meinung nach steht diese nicht im Vordergrund, sondern unsere Hauptperson. Stephen Leeds ist interessant. Man weiß nie ob er wirklich die Wahrheit sagt, ob er verrückt ist oder ob er einfach einer der intelligentesten Menschen der Welt ist. Das wird am Ende aufgeklärt, doch bis dahin wird man im Dunkeln gelassen. Man weiß nicht, ob das Buch einen fantastischen Einschlag hat, oder doch nur auf Logik basiert. Der Schreibstil hat mir unglaublich gut gefallen. Auch die Umsetzung mit dem unglaublich guten Plottwist am Ende hat mich vollkommen bekommen. Die Charaktere, vor allem die Aspekte (nicht realen) hatten waren auch komplex, obwohl sie eine Eigenschaft besaßen, auf die Mr. Leeds sie trainiert hat. Sie besaßen Humor und irgendwie auch eine eigene Identität. 7.      Handlung:           30 / 40 8.      Schreibstil:        15  / 15 9.      Charaktere:        20 / 20 10.   Umsetzung:       10 / 10 11.   Cover:                    5 / 5 12.   Ende                    10 / 10                                       90  / 100   Infinity Blade: Die Klinge der Unendlichkeit: Jedes Jahr wird ein Auserwählter gekürt um gegen den unsterblichen Gottkönig anzutreten. Siris wurde sein ganzes Leben auf diesen Augenblick trainiert und er schafft das Unmögliche. Er besiegt den Gottkönig, doch ab diesem Moment wird er gejagt. Er nimmt das Schwert der Unendlichkeit mit sich, das in der Lage ist Unsterbliche zu töten. Er begibt sich auf einen gefährlichen Weg um das Rätsel seiner Herkunft zu lösen und die Freiheit wieder zu erlangen. Diese Novelle war mit Abstand die schwächste aus dem Buch. Ich musste mich fast schon ein wenig durch sie hindurchquälen. Meiner Meinung nach war die Geschichte nicht revolutionär oder insgesamt etwas Neues. Auch die Fantasy Elemente die mit neueren technischen Mitteln vermischt wurden haben mir überhaupt nicht zugesagt. Die Geschichte und der wahre Grund der Reise waren schwer verständlich und die Handlung wurde durch immer unwahrscheinlichere Plottwists langatmig. Die Charaktere waren ordentlich, hatten meiner Meinung nach allerdings überhaupt keine tiefe und dadurch konnte sich der Leser nicht mit ihnen identifizieren. Auch das Ziel der Reise war lange Zeit unklar. Dadurch entstand weder Spannung noch eine echte Geschichte. Eine reise ins Nichts ist für den Leser einfach nicht lesenswert. Das Ende war zwar wieder ein Plottwist, für welche der Autor eine Schwäche zu haben scheint, wie er in den vorigen Novellen bewiesen hat, doch dieser hat mir nicht gefallen und ich fand es etwas einfach gelöst. Der Schreibstil war allerdings gut und hat sich leicht lesen lassen. Allerdings haben mir die Beschreibungen der Landschaften und der Welt gefehlt. 13.   Handlung:          20  / 40 14.   Schreibstil:        12  / 15 15.   Charaktere:        8   / 20 16.   Umsetzung:        4  / 10 17.   Cover:                  5  / 5 18.   Ende                     5 / 10                                       54  / 100   Die Seele des Königs:    9 P Legion:                                9 P Infintiy Blade:              5,4 P   Obwohl mir die letzte Novelle nicht gefallen, hat ergibt der Schnitt eine gute Wertung für das Buch. Es lohnt sich wirklich die anderen beiden Novellen zu lesen, wenn man gute Fantasy und andersartige Geschichten, die mit unerwarteten Wendungen aufwarten mag.   Gesamtwertung:   7.8 P Genrewertung:  8 P   

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  • Genau so müssen große Geschichten erzählt werden

    Die Seele des Königs
    daniel_bauerfeld

    daniel_bauerfeld

    17. August 2015 um 09:49

    Egal was der 1975 geborene Autor Brandon Sanderson anpackt, das Ergebnis ist stets als außergewöhnlich gelungen zu bewerten: Sei es die erfolgreiche Beendigung des Das Rad der Zeit-Epos des verstorbenen Robert Jordan oder die eigenen Buchreihen wie etwa Kinder des Nebels oder Die Sturmlicht-Chroniken. Mit der neuesten Veröffentlichung Die Seele des Königs liegt nun eine Sammlung von drei Novellen vor, die ursprünglich zwischen 2011 und 2012 erschienen sind.  Der Titel der ersten Novelle liefert gleichzeitig den Buchtitel: Die Seele des Königs. Die Grundidee der Geschichte entstand bei einer Reise Sandersons nach Taiwan. Entsprechend asiatisch mutet die von ihm beschriebene, mittelalterliche Welt an. Nach einem heimtückischen Mordanschlag liegt Kaiser Ashravan in einer Art Wachkoma. Die Stabilität des fast die gesamte bekannte Welt umfassenden Reiches schwebt in Gefahr. Seine engsten Vertrauten greifen daher zu einem verzweifelten Mittel: Shai, die erst kürzlich gefasste, wohl geschickteste Betrügerin des ganzen Landes, wird beauftragt, die Seele des Königs zu fälschen. Auf diese Art soll der Herrscher wieder zum Leben erweckt werden. Für Shai entwickelt sich die Angelegenheit zu einem Wettlauf gegen die Zeit. Genau einhundert Tage wird ihr Zeit gegeben, das scheinbar unmögliche Werk mithilfe der Stempelmagie zu vollbringen. Doch die Fälscherin kann sich nicht sicher sein, ob sie nicht so oder so dem Tode geweiht ist – egal ob sie versagt oder den Ashravan errettet. Legion, die zweite und kürzeste Novelle der Sammlung, entführt die Leser in die Gegenwart. Im Mittelpunkt der Erzählung steht Stephen Leeds. Er ist der Mann, der auch „Mr. Legion“ genannt wird. Gemeinsam mit mehreren Personen bewohnt der wohlhabende Leeds ein riesiges Anwesen. Das besondere an ihnen ist allerdings, dass kein Einziger der Mitbewohner real ist. Leeds besitzt die Eigenschaft, sich imaginäre Freunde zu erschaffen. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach einer mysteriösen Kamera. Diese ist in Lage, Bilder aus der Vergangenheit zu schießen. Nicht vorstellbar, was ein solches Gerät in den Händen der falschen Leute anzurichten vermag. Sind Leeds und seine erfundenen Freunde in Lage, das Rätsel zu lösen? Die letzte Novelle Infinity Blade – Die Klinge der Unendlichkeit erweist sich dann wieder als Reise in High Fantasy-Welten. Ein jedes Jahr wird der unsterbliche Gottkönig von einem Sterblichen zum Duell herausgefordert. Das Ergebnis ist alljährlich gleich: Der Kampf endet mit dem Tod des Menschen. Nun ist jedoch das Unfassbare geschehen. Dem Krieger Siris gelingt das Unmögliche: Er tötet den Herrscher. Der Sieger ergreift dessen Schwert, genannt die Klinge der Unendlichkeit, und macht sich auf, der Herrschaft des Tyrannen ein Ende zu bereiten. Doch was Siris auf seinem Weg erfahren muss, erschüttert alles woran er bislang glaubte. Siris ist viel enger mit dem Schicksal des Gottkönigs verbunden, als es sich erahnen lässt und sein bisheriges Leben scheint auf unvorstellbaren Lügen aufgebaut worden zu sein.  In Sandersons Novellen sind Magie und Schicksal untrennbar miteinander verbunden. Die von ihm erfundenen Magiesysteme überzeugen auch im kleinsten Detail und lassen die Leserschaft staunend zurück. Diese Eigenschaft macht ihm so schnell niemand nach. Vom Shooting-Star der Fantasy hat sich der Autor in kürzester Zeit zu einer festen Größe der phantastischen Literatur entwickelt. Genau auf solche Art und Weise müssen Geschichten erzählt werden.

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  • Eine sehr gelungene Sammlung dreier Novellen

    Die Seele des Königs
    horrorbiene

    horrorbiene

    30. May 2014 um 09:36

    Dieses Buch ist kein Einzelroman, sondern eine Zusammenstellung von drei Novellen, die man in der Originalversion auch einzeln als z.B. E-Book kaufen kann. Da ich durch die Dreitlung schwer eine Rezension zu dem gesamten Buch machen möchte, werde ich nun die einzelnen Novellen näher beleuchten: Die Seele des Königs Worum es geht: Shai ist eine Fälscherin. Mithilfe ihrer Fähigkeiten ist es ihr möglich die Seele der Dinge zu ändern, indem sie ihre Vergangenheit mit einem Siegel umschreibt. Dieses ist im Grunde illegal und wird mit dem Tode bestraft, wenn auch manche Zweige dieser Art von Magie sehrwohl geduldet werden. Nun ist leider der Kaiser nach einem gescheiterten Attentat nicht mehr derselbe, denn eine schwere Kopfverletzung hat ihn seelenlos gemacht. Um der Todesstrafe zu entgehen, soll Shai nun die Seele des Kaisers um- bzw. neu schreiben. Meine Meinung: Zwar ist diese Novelle nur 162 Seiten lang, doch sie liest sich hervorragend. Ich bin eigentlich gar kein Freund von kurzen Erzählungen, da sie meist oberflächlich sind und von Spannung und Tiefgang keine Spur zu finden ist. Sanderson schreibt hier eindrucksvoll und in bekannter Manier und schafft es auf diesen 162 Seiten eine spannende Episode aus Shais Leben zu erzählen. Die Idee, die sich hinter dieser Novelle verbirgt, hat er von einer Taiwanreise mitgebracht und hätte sie durchaus auch auf ein ganzes Buch ausweiten können. Diese Geschichte ist wirklich gelungen. Dennoch sind mir zwei Dinge negativ aufgefallen: Zum einen meine ich am Ende einen Logikfehler entdeckt zu haben, doch um nicht das Ende vorwegzunehmen, kann ich dies nicht näher erläutern. Zum anderen dachte ich, diese Geschichte sei im Elantris-Universum angesiedelt. Das mag zwar vielleicht auch stimmen, doch Parallelen sind mir nicht aufgefallen. Demnach kann diese Geschichte ohne Probleme von jedem gelesen werden. Ich finde es dennoch schade, ich hätte mir mehr Zusammenhänge zu Elantris gewünscht, obwohl es mit dieser Handlung auch schwer gewesen wäre. Ich habe also etwas anderes erwartet. Trotzdem ist die Geschichte sehr gut! Dass der deutsche Titel mal wieder unter ferner Liefen ist, müsste ich nicht extra erwähnen, aber ich mache es dennoch: Die Novelle trägt im Original den Titel The Emperor’s Soul. Emperor wird mit Imperator oder Kaiser übersetzt. Soweit so gut. In der Geschichte ist auch stets von einem KAISER die Rede. Wieso heißt die Novelle aber dann plötzlich Die Seele des KÖNIGS und das Buch dann dummerweise auch noch?! Das ist mir ein Rätsel. Solche Dinge finde ich blöd. Wertung: 9/10 Punkten Legion Worum es geht: Stephen Leeds ist kein Mensch wie jeder andere. Er holluziniert und dies ständig. Was er sieht sich Aspekte seiner selbst, von denen jeder für sich genommen Spezialisten in einem Fachgebiet ist. Somit ist Steven eine Person, die nicht nur von Psychologen sehr interessant ist, sondern auch vielerlei Spezialaufträge bekommt, mit denen er seinen Lebensunterhalt verdient. Um einen dieser Aufträge geht es hier: Eine Kamera ist abhanden gekommen, die Fotos aus der Vergangenheit aufnehmen kann. Würde die Technik weit verbreitet werden, wäre die Welt plötzlich eine andere. Nichts wäre mehr geheim, alle Rätsel können gelöst werden. Auch die der Religionen… Meine Meinung: Auch diese Novelle konnte mich überzeugen. Sie ist aus der Ich-Perspektive Stephens geschrieben und der Leser bekommt so die Gespräche zwischen ihm und seinen Aspekten hautnah mit und es wirkt tatsächlich so, als wären sie real. Dieses ganze Konstrukt des Charakters Stephen ist wirklich sehr gelungen und ebenso gut umgesetzt. Die Figur bietet unheimlich viel Potential für eine – vielleicht phantastisch angehauchte – Krimi/Thriller-Reihe. Auch durch Andeutungen von Stephens Vergangenheit gäbe es noch genug Rätsel und Aufhänger um noch mehr darüber zu schreiben. Ich persönlich würde mich jedenfalls über einen Roman über Stephen und seine Aspekte freuen und es scheint, als würde in dieser Richtung tatsächlich mehr kommen. Zudem hat mir der Fall auch wirklich gut gefallen. Die Möglichkeiten, die eine solche Kamera böte, ist wirklich erschreckend. Zudem verfügt die Novelle über einen gelungenen Spannungsbogen. Sanderson schreibt hier wieder einmal brillant, so dass sich die Novelle wie von selbst liest. Der einzige Wermutstropfen ist, dass ich mehr Fantasy erwartet habe und in dieser Novelle keine Spur von Fantasy zu finden war. Ein bißchen Mystik, aber keine Fantasy. Dennoch eine wirklich gelungene Novelle, die zu keinem Zeitpunkt langweilig war. Wertung: 9/10 Punkten Infinity Blade – Die Klinge der Unendlichkeit Worum es geht: In jeder Generation gibt es ein Opfer, dessen einziger Lebenszweck es ist, sich auf den einen finalen Kampf mit dem Gottkönig vorzubereiten, diesen anzutreten und … zu verlieren. Daher sind die Dorfbewohner sehr erstaunt, als Siris höchst lebendig von seinem Kampf wieder im Dorf erscheint und auch noch das Schwert des Gottkönigs – die Klinge der Unendlichkeit – mit sich führt. Da die Dorfbewohner vermuten, dass nun die halbe Welt hinter diesem Schwert her ist, wird Siris verbannt und er macht sich auf den Weg zurück zur Burg des Gottkönigs. Eine Reise beginnt, auf der er feststellen muss, dass nichts so zu sein scheint, wie er sein Leben lang geglaubt hat. Meine Meinung: Anfangs war ich etwas skeptisch, was diese Novelle angeht. Schließlich ist sie eine Prosafassung eines Computerspiels. Zudem habe ich in einigen Rezensionen gelesen, dass die Geschichte wohl mitten in der Handlung aufhört, was zu viel Unmut führte. Ich muss allerdings sagen, dass mir auch diese “Novelle” sehr gut gefallen hat. Da ich nun vorher wusste, dass die Geschichte nicht in sich abgeschlossen ist, kann ich gut damit leben. Allerdings wirkt dieser Text tatsächlich eher wie die ersten Kapitel eines Romanes und Sanderson hat bereits die Fortsetzung Infinity Blade – Redemption veröffentlicht. Es handelt sich hierbei um High Fantasy, was mich sehr gefreut hat, vor allem, weil es noch so viel zu entdecken gibt Wertung: 9/10 Punkten Fazit: Die drei enthaltenen Geschichten in diesem Buch haben mich ausnahmslos überzeugt. Von allen dreien hätte ich liebend gern mehr gelesen. Von zweien dieser drei Novellen wird es auf jedenfall eine Fortsetzung geben und da frage ich mich doch ernsthaft, wieso Heyne nicht gewartet hat und lieber die zusammenhängenden Novellen/Geschichten in einem Band veröffentlicht statt dieses Sammelsurium. Ich persönlich hätte lieber gewartet, um sie dann alle an einem Stück – romanähnlich eben – lesen zu können. Wer gute phantastische Kurzgeschichten/Novellen mag, ist bei diesem Buch auf jeden Fall sehr gut beraten. Vor dem Kauf sollten auf jeden Fall zwei Dinge klar sein: Es sind nur drei Geschichten, kein Roman und die letzte Geschichte ist nicht in sich abgeschlossen und mindestens eine Fortsetzung wird folgen. Wenn das klar ist, stehen gemütlichen Schmökerstunden nichts mehr im Wege. Der einzige Wermutstropfen ist jedoch der Titel. Es ist ein KAISER in der ersten Geschichte kein KÖNIG…

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  • Anders, ganz anders

    Die Seele des Königs
    JuliaO

    JuliaO

    02. April 2014 um 22:52

    Hm... Also wie bereits alle wissen die meine Rezenssionen lesen - wenn irgendwo "Sanderson" drauf steht wird das bei mir völlig unbesehen und ohne auch nur auf den Klappentext zu schauen direkt gekauft und losgelesen!  Deswegen war ich auch erst mal (vollkommen selbstverschuldet) etwas verwirrt als ich statt auf einen dicken Fantasy Roman auf 3 Kurzgeschichten stieß.  Schreiben kann er - Fantasy hat er mehr als genug - auch die Geschichten sind spannend und haben mich unterhalten!  Aber da ich persönlich einfach kein großer Fan von Kurzgeschichten bin, gibt es diesmal "nur" 4 Sterne. Gelohnt hat sich das Lesen also trotz Kurzgeschichten auf alle Fälle!

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