Brandon Sanderson Elantris

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Inhaltsangabe zu „Elantris“ von Brandon Sanderson

Betreten Sie Elantris, eine Stadt voll alter Magie, ein Reich zwischen Leben und Tod. Beherrscht von einem geheimnisvollen Gott und bewohnt von Menschen, die dazu verdammt sind, in den Ruinen dieser Stadt ewig zu leben. Niemand weiß, wozu Elantris erschaffen wurde. Bis eines Tages eine Gruppe von Gefährten versucht, das Geheimnis zu lüften …

Fantasy Einzelband mit starken und sympatischen Charakteren im Fokus. Ganz toll!

— readingwithdragons

Einer der besten Fantasyromane, die ich bisher gelesen habe. Mitreißend und spannend.

— Annemarie_Rupp

geeignet für Einsteiger in die Fantasy. Ein Einzelband von Sanderson.Danach will man eh mehr

— phantastische_fluchten

Der Autor hat mit sympathischen Protagonisten eine komplexe und gut durchdachte Fantasywelt bevölkert. Spannend und beeindruckend.

— Lies-inger

Habe mich gut unterhalten gefühlt.

— Yrttitee

Mehr als nur der Hammer!!!!!!

— EnysBooks

EPISCH!

— Sardonyx

Ein souveräner Fantasy-Roman, der alles, was man sich von diesem Genre wünscht, in sich vereint!

— Weltensucher

„Elantris“ von Brandon Sanderson ist ein genialer, alleinstehender Fantasyroman mit einer extrem spannenden Welt und einer originellen Story

— RueSar

Selten genug einen Einzelband im Fantasy Genre anzutreffen und dann noch ein solches Meisterwerk.

— Theodorik

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  • Wortgewaltig, traumhaft, über alle Seiten hinweg fesselnd - Elantris ist ein Meisterwerk!

    Elantris

    Sardonyx

    14. September 2016 um 17:06

    Elantris, die magische Stadt in Arelon, die heute in Ruinen liegt. Die Elantrier, einst ausgestattet mit der Macht der Aonen, sind längst untergegangen und brachten einen Fluch über die Menschen .... Als Kronprinz Raoden von Arelon plötzlich mit dem Fluch von Elantris aufwacht und in die Stadt ewigen Verderbens verbannt wird, steht für ihn fest, dass er herausfinden muss, was Elantris so sehr vernichtet hat. Während er im Kampf gegen Schmerzen und Hunger das Geheimnis zu entdecken versucht und von seinen Leuten totgeglaubt wird, steht Arelon am Rande des Zerfalls: der Religionskonflikt zwischen der korathischen und derethischen Kirche ist so zugespitzt, dass nur der derethische Hrathen vielleicht einen blutigen Krieg gegen Arelons König verhindern kann. In diese Zeit der Intrigen taucht die scharfsinnige Prinzessin Sarene auf, die ebenso bestrebt ist, einen Krieg zwischen den einzelnen Ländern zu verhindern ... Brandon Sanderson ist mir als Fantasy-Fan natürlich ein Begriff, aber bisher habe ich nur viel Begeistertes über seine Bücher gelesen als mich selber daran zu wagen. Dass Sandersons Debüt ,,Elantris" ein Einzelbuch ist (ausnahmsweise keine Fantasy-Reihe, hurra!!) hat mich dann völlig überzeugt, etwas von ihm auszuprobieren. Die drei Hauptfiguren - Raoden, Sarene & Hrathen - hat Sanderson so perfekt gestaltet, dass ich fast schon glauben könnte, sie seien echte Persönlichkeiten. Besonders was Sarene angeht, könnte ich den Begriff "girlcrush" anwenden - sie ist fantastisch! Intelligent, scharfsinnig, eine begnadete Fechterin und lässt trotz allen Fehlschlägen und ihren persönlichen Problemen nie locker. Das nenne ich mal eine Heldin! Ich hoffe sehr, dass Brandon Sanderson in seinen weiteren Büchern öfters solche Protagonistinnen hat, denn wenn ja, ist das ein Grund, ALLES von ihm zu lesen. Raoden, der von der Shaod betroffene Prinz, ist dagegen ein purer Sonnenschein, was sich auch im Schreibstil des Autoren bemerkbar macht: während die Handlung sich manchmal geradezu überschlägt, hatte ich angesichts des feinen Humors immer mehr als genug zu grinsen - außer zum rasanten Finale hin, in dem der wahre Held des Buches hervortritt. Mal beschreibt Sanderson bildlich den schleimigen Schmutz von Elantris, dann wie die magischen Linien der Aonen durch die Luft flimmern und mein Kopfkino hört gar nicht mehr auf, ich bin von der Haarspitze bis zum kleinen Zeh in diesem Buch gefangen gewesen. ,,Elantris" ist das High Fantasy-Buch schlechthin, weil Sanderson für seine Welt ein ausgeklügeltes Magiesystem erschaffen hat. Wisst ihr, wenn ich eines nicht wirklich ausstehen kann, dann Bücher, die sich vom Genre als ,,epische Fantasy" bezeichnen, aber der Autor keine Lust hatte, seine Welt genauer auszuformen. Ich meine, schaut euch nur Elantris an, da hat Sanderson wirklich an alles gedacht: verschiedene Religionen, die Macht - und Gesellschaftsordnung, Beweggründe aller Figuren, politische Intrigen, abgrundtiefe Geheimnisse ... Ach, verdammt, was schwafel ich rum - kurz gesagt ist dieses Buch in allem völlig perfekt. Ich kann mir selbst nicht verzeihen, so lange nichts von Sanderson gelesen zu haben. Für Leute, die eher weniger für Fantasy zu begeistern sind, kann der gesamte Buchinhalt vielleicht zu überladen wirken, doch trotzdem würde ich es allen empfehlen, die sich einfach nur mal zurücklehnen und in eine faszinierende Stadt abtauchen wollen. Meisterwerk, Prachtstück, Lieblingsbüch-Für-Immer-Und-Ewig - wie auch immer ich ,,Elantris" nenne, es wird dem Buch einfach nicht gerecht genug.

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  • Überzeugende Fantasy

    Elantris

    Weltensucher

    25. May 2016 um 20:32

    „Elantris“ ist das Erstlingswerk des bekannten Brandon Sanderson und auch mein erstes Buch dieses Autors. Dementsprechend hatte ich einige, jedoch nicht allzu hohe Erwartungen an das Debüt , da viele seiner späteren Werke sogar noch viel mehr gelobt werden - und wurde trozdem positiv überrascht. Zum Inhalt: Einst war Elantris, die Haupstadt des Landes Arelon, weltberühmt: zum einen für ihre überwältigende Schönheit und Macht, zum anderen für ihre Einwohner: jeder Elantrier hatte einst Elantris' Segen erhalten, der stets eine atemberaubende Verwandlung mit sich zog. Nicht nur ihr Aussehen, auch ihre Fähigkeiten änderten sich zum Übermenschlichen, sodass die Elantrier seit jeher als gottgleiche, friedens- und heilsbringende Herrscher Arelons verehrt und geliebt wurden. Doch vor zehn Jahren kam es unerklärlicher Weise zum Bruch und der Segen der Stadt wandelte sich in einen Fluch. Schmutz und Zerstörung suchten Elantris heim, die Einwohner wurden krank und litten Schmerzen, verbannt in ein Stadium zwischen Leben und Tod. Raoden, Prinz von Arelon, wird eines Tages ebenfalls von der Shaod befallen und in die Stadt Elantris gesperrt. Seiner Verlobte Serene ist er deshalb nie begegnet, diese nimmt jedoch an seiner Stelle die politischen Geschehnisse von Arelons in ihre Hand. Zeitgleich trifft nämlich auch Hrathen aus dem fernen Osten ein, mit der unmöglich scheinenden Aufgabe, das gesamte Land zur eigenen Religion zu bekehren, und das binnen drei Monate. Während in Elantris Schmerzen, Hunger und Leid herrscht, drohem dem Rest des Landes fremde Mächte, Verrat und Intrigen... Sanderson hat eine sehr detailreiche und spannende Welt erschaffen: sowohl die Stadt Elantris selbst wird sehr bildhaft und nah beschrieben, als auch der gesamte Kontinent mit den politischen Beziehungen der Länder, der historischen Vergangenheit und den herrschenden Religionen. Eine durchdachte, komplexe und sehr interessante Schöpfung, die – obwohl fiktiv – trotzdem realistisch erscheint. Ebenso solide gestaltet sich die Handlung: mehrere Stränge laufen gleichzeitig ab, Spannung ist immer da, Wendungen sowieso reichlich und vor allem viel strategisches Denken, die natürlich in einem phänomenalen Ende gipfeln. Hauptthemen im Buch sind wohl Politik und Religion, am Rande vielleicht auch ein wenig Magie, doch dies wird keineswegs trocken, sondern sehr mitreißend geschildert. Die kleine Wiederstandsgruppe um Sarene war für mich das Beste am ganzen Buch, ihre politischen Diskussionen und Pläne sehr unterhaltsam. Aus diesem Grund ist das vergleichsweise dicke Buch nach einer kleinen anfänglichen Eingewöhnungsphase an Welt und Namen sehr leicht und schnell zu lesen – deshalb nicht von der Länge verschrecken lassen! Ein weiterer herausragender Punkt sind wohl die Charaktere des Buches. Neben drei Hauptpersonen gibt es eine große Anzahl an Nebenfiguren, die sich allesamt unterscheiden und so durch ihre Einzigartigkeit aber auch sehr gute Ausführung auszeichnen. Jeder hat seinen unverwechselbaren Charakter und die meisten schließt man nach und nach ins Herz. Selbst für Hrathen, den „Bösen“, kann man im Laufe des Buches mitfühlen. Sarene als herrische und intelligente Frau ist natürlich ein Leser-Liebling und Raoden als Optimist und Entdecker ebenso. Die schicksalhafte Trennung der beiden lässt den Leser deshalb natürlich die ganze Zeit auf ein Zusammentreffen warten. Auch die allgemeine Interaktion zwischen den Personen ist toll und vor allem von Humor geprägt, mit vielen unterhaltsamen und lustigen Dialogen. Insgesamt ein sehr solider und unterhaltsamer Fantasy-Roman mit viel interessanter, strategischer Politik und Intrigen sowie klasse Charakteren und einer spannungsreichen Handlung. Viele Wendungen der Geschehnisse sind vollkommen unvorhersehbar und das Ende natürlich episch – wenn auch, und hier der einzige Kritikpunkt, für mich einige Fragen offengeblieben sind. (Fortsetzung erwünscht!) Ich zumindest freue mich, weitere Sanderson-Werke zu entdecken. 

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  • Elantris von Brandon Sanderson

    Elantris

    RueSar

    04. May 2016 um 20:02

    Eines gleich zu Beginn vorweg: Die Inhaltsangabe bzw. der Klappentext stimmt bei diesem Roman leider nicht wirklich mit dem eigentlichen Inhalt überein.Elantris war einst die Stadt gottähnlicher Wesen, der Elantrier. Die Elantrier hatten silberne Haut, weiße Haare und konnten mithilfe von Aonen, mächtiger Zeichen, Magie wirken. Doch vor 10 Jahren befiel die sogennante Shaod die Elantrier und machte sie somit zu zombieähnlichen Gestalten mit schwarz befleckter Haut und ohne Herzschlag. Seit diesem Zeitpunkt werden alle Menschen, die von der Shaod heimgesucht werden, nach Elantris gesperrt und ihrem Schicksal überlassen. Doch als den Kronprinzen Raoden dieses Schicksal ereilt, unterwirft er sich nicht einfach der Stadt, sondern beginnt etwas zu verändern und das Geheimnis zu lüften. Zeitgleich kommt seine zukünftige Ehefrau, Prinzessin Sarene, in seinem ehemaligen Königreich an und wittert sofort eine Verschwörung, welcher sie auf die Schliche kommen will. Ich fand die Grundidee mit den verfluchten ehemaligen Göttern sehr interessant und auch die Hauptprotagonisten waren mir sofort sympathisch. Raoden, der Kronprinz, ist ein guter Diplomat und stets optimistisch. Sarene, die Prinzessin, ist eine sehr starke Frau, die sich in der männerdominierten Welt nicht unterkriegen lässt. Aber vor allem das Seon Ashe, eine Art magische Lichtkugel, hat es mir irgendwie besonders angetan. Grundsätzlich sind jedoch sämtliche Charaktere sehr gut ausgearbeitet und handeln auch meistens glaubwürdig und nachvollziehbar. Bei der Welt, die Brandon Sanderson erschaffen hat, merkt man wieder einmal das geniale Talent des Autors. Worldbuilding ist wirklich eine der absoluten Stärken Sandersons. Er hat es geschafft die Stadt Elantris vor meinem inneren Auge erstehen und lebendig werden zu lassen. Natürlich gibt es, wie für den Autor typisch, wieder ein tolles durchdachtes Magie-System, dieses Mal mithilfe von Aonen, Zeichen, die in die Luft gemalt werden und dann mithilfe von Dor, der Macht, verschiedenste Dinge bewirken könne. (Dieses System der Magie erinnerte mich jedoch an „Der Rithmatist„, wo Magie mithilfe von Kreidezeichnungen gewirkt wird.) Pro Kapitel wechseln sich die Hauptprotagonisten, welche der Leser begleitet, ab und die Story ist somit sehr abwechlungsreich, da man einmal mit Raoden in Elantris ist, dann wieder mit Sarene Intrigen schmiedet. Dabei bleibt der Schreibstil von Brandon Sanderson das ganze Buch über sehr flüssig zu lesen und auch der Spannungsbogen fällt den gesamten Roman über nie ab. Jedoch sollte man sich im Klaren sein, dass es sehr viele politische Verschwörungen gibt und dafür nicht ganz so viel Action. Ich persönlich mag es meistens nicht so gerne, wenn Politik eine so große Rolle spielt, jedoch hat es der Autor geschafft dies so interessant zu gestalten, dass es selbst mir gefiel. Dies erreichte er insbesondere auch dadurch, dass es immer wieder eine überraschende Wendung gibt, mit welcher ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Was jedoch nicht ganz so einfach für mich war, war der Einstieg in den Roman, da der Leser mit sehr vielen Namen, geographischen Orten, Religionen, und deren verschiedensten Abspaltungen, überhäuft wird. Allerdings wird das Meiste mit der Zeit erklärt und ich fand mich dennoch sehr schnell zurecht.Fazit „Elantris“ von Brandon Sanderson ist ein genialer, alleinstehender Fantasyroman mit einer extrem spannenden Welt und einer originellen Story. Daher vergebe ich 5 von 5 Sternen.

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  • Unglaublicher Weltenentwurf - Sanderson ist ein Suchtmittel!

    Elantris

    buchverliebt

    02. April 2015 um 16:54

    Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass die Kurzbeschreibung in den Online-Portalen durchweg irreführend ist. Der Klapptext unterscheidet sich signifikant von dieser Beschreibung und gibt den wahren Inhalt preis. Im Land Arelon gibt es eine Stadt namens Elantris, welche früher von gottähnlichen Geschöpfen bewohnt wurde und heute nur noch einen Fluch darstellt. Einst waren die Elantrier wunderschön mit silberglänzender Haut und weißem Haar, doch vor 10 Jahren änderte sich dies. Die sogenannte Shaod befiel die magisch begabten Elantrier, machte sie hässlich und verabscheuungswürdig. Schwarze flecken auf der Haut, ausfallendes Haar, kein Herzschlag und dennoch dem Tode nicht nah. Mit dem Sturz von Elantris stürzte auch das Reich und ein neuer König kam an die Macht und sperrte die verfluchten Elantrier in ihr nunmehr verrottendes Elantris. Jeder Bürger, den von nun an der Fluch der Shaod ereilte, wurde in das Drecksloch Elantris verbannt und vergessen. Als jedoch Kronprinz Raoden zu jenem verfluchten, halbtoten Geschöpf wird, erklärt ihn sein Vater kurzerhand als verstorben, um der Schmach zu entgehen. Doch Raoden war noch nie sonderlich fügsam und begibt sich sogleich an die Entschlüsselung des Geheimnisses um Elantris Fall. Nur Tage später reist seine zukünftige Braut Prinzessin Sarene an und muss erschrocken feststellen, dass ihr Ehemann bereits vor ihrer Ankunft verstarb. Doch Sarene ist nicht irgendein fügsames Frauchen und so verwickelt sie sich schnell in die politischen Spielchen bei Hofe und schart Raodens ehemalige Freunde um sich. Die Lords, darunter auch ihr Onkel, versuchen alles um das Land zu retten und niemand ahnt von Raoden dem Elantrier und seinen Plänen.  Elantris ist als Einzelband ausgelegt und so schön das manchmal auch sein kann, war ich doch ein bisschen skeptisch, denn ich habe erlebt was für eine hervorragende Geschichte Brandon Sanderson in mehreren Bänden erzählen kann ("Mistborn"). Um ehrlich zu sein hatte ich hier ein paar Startschwierigkeiten, denn die ganzen Eigennamen setzten zum Angriff an und erschweren das Lesen - zumindest mir. Die Personennamen, Namen der Länder, Begriffe anderer Sprachen dieser Welt, Religionen und Begriffe dieser Religionen und ihrer Abspaltungen, ... es ist ein scheinbar endloser Quell von Namen, Namen, Namen. Es dauert somit seine Zeit sich wirklich zurecht zu finden, doch sind die Charaktere ein großer Pluspunkt. Beispielsweise begleitet der Leser Prinzessin Sarene und ihr Seon Ashe - ein Wesen aus Licht, welches auch zur Kommunikation mit anderen Besitzeren solcher Seonen dient und mit ganz eigenen Persönlichkeiten ausgestattet sind. Die Prinzessin ist eine politisch versierte, intelligente junge Frau und schert sich nicht viel um Landeskonventionen. Ihre Art ist sehr erfrischend zwischen all dem Höfischen Gehabe und auch ihre Mitstreiter stimmen ihren Zielen zu. Dass nicht immer alles perfekt funktioniert, kommt der Geschichte nur zu Gute, denn das Planen politischer Schachzüge und die Vereitlung der Pläne des Priesters Hrathen stehen auf Sarenes Liste der Dinge, die sie am liebsten tut, verdammt weit oben. Brandon Sandersons Weltenentwurf ist außerdem wieder umwerfend! Er erschafft eine unglaublich komplexe Welt, die am Ende überaus sinnig daher kommt und den Leser nur staunen lässt wie der Autor es geschafft hat so etwas wundervolles zu erschaffen. Wieder einmal gibt es einen magischen Einschlag, denn die sagenumwobenen Elantrier verloren einst ihre Magie, welche sie durch Symbole wirkten, die in die Luft gezeichnet wurden. Diese Zeichen sind viel Komplexer, als man es sich vorzustellen vermag. Das zeigt vor allem das Glossar am Ende des Buches. Ich hätte niemals gedacht, dass es sich tatsächlich um solch komplizierte Muster handeln könnte, die es den Elantriern erlaubt(e) zu heilen, Elemente zu beherrschen oder auch große Entfernungen in einem Wimpernschlag zurück zu legen. Das Rätsel um die verlorene Kraft und Raodens bestreben all die aufkommenden Fragen zu beantworten machen die elantrische Magie noch interessanter.  Mit einem etwas schwierigen Einstieg, wegen vieler Eigennamen, schafft es Elantris den Fall der magischen Stadt und seine Auswirkungen wunderbar zu veranschaulichen. Sympathische Charaktere und scharfe Wendungen in der Geschichte wissen den Leser zu bannen und mit elantrischer Magie zu verzaubern. Dies ist eine Welt, die man nicht so schnell wieder verlässt und noch eine Weile mit sich herum trägt.  ... Lang lebe der König.

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  • Originell

    Elantris

    thebookpassion

    27. February 2015 um 18:27

    Einst zählte Elantris zu den mächtigsten und prächtigsten Städten der Welt. Voller Magie und Zauber. Die Erwählten, denen es erlaubt war in Elantris zu wohnen, lebten wie Götter. Doch dann verändert sich die Magie von Elantris und die Erwählten sind nun Ausgestoßene, die Stadt nur noch eine dreckige Ruine und auch um das Land Arelon, was an Elantris grenzt, steht es nicht besser. Die einzige Hoffnung ist der beliebte Kronprinz Raoden, doch auch er wird von dem magischen Fluch heimgesucht und so wird das verrottet Elantris sein Gefängnis. Fast Zeitgleich reist Raoden Verlobte Sarene an um ihn zu heiraten. Anscheinend umsonst. Sie fängt jedoch an sich in die Politik des Landes einzumischen und einen religiösen Fanatiker aufzuhalten. ,,Elantris“ besticht durch originelle und gut ausgearbeiteten Ideen. Ich habe bis jetzt nichts Vergleichbares gelesen und bin einfach restlos begeistert. Die mittelalterliche Welt von Elantris ist durch politische Probleme gezeichnet und vor allem der religiöse Fanatismus hat die Welt in der Hand, denn ein Ordern ist davon überzeugt, der einzig wahren Religion zu folgen und es ihre Pflicht ist die Menschen davon , notfalls" mit Gewalt, zu überzeugen. Die Bewohner Elantris ähneln lebendigen Toten, sie können nicht sterben, nicht heilen, spüren unendlich starke Schmerzen und haben einen kaum stillbaren Hunger. Gekonnt unterstreicht der Autor mit seinem Schreibstil die düstere und bedrohliche Atmosphäre. Eindringlich beschreibt er die Hoffnungslosigkeit der ,,Verfluchten“. Er schafft es aber auch die düstere Atmosphäre durch z.B. humorvolle Dialoge aufzulockern. Dialoge spielen indem Roman eine zentrale Rolle, da es so gut wie keine Kampfszenen vorhanden sind, da alles über ,,Verbale Duelle“ ausgetragen wird. Brandon Sanderson gelingt es eine außergewöhnliche Welt zu erschaffen und dabei kommen die Protagonisten nicht zu kurz, sodass sie alle samt vielschichtig und interessant wirken. Sicherlich gibt es den einen oder anderen klischeehaften Charakter, dies hat mich jedoch keineswegs gestört. Zudem ist mir positiv aufgefallen, dass Sarene keine verletzliche Frau ist, die auf die Rettung ihres holden Prinzen warten muss. Sie ist emanzipiert, intelligent, stark und bereit etwas zu opfern. Sie spinnt geschickt Intrigen z.B. gegen den religiösen Fanatiker und gibt einfach nicht auf. Sie kämpft und versucht die Menschen die ihr etwas bedeutet zu retten. Auch Raoden hat eine starke Persönlichkeit, so gibt er nicht auf sondern kämpft und versucht den anderen Menschen wieder etwas Hoffnung zu geben und ihr Leben zu verbessern. Alles in allem hat mich Elantris überzeugt und ich bin froh denn Autor für mich entdeckt zu haben. Die Originelle und kreative Idee des Autors sowie der grandiose Schreibstil haben mir wundervolle Stunden verschafft. (c) Thebookpassion- thebookpassion.blogspot.de

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  • Die Magie ist da... man muss sie nur wiederfinden...

    Elantris

    Lesemaus85

    17. January 2015 um 11:20

    Einst war Elantris eine herrliche leuchtende Stadt voller Glanz und Magie, die ihre Bewohner zu unsterblichen glänzenden Göttern machte. Doch die Magie ist verschwunden und ein schrecklicher Fluch hat sowohl die Stadt als auch die Bewohner heimgesucht. Als der Königsohn Raoden ebenfalls von diesem Fluch befallen wird, beschließt er Elantris zu retten. Und plötzlich steht nicht nur Elantris auf dem Spiel, sondern auch das Leben aller anderen Menschen... ************************************************************************ Der Klappentext versprach eine fantastische Reise in eine fremde Welt voller Geheimnisse und Abenteuer. Die Geschichte ist klug durchdacht. Es ergeben sich immer neue Wendunen, immer wieder ergeben sich neue Hindernisse für die Helden, es gibt kluge Bösewichte, die die Geschichte spannend halten könnten. Könnten. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass die Hauptfiguren sich ständig in ähnlichen Situationen befinden. Raoden übt Aonen, Sarene diskutiert mit Adlingen, Hrathen misstraut Dilaf... Es ist schwierig zu beschreiben. Ständig hat man das Gefühl es geschieht gleich etwas, dann geschieht entweder nicht viel oder es geschieht, aber die Spannung kommt nicht auf oder geht nach einigen wenigen Sätzen verloren. Die Hautppersonen waren ganz in Ordnung. Keine konnte mein Herz berühren. Alles kam mir so gekünstelt und unwirklich vor. Es lag vielleicht am Schreibstil. Mir kam die Wortwahl der Charaktere irgendwie unpassend vor. Nicht einmal als die Stadt in Flammen aufgeht, die Menschen sterben sollen, der Krieg tobt und sich der Kampf dramatisch zuspitzen sollte, war ich wirklich eingenommen. Es gab keine Seite, die mich wirklich gefangen nahm. Das ist schade, denn die Rezensionen sind alle sehr gut. Und das Buch wird als "der beste Fantasy-Roman seit Jahren" bezeichnet und als "internationaler Bestseller" gelobt. Es ist schade, aber dem kann ich nicht zustimmen. Ist einfach reine Geschmacksache. Meinen hat er nicht getroffen. Da es keine halben Sterne gibt (ich hätte 2,5 Sterne gegeben), erhält das Buch 3 Sterne. Ob der Autor mit einem zweiten Buch in meinem Regal landet, ist fraglich....

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  • Elantris - der beste Sanderson Einstieg

    Elantris

    Lucie_Mueller

    Vorne weg: ich bin ein Sanderson-Fan. Dies war mein erstes Buch, das ich von ihm gelesen habe und es hat mich von der ersten Seite an gefesselt.  Es fängt mir einer harmlosen Liebesgeschichte an und entwickelt sich dann in ein spannendes Drama, als das junge Paar noch vor der Hochzeit getrennt wird. Prinz Raoden ist in der Stadt Elantris gefangen und Prinzessing Sarene kann nicht zu ihm hinein.  Wer nun aber bloss eine dramatische Liebesgeschichte erwartet, der wird enttäuscht, denn das Buch hat so viel mehr zu bieten. Zum einen hat Sanderson diese wundervoll mystische Welt erschaffen, die bis aufs letzte Detail in sich stimmig ist und an jedes noch so kleine Puzzleteilchen gedacht ist, zum anderen haben seine Charakter Tiefe und dem Leser fällt es leicht, sich mit ihnen zu identifizieren.  In diesem Buch geht es für mich darum, dass man sein Schicksal nicht akzeptieren muss, nur weil die Umstände es diktieren. Es gibt immer Wege zu kämpfen und es lohnt sich immer optimitisch zu sein. 

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    • 3
  • Wie stets: Top!

    Elantris

    JuliaO

    06. March 2014 um 21:08

    Einmal mehr - ich liebe alle Bücher die Brandon Sanderson bisher geschrieben hat. Auch die, die mich an sich vom Thema her gar nicht ansprechen würden. Mittlerweile kaufe ich seine Bücher ohne auch nur einen Blick auf den Klappentext zu werfen und fange einfach direkt an zu lesen. Auch Elantris hat mich nicht enttäuscht! An der einen oder anderen Stelle fand ich zwar die Handlungen mancher Personen etwas naiv, aber das Gesamtwerk ist dennoch mindestens 5 Sterne wert! Wie stets ein sehr ausgeklügeltes Magiesystem, Charaktere die einem schnell ans Herz wachsen, etwas Politik, viel Action und ein absolut angenehmer, flüssiger Schreibstil.

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  • Ein wirklich außergewöhnlicher Einzelroman

    Elantris

    horrorbiene

    02. June 2013 um 15:44

    Einst gab es eine Stadt der Götter – Elantris. Dorthin gingen die Menschen, aus denen die Shaod einen Elantrier gemacht hat. Elantrier können nicht nur eine auf Runen basierte Magie ausüben, nein, sie sind nahezu unsterblich und werden daher von den Menschen im Land als Götter verehrt, können sie doch Abfall zu Nahrung wandeln. Doch ein Ereignis führte dazu, dass die Stadt und seine Bewohner fielen. Fortan führten die Elantrier eine Art untotes Leben, war ihnen ihre Schönheit, die Gabe zur Magie und die Möglichkeit zu Sterben doch genommen worden. Da sie nicht heilen, werden sie aufgrund der nicht heilenden Wunden irgendwann schlichtweg wahnsinnig. Alle Menschen, die die Shaod nun ereilt, werden immer noch zu Elantriern, die in die nun verschlammte dreckige Stadt verbannt werden. So ereilt es auch den Königssohn Raoden, der kurz davor stand seine Verlobte, die ihn durch viele Briefe faszinierte, zu heiraten. Nun kam es so, dass als Sarene die Stadt Kae bei Elantris erreicht ihr Zukünftiger als tot gilt und sie laut Vertrag nun als seine Witwe gilt. Doch Raoden ist keines Wegs tot, er beginnt Elantris gehörig auf den Kopf zu stellen. Und Sarene, eine wirklich außergewöhnliche Frau macht sich auf, Raodens Platz im Königreich einzunehmen, denn der junge Thronfolger hatte große Pläne für sein Land, sollte sein Vater ableben. Doch im Nachbarreich schwingt sich eine Religion auf, alle Länder gewaltsam unter ihrem religiösen Führer zu einen und ein Bote – der Gyron Hrathen – hat bereits Kae erreicht. Seine Mission: Das Land zur Konversion zu bringen, um einen Genozid zu vermeiden. Ein politischer Kampf um die Herrschaft beginnt… Vor einiger Zeit, als ich mir das Buch kaufte, habe ich in vielen Rezensionen auf Amazon gelesen, dass Elantris ein sehr gutes Buch sei, das über ein ebenso schlechtes Ende verfügen sollte. Eigentlich bin ich ein großer Freund der Sanderson’schen Werke, habe mich aber dennoch von diesen Rezensionen beeinflussen lassen, so dass das Buch erst einmal auf dem SUB versauerte – bis Steppenwolf es mir im Rahmen unserer Haus-Challenge als Mai-Aufgabe stellte. So las ich nun dieses wunderbare Buch Elantris, freundete mich mit den herrlich gezeichneten Charakteren an, spielte alle politischen Intrigen mit, um dann immerfort zu bangen, dass das Ende mich letztendlich doch nur enttäuschen würde. Es ist zwar etwas widersinnig eine Rezension mit dem Ende des Buches zu beginnen, doch da es mir besonders am Herzen liegt, mache ich es dennoch: Das Ende ist alles andere als fürchterlich. Im Gegenteil: Für mein Befinden ist alles so, wie ich mir ein schönes, befriedigendes Finale in einem Fantasy-Buch vorstelle. Sicher zieht das Tempo gegen Ende im Gegensatz zur politischen Haupthandlung stark an, doch dies ist notwendig, möchte man Spannung und Action erzeugen. Die Kritik, dass sich manches zu einfach fügte, empfand ich auch nicht – alle Dinge werden schließlich plausibel erklärt und während des Buches lang und breit vorbereitet! Meine Befürchtung, dass wichtige Charaktere am Schluss sinnlos oder tragisch sterben oder die Handlung sich nicht vollständig oder widersinnig auflöst, haben sich nicht bewahrheitet. Stattdessen ist Elantris von vorn bis hinten ein wundervoller – und vollkommen in sich abgeschlossener – Fantasy Roman! Wie gut, dass Steppenwolf mich davor bewahrt hat, diesen Schatz im SUB untergehen zu lassen! Nachdem ich den Prolog gelesen habe, war ich völlig verzaubert. Ich kenne zwar Sandersons Schreibstil, doch der Prolog hat mich von den Socken gerissen. Auch der Rest des Buches ließ sich hervorragend lesen, waren die Charaktere wirklich prima und plausibel gestaltet. Doch trotzdem war den Einstieg in das Buch nicht leicht, wurde der Leser sehr schnell mit sehr vielen Landes- und Völkernamen, sowie Sprachen und Religionen konfrontiert, so dass das Verständnis trotz Karte sehr schwer fiel. Dies liegt zum einen daran, dass die Karte nur ein kleiner Ausschnitt und damit unvollständig ist und zum anderen daran, dass zunächst alle drei Haupthandlungsstränge samt agierenden Personen eingeführt werden müssen. Da alle drei – Raoden, Sarene und Hrathen – einem vollständig anderen Kulturkreis entstammen, ist es schwer in die jeweilige Handlung hineinzukommen. Das gibt sich jedoch und die Handlung nimmt Fahrt auf, wobei sie – wie ich finde – eine enorme Intelligenz aufweist. Zu viel Fahrt nimmt sie allerdings auch nicht auf, denn die Handlungen sind durchweg sehr politisch, was an sich nichts schlechtes sein soll, macht das Lesen nur manchmal sehr zäh – vor allem im Handlungsstrang Hrathens. Dies ist auch das kleine Bisschen, das mich keine volle Punktzahl geben lässt, obwohl mich das Buch völlig überzeugt hat: Sanderson legt sein Augenmerkt und Schwerpunkt ein klein wenig zu sehr auf Politik und Intrigen und beackert sie wortwörtlich, was der Spannung etwas abträglich ist. Ansonsten muss man dem Buch wirklich zu Gute halten, dass Sanderson hier neue Ideen zu Papier gebracht hat. Die einst göttliche und nun gefallene Stadt Elantris mit ihren Untoten Bewohnern ist weit ab von jeglichem Fantasy-Einheitsbrei, den man heutzutage oft vorgesetzt bekommt und kommt ohne klischeebehaftete Orks, Zwerge und Elfen – ganz zu schweigen von Werwölfen und Vampiren – aus. Elantris ist ein wirklich durch und durch hervorragender Fantasy-Roman und da es sich hierbei um Sanderons Erstling handelt, verzeihe ich ihm auch großzügig die noch nicht so ausgefeilt dargestellte intrigante Politik, wie er sie in seinen späteren Werken der Leserschaft präsentiert. Fazit: Allen anderen Rezensionen zum Trotz hat mir das Ende des Buches sehr gut gefallen, erhält Elantris damit ein in sich abgeschlossenes und völlig befriedigendes Ende, da alle Handlungsstränge aufgeklärt und abgeschlossen sind. Zwar ist das Buch sehr politisch, hat aber hervorragend gestaltete Charaktere und eine brillante Idee, die dem Buch zu Grunde liegt. Sandersons Werke und damit auch Elantris gehören zu der besten Fantasy-Kost, die derzeit auf dem Mark erhältlich sind. Wann bitte erscheint das nächste Buch?!

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  • Nicht Atlantis, aber definitiv episch!

    Elantris

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. April 2013 um 17:46

    Mehr meiner Rezensionen findet ihr auf meinem Blog: Anima Libri - Buchseele Jedes Mal, wenn ich mir dieses Buch anschaue, dann lese ich auf dem Titel “Atlantis” anstatt “Elantris”… Aber nein, hier geht es nicht um die sagenumwobene versunkene Stadt Atlantis, wobei ich doch sagen muss, dass es gewisse Ähnlichkeiten in den Geschichten von Atlantis und Elantris gibt. So ist auch Brandon Sandersons Werk “Elantris” ein wahres Epos, voller alter Götter, Flüche und einer Gefährten auf Mission. Ganz unaufdringlich schildert Sanderson dabei die von ihm erschaffene Welt bis ins kleinste Detail, sodass Elantris mit seiner gesamten Infrastruktur, etc. erstaunlich real wirkt. Dabei versteckt der Autor immer wieder mal kleine Details im Nebensatz, lässt sie so ganz beiläufig und ohne langatmige Beschreibungen einfließen, was das Buch sehr angenehm zu lesen macht. Am meisten haben mich aber die Charaktere begeistert. Denn die sind rundum gelungen, wirken sehr überzeugen und realistisch und vor allem sind sie alle ganz unterschiedlich. Ich fand es wirklich faszinierend, wie es der Autor geschafft hat, jedem Charakter seine ganz eigene Stimme zu geben, die sich alle deutlich von einander abheben und den einzelnen Figuren sehr facettenreiche Persönlichkeiten verleiht. Und, etwas, was mich besonders nach dem Fiasko von “Die Flammen der Dämmerung“, sehr begeistert hat: Der Autor schafft es, dass die Perspektive der weiblichen Figur(en) sich tatsächlich von denen der männlichen Unterscheidet, eine absolute Seltenheit, die die Charaktere für mich nur noch sympathischer gemacht haben. Die Geschichte selbst lebt verständlicher Weise von eben diesen beiden Punkten: Der sehr greifbar wirkenden Welt sowie den starken Charakteren. Das macht das Buch trotz einiger weniger plottechnischer Hänger und Sprünge zu einer wirklich spannenden und faszinierenden Lektüre, die ich High-Fantasy-Fans nur empfehlen kann. Ein weiterer großer Pluspunkt: “Elantris” ist kein Serienauftakt, sondern in sich abgeschlossen. Fazit: Ein starker High-Fantasy-Roman, der zwar nicht rundum gelungen ist, aber trotzdem großen Spaß macht!

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  • Rezension zu "Elantris" von Brandon Sanderson

    Elantris

    Librimania

    11. March 2013 um 11:51

    Schon bei den allerersten Seiten merkt man, dass man ein Epos (fast) in seiner Reinform vor sich hat. Alles, die Welt, die geschildert wird, die Sprache, die verwendet wird, die Probleme, die skizziert werden schreien: Epos! Und diesem Stil bleibt der Roman meisterhaft treu. Für alle, die bei Elantris gleich an Atlantis denken: Nein, es geht nicht um die versunkene Stadt, allerdings weist Elantris so viele Parallelen zu den Sagen um Atlantis auf, dass der Name mit Sicherheit keine Zufallsschöpfung war. Menschen, die sich für Götter hielten, werden von Gewalten, die ihre Macht übersteigen bestraft und einstiger Reichtum vermodert (wenn auch nicht auf dem Grund des Meeres). Was bleibt, ist nur die Erinnerung an den alten Glanz. Dann, durch eine Wandlung, die früher Götter aus Menschen machte, und nun verabscheuungswürdige Wesen, gerät ein Kronprinz als Befallener nach Elantris. Und mit ihm sein Optimismus. Hier würde ich mit ein wenig Kritik ansetzten. Schön und gut, dass es den Leuten in Elantris so richtig schlecht geht. Aber irgendjemand dürfte doch schon vor dem Eintreffen des Prinzen (immerhin 10 Jahre) auf die glorreiche Idee gekommen sein, tatsächlich etwas anderes zu tun, als nur rumzusitzen und zu jammern? Und das für alle Ewigkeit? Nun ja. Leider trifft dieses – hier kommt einer und sofort klappt alles – nicht nur einmal zu, deswegen ein Abzug bei der Idee, die sonst drei Sterne verdient hätte (Positiv verbuchen muss man aber, dass zumindest am Höhepunkt tausend Wendungen eintreten, die man unmöglich vorausahnen konnte). Dieser Mangel wird jedoch durch die gut geschilderten, abwechslungsreichen Charaktere wettgemacht. Sie sind rund und vor allem: jeder ist anders. Mir hat vor allem die kämpferische Prinzessin gefallen und die Seonen – seltene Wesen aus Licht, die sehr treu, intelligent und fleißig ihren Besitzern dienen (Oh und der Autor schafft es – was wenige schaffen – aus der Sicht einer Frau anders zu schreiben als aus Männersicht! Die Charaktere sind nicht bloße Abbilder einer Fantasie sondern scheinen richtig zu leben (auch wenn natürlich ein unverbesserlicher Gutmensch als Held dabei sein muss – der hätte ruhig ein paar Ecken und Kanten haben können)). Ein wenig genervt hat mich ein Oberpriester, dem es weniger um das Seelenheil seiner Schäfchen, als vielmehr die Anzahl der Gläubigen seines Glaubens ging. Mit diesem konnte ich in 9 von 10 Fällen einfach nicht warm werden. Weder in die positive, noch – als „Feindbild“ – in die negative Richtung. Die Welt wird facettenreich geschildert, mit einigen Aspekten, die die Welt umso plastischer und realistischer wirken lassen (wirtschaftliche, militärische, ideologische Details, versteckt in einem Satzteil etc.). Da so einiges droht und das Geheimnis um den Fall der Stadt Elantris nicht sofort aufgedeckt wird, bleibt die Spannung immer aufrecht erhalten. Das Buch ist dick, hat aber wenig Längen (auch wenn der Leser jedes Kapitel auf ein (unwahrscheinliches) Treffen zwischen dem (totgeglaubten) Prinz und (uneingeweihter) Prinzessin hofft ^^). Die Geschichte ist sehr schön zu lesen, aber kein zu starkes Suchtmittel. Erst am Höhepunkt entwickelt es sich zu einem Pageturner. Das Ende ist überraschend. Irgendwie gut, irgendwie abgeschlossen und irgendwie mit verdammt viel Potential für einen Folgeband. Gerade am Ende werden, wenn schon nicht Fragen, dann doch weitere Problematiken aufgeworfen. Ich würde es jederzeit wieder lesen und schwanke sehr zwischen wirklich empfehlenswert und wirklich sehr empfehlenswert. Insgesamt besticht das Werk vor allem durch sein episches Flair, der super zu lesenden Geschichte, eine in die tiefe gehenden Welt und gut ausgestaltete Charaktere. Eine Zierde für das Buchregal. P.S. Eine Fortsetzung ist für ca. 2015 angesetzt (in den Hauptrollen die Kinder Kiins)

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  • Rezension zu "Elantris" von Brandon Sanderson

    Elantris

    SomeBody

    27. December 2012 um 20:05

    Brandon Sanderson gelingt mit „Elantris“ ein absolut faszinierendes Fantasy-Abenteuer, welches mit Ideen-Reichtum und ausgewogenen Handlungssträngen zu überzeugen weiß. Sympathische, glaubwürdige Protagonisten, ein Machtkampf mit politischen Intrigen, magische Wesen und Wendungen sowie eine wunderbar detailreiche Illustration der Szenerien nehmen den Leser mit auf eine fantastische Reise.

  • Rezension zu "Elantris" von Brandon Sanderson

    Elantris

    frankson

    04. June 2012 um 12:42

    Einst war Elantris eine blühende wundervolle Stadt und ihre Bewohner, die Elantrier, ihre Götter. Denn diese vollkommenen Geschöpfe waren überaus weise und fähig, Magie zu wirken. Doch vor etwa zehn Jahren kam ein Fluch über sie und ihre gesamte Stadt. Die Elantrier wurden zu Untoten, Zombies gleich, die Stadt verfiel in eine riesige Ruine und keiner konnte sich den Untergang ihrer Götter erklären. Bis Rhaoden von dieser "Krankheit" befallen wird und gezwungen wird in die Ruine zu ziehen, wo alle seiner Art zu leben verdammt sind. Obwohl alle anderen sich mit ihrem Dasein als verwilderte Tiere abgefunden zu haben scheinen, weigert sich Rhaoden vehement dies zu akzeptieren und sucht fieberhaft nach Antworten und einer Lösung. Etwa zur selben Zeit gelangt Sarene in sein Land, mit der Absicht den Thronfolger aus politischen Gründen zu heiraten, doch sie erhält lediglich die Information, dass Prinz Rhaoden verstorben sei. Intelligent und jederzeit bereit einem Geheimnis auf die Spur zu kommen, beginnt sie Nachforschungen anzustellen, doch ahnt sie noch nicht, wie sehr sie sich in internationalen Intrigen wiederfinden wird. Doch auch der Gyorn Hrathen trifft ein, mit dem heiligen Auftrag vom Wyrn persönlich, das Land binnen dreier Monate zu bekehren oder es der Invasion und dem Untergang anheim fallen zu lassen. Unausweichlich geht diese Frist dem Ende zu und immer mehr verknüpfen sich die Schicksale der drei Personen aber keine davon vermag zu erahnen was wirklich geschehen wird. Eine wahre Seltenheit! Eine in sich geschlossene Geschichte in einem Band! Daher war ich umso erstaunter, dass es durchaus möglich ist, eine solch schöne Geschichte in so wenige Seiten zu bannen. Mal eine andere Form von Magie, kombiniert mit politischen Intrigen, einem Glauben, der zur Herrschaft greift, machen diesen Roman wirklich lesenswert.

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  • Rezension zu "Elantris" von Brandon Sanderson

    Elantris

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. May 2012 um 16:13

    Inhalt: Die magische Stadt Elantris ist gefallen. Die Stadt war ein Ort voller uralter Magie, der zwischen Leben und Tod stand. Nun sind seine Bewohner verdammt dazu, in den Ruinen der Stadt auf ewig zu leben. Eines Tages erhält die Stadt einen neuen, adeligen Bewohner: Prinz Raoden, der Sohn König Iadons. Um ihn schließt sich eine Gruppe von Gefährten,die versuchen wollen das Geheimnis rund um die Stadt zu lüften. Meinung: Ich hatte große Erwartungen an das Buch. Seit längerer Zeit geisterte der Name von Autor Brandon Sanderson in meinen Gedanken herum, sobald es um Fantasy-Romane ging. Ich hatte so viel Gutes über den Autor gehört, dass ich mir selbst eine Meinung bilden wollte. Und da erschien mir sein Erstlingswerk "Elantris" als das passende. Bereits der Anfang des Buches gefiel mir gut - Der Klappentext spricht von der magischen Stadt Elantris, die ein Reich zwischen Leben und Tod darstellt und die dadurch unheimlich mystisch wirkt. Diese Mystik wird am Anfang auch recht gut von Sanderson aufgegriffen. Es entwickeln sich von Anfang an drei Handlungsstränge: Der Handlungsstrang rund um den Prinzen Raoden, ein Handlungsstrang rund um die Prinzessin und künftige Ehefrau von Raoden, Sarene und zuletzt der Handlungsstrang von Hrathen, einem religiösen Führer. Alle drei beginnen voneinander getrennt und werden von Sanderson meisterlich im Laufe des Buches miteinander verwoben. Mir persönlich war der Handlungsstrang rund um Prinz Raoden grundsätzlich der Liebste. Denn die Geschichte rund um Prinzessin Sarene beginnt äußerst gekünstelt, sowohl teilweise vom Geschehen, als vor allen Dingen auch von der Sprache, wobei ich beim letzteren Punkt nicht sicher bin, ob es vielleicht nur an der Übersetzung lag. Leider ändert sich das erst ab der Mitte des Buches, was für mich einen großes Manko an diesem Buch darstellt. Denn bis zur Mitte des Buches, also ca. den ersten 400-500 Seiten, läuft alles etwas sehr träge voran. Erst ab einem gewissen Punkt zieht Sanderson das Geschehen an, es entwickelt sich rasend schnell und gipfelt in Spannung. Die Idee von Elantris und die Geschichte an sich sind eine fantastische Unterhaltung. Die Umsetzung hat mich jedoch nicht ganz von Sanderson überzeugen können. Es hat aber definitiv ausgereicht, um mich neugierig auf weitere Bücher dieses Autors zu machen. Fazit: Eine magische Geschichte mit ein paar nicht so magischen Lücken im Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Elantris" von Brandon Sanderson

    Elantris

    Albenkind

    10. January 2011 um 19:36

    Elantris. Eine mächtige alte Stadt, die ihren ehemaligen Glanz verloren hat. Und ein junger Prinz, der das Unmögliche versucht. Brandon Sanderson's Buch zieht jeden in seinen Bann und lässt den Alltag vergessen. Man taucht völlig in diese Geschichte mit seinem strahlenden Zauber ein und geniesst diese Auszeit. Zu Beginn muss man sich ein wenig rein knien, in das Buch, dafür wird es später nur noch besser! Es ist ein wirklich empfehlenswertes Buch voller alter, verstaubter Magie!

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