Brandon Sanderson Elantris

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Inhaltsangabe zu „Elantris“ von Brandon Sanderson

The novel that kicked off Brandon Sanderson's extraordinary career. (Quelle:'Flexibler Einband/25.07.2011')

Tolle Welt, nette Charaktere... aber spürbar eines von Sanderson früheren Werken.

— AnneNeuschwander
AnneNeuschwander

Einfach großartig! Das Lesen ist ein wahrer Hochgenuss.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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Einfach genial.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
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Einfach nur wow

— ZauberFeder
ZauberFeder

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    Elantris
    AnneNeuschwander

    AnneNeuschwander

    03. February 2017 um 17:40

    Brandon Sanderson, einer der aufsteigenden Sterne am Fantasy-Himmel. Schon lange stehen seine Werke auf meiner muss-ich-lesen Liste. Nicht nur, weil er als redegewandter Moderator einer der Meilensteine des bekannten Podcasts „Writing Excuses“ ist, sondern auch, weil alleine die Beschreibung seiner Bücher unheimlich neugierig macht.   Sandersons Genre ist die so genannte Epische Fantasy. Sprich, seine Romane spielen auf Welten, die mit unserer wenig gemein haben. Er hat eine besondere Ader zu politischen Intrigen und vielen Charakteren, ähnelt in diesen Aspekten also George R.R. Martin. Anders als in Martins „Das Lied von Eis und Feuer“ aber spielt in Sandersons Welten die Magie meist eine große Rolle. Eine seiner Stärken liegt nämlich darin, sich interessante magische Systeme auszudenken die sich sehr von den im Genre typischen Zauberspruch-lastigen Mystizismen  unterscheiden.   So auch in „Elantris“. Prinz Raoden, Thronfolger des Landes Arelon, muss zu seinem Schrecken feststellen, dass er über Nacht vom Shaod verflucht wurde. Der Shaod, das bedeutete vor zehn Jahren noch eine Art Segnung, und verwandelte Bauern und Edelleute zugleich in gottgleiche, magisch begabte Übermenschen die in ihrer Stadt Elantris über die Welt wachten.  Dann aber versagte die Magie des AonDor und stürzte die Elantrier ins Verderben. Seitdem werden die erbärmlichen, halb-lebendigen „Auserwählten“ nach Elantris verbannt um dort ihr Leben im Verfall zu fristen.  Auch Raoden ereilt dieses Schicksal. Er aber lässt sich davon nicht entmutigen, und zusammen mit seinem neuen Freund Galladon schmiedet er einen waghalsigen Plan um Elantris und seine Bewohner aus dem Elend zu ziehen.  Zeitgleich kommt seine Verlobte Sarene in Arelon an. Trotz dem vermeintlichen Tod ihres neuen Ehemannes nimmt sie sich des zerrütteten Landes an und versucht mit politischer List gegen die Intrigen des religiösen Fanatikers Hrathen anzugehen, der gekommen ist um Arelon zu bekehren – und zu unterwerfen. Brandon Sanderson kann man vieles vorwerfen – Ideenarmut allerdings nicht. „Elantris“ strotzt geradezu vor Einfällen. Besonders interessant ist das bereits erwähnte Magie-System. Ohne zu viel verraten zu wollen – Raoden bei seiner Rekonstruktion der nahezu verloren gegangenen Elantrischen Magie zu verfolgen ist ein bisschen so wie einem Archäologen über die Schulter zu schauen. Erst scheint nicht viel zu passieren, und dann werden die letzten Knochen freigelegt und man sieht das große Ganze. Und auch Sarene dabei zu begleiten wie sie nach und nach die Politik ihrer neuen Heimat auf den Kopf stellt um den Kampf ihres verlorenen Ehemannes weiterzuführen, macht Spaß. Aber es gibt durchaus auch Negativpunkte zu bemerken. Brandon Sandersons Erstlingswerk liest sich anfangs ein wenig wie ein Wörterbuch. Ob Religion, Land, magisches Symbol oder Charaktername, viele der verwendeten Namen ähneln sich so sehr, dass es anfangs schwer fällt alles auseinander zu halten.  Zusammen mit interessanten Figuren und einem verzwirbelten Plot voller Intrigen bietet „Elantris“ auf jeden Fall netten Lesestoff für alle Fans von kreativer Fantasy.

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  • Literarischer Genuss

    Elantris
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. November 2016 um 19:00

    »Elantris« mag vielleicht nicht Brandon Sandersons erster geschriebener Roman sein, aber der erste, der es 2005 in die Buchhandlungen schaffte. Auch nach über zehn Jahren verzaubert Elantris noch immer tausende Leser Sandersons und ist für viele einer seiner besten Romane. Mit der 10th Anniversary wird der stete Erfolg des Buches gewürdigt und wartet zur Feier mit einigen Neuheiten rund um Elantris auf.Elantris war einst die Stadt der Götter. Nun ist sie ein verfallenes Asylum für all die armen Seelen, die von der Shaod getroffen und zu Elantriern wurden. Es kann jeden treffen, egal ob armer Bauer oder wohlhabender Adeliger. Wo sie einst dank der Shaod zu Göttern wurden, sind sie seit dem Fall von Elantris nur mehr wandelnde Leichen, zu einem lebenden Tod verdammt. Für Prinz Raoden war die Shaod immer ein Ereignis, das immer nur »die anderen« betrifft – bis er selbst eines Morgens ahnungslos aufwacht und selbst ein Elantrier ist. Sarene, die Prinzessin des verbündeten Reiches Teod hätte ihn heiraten sollen, steht aber nun ob seines formalen »Todes« und durch den Verlobungsvertrag gebunden als Witwe da. Dennoch ist sie gewillt, weiter für Fortbestehen des Landes zu kämpfen. Denn König Iadon, ein einstiger Händler, der dank seines Reichtums nach dem Fall von Elantris an die Macht kam, ist ein miserabler Herrscher und das mächtige Kaiserreich Fjorden schickt seinen Abgesandten Hrathen, um die Bürger Arelons zu konvertieren und das Land zu erobern.Der Roman ist einfach großartig, mehr muss man im Prinzip nicht dazu sagen. Auch für alte Hasen, die den Roman bereits kennen, bietet die 10th Anniversary Edition noch einmal einige schöne Extras. Besonders hervorzuheben sind die Karten von Elantris und Umland sowie Opelon, die zur ursprünglichen Karte von Arelon hinzukamen. Der Text selbst ist der Alte geblieben, es gibt jedoch ein schönes neues Vorwort von Dan Wells sowie ein überarbeitetes Ars Acanum, das die Informationen zu den Aons zusammenfasst und ergänzt sowie diese selbst noch einmal abbildet. Außerdem schrieb Sanderson noch ein neues Nachwort mit einigen interessanten Details zur Verkaufsgeschichte des Romans. Außerdem gab er die Mad Prince Szenen im Anhang hinzu; Raoden hatte in einer der früheren Romanfassungen einen Bruder, welcher recht weit am Ende des Romans auftaucht und den Thron Arelons an sich reißen will. Sanderson hat schon Recht, wenn er sagt, dass der Roman ohne diese Szenen besser funktioniert. Dennoch war es spannend, auch einmal eine andere Version zu lesen, da Raodens Bruder nicht ganz so uninteressant wirkt. Vielleicht recycelt Sanderson diesen Charakter ja tatsächlich für einen anderen Roman? Das würde sicher nicht schaden. Ganz zum Schluss des Buches gibt es eine kleine Extraszene, die besonders für diejenigen Leser interessant ist, die sich bereits etwas tiefer mit dem Cosmere vertraut gemacht haben. An dieser Stelle sei nicht mehr dazu gesagt, da es sonst die schöne Überraschung vermiesen würde.Das Gesamtpacket, das die 10th Anniversary Edition liefert, ist klein aber fein. Nicht ganz so klein, aber ebenso fein ist auf jeden Fall der Inhalt des Romans selbst. Sanderson hat ein gutes Gespür für Dramatik und gewichtige Worte. Besonders das Ende des Romans und sein Anfang stechen da aus vielen tollen Szenen besonders hervor. Im Prolog, wenn man so will, wird beispielsweise über die Glorie der Elantrier gesprochen, wie sie als gnädige Götter über ganz Arelon herrschten und dem Land dank ihrer Magie Frieden und Wohlstand brachten. Das Kapitel endet mit den Worten: »Eternity ended ten years ago.«Auch der erste Satz des ersten Kapitels ist nicht weniger eine wahre Bombe: »Prince Raoden of Arelon awoke early that morning, completely unaware thad he had been damned for all eternity.« Und wenige Absätze später, als er nach Elantris geschickt wird: »The Elantris city gates boomed shut behind him with a shocking sound of finality.« Sätze, die einem die Gänsehaut den Rücken hinab jagt!Ganz, wie man es von Brandon Sanderson und besonders einem Cosmere-Roman aus seiner Feder erwartet, bietet er hier erneut ein kreatives und absolut faszinierendes Magiesystem, das der Leser gemeinsam mit Raoden entdeckt, denn dieser brennt darauf zu erfahren, warum die Shaod, die Verwandlung normaler Menschen zu Elantriern, nicht mehr richtig funktioniert. Er arbeitet sich dabei Stück für Stück durch die Mysterien der Dor, wie die Magie genannt wird, und der Aon, der Zeichen, durch die Dor wirken kann. Ganz wie der Leser wundert er sich, stellt Fragen und geht dem Mysterium auf die Spur, bis er schließlich das Geheimnis von Elantris entdeckt hat – auch wenn es da vielleicht schon zu spät ist.Man kann getrost von mustergültigen Charakteren sprechen. Ihre Ausarbeitung ist wunderbar gelungen, alle drei Hauptcharaktere, welche sich in steter Reihenfolge abwechseln, sprechen den Leser an. Besonders Hrathen, der bis kurz vor Schluss als Antagonist wirkt, wird spätestens da zu einem Sympathieträger, da es zu einem Wendepunkt in seiner Persönlichkeit kommt und er erkennt, wer vielleicht der wahre Feind ist. Dabei spielt sein, wenn man so will, Adjutant Dilaf eine wichtige Rolle, welcher bis dahin eher im Hintergrund blieb und für den Hrathen wenig Beachtung übrig hatte. Dass Dilaf gegen Ende eine so große Enthüllung bereithält, ist einfach großartig und liest sich unglaublich gut.Sanderson schafft es durch die Darstellung seiner Charaktere und die Art und Weise, wie sie die Welt sehen, selbst für sie überraschende Wendungen in ihrer Persönlichkeit herbeizuzaubern. Besonders Hrathen kann dabei begeistern, aber auch Raoden und Sarene sind dank der Art und Weise, wie sie denken und ihren Intellekt benutzen, Charaktere, denen man gern durch die Geschichte folgt. Es ist geradezu ein Hochgenuss, diese brillanten Geister arbeiten zu sehen.Ganz passend dazu bedeutet Raodens Name übrigens Geist beziehungsweise Essenz, und der ursprüngliche Titel des Romans, welcher sich noch im dritten Teil des Bandes erhielt, lautete »The Spirit of Elantris«. Das manifestiert sich in mehrfacher Hinsicht: Zum einen ist Raoden tatsächlich eine Art Geist, eine für die Außenwelt lange nicht genauer greifbare Instanz, da die Bevölkerung Elantris zu einem Tabuthema machte und Raoden vor Sarene verbirgt, wer er eigentlich ist. Er ist auch insofern der Geist von Elantris, als dass er den Elantriern wieder Hoffnung gibt und es ihnen ermöglicht, im Dreck der gefallenen Stadt eine wieder menschenwürdige Gesellschaft aufzubauen. Schlussendlich ist auch er es, der Elantris seine Seele wiedergibt.Liebhaber des Cosmere werden sich natürlich auch über Hoids klitzekleinen Gastauftritt freuen. (An dieser Stelle stellt sich die Frage, ob diese Rolle in irgendwann kommenden Fortsetzungen des Romans ausgebaut wird. Es wäre auf jeden Fall wünschenswert.)Der Roman funktioniert wunderbar als Einzelband, es ist jedoch bekannt, dass für die graue Zukunft Fortsetzungen geplant sind. Sanderson räumte am Ende der Handlung genug Platz dafür ein, indem er andeutete, dass es viele Wege zu geben scheint, Dor zu nutzen, nicht nur durch Aons. Das gilt es natürlich zu erkunden. Außerdem scheint Wyrn, der Herrscher Fjordens, noch nicht final besiegt, nur geschwächt. Auch hier kann noch viel erzählt werden. Es bleibt also spannend. Sicher ist auf jeden Fall: Ein Griff zu den Fortsetzungen ist ebenfalls ein Muss, da Sanderson einfach ein großartiger Autor ist.

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  • Rezension zu "Elantris" von Brandon Sanderson

    Elantris
    AndreaBottlinger

    AndreaBottlinger

    28. May 2008 um 07:26

    Im Mittelpunkt der Handlung steht die Stadt Elantris. Durch Magie erbaut war sie einst strahlend und schön, genau wie ihre Bewohner. Elantrier werden, konnte man über Nacht. Man wachte auf, hatte plötzlich weißes Haut, silbernes Haar und magische Kräfte. Und man wurde als Gott verehrt. Doch dann geschah eine Katastrophe, Elantris fiel, die Magie funktionierte nicht mehr und die Bewohner wurden zu wandelden Toten. Wer nun zum Elantrier wird, hat schwarze Flecken auf der Haut, ihm fallen die Haare aus und er wird stillschweigend von den Priestern in die zerfallenden Stadt gebracht. Eine Wache steht am Tor, damit niemand hinaus kann. Hier setzt die Geschichte ein. Sie wird aus der Sicht von drei Personen erzählt. Hrathen ist ein Hohepriester. Er hat drei Monate Zeit die gesamte Nation um Elantris zu seiner Religion zu bekehren. Nach Ablauf dieser Frist will sein Herr die Ungläubigen vernichten. Raoden ist der Sohn des Königs und Liebling des Volkes. Er erwacht eines Tages als Elantrier. Sein Vater lässt verbreiten, er wäre tot. Sarene ist eine Prinzessin aus dem benachbarten Königreich. Kein Mann wollte sie haben, da sie zu intelligent war, doch nun hätte sie Raoden heiraten sollen. Wenige Tage vor ihrer Hochtzeit erfährt sie, dass die Heirat zwar gültig, sie allerdings eine Witwe ist, bevor sie ihren Mann das erste Mal gesehen hat. Aus dieser Ausgangssituation entspinnen sich komplizierte politische Verwicklungen. Während Raoden versucht, den Grund für Elantris Fall herauszufinden, ist Sarene bemüht, Hrathen so viele Steine wie möglich in den Weg zu legen. Dazu kommt ein unfähiger König, der langsam aber sicher sein Land zu Grunde richtet. Auch hier kann die Prinzessin es nicht lassen, sich einzumischen. Wir haben hier also einen religiösen und einen politischen Konflikt und außerdem noch das Geheimnis um Elantris. Mehr Spannung geht kaum. Die Charaktere sind sehr lebendig und schön dargestellt. Selbst für Hrathen kann man im Lauf der Geschichte Sympathie empfinden. Ich hatte zwischendurch Schwierigkeiten, das Buch aus der Hand zu legen. Also: Lesen!

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