Brené Brown Laufen lernt man nur durch Hinfallen

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Inhaltsangabe zu „Laufen lernt man nur durch Hinfallen“ von Brené Brown

Wahre innere Stärke erwächst nicht aus Siegen, sondern aus Niederlagen: Gerade zu straucheln und hinzufallen, birgt die Chance für inneres Wachstum und weist uns den Weg zu Weisheit, Hoffnung und einem tieferen Lebenssinn.
Die US-amerikanische Starpsychologin Brené Brown erforscht seit vielen Jahren die Gesetzmäßigkeiten innerer Stärke. Anschaulich und anhand vieler Beispiele beschreibt sie den Entwicklungsprozess, der uns in Krisenzeiten positiv formt: Wir lernen, mit Scham umzugehen. Uns trotz widriger Umstände als wertvoll zu empfinden. Gehen das Wagnis ein, uns in unserer Verletzlichkeit zu zeigen. Entwickeln den Mut, uns über die eigenen Grenzen hinauszuwagen und unser Leben aktiv zu gestalten – und sind schließlich stärker als je zuvor.

Großartig. Wirklich - und überhaupt nich stereotyp. LESEN!LESEN!LESEN!

— Bri

Ein bemerkenswertes Buch, um sich selbst näher zu kommen & seine Außenwirkung auf eine liebevolle Herzensebene zu heben!

— FrauTinaMueller

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  • Die Heldenreise braucht den zweiten Akt - das Scheitern

    Laufen lernt man nur durch Hinfallen

    Bri

    15. September 2017 um 15:32

    Scham - ein Wort, das man selten tatsächlich verwendet, ein Gefühl, das jeder von uns kennt. Es prickelt im Gesicht, in den Fingerspitzen, in der Magengrube. Manchmal merkt man sofort, wie einem die Wangen rot anlaufen, es wird einem heiß und kalt, manchmal auch gleichzeitig. Ein äußerst unangenehmes Gefühl, weil es uns häufig kalt erwischt. Und wenn eine Emotion so aus dem Nichts kommt, dann schlägt man meist um sich, um sein Gesicht zu wahren. Angegriffen, verletzt, sich nicht genug fühlend sucht man die vermeintliche Schuld bei anderen, gesteht sich eigene Fehler nicht ein, tritt nicht kurz beiseite, um sich über das, was da eben passiert ist, klar zu werden und angemessen zu reagieren.Brené Brown ist Wissenschaftlerin und lehrt in Houston, Texas. Sie forscht seit Jahren über Scham und deren Ursprünge und Auswirkungen. Das erste Buch, das ich von ihr las, hat mich begeistert. Es hat mir Dinge aufgezeigt, die ich lange geahnt, aber nicht richtig benennen konnte. Als ich sah, dass nun ein neues Buch von ihr auf Deutsch erschienen ist, musste ich es haben. Bereits mit dem Anfang hatte sie mich wieder. Ihr Art zu schreiben ist die, die sie leben möchte: aus vollem Herzen. Und damit ehrlich, offen, mutig, nicht bewertend und vor allem empathisch. Der Spiegel, den sie ihren Lesern zur Identifizierung vorhält, sind Beispiele von Situationen, in denen sie selbst ihre Gefühle und damit ihre Geschichte auf den Prüfstand stellt. Das ist ungemein tröstlich und triggert gleichzeitig sehr viel an.Prinzipiell war oder bin ich der Meinung, mit meiner Familie Glück gehabt zu haben. Meine Eltern haben mich immer unterstützt, mir aber nicht alles aus dem Weg geräumt. Ich konnte also auf ein gewisses Maß an Selbstvertrauen zurückgreifen, wenn ich ein neues Projekt angegriffen habe und kam ich nicht so voran, wie geplant oder scheiterte gar, konnte ich meine Wunden jederzeit lecken, ohne mir anhören zu müssen, man hätte mir ja gleich gesagt, dass das so nicht funktionierte. Dennoch gibt es, wie ich im Laufe meines Lebens herausfinden musste, genügend blinde Flecken auf meiner emotionalen Landkarte. Ich bin jemand, der sich gerne korrekt verhält, Spielräume jedoch erkennt und zulässt. Bei mir selbst und anderen. Doch gewisse Dinge sind einfach ein NoGo. Sie haben allesamt mit Unehrlichkeit zu tun, damit dass jemand vorsätzlich hintergangen wird. Ungerechtigkeiten ertrage ich nicht, da gehe ich regelrecht in die Luft und das manchmal ungebremst. Da ich ansonsten eher besonnen bin, überrascht das nicht nur mich, sondern auch die Menschen, mit denen ich häufig zu tun habe. Scheitern ist eine Sache, die mir nicht so sehr Probleme macht. Klappt etwas nicht gleich, versuche ich es noch mal, vielleicht auf anderem Weg. Auch das lernt man, wie ich jetzt bestätigt bekam, am besten bereits als Kind. Durch Unterstützung und Aufforderung nicht gleich aufzugeben. Doch manchmal ist die Lösung eines Problems auch darin zu sehen, quasi aufzugeben, einen Schlussstrich unter eine Sache zu setzen.Zunächst konnte ich vieles, was Brené Brown in Laufen lernt man nur durch Hinfallen aufzeigt einfach abnicken. Es tat gut, es kam meiner Einstellung sehr nah. Viel Information im Buch und äußere Umstände im wahren Leben zwangen mich allerdings dazu, das Buch zur Seite zu legen. Einen durch Eigenbedarf der Vermieter bedingten und vollzogenen Umzug später, auf der Suche nach geeignetem Lesestoff, der sich zwar stapelt, aber trotzdem nicht anbot, griff ich wieder zu Browns Buch. Nahtlos schloss die Lektüre dort an, wo ich mein Lesezeichen hinterlassen hatte. Aber nicht nur von Scham und deren Auslösern spricht Brown, sondern auch davon, wie man diese Auslöser erkennt und den Emotionen, die sie in uns wecken, begegnen kann.Wichtig dabei ist, immer zu wissen: Es ist meine Geschichte, meine Emotion, die berechtigt ist. Wenn ich mich ihr aber vollkommen hingebe, dann tut mir das nicht gut.Doch genau für solche Situationen weiß Brown Rat. Durch viele Umfragen, auch durch Interviews und Gespräche mit Führungskräften, beleuchtet sie nicht nur das private Umfeld in Bezug auf Emotionen, sondern auch die zwischenmenschliche Komponente im beruflichen Bereich. Dabei ist ganz klar: Zwischenmenschlich wird es immer dann schwierig, wenn etwas nicht wie geplant durchzuführen ist. Dieses Scheitern doch noch in einen Erfolg umzuwandeln ist möglich, dazu muss man aber ehrlich mit sich und allen anderen Beteiligten umgehen. Und das heißt: Es geht nicht um Schuldzuweisungen. Hat man das einmal verinnerlicht, wird das Zusammenspiel deutlich einfacher, angenehmer und produktiver.Dabei hilft es laut Brown, davon auszugehen, dass alle Menschen immer im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Bestes geben. Ja, alle und immer. Auch wenn das Beste gefährlich sein kann. Auf dieses Beste zu reagieren - dafür gibt es immer verschiedene Möglichkeiten. Denkt mal drüber nach. Denn wenn man davon ausgeht, erleichtert man sich das Leben, indem man Groll und Ärger möglichst nicht mehr Überhand gewinnen lässt und empathisch und neugierig ist. Und trotzdem muss man seine Grenzen setzen, denn was für mich okay ist, mag es für andere nicht sein.Sprachlich sehr flüssig und mit lebensnahen Praxisbeispielen versehen, liest sich Laufen lernt man nur durch Hinfallen (im Original Rising Strong) trotzdem anders als die gängigen Bücher aus der Lebensberatungsecke. Es verzichtet auf Plattitüden und zeigt eine Autorin, die sich nicht scheut, auch ihre inneren Kämpfe zum Besten zu geben, ohne sich selbst in eine Opferrolle zu bringen. Lösungsorientiert wird ein Schema angeboten, dass sich auf jedwede Situation unseres Lebens anwenden lässt, die uns stolpern lässt. Das Aufstehen, wenn wir tatsächlich gefallen sind, wird so von Mal zu Mal einfacher. An das Ende des Buches hat Brown, neben einer Zusammenfassung der Schlüsselerkenntnisse und einer kurzen Theorie eines Lebens aus vollem Herzen, ein wunderschön verfasstes Manifest gestellt, das folgendermaßen beginnt: "Es gibt keine größere Bedrohung für die Kritiker, Zyniker und Angstmacher als jene unter uns, die riskieren zu fallen, weil sie gelernt haben, wieder aufzustehen."und so endet: "Uns zu zeigen ist unsere Macht. Geschichten sind unser Weg nach Hause. Die Wahrheit ist unser Lied. wir sind die Mutigen mit dem gebrochenen Herzen. Wir entwickeln uns zu innerer Stärke und stehen unerschrocken wieder auf."Laufen lernt man nur durch Hinfallen hat mich verändert. Im Bezug auf mich selbst, die ich auch Unangenehmes über mich entdeckt habe, im Bezug auf andere und im Bezug auf meine Reaktion auf das Verhalten anderer mir gegenüber. Ich bin noch lange nicht fertig, ich muss mich immer wieder verorten, aber dank dieses Buches, das einen festen Platz in meinem Regal hat, wird das nicht mehr so schwierig sein. Auch weil es okay und richtig ist, dass wir alle immer auf dem Weg sind, zu werden, wer wir sind. Vielleicht ist auch das die Antwort auf die Frage nach dem Sinn unseres Lebens. Wer weiß?Wer ein authentisches, ehrliches Leben aus vollem Herzen führen möchte, dem sei dieses wohltuende Buch wärmstens empfohlen - es erspart einem keine unangenehmen Gefühle oder Situationen, aber es hilft, mutig seine Emotionen zu zeigen und damit bei der Fortsetzung unserer Heldenreise, auf der wir alle sind und die wir auch einfach Leben nennen können. Denn egal, was wir tun, wichtig ist nicht, was irgendwer von uns denkt. Denn Kritik wird es von irgendeiner Seite immer geben. Also zeigen wir uns doch lieber, tun wir das, wohinter wir stehen, denn Fallen ist nicht schlimm, wir können ja wieder aufstehen..

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  • Laufen lernt man nur durch Hinfallen

    Laufen lernt man nur durch Hinfallen

    FrauTinaMueller

    14. August 2017 um 17:57

    Ich lese die Bücher von Brenè Brown sehr gerne. Ihr aktuelles Buch “Laufen lernt man nur durch Hinfallen” landete also sofort auf meinem STUB (Stapel ungelesener Bücher), aus dem ich intuitiv das für mich – je nach Tagesform und Gusto – Buch auswähle. Es geht um das Thema Innere Stärke. Brené Brown schreibt, dass nur derjenige wahrlich stark ist, der es auch gelernt hat, Schwäche zu zeigen. Denn wahre innere Stärke wächst aus Niederlagen und nicht aus Siegen, was ja auch der Buchtitel und das Cover mit den watschelnden Pinguinen bereits suggeriert. Und so schreibt sie weiter, dies weise uns den Pfad zu Weisheit, Hoffnung und einem tieferen Sinn des Lebens. “Wenn Menschen voll und ganz in ihrer Wahrheit stehen oder wenn jemand, der gefallen ist, wieder aufsteht und sagt: Verdammt. Das hat wirklich wehgetan, aber es ist mir wichtig, und ich probier es noch einmal, dann ist meine intuitive Reaktion: Was für eine Kämpfernatur! Es gibt so viele Menschen, die, statt ihre Verletzung zu fühlen, aus ihrer Verletzung heraus handeln oder, statt sich ihren Schmerz einzugestehen, anderen Schmerz zufügen. Statt zu riskieren, sich enttäuscht fühlen, entscheiden sie sich dafür, enttäuscht zu leben.” (Seite 27) Brené Brown hat hierzu einen Drei-Stufen-Programm entwickelt, das sich in allen Krisen und Streitigkeiten etc. anwenden lässt. Zu Beginn steht eine ehrliche Bestandsaufnahme auf dem Plan und zwar der emotionalen Reaktionen. Im nächsten Schritt entlarven wir versteckte Glaubenssätze, inneren Wahrheiten, Wahrnehmungen und sonstigen antrainierten oder uns von Bezugspersonen in der Kindheit abgeschauten Verhaltensweisen und Emotionen. Im letzten Schritt lernen wir nun, mutig voranzuschreiten und aufrichtig und ehrlich zu uns zu stehen. Nur so können wir unser Leben zu einem neuen Weg etc.  hin transformieren. “Eine der schlichten Weisheiten für ein Leben aus vollem Herzen lautet: Entweder du gehst in deine Geschichte hinein und übernimmst Verantwortung für deine Wahrheit, oder du bleibst draußen und kämpfst rastlos um deinen Selbstwert.” (Seite 79) Fazit: Ein bemerkenswertes und sehr empfehlenswertes Buch, um sich selbst näher zu kommen und seine Außenwirkung auf eine liebevolle Herzensebene zu heben. Liebe deinen Nächsten wie dich selbst und behandle andere wahrhaftig und authentisch, wie du auch behandelt werden möchtest – wertschätzend, liebe- und respektvoll! Ein tolles Buch!

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  • Laufen lernt man nur durch Hinfallen

    Laufen lernt man nur durch Hinfallen

    Kleine8310

    20. August 2016 um 23:34

    "Laufen lernt man nur durch Hinfallen" ist ein Ratgeber/Sachbuch der Autorin Brene Brown. In diesem Buch geht es um das Thema der Inneren Stärke. Was sie ist, wie sie entsteht und wie es gelingen kann sie zu erhalten und zu vergrößern. Ich denke, dass dieses Buch für jeden Menschen interessant und aufschlussreich seien kann, da Brene Brown sehr weitgefächert an die Thematik herangeht und man individuell schauen kann, was davon zu einem selbst passen würde.   Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen. Brene Brown schreibt flüssig und trotz Sachthemen nicht ansatzweise trocken oder gar langweilig. Ihre Ausführungen, Erklärungen und Beschreibungen liessen sich flüssig und interessant lesen. Dieses Buch ist in Elf verschiedene Kapitel plus den Anhang aufgeteilt und mir ist zuerst die liebevolle, bedachte Auswahl der Kapitelüberschriften aufgefallen. Unter "Die Physik der Verletzlichkeit" beispielsweise, geht die Autorin und Psychologin auf eine liebevolle und sensible Art an das Thema Verletzungen heran und sie macht deutlich, wie wichtig es ist selber mit sich, ebenfalls mitfühlend und verständnisvoll umzugehen. Das fand ich sehr schön und auch wirklich positiv. Dadurch wird dem Leser/ der Leserin nämlich schnell klar, dass es sich bei diesem Buch nicht um allgemeine "Ändere dein Leben - Lektüre" handelt.     Das Buch ist logisch aufgebaut, sodass man mit einer Bestandsaufnahme seines Lebens beginnt. Darauffolgend stößt man auf Kapitel die sich der Neubewertung widmen. Hier gab es für mich, schon beim Lesen, ein paar Aha - Momente und als ich später nochmal darüber nachgedacht habe, folgten noch mehr! Die Autorin berichtet von Begebenheiten aus ihrer eigenen Therapeutenpraxis und bezieht sich desweiteren aber auch auf Ergebnisse aus Studien und Erfahrungsberichte zum Thema der Inneren Stärke. Dieses ausgewogene Mischung hat mich komplett überzeugt.    Im Laufe des Buches gibt Brene Brown dem Leser/ der Leserin, aber nicht nur gute Anekdoten mit auf den Weg, sondern sie gibt auch Ratschläge und Tipps, wie man es selber schaffen kann durch ein verändertes Verhalten sich selbst gegenüber zu innerer Stärke zu kommen. Das Thema Neubewertung zieht sich wie ein hilfreicher, roter Faden durch das gesamte Buch! Positiv:  * flüssiger und angenehm zu lesender Schreibstil * interessante Umsetzung und Überlieferung des Themas * abwechslungsreiche Kapitel, die nicht nur eine Sichtweise beinhalten * es funktioniert wirklich!   Negativ:  * war für mich hier nichts, mich hat dieses Buch komplett überzeugt!   "Laufen lernt man durch Hinfallen" ist ein abwechslungsreicher und interessanter Ratgeber zu einem wichtigen und spannenden Thema, indem die Autorin gekonnt Fachliches, Studienergebnisse und eigene Erfahrungen miteinander verknüpft und mich so komplett überzeugen konnte!

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  • Wichtige Reflexion

    Laufen lernt man nur durch Hinfallen

    michael_lehmann-pape

    08. August 2016 um 14:16

    Wichtige ReflexionEigentlich liegt es offen vor aller Augen und ist vom Prinzip her ganz einfach. Wenn man sich Kindern betrachtet, die Laufen lernen, dann ist dies ein Prozess des immer wieder Angehens und Versuchens, des „Stützen“ suchen und, eben, des ständigen Hinfallens, bis das Kind die Balance auf zwei Beinen gefunden hat.Übertragen gesehen, und auch das entspricht der allgemeinen Lebenserfahrung, ist jedes Herangehen an Neues, Unbekanntes, noch nicht Antrainiertes oder Eingeübtes ein ähnlicher Vorgang. Behaftet mit Aneignen, Erproben, vielfachem Scheitern und dann sicherer werden in dem, was man da Neues lernt. Das allgemeine Bild der Gesellschaft aber sucht, offenkundig, wenn man die Medien verfolgt, den dynamischen, erfolgreichen, belastbaren, kompetenten, souveränen, schlanken, fitten und attraktiven Menschen. Als „fertiges Produkt“ zudem noch.Hier aus der Reihe Fallen, sich Blößen geben, hochkant Scheitern und „Hinfallen“, das löst Sorge aus, das möchte niemand so richtig, der ins Erwachsenenleben eingetreten ist.Beides zusammen nun aber geht nicht, Neues wagen und den Lernweg betreten (der zunächst mit Scheitern und Fehlern und Hinfallen gepflastert ist) und zugleich bereits kompetent und souverän zumindest erscheinen können. So mag es sein, dass sich eine Vielzahl von Menschen im Lauf des Lebens immer weniger Risiken aussetzen und immer mehr nur in dem Verbleiben, was sie meinen, zu können, in dem sie sich sicher fühlen.Echte innere Stärke, so wie Brown sie nachvollziehbar im Buch vor Augen führt, besteht aber nun gar nicht in jenem „Image“, das aktuell so hoch im Kurs steht, sondern eben aus der Kraft, Neues anzugehen, unbekanntes Gebiet zu betreten und das Hinfallen als Lernprozess und nicht als Blamage zu betrachten. Auch wenn das Buch natürlich für den je individuellen Leser geschrieben ist, hier fast Brown spürbar ein allgemeines, gesellschaftsbestimmendes Thema an. Die Frage nach individueller, innerer Stärke und der Sicherheit seiner selbst im Gegensatz zum „sich eingliedern“ in die allgemein vorgegebene Rahmenbedingungen und „auf Nummer sicher“ gehen im Rahmen der umgebenden Kulturgruppe.Hemdsärmelig, mit vielen praktischen Beispielen aus dem Leben zur Illustration versehen, hautnah in der Sprache, führt Brown dabei mit spürbarer Begeisterung auf diesen Weg zum „Erlernen des Ertragens von Niederlagen und des Weitermachens nach einem solchen Hinfallen“.„Ich glaube mittlerweile, dass wir alle uns in unserem Leben zeigen und gesehen werden willen. Das heißt, dass wir kämpfen und Niederlagen erleiden werden“.Was, recht verstanden, zur Kerneinsicht führt, die Brown dem ausgeprägten Individualismus unserer Tage entgegensetzt: „Wir begleiten uns alle gegenseitig nach Hause“.Der praktische Kern (der einfach klingt aber tatsächliche hohe Überwindung kostet und ins Risiko führt) dabei ist eben jene „Verletzlichkeit“, die Brown definiert als „die Bereitwilligkeit, sich zu zeigen und gesehen zu werden ohne das Ergebnis zu kennen“.Der einzige Weg zu mehr Freude und Liebe. Mit dem Nachteil, das Stolpern und Fallen unabtrennbar zu diesem Weg gehören werden (ebenso, wie wunderbare Ergebnisse und Erlebnisse, was man aber erst hinterher wissen wird).Mutig zu sein und sich nach draußen zu zeigen. Wie man wirklich ist und fühlt. Mit gewisser Bangigkeit, aber auch mit der Erkenntnis, dass nur das zu Beziehungen und Ereignissen führt, die wirklich der eigenen Person, wie sie ist, gelten, den Weg dazu legt Brown in diesem Buch humorvoll und sehr, sehr verständlich vor die Augen des Lesers. Und motiviert ungemein, dass „das Wagnis sich lohnt“.

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