Brené Brown Verletzlichkeit macht stark

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Inhaltsangabe zu „Verletzlichkeit macht stark“ von Brené Brown

In einer Welt, in der Versagensangst den meisten Menschen zur zweiten Natur geworden ist, erscheint Verletzlichkeit als gefährlich. Doch das Gegenteil ist der Fall: Brené Brown zeigt, Verletzlichkeit ist die Voraussetzung dafür, dass Liebe, Zugehörigkeit, Freude und Kreativität entstehen können. Unter ihrer behutsamen Anleitung entdecken wir die Kraft, die wir hinter unseren Schutzpanzern verborgen halten, und entwickeln den Mut, uns für das einzusetzen, was uns wirklich was bedeutet.

Sehr interessantes Thema. Ich finde das Buch sollte jeder Lehrer, jede Führungsperson und jede Erziehungskraft gelesen haben.

— Esmalovebooks

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    Verletzlichkeit macht stark

    Bri

    07. January 2014 um 19:19

    2013 war ein Jahr, das ich persönlich nicht als schrecklich oder katastrophal bezeichnen würde, aber dennoch war es ein anstrengendes und ungewöhnliches. Für mich selbst am erstaunlichsten war die offensichtliche Neuausrichtung bzw. Umorientierung vieler Menschen in meinem Umfeld. Extrem viele schöne Momente haben mir 2013 einen Energieschub verschafft, der mich auch in unangenehmen oder dunklen Momenten nicht wirklich verzweifeln lässt – Keeping the faith … Einher geht damit ein neues Gefühl größerer Freiheit, Freude und Verbundenheit – grundsätzlich notwendig nicht nur für mich, um ein authentisches Leben führen zu können. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb sprach mich ein Buchtipp der besonderen Art an, da sich die Autorin vor allem der Frage nach der Möglichkeit eines Lebens aus vollem Herzen – wie es so schön in einem meiner geliebten und viel zitierten Lieblingssongs von Bon Jovi heißt My heart is like an open highway – widmet. Aber keine Angst, wir driften hier nicht in die esoterische Ecke ab, der ich zwar nicht ganz abgeneigt bin, aber Brené Brown, die sympathische Autorin von Verletzlichkeit macht stark, ist in ihrem Metier höchst anerkannt und geht sehr professionell zu Werke. Sie ist Wissenschaftlerin – aus vollem Herzen und mit der Messlatte in der Hand, als sie sich auf die Suche nach dem Ursprung vieler Ängste und Probleme in unserer von der Kultur des Mangels geprägten Gesellschaft macht. Sie nimmt sich vor, ein Jahr für die Erforschung dieser Ursachen zu investieren. Aus diesem einen Jahr werden sechs. Die Ursache ist bald erkannt und benannt: Scham. Das Gefühl, nicht zu genügen, abgeschnitten zu sein vom Leben, keine Zugehörigkeit zu empfinden. Also etwas das wohl jeder und jede schon einmal in irgendeiner Art und Weise kennengelernt hat. Verhindern kann man ein solches Empfinden kaum, aber man kann sich dagegen wappnen. Auch das hat Brown herausgefunden und sich die Interviews mit den Menschen, die eine hohe Schamresilienz entwickelt haben – also Möglichkeiten gefunden haben, mit Situationen, die ein solches Gefühl hervorrufen, möglichst gut umzugehen – ganz genau analysiert. Für Menschen mit einer hohen Schamresilienz ist eines klar: sie sind verletzlich und nehmen diese Verletzlichkeit sehenden Auges an. Genau das ist es, was die Sozialforscherin mit der Messlatte aus der Bahn wirft. Verletzlichkeit ist ihr ein Gräuel. Sie erleidet nach ihren eigenen Aussagen einen Nervenzusammenbruch, sucht sich eine Therapeutin und knobelt ein Jahr an diesem Problem. In diesem Jahr zieht sie sich aus der Forschung zurück und kommt danach wieder, um weiter aus vollem Herzen über Scham, Verletzlichkeit und die Notwendigkeit, die Verletzlichkeit durch Selbstwertgefühl anzunehmen, zu forschen. Brené Browns Verletzlichkeit macht stark ist ein Buch, das aus vollem Herzen gelebt und geschrieben wurde. Ein wichtiges Buch, um Rollen in Beziehungen zu hinterfragen, Liebe und Mitgefühl in unser Leben zu bringen oder sie dort zu halten, Menschlichkeit einzufordern, egal ob im privaten oder beruflichen Bereich. Jeder fühlende Mensch, der authentisch leben möchte, ohne sich zu verbiegen, wird sich in diesem Buch mehr als einmal wiederfinden und dankbar sein, für die warme Anteilnahme, die sachliche und trotzdem nie kühle Darstellung und die menschliche Art, Forschungsergebnisse für das Leben zu übersetzen. Dankbar bin ich für diesen wahren Augenöffner, der immer sanft und einfühlsam mit dem Leser umgeht. Wege aufzeigt aus unangenehmen Situationen, keine Schuld zuweist, nie wertet, sondern nur annimmt. Als Mutter eines bald Fünfeinhalbjährigen, der frei und offen, ohne Ängste und nicht in einer zu klein werdenden Kiste aufwachsen soll, werde ich dieses Buch sicherlich immer wieder in die Hand nehmen, um meinen Standpunkt jeden Tag aufs neue auszurichten. Auszurichten auf ein Leben, das keine Sicherheiten geben kann, das man aber mit Sicherheit aus vollem Herzen besser lebt. Empfehlen will ich dieses wunderbare Buch jedem, ohne Ausnahme, denn es bereichert und plädiert auf allen Ebenen dafür, den Menschen einfach nur dadurch ihre Würde wiederzugeben, indem man sie erkennt und ihnen in die Augen sieht, wenn man mit ihnen spricht. Denn wir Menschen sind Beziehungswesen – und haben wir einen Tag, an dem wir „ … nicht die Energie oder Zeit dafür haben, sollten wir zu hause bleiben. ... " In diesem Sinne, lasst uns Ich-Du-Beziehungen schaffen und die Ich-Es-Beziehungen aufgeben und damit unsere Spiritualität erkennen und nähren. „ … Spiritualität kristallisierte sich als fundamentale Wegmarke beim Leben aus vollem Herzen heraus. Nicht Religiosität, sondern der tiefe Glaube, dass wir unauflöslich miteinander verbunden durch eine Kraft verbunden sind, die größer ist als wir selbst – eine Kraft, die auf Liebe und Mitgefühl gründet. (…) Ich glaube, uns unser Selbstwertgefühl anzueignen besteht darin, zu würdigen, dass wir heilige Wesen sind. Vielleicht geht es bei der Akzeptanz der Verletzlichkeit und der Überwindung der Selbstbetäubung letztlich darum, für unseren spirituellen Teil Sorge zu tragen und ihn zu nähren. ...“ Und jetzt nix wie los zum Buchhändler des Vertrauens ... wir sehen uns ... in die Augen!

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