Brenda Vantrease Die Schriftenhändlerin

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Inhaltsangabe zu „Die Schriftenhändlerin“ von Brenda Vantrease

Liebe und Verrat liegen gefährlich nah beieinander! Anna und ihr Großvater Finn fertigen in Prag Übersetzungen lateinischer Kirchenschriften an. Gotteslästerung! Die Schlinge der Inquisition zieht sich immer enger zu, und Anna muss fliehen. In Reims verbringt sie den Winter und verdingt sich als Schriftenhändlerin. Sie ahnt nicht, dass der junge Mann, in den sie sich verliebt, ein Spitzel ist-- und Priester-… Ein großer historischer Roman mit einer dramatischen Liebesgeschichte.

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  • Rezension zu "Die Schriftenhändlerin" von Brenda Vantrease

    Die Schriftenhändlerin

    Nini61

    26. April 2010 um 19:44

    Schön zu lesen, man hätte bisschen mehr Spannung rein bringen können, aber ansonsten durchaus zu empfehlen.

  • Rezension zu "Die Schriftenhändlerin" von Brenda Vantrease

    Die Schriftenhändlerin

    Miss_Lizzie

    11. September 2009 um 16:38

    Europa im 15. Jahrhundert: Der Buchillustrator Finn ist aus England geflüchtet und hat sich mit seiner Enkelin Anna in Prag niedergelassen. Gemeinsam illustrieren sie religiöse Texte und übersetzen heimlich die lateinische Bibel, was als ketzerisch gilt. Kurz vor seinem Tod bittet Finn daher Anna, Schutz beim befreundeten Sir John Oldcastle in England zu suchen. Die gefahrenvolle Reise führt Anna ins französische Reims, wo sie überwintert und weiterhin als Illustratorin arbeitet. . Zur gleichen Zeit wird der Ablasspriester Gabriel vom Erzbischof als Spion ausgesandt, der nach Ketzern Ausschau halten soll, die die Bibel ins Englische übersetzen. Als flämischer Händler VanCleve getarnt, begegnet er Anna in Reims auf dem Marktplatz und erteilt ihr einen Auftrag. Obwohl sich Gabriel verzweifelt gegen seine Gefühle wehrt, verliebt er sich in Anna, die dies erwidert. Der Priester steht im doppelten Konflikt, Anna belogen zu haben und sie verraten zu müssen. Unter einem Vorwand verlässt er schließlich das Land. . Anna setzt nach vergeblichem Warten ihre Reise nach England fort und wird von Sir John aufgenommen. Mittlerweile weiß sie, dass sie ein Kind von VanCleve erwartet. Als sich auch hier in England die Lage zuspitzt, kommt sie in einem Nonnenkloster unter, ohne zu wissen, dass die Äbtissin ihre Großmutter ist, von der Finn glaubte, sie sei verstorben. Hier begegnet sie auch Gabriel wieder und erkennt seine wahre Identität, während die Kirche sie als Ketzerin jagt ... Der Vorgänger-Roman "Der Illuminator" drehte sich vor allem um die Liebesgeschichte zwischen der verwitweten Lady Kathryn und dem Illustrator Finn, dem mitsamt seiner Tochter auf Kathryns Herrensitz Unterkunft gewährt wurde. Im vorliegenden Werk steht ihre gemeinsame Enkeltochter als junge Frau im Mittelpunkt. Der geschichtliche Hintergrund ist der gleiche geblieben, immer noch werden die Übersetzer der Bibel als Ketzer von der katholischen Kirche gejagt, immer noch müssen heimlich in die Volkssprache übertragene Schriften versteckt gehalten werden. Damals war Finn der Ketzer, der sein Leben aufs Spiel setzte, heute führt seine Enkelin dieses wagemutige Erbe fort. Für den Leser ist es einmal spannend zu verfolgen, wie sich Gabriel gegenüber Anna verhält, ob er sich für seine Gefühle entscheidet oder der Kirche loyal bleibt, aber auch, wann Anna von seiner wahren Identität erfährt. Immer wieder gibt es Momente, in denen sie ahnt, dass er etwas zu verbergen hat, doch es braucht lange, bis sie die Dimensionen begreift. . Wie schon im "Illuminator" gelingt es Brenda Vantrease überzeugend, die Liebesgeschichte vor kitschigen Schilderungen zu bewahren, was angesichts der klischeebehafteten Konstellation der verbotenen Liebe bzw. Priester und Geliebte nicht selbstverständlich ist. Anna ist ein glaubwürdiger und vor allem höchst sympathischer Charakter, eine starke junge Frau, die ihr Leben trotz erheblicher Widrigkeiten meistert. Ebenso fasziniert Gabriels Ringen zwischen seinem kirchlichen Gelübde, seinen Spionageabsichten und seinen Gefühlen für Anna. . Ein spannender Historienroman, der an die Ereignisse in "Der Illuminator" anschließt und in keiner Hinsicht hinter diesem Werk zurückbleibt. Lebhafte Schilderungen einer bewegten Epoche ergänzen sich mit interessanten Charakteren, sodass die kleinen Schwächen so gut wie gar nicht ins Gewicht fallen.

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