Brendan Behan Borstal Boy

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Inhaltsangabe zu „Borstal Boy“ von Brendan Behan

Er ist grob, tobt und flucht, und prügelt sich bei jeder Gelegenheit. Er, der "Paddy", ist ein zäher und freimütiger Junge unter Zuhältern, Dieben und Mördern. Und er ist gerade mal 16. Brendan Behan, einer der großen Dramatiker Irlands, schildert die spannende Geschichte seiner Jugend. Aufgewachsen in Dublin, geht er mit 15 zur IRA. Ein Jahr später schmuggelt er Sprengstoff nach Liverpool, wird entdeckt und zu drei Jahren Haft im Jugendgefängnis Borstal verurteilt. "Borstal Boy" ist die Geschichte einer Rebellion gegen Aufseher, Lehrer und bigotte Priester und zugleich ein bewegender Roman, voll überschäumender Phantasie und großem Sprachwitz, über einen Jungen, der meist von Irland träumt. Das ungewöhnliche Temperament eines Brendan Behan macht "Borstal Boy" zu einem immer wieder neu zu entdeckenden Klassiker.

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  • Ein Klassiker der Gefängnisliteratur

    Borstal Boy
    Stefan83

    Stefan83

    06. October 2011 um 18:24

    In die Riege der großen, über die Grenze ihres Landes bekannten irischen Autoren wie Joyce, Beckett oder Shaw hat es Brendan Behan nie so ganz schaffen können. Und das völlig zu unrecht, denn Behan, der in erster Linie als Dramatiker internationalen Ruhm erlangte, zeigt mit dem Roman "Borstal Boy" auch seine schriftstellerischen Qualitäten. Die zornige, autobiographische Schilderung des Lebens von "Paddy" (Spitzname der Iren in England) in einer englischen Besserungsanstalt gehört wohl mit zu dem Besten was die grüne Insel hervorgebracht hat. "Paddys" Geschichte ist natürlich die von Behan selbst, der 1939 in Liverpool wegen des Besitzes von Sprengstoff der IRA verhaftet worden war. Er bekam dafür drei Jahre in der Erziehungsanstalt Borstal, aufgebrummt, von denen er zwei absaß, bis er dann im Alter von achtzehn Jahren aus England ausgewiesen wurde. Erst siebzehn Jahre später schrieb er dann diesen Roman nieder, welcher nach so zäher Literatur wie der von Joyce durch ungeschönten Realismus, Wortwitz und Ironie beim Leser für vergnügliche Lesestunden sorgt. Behan selbst erscheint im Text als ein lebendes Puzzle aus Stolz, Angst, Einsamkeit und Aggression, der den englischen Imperialismus offen und zynisch kritisiert, ohne dabei jedoch in Polemik zu verfallen. In der Macho-Kultur des Gefängnisses weiß er durchaus seine Fäuste zu gebrauchen, schafft es aber auch mit seiner offenen Art Freundschaften zu Mithäftlingen zu schließen. Polizisten, Gefängniswärter, Freunde, Feinde und Priester - sie alle werden mit Respekt für ihre Eigenheiten gezeichnet, ohne das Behan mit der wahren Meinung hinter dem Berg hält. Und dennoch weiß man nie so recht, was real ist, was Fiktion. Fakt ist jedenfalls: All das, was der Autor, dessen Biographie schon wie Prosa klingt, hier beschreibt, könnte haargenau so passiert, denn es passt einfach. Behan erzählt in feinster, humorvoller Prosa, woraus letztendlich eine ausgezeichnete, bewegende und humorvolle Sozialgeschichte aus dem England der Zwischenkriegszeit entsteht, die heute völlig zurecht als Klassiker der Gefängnisliteratur gilt. Insgesamt ist "Borstal Boy" ein kantiges, knallhartes und doch tiefgründiges Buch über die Rebellion eines Jungen gegen seine Umwelt und eine der unterhaltsamsten Lektüren aus irischer Feder.

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  • Rezension zu "Borstal Boy" von Brendan Behan

    Borstal Boy
    septembra

    septembra

    18. September 2007 um 12:43

    herrlicher Humor zu einem ernsten Thema: der Ich-Erzähler sitzt als IRA-Häftling im Jugendknast