Brendan Kiely

 4.2 Sterne bei 10 Bewertungen
Autor von Aidan - Sünde. Lüge. Liebe. Mut., Nichts ist okay! und weiteren Büchern.
Brendan Kiely

Lebenslauf von Brendan Kiely

Brendan Kiely arbeitet als Lehrer an einer Schule in New York, wo er mit seiner Frau lebt. Kiely hat Creative Writing studiert und in verschiedenen Magzinen seine Arbeiten veröffentlicht. "Aidan – Sünde. Lüge. Liebe. Mut" ist sein Debütroman und gleichzeitig das erste Buch Kielys, das ins Deutsche übersetzt wurde. Mit Jason Reynolds zusammen veröffentlichte er außerdem 2016 "Nichts ist okay!: Zwei Seiten einer Geschichte". In dem 2017 erschienenen Roman "The Last True Love Story" erzählt Kiely die Geschichte von Teddy, der mit Hilfe seines Schwarms Corinna seinem Großvater den letzten Wunsch erfüllt, noch einmal die Kirche, in der er geheiratet hat, zu besuchen.

Alle Bücher von Brendan Kiely

Aidan - Sünde. Lüge. Liebe. Mut.

Aidan - Sünde. Lüge. Liebe. Mut.

 (5)
Erschienen am 13.08.2015
Nichts ist okay!

Nichts ist okay!

 (3)
Erschienen am 20.04.2018
The Last True Lovestory

The Last True Lovestory

 (1)
Erschienen am 25.08.2017
Elite

Elite

 (0)
Erschienen am 29.04.2019
Tradition

Tradition

 (1)
Erschienen am 01.05.2018
The Gospel of Winter

The Gospel of Winter

 (0)
Erschienen am 03.02.2015

Auf einen Spaziergang mit...

Brendan Kiely, der ursprünglich aus Boston stammt, und inzwischen mit seiner Frau in Greenwich Village in New York lebt, zählt zu den meist ausgezeichneten amerikanischen Jugendbuchautoren. Seine Bücher wurden in zehn Sprachen übersetzt und handeln, wie er selbst sagt, vom Reden und Zuhören. Der Autor, der für seine Bücher eigene Soundtracks aus zum Beispiel Arcade Fire (für "Aidan: Sünde. Lüge. Liebe. Mut.) und Bob Dylan (für "The Last True Lovestory") erstellt, hat mit uns über seine Vorlieben fürs Spazierengehen und Schokolade gesprochen und erste exklusive Einblicke in sein neuestes Jugendbuch "Tradition ...is not an excuse" gegeben, das im Mai in Amerika erscheint und hoffentlich bald darauf in Deutschland...

Hallo Brendan, was ist das schönste Feedback, das du von Lesern erhalten hast?

Ich schätze mich sehr glücklich, dass sich Menschen die Zeit nehmen, um meine Bücher zu lesen und darauf zu reagieren, daher sehe ich ihren Enthusiasmus, ihre Zeit und Energie nie als selbstverständlich an. Aber meine Oma sagte, nachdem sie mein erstes Buch gelesen hatte: "Brendan, dein Buch erinnert mich an Salomon, als er Gott um ein hörendes Herz bittet." Das ist, wonach ich in all meinen Büchern strebe, Geschichten, in denen es darum geht, zu lernen besser zuzuhören.

Wann kommen dir die besten Ideen?

Als ich High School Lehrer war, unterrichtete ich einen Kurs, der "Peripathetisches Schreiben" hieß. Ich nahm die Schüler mit auf Spaziergänge durch die Stadt, um Inspiration zu sammeln, nicht nur durch die Menschen und die Plätze um uns herum sondern auch durch den Akt des Laufens selbst. Ich liebe einen langen Spaziergang, egal wo. Die Ideen tauchen zwischen den Schritten auf.

Hast du ein Lieblingswort?

Jessie. Das ist der Name meiner Frau. Jedes Mal, wenn ich ihn sage, spüre ich, wie ein Lächeln aus meinem tiefsten Inneren emporsteigt.

Welchen anderen Job würdest du gerne für einen Tag ausüben?

Ich wäre liebend gerne für einen Tag ein Rennfahrer. Die Vorstellung, legal über 160 kmh fahren zu dürfen, klingt großartig!

Kannst du uns eine gute Serie empfehlen?

"The Leftovers" - Tom Peotta ist ein Genie! Und sowohl die dänische als auch amerikanische Version von "The Killing" (Dt.: "Kommissarin Lund - Das Verbrechen) sind so gut! Ach, und die dänisch-schwedische Serie "Die Brücke" - ich liebe sie total!

Welches Buch verschenkst du gerne?

Meine Frau und ich verschenken an alle neuen Eltern ein französisches Bilderbuch. Immer, wenn ich jemandem zum ersten Mal einen Roman schenke, starte ich mit Leif Engers "Ein wahres Wunder" - ich bin so neidisch, dass er das Buch geschrieben hat, es ist das eine Buch (ich denke, jeder Autor hat so eins), das ich wünschte geschrieben zu haben!

Wo sollten wir unbedingt einmal hinreisen und welches Buch sollte uns begleiten?

Ich denke, einer der spektakulärsten Orte der Welt (zumindest von dem, was ich gesehen habe) sind die Drakensberge in Süd Afrika. Ich würde gerne dorthin zurückkehren und noch tiefer in Martin Luther Kings Brief aus dem Gefängnis von Birmingham eintauchen und mir über die Geschichte Gedanken machen und das Jetzt, in dem wir leben, und das Ozeane und Meere überwindet.

Welches Tier wärst du?

Ein Delphin - na komm, das ist doch so lustig!

Gibt es etwas, was du gerne lernen würdest?

Ich würde gerne alte Sprachen lernen. Und ich habe mal von einer Theorie gehört, dass die frühen Menschen erst gelernt haben zu singen, ehe sie gelernt haben zu sprechen, indem sie Vögel imitierten. Was auch immer es war, das sie genau taten, ich würde es gerne lernen. Ich würde es gerne singen können.

Hast du eine heimliche Leidenschaft?

Gib mir alle Schokolade dieser Welt, wärme sie auf, und lass sie mich mit einer großen Holzkelle essen. Bitte!

Ein Satz über dein neues Buch:

Mein neuestes Buch wird bald in Deutschland erscheinen und heißt "Tradition": Ein Internat gespickt mit alten Jungs-Traditionen und exzessiven Ausschweifungen weigert sich einzusehen, wie gefährlich das Leben dort vor allem für junge Frauen sein kann, bis das leidenschaftliche und hartnäckige Mädchen Jules Devereux und der schuldbeladene Hockeystar Jamie Baxter, der ein Geheimnis mit sich herumträgt, eine ungleiche Freundschaft eingehen, um gegen die Schule aufzustehen und jeden, der vorgibt, dass alles okay ist, wenn es nicht so ist.

Zu guter Letzt: Welchen Buchcharakter würdest du gerne einmal treffen und was würdet ihr zusammen unternehmen?

Es gibt niemandem, den ich lieber treffen würde, als Esch aus Jesmyn Wards "Vor dem Sturm", und alles, was ich mir wünschte, wäre, mit ihr einen langen Spaziergang entlang der Mississippi Küste zu unternehmen und zu reden und zuzuhören, denn ihr Geist ist die schönste und innigst empfundende Welt, und ich würde es lieben, mehr Zeit mit ihm verbringen zu dürfen.

Neue Rezensionen zu Brendan Kiely

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Horizon_Sue_Jules_Argents avatar

Rezension zu "Nichts ist okay!" von Brendan Kiely

Nichts ist okay!
Horizon_Sue_Jules_Argentvor 5 Monaten

Dieses Buch erklärt, was Verantwortung bedeutet und macht klar, dass wir diese für viel mehr Dinge haben als uns klar ist. Es gibt dir das Gefühl, dass du mit "Ist ja nicht mein Problem" nicht mehr weiter kommst und löste bei mir den Wunsch aus aufzustehen für Menschen denen Ungerechtigkeit wiederfährt. Es zwang  mich dazu zu erkennen, dass wir alle manchmal Rassisten oder Sexisten sein können, dass wir nicht annähernd so gut und unschuldig sind wie wir es immer glauben und darstellen.
Aber dieses Werk ist nicht nur ein moralischer Zeigefinger sondern auch ein Wegweiser, der dir zeigt wie du was ändern kannst.

Drückt dieses Buch also jedem in die Hand, der meint die Diskriminierung von Ausländern, Flüchtlingen, Frauen, Homosexuellen und und und ginge ihn nichts an!

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Rezension zu "Nichts ist okay!" von Brendan Kiely

Großartiges Ende, aber schwacher Anfang - leider bin ich nicht vollständig überzeugt ...
thebookishnifflervor 10 Monaten





Meine Meinung:
Über die ernste Thematik, von der das Buch handelt, liest man gerade heutzutage immer wieder. Ich war ziemlich gespannt auf die Umsetzung - und war gerade zu Anfang eher enttäuscht.
Die Sprache ist sehr jugendlich, was sicherlich zum Alter der Protagonisten passt, aber dann doch etwas zu extrem für meinen Geschmack. Teilweise war ich sogar richtig genervt vom Schreibstil, weil es mir einfach schwerfiel, mich so richtig in die Geschichte hereinzudenken.


Im Fokus des Geschehens stehen die beiden Jungen Rashad und Quinn.
Rashad ist ein dunkelhäutiger Junge, der scheinbar ohne jeglichen Grund von einem weißen Polizisten brutal niedergeschlagen und verprügelt wird. Es war zwar schockierend für mich, das Ganze aus seiner Sicht zu lesen, allerdings konnte ich mich nicht besonders gut mit ihm identifizieren - das, was mit ihm geschieht, hat mich irgendwie mehr getroffen als er als Person selbst, versteht ihr, was ich meine?

Quinn, ein guter Freund der Familie des Polizisten, beobachtet das Geschehen und muss sich nun entscheiden: Soll er als Zeuge aussagen und sich damit auf die Seite von Rashad stellen, was bedeuten würde, dass er seinen besten Freund und dessen Familie verraten würde? Oder soll er Paul, den Polizisten, der schon immer so etwas wie ein großer Bruder für ihn war, unterstützen? Natürlich ist das eine extrem schwierige Entscheidung und diese Dilemmasituation verlangt Quinn so einiges ab. Langsam, aber sicher entfernt er sich von seinen Freunden und gerät unbeabsichtigt in Konflikte ... Was mich persönlich aber gestört hat, ist, dass er ganz lange gar nicht den Eindruck erweckt, als würde er versuchen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Obwohl er eine zentrale Rolle in dem stattfindenden Konflikt spielen könnte, verhält er sich eher passiv. Ich hätte mir viel mehr gewünscht, dass er sich mit dem Thema auseinandersetzt, anstatt vor den Problemen davonzulaufen, um einen für sich selbst geeigneten Standpunkt zu finden. Der innere Konflikt hätte meiner Meinung nach deutlich ausgeschmückt werden können, das hätte seinen Charakter lebendiger und vor allem auch authentischer erscheinen lassen.
Außerdem bin ich der Meinung, dass die Charaktergestaltung insgesamt zu viele Klischees vom „typischen" Amerika enthält. Allerdings entwickeln sich sowohl Rashad als auch Quinn im Laufe der Geschichte weiter, was ich nicht nur für sehr schön und begrüßenswert, sondern bei der Thematik auch für absolut notwendig halte.

Der Konflikt, den das Buch behandelt, ist nach langer Zeit noch immer brandaktuell. Im Zentrum dieses ganz speziellen Falls von Polizeigewalt gegenüber einem unbewaffneten, schwarzen Jugendlichen steht der Slogan „Rashad fehlt heute wieder!", der erst in der Schule, dann in der gesamten Stadt und schließlich auch in den landesweiten Medien für Aufruhr sorgt.
Auch als Leser bekommt man deutlich zu spüren, wie lebendig Rassismus auch heutzutage noch ist.

Vom Ende war ich wirklich positiv überrascht, besonders, da der Anfang ja eher schwach war. Die letzten Seiten jedoch machen das fast wieder wett - ich hatte tatsächlich eine Gänsehaut und war ziemlich beeindruckt. Außerdem wurde das Ende überraschend gut mit dem Anfang verknüpft, sodass letztendlich ein rundes Ganzes entsteht.

Fazit:
Der Jugendroman „Nichts ist okay!" zeigt bedauernswerterweise erst gegen Ende hin seine Stärken. Zunächst einmal fällt das Buch jedoch durch einen sehr jugendlichen Schreibstil auf, was sicherlich zum Alter der Protagonisten passt und überdies Geschmackssache ist, der mir persönlich aber einfach nicht zugesagt hat. Den Charakteren fehlt es meiner Meinung nach an Identifikationspotenzial, vor allem bei Quinn hätte ich mir gewünscht, dass er sich nicht so lange Zeit so passiv verhält, anstatt sich eine eigene Meinung zu bilden. Insgesamt lässt sich sagen, dass der Titel zwar eine Menge Potenzial besitzt, dieses jedoch nicht komplett ausgeschöpft wurde. Deshalb kann ich ihn leider auch nicht uneingeschränkt weiterempfehlen.
 


Vielen Dank an den dtv-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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UnendlicheGeschichtes avatar

Rezension zu "The Last True Lovestory" von Brendan Kiely

Rezension: "The Last True Love Story"
UnendlicheGeschichtevor einem Jahr

Inhalt
Der 17-jährige Teddy lebt in Los Angeles und ist viel alleine. Sein Vater ist vor einigen Jahren gestorben und seine Mutter stürzt sich seit dem voll in ihre Arbeit. Der Einzige, der immer für ihn da ist, ist sein Großvater Charlie. Doch Charlie hat Alzheimer und verliert nach und nach all seine Erinnerungen. Besonders die an Teddys Großmutter, Charlies geliebte Frau.
Darum beschließt Teddy eines Tages, seinen Großvater nach New York in seine frühere Heimat zu bringen, an den Ort, wo alle Erinnerung an seine Frau noch immer lebendig sind.
Mit dem Auto von Teddys Mutter und zusammen mit der jungen Straßenmusikerin Corinna, für die Teddy schon seit einiger Zeit eine Schwäche hat, machen sie sich schließlich auf die weite Reise quer durch das Land…

Meine Meinung
„The Last Love Story“ ist der zweite Roman von Brendan Kiely und hat mich total begeistert.

Das Cover ist einfach, aber wunderschön gestaltet. Es zeigt nur ein Auto und legt somit, genau, wie die Geschichte selbst, den Fokus voll auf die drei Protagonisten und ihre gemeinsame Reise.

Die Idee um Charlie, Teddy und Corinna, die zusammen einen Roadtrip machen, zieht einen direkt in ihren Bann. Man fiebert auf jedem Kilometer mit ihnen mit und hofft, dass sie es nach New York schaffen, ohne vorher aufgehalten zu werden.
Die drei sind ein Trio, wie es ungleicher nicht sein könnte und doch verbindet sie etwas. Jeder von ihnen verspricht sich von der Reise viel. Eine Veränderung für sein Leben. Auch wenn alle drei nach New York wollen, hat doch jeder ein persönliches Ziel, das nicht bloß ein Ort ist.

Teddy fühlt sich einsam. Er möchte mehr über seine Familie herausfinden und vor allem über seinen verstorbenen Vater. Corinna ist adoptiert und kommt mit ihren Adoptiveltern nicht gut klar. Sie leidet stark darunter, ihre wahren Wurzeln nicht zu kennen und möchte irgendwo in der Fremde ein neues Kapitel ihres Lebens aufschlagen. Und Charlie kämpft gegen das Vergessen. Er möchte raus aus seinem Pflegeheim und an den Ort kommen, wo er seiner Vergangenheit wieder nah sein kann.
Zwischen Corinna und Teddy entsteht eine zarte und leichte Liebesbeziehung, die ebenso romantisch, wie authentisch und echt wirkt und in einem passenden Gesamtverhältnis zum Rest der Handlung steht.

Viele Nebencharaktere gibt es in dieser Geschichte nicht und sie fehlen auch nicht. Es geht ausschließlich um die drei und darum, was sie auf ihrer abenteuerlichen Reise erleben und über das Leben lernen.

Die Handlung ist unaufgeregt, aber trotzdem mitreißend und fesselnd. Man lernt unglaublich viel über Träume, die Liebe, das Leben und über die Kraft der Gemeinschaft, ohne, dass die Weisheiten einfach plump aneinander gereiht sind. Die Geschichte ist eine Achterbahn der Gefühle. Manchmal ist man traurig oder von der Tiefsinnigkeit bewegt, dann wieder ist man von dem Freiheitsgefühl und der Wohlfühlatmosphäre angesteckt.
Das Thema „Alzheimer“ ist stets präsent und mit all seinen Facetten dargestellt. Trotzdem ist es nicht zu dominant.
Dadurch, dass Corinna Musikerin ist, ist die Musik ein unterhaltsamer Begleiter auf dem gesamten Roadtrip.

Das Ende ist vielleicht nicht so, wie man es erwartet oder erhofft und trotzdem ist man glücklich und zufrieden.

Die Sprache ist sehr angenehm zu lesen. Der Schreibstil ist locker und jugendlich-leicht.

Fazit
Insgesamt halte ich das Buch für absolut empfehlenswert. Die Geschichte um den verrückten Roadtrip ist für Leser jeden Alters geeignet. Sie macht Spaß, berührt und bietet auch nach dem Lesen noch einige Zeit Stoff zum Nachdenken!

Ich danke dem ONE-Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

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Zusätzliche Informationen

Brendan Kiely wurde am 02. Juli 1977 in Boston (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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