Brendan Simms

 3.7 Sterne bei 11 Bewertungen

Lebenslauf von Brendan Simms

Brendan Simms, geboren 1967, ist Professor für die Geschichte der internationalen Beziehungen an der Universität Cambridge. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Europas und die Geschichte Deutschlands im europäischen Kontext. Er ist Autor vielbeachteter Bücher, bei Pantheon erschien zuletzt »Der längste Nachmittag. 400 Deutsche, Napoleon und die Entscheidung von Waterloo« (2017).

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Hitler

Neu erschienen am 09.03.2020 als Hardcover bei DVA.

Alle Bücher von Brendan Simms

Cover des Buches Wir hätten gewarnt sein können (ISBN:9783421047984)

Wir hätten gewarnt sein können

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Erschienen am 25.04.2017
Cover des Buches Die Briten und Europa (ISBN:9783421048424)

Die Briten und Europa

 (4)
Erschienen am 25.03.2019
Cover des Buches Kampf um Vorherrschaft (ISBN:9783570553022)

Kampf um Vorherrschaft

 (2)
Erschienen am 25.04.2016
Cover des Buches Europa am Abgrund (ISBN:9783406691577)

Europa am Abgrund

 (1)
Erschienen am 18.07.2016
Cover des Buches Der längste Nachmittag (ISBN:9783570553657)

Der längste Nachmittag

 (1)
Erschienen am 04.09.2017
Cover des Buches Hitler (ISBN:9783421046642)

Hitler

 (0)
Erschienen am 09.03.2020
Cover des Buches Longest Afternoon (ISBN:9780241004609)

Longest Afternoon

 (0)
Erschienen am 30.09.2014
Cover des Buches Europe (ISBN:9780141037172)

Europe

 (0)
Erschienen am 24.04.2014

Neue Rezensionen zu Brendan Simms

Neu

Rezension zu "Die Briten und Europa" von Brendan Simms

montoner Ton, aber interessant
ban-aislingeachvor 6 Monaten

Das Sachbuch „die Briten und Europa“ wurde von Brendan Simms, Professor für Geschichte der internationalen Beziehungen an der Universität Cambridge. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Europa und die Geschichte Deutschland im europäischen Kontext. Das Buch ist am 25.03.2019 auf Deutsch im DVA Verlag erschienen und umfasst 400 Seiten.


Bei diesem Buch handelt es sich um ein sehr informatives, aber teilweise monotones Sachbuch, deshalb habe ich einen Punkt abgezogen. Dieses Buch ist nicht wie ich es ursprünglich aus einer Wechselsichte geschrieben, sondern aus der Sicht der Briten. Es fängt ganz früh an mit den ersten Kontakte, welche England mit Europa hatte. Da ich schon einiges aus der Schulzeit hatte und ich ein Jahr auf einer Schule war die den Schwerpunkt auf die Geschichte der Briten und der Amerikaner lag, wusste ich in den ersten Kapitel schon fast alles. Für jemanden der mehr über die Geschichte England und die Verbindung mit dem Kontinent wissen möchte, wird jedoch die ersten Kapitel mögen.


Mein Interesse an dem Buch wuchs erst in den letzten Kapitel. Sehr interessiert fand ich die Geschichte mit der EU. Ich wusste gar nicht, dass die Briten so oft gescheitert sind bei dem Versuch ein Mitglied der EU zu werden. Interessiert fand ich auch den Plan von Blair und welche Hoffnung man auf den alten Kontinent lag. Erschrocken hat mich jedoch die Sicht auf uns Deutsche, obwohl ich es verstehen kann und spielegt nicht meine Erfahrungen mit. Es ist wirklich traurig zu lesen wie es zum Brexit kam und wie es dazu kam dass die Briten uns verlassen. Seine Sicht gegen Ende kann ich jedoch nicht glauben. Wenn es einen harten Brexit geben wird, bin ich mir nicht sicher ob Großbritannien überleben wird oder ob sich Schottland und Nordirland nicht abtrennen werden. Klasse fand ich jedoch auch, dass er darüber berichtet hat, denn ich wusste gar nicht, dass es mehr als nur ein paar einzelne Nordiren gibt die sich eine vereinte Insel wünschen.


Ich kann das Buch sehr gerne empfehlen.

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Rezension zu "Die Briten und Europa" von Brendan Simms

„Die spinnen die Briten“ – (Gallierurteil mit Flügelhelm ohne genaue Kenntnis der Faktenlage)
thursdaynextvor 10 Monaten

Früher, als es noch die guten Bände der Meister Goscinny & Morris gab, sind Asterix und sein dicker Kumpel Obelix viel rumgekommen – ihr Weltbild wurde trotzdem von ihrem kleinen unbeugsamen gallischen Dorf geprägt. Dieses musste als Vergleich herhalten, fremde Sitten und Gebräuche sich daran messen lassen. Für die meisten Menschen auf der Erde hat sich an dieser Betrachtungsweise der Welt wohl bis heute nichts geändert. Ob sie aus monetären Gründen nicht verreisen, es nicht wünschen, oder wenn sie reisen ihre (Pauschal) Urlaube so gestalten, dass sie ebensogut daheim hätten bleiben können.

Gegen den unangenehmen Nationalismus, der sich zusehends erneut auf unserem Planeten breitmacht, scheint das Reisen nicht zu helfen. Eine knappe Mehrheit jener Briten die wählen durften, konnten und es tatsächlich auch taten, waren der Ansicht, dass Großbritannien sich aus der EU verabschieden solle. So lag es nahe, einen tieferen Blick auf das Volk der Briten und seine mittlerweile sehr gespaltene Haltung zu Europa zu werfen. Einen, der die Beziehung Inselreich und Resteuropa von Beginn an verfolgt. Unglücklicherweise ist Brendan Simms „Die Briten und Europa“ so tiefgehend und übervoll mit Informationen und fernab jeglichen eben den Briten zugeschriebenen Humors, dass es sich zu meinem persönlichen Einschlafbeschleunigungsbuch manifestierte. Stilistisch ist es, auch für ein Sachbuch einfach nur monoton. Mein Grund es zu lesen, war ein tieferes Eintauchen in die britische Psyche via Geschichte und das liefert Brendan Simms durchaus. Allerdings zog sich das Lesen, obwohl ich wirklich schnell lese, fast so lange hin, wie der EU-Austrittsversuch der britischen Regierung. Seine, wie der Autor im Vorwort extra betont, subjektive Interpretation der politischen Vorgehensweise der Engländer ist eine Aufzählung des adeligen diplomatischen Who is Who der britischen Politik und ihrer Intentionen, sehr gut belegt durch immens viele Quellenangaben, nichtsdestotrotz tendenziös, insoweit der Autor seine Sicht damit fortwährend untermauert. Nun gut, er warnte ja vor. Dennoch hinterfrage ich schon angesichts dieser immensen Anzahl von Fakten die er präsentiert, ob das alles nicht auch völlig anders interpretiert werden könnte. Geschichte nachzuerzählen ist Auslegungssache, beginnend damit, welche Quellen herangezogen  und wie sie interpretiert werden. Ein weites Feld. Fakt ist wohl, die Briten waren, wievermutlich die meisten anderen Völker in Europa, schon immer diplomatisch rührig, gerne auch bewaffnet und kriegerisch nachdrücklich und haben versucht, dass, wovon sie glauben es wäre das Beste für ihr Land durchzusetzen. Siehe Margaret Thatcher die „ihr“ Geld zurück verlangte. Es ist unbestreitbar interessant, was man in diesem Buch alles erfährt, auch wenn man nicht immer einer Meinung mit dem Autor ist, doch es ist harte Arbeit an diese Inhalte zu gelangen. Brendan Simms erzählt gehaltvoll bräsig. Beginnend bei Alfred dem Großen der die Vereinigung der englischen Kleinkönigreiche bis zum Jahr 1000 fast abgeschlossen hatte. Englands aristokratische Kultur, den Kodex der Ritterlichkeit, Turniere und Troubadoure haben sich die damaligen Feudalherren bei den Franzosen abgeschaut. Auch ein Teil der Rechtsvorschriften wurde aus Frankreich entlehnt. Der Adel wechselte problemlos über den Kanal, da hier wie dort Französisch gesprochen wurde. Einzigartig wurde England durch die Magna Charta, jenen Rechtsgedanken der besagt, dass die Freiheit der Untertanen (zumindest theoretisch) über der Königsmacht stünde. Das Parlament und die beeindruckende Fähigkeit zur Steuererhebung (nicht zu vergessen die daran hängende Bürokratie), um die Kriege der Könige zu finanzieren. Diese Errungenschaften sind bemerkenswert weil sie eine lange Liste an Folgen die Großbritannien geprägt haben mit sich brachten. Ziel der Engländer war es zuallerst eine Invasion zu verhindern indem sie alle Scharmützel und Querelen auf dem Kontinent abfingen und austrugen. Churchill schrieb 1930 „Wir sind bei Europa, aber nicht in ihm.Wir sind verbunden, aber nicht eins.“ Ihm schwebte vor,  eine Art Vereinigte Staaten von Europa aufzubauen, dabei außen vor zu bleiben als „Freunde und Förderer des neuen Europa“, zusammen mit dem „mächtigen Amerika“ und dem britischen Commonwealth zu werden. Sicher waren nicht die Briten allein die treibende Kraft hinter der europäischen Union, ihr Interesse daran jedoch groß. Als Schmankerl gab es noch die Auseinandersetzungen mit Ägypten um die Verstaatlichung des Suezkanals etliche Jahre davor, bei der Großbritannien und Frankreich sich dem Druck der öffentlichen Meinung und besonders dem des US-Präsidenten Eisenhower beugten. Besonders interessant wird das Buch gegen Ende, wenn es um die Schaffung der EU geht, hier waren die Meinungen nie ganz so klar wie damals unter Churchill. Es wurde erbittert debattiert und es war ein langer Weg. Ganz überzeugt waren die Briten wohl noch nie von der EU. So liest es sich zumindest auf den letzten Seiten. Wie es weitergeht mit Großbritannien wird sicher interessant. Bei interessant muss ich immer an den chinesischen Fluch denken, der dem unangenehmen Gegenüber wünscht, es möge „in interessanten Zeiten“ leben. Der großartige John Lanchaster hat in „Die Mauer“ den Brexit samt Klimawandel schon weitergedacht.  Wollen wir hoffen es kommen langweilige Zeiten und vor allem friedliche auf Großbritannien und den Rest der Welt zu.

John Cleese scheint das nicht zu denken. Er verlässt das Land um in ihm  besser erscheinende Gefilde zu entfleuchen.

Fazit oder Kurzfassung für Eilige:

Autor Simms hat hier ein akribisch mit Quellen ausgestattes Werk vorgelegt, das sehr informativ und erhellend ist, die Historie aber erheblich subjektiv auf Großbritannien verengt betrachtet. Mir fehlte ein wenig die „andere Seite“. Er interpretiert Fakten und zeichnet so ein Bild das nicht unbedingt „rund“ ist. Auch hatte ich erwartet, mehr über die Kultur, Traditionen und Eigenheiten der Briten zu erfahren, eine soziologisch erweiterte Perspektive. Was treibt die Bewohner dieser Insel an, gibt es so etwas wie historisch begründetes allgemeines Volksgedächtnis? Was bringt sie dazu sich ein kostenintensives, völlig überholtes Königshaus zu halten, obwohl es doch gar nicht nötig wäre? Der Einblick in die englische Seele blieb mir verwehrt, hier wären ein Shakespeare, ein Dickens, Huxley oder andere Briten wohl die aussagekräftigeren Quellen und die unterhaltsamere Wahl für die Besonderheiten der Bevölkerung. Doch es lohnt sich Brendan Simms Darlegung zu lesen, den wunderbaren britischen Humor darf man in dieser Auferzählung jedoch nicht erwarten. Die Briten (gemeint ist die Regierung … wobei, wenn ich es mir recht überlege …) spinnen übrigens keineswegs, sie suchen nur, wie alle Nationen ihren persönlichen Vorteil in einer extrem angespannten Weltlage wie wir sie schon lange nicht mehr hatten.



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K

Rezension zu "Wir hätten gewarnt sein können" von Brendan Simms

Zusammenstellung bisheriger Aussagen Trumps.
kvelvor 3 Jahren

Inhalt (gemäß Umschlaginnenseite):
„Die europäischen Politiker irren sich, was die Tiefe seiner Überzeugungen angeht. Nachdem er die NATO für 'obsolet' erklärt und gedroht hatte, Strafzölle auf ausländische Autos zu erheben, sagte Frank-Walter Steinmeier, der gerade an einem EU-Außenministertreffen teilnahm, die Äußerungen hätten bei seinen Kollegen für 'Verwunderung und Aufregung' gesorgt. Aber Trump hatte diese Dinge nicht nur schon im Wahlkampf von 2016, sondern, wie in diesem Buch gezeigt, bereits in zahlreichen Interviews in den letzten drei Jahrzehnten gesagt. Gewiss haben weltbewegende Ereignisse bisherige Präsidenten dazu gebracht, ihre Positionen zu ändern. George W. Bush zum Beispiel lehnte, als er Anfang 2001 sein Amt antrat, das Nationbuilding ab und erklärte seine Absicht, amerikanische Truppen möglichst nicht in Regionalkonflikte zu entsenden. Doch nach den beispiellosen Terroranschlägen vom 11. September 2001 änderten er und seine Regierung ihre außenpolitischen Prioritäten von Grund auf. Es könnte sein, dass unvorhergesehene Ereignisse in den nächsten vier Jahren selbst die plausibelsten Voraussagen hinfällig machen. Niemand kann die Zukunft sicher voraussagen. Dennoch ist klar, dass Trump mit einer Weltsicht ins Weiße Haus eingezogen ist, die er in den letzten drei Jahrzehnten ständig vorgetragen und relativ beständig in zahllosen Äußerungen formuliert hat. Man sage nicht, dass er uns nicht gewarnt hat.“


Meine Meinung:

Die Autoren haben die bisherigen Verlautbarungen von Donald Trump zusammengetragen und nach den immer gleichen Aussagen analysiert, die er in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit / bei Interviews von sich gegeben hat.
Sie stellen seine Aussagen jeweils in den Zeitzusammenhang und den breiteren politischen Hintergrund.
Das ein oder andere Mal wurde auch die menschliche Seite Trumps mitgeschildert.

Trumps einzelne Kernaussagen bzw. Sammelthesen möchte ich hier nicht näher wiedergeben, da sonst zu viel aus dem Inhalt des Buches verraten wäre.

Hier dennoch einige interessante Auszüge:

„... was große strategische Herausforderungen angeht, wird er weder auf Experten noch auf Parteigrößen hören.“ (S. 119)

„Seine Entscheidung, die Geheimdienst-Briefings des Präsidenten nicht mehr täglich, wie es bisher üblich war, sondern wöchentlich entgegenzunehmen … offenbart, dass seine Weltanschauung ziemlich feststeht und sich kaum ändern wird“ (S. 123)


Fazit: Interessantes kleines Büchlein.


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