Brendan Simms Kampf um Vorherrschaft

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Inhaltsangabe zu „Kampf um Vorherrschaft“ von Brendan Simms

500 Jahre Machtkämpfe um die Mitte Europas In einem großen, umfassenden Wurf erzählt Brendan Simms die Geschichte Europas seit dem 15. Jahrhundert. Er beschreibt sie als Geschichte ständig wechselnder Machtverhältnisse und Rivalitäten, des Kampfs der großen und kleinen europäischen Länder um Einfluss sowie der Begehrlichkeiten entfernterer Mächte wie des Osmanischen Reiches oder der USA – vor allem aber schildert er sie als Geschichte der Auseinandersetzung um die Mitte des Kontinents, vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation bis zum wiedervereinigten Deutschland.

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  • Das Ringen um die Macht in der Mitte Europas

    Kampf um Vorherrschaft
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    01. October 2014 um 15:03

    Das Ringen um die Macht in der Mitte Europas Seit dem späten Mittelalter (und eigentlich schon vorher seit den Zeiten Karls des Großen, da nur in kleinerem Maßstab), ist der Boden der Mitte Europas getränkt vom Blut der Schlachten, der Eroberungs- und Verteidigungskriege, der Kriege um die Vorherrschaft der Religionen wie der Nationen. Und um die „Mitte“. Über hunderte von Jahren das „Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ in seiner vielfältigen Gestalt. Sei es zu Zeiten der Kleinstaaten, der Fürstenresidenzen, sei es zu Zeiten Preußens und Habsburgs, sei es zu Zeiten Napoleons und der deutsch-französischen Kriege, sei es im Rahmen des Hundertjährigen Krieges oder anderer Religionskriege. Immer war diese geographische Landschaft zwischen Süden und Norden und Osten Europas Mittelpunkt der kriegerischen Auseinandersetzungen. Eine blutreiche Geschichte, die von vielfach wechselnden Machtverhältnissen kündet, von Koalitionen und Koalitionswechseln, vor allem aber von der Suche nach Macht, Einfluss, Vorherrschaft, religiöser Einheit, Vernichtung der Konkurrenten bis hin zu den Bürgerkriegszuständen des Dreißigjährigen Krieges. Anders als vielleicht erwartet (und zumeist gewohnt) folgt Simms bei seiner Darstellung zwar einer chronologischen Reihenfolge (1453-1648; 1649-1755; 1756-1813; 1814-1866; 1867-1916; 1917-1944; 1945-1973; 1974-2011) , die in weiten Teilen durch das jeweilige „Ende einer Epoche“ sich kennzeichnen (warum der Hauptteil der „Teilungen“ nur bis 1973 reicht, ergibt sich dabei aus dem übergeordneten Interesse Simms). Ansonsten aber wird die Orientierung im Buch zu konkreten historischen Ereignissen (Protestantismus, napoleonische Kriege, Hundertjähriger Krieg etc.) zunächst nicht leicht gemacht. In acht großen Teilen spürt Simms der kriegerischen Geschichte in der Mitte Europas nach und fasst diese in große Abschnitte zusammen, die durch Themen und weniger durch konkrete geschichtliche Daten und chronologische Abläufe zusammengehalten werden. Der Sinn dieses Vorgehens (das den Leser zwingt, durchgehend zu lesen, indem es eben keine Hinweise auf vielleicht konkret und besonders interessierende Einzelereignisse „einfach so“ ermöglicht), liegt in der Entwicklungslinie, die Simms überzeugend und profunde argumentierend im Buch aufzeigt. Von den „Reichen“ über „Sukzessionen“ zu „Revolutionen“, von den darauffolgenden „Emanzipationen“ und „Vereinigungen“ führt der Weg zur Entwicklung von „Utopien“ und doch wieder „Teilungen“ (der bisher letzte Abschnitt „alten imperialen Denkens“), bis die Geschichte in die moderne Form der Demokratie und der, zumindest im Westen Europas stark werdenden, Verflechtungen und Kooperationen eintritt. Eine Gesamtentwicklung, die Simms pointiert in ihren einzelnen Etappen als fast folgerichtig zu verstehen darstellt und aus dieser Folgerichtigkeit der Vergangenheit es auf solch betrachteter (und im Buch gesicherter) Grundlage hin für die Zukunft quasi „logisch“ fortschreibt. Eine Föderation ist jene Staats-, Vereinigungs- und Lebensform, die Simms in seiner Argumentation nicht nur propagiert, sondern deren baldige Entfaltung eher als logischen Fortgang der Geschichte Mitteleuropas hin setzt. Konkret benennt Simms am Ende seiner vielfältigen und detailreichen Betrachtungen des „Kampfes um die Vorherrschaft“ die wichtige Fortentwicklung zur einbindenden Kooperation und benennt ebenso konkret die Problemfelder, noch zu entwickelnden Kompetenzen und die wichtigen und herausragenden Kräfte (Nationen) für eine solche Föderation. „Das folgende Werk ist keine Geschichte Deutschlands, sondern eine deutsche Geschichte Europas“. So gilt auch für die Gegenwart, was für diese gesamten Jahrhunderte galt: In Deutschland liegt der Schwerpunkt der Möglichkeiten, der Chancen, aber auch der Risiken. In der Außenpolitik werden die Weichen für die innere Entwicklung Europas gesetzt (damals wie heute) und die „deutsche Frage“ hat nichts von ihrer Bedeutung verloren, wenn auch, zum Glück, sich die “Mittel der Kommunikation“ (Waffengewalt) genauso entscheidend verändert haben, wie die Haltung der beteiligten Staaten untereinander. Deutlich allerdings muss sein, dass eine solche umfassende Berücksichtigung vielfacher historischer Ereignisse durch Jahrhunderte hinweg eine eher allgemeine Darstellung nach sich zieht. Lexikalisch handelt Simms die Themen der Geschichte ab (oft nicht mit starker Ausdifferenzierung) und ordnet diese im Ergebnis in seine Grundthesen der zentralen Bedeutung Deutschlands ein. Eine somit eher breite, weniger in die Tiefe reichende Darstellung der konkreten Geschichte Europas im Gesamten und der Deutschlands in diesem Europa im Speziellen. Dennoch mit klaren Thesen und einem argumentativ bedenkenswerten Ausblick auf die Folgen in mittelfristiger Zukunft, die sich als „Linie“ aus den „Themen des Kampfes um die Vorherrschaft“ ableiten lassen.

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