Brennan Manning , Greg Garrett Verlorener Sohn: Roman

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Inhaltsangabe zu „Verlorener Sohn: Roman“ von Brennan Manning

Er ist der Starprediger: Pastor Jack Chisholm. Gründer einer Megagemeinde. Star auf zahlreichen Fernsehkanälen. Bestsellerautor. Ein Mann, der es ganz nach oben geschafft hat. Aber dann gerät er in eine Falle und bald sieht sich Jack öffentlich konfrontiert mit der anderen Seite seiner selbst. Seine glänzende Fassade ist dahin und Jack beginnt eine Flucht vor sich selbst. Am tiefsten Punkt steht sein Vater vor der Tür und holt ihn nach Hause. Langsam versteht Jack - es geht nicht darum, sich anzustrengen, um vor Gott besser dazustehen - sondern aus seiner Gnade zu leben. Eine tief berührende Geschichte mit autobiografischen Zügen über Gottes Liebe, die niemals jemanden aufgibt.

Ich bin zwiegespalten - der Roman ist sehr gut geschrieben, aber ich hatte doch mehr erwartet.

— cho-ice
cho-ice

Erinnert vom Schreibstil an Chris Fabrys "Mehr als mein Herz". Ein Buch über Vergebung und eine 2. Chance.

— Smilla507
Smilla507
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  • Ich bin gekommen, um dich nach Hause zu holen

    Verlorener Sohn: Roman
    LEXI

    LEXI

    31. May 2015 um 17:34

    „Ich bin gekommen, um dich nach Hause zu holen“. Mit diesen schlichten Worten überwindet Tom Chisholm eine Barriere und eine zehn Jahre anhaltende Entfremdung zwischen ihm und seinem Sohn Jack. Jack Chisholm, Hauptpastor in der Grace Cathedral in Seattle, charismatischer Fernsehstar und Bestsellerautor, als „Herzenspastor“ titulierter Liebling der Medien, ist ganz oben auf der Karriereleiter. Durch einen Seitensprung unter starkem Alkoholeinfluss mit seiner verführerischen Assistentin stürzt er sehr tief und verliert alles, was ihm etwas bedeutet hatte. Seine Gemeinde feuerte ihn, seine Frau Tracy verlässt ihn mit der gemeinsamen neunjährigen Tochter Alison, und die Presse stürzt sich regelrecht auf den Fehltritt des Starpredigers. Jack kehrt in seine Heimatstadt Mayfield in Texas zurück und alles, was er möchte, ist eine neue Chance für seine Familie. Ob Jack diese zweite Chance bekommen wird? Das Thema des Verlorenen Sohns aus der Bibel wurde durch Brennan Manning und Greg Garrett auf beeindruckende Art und Weise zu einem Roman verarbeitet. Schuld und tiefer Fall, Reue und Vergebung – große Themen, exzellent umgesetzt. Das Gefühls- und Gedankenleben des Protagonisten wird sehr eindrucksvoll und authentisch vermittelt, Jacks früheres Umfeld in Mayfield liebevoll gezeichnet. Die zunächst skeptische Haltung der Familie und Freunde, die erlittenen Kränkungen, die aufzuarbeiten sind, Annäherung und letztendlich die Gnade der Vergebung – all dies wurde sehr lebendig umgesetzt und durch das bis zuletzt ungewisse Ende kam auch ein gewisser Spannungsbogen ins Buch. In Tom Chisham als Jacks Vater und Pater Francis Xavier Malone, dem alkoholkranken Priester in Mayfield, bringt der Autor äußerst sympathische Nebenfiguren in die Handlung ein. Zorn und alte, nicht verarbeitete Konflikte sind Themen, die durch Jacks ehemals besten Schulfreund Bill Hall sowie seinem damaligen Erzfeind James Taylor verarbeitet werden. „Verlorener Sohn“ ist ein Roman, der sich an das Gleichnis aus der Bibel anlehnt, dessen Lektüre ich sehr genossen habe, und den ich nur allzu gerne weiter empfehle!

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  • Wenn das Leben andere Wege geht als geplant

    Verlorener Sohn: Roman
    heaven4u

    heaven4u

    02. April 2015 um 12:28

    Jack Chisholm, Gründer einer Megagemeinde mit wöchentlich 4.000 Gottesdienstbesuchern, Pastor der Herzen, Autor von vielen Büchern, von der Presse in den Himmel gehoben, stürzt plötzlich in ein abgrundtiefes Loch als aufgedeckt wird, dass er seine Frau betrogen hat und dabei sogar noch gefilmt wurde. Was nun, wenn alle Welt sich gegen dich stellt? Die Gemeinde schmeißt ihn hochkannt raus, seine Frau flüchtet mit der gemeinsamen Tochter, in den Medien wird er gemobbt. Sein einziger Ausweg scheint das selbe Hotel, in dem er mit seiner Assistentin die Nacht verbracht hat, und eine große Menge Alkohol. Das letzte was er jetzt sehen will ist sein Vater Tom, den er seit 10 Jahren nicht gesehen hat. Doch er erbarmt sich über seinen Sohn und nimmt ihn mit in seine alte Heimat Mayfield. Dort muss Jack sich dem "richtigen" Leben stellen. Hier ist er nichts als Jack, viele mögen ihn nicht mehr, weil er vor 10 Jahren einfach verschwand und so muss er beweisen, dass er mehr ist als der gescheiterte Herzenspastor. Ob ihm das gelingt? Dieser Roman von Brennan Manning und Greg Garrett hebt sich ab von den vielen chrisltichen Romanen auf dem Markt. Es geht hier nicht um eine heile Welt, es zeigt, wie das Leben wirklich ist. Jack hat einen Fehltritt begangen, doch man merkt - das war nur der Auslöser der das Fass zum überlaufen brachte. Sein Slogan war "Du musst dich mehr anstrengen". Man musste schon was tun, wenn man ein ordentlicher Christ sein will. Doch dann fällt er und hier beginnt die Geschichte. Die Autoren erzählen hier (auf Grundlage des Buches "Größer als mein Herz von Brennan Manning) die Geschichte des verlorenen Sohnes weiter. Was passierte mit ihm, als sein Vater ihn wieder aufnahm? Wie ging es weiter? Erst langsam merkt Jack, dass Gottes Gnades das wichtigste im Leben ist. Man spürt förmlich die Veränderung von Jack. Dabei stehen ihm vor allem sein Vater Tom und Pater Francis zur Seite, die ihn in die richtige Richtung stupsen, aber ihm alle Freiheit lassen. Anfangs ist Jack sehr unsympatisch, sehr von sich selbst überzeugt. Doch immer mehr merkt er, dass er als Einzelkämpfer nicht weiter kommt. Das hat mir sehr gut gefallen. Doch nicht alles war stimmig in der Geschichte. Sicher wurde vieles nur angedeutet, man musste Dinge selbst überlegen. Dennoch fehlte mir der direkte Draht zu Gott. Ja Jack ändert sich, predigt wieder, aber nie liest man dass er betete, dass er mit Gott rang oder ihn um Vergebung bat. Gerade bei der Aussage des Buches war es mir zu kopflastig aus Jacks Sicht. Kann sein die Autoren wollte das außen vor lassen, aber das fehlte. auch einige Entscheidungen von Jack und vor allem die Kommunikation von anderen hat hier gefehlt. Um nichts vorweg zu nehmen, gehe ich darauf nicht konkret ein, wenn man den Roman liest, merkt man das aber. Das Ende war für mich zu offen, es blieben doch mehr Fragen als Antworten. Daher für diesen Roman nur 4 Sterne. Trotzdem ist es ein Roman der den Leser nachdenklich zurücklässt und auch Lust macht, mehr von Brennan Manning zu lesen. Dieser Roman ist anders und sollte auch mit so wenig Information wie möglich gelesen werden.

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  • Das Gleichnis vom verlorenen Sohn neu erzählt

    Verlorener Sohn: Roman
    Smilla507

    Smilla507

    02. April 2015 um 10:50

    „Du hast Beachtliches zustande gebracht, nach allem, was uns lieb und wert ist. Aber wo sind deine beachtlichen Leistungen jetzt? Du hast vor Tausenden von Menschen gestanden. Wo sind diese Leute jetzt? Du hast jedem, der es hören wollte, eingetrichtert, wie sündhaft wir sind. Und wer war bereit, dir beizustehen, als du den Beweis dafür selbst geliefert hast?“ (S. 89) Jack Chisholm hat es verbockt! Der landesweit bekannte „Herzenspastor“, Aushängeschild einer riesigen Gemeinde in Seattle, hat sich einen Fehltritt geleistet, für den er sofort die Quittung bekommt: Die von ihm gegründete Gemeinde setzt ihn vor die Tür. Mit dem letzten Geld flüchtet er sich vor den Medien nach Mexiko. Dort macht ihn sein Vater Tom ausfindig, zu dem er seit 10 Jahren keinen Kontakt mehr hatte, und nimmt Jack mit zu sich nach Hause. Der verlorene Sohn kehrt heim... Aber ihm stehen einige Konflikte bevor. Brannan Manning und Greg Garrett haben diesen Roman gemeinsam geschrieben, weil sie die Geschichte des verlorenen Sohns neu erzählen wollten. Laut Nachwort ließen sie sich dabei von ihren eigenen Leben inspirieren. Die Idee gefiel mir sehr gut. Die Autoren beschreiben, wie es weiter geht, nachdem der verlorene Sohn wieder heimgekehrt ist. Jack war mir zu Beginn ziemlich unsympathisch. Er wirkt arrogant und sarkastisch. Doch sein Vater und Pater Francis helfen ihm in Gesprächen sich wieder auf das zu besinnen, was zählt, und die Vergangenheit aufzuarbeiten. Jack erfährt, dass seine Predigten den falschen Schwerpunkt hatten: Sie zielten mit ihrer „wir-müssen-uns-mehr-anstrengen“-Botschaft immer darauf ab den Menschen zu zeigen, wie wertlos sie sind. Pater Francis zeigt ihm den Weg zu einem Gott der Liebe, Gnade und Vergebung. Der Schreibstil an sich gefiel mir gut und erinnerte mich zeitweise an den von Chris Fabry („Mehr als mein Herz“). Mich störten allerdings die Dialoge, die sich etwas holprig lasen. Jacks Wandlung wirkte authentisch und Pater Francis war ein echtes Highlight in diesem Roman. Das Ende gibt einen Ausblick auf Jacks Zukunftspläne, lässt aber auch einiges offen. Weil der Roman für mich nicht „ganz rund“ ist, bekommt er 4 Sterne. Fazit: Ein interessanter Roman, der überhaupt nicht vorhersehbar ist!

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