Brent Weeks Die blendende Klinge

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Inhaltsangabe zu „Die blendende Klinge“ von Brent Weeks

Sein Leben ist eine Lüge, seine Macht geraubt Gavin Guile stirbt. Der hoch geehrte Lord Prisma glaubte, er hätte noch fünf Jahre zu leben – doch jetzt bleibt ihm nicht mal mehr eines. Viel zu wenig Zeit, um auch nur seine drängendsten Probleme zu lösen: Denn die alten Götter werden wiedergeboren und setzen sich an die Spitze einer unbesiegbaren Armee, die Tausende von verängstigten Flüchtlingen vor sich hertreibt. Gavins einzige Chance, dem tödlichen Chaos Einhalt zu gebieten, könnte ausgerechnet sein Bruder sein – dessen Leben er vor sechzehn Jahren raubte …

Spannend, unvorhersehbar - ein perfekter zweiter Band!

— An-chan
An-chan

Spannende Fortsetzung mit einigen Längen. Auf jeden Fall lesenswert, obwohl nicht so spannend wie der erste Band, dennoch nervenaufreibend.

— Yurelia
Yurelia

Eine sehr spannende und abwechslungsreiche Fortsetzung! Klare Leseempfehlung! Ich freu mich auf die Fortsetzung.

— shavachan
shavachan

Wieder mal echt super, abwechslungsreich und überraschend!!!

— vormi
vormi

Super Buch! Warte nun sehnsüchtig auf Band 3!!

— Lupalii
Lupalii

bin absolut begeistert!! - und jetzt sehnsüchtiges Warten auf den 3. Band :)

— SabsiS
SabsiS

Einfach nur genial ....

— ulrike-92
ulrike-92

Mitreißender Nachfolger von das "schwarze Prisma" mit tiefgründigen Charakteren und einer Story, die einen einfach weiterlesen lässt!

— Cutterina
Cutterina

Eines der großartigsten Fantasy-Epen, die derzeit auf dem Markt sind. Göttlich geschrieben, umwerfend gut, einfach meisterlich.

— Elwe
Elwe

Man moechte das Buch gar nicht mehr weg legen und es einfach nur immer und immer wieder lesen. Etwas so fesselndes. Ein Meisterwerk.

— shepullsthetriggeragain
shepullsthetriggeragain

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    Die blendende Klinge
    Isbel

    Isbel

    02. June 2017 um 18:33

    Die blendende Klinge ist der zweite Teil der Licht-Saga (engl. The Lightbringer) und führt uns zurück zur Chromeria und den Sieben Satrapien. Die Geschichte beginnt, wo der erste Teil geendet hat. Nach der Schlacht von Garriston befindet sich Gavin mit seinen Leuten und den Überlebenden der Stadt auf dem Meer und sucht einen neuen Heimatort für diese. Dabei macht ihm der Verlust der Farbe Blau schwer zu schaffen. Obwohl er noch 5 Jahre zu leben hätte, scheint es, als sei seine Lebenszeit auf ein weiteres Jahr gesunken und die Angst weitere Farben zu verlieren, begleitet ihn auf Schritt und Tritt. Während Gavin noch im Dunkeln tappt, ahnt der Leser, warum Gavin seine Farben verliert. Schließlich begleiten wir auch Kip auf seinem Weg. Dieser versucht in die Schwarze Garde – der Eliteeinheit der Chromeria – zu gelangen. Durch sein Übergewicht und der Tatsache, dass sein Großvater Andross Guile ihm weiter Steine in den Weg legt, hat er jedoch kaum Hoffnung darauf. Aber Kip durchläuft in diesem zweiten Band eine Charakterentwicklung, die ihm meiner Meinung nach sehr gut tut. Nicht nur seine neu gewonnenen Freunde tragen dazu bei, auch gewisse Geheimnisse, die er erlangt, stärken ihn. Neben Gavin und Kip begleiten wir noch Liv, die zurzeit an der Seite des Farbprinzen kämpft und Teia, eine junge Sklavin, die ebenfalls in die Schwarze Garde aufgenommen werden will und eine der „dunklen“ Farben nutzen kann. Die Geschichte ist wahnsinnig komplex und erfordert eine hohe Konzentration beim Lesen. In Absätzen über Alltäglichkeiten können Hinweise auf neue Intrigen oder zukünftige Probleme auftauchen. Alles ist miteinander verwoben und viele Dinge, die auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen, zeigen erst auf den letzten Seiten ihr wahres Ich und sorgen für eine komplette Wendung der Geschichte. Das Magiesystem wird durch Kips und Teias Ausbildung sowie Gavins Nutzung in der Schlacht weiter erklärt, aber auch weiter ausgebaut. Durch das Auftauchen der „dunklen“ Farben wird das ganze Wissen noch einmal umgeworfen und ich freue mich jetzt schon, wenn ich im nächsten Band mehr darüber erfahren werde. Aber nicht nur die Geschichte ist komplex, auch die Charaktere sind es und können nicht in Schubladen gesteckt werden. Zum Ende des zweiten Bandes haben sie alle im Vergleich zum Start des ersten eine enorme Entwicklung durchgemacht. Gavin finde ich immer noch am interessantesten. Er versucht die Welt zu retten, aber da er große Geheimnisse hat und Feinde überall, muss er immer wieder Manipulieren, im Verborgenen arbeiten und schreckt auch vor Gewalt nicht zurück. Was im Krieg auch sicherlich eine Hilfe ist. Über Liv hätte ich gerne noch mehr gelesen. Ich mache mir ja Sorgen um sie. Auch wenn der Farbprinz in seiner Revolution Dinge ändern möchte, die auch ich falsch finde (z.B. die Sklaverei) und es deutlich wird, dass die Chromeria nicht immer die Wahrheit sagt, das politische System falsch läuft und durch die religiöse Seite auch schwer zu ändern ist, denke ich nicht, dass die Revolution die richtige Seite ist. Vor allem da ich dem Farbprinzen nicht traue. Ich bin ja gespannt, wie viel über Orloham wahr ist, denn irgendeinen wahren Kern hat das ganze bestimmt. Denn wenn alles eine Lüge wäre, so hätte eine gewisse ganz sicher nicht so eine starke Wirkung auf Gavin. Fazit Mit dem zweiten Band der Licht-Saga hat Brent Weeks eine grandiose Fortsetzung geschaffen. Er baut seine komplexe Welt weiter aus, führt neue Charaktere ein, gibt Nebencharakteren mehr Raum und schafft es trotzdem, dass man als Leser den Überblick behält. Er hat es geschafft, mich ganz in diese Welt und dessen Kämpfe hineinzuziehen.

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  • Brent Weeks: »Die blendende Klinge«

    Die blendende Klinge
    Yurelia

    Yurelia

    28. March 2017 um 18:04

    Ich weiß nicht, ob es an mir lag oder es wirklich so ist aber ich empfand es so, dass dieser Band  seine Längen zwischendurch hatte - anders als der erste Band »Schwarzes Prisma«. Es kann auch wirklich daran liegen, dass ich Probleme hatte, mich zurechtzufinden, da ich sehr viel des Geschehens vergessen hatte und mit den vielen Begriffen kämpfte, die umhergeschmissen wurden, aber nicht erklärt wurden. Ein "Was bisher geschah" und ein Glossar, wie es das in der Originalausgabe gibt, hätte hier wirklich weitergeholfen. Vieles ergibt sich ja irgendwie aus dem Kontext mit der Zeit. Aber ich rätsle immer noch darüber, was für eine Waffe denn ein Ataghan letztlich ist. Teilweise zog ich mir dann die Originalausgabe meines großen Bruders hinzu, um einige Dinge zu verstehen. Aber das hätte meiner Meinung nach nicht sein müssen. Ich weiß nicht, was sich die Zuständigen dabei denken. Ich kann es nicht leiden, wenn so ein Glossar fehlt. In jeder Fantasy-Reihe, die etwas komplexer ist, sollte so ein Glossar nicht fehlen! Wenn es dann doch fehlt, steht der Leser dann oft wie ein Ochs' vorm Berg da - vor allem dann, wenn man googelt und selbst dann nix findet. Und es gibt Punktabzug beim Buch, weil man sich so schwertut. Punktabzug, für den der Autor nicht einmal was kann, weil er es vernünftig vorgab. Ja, dadurch war mein Lesefluss anfangs sehr gestört. Auch rätselte ich darüber, warum Liv die Seiten gewechselt hatte... So nach und nach wurde das, ein Glück, erklärt, aber ein Rückblick auf den ersten Band hätte mir diese Verwirrung wirklich erspart. Nach einiger Zeit kam ich dann aber wieder in die Geschichte rein und es dauerte auch nicht lang, dass ich wieder versinken konnte. Zwar gab es immer wieder Passagen mit denen ich mich schwertat, aber gut, es ist auch äußerst selten, dass ein  Buch durchgängig spannend ist. Trotz dieser Passagen und der Längen ist das Buch doch ziemlich fesselnd und ich hatte Momente, wo ich nur schwer aufhören konnte zu lesen. Der Schreibstil des Autors ist, wie schon im ersten Band, ein wenig derb. Es kommen Flüche und Schimpfwörter vor, wodurch sich einige Lacher im Text verstecken. Ich mag das sehr und es passt gut zur Geschichte. Weniger passend waren die seltsamen Passagen über Kanonier und Schimmermantel. Die waren so anders und teilweise so nichtssagend, dass ich nach diesen Passagen wirklich verwirrt war. Aber am Ende ergeben auch diese einen Sinn. Die Seiten des Buches sind dünner als in Band 1, was dazu führt, dass Band 2 einfach mehr Seiten hat. Gegen Ende des Bandes spitzt sich die Geschichte immer weiter zu, sodass ich wieder einmal Probleme hatte, zu atmen und sogar bei einer Stelle laut "Nein!" schrie, aber letztlich ist das Ende nicht so schlimm, wie ich es mir ausgemalt habe. Ich habe ja nun wochenlang vor mir hergeschoben, das Buch zu Ende zu lesen, weil ich Angst vor dem Ende hatte. Nicht ganz unbegründet, wie sich herausstellte, aber zumindest war es letztlich nicht so arg schlimm, wie zunächst angenommen. Puh! Trotzdem war ich hinterher erst einmal mit den Nerven runter. XD Mein Fazit: Spannende Fortsetzung mit einigen Längen. Auf jeden Fall lesenswert, obwohl er nicht so spannend ist wie der erste Band, dennoch nervenaufreibend. Wenn es schon länger her ist, dass man den ersten Band las, sollte man den vorher vielleicht noch mal lesen, da es keinen Rückblick gibt.

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  • Epische Fantasy vom Feinsten

    Die blendende Klinge
    Caitara

    Caitara

    Inhalt: Gavin Guile stirbt. Der hoch geehrte Lord Prisma glaubte, er hätte noch fünf Jahre zu leben – doch jetzt bleibt ihm nicht mal mehr eines. Viel zu wenig Zeit, um auch nur seine drängendsten Probleme zu lösen: Denn die alten Götter werden wiedergeboren und setzen sich an die Spitze einer unbesiegbaren Armee, die Tausende von verängstigten Flüchtlingen vor sich hertreibt. Gavins einzige Chance, dem tödlichen Chaos Einhalt zu gebieten, könnte ausgerechnet sein Bruder sein – dessen Leben er vor sechzehn Jahren raubte … Meine Meinung: In der Welt der "blendenden Klinge" dreht sich alles um Farben. Die Magie wird durch Farben gewirkt - dabei hat jeder Magier bestimmte Talente zu bestimmten Farben. Manche können auch zwei Farben oder mehr wirken, sind aber wirklich besonders. Und das Prisma kann alle Farben wirken. Es hält die Welt zusammen und die Farben im Gleichgewicht. Sollte es zumindest. Denn Gavin, der im Moment das Prisma ist, hat seine Fähigkeit für die Farbe Blau verloren. Das hat zur Folge, dass der alte Gott der Farbe Blau erstarkt und Gavin schnell handeln muss. Das ist aber nicht sein einziges Problem. Da wäre noch sein intriganter Vater, der alles daran setzt ihn und seinen angeblichen unehelichen Sohn Kip zu zerstören. Da wäre Gavins Zwillingsbruder Dazen, von dem alle denken, dass er tot ist - in Wahrheit ist er aber eingesperrt in ein kompliziertes Gefängnis. Und da wäre Karris, die Frau, die Gavin seit 16 Jahren liebt und doch nicht bekommen kann.  Die Geschichte wird sehr viel aus der Sicht von Kip Guile erzählt. Kip ist ein übergewichtiger Junge, dessen Aufgabe es nun ist, ein Mitglied der Schwarzgarde zu werden. Die Schwarzgarde ist die Eliteeinheit der Regierung - Chromeria genannt. Kip ist ziemlich klug und schafft es irgendwie, nicht rauszufliegen, obwohl seine Kondition zu wünschen übrig lässt. In der Schwarzgarde findet er auch eine Freundin - Adrasteia, die farbenblind ist und trotzdem Magie beherrschen kann. Es macht Spaß, Kip dabei zu zusehen, wie er sich langsam entwickelt. Vor allem, weil Kip im ersten Teil noch ziemlich weinerlich war und vieles nur durch Zufall geschafft hat. Nun wird er richtig schlagfertig, stark und kämpft sich durch. Gavin versucht, eine Katastrophe abzuwenden, dabei bekommt er aber immer mehr Probleme. Er ist innerlich zerrissen und das nicht nur wegen Karris. Auch sein Bruder Dazen bereitet ihm zunehmdend Probleme. Man hat richtig Mitleid mit Gavin, wenn der wieder vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe gestellt wird. Aber Gavin ist Gavin, er hat das Potential zum Anhimmel-Buchstar und zugegeben - ich habe mich immer gefreut, wenn er aufgetaucht ist. Auch die anderen Figuren haben Ecken und Kanten, wirken realistisch und rund. Nicht alle sind sympathisch (ich sage nur Andross Guile), aber sie alle sind absolut überzeugend. Das ist mir immer wichtig, weil eine Geschichte durch ihre Figuren lebt.  Der Plot läuft nicht rasend schnell an, aber das braucht er auch gar nicht. Die blendende Klinge ist ein episches Werk, dem man Längen hier und da gern verzeiht. Zudem Weeks Schreibstil wirklich toll ist.  Dann wird die Geschichte auch immer spannender, die zweite Hälfte habe ich regelrecht verschlungen. Vom Ende bin ich immer noch schockiert und freue mich, dass Teil drei wenigstens bald erscheint! Mein Fazit: Die blendende Klinge hat definitiv fünf Sterne verdient. Brent Weeks schreibt toll und erzählt eine einwandfreie High-Fantasy-Geschichte. Zwar gibt es in der Welt der Chromeria Schusswaffen und Beinahe-Schnellboote (mittels Magie), aber ich finde nicht, dass das unbedingt einem High-Fantasy-Setting widerspricht. Es ist nicht klassisch, das nicht. Aber gerade das macht die blendende Klinge so interessant. Und wer an der Sache mit den Schusswaffen noch zweifelt - Gavin! Schon allein wegen Gavin würde ich immer fünf Sterne vergeben. Jawohl. Ich gründe einen Gavin-Fanclub!

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    • 3
  • Rezension zu "Die blendende Klinge" von Brent Weeks

    Die blendende Klinge
    Paulina95

    Paulina95

    27. June 2013 um 20:46

    Auch mit "Die blendende Klinge" hat Brent Weeks ein wahres Meisterwerk der Fantasy erschaffen. Nahtlos knüpft der zweite Band an den ersten an und kann diesen, wenn dies überhaupt möglich ist, an Spannung, unerwarteten Wendungen und Höhepunkten sogar noch übertreffen! Die alten Charaktere werden weiter ausgeformt und machen z.T. eine enorme Weiterentwicklung durch. Insbesondere bei Kip war eine solche Veränderung im positiven Sinne natürlich zu erwarten, doch ist diese keinesfalls so vollkommen, wie es bei anfänglichen Antihelden in vielen Fantasyromanen oft der Fall ist, sondern vielmehr realistisch, weil sie langsam vonstattengeht. Ebenfalls spannend ist, dass jetzt teilweise frühere Nebencharaktere in den Fokus rücken (z.B. Eisenfaust) und man diese dadurch noch besser kennen/verstehen lernt. Auch die neuen Charaktere fügen sich nahtlos in die Welt der Sieben Satrapien und sorgen für eine Erweiterung der Perspektive. Auf diese Weise werden auch bisher unbekannte Arten des Wandelns (Teia) eingebracht. Überhaupt wird in "Die blendende Klinge" die Fähigkeit der Wandler weiter erläutert und ausgebaut, wodurch Weeks' Einfallsreichtum erst richtig zur Geltung kommt. Ebenfalls neu und wirklich außergewöhnlich ist die Idee des Kartenspiels Neun Könige und die damit in Zusammenhang stehende Magie. Fazit: Wie schon Band 1 der Licht-Tetralogie hat mich dieses Buch einfach umgehauen. Gerade das fulminante Finale war wirklich atemberaubend! "Die blendende Klinge" war für mich definitiv eines dieser Bücher, die man einerseits nicht mehr aus der Hand legen kann und von denen man andererseits nicht möchte, dass sie jemals enden.

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  • Rezension zu "Die blendende Klinge" von Brent Weeks

    Die blendende Klinge
    Asaviel

    Asaviel

    11. February 2013 um 09:54

    Wie so häufig ist es ein Jahr her seit der erste Band erschienen ist und in der Zwischenzeit wurden dutzende andere Bücher gelesen. Also gilt es zu Beginn der Geschichte erst einmal im Gedächtnis zu kramen und zusammenzusetzen, was denn in Band 1 passiert ist. Brent Weeks liefert dafür durch die Gespräche der Charaktere eine Gedächtnisstütze, beginnt aber keine Nacherzählung. Das ist für alle jene, die das Glück haben die Bücher am Stück zu lesen, sehr angenehm. Und diejenigen, die sich gedulden mussten, müssen nun eben erst einmal ein wenig grübeln. Aber schnell kommt die Geschichte wieder ans Tageslicht, denn schon der erste Teil konnte voll auf überzeugen. Der Leser geht wieder an der Seite der bekannten Charaktere: Kip, Karris, Gavin und Dazen. Sie alle haben ihre besonderen Eigenarten, sind besonders fein herausgearbeitet und charakterisiert. Auch Liv begegnen wir wieder. Diese kommt meiner Ansicht nach aber etwas kurz, um sich wirklich in sie hineinzufühlen. Sie ist ja zur Seite des Farbprinzen gewechselt und die kurzen Ausschnitte geben zwar einen Einblick in das feindliche Lager, aber lassen nur wenig Zeit, um sich als Leser näher mit Liv zu identifizieren. "Freiheit ist nicht das höchste Gut. Die Macht ist es. Denn ohne Macht kann dir deine Freiheit genommen werden." (Seite 514) Dafür folgt man Kip, Karris und Gavin bzw. auch Dazen umso intensiver. Sie werden noch genauer dargestellt. Der Leser begleitet Kip auf seiner Ausbildung in der Schwarzen Garde, was der Autor nutzt, um auch das Magiesystem weiter zu erläutern. Dieses steht natürlich auch im engen Zusammenhang mit Gavin und mit dessen Sterben. Wunderbar verschachtelt und verzwickt ist die Situation. Das fordert die Aufmerksamkeit des Leser, aber weckt auch eine Menge an Interesse. Außerdem gelingt es so dem Autor den Leser mit den Handlungen seiner Charaktere immer wieder zu überraschen. Jedes Mal, wenn man meint, man habe sie durchschaut - insbesondere Gavin, Karris, die Weiße und auch Kips Großvater -, tun sie etwas, mit dem man überhaupt nicht gerechnet hätte. Dabei entstehen aber keine Logikfehler, den diese Handlungen werden dann im Nachhinein wieder sauber aufgelöst und erklärt. Gerade hier lässt sich der Handlungsstrang um Gavin und Dazen, der ja schon im ersten Teil besonders vertrackt ist, besonders gut anführen. Er wird am Ende aufgelöst, aber ganz anders als der Leser sicherlich erwartet. Oft scheint über recht weite Teile nicht viel zu passieren. Kips Ausbildung schreitet voran, er muss sich behaupten. Gavin stirbt langsam und versucht nebenbei noch den Krieg zu gewinnen. Es gibt kleinere Scharmützel. Gavins und Karris Beziehung wird vertieft. All das geschieht oft ohne großes Brimborium, sodass man beim Lesen Sitzfleisch mitbringen muss. Die Geschichte erfordert Zeit und sie verlangt Konzentration, denn wenn eigentlich nur Alltagssituationen beschrieben werden, passiert manchmal doch etwas Wichtiges, was der Leser nicht verpassen sollte. Damit ist die Geschichte nicht mal eben schnell zu lesen. Man muss davon ausgehen, dass auch das gewöhnliche Lesetempo stark gedrosselt ist, wenn man die Geschichte vollauf genießen möchte. Doch es lohnt sich Muße, Zeit und etwas Geduld mit zubringen. Wer sich ganz auf Brent Weeks einlässt, wird ihm verfallen und die Charaktere, ebenso wie die Geschichte lieben. Abschließend bleibt noch darauf hinzuweisen, dass wir noch zweimall das Vergnügen mit dem Lichtbringer haben werden, denn aus der geplanten Trilogie werden nun vier Teile, also eine Tetralogie. "Was ist nun die erste Grundregel des Einfach-Davonlaufens?", erkundigte sich Gavin. (...) "Wer einfach davonlaufen will, darf nicht mit Logik oder praktischem Denken daherkommen. Das weiß doch jeder." "Aha. Also können wir doch nackt davonlaufen?" (Seite 839) Fazit: Die Geschichte, die hier erzählt wird und die Art und Weise sind ganz große Kunst. Man muss sich darauf einlassen dem Autor in seine fremde Welt und in seinem Tempo zu folgen. Wenn einem das gelingt, erlebt man Fantasy der Spitzenklasse. Dieser zweite Teil der Licht-Tetralogie fordert die volle Aufmerksamkeit des Lesers, belohnt ihn aber zugleich mit einer herausragenden Geschichte.

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  • Rezension zu "Die blendende Klinge" von Brent Weeks

    Die blendende Klinge
    horrorbiene

    horrorbiene

    07. February 2013 um 15:08

    Band eins Schwarzes Prisma hat mir außerordentlich gut gefallen. Es überzeugte durch gut gestaltete Charaktere, unheimlich viel Atmopshäre und einer wirklich interessanten Welt mit eigener Form der Magie. Band zwei ist mit 960 Seiten sogar noch dicker als der erste Band, etwas, dass ich – soweit das Buch denn auch gut ist – sehr zu schätzen weiß, legen doch manche Verlage Obergrenzen fest, die ein Buch nicht übersteigen darf. In Band zwei liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der Figur Kip, der zwar immer noch sehr impulsiv handelt und offenen Auges ins Messer läuft, dennoch hat er sich weiterentwickelt und ist zu einem tragenden Charakter geworden, den wir dabei erleben, wie er seine Ausbildung in der Chromeria absolviert und nebenbei versucht in der Schwarzen Garde aufgenommen zu werden. Dabei lernt er neue Leute kennen und auch seinen Großvater, der ihm ordentlich Steine in den Weg zu legen versucht. Gavin hat derweil andere Sorgen: Er muss sich um die Überlebenden der Schlacht von Garriston kümmern und hat sein Blau verloren, d.h. nicht nur, dass er blaues Luxin nicht mehr wandeln kann, sondern dass er vor seiner Zeit stirbt und die Farben, die er als Prisma eigentlich im Gleichgewicht halten soll, ins Chaos verfallen – und blau ist nur der Anfang… Das Buch hat schon einen enormen Umfang und ich kann jedem nur raten, das Buch rasch durchzulesen oder sich Notizen zu machen, denn es kommen einige neue Charaktere hinzu und ein Glossar gibt es leider nicht. Durch diesen Umfang bleib es leider nicht ganz aus, dass das Buch über manche Längen verfügt, wenn diese für mich doch sehr einfach zu verkraften waren, war doch der Rest des Buches aufgrund der Ausführlichkeit wieder einmal wundervoll atmosphärisch. Weeks schreibt hier so detailreich, dass ich mir vorkam, als sei ich ein Begleiter Kips bei seiner Ausbildung. War Kip in Band eins noch ein ziemlich ambivalenter Charakter, so wird er hier zunehmend sympathischer und man kann ihn besser ernst nehmen. Dass dem Jungen so viel Raum in diesem Buch gelassen wird, verweist meiner Vermutung nach auf die Bedeutung des Jungen in der Zukunft. Am Ende kommt es zu einer Schlacht innerhalb des Krieges gegen den Farbprinzen. Ähnlich wie im ersten Band ist das Finale spannend und mitreißend. Aufgrund der geteilten Schauplätze minimal unübersichtlich, doch hat mir sehr gut gefallen, dass manchmal ein Blick von einem Schauplatz zum nächsten geworfen wurde. Zum Schluss kommt jedoch noch ein Klopper: Da meint der Leser die Schlacht endet im Allgemeinen Wohlgefallen und dann endet es mit einem sehr krassen Cliffhanger, der mich fluchend zurückgelassen hat – schließlich erscheint Band drei erst einmal nicht in absehbarer Zeit. Wenn der nächste wieder so eine Schwarte wird, muss ich mich sicher noch gefühlt zu lange gedulden. Fazit: Die Fortsetzung von Schwarzes Prisma entwickelt sich zu Beginn sehr langsam, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Ich konnte einmal mehr in eine hervorragend ausgearbeitete Fantasy-Welt eintauchen und durch die wirklich hervorzuhebende Atmosphäre und Detailverliebtheit die Geschichte wirklich genießen. Das Buch hat mich allerdings nach der Fortsetzung schreiend zurückgelassen, endet es nach einem spannenden Finale noch mit einem Cliffhanger. Mehr Fragen werden aufgeworfen, den Helden neue Steine in den Weg gelegt – und nun muss ich noch viel zu lange warten… Es lohnt sich wirklich diese Trilogie zu lesen!

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  • Rezension zu "Die blendende Klinge" von Brent Weeks

    Die blendende Klinge
    buchpfote

    buchpfote

    07. February 2013 um 09:49

    Inhalt: Die Schlacht um Garriston ist verloren. Gavin Guile, das Prisma, flieht mit tausenden Flüchtlingen. Er stirbt, Gavin verliert seine Farben und Tyrea ist als Satrapie verloren. Der Farbprinz rüstet sich mit seiner schier unbesiegbaren Armee zur Schlacht um die nächste Satrapie - Atash. Kip, Gavins Bastard, hat während dessen andere Probleme zu bewältigen. Er bekommt einen neuen, höchst unerwarteten Gegner. Rezension: Meiner Meinung nach ist der zweite Teil der Lichtbringer-Trilogie einfach hervorragend gelungen. Es bleibt weiterhin unheimlich spannend und sowohl neue als auch im ersten Band vorhandene Charakere werden ausgezeichnet weiter ausgearbeitet. Die Handlung rauscht in unglaublicher Geschwindigkeit dahin und ist so energiegeladen, dass man als Leser manchmal fast den Atem anhalten muss. Was mir besonders gut gefallen hat war, dass der Autor auch einen wirklich ausgeprägten Sinn für Humor hat. Dies kommt oft in Unterhaltungen der Charaktere miteinander zum Vorschein. Brent Weeks schafft es spielend jeder beliebigen Situation noch eine Prise Ironie und Wortwitz zu geben. Das Buch hält, obwohl ein Mittelteil einer Trilogie, einige Überraschungen bereit. Alles ballt sich ab Seite 700 zu einem fulminanten Finale zusammen. Wie im ersten Band endet auch dieses Buch mit einem Cliffhanger und einer großen Überraschung. Ich kann das Erscheinen von Band 3 jedenfalls kaum erwarten!

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