Schwarzes Prisma

von Brent Weeks 
4,4 Sterne bei132 Bewertungen
Schwarzes Prisma
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Positiv (115):
I

Meine persönliche Lieblingsreihe

Kritisch (6):
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Nach mehr als 450 Seiten abgebrochen. Leider für mich ein äußerst langweiliges und uninteressantes Buch. Schade!

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Inhaltsangabe zu "Schwarzes Prisma"

Sein Leben ist eine Lüge, seine Macht nur geraubt …

Gavin Guile ist der hoch geehrte Lord Prisma. Allein seine magischen Fähigkeiten, seine Intelligenz und seine Überzeugungskraft bewahren den unsicheren Frieden im Reich. Doch Gavin bleiben nur noch fünf Jahre zu leben. Fünf Jahre, um fünf unmögliche Ziele zu erreichen. Da erfährt er, dass er einen Sohn hat, und von der Gefahr für dessen Leben. Doch um den unschuldigen Jungen zu retten, muss Gavin sein dunkelstes Geheimnis offenbaren – und damit das Reich zerreißen. Denn sein Leben fußt auf einer Lüge, und seine Macht ist lediglich geraubt. Kann er diesen Preis bezahlen, um sein einziges Kind zu retten?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442268160
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:800 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:19.09.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.06.2012 bei Random House Audio, Deutschland erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    ellyfortunes avatar
    ellyfortunevor 3 Monaten
    Die Licht-Trilogie die uns eher im Dunkeln lässt

    Vor ein paar Jahren bin ich auf den, doch sehr unbekannten, Autor Brent Weeks gestoßen. Ich hab damals die Schatten-Trilogie gelesen und bin bis heute ziemlich großer Fan davon. Schlichtweg ist es meine Lieblings-Buchreihen. Nun wollte ich mich mit einer andere Trilogie seiner Feder widmen. Da war sie auch schon die Licht-Trilogie. Schon nach den ersten drei Kapiteln wird mir klar, das ist eine wirkliche Enttäuschung. Ich war bisher sehr begeistert von seinem Schreibstil und haben mir auch bei meinen Kurzgeschichten ein paar Dinge von Ihm abgeschaut. Nun muss ich leider zu geben das ich hell auf enttäuscht bin. 


    Ein absoluter Kritikpunkt finde den ständigen Charakterwechsel. In den 9 Kapiteln die ich gelesen habe, wird immer und immer wieder der Charakter gewechselt und somit wird man komplett aus dem Lese-Flow geworfen. Zudem wird nichts in diesem Universum erklärt. Man bekommt Begriffe an den Kopf geworfen mit denen man nichts anfangen kann. Nichts wird wirklich erklärt und man fühlt sich irgendwie alleine gelassen. Es gibt kein sichtbaren Roten Faden und man googelt sich durch die einzigen Begriffe. Ich habe mich erstmal eine halbe Stunde hingesetzt und mich tot gegooglet um herauszufinden wer jetzt wer ist. Dadurch wurde ich massiv gespoilert. Nicht schön! Es entwickelt sich kein Lese-Flow und man wird komplett alleine gelassen. 

    Für alle Hardcore-Brent Weeks Fans ist es wahrscheinlich wirklich gut, aber für mich eher nicht. Tut mir leid, Brent Weeks. I still love you, Buddy. Da lese ich mir doch lieber nochmal die Schatten-Trilogie durch. Bei der Hitze ist Schatten ja auch gar nicht so schlecht. 

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    Katykates avatar
    Katykatevor einem Jahr
    Schwarzes Prisma - Brent Weeks

    Handlung & Umsetzung
    Der Einstieg ist sehr mysteriös mit düsterer Stimmung. Man lernt als allererste Kipp kennen, der nach Schätzen eines vergangenen Krieges sucht. Bei dem Wort Granate musste ich einmal kurz stutzen, weil es auf ein moderneres Buch schließen lässt, als ich erwartet hatte, doch der Eindruck trügt.
    Schon zu Beginn werden viele unbekannte Begriffe genannt, was mich sehr verwirrt hat. Doch nach und nach werden sie geklärt und man bekommt einen besseren Eindruck von der Welt, die mit diesem Buch geschaffen wurde.
    Zudem ist der Anfang etwas langwierig und zieht sich, eine Auseinandersetzung verläuft sich über mehrere Kapitel. Diese Auseinandersetzung ist natürlich spannend, doch durch die Länge verliert sie etwas von dieser Spannung. Auch im weiteren Verlauf des Buches zieht sich die Handlung ab und zu etwas, bietet gleichzeitig aber auch viel Spannung. Die Idee mit den Farbwandlern finde ich grundsätzlich toll und interessant. Die gesamte geschaffene Welt mit den unterschiedlichen Ländereien, der Weißen und dem Prisma finde ich toll und sie hat mir gut gefallen.

    Charaktere
    Kipp ist ein etwas anderer Protagonist. Er ist dicklich, etwas unbeholfen und hat nichts von diesen gewöhnlichen, altbekannten Protagonisten. Er hat sogar Mitleid in mir hervorgerufen, weil er eine so schreckliche Mutter hat. Deshalb hatte ich anfangs auch das Gefühl, dass er sich selbst nichts zutraut und sich nicht wertschätzt.
    Sein Vater Gavin ist da ganz anders. Er ist ein einfallsreicher, schlagfertiger Mann, was seiner Position als Prisma auch sehr behilflich ist. Dennoch ist er auch sehr misstrauisch und argwöhnisch. Er fühlt sich nicht einmal in seinen eigenen vier Wänden vollkommen sicher.

    Schreibstil
    Der Schreibstil ist einfach gehalten und glänzt durch seine Reduziertheit. Es gibt keine vielen Ausschmückungen. Das macht es sehr einfach, das Buch zu lesen, und bietet mal eine schöne Abwechslung.


    Fazit
    Obwohl ich dem Highfantasy-Genre doch entwachsen bin, hat mir dieses Buch recht gut gefallen. Die Idee ist toll und auch wenn es sich für mich etwas gezogen hat, war es sehr spannend.

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    Buchgespensts avatar
    Buchgespenstvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Grandioser Auftakt zu einem Fantasyepos!
    Wahrheit und Schein

    Der Krieg des Falschen Prismas ist Vergangenheit und doch bedroht er erneut die Gegenwart. Viel Hass schwelt noch in den Gemütern, viel Machtgier versucht ahnungslose Gemüter auszunutzen und auf zu vielen Lügen ist die Gegenwart gebaut. Jetzt beginnt das kunstvolle Gespinst von Gavin Guile, dem siegreichen Prisma, zu bröckeln. Seine Tage sind gezählt, auch ihnen dass König Garadul einen Feldzug gegen ihn anstrengt. Da erfährt er von seinem Sohn und Gavin weiß, dass sein Kampf ganz anders verlaufen wird. Ein neuer Krieg steht vor der Tür, der alle Lügen zerschmettern wird.

    Ein bildgewaltiger Auftakt zu einem mitreißenden Fantasy-Epos. Gut und Böse ist nicht zu unterscheiden, mit jeder Seite schwankt der Leser welcher Figur er noch glauben soll, denn immer wieder bricht der so kunstvoll aufgebaute, scheinbar feste Boden der Geschichte auseinander. Lebendige Charaktere und immer wieder faszinierende neue Facetten ziehen den Leser in ihren Bann.

    Der originelle Magierorden, basierend auf einer Zauberkraft aus Farben, ist nur ein Element der großartigen neuen Welt. 800 Seiten fliegen nur so vorbei. Der nächste Band wird ganz sicher noch einmal alle vernichten, was der Leser sich als Gewissheit aufgebaut hat. Ein großartiges Fantasy-Epos, bei dem ich sofort zum nächsten Buch greifen werde. Eine warme Leseempfehlung für alle Fantasyfans!

    Kommentare: 1
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    Isbels avatar
    Isbelvor 2 Jahren
    Gelungener Start der Saga

    Erster Satz


    " Kip kroch in der Dunkelheit auf das Schlachtfeld zu."  

    Inhalt


    Sein Leben eine Lüge, seine Tage gezählt ...
    Gavin Guile ist der hoch geehrte Lord Prisma. Allein seine magischen Fähigkeiten, seine Intelligenz und seine Überzeugungskraft bewahren den unsicheren Frieden im Reich. Doch Gavin bleiben nur noch fünf Jahre zu leben. Fünf Jahre, um fünf unmögliche Ziele zu erreichen. Da erfährt er, dass er einen Sohn hat und dieser in großer Gefahr schwebt. Um den unschuldigen Jungen zu retten, muss Gavin sein dunkelstes Geheimnis offenbaren - und damit das Reich zerreißen ...

     Meine Meinung


    Zu diesem Buch bin ich gelangt, weil ich zuvor die Nachtengel-Trilogie (auch Schatten-Trilogie genannt) von Brent Weeks gelesen hatte und davon total begeistert war. Brent Weeks hat es durch seinen Schreibstil und der Art wie er seine Geschichten aufbaut, geschafft unter meine Lieblingsautoren zu wandern.
    Die Erzählperspektive ist die des eingeschränkten auktorialen Erzählers. Die Hauptpersonen in Schwarzes Prisma sind Gavin Guile und sein Bastardsohn Kip.  Aber auch weitere Personen wie zum Beispiel Liv und Karris gehören zu den auserwählten Personen, durch die der Autor die Geschehnisse schildert. Dadurch ist der Leser an so gut wie allen wichtigen Handlungsorten dabei, und weiß dadurch mehr als die Hauptpersonen.

    Das Land, in dem die Geschichte spielt, besteht aus sieben Satrapien (Ländern) und der Chromeria. Die Satrapien werden von einem Satrapen verwaltet und beherrscht (etwa wie ein König, nur mit geringerer Macht). Über allem steht die Chromeria mit dem Lord Prisma. Das Prisma ist die mächtigste magische Person und religiöses sowie weltliches Oberhaupt. 
    Das Magiesystem beruht auf Licht. Magische Menschen, sogenannte Wandler oder Chromaten, können aus farbigen Licht Luxin wandeln. Ein Stoff, der zu den unterschiedlichsten Dingen eingesetzt werden kann. Dabei hat jede Farbe eine besondere Eigenschaft. Wandler können jedoch nur auf bestimmte Farben des Spektrums zugreifen von ultraviolett bis infrarot. Je nachdem wie viele Farben ein Wandler beherrscht ist er ein Mono-, Bi- oder Polychromat. Zum Wandeln wird farbiges Licht oder ein farbiger Gegenstand gebraucht, sodass Wandler bei Abwesenheit ihrer Farbe oder im Dunkeln machtlos sind. Einzig allein das Prisma, welches ein Vollspektrumpolysuperchromat ist, kann weißes Licht zum Wandeln benutzen. Des Weiteren hat er die einzigartige Fähigkeit die Magieströme im ganzen Land zu spüren, um die Farben im Gleichgewicht zu halten. Was ihn auch so wahnsinnig wichtig und unersetzbar macht. Allerdings hat ein Prisma, sobald er jede Farbe beherrscht nur noch sieben, vierzehn oder einundzwanzig Jahre zu leben. Zumindest hat es keiner länger geschafft und auch weiß niemand wieso das so ist.
    In das Magiesystem wird der Leser nach und nach eingeführt. Zum größten Teil über Kip, der als neuer Schüler in die Chromeria kommt und wie der Leser so gut wie nichts weiß. Auch werden magierelevante Dinge öfter während der Handlung wiederholt, weil ein so komplexes System nicht auf einmal im Kopf bleibt. 

    Gavin ist das Lord Prisma und sehr schwer einzuschätzen. Seine Vergangenheit und sein gegenwärtiges Leben sind voller Spannungen, Krieg und bringen ihn ständig an seine Grenzen. Er ist ein sehr vielschichtiger Typ und ich mag ihn, aber ich denke, dass er noch viel für mich bereit hält und ich als Leser nicht alle seine Entscheidungen mittragen werde. Schon jetzt kann ich ein paar Dinge zwar nachvollziehen, aber nicht für gutheißen. Aber ich denke, das ist es, was ich an Gavin liebe. Das er eben nicht, der strahlende Held ist, für den ihn alle halten, sondern das er wirklich sehr dunkle Geheimnisse hat.
    Kip hat eindeutig die Gene der Guiles. Ein sehr helles Köpfchen, allerdings mit der Gabe zum falschen Zeitpunkt das Falsche zu sagen und sich damit in Schwierigkeiten zu bringen. Er wurde früher sehr gemobbt, weil er übergewichtig ist. Das hat sein Selbstvertrauen natürlich etwas geschadet, aber wenn er sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann verfolgt er es mit allen Mitteln. Und er möchte, dass sein Vater und Liv auf ihn stolz sind. Da der erste Band nicht viel in der Chromeria spielt, bin ich wirklich gespannt wie Kip sich dort behauptet und weiterentwickelt. Als Bastardsohn des Lord Prismas wird von ihm zum einen viel erwartet werden, zum anderen wird es ihn sicherlich zum Gegenstand der Intrigen machen. Das ganze politsche System beruht nämlich auf Intrigen, Erpressungen und dem Wunsch sich selbst höher zu stellen, egal was es kostet.
    Und dann gibt es auch noch Karris und Liv, die meiner Meinung nach, noch bedeutende Rollen spielen werden. Und ich hoffe, dass man als Leser bei ihnen bleiben wird.

    Zur Handlung mag ich gar nicht so viel schreiben, weil ich dann wahrscheinlich zu viel verraten würden. Und spoilern will ich ja auf gar keinen Fall. Die Haupthandlung ist der drohende Krieg mit einem der Satrapen und dem Herausfinden,  wer da alles seine Finger im Spiel hat und wie man einen Krieg vermeiden könnte. Allerdings wird sehr schnell klar, dass das gar nicht so einfach ist. Die Handlung ist unglaublich vielschichtig. Ist ein Problem gelöst, tauchen fünf neue auf. Als Leser weiß man natürlich mehr und ich hätte Gavin und Kip sowie Liv und ihren Vater sehr gerne geschüttelt und angeschrien, dass sie miteinander reden sollen und vor allem richtig zuhören. Das hätte einige Dinge verhindert und andere einfacher gemacht. Was zum Ende hin bezüglich des Krieges und der Leute, die da ihre Finger im Spiel haben, herauskommt, lässt so viele Fragen entstehen, dass ich gar nicht anders kann als weiterzulesen.   

    Ich empfehle, dass Buch jedem, der Lust auf eine gute Fantasystory mit einem komplexen Magiesystem hat. Der nicht zimperlich ist, wenn es um harte Entscheidungen geht und der in eine Welt voller Intrigen eintauchen will, wo kaum etwas so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

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    Annabels avatar
    Annabelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Super Idee, deren Potenzial leider nicht ausgeschöpft wurde. Viele Details, wenig Tiefgang.
    Viele Details, wenig Tiefgang.


    Dieses Buch hätte anfangs das Potenzial gehabt, eines meiner Lieblingsbücher zu werden. Schade, dass es zum Ende hin so abgeflaut ist...

    Kip, ein dicker Junge, der seine unliebsame Mutter in einem Feuer verloren hat, trifft gerade im rechten Zeitpunkt auf seinen Vater, das Prisma. Und damit beginnt für ihn ein neuer (Leidens-/) Lebensweg. Er selbst ist ungeschickt, schwächlich und nicht gerade ein Vorzeigeheld. Gavin (sein Vater) hingegen ist eine mächtige und geachtete Persönlichkeit. Er wirkt sehr berechnend, etwas kühl und deswegen passt es in meinem Augen wirklich absolut nicht, dass Liv, eine nervige Nebenprotagonistin, ihn als zauberhaft bezeichnet.
    Kip muss sich logischerweise in vielem erst einmal bewähren, denn sein neues Leben verlangt ihm einiges ab. Es entwickelt sich also eine perfekte tragische Familiengeschichte.
    Dieses Buch ist sehr bunt, allein schon durch das Wandeln von Farben, das viele Personen in dieser Welt betreiben können und die genauen Beschreibungen ihrer Magie, wird eine gewisse Abwechslung und Vitalität gehalten. Leider geht auch dieser Pluspunkt schnell verloren, da vieles sehr detailliert beschrieben wird und ich beim Lesen immer wieder das Gefühl hatte, ein Lehrbuch vor mir liegen zu haben, statt einer Geschichte.
    Auch die Charaktere sind trotz teils familiärer oder freundschaftlicher Beziehungen sehr distanziert voneinander. Es ergab sich für mich kein Gefüge, keine Beziehungen zwischen ihnen. Eine genauere Beschreibung der Welt hätte ich mir auch gewünscht. Es wird viel von Politik und Problemen geredet, von der Magie und den Farben, aber in meinem Kopf konnten selten Bilder und somit kaum Intensität entstehen. Ich muss zugeben, das sind auch alles Gründe, warum ich immer Seiten nur überflog, je näher ich dem Ende kam. Es blieb keine Spannung da und die größte Überraschung wurde schon in der Mitte des Buches offenbart. Für mich folgen nur viele eher belanglose Geschehnisse.
    Der Schreibstil des Autors ist auch nicht wirklich etwas Besonderes. Er lässt sich leicht lesen und ich bin selten über eine Stelle „gestolpert“, und doch gibt es keinen wirklichen Wiedererkennungswert.
    Da ich aber weiß, dass „Schwarzes Prisma“ eigentlich sehr viele Leute begeistert und auch sehr gute Bewertungen hat, könnte ich mit meiner Meinung auch recht allein stehen.

    Fazit:
    Eine sehr neue Idee von Magie. Leider ist durch zu viele Details und wenig Tiefgang das Potenzial nicht annähernd ausgeschöpft wurden. Diese fast 800-Seiten Geschichte hätte locker auf 300 Seiten gepasst.

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    stefanie_skys avatar
    stefanie_skyvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Interessante, zwielichtige Charaktere. Spannender Szenenwechsel und eine kreative, andere Art von Magie. Lesenswert!
    Das Geheimnis des Gavin Guile


    Titel: Schwarzes Prisma

    Original-Titel: Black Prism (01 The Lightbringer)

    Autor: Brent Weeks

    Taschenbuch: 800 Seiten

    Verlag: Blanvalet

    Preis (Buch): 15,00 €

    Preis (ebook): 11,99 €



     

    INHALT: 

    Gavin Guile herrscht als Lord Prisma
    in der Chromeria über die 7 Satrapien. Wegen seiner Gabe jegliche Farbe
    des Lichtspektrums zu wandeln wird er von den meisten hochgeehrt.
    Allerdings hat Gavin vorrausichtlich nur noch 5 Jahre zu leben. 5 Jahre,
    in denen er noch einige hochgesteckte Ziele erreichen will. Als hätte
    er nicht bereits genug Probleme, erfährt er plötzlich von seinem
    unehelichen Sohn Kip. Es erscheint ihm wichtig ihn kennen zu lernen,
    doch welche Geheimnisse verbirgt Gavin vor der Welt? Ist er wirklich
    der, den die Leute in ihm sehen? Wie viel an ihm ist Lüge und wie viel
    die Wahrheit?


    MEINE MEINUNG: 

    Ich
    habe lange überlegt, ob ich diese Reihe beginnen soll oder nicht.
    Highfantasy ist für mich immer ein zweischneidiges Schwert. Manchmal
    kann es sehr packend und spannend für mich sein, dann aber wiederum kann
    es mich schnell zu Tode langweilen. Ich selbst bin kein Fan davon, wenn
    in einem Buch eine ewig lange Reise erläutert wird, die hin und wieder
    mit epischen Kampfszenen aufgelockert wird. Zum Glück ist dies in diesem
    Roman nicht so der Fall. Gut, ein paar Kampfszenen gibt es (vor allem
    zum Ende hin) schon, aber es hält sich noch alles in Grenzen. Sonst muss
    ich sagen, dass mich die Story nahezu von Anfang an begeistert hat.
    Lediglich die Farbmagie hat mich zunächst verwirrt und tut es
    wahrscheinlich immer noch etwas. Dennoch empfand ich die Art der Magie
    größtenteils als eine sehr gute Idee. Vielleicht hätte man jedoch hier
    und da bei der Umsetzung noch feilen können. Zwar merkt man, dass Brent
    Weeks sich hier viel mit der physikalischen Lehre von Licht beschäftigt
    hat, dennoch war es für mich doch teilweise etwas schwierig mir das
    alles so genau vorzustellen. Anders erging es mir mit den Charakteren,
    die allesamt ihre Ecken und Kanten hatten und daher sehr plastisch
    wirkten. Ich konnte mit fast allen mitfiebern und habe mich ziemlich oft
    aufgeregt sobald ein Setting-Wechsel war, wenn es gerade spannend wurde
    und man wissen wollte was mit dem jeweiligen Charakter gerade
    geschieht. Auch der Schreibstil ist flüssig zu lesen und ich hatte
    soweit keine Probleme darin einzutauchen und mich von den Worten in eine
    andere Welt tragen zu lassen. Wer jedoch eine Fantasy mit viel Action
    und Wesen wie Orks oder auch Elben erwartet wird hier eher enttäuscht
    werden. Auch andere Fabelwesen sucht man hier vergebens. Einzig und
    alleine die Farbwichte geben der Story einen zusätzlichen mysteriösen
    Touch. Dies sind einstige Farbwandler, die sich in ihrer Gabe verloren
    haben und sich dadurch auch äußerlich verändert haben. Sonst geht es
    hier mehr um Intrigen, Entschlüsseln von Geheimnissen und politische
    Machtkämpfe. Klingt vielleicht nicht komplett neu, aber einen Blick
    sollte man riskieren. Man wird überrascht werden.


    CHARAKTERE:

    Gavin Guile

    Gavin
    Guile ist die Hauptfigur das Romans und bildet somit den Kern der
    Handlung. Als vermeintlich einziges lebendes Prisma ist er das Oberhaupt
    der Chromeria, des politischen und religiösen Stützpunktes von Brent
    Weeks' Welt. Er beherrscht alle Farben des Spektrums und kann diese
    somit wandeln, sprich Lichtenergie umformen und in andere Materie
    transformieren (um es knapp zu beschreiben). Ihm ist es zudem zu
    verdanken, dass der damalige Bürgerkrieg unter den sieben Satrapien ein
    jähes Ende fand. Dass dadurch der Frieden jedoch lange nicht gewährt
    ist, ist für ihn glasklar. Wenn er will kann er sehr charismatisch
    wirken, neigt aber auch gleichzeitig sehr zu einigen sarkastischen und
    zynischen Sprüchen. Er wirkt nicht gerade schüchtern. Dennoch würde ich
    ihn eher als Einzelkämpfer bezeichnen, auch wenn er sich hin und wieder
    unters Volk mischt und hilft. Über sich persönlich gibt er im Grunde
    auch nicht viel preis - was nicht verwunderlich ist. Schließlich
    verbirgt er einige Geheimnisse, die ihm das Leben zur Hölle machen
    könnten, wenn die falschen Leute davon erfahren. Bis jetzt weiß ich
    nicht, ob ich ihn sympathisch finde; was allerdings nicht negativ
    gemeint ist. Gavin ist auf jeden Fall ein interessanter und
    vielschichtiger Charakter, bei dem es Spaß macht mehr über ihn zu
    erfahren.

    Kip Guile 

    Kip
    Guile mag zunächst wie das Gegenteil von Gavin erscheinen. Er ist
    tollpatschig, nicht gerade schlank und somit immer dem Spott anderer
    ausgesetzt. Er selbst hält sich für einen Versager. Seine drogensüchtige
    Mutter ist ihm dabei auch nicht gerade eine große Hilfe ein gesundes
    Selbstbewusstsein aufzubauen. Als er schließlich erfährt das Gavin
    Guile, das Prisma persönlich sein Vater ist fällt er aus allen Wolken.
    Wie kann jemand wie er mit jemanden wie ihm verwandt sein? Doch auch Kip
    entpuppt sich bald als Farbwandler mit besonderen Fähigkeiten und tritt
    schon bald seine Aufnahmeprüfung in der Chromeria an.

    Der mysteriöse Gefangene

    Gleich
    zu Beginn lernen wir auch noch einen geheimnisvollen Gefangenen kennen,
    der seit Jahren von Gavin in einem Kerker festgehalten wird. Nur warum?
    Während der Gefangene zwischen Dunkelheit und Gestank fast wahnsinnig
    wird, erfahren wir als Leser Stück für Stück mehr über seine Geschichte.

    Weitere Charaktere 

    Zudem
    gibt es zahlreiche weitere Charaktere, die ich größtenteils gespannt
    verfolgt habe. Zum einen wäre da noch Aliviana Danavis. Sie ist in der
    gleichen Stadt wie Kip aufgewachsen und sein heimlicher Schwarm. Liv
    ahnt bereits etwas von seinen heimlichen Gefühlen, scheint aber selber
    kein Interesse an ihm zu haben. Sie selbst hat auch andere Sorgen, als
    an Liebe oder auch nur Freundschaften zu denken. Des Weiteren lernt man
    Karris Weißeiche kennen, die dem Prisma als Schwarzgardistin nicht nur
    dient, sondern auch eine engere Beziehung zu Gavin führte. In ihrem
    Wesen wirkt sie zunächst kühl, burschikos und irgendwie unnahbar. Erst
    spät erfährt man mehr über sie und kann sich besser in sie hinein
    versetzen. Am Anfang hatte ich doch ein paar Schwierigkeiten mit ihr,
    während ich Liv direkt ins Herz geschlossen habe.


    PRO&CONTRA:

    + vielschichtige und unterschiedliche Charaktere

    + eine interessante Hauptfigur, die ein wenig undurchsichtig erscheint

    + abwechslungsreiche Handlungsorte

    + eine neue Art von Magie, die auf der physikalischen Lehre des Lichts basiert

    + Spannende und fesselnde Wendungen

    + unterhaltsame Dialoge mit einer Portion schwarzem Humor

    - einige Handlungen werden zu kurz beschrieben und wiederum andere zu sehr

    - einige Ansätze hätten für weitere spannende Twists sorgen können, die (bisher) nicht genutzt worden sind

    - zwischendurch viele Wiederholungen

    - man muss bei der Erklärung der Magie konzentriert lesen, um folgen zu können

    - teilweise verwirrende Verwendung der Magie


    DRAMATURGIE:

    Spannung: 4,5/5 Schattenfedern

    Action: 3,5/5 Schattenfedern

    Drama: 4/5 Schattenfedern

    Romance: 1,5/5 Schattenfedern

    Humor: 4/5 Schattenfedern

    Anspruch: 3,5/5 Schattenfedern


    WERTUNG:

    Cover/Gestaltung: 2,5/5 Schattenfedern

    Charaktere:  4,5/5 Schattenfedern

    Schreibstil: 4/5 Schattenfedern

    Handlung:  4/5 Schattenfedern

    Lesespaß: 4/5 Schattenfedern


    FAZIT: 

    Komplexe
    Charaktere und eine neuartige Art von Magie mit Schwächen und Stärken.
    Zudem eine wendungsreiche Storyline, die einen bis zum Ende mitfiebern
    lässt. Gut gemeinte 4 Sterne.




    Weitere Rezensionen auf:

    http://schattenfederlein.blogspot.de/

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    nickypaulas avatar
    nickypaulavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Gut ausgearbeitet, interessante Charaktere und mal eine komplett andere Art Magie zu beschreiben! Macht Lust auf mehr :)
    Fantastische Reise in eine magische Welt voller Magie, Intrigen und Liebe

    Heute möchte ich euch ein neues Fantasybuch vorstellen. Der Auftakt einer bislang 4-teiligen Reihe.
    Normalerweise lese ich ja weniger Romane, die von Männern geschrieben werden. Oft ist es so, dass ich  mich den Buch von männlichen Autoren nicht sooo verbunden fühle, wie bei Frauen. Aber es gibt immer Momente, in denen es Ausnahmen gibt und dieses Buch ist ein solches. Durch die liebe Lisa entdeckt, wagte ich mich an den ersten Teil der Lichtsage heran und tastete mich langsam in der Geschichte vor.
    Der Einstieg war schön düster und interessant, aber leider auch ein kleines bisschen zu lang. Man beginnt mit Kipp, einem 15-jährigen Jungen, der eine drogenabhängige Mutter hat, die man nur als schrecklich bezeichnen kann.
    Kipp ist auch nicht der typische Protagonist, wie wir ihn aus zahlreichen Büchern kennen. Er ist tollpatschig, damit auch etwas unbeholfen und natürlich für viele VIEL zu gewöhnlich. Aber er hat ein gutes Herz und auch wenn seine Freunde ihn verspotten und seine Mutter keine Ahnung hat, wie man Liebe ausdrückt, kämpft er sich durchs Leben.
    Dann gibt es da noch Gavin. Gavin ist der große, mächtige Lord Prisma, der versucht ein Land, welches sich im Streit miteinander befindet, zu festigen und zu halten. Leider hat er nur noch 5 Jahre zu leben und fühlt sich egal wo er ist, nicht wirklich sicher. Nicht mal in seinem eigenen Heim.  Dennoch soll eine Information sein Leben noch mehr auf den Kopf stellen, denn er erfährt, dass er einen Sohn hat - Kipp. Und so beginnt der Kampf darum, Kipp am Leben zu erhalten und zu schützen und gleichzeitig ein Reich aufrecht zu erhalten, damit es sich nicht selbst zerstört.
    Das Buch hat viele actionreiche Szenen - einer Tatsache, der man sich auf alle Fälle bewusst sein sollte.
    Hinzukommt, dass das Magiesystem im Buch sehr umfangreich ist. Das beginnt schon beim komplexen Gebilde der Farb-Magie, in der Magie hier dargestellt wird. Die schwächeren Magier können nur eine Farbe wirken, stärkere und damit gefährlichere Magier natürlich mehrere, was manchmal dennoch etwas verwirrend sein kann, wenn der Autor nur noch von Farben spricht. Nichts desto trotz ein tolles Buch und gut ausgearbeitet. Ein Blick hinein lohnt sich also wirklich.
    Ach und die letzte Worte der Vorwarnung - nicht das jemand meint, ich hätte ihn nicht gewarnt. Das Buch hat einen mächtigen Cliffhanger ;)  Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!
    eure Nicky von Nickypaulas Bücherwelt

                                zur Videorezension geht es wie immer hier entlang




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    Yurelias avatar
    Yureliavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Perfekte, erwachsene Fantasy-Geschichte mit überraschenden Wendungen, sympathischen und realistischen Charakteren. Leseschatz. Pageturner.
    Brent Weeks: »Schwarzes Prisma«

    Ich bin begeistert. Dieses Buch hat mich total beeindruckt. Und ich will am liebsten die anderen Bücher der  Reihe lesen. Sofort.
    Es überzeugt auf ganzer Linie. Eine unglaubliche Geschichte, wie ich sie in der Art und Weise noch nie zuvor gelesen habe. Nicht in den 23 Jahren, die ich nun schon lese.
    Figuren, die alle Ecken und Kanten und Fehler haben und die eigentlich alle sehr sympathisch sind. Ich habe keinen wirklichen Charakter gehabt, den ich verabscheue. Keine Figur ist perfekt. Und das liebe ich so sehr. ♥
    Die Geschichte beginnt mittendrin. Es gibt eine düstere Vorgeschichte, die immer wieder angesprochen wird. Man wird in die Zeit danach in die Geschichte katapultiert und versteht erst einmal gar nichts. So als wäre man durch ein Buch in eine fremde Welt gereist und müsste diese Welt erst einmal richtig kennenlernen. ;D
    Aber nach und nach kapiert man immer mehr.
    Selten habe ich eine Geschichte wie diese gelesen, die mich so oft überrascht... Wirklich gar nichts fand ich voraussehend. Jede Wendung in der Geschichte war für mich total überraschend und ließ mich fassungslos gucken oder mir die Kinnlade fast ins Buch knallen. XD
    Beeindruckend, wie das der Autor geschafft hat, mich immer dann zu überraschen, wenn er es wollte. Ich will davon mehr!
    Ich weiß nicht, wie die anderen Bücher der Reihe sind, aber es könnte durchaus sein, dass sie das Zeug dazu hat, eine meine liebsten Reihen zu werden. :)
    Der Schreibstil des Autors ist eine gesunde Balance aus Details, Humor und Ernsthaftigkeit. Spannung pur. Sogar dann, wenn eigentlich nicht viel passiert. Langatmigkeit sucht man in diesem Buch vergeblich.
    Ich muss nicht erwähnen, dass ich teilweise das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, oder? XD

    Mein Fazit:
    Perfekte, erwachsene Fantasy-Geschichte mit überraschenden Wendungen, sympathischen und realistischen Charakteren. Leseschatz. Pageturner.

    Kommentare: 2
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    Paulina95s avatar
    Paulina95vor 5 Jahren
    Rezension zu "Schwarzes Prisma" von Brent Weeks

    Schon länger habe ich damit geliebäugelt, "Schwarzes Prisma" von Brent Weeks zu lesen, doch irgendwie kam immer irgendetwas dazwischen. Als ich nun in Ermangelung eines anderen Lesestoffs auf das Buch zurückkam (Weeks' Schatten-Trilogie habe ich bereits vor längerer Zeit verschlungen und geliebt), habe ich mir wirklich gedacht: Was für ein Glück, dass ich dieses Buch jetzt doch gelesen habe! Denn "Schwarzes Prisma" ist ein Fantasyroman, den ich jedem Fan des Genres nur empfehlen kann und der diesem eine ganz neue Perspektive verleiht - er bietet so viel mehr, als der Klappentext verspricht (diesen fand ich persönlich nicht so ansprechend).

    "Schwarzes Prisma" hat mich wirklich umgehauen. Ich habe selten (und ich lese sehr viel Fantasy) ein so phantastisches Buch gelesen!
    Hier stimmt einfach alles.

    Weeks' Charaktere sind unglaublich sympathisch, liebevoll gestaltet und können vom Leser einfach nur gemocht werden.
    Kip, als der fünfzehnjährige, unerfahrene, tollpatschige, dicke Junge, ist ein Sympathieträger und Antiheld, der seinesgleichen sucht - man muss ihn einfach süß finden und leidet bei jeder Peinlichkeit, die ihm widerfährt, mit. Auch Gavin, der auf den ersten Blick perfekt scheint, hat seine Schwächen und dunklen Seiten, deren Geheimnis im Laufe des Buchs nach und nach gelüftet wird, so dass nie Langeweile aufkommt (hier spielen auch viele unerwartete Wendungen eine Rolle).
    Aufgrund des Alters der auftretenden Charaktere, sowohl jugendliche als auch erwachsene, spricht der Roman auch Leser unterschiedlichen Alters an. Allerdings sollte dazu gesagt werden, dass der Brutalitätsgrad relativ hoch ist (es geht teilweise ziemlich blutig zu) und der Roman deshalb für jüngere Leser möglicherweise ungeeignet.
    Auf der anderen Seite führt dies zu vielen rasanten Action/Kampf/Schlachtszenen, die vor allem zu Beginn und Ende des Romans einen größeren Raum einnehmen.
    Das Besondere hierbei ist, dass Weeks eine vollkommen neue Art der "Magie" erfunden hat (mir war sie jedenfalls neu - und das als Fantasy-Vielleser). In der Welt von "Schwarzes Prisma" gibt es so genannte Wandler, die Lichtfarben materialisieren können (mehr möchte ich hier auch nicht verraten). Da kann ich nur sagen: Hut ab, bei so viel Einfallsreichtum!

    All dies erstreckt sich über zahlreiche Erzählstränge, die hin und wieder zusammenfinden. Das ist am Anfang etwas verwirrend, aber nach den ersten Kapiteln findet man sich relativ schnell problemlos zurecht.

    Ganz kurz noch etwas zum Schreibstil: Brent Weeks hat eine sehr direkte Art zu schreiben, er bringt die Dinge (oft auch schonungslos) auf den Punkt, was unter anderem dazu beiträgt, dass seine Bücher so packend, mitreißend und fesselnd (und manchmal auch schockierend realistisch) sind. Besonders bewundernswert ist seine Fähigkeit, actionreiche mit ruhigeren, auch gefühlsbetonten Szenen abzuwechseln, ohne, dass ein Szenentyp im Vergleich zum anderen abfallen würde. Er brilliert in beiden Bereichen gleichermaßen. Sehr gelungen sind auch die intelligenten und zum Teil humorvollen Dialoge zwischen den Charakteren, die zum Nachdenken und Schmunzeln anregen.

    Fazit: "Schwarzes Prisma" ist ein Roman für jeden, der etwas düstere, realistische Fantasy mit überraschenden Wendungen und teilweise hinterhältigen, intriganten Charakteren mag. Für Fans von Erwachsenen-Fantasy ein Muss!

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    K-chanvor 6 Jahren
    Lichtbrecher

    Kip ist mit seinen 15 Jahren mitten in der Pubertät und unter seinen Altersgenossen nicht gerade der beliebteste in der kleinen Stadt in dem Teil des Landes, der auch nicht der beliebteste ist.
    Die Chromeria, bestehend aus Farbwandlern, Menschen die verschiedene Facetten des Lichtes aufspalten und in Luxin umwandeln können, beherrschen die sieben Satrapien und die Menschen. Während die meisten Wandler nur eine und in selteneren Fällen auch zwei oder mehr Farben wandeln können, so gibt es jedoch nur einen Menschen, der in der Lage ist, das gesamte Farbspektrum abzudecken: Das Prisma. Und das ist Gavin Guile, der ausgerechnet dann zu Kips Stadt beordert wird, als diese vom widerwilligen König Garadul zerstört wird, der sich nicht weiter der Chromeria unterwerfen will.
    Als Gavin und Kip sich begegnen wird klar, dass diese Begegnung für beide ihre Konsequenzen haben wird und Gavin dazu bringt, vielleicht seine größten Geheimnisse offenbaren zu müssen.

    Sobald man das mit dem Farbwandeln erst einmal verstanden hat, ist es eigentlich gar nicht so schwer, zu verstehen, was die Charaktere tun. Und da Kip es auch erst im Laufe des Buches lernt ist man auch nicht ganz so verloren, wie es zu Beginn den Anschein zu haben scheint. Dennoch kann es nicht schaden, ein gewisses physikalisches Grundwissen darüber zu haben, wie Farben gesehen werden. Denn es wird zwar erklärt und auch wie ich finde sehr richtig und anschaulich, aber ich bin mir trotzdem nicht sicher, ob es für jeden so klar wird, wenn man es nur lesen kann.
    Aber das mal am Rande. Zwischenzeitlich fand ich auch, dass die Geschichte sich etwas hinzog, bis dann der große Kampf irgendwann einmal in Gang gesetzt wird und der scheint sich dann auch ewig hinzuziehen, weil man so viele Charaktere an unterschiedlichen Standorten ihre Geschichte erzählen lässt. Hier und da wirklich etwas lang.
    Davon aber einmal abgesehen war für mich sowieso die größte Bombe schon nach etwa 100 Seiten geplatzt. Und als die dann platzte und man wirklich erst mit einem riesigen Fragezeichen über dem Kopf dasaß und sich dachte: “Was?!” machte es der Autor einem nicht leichter, indem er dann noch Verwirrung schürte. Ja, es ist schwierig das zu erklären, wenn man nichts verraten möchte. Aber sagen wir einfach: Wenn man gerade ein Verwechslungsspiel anfängt, dann ist es nicht gut, wenn man auch noch alles andere auf einmal wechselt und man sich nach 10 Seiten dann fragt, wer denn nun wer und wieso und überhaupt ist.
    Gut, das hat sich nach ein paar Seiten dann auch wieder erledigt und gesetzt und ab da ist dann auch alles in Ordnung. Aber ich denke, dass ich wirklich fünf Seiten lang nicht begriffen habe, wer denn da nun wirklich wer sein soll. Und das sind Frustmomente, die man glaube ich vermeiden könnte.
    Ansonsten bin ich natürlich absolut neugierig, wie die Trilogie weiter und ausgehen wird. Ganz grobe Vermutungen habe ich natürlich schon, aber wer weiß, wer weiß… Zumal ich doch einige kleinere Parallelen zum früheren Werk Weeks sehe, der Nachtengel Trilogie. Die magische Zahl sieben, Farben, ein armer Waisenjunge, der aufgenommen wird und lernt, viele verzwickte Beziehungen. Und Charaktere, die sich auch mal selber schelten. Die merken, dass sie Fehler begehen, wenn sie sie bereits begangen haben und es manchmal doch nicht lernen wollen. Wie im echten Leben. Also eigentlich recht authentisch.

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