Bret Easton Ellis

 3.8 Sterne bei 1.102 Bewertungen
Autor von American Psycho, American Psycho und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Bret Easton Ellis

Bret Easton Ellis, geboren 1964 und aufgewachsen in Kalifornien. Er absolvierte eine Musikausbildung in Vermont und spielte einschließend Keyboard in mehreren Bands. Bereits während seines Studiums veröffentlichte er seinen ersten Roman "Unter Null". 1987 zog er nach New York City, wo er seinen zweiten Roman "Einfach unwiderstehlich" veröffentlichte. Mit seinem dritten Roman "American Psycho" 1991 gelang ihm der Durchbruch, er wurde zum Kultautoren. Er selbst war in dieser Zeit dem Dorgenkonsum verfallen. Zahlreiche Bands haben Songs über Bret Easton Ellis oder einen seiner Romane veröffentlicht.

Alle Bücher von Bret Easton Ellis

Sortieren:
Buchformat:
Cover des Buches American Psycho (ISBN: 9783942656412)

American Psycho

 (394)
Erschienen am 01.09.2012
Cover des Buches Unter Null (ISBN: 9783462318937)

Unter Null

 (137)
Erschienen am 07.09.2018
Cover des Buches Lunar Park (ISBN: 9783462052060)

Lunar Park

 (109)
Erschienen am 10.01.2019
Cover des Buches Glamorama (ISBN: 9783462318951)

Glamorama

 (76)
Erschienen am 07.09.2018
Cover des Buches Einfach unwiderstehlich (ISBN: 9783462318968)

Einfach unwiderstehlich

 (53)
Erschienen am 07.09.2018
Cover des Buches Imperial Bedrooms (ISBN: 9783462043525)

Imperial Bedrooms

 (37)
Erschienen am 15.09.2011
Cover des Buches Ellis, Die Informanten (ISBN: 9783462318975)

Ellis, Die Informanten

 (26)
Erschienen am 07.09.2018
Cover des Buches Weiß (ISBN: 9783462053517)

Weiß

 (0)
Erschienen am 26.04.2019

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Bret Easton Ellis

Neu

Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

Nicht das was ich erwartet hatte
Wielandvor 2 Monaten

Ich habe dieses Buch nun nach einer Weile abgebrochen und ich muss sagen, dass ich von "American Psycho" geschrieben von Bret Easton Ellis überhaupt nicht überzeugt bin.

Im wesentlichen handelt es um Patrick Bateman der bereits mit 27 Jahren Vizepräsident einer fiktiven Investment-Bank ist. Patrick Bateman kommt anfangs als eine diplomatische und linksliberale Persönlichkeit rüber. Schnell stellt sich heraus, dass dies lediglich als Fassade dient und dahinter versteckt sich ein gewalttätiger Psychopath steckt.

So werden wir auch oft Zeuge von trivialen Morden ohne Motiv und Verstand. Sie dienen lediglich dazu um seine Blutrünstigen Bedürfnisse zu befrieden. Der Ursprung dieser Bedürfnisse ist bis über der Hälfte des Buches nicht bekannt und auch so lässt der Autor kein Spielraum für Spekulationen offen, denn trotz der Ich-Erzählweise bleiben die Morde motivlos. So ziehen sich die weiteren Morde, und auch Straftaten, über mehrere Kapitel, so dass Patrick Bateman weiterhin ein kaltblütiger Mörder bleibt. Durch die Ich-Erzählweise hätte ich mir daher mehr Einblick in die Gedanken und Psyche von Patrick Bateman gewünscht. Warum macht er das gerade so? Warum empfindet er gerade das was er empfindet? Leider erhalten wir nie einen tieferen Einblick, sondern viel mehr einen oberflächlichen. Gepaart mit der Erzählweise hatte ich also permanent das Gefühl, dass mir etwas entgeht, dass da was fehlt und dass der Charakter noch nicht richtig ausgearbeitet wurde. Die Hoffnung dass im laufe der Geschichte Patrick Bateman ein Gesicht bekommt wird zerstreut. Ich hatte bisher nur ein einziges Kapitel gelesen, dass etwas mehr Charakter in Patrick Bateman einfließt und das war es auch. Leider ist der Hauptcharakter dieser Geschichte völlig ein-dimensional.

Der Schreibstil dieser Geschichte lässt relativ schnell zu wünschen übrig. Ich will den Autor und den Übersetzer nicht beleidigen, aber irgendwann hatte ich das Gefühl, dass der Autor und/oder der Übersetzer eine sehr überschaubaren Menge an Bausätzen verinnerlicht hat. Wahllos werden irgendwelche Gegenstände und Kleidungsstücke in die Szene reingeworfen und das wie ein Maschinengewehr. Als Beispiel: "Patrick Bateman trägt eine Krawatte und eine Rolex-Armbanduhr und ein Baumwellhemd und schwarze Schuhe und die Sessel sind Rot und...". Ich war schlussendlich sehr genervt davon und kam auch gar nicht mehr mit, weil so vieles so unpräzise in so kurzer Zeit reingeworfen wurde.

Damit diese Review allerdings nicht im bösen endet möchte ich gerne sagen, dass die Dialoge mir ganz gut gefallen haben und dass der Autor gut deutlich machen konnte, in welch einer Gesellschaft wir uns befinden. Und wenn man glaubt, dass man irgendwie nun den Durchblick in diesem Sozialen-Konstrukt gefunden hat, kommt wieder irgendetwas daher was einen umdenken lässt. Das fand ich gut, dass hat mich auch ein wenig mitgenommen. Wenn ich ganz ehrlich bin: In den Kreisen in denen sich Patrick bewegt... sie sind zum kotzen... und dass der Autor dass gut mit Steigerungen rüberbringen konnte fand ich gut :)    

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

The devil is in the details
Paperboatvor einem Jahr

Patrick Bateman is a successfull business man in a prospering company central New York. He's clothed in designer wardrobe from head to toe and is not the least shy to say so that even his underwear cost 60$ a piece. He's a hunter: During the day he competes with his colleagues for the most prestige clients, who's got the most elegants business cards and who has the biggest knowledge about proper attire and labels, in the evening he's in search for the best hardbody model-like companion for dinner in the best and hottest restaurants in the city. No dinner cost under 400$. He attends the hippest clubs with his colleagues and enjoy some lines of cocaine, typical evening routine for Bateman. During the night his greatest hunts occure, he's living his fantasies about killing homeless people and torturing prostitutes and escorts before murdering them.
It's the story of a most peculiar and odd American Dream where men only differ in the labels they wear and otherwise try to be are so much alike, nearly equal that they wish to outstand and be something singular in a most strange way.

Reading American Psycho was a very controversial task for me. On the one hand it was interesting to discover the nature of this character Bateman, on the other hand it was a bit of a pain in the ass to read for pages and pages to go on about his morning routine in the shower about how many different washes, gels, creams and other beauty products he uses or reading about a debate what to properly wear to a lunch business meating but I guess it's a neccessity in order to create the picture of a character so occupied with things that secretly bore him so much to death that he developed killing fantasies of the most perverse kind. Actually Bateman as a character is not that important, the name could be randomized with all his other office colleagues since they don't differ so much from each other. Reading about his torturing methods is not for the soft-hearted people, because other than just following whats current at the moment in fashion, beauty, nightlife he's very creative when it comes to dismember bodies.

Kommentieren0
0
Teilen

Rezension zu "White" von Bret Easton Ellis

Bret Easton Ellis privat und politisch
TheRavenkingvor einem Jahr

“In the decades after it was published, readers of American Psycho often asked me where Patrick Bateman would be now, as if he were an acquaintance of mine, someone I really used to know. This often came up during the tech boom of the mid-‘90s, and after the movie version was released in 2000, and again post 9/11 and during the Bush presidency, and it came up urgently in the months after the 2008 housing crash, and the question became even more prevalent on the twenty-fifth anniversary of its publication in 2016, which happened to coincide with a Broadway musical based on the book that was opening that spring, and it was never posed more desperately than it was after Donald Trump was elected.”

Donald Trump war schließlich das Vorbild von Patrick Bateman, dem eitlen, markenversessenen Serienkiller aus Bret Easton Ellis‘ Meisterwerk American Psycho. In einer urkomischen Szene des Romans diskutiert Bateman mit Arbeitskollegen darüber, wo nach Donald Trumps Meinung die beste Pizza in New York gebacken wird.

Wer wäre also besser dafür geeignet, einen Kommentar zum Zustand der USA unter Trump abzugeben?

Vielleicht ist das der Umstand, der die meisten Kritiker enttäuscht hat, denn Ellis scheint keineswegs sonderlich erpicht darauf auf den „Trump-Bashing-Zug“ aufzuspringen. Vielmehr nimmt er gegenüber Trump einen pragmatischen Standpunkt ein. Er ist vielleicht nicht der beste Präsident, aber sicher auch nicht der Antichrist, als den ihn seine Kritiker hinstellen wollen. Letztendlich geht es laut Ellis beim Menschen ohnehin nur um Macht und die Befriedigung egoistischer und sexueller Triebe, in dieser Hinsicht sind fast alle Politiker gleich (nutzlos). Unter welcher Regierung hat sich die Situation der Armen in den USA denn jemals nennenswert verbessert? Und war es nicht der freundliche Herr Obama der entscheidend zur politischen Spaltung der Nation beigetragen hat, welche man jetzt Trump ankreidet?

Ellis wagt es tatsächlich, den US-Präsidenten in Schutz zu nehmen. So kritisiert er, dass Trumps Aussagen von seinen liberalen Gegnern oft aus dem Kontext gerissen und verfälscht werden.

White ist teils Autobiographie, teils Fanservice und zu einem nicht unerheblichen Teil ein Versuch die gegenwärtige politische Situation in den USA ohne Hysterie zu betrachten.

Der Titel spielt dabei keineswegs auf Mr. Ellis‘ Hautfarbe oder seine privilegierte Stellung an, sondern ist eine Hommage an Joan Didions „The White Album“, eine kalifornische Autorin, deren Werk Ellis‘ eigenes literarisches Schaffen nachhaltig geprägt hat.

Die Generation „Snowflake“ wie Ellis die Millenials nennt, zu denen auch sein wesentlich jüngerer Lebenspartner gehört, träumt von Utopien und neigt zu Schwarz-Weiß-Zeichnung. Ellis‘ These ist, dass es heute in der Kunst oder auch im öffentlichen Leben nicht mehr um Wahrheit, Qualität oder Intelligenz geht, sondern vor allem darum, ob man auf der richtigen oder falschen Seite steht. So dürfen Prominente fürchterlich dumme Dinge von sich geben, solange sie damit dem linksliberalen Zeitgeist entsprechen, umgekehrt hilft es nichts rationale Argumente bei Reizthemen, wie z.B. unkontrollierte Masseneinwanderung, aufzuführen, wenn die Gegner nicht bereit sind zu diskutieren oder überhaupt abweichende Meinungen wahrzunehmen. Diese unreflektierte dafür oder dagegen Einstellung prägt heute praktisch sämtliche Bereiche des Lebens.

Im autobiographischen Teil erzählt Ellis wie er schon relativ früh in seiner Jugend mit gewalttätigen Filmen in Kontakt kam und zum Horrorfan wurde. Paul Schraders American Gigolo hatte später einen entscheidenden Einfluss auf ihn und führte dazu, dass er sich mit seiner eigenen Sexualität auseinandersetzte.

Er schreibt hier auch über weitere Filme, die ihm damals wichtig waren oder die Adaptionen seiner eignen Werke.

Es hilft natürlich, wenn man die Filme kennt, von denen er spricht. Ich habe The Breakfast Club nicht gesehen (was übrigens für sämtliche Filme des Regisseurs John Hughes gilt) und musste den Namen des Schauspielers Judd Nelson tatsächlich googeln. Auch war mir selbst die Filmadaption von Ellis‘ eigenem Debütroman „Unter Null“ mit Robert Downey Jr. bis heute unbekannt. Andererseits liefert Ellis im letzteren Fall genug Argumente, weshalb man sich dieses stark verwässerte Hollywoodprodukt nicht antun sollte.

Die kalifornische Traumfabrik hat in den letzten Jahren rapide an Relevanz verloren. Die Leute interessieren sich nicht mehr für Filmpreise wie die Oscars und es wird immer schwieriger abseits von Comic-Verfilmungen und großen Franchises Erfolg zu haben. Ellis selbst hat einige Drehbücher zu Filmprojekten geschrieben, welche niemals in Produktion gingen.

Aber auch Literatur hat längst nicht mehr den Stellenwert wie einst. Die großen amerikanischen Romane der Gegenwart beschäftigen die Öffentlichkeit längst nicht mehr in dem Maße wie es noch vor 30 oder 50 Jahren der Fall war. Eine unumkehrbar Entwicklung oder gibt es vielleicht eine Lösung zu diesen Problemen? Die Antwort darauf bleibt Ellis schuldig.

White ist intelligent, eloquent verfasst, regt stellenweise sogar zum Nachdenken an, aber es fehlt irgendwie die Dringlichkeit oder das Alleinstellungsmerkmal von Ellis‘ Botschaft. Wer nicht ausschließlich mit wohlsituierten liberalen Gutmenschen zu tun hat, dem dürften seine politischen Thesen bekannt vorkommen und was die Ansichten über Filmkunst und den Zustand Hollywoods betrifft: auch das hat man in letzter Zeit schon zu genüge gehört bekommen. Bret Easton Ellis‘  jüngstes Werk wirkt eher wie ein hübsches Hochglanzmagazin als wie ein vollwertiges literarisches Produkt.

Letztendlich gibt es keinen zwingenden Grund dafür, dass dieses Buch existiert. Vielleicht hatte Ellis‘ Verleger die Idee, ein paar Artikel zusammenzustellen und aus ihnen einen, ja im Grunde genommen, losen Essayband zu konstruieren.

Als Fan war es nett, mal wieder von Bret zu hören, trotzdem gab es selbst für mich Passagen, die ich relativ langweilig fand. Ich würde White dementsprechend nur absoluten Ellis-Fanatikern empfehlen.

Kommentare: 2
55
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Warum der stille Salvatore eine Rede hielt

Ich lade ein zur Leserunde meines neu erschienenen Romans und freue mich auf lebhafte Teilnahme und Diskussion!

Der Klappentext:

Durch einen spektakulären Unfall wird der Einzelgänger Salvatore mitten im Krieg berühmt. Freund und Feind reißen sich um ihn. Aber wem kann er wirklich vertrauen – dem blauen Kameraden, den depressiven Adventisten oder der schönen, aber chronisch übermüdeten Unbekannten?

Tragikomödie, Thriller, gesellschaftliches Horror-Szenario, Außenseiter-Liebesgeschichte voller schrill-abgründiger Charaktere: Der neue Roman des Autors von „Familie Fisch macht Urlaub“ ist eine packende Groteske über den Krieg in unserer Welt, sein schweigsamer Held ein moderner Simplicissimus.

Hintergrundinfos zu mir als Autor und zu dem Romanprojekt (das WIRKLICH ungewöhnliche Wege ging!) finden Sie auf meinem Blog.

Ich stelle jeder Teilnehmerin/jedem Teilnehmer ein Paperback oder ein E-Book (je nach Wunsch) kostenlos zur Verfügung, Versand ebenfalls kostenlos. Also: wer bei Namen wie Sorokin, Douglas Adams, Murakami, Tom Sharpe, David Sedaris oder Thomas Pynchon neugierig wird, der muss sich bei dieser Leserunde bewerben!

32 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Bret Easton Ellis wurde am 06. März 1964 in Los Angeles (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Bret Easton Ellis im Netz:

Community-Statistik

in 1.334 Bibliotheken

auf 148 Wunschzettel

von 36 Lesern aktuell gelesen

von 36 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks