Bret Easton Ellis American Psycho

(358)

Lovelybooks Bewertung

  • 379 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 11 Leser
  • 43 Rezensionen
(137)
(113)
(61)
(24)
(23)

Inhaltsangabe zu „American Psycho“ von Bret Easton Ellis

'Eine literarische Markierung des ausgehenden 20. Jahrhunderts.'Hubert Winkels Patrick Bateman sieht gut aus, ist gut erzogen und intelligent. Tagsüber sitzt er in seinem Büro in der Wall Street und vergrößert seinen Reichtum. Seine Nächte hingegen verbringt er auf unfaßbare Weise. Er ist ein Serienmörder und lebt seinen ganz eigenen amerikanischen Traum.'American Psycho läuft drohend, grollend wie ein Unwetter an, und plötzlich schlägt der grausame Blitz ein: Die Banalität des Schrecklichen, die wir verdrängen wollen, trifft uns und zwingt uns, das Unerträgliche wahrzunehmen: die Oberflächlichkeit, die Brutalität, mit der wir uns abfinden. In einer Medienwelt, die jedes Thema lächelnd in drei Minuten abhandelt--vom Holocaust über die Salatbar zum Krieg--ist dieses Buch ein Schuß ins Herz, Picassos Guernica vergleichbar.'Elke Heidenreich (Quelle:'Flexibler Einband/16.01.2006')

Pervers & schockierend

— Aliknecht

Abgebrochen

— Amber144

Stöbern in Krimi & Thriller

Unter Fremden

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt!

gedankenbuecherei

Crimson Lake

Spannend und skurril, drei Fälle im Australischen Sumpfgebiet

Gruenente

Ich soll nicht lügen

Absolut spannender Thriller mit Suchtfaktor

ShiYuu267

SOG

Maximale Spannung und absoluter Nervenkitzel - teils aber auch wirklich harter Tobak!

Nepomurks

Alte Sünden

Solider Kriminalroman mit interessanter Geschichte

lenisvea

Niemals

Absoute Leseempfehlung!l

guemue

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Hardbodies

    American Psycho

    Aliknecht

    17. September 2017 um 03:52

    Patrick Bateman arbeitet in 80er-Jahren als Investmentbanker in Manhattan. Man trägt Designer-Kleidung und betreibt aufwendige Körperpflege. Die auftretenden Personen werden mit akribischer Genauigkeit anhand der Kleidung und Assecoires beschrieben: "Reed Thompson walks in wearing a woll plaid four-button double-brested suit and a striped cotton shirt and a silk tie, all Armani, plus slightly tacky blue cotton socks by Interwoven and black Ferragamo cap-toe shoes that look exactly like mine, with a copy of the Wall Street Journal held in a nicely manicured fist and a Bill Kaiserman tweed balmacaan overcoat draped casually across the other arm".Man speist in wechselnder Zusammensetzung in angesagten Restaurants. In coolen Bars wird J&B, Champagner vintage oder nonvintage und manchmal auch nur Bier oder San Pellegrino getrunken. Dazu werden Kokain und Tabletten gereicht. Die Rechnungen sind exorbitant. An der Bar nippen "Hardbodies" Cocktails und halten Ausschau nach zahlungskräftigen Investmentbankern. Patrick dated Evelyn und schläft mit Courtney. Courtney will Luis heiraten, den Patrick nicht leiden kann. Bateman geht zum Friseur, zur Gesichtskosmetik und ins Fitness-Studio.  Er kennt Gott und die Welt, wird aber von Bekannten dauernd mit falschen Namen angesprochen. Ein ganzes Kapitel ist der Beschreibung seiner Hifi-Anlage gewidmet und in drei Kapiteln spricht Patrick über Lieblingsmusik: Genesis, Whitney Houston und Huey Lewis and the News. Patrick Bateman verfolgt im Frühstücks-Fernsehen täglich die Patty Winters Show und zeichnet sie auf, sollte er sie verpassen. Er berichtet regelmäßig detailliert über die belanglosen Themen dieser Sendung. Dann explodiert die Handlung und Patrick Bateman begeht den ersten Mord. Er stösst einem obdachlosen schwarzen Bettler auf der Strasse nach einer kurzen Unterhaltung völlig überraschend  die Klinge eines langen Messers erst ins rechte Auge und dann in den Bauch. Danach verlässt er die Szene und geht zu McDonald's am Union Square. Es ist die erste Orgie der Gewalt, die sich darauf in weiteren blutrünstigen Taten von mal zu mal auf die schrecklichste Art bis zur Schlachtung junger Mädchen steigert. Es bleibt dabei unklar, ob Realität beschrieben wird oder ob Patrick Bateman "nur" in einen Abgrund von geistesgestörten Wahnvorstellungen gestürzt ist. Aufgrund seines unverfänglichen Äußeren und seiner dreisten Schlauheit gerät er nicht in Verdacht und wird nach keinem Verbrechen festgenommen. Am Schluss geht er zu einem Anwalt und schildert ihm seine Untaten. Der Anwalt hält es für einen Scherz. Dieser Roman fasziniert trotz aller Schrecklichkeiten. Es ist zunächst einmal die direkte präzise Beschreibung all dessen, was man im Leben Tag für Tag vor sich hat, und was bis jetzt noch wenig Eingang in die Literatur gefunden hat. Da sind zu allererst die endlos wiederholten Schilderungen von Kleidung und Accessoires sowie deren genaue Einschätzung und Bewertung. Die Sachkenntnis selbst ist allein schon ein Statussymbol und ein ästhetisches Vergnügen. Ist es nicht so, dass fast jeder sich durch seinen Kleidungsstil ausdrücken will und andere danach einschätzt. Aber das findet im wahren Leben eher uneingestanden statt, wird meist verleugnet und kann sich eigentlich nur in TV-Formaten wie "Shopping Queen" ausleben. Die technischen Beschreibungen lesen sich wie in einem Verkaufsprospekt und die Daten und Eigenschaften finden in Patrick Bateman den  gleichen intensiven und detaillbesessenen Wiederhall wie bei jedem Musikliebhaber, der sich endlich das definitive Equipment zulegen kann. Die Beschreibungen seiner Lieblingsmusiken offenbaren Sachkenntnis und Urteilskraft. Ebenso meisterhaft geschrieben sind viele Dialoge. Zum Beispiel der komplizierte Ausgleich der wechselseitigen Interessen bei der Wahl eines Restaurants und der Teilnehmer eines gemeinsamen Dinners. Einer möchte diesen, den er hasst, indirekt ausschliessen, ein anderer hat ein Auge auf eine Schönheit, die sich aber ohne ihren Partner hinzugesellen soll. Das Niveau der Argumentation und der Lügengespinste ist hoch und, wäre man selbst involviert, würde man mit feiner Sensorik die Finten wohl noch besser wahrnehmen. So ist man nur ein unbeteiligter Leser, der Mühe hat dem Geschehen zu folgen. Die Beschreibung der Morde erfolgt mit der gleichen furchtbaren Präzision und man könnte deshalb das Buch mehrfach aus der Hand legen. Anti-Amerikaner würden natürlich sagen, seht einmal da ... Bret Easton Ellis schildert auf exzellente Art, die Inhaltsleere, und die Bindungs- und Ziellosigkeit und dieser reichen Bewohner Manhattans, die in öder Langeweile und in der Welt des Konsums allmählich verkommen. Das gelingt ihm vor allem in ausdruckstarken Dialogen und Selbstgesprächen. Hyper-Realismus. Ganz große Literatur. Ausgabe: Bret Easton Ellis American Psycho Picador London 2015 (Englisch) gelesen im April 2017Autor: Bret Easton Ellis, geboren 1964 in einem Vorort von Los Angeles, wohnhaft in New York City, gilt als einer der kontroversesten, aber auch sprachgewaltigsten jungen Autoren seiner Generation. Mit 19 schrieb er seinen Debütroman, einen schonungslosen Zustandsbericht über das dekadente aber orientierungslose Leben der Yuppies in den 80ern, der 1996 erfolgreich verfilmt wurde. 1987 erschien sein zweiter Roman bevor er 1991 endgültig zum Kultautor aufstieg [1].Referenzen: [1] AMAZON.COM

    Mehr
  • Abgebrochen

    American Psycho

    Amber144

    31. March 2017 um 10:35

    Ich habe das Buch nach 10 Seiten abgebrochen und verschenkt. Die elend langen und langweiligen Ausführungen haben mich extrem genervt. Der Schreibstil ist furchtbar und langweilig

    • 3
  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    bibliophilist1985

    12. July 2014 um 20:41

    Das extreme Auseinanderdriften der Meinungen zu dieser Lektüre spaltet die Lager der Leser in jene, die Lob für sozialkritische, die harte Realität schonungslos zeigende Literatur, die auch an die Schmerzgrenze gehen darf übrig haben und jenen, die frauenfeindliche und sexuell abartige Snuffszenen als verzichtbar erachten. So wird auf der einen Seite Tiefgang, Subtilität und Mut des Autors angesichts der zu erwartenden Reaktionen und Anfeindungen nach Veröffentlichung gelobt, während sich ein anderer Teil der Leserschaft nur kopfschüttelnd abwenden kann. Abseits aller Deutungen aber am störendsten ist, dass  bei aller Akzeptanz für Kunstkniffe und stilistische Freiheiten, dies schlicht und ergreifend kein Roman ist sondern eine Aneinanderreihung von Produktbeschreibungen von Luxusartikeln, um die Abgehobenheit und Dekadenz zu unterstreichen, Musikerbiografien, deren Sinn es wohl sein soll, die Verletzlichkeit und Sensibilität des Protagonisten zu veranschaulichen, Schminktipps für Männer und Anleitungen wie man Menschen schlachtet. Es gibt weder einen roten Faden, nennenswerte Nebencharaktere, einen Gegenspieler oder eine Handlung abseits von arbeiten und töten in Endlosschleife. Sicher kann man in den Narzissmus und die Skrupellosigkeit des Hauptcharakters, der selbstverständlich im Finanzsektor tätig sein muss vielerlei hineininterpretieren, nur haben es schon andere Autoren geschafft, vor beißendem Zynismus triefende Werke zu schaffen, ohne die Seitenanzahl durch verzichtbare Schilderungsorgien irrelevanter Sachverhalte oder auf Wikipedia nachlesbarer Fakten um ein gutes Drittel zu erhöhen. Autoren, die jahrelang an ihren Werken feilen, müssen sich die Frage stellen, warum ein internationaler Verkaufsschlager über weite Strecken mit leicht zu schaffenden Beschreibungen auskommt, zwischen die Monologe eingestreut werden. Zum Zeitpunkt des Erscheinens im Jahre 1991 war es für den Verlag sowie den Autor vorhersehbar, dass der Skandal die Auflagenzahlen durch die Decke treiben und ihnen massenhaft Geld in die Kassen spülen wird, da das alte Schema des Reizens konservativer und reaktionärer Kreise immer gut funktioniert und es bei Werken, deren Indizierung und Verdammung aus Ignoranz oder Machtanspruchsdenken erfolgt, auch gut und richtig ist anzuecken und zu provozieren, um alte Denkmuster aufzubrechen. Nur wenn ein Werk keinerlei diesbezüglichen Ansprüchen gerecht wird, sondern nur von monetären Bestrebungen getrieben mit den niederen Instinkten der Menschen spielt, verdient es keine Berichterstattung und Diskussion in solch übertriebenem Ausmaß. Schade um die wirklich guten, eine wichtige Botschaft transportierenden Werke, deren Veröffentlichung durch die Radikalisierung der Gegner solcher Literatur und der Machtsteigerung ihrer Lobbys erschwert, wenn nicht mitunter sogar verhindert wird. Denn der Geldregen kann sich durch Indizierung auch in ein Verlustgeschäft verwandeln, wenn eine ganze unverkäufliche Auflage auf Halde liegt und zwar nicht, weil es jugendgefährdender Schund, sondern sozial zu extremer und am liebsten unter den Teppich gekehrter Sprengstoff ist.  

    Mehr
  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    Munro

    14. January 2013 um 16:24

    heutzutage haut dieses buch vielleicht keinen mehr wirklich aus dem hocker, in den 90ern war das allerdings DER schocker schlechthin. Ausser ein paar Szenen finde ich dieses buch einfach nur anstrengend

  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    Asmos

    Patrick Bateman ist erfolgreich in seinem Beruf, ebenso beliebt bei den Frauen und er tötet Menschen. Nachdem mir das Buch auf meiner Suche nach blutigeren Büchern immer wieder über den Weg gelaufen und auch häufig empfohlen worden ist, wollte ich mir selbst ein Bild davon machen, obwohl ich häufig gesagt bekam, es ist ‚nichts für schwache Nerven’ [die ich nicht habe] und ‚nicht jedermanns Ding’ [ich mag Bücher, die aus der Reihe tanzen]. Als ich mit der Lektüre begonnen habe war ich demnach auf vieles gefasst, allerdings nicht darauf, dass gut neunzig Prozent des Buches sich damit befassen, wer was trägt, sich mit was rasiert und was isst. Das ist auf den ersten zehn Seiten ja vielleicht noch ‚ganz interessant’ [wenn überhaupt], nervt nach fünfzig Seiten und schürt nach gut zweihundert Seiten einen ernstzunehmenden Wutherd. Dass das Buch von einem Mann aus Sicht eines männlichen Protagonisten geschrieben wird, macht die Sache nicht besser. Fünf Bände Gossip Girl [+ zwei Staffeln] erreichen nicht im Entferntesten die Dichte an High Society Geschwafel, die man auf zweihundert Seiten American Psycho antrifft. Mag ja sein, dass man das Ganze ein Stilmittel ist und die steigende Anzahl an Gedanken an Mord und Totschlag lassen dabei durchaus einen gewissen Vorsatz vermuten, aber das tröstet nicht darüber hinweg, dass man seine Zeit mit der Lektüre über sinnlose Diskussionen bezüglich Visitenkarten, Sushi, Musikgruppen, Hawaiiurlaube und ähnliches vergeudet hat. Die Darstellung vom Konsumterror unserer Zeit, von der Oberflächlichkeit der Menschen usw. in allen Ehren, aber hätte das Buch hundert Seiten weniger gehabt, hätte man die Nachricht auch noch mehr als gut verstanden. Noch unverständlicher war für mich nur, dass viele Kapitel mitten im Satz aufhörten. Der Sinn dieses ‚Stilmittels’ erschließt sich mir nicht. Bateman ist als Charakter dabei so glanzlos und neutral, dass man außer einem gewissen Ekel für bestimmte Situationen nicht viel empfindet. Worin das wirklich Empörende bei diesem Buch liegt, ist mir bisher schleierhaft. Grausame Psychopathen gibt es auch in anderen Büchern, die mehr Spannung und interessantere Figuren aufzuweisen haben. Sicher, Bateman ist schamloser als jeder Killer, dem ich jemals in einem Buch begegnet bin. Er tötet so häufig und gewissenlos, so schamlos und brutal, dass es irgendwann schlichtweg langweilig ist, ihn dabei zu beobachten. Da sein Gewaltpotenzial zu Beginn des Buches nur spärlich eingebaut ist, bekommt man das Gefühl, es ist ‚nur’ ein gelegentliches Aufflackern und demnach auch nur ein gelegentliches Töten. Im Laufe des Buches fing ich jedoch an, mich über die Masse an Opfern zu ärgern. Nicht einmal so sehr, weil ich es für unrealistisch hielt, dass ein einzelner Mensch tatsächlich zu so viel Gewalt bereit ist, sondern, weil das Buch den Eindruck vermittelte, Bateman würde sich nicht besonders viel Mühe geben seine Taten zu vertuschen. Folglich war es für mich nur bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar, dass er nicht schon längst hinter Gittern war. Sicher, es ist nur eine Metapher, und macht wahrscheinlich die Ignoranz der Menschen deutlich, das hat mich aber nur wenig getröstet. Gen Ende hin hab ich immer öfters Seiten nur überflogen, teilweise ganze Kapitel ausgelassen, wenn ich merkte, da kam wieder ne ellenlange Erzählung über irgendetwas, das mich nicht im Geringsten interessiert [dabei habe ich mir Anfangs wirklich Mühe gegeben konzentriert bei der Sache zu sein und ALLES zu lesen]. Ehrlich gesagt kann ich mir schwer vorstellen, dass irgendjemand von Anfang bis Ende jedes Wort dieses Buches liest, so viel Durchhaltevermögen fände ich geradezu heldenhaft [Gehirnwindungen scheinen sich bei mir zumindest automatisch auszuschalten, wenn ich zum x-ten Mal „Er trug einen Anzug von xy“ lese“. Den Schluss des Ganzen fand ich passend und gleichzeitig ernüchternd. Bei manchen Büchern empfinde ich schlichtweg Erleichterung, wenn ich die letzte Seite lese… Allerdings muss ich meine Hochachtung aussprechen, da es einiges erfordert derart viele Fakten über Kleidung, Essen, Musik und ähnliches zusammenzutragen und sie dann auch noch niederzuschreiben. Fazit: Passende Adjektive zum Inhalt des Buches wären nur ‚abartig’ und ‚widerlich’. Nicht einmal als besonders schockierend oder erschreckend könnte ich das Buch bezeichnen. Damit etwas unter die Haut geht müssen für mich auch Gefühle wie Angst und Verzweiflung übermittelt werden und Gefühle sind etwas, das man in diesem Buch auf all den vielen Seiten kaum zu finden vermag [was sicher Sinn der Sache ist…]. So blieb ich als Leser relativ distanziert, konnte mich nicht recht in die Geschichte einfinden und war zudem froh, als das Buch zu Ende war. Vielleicht hätte ich mehr Verständnis für ‚American Psycho’ aufbringen, hätte man es mir nicht als Thriller und mit Beschreibungen wie ‚echt heftig’ und ‚geht unter die Haut’ empfohlen. Das Buch vermittelt sicher viele wichtige Botschaften und Gedanken, man sollte allerdings entsprechend informiert an die Sache heran gehen.

    Mehr
    • 3
  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    Armillee

    08. June 2012 um 15:24

    Was für eine blöde Story. Seite 100 war endgültig Feierabend für mich...noch immer keiner gestorben. (ausser ich fast vor Langeweile). Nur dummes Gelaber.
    Dieses Buch ist gut für die Ofenheizung.

  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    erdbeerliebe.

    25. May 2012 um 11:45

    Nichtssagender Text vollgestopft mit (damals) wichtigen Markennamen und Promis, zugekleistert mit Arroganz und verstopft mit Ironie, die man nur versteht, wenn man überhaupt weiß, worum es geht - falls man nicht schon vorher die Lust am Lesen verloren hat. Der Protagonist Patrick Bateman ist derart unsympathisch, dass es eine Qual ist, und der erste Mord passiert auch erst nach gut 100 Seiten. Der 'amerikanische Traum', den das Buch wohl vermitteln will ist deutlich: Aber eine 4-seitige Beschreibung über die Waschgewohnheiten Batemans hätte es dennoch nicht gebraucht. Enough is enough. Manchmal zählt der Ruf, den ein Buch hat, doch mehr als der eigentiche Eindruck, den man selbst bein Lesen verspürt. Klar ist die Oberflächlichkeit des Buches und die Dis-sympathie Patricks gewollt, aber es macht einfach keinen Spaß wenn man nicht mal jemanden hat, mit dem man sich identifizieren kann/will - für wen liest man das Buch dann? Nur für sich selbst? Um es mal gelesen zu haben? Nein danke.

    Mehr
  • Leserunde zu "Morgen, morgen wird alles zum guten Ende kommen." von Thomas Gatzemeier

    Morgen, morgen wird alles zum guten Ende kommen.

    thomas_gatzemeier

    Ich möchte euch zu einer Leserunde einladen. Der Roman ist am 26.März erschienen. Mal sehen, ob ich es fertigbekomme, alles richtig „einzurühren“. Bewerbungen zu befriedigen. Bücher zu versenden. Mehr oder weniger schlaue Antworten auf eure Reaktionen zu geben. 20 Romane stehen zur Verfügung. Als Einführung der Rücken- und der Klappentext. Rückentext: Hinter Edgar Wünschel, dem attraktiven Mathematiker, sind die Frauen her, er will und kann keine von ihnen halten. Er wird Aktienhändler, um nicht als Arbeitsloser zu enden. Eingebettet in eine burleske und teilweise grotesk anmutende Geschichte aus dem Bankmilieu wird beschrieben, wie es Wünschel als professionellem Börsenspieler wider Willen ergeht. Erst als er die wertlos gewordenen Hypothekenkredite der Dubliner Zweigstelle seiner Bank bewerten soll, wird ihm klar, daß das System, in dem er sich bewegt, auf Lug und Trug beruht. Präzise und detailliert beschreibt der Roman, wie sich ein Spieler bewußt wird, was er treibt und trotzdem seinem Tun nicht entfliehen kann. Er sucht Ablenkung bei einer einfachen Frau, weiß nichts mit ihr anzufangen, hat aber den besten Sex seines Lebens mit ihr. Obwohl er spontan nach einer durchzechten Nacht von sich aus kündigt, handelt er eine riesige Abfindung heraus und setzt noch einmal alles auf eine Karte. Der Titel dieses Buches ist der letzte Satz aus Dostojewski’s »Der Spieler«: »Morgen, morgen wird alles zum guten Ende kommen!« Klappentext: Edgar Wünschel, studierter Mathematiker, arbeitete in der DDR als Friedhofsgärtner, ging mit seiner Frau nach Westdeutschland und fand keinen angemessenen Job. Sie verließ ihn, weil er trank, und er wurde, nach einem Besuch des Gerichtsvollziehers, Aktienhändler an der Frankfurter Börse. Wieder in Leipzig, nun als Leiter des »Eigenhandels« einer großen Bank, dreht er ein erfolgreiches, aber auch hochriskantes Rad. Er hat schnellwechselnde Frauenkontakte, einen Porsche, eine Designerwohnung und einen Kühlschrank, der zu jeder Zeit Eiswürfel für Drinks bereithält. Edgar ist vom rational-mathematischen Denker zum Spekulanten geworden und frönt den Insignien des Erfolgs. Auf einem Segel-Törn verletzt er sich und wacht im Krankenhaus neben einem ehemaligen hohen Funktionär der SED auf. Die erste Finanzkrise beginnt. Ihm wird klar, daß er einem Trug  aufgesessen ist und mit welchen Methoden die Bank gearbeitet hat. Edgars jugendlich rebellischer Geist bricht wieder hervor. Er ersteigert liegengebliebene Gepäckstücke und schüttet den darin befindlichen Unrat im Büro seines Vorstandsvorsitzenden aus. Die karrierebewußte Tochter eines schwäbischen Bankers, mit der er gern geschlafen hätte, beschimpft ihn als Verräter. Edgar fährt zu seinem Jugendfreund. Zieht sich am darauffolgenden Morgen, noch unter Alkohol stehend, einen alten sowjetischen Trainingsanzug an. Geht in die Bank, kündigt und handelt mit dem inzwischen ausgetauschten Vorstand eine beachtliche Abfindung heraus, geht in sein Büro zurück und sieht auf den Monitoren die Zeit gekommen, wieder ganz groß in den Markt einzusteigen ...

    Mehr
    • 167

    WolfgangB

    21. May 2012 um 07:26
    thomas_gatzemeier schreibt Unzulässig ist nichts, denn Kunst in jeglicher Form ist a priori subjektiv. Von "American Psycho" wurde mir sehr bildhaft berichtet. Wie soll ich sagen/schreiben? Bin ich zu sensibel? Habe es ...

    Ich rate Dir davon ab. Nicht allein deshalb, weil American Psycho nicht für jedermanns Magen geeignet ist, sondern um Dir Deine erzählerische Eigenständigkeit zu erhalten. Aufgrund der ...

  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    JimmySalaryman

    02. January 2012 um 12:11

    Och ja. Anfang der 90er schwer in Mode, weil es "Gore" und ficki ficki und abgeschnittene Zungen gab, und der Täter mal kein grenzdebiler Homeboy vom Bauernhof oder ein Soziopath mit Rape-Glasses und Pädophilenbart. Einige gute, dazwischen aber auch einige wirklich laaaaaangweilige Passagen, und Name-Dropping galore. Klar, sagen jetzt die Afficionados, das MUSS so sein! Das gehört zum Ambiente und so! Nur, mal ehrlich, wer kennt schon das Ambiente eines neureichen Brokers? Die wenigsten, nehme ich an. Für die damalige Zeit sicherlich revolutionär, heute wirkt es auf mich jedenfalls ermüdend.

    Mehr
  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    Graf Zahl

    28. October 2011 um 19:37

    20 Jahre nach Erscheinen habe ich es endlich geschafft, mir "American Psycho" zur Brust zur nehmen. Natürlich habe ich schon einiges über dieses Buch gehört und bin vor einigen Jahren beim Zappen auch mal bei der Verfilmung hängengeblieben und habe sie somit halb gesehen. Der Roman spielt in New York der zweiten Hälfte der 80er Jahre des letzten Jahrhunderts. Der Ich-Erzähler Patrick Bateman ist der Prototyp eines Yuppies dieser Zeit. Er arbeitet an der Wall Street, kokst wie wild, schmeißt sich Tabletten ein und ist nur in Szenelokalen anzutreffen. Er ist ein oberflächlichlicher, Marken-fixierter Schnösel, der zutiefst unsympatisch wirkt. Gleichzeitig scheint er auch ein Doppelleben zu führen. Ich sage bewusst scheint, denn was real (so weit man einer fiktiven Erzählung überhaupt von real sprechen kann) ist und was sich nur in Batemans Kopf abspielt, lässt Easton Ellis offen. Bateman ist ein Massenmörder. Und die Beschreibung dieser Morde, Vergewaltigungen und anderer sadistischer Taten sind das, was das Buch in Deutschland auf den Index gebracht hat. (In meinen Augen übrigens eine Lächerlichkeit.) Diese Gewaltszenarien sind heftig und zutiefst verstörend, besonders da sie sich mit ermüdenden Beschreibungen der Kleidung und deren Designer und anderen Statussymbolen der damaligen Zeit abwechseln. Das verstärkt die Wirkung der Gewalt nur noch. Ich habe das Buch ein ums andere Mal zur Seite legen müssen um das gelesene zu verdauen. Und ich bin nicht unbedingt zartbesaitet was Gewalt in Buch und Film angeht. Aber wie realistisch Ellis, das seinen Protagonisten beschreiben lässt, zeugt schon von großer erzählerischer Fähigkeit. Er will verstören. Und er schafft es auch nachhaltig. Man kann sich natürlich darüber streiten, ob diese Gewaltdarstellungen sein müssen. Von meinem Standpunkt ausgesehen sind sie notwendig. Bateman ist ein kranker Irrer, ob er diese Taten begeht oder alles nur in seinem Kopf geschieht. Und dieser Irre erzählt uns seine Geschichte mit seinen Worten und von seinem Standpunkt aus. Also müssen die Szenen so geschrieben werden, wie sie es sind. Damit jetzt nicht der Eindruck entsteht, dass es sich bei diesem Roman nur um eine Aneinanderreihung mehrerer Gemetzel handelt: Das Ganze ist auch eine sehr gelungene Beschreibung der Verhältnisse Ende der 80er Jahre. Zusammen mit dem Film "Wall Street" von Oliver Stone kann man sich, denke ich, ein recht rundes Bild New Yorker Gesellschaft machen. Auch das macht den Reiz dieses Buches aus. Dieser Roman ist zurecht jetzt schon ein Klassiker.

    Mehr
  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    MacLloyd

    14. October 2011 um 20:29

    Dieses Buch polarisiert und ich finde es toll. De erfolgreiche Broker Bateman beschreibt sein Leben: Den sehr überschaubaren und trotzdem gewinnbringenden Tagesablauf, seine und anderer Kleidung, Treffen mit Kollegen, 80er-Jahre-Musik, erfolglose oder erfolgreiche Versuche, in angesagten Restaurants einen Platz zu ergattern - und eben nebenbei auf extrem dargestellte Weise Menschen zu foltern und zu töten. Und niemand nimmt Notiz davon... Natürlich nicht literarisch überragend, so aber gewollt. Der Stil des Buches trift diese Zeit so genau...

    Mehr
  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    Moviefan

    01. August 2011 um 13:39

    Anfangs fand ich das Buch sehr ekelhaft. Nachdem ich den relativ harmlosen Film gesehen hatte, habe ich nicht erwartet, dass das Buch so hart und krank ist. Man ist vor nichts sicher. Sex, Blutbäder, Rassismus, Frauenfeindlichkeit und alles andere was schlecht und unmoralisch ist, kriegt man in "American Psycho" (AP) zu lesen. Durch den lockeren Umgang mit Gewalt (die hauptsächlich von Patrick ausgeht) ist AP nicht so sonderlich schlimm, als wäre jedes Wort ernst genommen worden. Sarkasmus, Nebensächlichkeiten und die plötzlichen Erwähnungen von Sachen die überhaupt nicht zum Thema passen, begleiten einen das ganze Buch über. Als hauptsächliche Kritikpunkte empfand ich: 1. Das viele Handlungen nicht weiter vertieft wurden. Ich dachte die ganze Zeit ich hätte irgendetwas verpasst, was für die Handlung wichtig sein könnte. WAS ZUM TEUFEL HAT ER MIT DEM SCHEISS KLEIDERBÜGEL GEMACHT ??? 2. Die endlos langen Erzählungen, die entweder wie ein Modekatalog, ein Beautyshop-Roman oder eine viel zu lange Rezension einer CD sind. 3. Die vielen vielen Kommata (Kommas). Oft sind die Sätze extrem lang und anfangs ist das sehr umständlich zu lesen, bis man sich daran gewöhnt hat. Sonst gefällt mir AP in jeder Hinsicht. Es ist spannend, tiefsinnig, hat tolle Charaktere, Wendungen, Überraschungen, Humor und den coolsten Yuppie aller Zeiten. Gesellschaftskritisches Thrillmeisterwerk mit garantierter Tätersympathie. So. Und jetzt entschuldigt mich. Ich muss noch Videos zurückbringen...

    Mehr
  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    Miriam81

    Ich mag Patrick Bateman

    • 4
  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    Bookgnom

    28. April 2011 um 23:46

    Wohlhabener Brooker ist Beruflich sehr angesehen - Privat ist er ein Psychopat. Das ist schon alles was man über den Inhalt sagen sollte. Die Frage ist nur, was :American Psycho IST???? Es ist ein Buch, das an die Nerven des Lesers geht. Die Kapitel sind zäh, trocken und brutalst langweilig. Das zerrt an den Nerven, der reinste Psychokrieg mit dem LESER. Die Metzelstellen sind extrem Brutal, was wiederum einen schonungslosen Umgang mit dem Nervenkostüm des Lesers darstellt. Erst wird in einem einzigen Kapitel nur ein Musikalbum von Withney Houston analisiert, praktisch jedes einzelne Lied und wird verglichen mit anderen Liedern, im nächsten kapitel bekommt eine Frau ein Abflussrohr in den Genitalbereich gesteckt mit einer eingeführten, ausgehungerten Ratte ..... Das Buch war zumindest einmal auf dem Index, ob er es noch ist, ist mir nicht bekannt. Ich habe tatsächlich für diesen Roman über 5 Jahre benötigt, weil er so zäh zu lesen ist und erst im letzten Drittel etwas flüssiger voran geht. Wer sich für die Handlung dennoch interessiert, sei die Verfilmung ans Herz gelegt, mit Christian Bale in der Hauptrolle, das Movie ist ganz solide gemacht, nur die extremen Brutaloscenen sind nie gedreht worden.Und für die paar Kapitelchen lohnt sich meines erachtens es nicht, den Roman zu erwerben. 2 Sterne, weil man diesen Roman, einmal gelesen, nie mehr vergisst, egal in welcher Richtung

    Mehr
  • Rezension zu "American Psycho" von Bret Easton Ellis

    American Psycho

    Molks

    Eine schier unendliche Aneinanderreihung von Belanglosigkeiten über Designer-Kleidung, teuren Aschenbechern und im krassen Gegensatz dazu diese unbändigen Gewalt des Hauptakteurs Pat Bateman. Warum avancierte dieses Buch zum Thriller-Klassiker? Weil es zeitweise verboten war, weil es mit Tabus bricht und offen über Gewaltverbrechen spricht?
    Ich konnte diesem Buch leider nicht viel abgewinnen.

    • 3

    Molks

    08. February 2011 um 08:25
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks