Bret Easton Ellis Imperial Bedrooms

(7)

Lovelybooks Bewertung

  • 6 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(0)
(2)
(2)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Imperial Bedrooms“ von Bret Easton Ellis

Die Idee hinter diesem Roman als Fortsetzung the Less Than Zero ist hervorragend. Leider gelingt die Umsetzung nur zum Teil.

— PolluxTR
PolluxTR

Quasi eine Fortsetzung zu Less than Zero, nicht sein stärkstes Werk, aber für Fans ein Muss

— ichundelaine
ichundelaine

Stöbern in Romane

Dann schlaf auch du

Spannend, schockierend und furchtbar traurig. Ein sprachgewaltiges Buch, dass sich so richtig keinem Genre zuordnen lässt. Lesenswert!

Seehase1977

Drei Tage und ein Leben

Ein beinahe poetisch anmutendes Psychodrama

Bellis-Perennis

Und es schmilzt

Selten so ein langweiliges Buch gelesen. 22 Euro hätten besser angelegt werden können. Leider.

Das_Blumen_Kind

Underground Railroad

Tief bedrückendes Portrait einer Gesellschaft! Das Buch war nicht immer schön, aber immer lesenswert.

Linatost

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

Improvisation pur... kein Tiefgang, kein gar nichts... Schade!

herrzett

Birthday Girl

Nette Kurzgeschichte für Fans

Milagro

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Less than Zero 25 years later...

    Imperial Bedrooms
    ichundelaine

    ichundelaine

    19. February 2016 um 19:57

    "They had made a movie about us, the movie was based on a book written by someone we knew. " 25 Jahre nach dem Erscheinen von Less Than Zero ist Clay mal wieder auf dem Weg nach Hause, nach L.A., dieses mal nicht in den Collegeferien, sondern um von New York zu flüchten und bei den Castings für einen Film mitzuwirken. Direkt zu Beginn trifft er wieder auf all die anderen Charaktere, die man auch aus Bret Easton Ellis Erstlingswerk kennt - Blair, Trent, Rip und Julian- aber auch auf die geheimnisvolle Rain Turner, die ziemlich scharf auf eine Rolle in seinem neuen Film ist. She´s simply another girl who has gotten by on her looks - her currency in this world - and it will not be fun to watch her grow old.  Die Akteure aus Less than Zero sind zwar erwachsen aber nicht weniger kaputt geworden. Misstrauen, Paranoia, Schönheits-OPs und Affairen prägen ihr soziales Gefüge. Ein plötzlicher Todesfall in seinem Umfeld stellt Clay vor einige böse Erkenntnisse und er realisiert, wie tief er in der Sache mit drin steckt.  Clay rennt wie ein bösartiger, zynischer Zombie durch die Gegend und lebt immer noch das hedonistische Leben wie vor 25 Jahren, so farblos und Rückradlos wie er als Teenie wirkt, ist er immer noch, das mag den ein oder anderen frustrieren, aber wer bei B.E.E. eine Katharsis erwartet, sollte dieses Buch nicht lesen. Es ist das vorerst letzte Buch von B.E.E., leider nicht sein stärkstes. 

    Mehr
  • Rezension zu "Imperial Bedrooms" von Bret Easton Ellis

    Imperial Bedrooms
    TheRavenking

    TheRavenking

    06. April 2011 um 22:41

    "It seems very far away from me now. It seems like a book I definitely would not have any interest in writing now and I do think out of everything I've written, it's the least of the books." So äußerte sich Bret Easton Ellis 2003 in einem Interview über seinen Erstling Less Than Zero. Wenn sieben Jahre später eine Fortsetzung zu eben diesem Buch erscheint muss man sich mit Recht fragen warum? Das Buch beginnt mit einem Zitat von Raymond Chandler: No trap is as deadly as the trap you set for yourself. (Keine Falle ist so lebensgefährlich, wie die Falle, die man sich selbst stellt.) Es handelt sich um eine Hommage an die Noir-Romane Chandlers. Indes, die Parallelen würden einem nie auffallen, denn Ellis benutzt den selben Stil wie im Vorgänger. Wenn möglich ist seine Prosa sogar noch karger geworden. Keine Spur von Chandlers witzigen und phantasievollen Formulierungen. Dann muss das Noir-Element also im Inhaltlichen liegen. Und tatsächlich bekommen wir hier so etwas wie einen schwachen Krimiplot geboten: Mittlerweile ist Clay, die Hauptfigur aus Less Than Zero, in den Vierzigern. Er arbeitet als Drehbuchautor in Hollywood. Charakterlich ist er kaum reifer geworden. Sein Leben besteht aus Partys, Drogen, Promiskuität - wie man sich das Dasein der Reichen und Schönen eben vorstellt. Doch langsam ziehen dunkle Wolken am Horizont auf: Clay wird gestalkt, jemand hinterlässt ihm Drohungen auf seinem I-Phone. Sein Freund Julian beginnt sich seltsam zu benehmen, und ist in Prostitution und Drogenhandel verwickelt. Im Hintergrund zieht eine sinistre Sekte die Fäden, deren Mitglieder sich zu Tode hungern (vielleicht eine Art Seitenhieb auf anorexische Models?) und die Verbindungen zur mexikanischen Drogenmaffia unterhält. Auf einer Party lernt Clay die angehende Schauspielerin Rain Turner kennen, die Femme Fatale des Romans. Die ihrer Natur nach natürlich etwas Böses im Schilde führen muss. She´s simply another girl who has gotten by on her looks - her currency in this world - and it will not be fun to watch her grow old. - An Stellen wie dieser blitzt noch einmal der alte Ellis auf, der respektlose Kritiker menschlicher Unzulänglichkeiten. Leider bleibt Imperial Bedrooms über weite Strecken aber tragisch uninteressant. Unklar ist auch als was das Buch eigentlich gedacht war. Trotz der Anleihen beim Hardboiled - Kriminalroman ist es nämlich kein Krimi. Von Spannung findet sich nirgends auch nur der Hauch einer Spur. Es ist aber auch keine Komödie oder Satire, die Witze sind sehr spärlich gesät, und ein Drama schon gar nicht, denn dazu müsste man zumindest einigen der Figuren so etwas wie Gefühle entgegenbringen, was hier absolut unmöglich ist. Clay, und ehrlich gesagt auch alle anderen Charaktere, wirken so blass als wären sie holographische Abbilder und keine Menschen aus Fleisch und Blut. Selbst ihre Verbrechen berühren einen kaum. Alles was es über L. A. zu sagen gibt, wurde schließlich längst gesagt, nicht nur in Unter Null, sondern auch in Die Informanten, Ellis´ brillanter Kurzgeschichtensammlung. Mittlerweile lebt Ellis wieder in Los Angeles, wo er Drehbücher schreibt. Bait handelt zum Beispiel von einem jungen Mann aus bescheidenen Verhältnissen, der nachdem er von einer Gruppe arroganter, reicher Schnösel zusammengeschlagen und gedemütigt worden ist, furchtbare Rache übt, indem er sich während einer Kreuzfahrt auf ihre Jacht schleicht und sie allesamt an Haie verfüttert. Das ist der Ellis, den seine Fans schätzen und lieben. Sein neuestes Buch scheint dagegen von einem Zombie verfasst worden zu sein. Oder einem Klon. Oder einfach einem Autor, der keine Lust mehr hat und Sätze sagt wie: Fernsehen ist die neue Literatur. - Ja, wirklich! Das hat Ellis tatsächlich in einem Interview gesagt. Nein, Bret, Fernsehen ist nicht die neue Literatur, ebenso wie Imperial Bedrooms nicht American Psycho ist. Es ist eher unter null. Dafür gibt es einen Stern, begleitet von der Hoffnung, dass dieser früher so großartige Autor irgendwann noch zu alter Form zurückfindet.

    Mehr