Bret Easton Ellis Unter Null

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Inhaltsangabe zu „Unter Null“ von Bret Easton Ellis

Gerade 20 Jahre alt, schreibt 1984 ein amerikanischer Student namens Bret Easton Ellis die Abschlußarbeit für einen Creative-writing-Kurs. Der Schriftsteller Joe McGinnis, sein Lehrer, ist so begeistert, daß er das Manuskript einem angesehenen New Yorker Verlag schickt, wo es unter dem Titel Less Than Zero tatsächlich erscheint.Unter Null entwickelt sich zum Kultbuch. Die jungen Amerikaner finden sich wieder in B.E. Ellis´ Geschichte von Clay und seinen Freunden im Los Angeles der 80er Jahre, diese Kinder reicher, aber gelangweilter Eltern, die ihrem mondänen Leben zwischen Partys, Sex, Drogen und Gewalt kaum noch einen Kick, geschweige denn einen Sinn abgewinnen können.'Lindsey und ich gehen die Treppe rauf zur Toilette und ziehen uns auf dem Klo ein bißchen Koks rein. Über dem Waschbecken, auf dem Spiegel, steht in großen schwarzen Buchstaben: "Das Reich des Stumpfsinns".'

Sehr gewöhnungsbedürftiger Schreibstil, streckenweise dadurch sehr anstrengend. Dann trotzdem wieder sehr emotional. Verwirrend, irgendwie!

— Christian_Woehl

Bedrückend, melancholisch, schockierend und aufschlussreich

— Vilja2013

ein interessantes buch! erschreckend realistisch

— thiefladyXmysteriousKatha

Ziemlich harter Tobak. MTV, Snuffporn, Kokain, Prostitution. Das Reich des Stumpfsinns - krass. Autoren werden immer rücksichtsloser...

— BluevanMeer

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  • Unter Null

    Unter Null

    thiefladyXmysteriousKatha

    06. May 2016 um 14:44

    Unter NullDieses Buch habe ich im Rahmen eines Seminars meiner Universität gelesen. Ich habe bereits vorher schon viel über Bret Easton Ellis gehört, besonders über sein Buch "American Psycho". "Unter Null" hat mich schockiert und ich bin froh es gelesen zu haben, auch wenn die Bewertung eines solchen Kultbuches wirklich schwer ist.InhaltDer verwöhnte Student Clay fliegt über die Weihnachtsferien zu seinen Eltern nach Kalifornien, um sie zu besuchen. Vom Flughafen holt ihn seine Ex-Freundin Blair ab und bringt ihn nach Hause. Es fällt Clay schwer, wieder in sein altes Leben zurückzufinden. Viele seiner Freunde haben sich von ihm entfremdet, er selbst ist ständig demotiviert und lustlos. Er besucht fast jeden Tag Partys von Freunden oder geht in Clubs. Sein Umfeld konfrontiert ihn mit Drogen, Sexorgien, harte Gewalt und vielem mehr, was aber niemanden richtig interessiert. Doch ist diese Welt die richtige für Clay?MeinungEigentlich finde ich es unmöglich ein solches Buch zu bewerten.Es hat, wie bereist erwähnt, schon einen Kultstatus und zeigt auf groteske Weise die Realität der 90er in Amerika unter den Jugendlichen von Kalifornien. Drogen, Sex und Alkohol im Übermaß und heftige Gewalt stehen an der Tagesordnung. So ist auch unser Protagonist Clay eigentlich zu jeder Tages und Nachtzeit voll mit Kokain, Prostitution oder Heroinsucht stehen an der Tagesordnung und auch Gewaltakte geben niemandem mehr einen Kick. Die Jugendlichen scheinen von ihrem Leben ohne Grenzen einfach gelangweilt zu sein. Bret Easton Ellis schreibt über diese harte Thematik mit einer gewissen Leichtigkeit und Dynamik. Er schafft es alles recht banal wirken zu lassen und erzeugt gerade damit eine schockierende einschlagende Wirkung beim Leser. Ich bin wirklich beeindruckt von diesem Buch, allerdings habe ich auch schon besseres gelesen. Ich würde mcih einer bewertung eigentlich gerne enthalten, da es aufgrund der AUssage jeder lesen sollte und sicherlich selbst wichtige Schlüsse aus der geschichte ziehen kann. Trotzdem muss ich meinen persönlichen Eindruck in Sternen widerspiegeln und vergebe 4 Sterne.

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  • Nicht meine Welt

    Unter Null

    jahfaby

    11. January 2016 um 22:46

    Das also ist das Debüt des Mannes, der mit American Psycho so bekannt geworden ist. Die Legende besagt, Ellis hat Unter Null auf Speed und als Hausarbeit für seinen Creative Writing-Kurs geschrieben, so im Rausch, dass er sich nicht mehr wirklich daran erinnern kann, es geschrieben zu haben. In etwa so liest sich der Roman auch. Clay fliegt über Weihnachten nach Hause nach L.A. und verbringt dort einige Tage mit alten Freunden. Tage voller Alkohol, Drogen und exzessiven Parties. Und irgendwann geht er wieder. Das ist die Story. Aber es geht auch nicht um die Story, sondern um das Gefühl, die Atmosphäre, die Szene. Ein distanziertes, fast taubes Gefühl, nihilistisch, zerstörend und verstörend. Und definitiv nicht meine Szene. Eine Zeitlang war ich fasziniert von dem, was Ellis beschreibt. Aber irgendwann kommt der Punkt, dass die Szenen austauschbar sind und weder Story, noch Atmosphäre weiterbringen. Erst gegen Ende beginnt Ellis, die Szene nochmal krasser zu beschreiben, das Gefühl zu verstärken, sodass ich nach der letzten Seite erstmal dasaß und dieses Gefühl wieder abschütteln musste. Vielleicht ist das die Idee des Romans. Mir eine Lebenswirklichkeit zu zeigen, mit der ich absolut nichts zu tun habe und mich unglaublich froh zu machen, dass dem so ist. Tatsächlich hätte das Unter Null dafür aber auch nur halb so dick sein müssen.

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  • "Die Leute werden immer rücksichtsloser ..."

    Unter Null

    Stefan83

    Ursprünglich als Abschlussarbeit für den Creative-Writing-Kurs am Bennington College in Washington geschrieben, war Bret Easton Ellis' damaliger Professor derart beeindruckt von „Unter Null“ (engl. „Less than Zero“), dass er den 21-jährigen Studenten dazu motivierte, die Arbeit als Roman im Jahr 1985 zu veröffentlichen. Ein Glücksfall für Autor wie Leser gleichermaßen, ist doch Ellis' Erstlingswerk knapp dreißig Jahre später längst zum Kultbuch einer ganzen Generation avanciert. Zugleich stellt es den Ausgangspunkt einer Reihe weiterer stilistisch wie inhaltlich ähnlicher Titel des Schriftstellers dar, die alle eins gemeinsam haben – sie sind nichts für die kurzweilige Lektüre für zwischendurch, sondern verstörend-düstere Milieuschilderungen aus der Upper-Class, von denen Zartbesaitete besser von vorneherein ihre Finger lassen sollten. Wenngleich ich mich selbst nicht zu den Letzteren zähle, hat doch mich insbesondere die Verfilmung von „American Psycho“ lange von einer Lektüre des Autors abgehalten. Zu Unrecht, wie ich nach Beendigung des Buches feststellen muss. „Unter Null“ ist ein harter, dunkler, bitterer Trip, aber letztlich in allen Belangen lohnenswert. Die Story, welche eigentlich genauso belanglos ist, wie das Treiben ihrer Protagonisten, sei an dieser Stelle zum Verständnis dennoch kurz angerissen: Erzählt wird die Geschichte des privilegierten und bis über alle Maßen verwöhnten Studenten Clay, welcher über Weihnachten und Neujahr für einen Familien-Besuch nach Los Angeles zurückkehrt, sich letztlich von dieser aber sogleich distanziert, um sich stattdessen in das alte Vor-College-Leben zu stürzen und gemeinsam mit seinen Kumpels von früher, allesamt aus ähnlich reichen Verhältnissen stammend, in das Party-Leben der High Society einzutauchen. Frei von jeglichen sozialen oder beruflichen Verpflichtungen besteht das einzige Problem darin die Zeit im sonnigen Kalifornien irgendwie totschlagen zu können. Die Tage sind ausgefüllt mit Drogen- und Alkoholexzessen, sexuellem Verkehr mit Männern wie Frauen, ziellosen Autofahrten in teuren Autos über die Boulevards von L.A. - ständig auf der Suche nach dem schnellem Kitzel, dem Kick, der wenigstens für eine kurze Zeit die Langeweile vertreibt und die sinnlose Leere des Alltags füllt. Ein Kick, der aber am Ende doch stets ausbleibt. Wie lebende Tote wandeln Clay und seine Freunde von Party zu Party, von einer Line Koks zur nächsten – gefangen in einem Teufelskreis immer extremerer Beschäftigungen, denen diese Kinder ebenso oberflächlicher und verstörender Eltern nach und nach erliegen. So schaut Clay tatenlos mit zu, wie sich sein ehemals bester Freund Julian durch seine Heroinabhängigkeit prostituiert, wie sein Drogendealer Rip mit mehreren anderen ein 12-jähriges gefesseltes Mädchen bestialisch vergewaltigt, wie sich gleich eine ganze Gruppe an der Brutalität eines Snuff-Films erfreut. Obwohl durchaus angewidert vom moralischen Verfall seiner alten Clique, besitzt Clay am Ende doch keinen über sich selbst hinausweisenden eigenen Antrieb. Unfähig zur Aktion, dazu zu fühlen, zu lieben und taub vom sinnentleerten Leben bleibt ihm am Ende als Ausweg nur die Abreise … und damit das zu tun, was ihm seit der Ankunft am Flughafen auf einem Reklameschild immer wieder entgegen geprangt hat: „Verschwinde von hier!“ Was Jack Kerouac einst in „On the Road“ als Genre aus der Taufe und zum Programm erhob – in „Unter Null“ wird es auf eine neue und leider wahrscheinlich nicht mal finale Ebene gestemmt, in der der Wille zur sexuellen und ethischen Freiheit im Verbund mit der Bewusstseinserweiterung durch Drogen längst nicht mehr der Intensivierung des Lebensgefühls dient, als vielmehr zur Betäubung eben dieses. Während ein Irvine Welsh in „Trainspotting“ und weiteren Werken genau dieses Phänomen aus der Sicht der sozialen Unterschicht schildert, führt Ellis mehr als eindringlich vor Augen, dass der moralische Verfall keinerlei Unterschiede mehr macht und keine gesellschaftlichen Grenzen kennt. Ob Arm oder Reich – das Ende der klassischen Familie, die ergebnislose Suche nach der eigenen Bestimmung finden wir inzwischen in allen Bereichen vor. Und seit Burgess „Clockwork Orange“ habe ich persönlich kein Buch mehr in den Händen gehabt, das die stumpfsinnige Maschinerie unserer in so vielen Belangen degenerierten und emotionslosen Gesellschaft derart intensiv und sprachlich präzise auf Papier übertragen hat, wie Bret Easton Ellis „Unter Null“. Gerade die völlige Abwesenheit gefühlsmäßiger Regungen, diese kalte, abgebrühte, ekelhaft sachliche Sprache angesichts schlimmster Ereignisse, hat mich tief getroffen und schockiert. Und das nicht weil eine fiktive Geschichte hier gut funktioniert, sondern weil einem in jeder Zeile im Bewusstsein bleibt, dass das Buch ein gänzlich realistisches Spiegelbild der 80er Jahre im mondänen Kalifornien darstellt – und es sich seitdem dort und auch andernorts sicherlich nicht verbessert hat. Im Gegenteil. Es entbehrt also nicht einer gewissen Ironie, dass es gerade ein vollkommen gefühlskaltes Buch ist – in dem sich übrigens der Autor eines moralischen Zeigefingers vollkommen enthält und es zwischen all den hassens- und bedauernswerten Figuren keinerlei „Helden“ gibt – das uns auf solche eindringliche Art und Weise berührt. Die scharfe, aber immer nüchterne Feder mit der Ellis den Leser mit den Entartungen der Jugendlichen konfrontiert – sie ist der Resonanzkörper der Grausamkeit, der Destruktion und des nie enden wollenden Stumpfsinns. „Unter Null“ ist von Anfang bis Ende düster, gönnt uns trotz dauerhaft brennender kalifornischer Sonne, getönten Brillengläsern, grellblonden Haaren und gebräunten Körpern keinerlei Licht, keinerlei Ansätze vom so erfüllenden „Way of Life“. Stattdessen herrscht eine Schwere vor, die selbst die Erinnerungen Clays nicht durchbrechen können, der oft am Rande der Tränen zurückblickt und in der inzwischen längst verstorbenen Großmutter oder den Jahren an der Highschool einen Hauch von Normalität zu erkennen glaubt. Diese zarten Andeutungen von Gefühl reichen jedoch am Ende nicht aus, um ihn zu berühren. Gefangen im Luxus alles zu haben und bekommen zu können, ist er einfach nicht in der Lage sein eigenes seelisches Leid zu erkennen, ist er nie verzweifelt genug, die Anstrengung zu unternehmen, hinter die hohle Fassade zu blicken und aus dieser auszubrechen. Nach knapp 200 Seiten kehrt Clay Kalifornien und einer möglichen Liebe den Rücken. Was bleibt sind tiefe Eindrücke, ein schaler Beigeschmack und verstörende Bilder, die ich wohl so schnell nicht losbekommen werde. „Unter Null“ ist ein Buch, das die Macht des geschriebenen Wortes aufs Eindrucksvollste unter Beweis stellt. Ein nachtschwarzes Panorama über die langen, schweren Schatten des Jet-Sets und der Upper-Class, das seinen Kultstatus völlig zu Recht verliehen bekommen hat. Ganz große Literatur auf kleinstem Raum – weitere Werke dieses Autors werden sicher in Bälde in mein Regal wandern.

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    • 5

    Floh

    06. August 2014 um 12:05
  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    winter-chill

    09. July 2012 um 23:29

    Umsetzung und Stil fand ich gut. Die Ziellosigkeit, Resignation, Langweile und seelische Abgebrühtheit der Protagonisten, die Tatsache, dass im Leben dieser jungen Leute nichts passiert und sie sich im Grunde nichts zu sagen haben, wurde literarisch und sprachlich perfekt umgesetzt. Die Geschichte an sich war nicht (mehr) so meins. Klar, es war brutal und schockierend, die Thematik – eine Geschichte über wohlhabende Jugendliche, die Drogen nehmen, Exzesse feiern und ziellos in den Tag hineinleben – ist für mich aber nichts Außergewöhnliches. Leser zwischen 15 und 19 bewegt das Buch wohl mehr.

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  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    Nordlicht79

    02. September 2011 um 18:06

    Einfach langweilig! Ein Sammelsurium von Partys reicher, verwöhnter Studenten, deren Eltern in Hollywood leben und die sich in den Weihnachtsferien zu Hause wieder treffen. Dabei gibts reichlich Kokain, Alkohol und auch Sex. In den 80ern vielleicht ein Skandal, aber heute wirkt diese lustlose und sich eigentich immer wiederholende Schilderung diverser Partys einfach nur fad. Spannung kommt dabei einfach nicht auf.

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  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    Metulski

    18. February 2011 um 17:32

    Ein Roman mit abgelaufenen Verfallsdatum. Kann sein, dass das in den 80ern, vielleicht auch in den 90ern noch aufregend und interessant war, aber heute erscheinen der Plot, wenn man ihn denn so nennen kann, und die Charakterzeichnung eher abgeschmackt und tröge. "Charakterzeichnung" ist hier eh ein Euphemismus. Die zahlreichen verzogenen und abgestumpften jungen Damen und Herren sind so austauschbar in ihrem Verhalten, in ihren Einstellungen und Anwandlungen, dass sie am Ende alle als identische Teile eines einzigen nihilistischen Monstrums dastehen. Zur Ehrenrettung von Bret Easton Ellis muss ich sagen, dass ich keines seiner weiteren Bücher kenne, vielleicht sind die jüngeren ja 'zeitgemäßer'. Die Lust auf einen neuen Ellis hält sich nach dieser Lektüre jedoch sehr in Grenzen. Greetings, Metulski

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  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    Amarok

    26. December 2010 um 13:17

    Bret Easton Ellis veröffentlichte 1985 seinen ersten Roman, „Unter Null“, der nicht nur auf beeindruckend realistische Weise das kalifornische Studentenleben in den 1980er Jahren beschreibt, dass sich vornehmlich um den Rausch durch Akohol und Drogen sowie um die Auseinandersetzung in zwischenmenschlichen Beziehungen dreht, sondern gleichzeitig den Auftakt zu einer ganzen Reihe durchaus ähnlicher Veröffentlichungen darstellte. „Unter Null“ erzählt von dem überaus verwöhnten Studenten Clay, der während eines Weihnachtsbesuches seiner Eltern in Kalifornien mit seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Dies beginnt bereits damit, dass er von seiner ehemaligen Freundin Blair vom Flughafen abgeholt wird, von der er sich – ebenso wie von den anderen seiner ehemaligen Freunde, die er wiedertrifft – entfremdet hat. Während seines elterlichen Besuches zieht Clay von einer Party zur nächsten und von Club zu Club, lebt in ständigem Exzess verursacht durch Alkohol und Drogen, wozu auch der prosmikuitive Verkehr mit Männern wie Frauen gehört. Er erlebt, dass sich sein ehemliger Freund Julian mittlerweile durch die seine Heroinabhängigkeit prostituiert, dass sich seine eigene Mutter in einem dauerhaften Nebel, verursacht durch Psychopharmaka befindet und schließlich, dass sich nicht nur niemand seiner Bekannten an einem Snuff-Film, sondern ebensowenig an der Vergewaltigung eines 12-jährigen Mädchens zu stören scheint. Angesichts dieses moralischen Verfalls und seiner eigenen Unfähigkeit sich wieder in dieses Umfeld einzugliedern, beschließt er letztlich aus Los Angeles abzureisen. Bei Bret Easton Ellis` Roman „Unter Null“ ist es nicht so sehr die Beschreibung eines Lebens in ständigem Exzess, sondern vielmehr die Tatsache, dass Ellis hier ein – zumindest für die USA – sehr stimmiges Bild der Auswirkungen der Entwicklung der Partyszene der 80er Jahre für gewisse gesellschaftliche Schichten v.a. in Kalifornien zeichnet. Beeindruckend ist außerdem die moralische Komponente, die Ellis in seinem Roman nicht durch Belehrungen oder einen „musterhaften“ Hauptcharakter veranschaulicht, sondern dadurch, dass er zutiefst verstörende Szenen exzessiver Gewalt oder Perversität beschreibt und diesen Zustand lediglich durch bestimmte Charaktere in seinem Buch anmerken lässt. „Unter Null“ weist bereits die wesentlichen Merkmale der folgenden Romane Bret Easton Ellis` auf und ist nichts für Zartbesaitete. Interessant ist auf jeden Fall die Beschreibung der Partyszene und des kalifornischen Lebensgefühls – zumindest bei der Jugend – in den 1980er Jahren.

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  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    Holden

    04. December 2010 um 15:12

    Ellis erster, hat mittlerweile eine Fortsetzung durch "Imperial bedrooms" bekommen, diese Sorte Bücher kann keiner so wie Ellis. Clay kehrt in den Weihnachtsferien von seinem College in New Hampshire zurück nach Los Angeles zu seiner schwerreichen, aber gestörten Familie, alle sind total gebräunt und reden über Filme, ansonsten wird die geistige Leere durch Kokain und bedeutungslosen Sex gefüllt. Sehr starkes Debüt.

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  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    Marcel

    15. September 2010 um 22:06

    Partys, Drogen, Sex und MTV – damit lässt sich die Handlung in Bret Easton Ellis Debütroman »Unter Null« stichwortartig zusammenfassen. Schließlich setzen sich daraus die Weihnachtsferien der Hauptfigur und des Erzählers Clay zusammen. Über die Festtage besucht der Student seine Familie in Los Angeles und kommt in Kontakt mit alten Freunden und Bekannten. Komplette Rezension: http://readthat.de/1386/

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  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    Wrathchild

    09. May 2010 um 15:20

    ** handelt von Clay. Einem Spross reicher Eltern. Er besucht über Weihnachten in den Semesterferien seine Familie und natürlich bleibt auch der Kontakt zu dem alten Freundeskreis nicht aus. Schnell findet sich Clay in seiner alten Welt wieder. Doch die Welt der Reichen erscheint nicht nur in Glanz und Glämmer. Inmitten von Geld, Drogen, Partys und Sex tut sich Dunkles auf. Clay und seine Freunde sind so gelangweilt vom Alltag, dass sie vor Nichts zurückschrecken und das Geld ihrer Eltern sogar fleißig für Snufffilme, harte Drogen und dergleichen ausgeben, nur um das Leben 'spannender' zu machen. Auch treiben es einige soweit, das ihnen kein Geld mehr zur Verfügung steht und sie sich selbst anbieten um irgendwie an Geld zu kommen. Vergewaltigungen, Abtreibungen und Leichen aus dem Bekanntenkreis können sie nicht aus ihrer Konsumwelt treiben. Bret Easton Ellis Erstlingswerk befasst sich mit den Kindern der Schönen und Reichen. Hier ist jeder mit jedem verbandelt und Probleme kratzen langsam aber sicher an der Oberfläche dieser perfekten Welt. An sich ist die Geschichte nicht wirklich spannend. Man liest einfach von dem Alltag von Clay und seinen Freunden Blair, Trent, Julian und dan anderen. Doch gerade das hat irgendwie fesselnd auf mich gewirkt. Die Figuren scheinen oberflächlich und ohne gänzliche Tiefe, doch das stimmt nicht. Ellis versucht durch Anspielungen in seiner Geschichte den Leser selbst denken zu lassen und plötzlich merkt man, das die Protagonisten selbst sich gar nicht so wohlfühlen und eigentlich auch nur auf der Suche nachdem sind, was sie erfüllt.

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  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    Beagle

    27. March 2010 um 16:56

    Ich habe wohl noch kein Buch gelesen, in dem das Wort UND so oft in einem Satz vorgekommen ist, wie es B.E. Ellis in seinem Debütroman "Unter Null" fertiggebracht hat. Das Buch soll gleich nach dem Erscheinen ein Kultroman geworden sein, was ich nicht ganz nachvollziehen kann. Sicherlich, die Geschichte um Clay, Trent, Blair und ihre "Leidensgenossen" aus der jugendlichen, amerikanischen Oberschicht der 80er Jahre, wäre durchaus interessant. Ein Leben, das nur noch aus Partys, Sex und Drogen besteht, weil sie sonst keine Freude mehr am Leben empfinden, alles andere bringt ihnen keinen Kick mehr. Sie hetzen von einer Party zur anderen, lassen sich volllaufen, nehmen Koks und andere Drogen, sie fahren mit teuren Autos durch die Stadt und geben das Geld ihrer Eltern (zumeist im Filmgeschäft tätig) aus. Mehr lässt sich zu dieser Geschichte schon gar nicht erzählen, dabei wäre sie durchaus interessant zu lesen. Aber Ellis´ schreibt sie so emotionslos, wie seine Protagonisten agieren. Außerdem hätte es nicht geschadet, ein wenig Abwechslung einzubringen. Jede der Figuren, die in dem Roman auftaucht, ist jung, blond, braungebrannt und gutaussehend. Spätestens nach der 5. Person, die auftaucht, fragt sich der Leser zwangsläufig, ob die miteinander verwandt sind. Ellis hätte gut daran getan, dies irgendwann mal zu verschweigen, oder zumindest mal eine Figur schwarzhaarig sein zu lassen. Es bleibt zu sagen, dass die Idee der Geschichte nicht schlecht ist, aber so, wie sie in die Tat umgesetzt worden ist, frage ich mich, warum das Buch Kult ist.

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  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    Babscha

    04. December 2009 um 22:54

    Clay, 18 und Hauptprotagonist des Buches, besucht über Weihnachten in den Semesterferien seine Familie in Los Angeles und taucht umgehend wieder ab in die Welt seiner alten Freunde und Bekannten, samt und sonders Nachwuchs von Hoteliers, Filmregisseuren und Studiobossen aus Hollywood. In nahezu allen Familien sind Sprachlosigkeit, völliges Desinteresse am Leben anderer Familienmitglieder, insbesondere dem der Kinder, und die völlige Konzentration auf materielle Dinge Hauptcharakteristika. In dem auf vier Wochen Ferienzeit begrenzten Schlaglicht aus der Welt der Superreichen zeichnet der amerikanische Kultautor in seinem streckenweise recht harten Erstlingswerk das erschreckende, aber durchaus glaubhafte Bild absoluter Degeneration aufgrund materiellen Überflusses, in dem Kinder völlig sich selbst überlassen sind und nur noch durch Partys, Sex und harte Drogen kurzzeitigen Kick in ihr desolates, trostloses Leben ohne Sinn und Ziel bringen können. Offensichtlich gelang dem Autor Mitte der 80er Jahre bestätigt durch seinen großen Erfolg mit dem Roman ein recht realitätsnahes Portrait dieser Gesellschaftsschicht. Habe das Buch als zwar interessante, aber durchgängig anstrengende, beklemmende und deprimierende Lektüre empfunden.

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  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    Illaria

    10. December 2008 um 01:22

    Sehr depremierendes Buch

  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    joerniboerni

    07. November 2008 um 23:04

    Irgendwie deprimierend. Es ist wirklich sehr gut geschrieben, aber es deprimiert mich. Gerne habe ich es nicht gelesen, obwohl es gut ist. Na ja, ist gut zum sich deprimieren.

  • Rezension zu "Unter Null" von Bret Easton Ellis

    Unter Null

    semikolon

    21. July 2008 um 22:01

    abgebrochen. diese unzähligen aufzählungen langweilen einfach dermaßen.

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