Brian A. Connolly

 4.5 Sterne bei 16 Bewertungen
Autor von Wolftagebuch.

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Brian A. ConnollyWolftagebuch
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Wolftagebuch
Wolftagebuch
 (16)
Erschienen am 01.03.2012

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Rezension zu "Wolftagebuch" von Brian A. Connolly

„Wolftagebuch" - Ein Roman über Menschen und Wölfe, und ein Plädoyer für mehr Achtsamkeit.
LimaKatzevor 4 Jahren

Zum Inhalt:

Der sehr naturverbundene Jimmy Warren wächst wohlbehütet auf einer Farm in den nordamerikanischen Allegheny-Bergen auf. Bei den anfallenden Arbeiten auf dem Hof, aber auch bei Sorgen und Problemen, hält die Familie fest zusammen. Der Susquehannock-Indianer Hawk gehört ebenfalls zur Familie. Wenn auch nicht blutsverwandt, so ist er Jimmy dennoch ein väterlicher Freund, und gleichzeitig ein weiser Ratgeber und Lehrmeister für den Jugendlichen. Hawk lehrte Jimmy die Sprache der Natur und die Achtung vor dem Leben. Alle zusammen bilden eine starke Gemeinschaft. Einen Familienverband, so wie es auch bei den Wölfen üblich ist.

Als Jimmy das erste Mal in seinem jungen Leben Wölfen in der Wildnis begegnet, ist er unglaublich dankbar für dieses ganz besondere Erlebnis und weiß gleichzeitig sofort, in welch hoher Gefahr sich die zwei Tiere befinden. Vorerst möchte der Siebzehnjährige deren Existenz deshalb geheim halten, doch leider kommt man seinem Geheimnis auf die Spur. Jimmys schlimmste Befürchtungen bestätigen sich: Wilderer wollen die Wölfe töten! Eltern, Freundin Sherry und natürlich Hawk wollen ihm helfen, die Tiere zu beschützen. Können Romeo und Julia, die beiden Wölfe, ihrem Schicksal entkommen? ...

„Der Gesang eines Wolfes gehört zu den schönsten Klängen in der Natur. Das einsame Heulen, das aufgeregte Bellen und Jaulen, das einschüchternde Knurren, all das symbolisiert Wildnis. Mein Vater meint, die einzig echte Wildnis sei die, in der die Nahrungskette noch intakt ist.“ (Jimmy, Seite 9)

„Vielleicht war es das, was Romeo und Julia mir mit diesem Traum zu sagen versuchten. Nicht, dass ich einer der ihren bin, aber ein Teil dessen, von dem sie auch ein Teil sind. Wir sind alle verbunden, alle von derselben Erde und trinken alle aus demselben Teich.“ (Jimmy, Seite 91)

„Ich habe immer gedacht, die Spezies Mensch hätte sich weiterentwickelt. Jetzt bin ich mir nicht mehr sicher. Es gibt immer noch viele, denen das Verständnis dafür fehlt, wie wichtig die Rolle der Wölfe für das Überleben anderer Tiere, Vögel, Insekten und Pflanzen ist. Sie meinen, die Natur habe ihnen zu dienen.“ (Jimmy, Seite 117)

„Gebt mir eine Erde, auf der Romeo und Julia frei in ihren Wäldern leben können, und durch die ich eines Tages zu laufen und ihre Anmut zu sehen vermag in der Hoffnung, dass etwas davon auf mich abfärbt.“ (Jimmy, Seite 118)

***

Mein Fazit:

Ein großartiger Roman, der viel Stoff zum Nachdenken bereithält und mir während des Lesens ein Auf und Ab der Gefühle bescherte. Die im Buch demonstrierte Ignoranz vieler Menschen gegenüber den Tieren und der Natur im Allgemeinen machte mich zornig und traurig zugleich. Die zarte Liebe zwischen Jimmy und Sherry, und ganz besonders ihr leidenschaftlicher Einsatz für die Wölfe, berührten mich. Bildhafte Beschreibungen in vielen Passagen der Geschichte machten mir sehr große Freude, und erzeugten in mir Sehnsucht nach den Wäldern und der Wildnis Nordamerikas. Dabei wehte durch diese Zeilen immer wieder ein Hauch von Poesie.

Gerade in der heutigen Zeit, in der die Wölfe durch ihre Rückkehr und Ausbreitung auch in Deutschland ein großes Thema sind, halte ich „Wolftagebuch“ für eine wirklich wichtige Lektüre. Denn der Roman sorgt nicht nur für spannende Unterhaltung mit viel Gefühl, sondern bietet darüber hinaus einige aufschlussreiche Sachverhalte über diese faszinierenden Beutegreifer. Die eingestreuten Wolfslegenden fügen letztendlich noch eine Prise Mystik hinzu. Somit ist dieses vielseitige und empfehlenswerte Jugendbuch, das nach meiner Ansicht unbedingt jede Schulbibliothek bereichern sollte, auch für die erwachsene Leserschaft ein sicherlich interessantes und aufregendes Leseerlebnis.

Ein ebenso wunderbares wie wertvolles Buch über Freundschaft und Zusammenhalt, über Liebe und Achtsamkeit, und vom Leben und Überleben der Wölfe in unserer Welt. Die einfühlsame Übersetzung ins Deutsche wurde übrigens von der Autorin und Wolfsexpertin Elli H. Radinger vorgenommen. Sehr gerne und voller Überzeugung vergebe ich für diese herausragende Leseerfahrung, die mitten ins Herz geht, fünf Sterne!

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Rezension zu "Wolftagebuch" von Brian A. Connolly

Sehr gutes Buch über Wölfe, Natur und Abenteuer
Linahoneyvor 5 Jahren

Inhaltsangabe Der junge Jimmy Warren entdeckt in den Bergen die Spur eines Wolfes. Gemeinsam mit dem Susquehannock-Indianer Hawk und seiner neuen Freundin Sherry, der Tochter des Wildhüters, versucht er, das Tier vor den Tanner-Brüdern zu beschützen, die als Wilderer unterwegs sind. Als Jimmy für ein Schulprojekt ein Tagebuch führen soll, erzählt er darin von seinem Wolf - so als ob es eine erdachte Geschichte wäre. Die Tanner-Brüder durchschauen ihn und folgen ihm, um den Wolf zu töten Meine Meinung: In die Geschichte habe ich schnell reingefunden, da ich die Person Jimmy total faszinierend fand. Die Geschichte ist mal was anderes und hat mich sehr an einen alten, amerikanischen Film für Jugendliche/Kinder erinnert. Es geht hauptsächlich darum, dass Jimmy alleine in den Wäldern herumstreift und dort die Spur eines Wolfes findet/aufnimmt. Das Buch handelt wie man sich denken kann und ich schon erwähnt habe, von der Natur und der Tatsache, dass Platz für Wolf UND Mensch auf dieser Welt ist. Aber es ist ein ernstes Thema, was Junge, mittlere und ältere Menschen angeht. Das Buch hat mir gut gefallen, bis vielleicht auf dieses ganze "Indianerzeug", was mir auf die Realität übertragen etwas zu esoterisch war. Dennoch 4 Punkte.

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Rezension zu "Wolftagebuch" von Brian A. Connolly

Eine wundervolle Geschichte
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

In der Schule erhält Jimmy den Auftrag, ein fiktives Tagebuch zu schreiben. Die Schüler sollen über ein Thema schreiben, das sie interessiert und bewegt, zum Beispiel ein Hobby. Jimmy schreibt über Wölfe, denn sie sind seine Leidenschaft und Faszination. Umso mehr, als er eines Tages in den verschneiten Allegheny Bergen die Spur eines Wolfes entdeckt. Die Begegnung mit Romeo, wie er den großen schwarzen Wolf tauft, verändert sein Leben. Ihm ist bewusst, dass Angst und Hass die Wölfe in Nordamerika beinahe ausgerottet haben und dass möglichst niemand von Romeo erfahren sollte. Obwohl er seinem Lehrer sagt, dass die Tagebucheinträge reine Erfindung sind, spricht sich die Geschichte vom Wolf dennoch schnell herum. Und leider gibt es auch heute immer noch Menschen, die in unserer Welt keinen Platz für die Rückkehr dieser wundervollen Tiere sehen.

Am Anfang habe ich mich ein bisschen schwergetan mit dem Einstieg in diese Geschichte. Ich konnte nicht so recht einordnen, was wirklich passiert, was Tagebucheinträge sind und was Jimmy in seinen Visionen erlebt. Doch nach und nach kam ich immer besser in die Geschichte hinein und ab da hat sie mich dann auch nicht mehr losgelassen und ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen. Jimmy ist ein ganz besonderer Junge, sehr im Einklang mit der Natur, die ihn umgibt, der mit offenen Augen durch die Umwelt geht und somit einen Blick für Details entwickelt hat, die den meisten anderen Menschen schlicht entgehen. Eine Einstellung, die gerade bei den Jugendlichen unserer Zeit wohl leider immer weniger zu finden ist. Umso schöner fand ich es für Jimmy, dass er eine gleichgesinnte Freundin findet und die beiden gemeinsam das Erlebnis einer Wolfsbeobachtung teilen können.

Obwohl das Buch nur um die 160 Seiten umfasst, entfaltet sich doch eine große Bandbreite an Gefühlen und Ereignissen darin, es vermittelt auf wunderbare Art verschiedenste Stimmungen und ich werde es sicherlich noch lange im Gedächtnis behalten!

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Gespräche aus der Community

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Liebe Lovelybooks-Leser,

WOLFTAGEBUCH erzählt die Geschichte des jungen Jimmy Warren, der in den nordamerikanischen Allegheny-Bergen die Spur eines Wolfes entdeckt.

Gemeinsam mit dem Susquehannock-Indianer Hawk und seiner neuen Freundin Sherry, der Tochter des Wildhüters, versucht er, das Tier vor den Tanner-Brüdern zu beschützen, die als Wilderer unterwegs sind. Als Jimmy für ein Schulprojekt ein Tagebuch führen soll, erzählt er darin von seinem Wolf – so, als ob es eine erdachte Geschichte wäre. Die Tanner-Brüder durchschauen ihn und folgen ihm, um den Wolf zu töten. Jimmy, Sherry und Hawk müssen sich beeilen … Es beginnt ein abenteuerlicher Wettlauf, der einerseits zwar schmerzlich endet, auf der anderen Seite aber auch Mut macht und zeigt, zu welchen Überraschungen die Natur fähig ist.

Das Buch nimmt den Leser mit auf eine Reise in die Geheimnisse des Lebens. Informationen über vom Aussterben bedrohte Tierarten, indianische Rituale und Legenden sind genauso Themen wie Szenen aus dem Schulalltag, eine Liebesgeschichte und Tipps für kreatives Schreiben.

 

Wir freuen uns auf 20 interessierte Leserinnen und Leser, die Lust haben, das WOLFTAGEBUCH zu lesen und eine Rezension zu schreiben.

 

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