Brian Clegg Vor dem Urknall

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Inhaltsangabe zu „Vor dem Urknall“ von Brian Clegg

Die Idee des 'Big Bang' hat mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet. Noch ist sie die favorisierte Theorie über den Beginn des Universums, möglicherweise aber nicht mehr lange. Denn wenn das Universum aus dem Urknall hervorging, woher kam er dann, und was war davor? Eine unglaubliche Reise in die dunkelsten Tiefen der Vergangenheit und ein Blick in Gottes letzten Schlupfwinkel. 'Brian Clegg tritt in die Fußstapfen von Stephen Hawking.' Kirkus Reviews

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  • eBook Kommentar zu Vor dem Urknall von Brian Clegg

    Vor dem Urknall
    Peter

    Peter

    30. December 2013 um 08:18 via eBook 'Vor dem Urknall'

    sehr intersant zu lesen.
    viele Theorien zeigen, daß wir noch immer offen sein müssen, zu dem was uns das Universum noch aufzeigt.

  • Was war vor dem Urknall?

    Vor dem Urknall
    Kaivai

    Kaivai

    Was war vor dem Urknall? War da was? Oder nichts? Und: war der Urknall überhaupt? Viele Fragen tummeln sich im Reich der Kosmologie und Brian Clegg ringt mit ihnen wie Laokoon mit der Schlange. Eins wird klar in diesem Buch: Kosmologen sind Wissenschaftler, die aufgrund der allzuweiten räumlichen Entfernung ihres Forschungsgebiets, nicht in der Lage sind experimentell zu arbeiten. Das öffnet der Spekulation alle Pforten und solange kein großer Widerspruch am Firmament erscheint, blüht und gedeiht der Spekulatius. Wissenschaft im Verbund mit Fiktion heißt ja nicht umsonst im Englischen Science Fiction. "Spekulatius" brüllt das Krümelmonster und rupft aus der Kekstüte den Urknall (mit Inflationsfüllung), Schwarze Löcher, Wurmlöcher, Dunkle Materie, Dunkle Energie, Multiversen, kollidierende Branen heraus und verspeist sie genüßlich. Und dann winden sich seine Därme wie supersymmetrische Strings und verdünnisieren sich in die zehnte Dimension. Nicht ganz leicht zu lesen, dies Buch. Sehr faktenreich und vollgespickt mit Wissenschaftsgeschichte, aber allzuoft taumelt der Autor durch seine eigene Erzählung wie der Wanderer im Wald, der ihn nicht mehr sieht vor lauter Bäumen. Aber toll, wie er von den Bäumen erzählt. Hab vieles gelernt. Allein schon: die Inflation. Nur der Urknall reicht nicht. Dann wär das Universum nicht so gleichförmig, wie es ist. Also haben die Kosmologen einen Kniff eingeführt. Kurz nach dem Urknall steigerte sich die Ausbreitung des Universums abrupt inflationär und irgendwann, als das Universum ausreichend gleichförmig war, endete die Inflation genau so abrupt. Einen Nachweis für die Inflation gibt es nicht und ihre Ursache kann auch niemand erklären. Aber gebraucht wird sie, damit das Urknall-Modell Bestand hat. Ist also sozusagen die Krücke des Urknalls. Ein Baum, ein kniffliger. Und dann erzählt er von noch einem Baum: der Urknall enstand ja aus einem Punkt, der in seiner Größe Nahe null war. Und in diesem Punkt soll das gesamte Universum, das heutzutage hundert Milliarden Galaxien mit jeweils hundert Milliarden Sternen enthält, versammelt sein. Natürlich im Urzustand, als Wasserstoff. Aber, bei aller Verdichtungsfähigkeit, die der Materie zueigen ist, dagegen ist der Spaziergang eines Kamels durch ein Nadelöhr ein Sonntagsspaziergang. Der Autor fragt zurecht: wie soll das gehen? Aber leider wandert er dann wieder in die Bäume hinein und versäumt es zu erzählen, wie die Urknallbefürworter diese Frage beantworten. Fand ich schade. Oft fehlte mir die klare Linie. Manchmal hat er auch zu wenig Kante gegeben. Aber schön fand ich, dass er viele kritische Fragen aufgeworfen hat und auch nicht in Versuchung gekommen ist, sie mit Antworten glattzubügeln. Über Kosmologie zu lesen ist eine Herausforderung für den gesunden Menschenverstand. Kosmologen haben oft genug nicht mehr alle Untertassen im Schrank. Und fliegende Untertassen im Dachstübchen. Voller Leidenschaft stürzen sie sich in das Rätsel der Schöpfungsgeschichte. Au ja, das möcht ich auch lösen, hab ich gedacht, beim lesen des Buches. Und schwups, fiel mir dazu etwas ein. Natürlich keine Wissenschaft, aber eine kleine (mytho)logische Erklärung, warum aus Nichts etwas kommen kann, obwohl aus Nichts nichts kommt. Brian Cleggs Buch endet mit David Bohm. Ein Physiker, der durch seine Arbeit zu dem Schluß kam, dass Lokalität nicht existiert, d.h.: jeder Punkt im Universum ist mit jedem anderen direkt verbunden (so läßt sich auch die Quantenverschränkung erklären). Ich zitiere: "In Bohms Universum gibt es keine individuellen Teilchen. Alles ist ein Teil desselben Gegenstands. Das heißt nicht, alles, was wir sehen sei bedeutungslos und eine Fälschung, sondern nur, dass seine Konsistenz eher flüssig ist, statt aus einer großen Zahl einzelner Teilchen zu bestehen. Bohm benutzte das Beispiel von Strukturen, die aus dem Wasser hervorgehen, etwa Wellen und Strudel. Gewiss existieren sie und können aufeinander und auf andere Dinge reagieren, dennoch sind sie keine Gebilde aus eigener Kraft und unabhängig vom Wasser. Sie sind ein Teil des >Wasserhologramms<". Das schöne an diesem Bild, vom Universum als abgeschlossenes Ganzes, ist: ich kann mich damit identifizieren. Ich bin auch ein Wasserhologramm, ein Ganzes in dem diverse Teilchen umherschwappen. Diese Ganzheit ist das wesentliche an mir, dafür gibt es das schöne Wort Seele, in dem ja auch die See enthalten ist. Um eine Seele zu haben ist unbedingt Subjektivität vonnöten. Ich bin ein Subjekt mit Seele. Ist das Universum auch ein Subjekt mit Seele? Und wenn ja: was war vor dem Urknall? Ich bin ein Subjekt in den vier Dimensionen der Raumzeit. In mir kreuzen sich die Dimensionen in einem Punkt. Dieser Punkt nennt sich "Gegenwart" und beschreibt sowohl das räumliche als auch das zeitliche gegenwärtig sein. Ich erlebe meine Gegenwart, sie ist die Dimension meines Daseins, sozusagen die fünfte Dimension. Wenn das Universum ein Subjekt ist, ist es eins außerhalb von Raum und Zeit, denn Raum und Zeit sind in ihm. Es ist pure fünfte Dimension. Pure Gegenwart. Und genau diese Gegenwart war auch schon vor dem Urknall. Für den ersten Moment des Urknalls sagt auch die Wissenschaft dasselbe: Raum und Zeit werden geboren, es gibt nur die reine Gegenwart. Erst im zweiten Moment gibt es Vergangenheit. Und, sagt die Wissenschaft, weil es vor dem Urknall noch keine Zeit gab, ist es müßig über das davor zu spekulieren. Trotzdem drängt sich natürlich die Frage auf: woraus entstanden Raum und Zeit. Aus dem Nichts? Was ist das Nichts? Das Nichts ist etwas ohne Etwas. Nicht das geringste Etwas ist im Nichts enthalten. Nicht das klitzekleinste Objekt. Null Prozent Objektivität. Und objektiv kann aus dem Nichts auch nichts entstehen. Objektiv kann das Nichts auch nicht sein. Was bleibt: das Nichts kann nur subjektiv sein. Und das können wir uns als Menschen auch gut vorstellen: falls unsere Seele nicht unsterblich ist und wir gestorben sind, dann "erleben" wir das Nichts. Was bedeutet das für das universale Subjekt? Es ist nicht, so wie wir, an den Zeitpfeil gebunden. Vergangenheit und Zukunft sind eins. Und so kann es, Hokuspokus, seinen eigenen Ursprung erschaffen. In sich selbst, im Universum, kann es aus dem Nichts eines Subjekts schlüpfen und dann ewig sein, vor und hinter und mittendrin im Urknall. Übersetzt in ein Bild: der Vogel legt ein Ei, aus dem er selbst schlüpft. Verstanden? Klingt verrückt und ist es auch. 1,2,3, an meinem Fenster fliegen Untertassen vorbei...

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  • Rezension zu "Vor dem Urknall" von Brian Clegg

    Vor dem Urknall
    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    Stadtbuecherei_Wuerzburg

    29. February 2012 um 15:48

    Sind es nun Schleifen oder Fäden, Teilchen oder Wellen, die das Universum zusammenhalten und das Leben entstehen lassen? Oder ist es alles zusammen? Alles ist möglich. Es gibt so viele Theorien über die Entstehungsgeschichte des Universums wie es sichtbare Sterne am Himmel gibt. Unser Verstand sucht ständig nach Erklärungen, nach Wurzeln in Religion, Spiritualität, Quantenphysik und dem Universum. Doch immer dann, wenn es scheint, als hätten wir ein Mysterium aufgeklärt, eine Theorie darüber, wie ein Universum ins Sein explodiert sein könnte, fördert jede Forschung und weitere Erklärung nur erneut ein neues Mysterium zutage. Weil dem Verstand letztlich nicht einleuchten will, inwiefern mit Singularität, Quantenzustand, Relativitätstheorie, Gehirn, Bewusstsein und Gott irgendetwas letztgültig erklärt sein soll. So verhält es sich auch mit dem Urknall; denn mal angenommen es gab einen Urknall, dann stellt sich natürlich sofort die Frage was davor war. Dieser Frage geht auch der profilierte englische Wissenschaftsjournalist nach. Da uns der Autor hier glücklicherweise nicht, wie so viele anderen Fachleute auf diesem Gebiet, vorzugaukeln versucht, solche Fragen wie: Warum gab es diesen Anfang? Wer oder was hat ihn ausgelöst? Oder was war davor? beantworten zu können, nehmen ein Großteil dieses Buches die kosmologischen Erklärungsversuche der Menschheit ein. Clegg schreibt verständlich und leichthändig über die Mühen der Wissenschaft den Weltraum zu erklären, die unfassbare Größe zu messen und den Anfang von Raum und Zeit zu erfassen. Dabei gelingt es ihm sehr unterhaltsam und kurzweilig, die Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen und deren Ähnlichkeit mit den heutigen Theorien zu beleuchten. Es ist ihm hoch anzurechnen, dass er sich dabei nicht in allzu vielen unverständlichen Fachausdrücken und ellenlangen Formulierungen verliert. Der heutige Stand der Wissenschaft befindet sich ja in einer Zwickmühle: Die Beobachtungen der Astronomie mögen zwar auf die Existenz eines Urknalls verweisen; doch davon ausgehend steht auch fest, dass sich die Urknalltheorie und die beiden fundamentalen Theorien der Physik (die Quantenmechanik und die Allgemeine Relativitätstheorie) nicht wirklich miteinander vereinbaren lassen. Da bei der Theorie eines Urknalls die physikalischen Größen wie Dichte und Temperatur unendliche Werte annehmen, spricht man nun von Singularität. „Die Singularität des Urknalls ist eine Scheintatsache, ein Ausdruck ungenügender Naturgesetze.“ So kommt auch der Autor zu dem recht einleuchtenden Fazit, dass es durchaus möglich sein kann, dass das Universum überhaupt keinen Anfang hat. Brian Clegg favorisiert daher eine Art zyklisches Universum: Die Welt, das Universum entsteht immer wieder neu, dehnt sich aus und stürzt in sich zusammen, um wieder neu zu entstehen. - Eine Erklärung, die man auch als Laie irgendwie plausibel finden kann. Wie sagte doch der amerikanische US-Komiker und Schauspieler Woody Allen passend dazu: „ Ich bin sehr froh darüber, dass sich das Universum nun erklären lässt, ich dachte schon es läge an mir.“ Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen.

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