Brian Conaghan Der Junge, der es regnen ließ

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Inhaltsangabe zu „Der Junge, der es regnen ließ“ von Brian Conaghan

"Hunderte von Mädels haben sich die Augen ausgeheult, als es passierte. Typen auch. Ich hab gehört, dass Rosies Mutter woanders hinzieht. Ich denke, das ist das Beste. Vor allem hier. Sie wissen nicht, was Sie glauben sollen, was? [-]Man
hört ja bloß eine Story nach der anderen. Und eine ist bekloppter als die andere. Ich will niemandem was anhängen, aber das war doch bloß eine Frage der Zeit." Etwas Schreckliches ist geschehen. Die Schüler und Lehrer einer schottischen
Highschool müssen sich fragen: Wie konnte so etwas passieren? Gab es Vorzeichen? Hätten sie es verhindern können? Viele äußern sich, doch nicht allen Aussagen ist zu trauen ...

An sich ein spannender Aufbau, jedoch sind die Charaktere für mich nicht greifbar und das Thema wird klischeehaftig abgefühstückt. Schade.

— Tatsu

Dieses Buch deckt nach und nach seine Geheimnisse auf und enthüllt dabei eine spannende und dramatische Geschichte, die mich überrascht hat!

— Daniliesing

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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  • Rezension zu "Der Junge, der es regnen ließ" von Brian Conaghan

    Der Junge, der es regnen ließ

    Daniliesing

    Mit “Der Junge, der es regnen ließ” ist dem in Schottland aufgewachsenen Autor Brian Conaghan ein außergewöhnliches und tiefgründiges Jugendbuch gelungen. Als Leser wird man auf eher ungewöhnliche Weise in die Handlung eingeführt. Aus Sicht von unterschiedlichen Personen – Schülern und Lehrern – lernt man die eigentliche Hauptfigur des Buches kennen: Clem! Clem muss aufgrund des Jobverlusts seines Vaters von Irland ins schottische Glasgow ziehen. Ihn stört das nicht wirklich, er freut sich sogar ein bisschen auf diesen Neuanfang. Doch die neue Schule bietet für den gebildeten und nachdenklichen Jungen, mit dem für Schottland ungewöhnlichen Namen Clem, keinen leichten Start. Die anderen Schüler akzeptieren ihn nicht oder wollen zumindest nichts mit ihm zu tun haben. Sein merkwürdiger Akzent, sein Name, sein Interesse für Literatur – all das lässt ihn als Außenseiter dastehen. Nur in Rosie findet er eine Freundin und die beiden drehen sich um ihre eigene kleine Welt. Außerdem entwickelt Clem ein recht gutes Verhältnis zu seiner jungen Englisch-Lehrerin, die von seinem Literaturverstand beeindruckt ist. Freunde findet Clem nicht, Feinde aber schon. Sie finden in allem einen weiteren Grund, um sich über Clem lustig zu machen. Besonders bedrohlich sind die sogenannten NEDs, die auch vor Gewalt nicht zurückschrecken. Mich hat das Buch besonders gepackt, weil die Spannung und die düsteren Vorahnungen von Beginn an immer mehr gesteigert wurden. Man weiß aufgrund der Erzählungen aus Sicht der unterschiedlichen Figuren, dass am Ende des Buches etwas Schlimmes passieren muss. Doch was genau as sein könnte, das bleibt lange unklar. Erst als die zweite Hälfte des Romans dann aus Clems Sicht berichtet, kommt man einem möglichen Ausgang immer näher. Brian Conaghan erschafft auf diese Weise eine düstere und bedrückende Stimmung, die nachdenklich macht. Immer mehr gerät Clem in eine Situation, aus der es scheinbar keinen Ausweg gibt. Obwohl er sich eigentlich lange Zeit nichts aus den Tuscheleien hinter seinem Rücken und der Feindseligkeit ihm gegenüber gemacht hatte. “Der Junge, der es regnen ließ” trägt eine wichtige Botschaft in sich, die man selbst entdecken und auf sich wirken lassen sollte. Das Buch stimmt traurig und man fühlt sich hilflos, wenn man Clems Geschichte liest. Auch der eher träumerisch klingende Buchtitel erklärt sich später im Buch und hat bei mir eine Gänsehaut bewirkt! Ein Buch, das mich definitiv beeindruckt hat!

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  • Rezension zu "Der Junge, der es regnen ließ" von Brian Conaghan

    Der Junge, der es regnen ließ

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. January 2013 um 21:13

    Familiäre Veränderungen zwingen die englische Familie Curran nach Glasgow/Schottland umzuziehen. Für den sechzehnjährigen, in einer sensiblen Entwicklungsphase stehenden Clem beginnt dort die schwierige Zeit der Neuorientierung und der Integration in eine ihm fremde Schulgemeinschaft. Durch seinen Akzent und seinen intellektuellen Ehrgeiz fällt er auf und wird empfindsam und angreifbar. Die vermeindlich Starken, sie beherrschen die Klaviatur der Angst durch Mobbing und Aggression gleichermaßen bei Schülern und Lehrern, spüren ihr schwaches Opfer auf. Bald schon sieht Clem sich ihren Angriffen schutzlos ausgeliefert, bis es eines Tages zu einer verhängnisvollen, tragisch ausgehenden Begegnung in der Schule kommt. Die recht kurze Erzählung präsentiert sich in zwei Teilen. "Was sie gesagt haben" gleicht kurzen Ich-Form-Interview- oder Zeugenaussagen der Personen aus Clems engem Umfeld (Klassenkamerad, Freundin, deren Mutter, Lehrerin, Lehrer der alten Schule ...), der zweite Teil "Was Clem sagte", drückt seine Sicht der Geschehnisse aus. Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen diesen Statements oder im gegenseitigen Missverständnis. Die Sichtweisen des ersten Teiles wirken banal und lassen kaum solide Rückschlüsse auf das Drama und die Ursachen dafür zu. Eine nur oberfächlich anmutende Annäherung an das Thema Gewalt an Schulen. Auffällig fand ich das Fehlen einer Aussage von Clems Eltern, die in diesem explosionsgeladenen Beziehungsgeflecht eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Deutlich interessanter ist der zweite Teil, der die bis zu diesem Punkt vorherrschende emotionale Distanz zur Hauptperson verkürzt und endlich scheinbar chronologisch korrekt einen Tatablauf schildert. Dem tragischen Ende unangemessen, sind alle Berichte flach und lapidar erzählt und es ärgert auch die beabsichtigte Fehleinschätzung des Motivs, bzw. der psychischen Voraussetzungen. Es hätte unbedingt auch im ersten Teil die Tat selbst verbalisiert werden müssen, um glaubhaft zu sein, doch das hätte das Ende vorweg und die Spannung heraus genommen. Der Autor, selbst Lehrer, erzählt nicht wirklich Neues. Wir lernen die schottischen NEDs (Non Educated Delinquents) kennen, eine gewalttätige hooliganähnliche Randgruppe, die es so oder anders all over the world gibt. Gewalt und Mobbing sind traurige Gegenwartsprobleme nicht nur im Schulalltag, denen mit dieser Erzählung nur unzureichend argumentativ beizukommen ist. Fast hat es den Anschein, als hätte Brian Conaghan eine Diskussionsgrundlage für seinen Unterricht verfasst: Einerseits intellektuell bis arrogant (Clem), aber auch anbiedernd bis ordinär. Markennamen, Bandnamen, Musik, Styles ..., tja, wie reden denn nun ältere Teenager? Vieles kann hier leicht falsch interpretiert werden (das Motiv sehen die meisten Leser vermutlich eher als opferverschuldete Notwehr), alles bleibt vage und unspezifisch. Die Hintergründe und Ursprungssituationen der mitleidslosen Schlägergangs werden überhaupt nicht hinterfragt, doch findet sich auf dieser Seite weit mehr Zündstoff. Die Sichtweise im Buch ist ebenso fehlerhaft einseitig, wie die falsche Pauschalerklärung der Medien, Gewaltspiele seien ursächlich für real amoklaufende Jugendliche verantwortlich. Ungelenke, schlecht übersetzte Sätze, konstruiert möchtegernvariantenreiche Überschriften und fehlende Dialoge torpedieren die Glaubwürdigkeit, schaffen ungewollte Distanz. Die Tat selbst bleibt nebulös, der Autor rettet sich in Ein- bis Dreiwortsätze. Die Vorgeschichte soll Verständnis wecken, den Blick schärfen, erklären, warnen und die Erzählung tragen, bleibt jedoch bedauerlicherweise im bekannten Klischee stecken. Als Unterrichtsstoff ist das Buch vielleicht bedingt geeignet, aber ein herausragender Jugendroman ist in meinen Augen hier leider nicht gelungen. (T)

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