Der Mond des Vergessens

von Brian Lee Durfee 
4,1 Sterne bei60 Bewertungen
Der Mond des Vergessens
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (50):
JonasLights avatar

Starkes Fantasybuch mit toller Atmosphäre & sagenhafter Sprache.

Kritisch (2):
Talliannas avatar

Hier wimmelt es von unsympathischen Charakteren, fehlender Spannung und Klischees.

Alle 60 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Mond des Vergessens"

Unter den Göttern ist Streit entbrannt und zwingt den Menschen einen fürchterlichen Krieg auf. Über das Meer kommen die fanatischen Anhänger des verstoßenen Gottessohnes Raijael, um die Gläubigen der alten Laijons-Religion zu unterwerfen. Irgendwo in den Landen hält sich der Waisenjunge Nail versteckt. Auf ihm ruht die heimliche Hoffnung auf Rettung.

Jovan, der älteste Sohn des gefallenen Königs, regiert – von immer schlimmeren Wahnvorstellungen besessen – über Gul Kana. Verzweifelt versuchen seine zwei Schwestern sich ihm entgegenzustellen. Jondralyn lernt mit allen Mühen und Qualen die hohe Kunst des Schwertkampfs, während Tala ein Geheimnis lüftet, das nicht nur die Familie, sondern das ganze Land zu zerstören vermag. Kann das Königreich sowohl die Gefahren von innen als auch die Bedrohung durch die neue Religion Raijaels überstehen? Und hat das Schicksal des jungen Nail etwas mit einer uralten Prophezeiung zu tun?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608961416
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:880 Seiten
Verlag:Klett-Cotta
Erscheinungsdatum:10.03.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    zwergundelfs avatar
    zwergundelfvor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Ein erzählerisches Grundgerüst zwischen Mathe-Hausaufgaben und Grimms Märchen.
    Fünf hoch fünf mal Rübe ab

    Auf fünf Inselkontinenten tobt ein (Religions-)Krieg der besonders blutigen Art. Mittendrin Menschen, Elfen, Zwerge, anderes Getier, ein Protagonist und eine Handvoll Adjutanten, die auf der Suche nach mythischen Artefakten, der Wahrheit über Götter und die Welt und ihrer ganz persönlichen Bestimmung sind.

    Wer mag sowas? Fans von Lennister-Intrigen und anderen Staatsaffären. Außerdem Leser, die mit ausufernden und leicht heldenschmalzigen Mythen sowie zünftigen Schlachtplatten inklusive Kopf- und Gliederverlust keine Probleme haben...

    Die ganze Rezension auf zwergundelf.com

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    gagamauss avatar
    gagamausvor 4 Monaten
    solider Start

    Ein dicker Fantasyklops von Klett-Cotta. Der Beginn einer neue Serie. High-Fantasy und dann so ein geniales kraftvolles Cover. Ich gestehe, da kann ich einfach nicht „nein“ sagen.

    Brian Lee Durfee macht es einem nicht ganz einfach in seiner Welt anzukommen. Gut, er hat ja auch 888 Seiten Zeit. Aber die ersten 100 sind schon ziemlich verwirrend und etwas mühsam zu lesen. Wer hier wer ist, wer mit wem und warum, das ist ziemlich viel, selbst für einen Leser, der GoT-geschult und Osten-Ard-tauglich ist. Hier heißt es sich durchbeißen. Dazu kommt ein Schreibstil, der manchmal etwas verschachtelt daherkommt und häufige Szenewechsel, die zwar Spannung aufbauen aber auch immer wieder aus dem Rhythmus reißen.

    Durfee nimmt sich also jede Menge Zeit und versucht auch eine politische und gesellschaftliche Ebene zu schaffen. Daneben gibt es noch die des Jungen Nail, der im Großen und Ganzen doch ein ziemlich genormter Fantasy-Hauptdarsteller ist, denn er ist jung, ein Waisenkind, unwissend was seine Herkunft und Berufung betrifft und auch noch der mutmaßlich in einer Prophezeiung angekündigte Kriegerengel.

    Man muss sich auf den Erzählstil einlassen, man darf langatmige Passagen nicht überlesen, denn sie enthalten auch wichtige Infos, man muss am Ball bleiben und sollte das Buch nicht neben anderen lesen, da man sonst schnell den Faden verliert.

    Am Ende fand ich es nicht überragend aber einen soliden Start. Etwas mehr Überraschung und Innovation wäre nett für den nächsten Band.

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    Luthien_Tinuviels avatar
    Luthien_Tinuvielvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Der Auftakt eines Epos- für jeden Fan von Fantasy-Epen ein Muss!
    Toller, bildgewaltiger Auftakt eines Fantasy-Epos mit Zeug zum Kult

    "Golden und strahlend spiegelte sich die Sonne auf dem Wasser. In der Ferne zeichneten sich Schiffe ab. EIns nach dem anderen tauchte am Horizont auf, und die Segel schienen auf dem Wasser zu tanzen. Nail zählte, und die Angst schnürte ihm die Kehle zu: Es waren fünfunddreißig Schiffe, die von Nordwesten auf Galgenhafen zuhielten. Gebannt starrte Nail der Flotte entgegen, denn ihm war klar, dass der Tod mit ihr segelte." (S. 276)

    Titel: Die Fünf Kriegerengel Band 1- Der Mond des Vergessens
    Autor: Brian Lee Durfee
    Verlag: Klett-Cotta, Hobbit Presse
    888 Seiten

    Als ich das erste Mal dieses Buch vor mir liegen hatte, zweifelte ich sehr, ob es mir gefallen würde. Auf 888 Seiten (und noch dazu nur als erster Band einer Reihe) kann man unglaublich viel falsch machen als Autor.
    Doch schon nach den ersten 10 Seiten war jegliche Skepsis verschwunden- Der Mond des Vergessens hatte mich vollständig in seinen Bann gezogen.

    Inhalt:
    Hier finde ich den Klappentext irgendwie inhaltlich inkorrekt, daher versuche ich es in eigenen Worten: Die Welt des Werkes besteht aus fünf Inseln, auf denen ein zehrender Glaubenskrieg herrscht. Die Anhänger der Göttin Mia, ihres Geliebten Lajion und dessen Sohn Rajiael ringen um die Vormacht. Die fanatischen Anhänger des verstoßenen Gottessohns Raijael unterwerfen Insel um Insel. Doch ist die Eroberung und Bekehrung der Ungläubigen wirklich ihr einziges Ziel?
    In Amadon herrscht zur gleichen Zeit banges Erwarten der Truppen Raijaels. Der junge König Jovan scheint unfähig und zugleich trotzig entschlossen an seiner Herrschaft festzuhalten, während er sich immer mehr von seinen Schwestern Jondralynn und Tala entfremdet, die er mehr und mehr als Bedrohung wahrnimmt.
    Wiederum zeitgleich hält sich in den Bergen der Waisenjunge Nail zusammen mit seinem Meister versteckt. Obgleich von ungewisser Herkunft scheint von Nail das Schicksal seiner ganzen Welt abzuhängen. Die scheinbare Ruhe trügt und bald wird sich sein Leben komplett verändern. Er weiß es nur noch nicht...

    Meine Meinung:
    Wie man aus meiner Inhaltsangabe erkennen kann, wird die Geschichte aus Sicht verschiedener Personen an verschiedenen Orten zur gleichen Zeit erzählt. Erst mit der Zeit entwickeln sich die Querzusammenhänge zwischen den einzelnen Charakteren und Geschichten.

    Jedes Kapitel wird mit einem Zitat aus einer der heiligen Rollen der verschiedenen Religionen eingeleitet und ist mit Namen der Person, aus deren Sicht erzählt wird, sowie des Datums nach der dortigen Zeitrechnung umschrieben.

    Der Autor hat einen großen Aufwand mit der Gestaltung seiner Welt betrieben. Ob Fantasiewesen wie beispielsweise Oghule, verschiedene Religonen, Völker, eine Karte der Inseln, eine eigene Zeitrechnung, Lebensläufe und Stammbäume- er hat eindeutig sehr viel Herzblut in die Gestaltung des Welt gesteckt, was man als Leser auch sofort merkt und liebt. Ebenso beeindruckt die Vielzahl verschiedener Charaktere die er ersonnen hat. Zum Glück findet sich am Ende des Werkes ein Anhang, sonst wäre es in der Tat schwer, der Erzählung zu folgen.

    Die Charaktere selbst sind jeweils individuell ausgestaltet. Man kann sich teilweise super in sie hineinversetzen und entwickelt sowohl Sympathien wie auch Antipathien.

    Die Geschichte selbst ist durch ihren Aufbau und Erzählstil durchweg spannend. Die Seiten sind nur so verflogen. Sowohl die Erzählungen über die Welt und Religionen, wie auch die eigentliche Handlung gehen nahtlos ineinander über und lassen es an keiner Stelle trocken oder gar uninteressant wirken. Man merkt zwar, dass die Welt erst im Aufbau ist und man noch so viel mehr über sie erfahren könnte, doch gerade das ist einer der Reize dieses Werkes.
    Durch die verschiedenen Perspektiven der Erzählung wird der Erfahrungsschatz des Lesers Schritt für Schritt erweitert und er erhält immer mehr Einblick in die Welt. Gerade am Anfang ist das mit den verschiedenen Gottheiten noch etwas skurril anmutend, doch durch die Perspektiven wird einem nach und nach das gesamte Setting klar. Und was auch ein großer Vorteil (oder manchmal auch Nachteil ist): Immer wieder kommt es zu spannenden Cliffhangern und man muss einfach weiterlesen, um zu erfahren, was mit dem Charakter passiert.

    Zur Buchausgabe:
    Ich habe das Werk als gebundenes Buch und finde, gerade wenn man gerne mit der Karte nachverfolgen will, wo man sich gerade in der Welt befindet, ist das Werk nicht als E-Book geeignet.
    Das Papier der Ausgabe ist sehr hochwertig, einziger kleiner Kritikpunkt, den ich hätte, ist, dass ich es schön fände, wenn das Buch mit einem Stoffband ausgestattet wäre, das als Lesezeichen fungiert. Gerade bei dieser Seitenfülle und der ansonsten sehr hochwertigen Aufmachung vermisse ich ein solches doch irgendwie schmerzlich.

    Fazit:
    Ein wirklich brillianter Epos mit einer tollen Welt, spannendem Erzählstil und spannenden Charakteren. Mich hat das Werk irgendwie an Tad Williams' "Geheimnis der Großen Schwerter" erinnert (auch wenn ich vom Plot her kaum Parallelen erkennen konnte, ich kann mir mein Gefühl auch nicht erklären).
    Für Fans von detailliert durchdachten Fantasywelten und solche, die es werden wollen, ist dieses Buch eine klare Leseempfehlung meinerseits.

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor 4 Monaten
    Wankelmütig

    "Wankelmütig" ist für mich das Wort, welches dieses Buch am besten beschreibt!
    Es passt in so vieller Hinsicht auf den Inhalt und Aufbau, aber vor allem auf meinen Eindruck: Ich schwanke zwischen Begeisterung und Verzweiflung, Gespanntsein und Ekel; was die Figuren angeht dominiert aber vor allem Entnervtsein!

    Begeistert bin ich über die Komplexizität und Liebe zum Detail, mit der der Autor diese Welt aufgebaut hat. Ein großer Teil dieses Buches bezieht sich auf den Glauben der Menschen, der auf fünf alten Schriften basiert. Allein die Zitate aus diesen Schriften, die am Beginn jedes Kapitels stehen, zeugen von der Sorgfalt und Detailgenauigkeit, mit der Herr Durfee seine Welt erschaffen hat.
    Auch die diversen Handlungsstränge, die kapitelweise aus der Sicht verschiedener Figuren geschildert werden, lassen die Spannung nicht verebben (zumindest zu Beginn jedes Kapitels).

    Allerdings bin ich mit dem Schreibstil nicht ganz warm geworden: Allein die Seitenanzahl des Buches (880 Seiten inklusive Anhang) zeigen ja schon, dass Herr Durfee sehr ausführlich schreibt. Leider ist das für die Spannungsdichte der Handlung nicht gerade förderlich. Zu lange passiert gefühlt nicht viel. Stattdessen hält sich der Autor an Beschreibungen von Nichtigkeiten auf. Es fällt mir teilweise auch sehr schwer zu unterscheiden, was für die Handlung nun wichtig ist und was nicht. Und wenn dann wieder etwas passiert, artet es teilweise in dermaßen brutales Gemetzel aus, dass es mir schier den Magen umdreht!

    Das größte Manko des Buches sind trotz allem die Figuren: Zu keinem von ihnen konnte ich während der langen Reise durch die Seiten eine Verbindung aufbauen. Sie sind in ihren Charakteren zu wankelmütig und auch was die Beschreibung ihrer Fähigkeiten angeht, schwanken sie wie ein Rohr im Wind. Innerhalb weniger Abschnitte werden sie vom siegreichen Kämpfer zum schwachen, wehrlosen Verlierer. Der bedeutsame Held wird innerhalb weniger Seiten zum unwichtigen Nebenspieler. Die scheinbar wichtigste Figur kann ganz schnell vom Autor abgeschrieben und ins Abseits gestellt werden.

    Die Geschichte dieses High Fantasy-Romans basiert auf einer Prophezeiung, die das Schicksal der ganzen Welt verändern soll, doch auch nach über 800 Seiten ist mir noch immer nicht klar, auf wen sie eigentlich verweist. Es gibt einfach zu viele Andeutungen und auch Deutungsmöglichkeiten; ich als Leser irre so genauso ahnungslos durch die Geschichte wie die Figuren.

    Fazit:

    Der Gedanke hinter diesem Buch hat mich dank des Klappentextes und der Leseprobe gefesselt und auch nachdem ich nun den ersten Band gelesen habe, bin ich eigentlich auch immer noch angefixt. Allerdings wüsste ich nicht, für wen ich mitfiebern sollte; welcher Charakter mich bei der Stange halten sollte, zumal es wahrscheinlich noch vier weitere Bände dieser Stärke geben wird und ich nicht weiß, wie ich das langatmige Zwischendrin überstehen soll!
    Für mich wird es also eher eine Spontanentscheidung, wenn ich den Folgeband sehe, ob ich dieser Reihe noch eine Chance gebe...

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    AnnieHalls avatar
    AnnieHallvor 4 Monaten
    Spannende und komplexe Fantasygeschichte

    Der Mond des Vergessens ist ein Fantasy-Roman von Brian Lee Durfee und 2018 bei Klett-Cotta erschienen.

    Der weiße Prinz, führt einen erbitterten Krieg gegen andere Religionen und zwingt ihnen den Glauben des verstoßenen Gottessohnes Raijael auf. Er hat einen Großteil der fünf Inseln bereits eingenommen und zieht nun gegen die große Insel Gul Kana in den Krieg. Diese wird vom König Jovan, Anhänger der Laijon Religion, regiert. Dort lebt auch der Waisenjunge Nail unter der Obhut des Kriegers Shawcroft. Auf Nail ruht die Hoffnung auf Rettung, denn er ist Teil einer alten Prophezeiung...

    Der Mond des Vergessens erzählt eine komplexe Geschichte, die mit verschiedenen Erzählsträngen, wechselnden Handlungsorten und der Vielzahl an Figuren ein hohes Maß an Aufmerksamket verlangt. Ein imposanter Auftakt, spannend und vielschichtig mit interessanten Charakteren,, Eine mitunter recht brutale Geschichte um Götter, Religionskriege und dunkle Geheimnisse, die sich manchmal in detailreichen Beschreibungen verliert, aber trotz des Umfangs von gut 800 Seiten nie langweilig wird.

    Leseempfehlung für High-Fantasy Leser.
     

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    Lynn253s avatar
    Lynn253vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein beeindruckendes Fanatsyuniversum mit spannendem Handlungsverlauf und abwechslungsreichen Charakteren.
    Beeindruckende Welt

    Es ist die Geschichte der fünf Inseln und die der fünf Kriegerengel, die auf die Erde zurückkommen sollen, so will es die Legende. Es ist auch die Geschichte des Waisenjunge Nail, auf den noch eine große Aufgabe warte und die der königlichen Schwestern Tala und Jondralyn. Es ist die Geschichte des Weißen Prinzen, der mit äußerster Brutalität Eroberungsfeldzüge führt und die des schwachen Königs Jovan, der dem nichts entgegenzustellen scheint. Sie alle verbindet eine uralte Prophezeiung.

    Das aufwendig gestaltete Cover zeigt bereits eine mittelalterlich anmutende Szenerie, in die eine Reihe von fantastischen Elementen einfließen. Aber es werden auch andere Epochen eingebracht, beispielweise tauchen Gladiatorenkämpfe aus.
    Einen wichtige thematischen Schwerpunkt bilden die Götter und die Religion. Es geht um Glaube, um Wahrheit und die Macht des Wissens. Aber auch Krieg und Gewalt spielen eine große Rolle, Eroberung, Verrat, die Frage nach dem Vertrauen.

    Das Fantasyuniversum ist wirklich beeindruckend, unglaublich genau ausgearbeitet und entsprechenden komplex. Es treten verschiedene Königreiche auf, die über ihre eigenen Strukturen, Regeln und Geschichte verfügen.
    Am Anfang ist es da nicht leicht, den Überblick zu behalten, zumal man als Leser auch mit einer Vielzahl von Charakteren konfrontiert wird, deren Bezug zueinander sich teilweise nicht sofort erschließt.
    Hilfreich ist auf jeden Fall die beigefügt Karte, mit deren Hilfe man sich sich viel besser vorstellen kann, wie die Königreiche zueinander liegen. Leider ist sie am Ende des Buches platziert, sodass man nicht direkt darauf stößt.

    Die vielen verschiedenen Charaktere sorgen für eine Reihe von Handlungssträngen, die parallel zueinander verlaufen, sich teilweise kreuzen und doch alle irgendwie verknüpft zu sein scheinen. Spannend ist auch, dass man die handlungstragenden Personen sowohl aus ihrer eigenen Sicht, als auch aus der der anderen Charaktere sehen kann. Allerdings hatte ich an einigen wenigen Stellen durchaus auch Mühe, die beiden so entstandenen Bilder übereinander zu legen.

    Die Erzählweise ist teilweise sehr beschreibend und detailreich, das Geschehen häufig äußerst brutal. Die Sprache ist aber insgesamt angenehm zu lesen, sodass man trotz des Umfangs mit dem Lesen gut vorankommt.

    Die Geschichte mag stellenweise etwas langatmig sein. Auch ist es nicht leicht, direkt mit der komplexen Welt zurecht zu kommen, sodass man etwas braucht, um in den Bann gezogen zu werden. Aber das Weiterlesen lohnt sich, es folgt ein spannender, vielschichtige Handlungsverlauf und interessante, abwechslungsreiche Charaktere.

    Der Schluss bleibt (leider) sehr offen – ich bin gespannt wie der nächste Band daran anknüpft.

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    Catherine Oertels avatar
    Catherine Oertelvor 5 Monaten
    Gelungener Auftakt zu einem neuen Fantasieabenteuer

    Beginnen wir mit dem Cover, welches in meinen Augen wunderschön und ein echter Hingucker ist. Beim Betrachten schlägt mein kleines Herz unweigerlich schneller. Es strahlt so eine Kraft und Lebendigkeit aus, gleichzeitig ist es aber auch geheimnisvoll und mystisch. Der Ritter im Vordergrund könnte Beschützer aber auch Angreifer sein. Die Farbwahl ist perfekt, der bedeckte Himmel mit der Burg im Hintergrund wirkt dunkel und bedrohlich dazu als Kontrast der blutrote Umhang des Ritters der durchs Bild flattert, als hätte ihn gerade eben eine Windböe erwischt. Das Pferd trabt vor Kraft strotzend, unbeeindruckt über die brennende Erde, den Kopf stolz erhoben, mit Augen und Nüstern die Feuer zu speien scheinen. Ich habe mich spontan in dieses Cover verliebt und nachdem ich den Roman gelesen habe kann ich sagen, es passt perfekt zur Geschichte.
    Der Roman „Der Mond des Vergessens“ ist keine leichte Lektüre, der Leser muss sich nicht nur auf die Geschichte einlassen, er muss auch beim Lesen konzentriert bleiben um die vielen Charaktere und Nebencharaktere die sich in den fünf Landen tummeln in die richtigen Schubladen einzuordnen. Die von Brian Lee Durfee geschaffene Welt ist sehr komplex. Es gibt nicht nur fünf Inseln sondern auch fünf Kriegerengel, dazu (wenn ich mich nicht verzählt habe) elf Haupt- und Nebenschauplätze, unter anderem Königshöfe mit sehr vielen Charakteren die alle beschrieben und vorgestellt sowie in die Geschichte verwoben werden wollen. Was mitunter sehr anstrengt und mich mehrmals Zurückblättern lässt, damit ich im Geiste die Figur an den ihr gebührenden Platz einsortieren kann. Wie gesagt, es ist keine leichte Kost, doch hat man erst einmal Blut geleckt, gibt man das Buch nicht mehr aus der Hand. Zumindest erging es mir so. Es war spannend und fesselnd, ich kann gar nicht glauben, dass ich tatsächlich 888 Seiten gelesen habe. Ja…, es ist viel passiert und doch habe ich das Gefühl noch ganz am Anfang der Geschichte zu stehen. Es ist ein bisschen wie beim Hobbit oder Herr der Ringe, die Gefährten haben sich gefunden und begeben sich nun auf ihre Reise voller Abenteuer, Irrungen und Wirrungen.
    Der Autor hat es geschafft mit seinen bildlichen Worten eine vielschichtige fantastische Welt zu erschaffen. Ich bin schon sehr gespannt hinter die vielen Geheimnisse und Prophezeiungen zu kommen, die die einzelnen Charaktere noch vor mir und ihren Mitstreitern verbergen. Am liebsten würde ich euch aus dem Inhalt des Buches einiges vorschwärmen, damit ihr gemeinsam mit mir in das mittelalterliche Setting eintauchen könnt, aber damit würde ich einfach zu viel verraten. Außerdem ist es so vielschichtig und bezaubernd, dass ich das gar nicht hinbekäme. Nur so viel, es gibt Kämpfe mit Bogen und Schwert, Mann gegen Mann, doch nicht immer ehrenhaft. Grausame menschenverachtende Szenen, Verstümmelungen, Mord, Intrigen, Liebe und Hass, Treue und Verrat. Mitunter weiß ich nicht mehr, wer gut oder wer böse ist oder ob ich auf der richtigen Seite stehe. Die unerwarteten Wendungen bringen mich das ein und andere Mal ins Grübeln. Man kann niemandem trauen, oder doch? Ich werde es euch nicht verraten. Jedenfalls hatte ich einen mordsspaß beim Lesen des Buches und kann es guten Gewissens jedem Fantasiefan ans Herz legen. Persönlich freue ich mich bereits auf die Folgebände.
    Im Anhang des Romans findet sich neben einer Karte der „Fünf Inseln“ sehr interessantes Infomaterial zu den Monden, den Königshäusern, den Schriften und Waffen Laijons.
    Fazit: Gelungener, solider Auftakt zu einem neuen Fantasieabenteuer. Die Mischung aus Tolkin und G.R.R. Martin gefällt und macht Appetit auf mehr. Ich freue mich auf den zweiten Band, der hoffentlich bald erscheinen wird. Für Leser die sich in mittelalterlichen Fantasiewelten wohlfühlen. 

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    Emma.Woodhouses avatar
    Emma.Woodhousevor 5 Monaten
    High Fantasy voller Intrigen und Meuchelmörder

    Inhalt:
    In erster Linie geht es um einen Jungen der als Waise bei seinem Meister Showcraft heran wächst. Er ist ein typischer Junge der nicht weiß wo er wirklich hin gehört. Er fühlt sich nicht richtig akzeptiert und bekommt dies auch häufig zu spüren. Viele Schicksalsschläge erwarten Nail in diesem Buch und doch soll dieser Bastard die Hoffnung in sich tragen alles wieder ins Lot zu bringen.
    Es gibt  gibt auch andere wichtige Charaktere die in diesem Buch die Geschichte voran treiben.
    So hat die Schwester des Königs Jondralyn Bronachchell einen steinigen Weg vor sich um sich gegen ihren Bruder zu behaupten. Denn dieser ist einer der Charaktere die seine Macht nutzt, um das Falsche zu tun, zumindest in den Augen seiner Schwester, die endlich das Ruder übernehmen möchte. Der Gegenspieler, wobei es natürlich etliche in der Geschichte gibt, dieser Fiesling dem man alles zu traut um alles zu beherrschen, nennt sich Raijel. Er kommt mit vielen Schiffen und sehr vielen Kriegern um alles zu unterjochen.

    Meinung:
    Dieses Buch kommt daher wie ein kräftig, gepökelter Schinken direkt auf dem Holzbrett.
    Es beginnt wie ein solches Buch beginnen muss - mit einem aussagekräftigen Epilog.
    Doch dann wird man in ein Kapitel gezogen voller Namen. Sie werden einem serviert, ohne das man weiß wer da vor einem steht. Ich hatte echt Schwierigkeiten die Personen mit den Namen überein zu bringen. Es werden nur die Nachnamen verwendet und und gerade am Anfang hatte ich da meine Probleme mit zu kommen. Doch dann war ich im Fluss und die Geschichte reißt einen mit.
    Die einzelnen Handlungsstränge der vielen verschiedenen Charaktere sind echt klasse. Bei jedem hat man das Gefühl er hat eine ganz eigene Motivation etwas zu tun. Jeder Charakter bekommt seine Bühne und man kann mitverfolgen wie sich die Charaktere entwickeln. Der ein oder andere bleibt so wie er ist aber manche beginnen ihr Eigenleben zu haben.
    Nail mag ich wirklich sehr aber sein ständiges sich selbst bemitleiden ging mir irgendwann auf die Nerven.
    Der erste Band scheint das nächste Buch vorzubereiten auf etwas wirklich Großes.
    Und auch wenn ich manche Formulierungen etwas holprig empfand, kann ich nur sagen mit den Seiten wird es besser und ließt sich dann auch flüssiger.
    Wer also auf Intrigen steht und dazu noch eine Krone in greifbarer Nähe haben möchte, ist hier genau richtig.
    Sei noch gesagt, das ein oder andere Kapitel ist echt blutig und nichts für Leute die ein harmloses Buch erwarten. Aber auch Zwerge und andere Wesen kommen hier drin vor.
    Die Lesequalität ist für meine Begriffe sehr hoch da die Schriftgröße angenehm zum Lesen ist.
    Das Cover ist erstklassig gestaltet und macht enorm viel Lust in die Welt einzutauchen.
    Also kauft euch das Buch genießt die Seiten und die Zeit mit den fünf Kriegsengeln.

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    Mira20s avatar
    Mira20vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Üppig und detailreich!
    Üppig und detailreich!

    Ich danke dem Verlag für das zur Verfügung stellen des Rezensionsexemplars!


    Inhaltlich konnte mich der üppige Start der Fantasy Reihe „Die fünf Kriegerengel“ überzeugen. Der Autor bietet eine fixfertige Fantasy Welt, die in allen Details gut überlegt und geplant ist. Alle Protagonisten haben eine ausgeklügelte und vernetzte Geschichte. Die Familien sind miteinander befreundet oder zerstritten und haben oft eine gemeinsame Vergangenheit. Die Vernetzung der Personen ist wohlüberlegt, aber für den Leser manchmal fast zu detailreich.

    Die fünfteilige Reihe hat ein episches Ausmass. Nicht nur die Seitenzahl ist enorm (Teil 1 hat fast 900 Seiten), sondern auch was die Karten und das Personenverzeichnis hergeben, ist enorm. Da steckt sehr viel Vorarbeit drin!

    Die Haupt- und Nebenprotagonisten (und von denen hat es einige!) sind liebevoll ausgearbeitet. Sie unterscheiden sich stark in ihren Charakteren. Ihre Rollen sind sehr verschieden, genauso wie ihr Geschlecht und die Herkunft. Sie sind gut gewählt und geben dem Buch Farbe und eine recht gute Übersicht der Handlung.

    Einzig die Wahl der Namen fand ich unglücklich. Sehr viele Doppelnamen und ähnliche lautende Familien, Väter und Mütter, Onkel und Tanten – da fand ich es manchmal schwierig die Übersicht zu behalten. Ich mochte auch nicht ständig das Namensregister zu Rate zu fragen.

    Der ausserordentlich kampfbetonte Fantasy Roman beinhaltet einige blutige und detailreiche Gewaltszenen. Diese haben mich abgestossen. Querlesen ist sehr schwierig, weil man schnell den roten Faden verliert.
    Da noch vier Bände geplant sind, sollten auch die Nebenprotagonisten die nötige Aufmerksamkeit erhalten. Sie könnten durchaus noch wichtig werden.
    Ich habe schon sehr viele High Fantasy Romane gelesen und kann durchaus mit Gewalt und Kampfszenen umgehen. Der sehr anschauliche Schreibstil des Autors machen diese Ausschnitte aber zum Splatter“Erlebnis“. Mir war das eindeutig zu viel!

    Bei meiner persönlichen Bewertung ziehe ich deshalb für die Namenswahl und die Gewaltszenen zwei Sterne ab. 

    Eine Leseempfehlung spreche ich dem Buch aber gerne aus. Allerdings sollte der Leser viel Zeit für die Lektüre aufbringen können und kampfbetonte Szenen mögen.

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    MelliSt13s avatar
    MelliSt13vor 5 Monaten
    Ganz großes Kino

    Dies ist ein Buch mit einer ganz eigenen Welt,was hier niedergeschrieben wurde ist wirklich ganz großes Kino.

    Knapp 870 Seiten sind zu bewältigen,aber es steckt auch jede Menge drin.Es sind mehrere Handlungsstränge die sich ganz langsam zusammenfügen.

    Um den Inhalt wieder zu geben,bräuchte ich ewig,...

    Kurzer Inhalt Laijon ist der Gott an den sie alle glauben und Javon ist der tyrannische Herrscher, der Spaß daran hat Menschen zu quälen und sterben zu sehen, während seiner eskapaden, machen sich seine Schwestern bereit für den großen Krieg gegen die Anhänger von Raijael.

    Es gibt eine uralte Prophezeiung und Nail ist von ihr betroffen,doch wie hängt alles zusammen???

    Denn gesucht werden die fünf Kriegerengel!!!

    Ein Buch mit so viel Inhalt, das bis ins kleinste Detail durchdacht ist und den Leser aufmerksam mitlesen lässt, denn abschweifen ist hier nicht, man muß bei der Sache bleiben, um der Geschichte folgen zu können.

    Manchmal etwas zu viel Details,aber das ist ja geschmackssache!!!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    nico_kleins avatar

    Brian Lee Durfee entführt uns nach Gul Kana und in das Reich der Götter! 

    Jovan, der älteste Sohn des gefallen Königs von Gul Kana, ist von Wahnvorstellungen besessen, doch er möchte die Macht nicht aufgeben. Seine Schwestern versuchen verzweifelt, die Zerstörung des Landes zu verhindern. Währenddessen kommen die Anhänger des Gottessohnes Raijael über das Meer, um die Bewohner des Reiches ihrer alten Religion zu unterwerfen. Alle Hoffnung ruht auf dem Waisenjunge Nail, der Teil einer uralten Prophezeihung zu sein scheint ...

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    Unter den Göttern ist Streit entbrannt und zwingt den Menschen einen fürchterlichen Krieg auf. Über das Meer kommen die fanatischen Anhänger des verstoßenen Gottessohnes Raijael, um die Gläubigen der alten Laijons-Religion zu unterwerfen. Irgendwo in den Landen hält sich der Waisenjunge Nail versteckt. Auf ihm ruht die heimliche Hoffnung auf Rettung.

    Jovan, der älteste Sohn des gefallenen Königs, regiert – von immer schlimmeren Wahnvorstellungen besessen – über Gul Kana. Verzweifelt versuchen seine zwei Schwestern sich ihm entgegenzustellen. 

    Jondralyn lernt mit allen Mühen und Qualen die hohe Kunst des Schwertkampfs, während Tala ein Geheimnis lüftet, das nicht nur die Familie, sondern das ganze Land zu zerstören vermag. Kann das Königreich sowohl die Gefahren von innen als auch die Bedrohung durch die neue Religion Raijaels überstehen? Und hat das Schicksal des jungen Nail etwas mit einer uralten Prophezeiung zu tun? 

    »Das ist High-Fantasy im Stil von Stephen R. Donaldson oder David Eddings, garniert mit einer großen Portion George R. R. Martin. Durfee hat eine in allen Details außergewöhnliche Welt geschaffen. Er erzählt eine atemberaubende Geschichte, die in faszinierenden Kulturen spielt. Die Handlung hat Tempo und Zugkraft. Der große existenzbedrohende Konflikt verspricht einen Spannungsbogen über viele Bände.« Booklist


    Hier findet ihr eine Leseprobe. 

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    Brian Lee Durfee ist ein Künstler und Schriftsteller, der in Alaska und Utah aufwuchs. Er hat unter anderem Illustrationen für Tolkien Enterprises und Wizards of the Coast geschaffen. »DerMond des Vergessens« ist sein erstes großes High-Fantasywerk.

    Wir verlosen in dieser Buchverlosung 50 Exemplare von "Der Mond des Vergessens". 

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