Brian Michael Bendis , Michael Gaydos Jessica Jones: Alias

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Inhaltsangabe zu „Jessica Jones: Alias“ von Brian Michael Bendis

Einst war Jessica Jones eine Superheldin und Freundin der Avengers. Jetzt ist sie eine trinkende Privatdetektivin, deren Fälle oft aus dem Ruder laufen, etwa, wenn sie verschwundene Mutanten-Kids sucht, oder einer Verschwörung auf die Schliche kommt, die eine Heldenlegende und Jessicas Leben bedroht. Außerdem datet sie Ant-Man und landet mit Luke Cage im Bett…

Autor: Brian Michael Bendis
Zeichner: Michael Gaydos

Düstere Krimi-Kost im Marvel-Universum.

Rundum gelungener Megaband und der etwas andere Superhelden-Comic, nicht nur für Fans der Netflix-Serie.

— Elmar Huber

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    Jessica Jones: Alias

    Elmar Huber

    23. October 2017 um 16:21

    STORY Jessica Jones, einst als Superheldin Jewel bei den Avengers, hat das Heldenleben aufgegeben und ist inzwischen als Privatdetektivin mit der One-Woman-Agentur „Alias Investigations“ in New York City tätig. Eine neue Klientin erteilt ihr den Auftrag, nach ihrer verschwundenen Schwester zu suchen. Ein langweiliger Routinefall, der keine große Mühe erfordert, würde Jessicas Beschattungsvideo nicht die Geheimidentität eines der einflussreichsten Männer Amerikas enthüllen und wäre nicht das Objekt ihrer Ermittlungen plötzlich tot und ihre Auftraggeberin ebenso plötzlich nicht mehr erreichbar. Ihre verzweifelten Nachforschungen, nun in eigener Sache, führen die Detektivin in höchste politischen Kreise (#1-5, Alias Investigations) Völlig verzweifelt stolpert eine Frau namens Jane Jones ins Büro von Alias Investigations. Ihr Mann, Rick Jones, sei ein Verwandter von Jessica und verschwunden. Sehr bald gelingt es Jessica, Rick aufzuspüren. Ein Verwandter ist er nicht, doch er behauptet, bereits der Sidekick mehrerer Helden gewesen zu sein, eine entscheidende Rolle im Kree/Skrull-Krieg gespielt zu haben und dass ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt ist (#6-9, Sehnsucht) J. Jonah Jameson engagiert Jessica Jones, um endlich herauszufinden, wer sich unter Spider-Mans Maske verbirgt. Ein Bugle-Reporter soll die Detektivin begleiten, um am besten gleich eine ganze Artikelserie über Jessicas Ermittlungen zu schreiben. (#10) Jessica wird engagiert, um die 16jährige Rebecca Cross zu finden, die aus dem Vorortkaff Lago verschwunden ist. Erste Ermittlungen zeigen, dass Rebecca ein sehr talentiertes Mädchen ist, das nicht recht in dieses Umfeld passen will. Laut ihrem Tagebuch hält sie sich für eine Mutantin. Etwas, das in Lagos Kirche nicht gerne gesehen ist (#11-14). Nach einer Aussprache mit Luke Cage kommt es endlich zum Date mit Scott „Ant-Man“ Lang, das Caron Denvers für Jessica eingefädelt hat (#15) MEINUNG Gleich zu Anfang macht Brian Michael Bendis klar, dass es Jessica Jones nicht gerade schätzt, auf ihre Vergangenheit als Superheldin angesprochen zu werden, auch wenn sie noch ein Kostüm-Bild aus alten Zeiten mit den Avengers in ihrem Büro hängen hat. Auch folgt sie ihrem eigenen Moralkompass und wirft schon mal einen unzufriedenen Klienten durch die geschlossene Bürotür. Eine Szene, die ihre Entsprechung in Folge 1 der JESSICA JONES Netflix-Serie hat, basiert diese doch grundsätzlich auf den vorliegenden Bendis-Comics, die im Original bereits 2001 erschienen sind. Dennoch wurden für die Serie nur die „Eckdaten“ aus den Coimics übernommen, wie etwa Jessicas charakterliche Ausprägung mit harter, spröder Schale und ansonsten äußerst widersprüchlich, wütend, unberechenbar und bisweilen regelrecht besessen. Ferner hat es das Alkoholproblem der Detektivin, das sie gerne mal unkontrolliert abstürzen lässt, und die Liaison mit Luke Cage auf die Mattscheibe geschafft. Außenrum wurde für Netflix jedoch eine gänzlich andere Storyline gebastelt, was daran liegen könnte, dass z.B. Captain America fürs Kino reserviert ist und im Fernsehen gar nicht auftauchen darf. Die Comicserie ist vor allem durch unterschiedlich lange Einzelfälle getrieben, die den Motor der Handlung darstellen. So erweist sich Brian Michael Bendis JESSICA JONES (im Original hieß die Serie übrigens ALIAS) seiner Eigenschöpfung POWERS gar nicht unähnlich. Hier wie da geht es um „normale“ Kriminalfälle, die während der Ermittlungen immer wieder eine Superhelden/Metawesen/Mutanten-Komponente erhalten. Im Fall Jessica Jones wird dadurch immer wieder die Vergangenheit der Heldin aufwühlt, mit der sie gerne abschließen würde. Natürlich gibt es zusätzlich eine horizontale Erzählebene, die sich jedoch angenehm im Hintergrund hält. So entwickelt JESSICA JONES im Comic ein angenehmes Tempo, wo die Netflix-Serie sich öfter mal unnötig im Kreis dreht. Ein direkter Vergleich ist durchaus empfehlenswert. Gemeinsam ist beiden, dass sie sich an ein erwachsenes Publikum richten, ist doch ALIAS im Original unter dem Marvel Adult-Label MAX erschienen. Die Bilder von Hauptzeichner Michael Gaydos und der nachlässig wirkende Einsatz des breiten Tuschestifts erinnern stark an Sean Phillips (CRIMINAL, FATALE, HELLBLAZER). Teilweise wird Gaydos unterstützt von Comic-Veteran Bill Sienkiewicz (ELEKTRA: ASSASSIN), der ebenfalls für seinen nervösen Strich bekannt ist, so dass hier kein Stilbruch zu bemerken ist. Band 10 wurde komplett von David Mack groß bebildert und pflegt in den Dialogen eine drehbuchartige Struktur ohne klassische Sprechblasen. Ansonsten findet sich oft der Rhythmus der Bendis-typischen Ping-Pong-Dialoge in der Panelanordnung wieder. Dort gibt es entweder lange Sprechblasenketten oder zeilenweise Schnitt-Gegenschnitt-Darstellungen ohne dass sich die jeweiligen Motive ändern. Auch das Panini-Megaband-Konzept greift hier wieder sehr schön, da man tatsächlich eine abgeschlossene, runde Einheit bekommt, die sogar noch einigermaßen unbeschwert abgeschlossen wird, geht es in der Abschlussgeschichte doch um ein romantisches Date mit Scott Lang. Wer z.B. die HAWKEYE-Megabände mochte, kann auch hier bedenkenlos zugreifen. Als kleinen Bonus gibt es noch eine Galerie mit den Einzelcovern von David Mack. FAZIT Rundum gelungener Megaband und der etwas andere Superhelden-Comic, nicht nur für Fans der Netflix-Serie. Man merkt zu keinem Moment, dass die Hefte schon 15 Jahre auf dem Buckel haben.

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  • Jessica Jones - Alias: Heldin mal anders

    Jessica Jones: Alias

    Mueli77

    03. August 2016 um 10:31

    Früher war Jessica eine Superheldin. Eine Heldin an der Seite der Avengers und kämpfte mit ihnen um das Bestehen der Welt und der Menschheit. Doch es kam die Zeit, in der sie dieses Leben nicht mehr führen wollte, und legte deshalb ihr buntes Kostüm ab. Jetzt ist sie eine Privatdetektivin und schlägt sich von Auftrag zu Auftrag. Meist geht es darum, um irgendwelche Fremdgeher oder Betrüger aufzudecken und manchmal führen ihre Enthüllungen auch zu sehr unschönen Szenen. Doch Jessica weiß sich zu helfen, denn auch wenn sie keine Superheldin mehr ist, hat sie noch immer ihre Kräfte. Problematisch wird es, als eines Tages eine Dame bei ihr auftaucht und sie bittet, ihre verschwundene jüngere Schwester zu finden. Was Jessica zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, ist, dass sie mit diesem Auftrag einen Nationalhelden in Gefahr bringt. Und nicht nur ihn, sondern auch die junge Frau und ihr eigenes Leben …Wer Brian Michael Bendis kennt und verfolgt, der weiß, dass seine Leistungen als Autor in letzter Zeit nicht gerade die Beste waren. Vor allem was seine Arbeit an Teamserien (Avengers, All-New X-Men) betrifft. Doch an Soloserien war er schon immer unschlagbar und auch diese Serie stammt noch aus einer Zeit, in der Bendis durchaus sein Handwerk verstand.Er etabliert nicht einfach nur eine neue Figur, indem er sie in das Marvel-Universum einführt und ihr Leben ab diesem Zeitpunkt beginnt zu erzählen, nein er stattet sie mit einer Vorgeschichte aus, die bereits mit den großen Helden verknüpft ist, und offenbart diese langsam, nach und nach, dem Leser. So schafft er es nicht nur, sie im Marvel-Universum zu vertiefen, sondern legt auch gleichzeitig noch Schicht für Schicht ihrer recht komplexen Persönlichkeit frei. Zu Beginn ist sie nur eine gebrochene Heldin, die raucht und säuft, vor Gewalt nicht zurückschreckt und auch verbal auszuteilen versteht. Aber ihre Probleme gehen tiefer und selbst nach den ersten 15 Heften ihrer in diesem Band erstmals auf deutsch abgedruckten Soloserie, weiß der Leser noch immer nicht alles über Jessica. Neben der starken persönlichen Komponente ist der weitere Hauptaspekt dieser Serie die Kriminalermittlung. Spuren verfolgen, beobachten und ermitteln. Manchmal ziemlich langwierig dargestellt und auch die Gespräche mit Klienten, Verdächtigen und anderen Beteiligten ziehen sich oftmals über mehrere Seiten, in denen sich lediglich die Texte signifikant verändern. Dennoch wird es niemals langweilig. Einige der Aufträge sind sogar sehr emotional, verlaufen nicht wie man es erwartet und pausieren sogar zwischenzeitlich einmal. Es gibt sogar einen Fall, der vollkommen anders verläuft, als alle anderen in diesem Band, was sich nicht nur durch den Verlauf an sich verdeutlich, sondern auch durch dessen Präsentation.Und somit wäre ich auch bereits bei den Zeichnungen. Auf den ersten Blick wäre Michael Gaydos unsauber wirkender Strich in meinen Augen nicht die erste Wahl gewesen. Viele dunkle Flächen, wenige Details, alles in allem recht minimalistisch und ohne die entsprechende Farbgebung von Matt Hollingsworth, der unter anderem auch für die Koloration an Matt Fractions und David Ajas Hawkeye verantwortlich ist, würde der Stil nicht wirklich wirken. Doch sehr schnell zeigt sich eben auch, dass gerade dieser Stil, alle notwendigen Elemente enthält, um die Handlung genau in den richtigen Momenten zu be- und entschleunigen und die Emotionen zu bestimmen. Gaydos Stil etabliert sich binnen kürzester Zeit zu einem festen Bestandteil der Geschichte und verschmilzt mit ihr zu einem außergewöhnlichen Gesamtwerk. Das Gaydos aber auch gänzlich anders kann, zeigt er bei der oben bereits erwähnten Geschichte. Denn statt der hier bereits angesprochenen starken Linien und großen Flächen nutzt Gaydos hierbei eine Maltechnik ähnlich Aquarell oder Gouache und zeigt somit seine Vielfältigkeit.Ebenfalls sehr vielfältig ist David Mack, der für sämtliche Cover der einzelnen US-Hefte verantwortlich ist und die Panini mitsamt einiger unveröffentlichter Covermotive hier als Extra beigefügt haben. Als weiteres Extra sind 5 Seiten mit Skizzen von Michael Gaydos enthalten, die nicht nur einen etwas besseren Einblick geben, sondern auch sehr gut aussehen.Nach vielen, vielen Jahren und vergeblichen Bitten der Fans, hatte Panini endlich ein Einsehen, woran Netflix mit seiner Serie Jessica Jones natürlich nicht ganz unschuldig war. Und es war eine goldrichtige Entscheidung. Mit diesem Ersten, von zwei Megabänden, kommen jetzt endlich auch die deutschen Leser in den Genuß einer der besten Serien aus der Anfangszeit des Marvel MAX Imprints, welches auch Brian Michael Bendis Erfolg mitbegründete, und dies nicht zu Unrecht. Auf über 350 Seiten sammeln sich die ersten 15 Hefte, die teilweise verschiedener nicht sein könnten und dennoch eine große Faszination ausüben. Selbst, oder vielleicht auch gerade, deshalb, weil es kein üblicher Superhelden-Mainstream-Comic ist. Ich für meinen Teil warte ungeduldig auf Band Zwei, der aktuell am 25. Oktober 2016 erscheinen soll, und kann für diesen ersten Band eine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen, egal ob ihr bereits die Netflixserie gesehen habt, oder noch nicht.

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