Brian Moore

 3.5 Sterne bei 101 Bewertungen
Autor von Lies of Silence, Hetzjagd und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Brian Moore

† 10. Januar 1999 in Malibu, Kalifornien (USA) Pseudonym für seine frühen Thriller: Michael Bryan Brain wurde streng katholisch von seinem Vater, ein irischer Chirurgen und Nationalist, erzogen. Als Sanitäter diente er im Zweiten Weltkrieg und danach arbeitete er für das UN-Hilfswerk in Polen. Er begann Reportagen zu schreiben, 1948 verließ er Irland und wurde kanadischer Staatsbürger. Für die Zeitung "The Gazette" arbeitete er von 1948 bis 1952 und publizierte gleichzeitig Thrillers unter dem Pseudonym Michael Bryan. 1956 veröffentlichte er unter eigenem Namen den Roman "The Lonely Passion of Judith Hearne". Alfred Hitchcock beauftragte ihn mit dem Drehbuch zu Torn Curtain (1966) und so ließ er sich in Kalifornien nieder. An der University of California in L.A. lehrte er von 1976 bis 1989. Obwohl Moore manchen als Agnostiker galt, lässt sich seine Position zum Christentum, geprägt von irischen Zuständen, als kritischer Katholizismus betrachten, der sich der modernen Welt stellt.

Alle Bücher von Brian Moore

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Hetzjagd

Hetzjagd

 (13)
Erschienen am 09.12.2006
Dillon

Dillon

 (8)
Erschienen am 27.06.2018
Die Farbe des Blutes

Die Farbe des Blutes

 (9)
Erschienen am 01.08.1999
Die einsame Passion der Judith Hearne

Die einsame Passion der Judith Hearne

 (4)
Erschienen am 01.11.1998
Die Grosse Viktorianische Sammlung

Die Grosse Viktorianische Sammlung

 (3)
Erschienen am 01.08.1996
Der Eiscremekönig

Der Eiscremekönig

 (3)
Erschienen am 01.03.1996
Die Versuchung der Eileen Hughes

Die Versuchung der Eileen Hughes

 (3)
Erschienen am 01.11.1999

Neue Rezensionen zu Brian Moore

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Rezension zu "Dillon" von Brian Moore

Beste Unterhaltung...
unclethomvor 2 Monaten

Der bereits 1999 verstorbene Autor zeichnet ein feines Bild der Gesellschaft im Nordirland während des Nordirlandkonflikts in den Jahren 1969 bis 1997. Der Leser spürt die Feindschaft zwischen den Konfliktparteien, den Katholischen und den Protestantischen Bevölkerungsschichten.
Es ist dem Autor sehr gut gelungen die Atmosphäre dieser Zeit zu skizzieren. Die Angst der Menschen selbst in diesen Konflikt hineingezogen zu werden, die Angst durch eine Aussage gegenüber der Polizei selbst zum Opfer zu werden. Denn der Bombenterror seinerzeit war allgegenwärtig, niemand konnte sich sicher fühlen, selbst in den eigenen vier Wänden nicht.
Seine Protagonisten sind bestens gelungen und wirken echt und lebendig. Für mich besonders geglückt sind die Dialoge, die man sich durchaus so in der Realität vorstellen könnte.
Durch seinen schönen und plastischen Schreibstil gelang es ihm mir Bilder vor mein inneres Auge zu zaubern, so dass ich das Gefühl hatten nicht nur als Leser außen vor zu stehen, sondern mitten im Geschehen.
Man steigt eher sachte in die Story ein um dann immer mehr mitgerissen zu werden. Irgendwann erreicht man dann den Point of no Return, an dem die Spannung so weit angestiegen ist, das man keine Chance mehr hat das Buch aus den Händen zu legen. Dieser Point of no Return ist meines Erachtens nach schon recht früh erreicht und so macht diese Story richtig Spaß und ich kann mit Recht behaupten dass diese Story ein echter Pageturner ist, einmal in die Hand genommen mag man es nicht mehr beiseitelegen.
Für mich war das allerbeste Unterhaltung und so komme ich auf 5 von 5 Sternen, sowie eine Leseempfehlung!

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Duffys avatar

Rezension zu "Die Frau des Zauberers" von Brian Moore

Die Macht der Illusion
Duffyvor 3 Jahren

1856 steht Frankreich davor, Algerien als Kolonie zu unterwerfen. Aus strategischen Gründen schickt Napoleon III. den Zauberer und Illusionisten Henri Lambert als direkten Gegenspieler von Bou Aziz, der als der größte Marabout des Landes gilt und als Mahdi den Dschihad ausrufen könnte. Lambert soll mit seinen Vorstellungen die Vormacht von Aziz als Zauberer untergraben. Er wird von seiner Frau Emmeline begleitet, die allerdings sehr schnell herausbekommt, dass sie und ihr Mann sowohl vom Kaiser als auch auf privater Ebene von einem französischen Oberbefehlshaber ausgenutzt werden. Es kommt bei ihr zu einem inneren Konflikt.
Moore ist ein Erzähler mit einer ausgesprochenen Liebe zum Detail. Man kann die Gerüche Algeriens förmlich riechen, die Speisen, die Gassen und die ganze Atmosphäre des nordafrikanischen Landes. Eindringlich beschreibt er Farben, Landschaften und die Gebräuche der Einheimischen. Die Geschichte hat spannende Momente, doch so manches Mal scheint sie zu langatmig, obwohl es schwerfällt zu sagen, warum dieser Eindruck entstanden ist. Der Inhalt ist gut und stringent. Ein Ränkespiel um Macht und Loyalität. Trotzdem gibt es von Moore Bücher, die fesselnder sind. Eher dreieinhalb Sterne.

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DaniWs avatar

Rezension zu "Lies of Silence" von Brian Moore

Nordirland in den 80er Jahren
DaniWvor 3 Jahren

Eine Geschichte über einen Mann, der seine neurotische Frau aufgrund einer jungen Geliebten verlassen will, ist sicherlich noch kein Knaller. Doch Brian Moores Version spielt im Belfast der 80er Jahre, in dem Anschläge der IRA noch an der Tagesordnung waren und dadurch bekommt dieser Roman eine ganz andere Note: Michael Dillon will seiner Frau gerade sagen, dass er sie verlassen will, als IRA-Terroristen in sein Haus eindringen und ihn zwingen, eine Bombe in einem Hotel hochgehen zu lassen - ansonsten würden sie seine Frau umbringen. Michael verlässt sein Haus mit dem Dilemma, ob er unschuldige Menschen in die Luft sprengen sollte oder seine Frau, die er sowie so verlassen wollte, getötet wird...
Das von Moore konstruierte Szenario regt den Leser zum Nachdenken an und seine Beschreibungen aus dem 80er Jahre Belfast sind sehr gut nachzuvollziehen. Auch wenn es für jüngere Leser wohl immer wieder komisch wirkt, wenn Michael in eine Telefonzelle geht, um von unterwegs zu telefonieren, da er natürlich (in dieser Zeit) kein Handy besitzt.

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Brian Moore wurde am 25. August 1921 in Belfast (Irland) geboren.

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