Brian Moreland

 2.8 Sterne bei 8 Bewertungen

Alle Bücher von Brian Moreland

Schattenkrieger

Schattenkrieger

 (8)
Erschienen am 01.02.2010
Shadows in the Mist

Shadows in the Mist

 (0)
Erschienen am 04.09.2012

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Rezension zu "Schattenkrieger" von Brian Moreland

Inglourious Basterds meets Wolfenstein
Ultraviolettvor einem Jahr

Fetzig geschriebener Mystery-Horror vor glaubhaft-drastisch dargestelltem Kriegshintergrund. Der Spannungsbogen wird konstant aufgebaut und bis zum Finale aufrecht erhalten.
Moreland versteht es, die nebelverhangene, regennasse, düstere Handlungsumgebung des Hürtgenwaldes für seine Zwecke zu instrumentalisieren und verzichtet zum Glück auf die häufig anzutreffende Schwarz/Weiss-Charakterisierung des "guter Ami vs böser Nazi"-Schemas.

Die Horror- bzw. Gewaltdarstellungen sind gut platziert und teilweise sehr derbe.
Eine gewisse inhaltliche Ähnlichkeit mit dem Computerspiel „Return to Castle Wolfenstein“ ist unverkennbar, was meinem persönlichen Lesevergnügen allerdings keinen Abbruch tat, da mich diese Thematik der „Übersoldaten“ als okkulte Nazi-Wunderwaffe bereits damals schon interessierte.
Einzig die teilweise schlechte Übersetzung und die massenhaften Rechtschreibfehler fallen etwas negativ auf, was aber wohl eher dem Übersetzer bzw. dem Lektor zuzuschreiben ist!

Blutiges Nazi-Okkultismus-Horror-Gesplattere in der Eifel ohne Tiefgang oder besonderem literarischen Anspruch, dafür mit kurzweiligem Unterhaltungswert für Horrorfans!

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Elmar Hubers avatar

Rezension zu "Schattenkrieger" von Brian Moreland

Rezension zu "Schattenkrieger" von Brian Moreland
Elmar Hubervor 8 Jahren

_ „Ich weiß, wie man feindliche Soldaten tötet. Sie sind aus Fleisch und Blut, wie ich. Wo ich verwundet werden kann, da können auch sie verwundet werden. Eine Kugel in den Kopf oder durch Herz bringt sie mit Sicherheit um oder macht sie zumindest kampfunfähig. Aber ein Feind, der diesen menschlichen Grenzen trotzt ... aus welchen Fleisch ist er gemacht? Wie kann ich ihn töten?“ -_

INHALT:
Gegenwart
Von seinem Großvater Jack erhält Sean Chambers dessen Kriegstagebuch, mit der Bitte, dieses bei General Jason Biggs im deutschen Heidelberg abzuliefern. Das Tagebuch soll zu den Gräbern von Jacks ehemaligen Kampfgefährten führen, die immer noch als verschollen gelten. Bereits im Flugzeug nach Europa kreuzt Rabbi Jacob Goldstein Seans Weg, der ebenfalls an den Ereignissen beteiligt war, die 1944 zum rätselhaften Verschwinden von Jack Chambers Einheit führten.

1944
Jack Chambers ist mit seinem Trupp, den „glücklichen Sieben“ in der Nähe der belgischen Grenze stationiert. Die Männer nennen den undurchdringlichen Hürtgenwald, der vor ihnen liegt, nur „Den Fleischwolf“. Bereits am Ende ihrer Kräfte sollen Chambers Männer vor dem verdienten Heimaturlaub nach eine letzten Auftrag übernehmen. Gemeinsam mit einer Truppe von Elitekämpfern sollen „Die glücklichen Sieben“ das nahegelegene Dorf einnehmen und sichern. Dort erwartet die Männer jedoch das Grauen. Hünenhafte, scheinbar unverletzbare deutsche Soldaten schlagen aus dem Nebel heraus zu.


- „Seit fast einem Monat kämpfen wir in diesem gottverdammten Wald. Die Grüne Hölle. Der Fleischwolf. Ich hasse allein seinen Anblick. Endlose Kiefernbäume. Brutales Gelände. Steile Hügel und zerklüftete Felsen säumen Deutschland wie eine riesige Mauer. “ -

MEINUNG:
Nach einem knapp bemessenen Beginn in der Gegenwart springt die Handlung schon bald ins Kriegsgeschehen des Jahres 1944, wo Brian Moreland das Tempo merklich drosselt. Hier lässt sich der Autor deutlich mehr Zeit, seine Geschichte zu erzählen, die zwar sehr plastisch und eindringlich geschildert ist, wo jedoch lange Zeit nur wenig Bedeutsames passiert. Immerhin versteht es der Autor, die andauernde, bedrohliche Atmosphäre in dem nebelverhangenen Waldstück nie ganz abreißen zu lassen. Die ungreifbare Bedrohung beim durchstreifen einer menschenleeren Ortschaft weicht schon bald massiven Angriffen durch die scheinbar unverletzbaren deutschen Soldaten. Im Wechsel schildert Romandebütant Brian Moreland die verzweifelten Versuche der Amerikaner, sich gegen den übermächtigen Feind zu wehren und Momente der Ruhe, in denen die Soldaten das Geheimnis hinter Operation „Eisensarg“ und den unbesiegbaren deutschen Soldaten entdecken.

Die gewissenhaft aufgebaute bedrohliche Atmosphäre des dunstverhangenen Hürtgenwaldes, aus dem jeden Augeblick ein gesichtsloses martialisches Monster auftauchen kann, wird im Verlauf des Romans leider zunehmend dem Bombast geopfert. Die Stimmung bleibt dabei auf der Strecke. Gegen Ende muss der kleine Trupp Soldaten gegen eine halbe Armee der deutschen „Supersoldaten“ bestehen, was eindeutig zuviel des Guten bedeutet. Auch die Szenen, in denen die mystischen Hintergründe der Supersoldaten erklärt werden, wollen – eingebettet in die Romanhandlung - nicht recht überzeugen.

SCHATTENKRIEGER wurde vom Ueberrauter-Phantastik-Imprint Otherland als schickes und stabiles Hardcover veröffentlicht. Das Covermotiv ist zwar sehr austauschbar, fängt aber gut die Atmosphäre der nebligen Wälder ein. Der Titel ist glänzend-erhaben in Courier (Schreibmaschinenschrift) aufgedruckt. Übersetzt wurde das Buch von Verlagsleiter Michael Krug selbst.

FAZIT:
Das gar nicht mal uninteressante Thema wäre sehr gut in einem (Pseudo-)Pulproman aufgehoben gewesen. So scheitert SCHATTENKRIEGER, trotz dem unbestreitbaren Talent des Autors, leider am eigenen Anspruch und am Hollywood-Finale, das die überzeugend aufgebaute Stimmung zunichte macht.

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Ines_Muellers avatar

Rezension zu "Schattenkrieger" von Brian Moreland

Rezension zu "Schattenkrieger" von Brian Moreland
Ines_Muellervor 8 Jahren

"Schattenkrieger" von Brian Moreland befand sich fast schon ein ganzes Jahr bei meinen ungelesenen Büchern, sodass ich mich schließlich überwand und es las.
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Anfangs kam ich überhaupt nicht in das Buch rein. Das lag zu einem an den undetaillierten und flachen Charakteren, sowie an dem bereits bekannten Freund-Feind-Schema, das an sich zwar ganz in Ordnung war, aber die ganze Zeit über vollkommen ohne Tiefgang bliebt.
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Zum Glück änderte sich das, als die Nazis die Bühne betraten. Das Geheimnis, das diese umgibt, wurde sehr gut beschrieben und spannte den Leser auf die Folter. Außerdem gab es zahlreiche Gefechte und Schlachten, was mir besonders gut gefallen hat. Hierbei gelang es Brian Moreland auch meisterhaft das Kriegsgeschehen und damit alles Leid, Blut, Gewalt und Tod zu beschreiben.
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Bis zum Ende blieb "Schattenkrieger" auf dieser Schiene konstant gut und sogar die Charaktere wurden mir etwas sympathischer. Allerdings hat mir die Auflösung überhaupt nicht gefallen und war teilweise sogar zu "amerikanisch" (Leser werden wissen, was ich damit meine).
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Fazit: Im Großen und Ganzen ist "Schattenkrieger" von Brian Moreland ein guter Mysterythriller, in dem die Schrecken des Krieges gut beschrieben werden. Allerdings lässt die Auflösung des eigentlichen Geheimnisses sehr zu wünschen übrig, weshalb es von mir auch nur drei Sterne gibt.

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