Der verlorene Thron

von Brian Staveley 
4,0 Sterne bei30 Bewertungen
Der verlorene Thron
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zwergundelfs avatar

Im Schatten des Rabenschattens.

alex_thomass avatar

Hat mir sehr gut gefallen. Freue mich schon darauf, zu erfahren, wie es mit Kaden, Valyn und Adare weitergeht.

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Inhaltsangabe zu "Der verlorene Thron"

Als der Kaiser von Annur heimtückisch ermordet wird, geht die Verantwortung für
das Reich auf seine drei Kinder über. Seit acht Jahren haben sich die Geschwister
nicht mehr gesehen, denn für jeden von ihnen ist ein anderes Schicksal vorherbestimmt:
Kaden, der Thronerbe, wird in einem Bergkloster, fernab vom Zugriff seiner
Feinde, darauf vorbereitet zu herrschen. Valyn wird auf einer abgelegenen Insel zum
Elitekrieger ausgebildet, und Adare ist die oberste Ministerin am Kaiserhof. Entschlossen,
den Tod ihres Vaters zu sühnen, machen sich die drei auf die Suche nach dem Täter – nicht ahnend, dass der Mord am Kaiser erst der Beginn einer gewaltigen Intrige ist, die Annur in seinen Grundfesten erschüttern wird ..

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453316614
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:752 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:14.04.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.03.2018 bei Ronin-Hörverlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    zwergundelfs avatar
    zwergundelfvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Im Schatten des Rabenschattens.
    Der unbehauene Thron

    Brian Staveleys "Chronik des unbehauenen Throns" – so wäre die Reihe eigentlich korrekt aus dem Englischen übersetzt – erinnert atmosphärisch stark an Anthony Ryans "Rabenschatten". Die Geschichte um drei charakterlich wie biografisch sehr unterschiedliche Thronfolger in spe eines plötzlich kaiserlosen Reiches bietet Mythen, Politik, Intrigen, Puzzles, ein nicht gerade geringes Blutlevel und mehr als genügend Originalität. Allein die faszinierenden und nicht weniger beängstigenden Csestrim in ihrer Ambivalenz als Ahnen und zugleich Todfeinde der Menschheit, wären mir ein Sequel oder vielleicht besser Prequel wert. Logik und Nachvollziehbarkeit bleiben im Verlauf der Reihe ein wenig auf der Strecke, Pageturner sind aber alle drei Bände.

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    Avalaias avatar
    Avalaiavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist wie eine Einleitung auf das, was noch folgen mag - viel Charakterentwicklung, Vorstellung und Beschreibung, wenig Action!
    Drei Erben für einen Thron, umsponnen von Intrigen, Verrat und Mord...

    "Doch die Kettral hatten schon viele Tote gesehen, und sie kannten den Kummer. Es waren seine Augen, an die sich alle erinnerten. Sie waren immer so dunkelbraun wie versengtes Holz gewesen, aber irgendwie hatten sie meilenweit weiter gebrannt, unter Land und Meer, tief im Tempel des Eulenkönigs, bis sie nicht mehr nur Asche, nicht mehr nur schwärzestes Pech gewesen waren, sondern Löcher in die Finsternis hinein, vollkommene Kreise, die in die Nacht selbst eingestanzt waren."

    (S. 367f) 

    Sanlitun, der Kaiser über das Reich Annur, wurde hinterlistig ermordet. Das ganze Reich ist darüber in Aufruhr, doch scheint der Mörder bereits fest zu stehen: Uinian der Vierte, Priester der Intarra, der Göttin, zu der in Annur am häufigsten gebetet wird. Adare, seine Tochter, hat er in seinem Testament zur Finanzministerin ernannt, da sie selbst als Frau den Thron nicht erben kann. Seine beiden Söhne, Valyn und Kaden, sind noch weit verstreut über den Kontinent, ihre eigenen Ausbildungen absolvierend. Zu Sanlituns letzten Schachzügen hat es gehört, eine Gruppe Aedolianer, der besten Kriegerkaste des Reiches, zu je einem seiner Söhne zu schicken, um sie sicher nach Hause zu bringen - doch sie kommen nie an.Während Kaden, der eigentliche Thronerbe, noch versucht, die Vaniate, die vollkommene Leere des Geistes, zu erlernen, und nichts von den Ereignissen des weit entfernten Annurs ahnt, absolviert Valyn eine der härtesten und gefährlichsten Kriegerausbildungen - zum Kettral, die angsteinflößendsten Meuchelmörder der Welt. Er erfährt als Erster der beiden vom Tod Sanlituns und setzt ab sofort alles daran, seine Ausbildung schnellstmöglich hinter sich zu bringen, um Kaden rechtzeitig zu erreichen...

    Mit seiner Sprache erschafft der Autor hier eine sehr bildliche, tiefe Welt, in der man sich gut zurecht findet. Auch seine Charaktere sind gut gezeichnet, auch wenn sich dies erst zum Schluss hin wirklich zeigt. An manchen Stellen versucht er, mit sehr ausgewählten Beschreibungen eine gewisse Epik zu erzeugen, was manches Mal gelingt, andere Male wiederum gar nicht und somit leider etwas übertrieben wirkt. Aber im Generellen lässt sich das Buch sehr gut lesen und erzeugt ordentlich Stimmung.

    Leider, wie schon zuvor ein paar Mal erwähnt wurde, hat dieses Werk ein paar Längen zu viel. Dadurch, dass Brian Staveley sich wirklich darum bemüht, eine logisch konstruierte, bildliche Welt zu schaffen, leidet darunter die Handlung, oder eher die Schnelligkeit ebendieser. Die ersten dreiviertel des Buches passiert kaum etwas, Valyn und Kaden widmen sich ihrer Ausbildung, Adare platzt ab und an dazwischen und lässt uns die Dinge im Hofleben sehen. Ich empfinde ihren Handlungsstrang tatsächlich am Interessantesten, obwohl sie nur 3-4 Mal vorkommt, danach kommt der Valyns, weil dieser eben nicht vollkommen abgeschottet von der restlichen Welt lebt und die Realität noch mitbekommt, und danach erst Kadens Handlungsstrang, der sich oftmals in der Grundaussage wiederholt und nur ab und an Abwechslung bietet - unter anderem auch dahingehend, dass er bis kurz vor knapp nichts vom Tode seines Vaters und seiner neuen Stellung als Kaiser weiß. 
    Das letzte Viertel allerdings ist sehr, sehr spannend und überschlägt sich fast an Handlung, weil so vieles auf einmal passiert. Das Ende ist offen und lässt auf mehr hoffen. Ich werde mir den zweiten Teil auf jeden Fall besorgen.
    Dieses Buch ist also zusammengefasst eher eine Einleitung für die Folgebände, in der die Figuren einzeln gezeichnet, vorgestellt und vertieft werden, die Welt erschaffen und bereist wird, während die Intrigen langsam zu wirken beginnen. Wer mit sowas also weniger Probleme hat und nicht immer nur nach schneller Handlung strebt, kann sich hier trotz der vielen Längen sehr gut aufgehoben fühlen. Vielleicht muss man das Buch nicht gelesen haben, aber ich finde nicht, dass man seine Zeit damit verschwendet, es doch zu tun. 

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    letusreadsomebookss avatar
    letusreadsomebooksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Solide Fantasy mit viel ungenutztem Potenzial. Die ersten 3/4 waren wirklich langatmig und spannungsarm...
    Solider Auftakt mit eindeutigen Schwächen

    Sanlitun, der Kaiser von Annur, wurde ermordet. Adare, seine Tochter, vermutet eine Verschwörung mit dem Ziel, die gesamte Kaiserfamilie zu beseitigen. Doch am Kaiserhof ist sie allein, denn ihre Brüder Kaden und Valyn sind weit entfernt von der Hauptstadt, um ihre Ausbildungen zu vollenden. Der Thronfolger Kaden befindet sich in einem Bergkloster, wo er in die Mysterien eingeweiht wird, die das Reich seit Jahrhunderten beschützen. Valyn dagegen wird zu einem Elitesoldaten ausgebildet und steht kurz vor seiner schwierigsten Prüfung. Noch ahnen die Geschwister nicht, wer sich hinter dem Anschlag auf ihren Vater verbirgt…

    Die Geschichte in Der verlorene Thron wird aus der Sicht der drei Kinder des ermordeten Kaisers erzählt. Der Schwerpunkt liegt aber eindeutig auf den beiden Brüdern Valyn und Kaden. Leider wollte hier für mich keine richtige Spannung aufkommen. Die Situationen der Beiden sind sich für meinen Geschmack viel zu ähnlich. Zwar werden sie an unterschiedlichen Orten mit anderen Zielen ausgebildet, doch der Alltag den sie erleben ähnelt sich viel zu sehr. Ihre Erlebnisse sind geprägt von Gewalt und Disziplin. Vor allem die Geschichte von Valyn fing ziemlich schnell an, mich zu langweilen und war sehr arm an Spannung oder Überraschung. Seine Ausbildung zum Elitesoldaten bei den sogenannten Kettral wird sehr ausführlich beschrieben und kommt kaum voran. Dazu kamen öfter Wiederholungen, wie etwa, dass die Kettral die beste und stärkste Truppe sei, was mich auf Dauer doch ziemlich nervte. Seine Schwester Adare tritt leider viel zu selten in Erscheinung. Dabei fand ich sie als Charakter eigentlich am spannendsten und in ihrer Geschichte gab es hin und wieder auch überraschende Momente. Ihre Situation am Hof ist für sie als Frau in einer von Männern dominierten Gesellschaft nicht einfach. So erfährt der Leser eine grobe Übersicht über die politischen Gegebenheiten und die unterschiedlichen Gruppierungen, die um die Macht ringen. Aus meiner Sicht hat der Autor hier viel Potenzial verschenkt. Ich hätte genauere Schilderungen aus Adares Leben und ihren Nachforschungen deutlich interessanter gefunden, als die Leben ihrer Brüder, das sich zu sehr ähneln und keine Überraschungen bieten.

    Brian Staveley gelingt es aber gut, seine Welt und ihre verschiedenen Völker, Länder, Kulturen und Religionen dem Leser nahe zu bringen. Allerdings könnten Neueinsteiger in das Fanatasygenre durch die Vielzahl an Namen überfordert sein. Ebenso gut gelungen ist die Beschreibung der drei Hauptcharaktere, weshalb es sehr einfach ist, ihre Gedanken und Gefühle nachzuvollziehen. Manche Nebencharaktere sind aber doch etwas eindimensional geraten und können so eigentlich niemanden mehr überraschen.

    Das Buch Der Verlorene Thron ist für mich solide Fantasy, die man aber auch als Genrefan nicht gelesen haben muss. Das Buch hat durchaus Potential, das der Autor aber nicht richtig nutzt. Statt den Fokus so sehr auf die beiden Brüder zu legen, hätte er Adare mehr in den Mittelpunkt stellen sollen. Die von ihm erschaffene Welt ist dagegen wirklich gut gelungen und durchdacht. Letztlich konnte mich die Geschichte aber nicht fesseln, da sie mir zu spannungsarm war und erst im letzten Viertel des Buches etwas an Fahrt aufnimmt.

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    Sternleins avatar
    Sternleinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Super, da passt echt alles. So mag ich Fantasy
    Fantasy so wie sie mir gefällt

    Gwenna hatte noch immer nicht von Laith abgelassen. "Vielleicht will unser kaiserlicher Anführer, dass ich heute Nacht dein Bett verkabele. Ich bin mir sicher, mir fällt was Nettes ein, womit ich dich morgen früh wecken kann."



    Ich gebe es zu, zuerst dachte ich das es wieder so ein; Ein Kaiser wird verraten und sinnt nach Rache Werk sein würde, aber ich habe mich getäuscht. Der verlorene Thron ist sehr viel mehr als das. Er ist eine geballte Ladung aus Fantasy mit allem was dazu gehört.


    Kaiser Sanlitun wurde ermordet und hinterlässt drei Erben, eine Tochter und zwei Söhne. Während seine Tochter keinen Anspruch auf den Thron hat, wurde sie jedoch in das hohe Amt der Finanzministerin erhoben. Schnell stößt sie auf den vermeintlich Schuldigen und begeht einen folgenschweren Fehler.

    Währenddessen sind ihre Brüder weit fort vom kaiserlichen Hof und selbst in Gefahr. Attentäter sind unterwegs um die beiden zu töten. Valyn, der sich zum Kettral ausbilden lässt kann durch eine Warnung entkommen und will sich sofort nach Abschluss seiner Prüfungen auf die Suche nach seinem jüngeren Bruder Kaden, dem Kaiser, machen um ihn zu beschützen.

    All das ist jedoch leichter gesagt als getan. Schon während seiner Ausbildung und den Prüfungen geschehen seltsame Vorfälle die Valyn beinahe das Leben kosten. Er erleidet einen schweren Schicksalsschlag der ihn fast besinnungslos vor Wut und Trauer macht. Trotzdem kann er seine Prüfung abschließen und kommt als neuer Geschwaderkommandant in starke Bedrängnis. Um seinen Bruder zu retten muss er sich gegen seine Vorgesetzten stellen.


    Zwischenzeitlich wird Kaden unter harten Umständen zum Schin, einer Art Mönch ausgebildet. Der künftige Kaiser muss lernen wie er die Tore benutzen kann mit deren Hilfe er das Reich innerhalb eines Augenblickes durchqueren kann. Dazu braucht er jedoch das Wissen der Mönche und so durchläuft der junge Mann eine harte Ausbildung. Er freundet sich mit ein paar anderen Mönchen an und erfährt ziemlich spät das er nun der Kaiser ist. Zeit für Trauer bleibt ihm nicht, die Feinde sind schon nahe.

    Aber nicht nur die, auch ein uraltes Wesen das den bösen Cestriim angehört macht Jagd auf Kaden.


    Der Schreibstil ist hervorragend. So richtig schön bildhaft und detailliert schildert Brain Staveley die komplexen Erlebnisse seiner Charaktere. Es gibt im Buch genauso brutale wie schlimme Szenen aber auch, sehr witzige wie ich bereits im Zitat zeigen konnte.

    Trotz seiner gut 752 Seiten lies sich das Buch weg wie nichts. Hat man einmal damit angefangen kann man es nur schwer zur Seite legen, so ist es zumindest mir ergangen. Ich finde die Geschichte faszinierend, vor allem weil sich der Autor richtig viel Zeit genommen hat die einzelnen wichtigen Charaktere Valyn und Kaden sehr ausführlich einzuführen und vorzustellen. Sogar ihre Schwester Adare bekommt einen großzügigen Platz und man wird auch in den weitern Bändern von ihr lesen.

    Als Fantasy-Fan hat dieses Buch für mich alles was es braucht, eine tolle Handlung, klasse Charaktere und jede Menge Fantasy. Ich bin schon neugierig auf die weiteren Bände.

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    aly53s avatar
    aly53vor 3 Jahren
    Ein genialer Auftakt der Thron - Reihe, der mich spürbar an meine eigenen Grenzen gebracht hat

    Der Einstieg in dieses Buch gelang ohne Probleme. Ich wurde immer tiefer hineingezogen .
    Als erstes lernte ich Kaden kennen und sofort hatte er mich völlig für sich eingenommen.
    Er wird in einem Bergkloster bei Mönchen zum herrschen ausgebildet. Dabei hab ich unglaublich mit ihm mitgelitten. Denn es ist teilweise ziemlich grauenvoll, was er da über sich ergehen lassen muss.
    Doch wofür ist das gut?
    Soll er abgehärtet werden?
    Alles scheint bei ihm hart und gnadenlos vonstatten zu gehen, aber es stärkt und festigt ihn auch. Sehr toll fand ich, daß ihm dennoch seine ganze Menschlichkeit erhalten geblieben ist. Er wirkt sehr sympathisch und aufgeschlossen. Aber er weiß auch, daß er als Thronfolger Feinde hat, die ihm ans Leder wollen.
    Doch wer sind sie eigentlich?
    Danach lernt man Valyn kennen. Auch er wirkt sympathisch. Seine Zeit in der er als Elitekrieger ausgebildet wird ist hart und bringt so manche Opfer, dabei kommt er immer mehr an seine eigenen Grenzen. Seine Schmerzen, seine Wut und seine Verzweiflung sind dabei sehr gut spürbar. Aus seiner Truppe hat mir Gwenna sehr gut gefallen. Eine Frau mit viel Stärke und Entschlossenheit, von der man noch einiges erwarten kann.
    Zum Schluss lernen wir noch Adare kennen. Sie ist die Finanzministerin  am Kaiserhof und wirkt sehr hart, aber auch ziemlich undurchdringlich. Dennoch weiß man, hinter ihr steckt noch mehr, als es zunächst den Anschein hat.
    Alle drei haben sich zuletzt vor 8 Jahren gesehen. Was  mir besonders gut gefallen hat, wie ihre Augen beschrieben wurden, voller Magie und Einzigartigkeit, ich konnte mir das direkt bildlich vorstellen.
    Sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, jeder auf seinem Posten nach dem Mörder des Vaters zu suchen.
    Ein Unterfangen das nicht einfach ist und so manches Tribut fordert.
    Es geht hierbei sehr actionreich, teilweise grausam und sehr emotional zu.
    Der Autor hat eine sehr einfühlsame Schreibart, die uns den Charakteren und der Szenarie näherbringt. Man fühlt sich mit Ihnen direkt eins.
    Die Welt ist wunderbar beschrieben und man kann sehr gut darin abtauchen.
    Man erlebt an der Seite der drei ihre Abenteuer und das jeweilige Schicksal.
    Es dauert eine Weile bis man alles überblickt hat, was gar nicht so einfach ist. Die einzelnen Völker und Götter muss man erstmal überschauen. Die Erklärung am Ende des Buches hilft da nochmal sehr gut weiter.
    Der magische Anteil in diesem Buch hat mir sehr gut gefallen und mich unglaublich fasziniert. Eine Idee die auf jeden Fall etwas hat und das man nie vermuten würde.
    Die Geschichte verfügt über einige Wendung, die einem den Atem rauben, aber auch schockieren.
    Der Abschluss des ersten Bandes hat mir sehr gut gefallen und ich bin sehr gespannt wie es weitergeht, da für mich noch einige Fragen offen blieben.

    Die Charaktere wirken klar und geradeheraus. Einige mag man, andere weniger. Doch sie wirken sehr authentisch und gewinnen immer mehr an Seele und Leben. Ihre Handlungen und Gedankengänge sind stets gut nachvollziehbar gestaltet.
    Die vielen Beschreibungen der Welt , sowie der Vorkommnisse als auch der Gefühle, lassen uns immer tiefer in dieses Buch abtauchen und alles hautnah erleben.
    Ich bin selbst ganz überrascht, wie sehr mir dieses Werk gefallen hat.
    Die Handlung an sich ist gut durchstrukturiert und bezaubert vor allem durch die liebevoll gestalteten Charaktere. Einige Wendungen und die zentrale Grundidee machen dieses Buch unglaublich gut.
    Schade fand ich etwas, das man so wenig von Adare erfahren hat. Ihr wird leider nur sehr wenig Raum im ersten Band gegeben.
    Die Geschichte ist zwar sehr interessant, nimmt aber erst wirklich Fahrt nach der Hälfte auf. Dadurch entstehen ,mitunter leider auch ein paar Längen.

    Hierbei erfahren wir die Perspektiven von Kaden, Valyn und Adare, das verschafft Ihnen mehr Raum und Tiefe. Dennoch gibt es noch genügend Geheimnisse, die es zu ergründen gilt.
    Die einzelnen Kapitel sind normal gehalten. Dieses Buch übt einen sehr großen Sog aus, was die Zeilen förmlich vorüberfliegen lassen.
    Der Schreibstil des Autors ist fließend und mitreißend, aber auch sehr bildgewaltig gestaltet.
    Das Cover und der Titel passen gut zum Buch.

    Fazit:
    Ein genialer Auftakt der Thron - Reihe, der mich spürbar an meine eigenen Grenzen gebracht hat.
    Drei Hauptcharaktere und eine faszinierende Grundidee,haben mich unglaublich in den Bann gezogen und nicht mehr losgelassen.
    Unbedingt lesen.
    Ich vergebe 4 von 5 Punkten, da es für mich noch kleinere Schwächen gab.

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    Fantasie_und_Träumereis avatar
    Fantasie_und_Träumereivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend von der ersten bis zur letzten Zeile. Für mich ein sehr gelungener Trilogieauftakt.
    Lesemuss für Fans der High Fantasy

    Große Umbruchstimmung im Reich Annur. Kaiser Sanlitun wurde ermordet. Welches seiner drei Kinder wird nun den Thron besteigen? Seine Tochter Adare ist oberste Ministerin am Hof, steht aber nicht in der Reihe der Thronfolge, weil sie eine Frau ist. Sein Sohn Valyn lebt auf einer einsamen Insel. Unter eiserner Hand wird er dort zum Krieger ausgebildet. Der rechtmäßige Thronfolger Kaden lebt in einem Mönchskloster und lernt dort unter strenger Anleitung die Fähigkeiten eines Mönches. Ob diese ihm irgendwann beim regieren helfen können, ist nicht sehr sicher.


    Werden Sanlituns Mörder versuchen auch seine Kinder zu töten? Und welche geheimnisvollen Wesen treiben sich in den Bergen ums Kloster herum? Reißen Ziegen und fressen Mönche? Ein Wettlauf gegen Machtgier, sagenumwobene Wesen und die Zeit beginnt.


    „Der verlorene Thron“ ist mir vor allem durch die Begeisterung einer Bloggerkollegin ins Auge gestochen. Dennoch habe ich nicht mit dem gerechnet, was Brian Staveley für den Leser kreiert hat – drei richtig gute Hauptfiguren, Handlungsstränge auf mehreren Ebenen und eine extrem spannende Geschichte, die ich von der ersten Zeile an verschlungen habe. Die insgesamt über 700 Seiten dann innerhalb von drei Tagen. Ich bin immer noch hin und weg, wie es dem Autor gelungen ist, mich so sehr zu fesseln. Und das, obwohl mir seit meiner ersten Begegnung mit Sanlituns Mörder klar war, wer es ist, die Auflösung dazu aber erst sehr viel später kommt.


    „Der verlorene Thron“ ist der Auftakt einer Fantasytrilogie. Besser kann ein Autor seine Leser nicht an Folgebände fesseln, als Staveley es getan hat. Seine flüssige Schreibe und Fähigkeit eine Geschichte so zu erzählen, dass man immer mehr davon hören möchte, ist nur das Tüpfelchen auf dem „i“.


    Zunächst einmal beschäftigen wir uns intensiv mit den drei Protagonisten Adare, Kaden und Valyn. Lernen sie und ihr Leben kennen. Jedes für sich aufregend genug, auch ohne den Hintergedanken, dass einer von ihnen möglicherweise den Thron besteigen wird. Außer Adare weiß zunächst auch keiner der Nachkommen davon. Die beiden Söhne haben genug mit ihrer eigenen Ausbildung zu tun, die geprägt ist von Entbehrung, Gewalt und Disziplin.


    Besonders angetan hat es mir Valyn bzw. die Handungsebene, in der Staveleys auktorialer Erzähler von dessen Ausbildung als Elitekrieger, als Beschützer von Krone und Thron, berichtet. In seiner Einheit scheint es einen Saboteur zu geben, möglicherweise jemanden, der ihm nach dem Leben trachtet, möglicherweise aber auch jemand ist, der ganz andere, höhere Ziele verfolgt.


    Staveley hat den perfekten ersten Teil geschaffen. Er macht einige Andeutungen, lässt den Leser erste Vermutungen aufstellen, von denen manche zerschlagen, andere aber mitgenommen werden können zu Teil zwei „Thron in Flammen“. Durch den Wechsel der verschiedenen Ebenen ist der Leser den Protagonisten manchmal einen Schritt voraus, was die Spannungskurve ebenso in unerwartete Höhen schnellen lässt, wie die Kapitelwechsel, wenn es gerade richtig aufregend ist. Der amerikanische Fantasyautor versteht sein Handwerk und so ist ihm ein Roman gelungen, den Fans des Genres High Fantasy ganz unbedingt lesen sollten.  

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    derMichis avatar
    derMichivor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Mit Geduld entfaltet sich eine durchaus spannende Geschichte.
    Game of lost Thrones

    Um Fantasyfans hinter dem Ofen hervorzulocken, muss man sich als neuer Autor schon einiges einfallen lassen. Viele der etablierten Welten sind so komplex und bekannt, dass es regelrecht einschüchternd wirkend kann, da einen Neuanfang zu wagen. Der Amerikaner Brian Staveley tut es trotzdem und beschert uns hiermit sein reichlich siebenhundert Seiten dickes Erstlingswerk.
    Im Fokus steht die Kaiserfamilie des annurischen Reiches. Der Kaiser selbst wurde jüngst ermordet, doch seine drei Kinder sind noch am Leben. Tochter Adare lebt in der Hauptstadt und ist vom Hofstaat und vielen möglichen Verschwörern umgeben. Valyn lebt auf einer Insel, wo er von der härtesten Soldatenkaste des Reiches ausgebildet wird und Kaden, der eigentliche Thronfolger, befindet sich in einem abgelegenen Kloster und erhält eine ebenfalls sehr abhärtende Ausbildung. Der Mord am Kaiser scheint den Attentätern nicht genug zu sein, denn bald beobachten die drei jungen Leute seltsame Ereignisse in ihrem Umfeld.
    Ein epischer Wälzer, nicht nur im Hinblick auf den Umfang. Die Welt wird (inklusive einer schönen Landkarte) ausführlich beschrieben und durchaus komplex dargestellt. Laut Klappentext werden "Game of Thrones-Fans begeistert sein" und ja, es wird ähnlich gearbeitet. Da gibt es Intrigen, heimtückische Mordversuche, fiese Priester und einen ganz besonderen Thron, der ebenfalls nicht sonderlich bequem sein soll. Allerdings sind viele Dinge schon relativ früh in der Handlung klar. Der Blick wird recht bald auf die Antagonisten gelenkt und gerade das Ende wird dadurch ein wenig vorhersehbar. Dafür ist es mordsmäßig flott geschrieben und man schmökert vor allem die letzten hundertfünzig Seiten gierig durch. Einer der Helden darf kurz zuvor noch eine seine Ausbildung abschließende Bewährungsprobe à la Die Tribute von Panem oder Die Bestimmung erleben, in der viele gute Ideen und zwei entscheidende nicht vorhersehbare Wendungen stecken.
    Leider braucht Mr Staveley etwa sechshundert Seiten, um dorthin zu gelangen. Dazwischen werden krimimäßig schon allerhand Hinweise gestreut, die in Richtung Auflösung der großen Verschwörung deuten, doch dazwischen meint man manchmal, nicht so richtig vorwärts zu kommen. Laut englischem Originaltitel und Verlagsvorschau ist das Buch nur der Anfang, es sollen noch weitere folgen. Man sollte also mit einem ausführlichen Erzählstil, der auch einen George R.R. Martin zumindest in dieser Hinsicht alt aussehen lässt, gut zurecht kommen, wenn man dieses Buch wertschätzen möchte. Schade ist ebenfalls, dass der Handlungsstrang um Adare im Vergleich zum Schicksal ihrer beiden Brüder nur ab und zu mal dazwischengeworfen und am Ende nicht einmal richtig abgeschlossen wird. Vermutlich halten sich Autor und Verlag damit eine Tür zum nächsten Band offen, aber leider wirkt Der verlorene Thron (übrigens ein sehr passender Titel) dadurch fast ein bisschen unfertig.
    Insgesamt halten sich gute und weniger gute Aspekte hier die Waage. An seinen besten Stellen weiß dieser Fantasyschinken durchaus zu gefallen und wird mit Sicherheit seine Leser finden. Es ist jedoch ratsam, ein wenig Geduld mitzubringen. Für Fans von Buchreihen ein Lesetipp, für alle anderen vielleicht eher ein siebenhundert Seiten langer Prolog.

    Originaltitel: The Emperor's Blades - Chronicles of the Unhewn Throne Book 1 (Die Klingen des Kaisers - Die Chroniken des unbehauenen Throns Buch 1)
    Seitenzahl: 752
    Format: 13,7 x 20,8 cm
    Verlag: Heyne

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    Morrigans avatar
    Morriganvor 3 Jahren
    Interessanter Auftakt einer Fantasy-Reihe mit viel Luft nach oben

    Der Kaiser des Reiches Annur ist tot. Seine Tochter Adare kann den Thron nicht besteigen, da es Frauen unmöglich ist die Herrschaft zu übernehmen. Sie hat den Posten des Finanzministers übernommen um so wenigsten etwas Einfluss zu haben. Seine beiden Söhne befinden sich in Ausbildung an verschiedenen Orten des Reiches. Valyn wird in einer militärischen Eliteeinheit zum Schutz des Reiches und des Kaisers ausgebildet. Der Thronerbe Kaden wird im Kloster auf seine Erbe vorbereitet und soll dort die zur Herrschaft nötigen Fähigkeiten erlernen. Die Mörder des Kaisers versuchen die gesamte Herrscherlinie auszulöschen. Valyn und Kaden befinden sich in großer Gefahr. Valyn kann sich durch seine Ausbildung retten und er macht sich auf den Weg um seinen Bruder vor den Attentätern zu bewahren. Die Verschwörung reicht tiefer als er geahnt hat und die Rettung des neuen Kaiser gestaltet sich als schwieriger als gedacht.

     

    Cover und Titel haben mich gleich in ihren Bann gezogen. Der kurze Teaser auf dem Cover „Drei Erben, ein Reich, eine mörderische Intrige“ hat mich dann völlig überzeugt das Buch zu lesen. So ganz haben sich meine Erwartungen jedoch nicht erfüllt.

     Die Geschichte konzentriert sich vor allem auf die beiden Söhne des Kaisers. Man begleitet Valyn bei seiner Ausbildung zum Mitglied des Kettrals, die alles andere als leicht ist. Er steht kurz vor seinem Abschluss, doch die vermeintlichen Intrigen seiner Mitschüler machen ihm das Leben schwer. Bis klar wird, dass es nicht nur seine Mitschüler sind, die im Leben schwermachen wollen, sondern ihm jemand nach seinem Leben trachtet, dauert eine ganze Weile.

    Auch bei Kaden erfährt man viel über seine Ausbildung. Auch er hat es sehr schwer und ich habe ihn sehr dafür bewundert was er im Kloster durch stehen muss. Teilweise wurde es etwas spirituell, was meinen Lesefluss etwas gestört hat. Bei Kaden dauert es sogar noch länger als bei Valyn, bis sein Leben tatsächlich in Gefahr ist.

    Adares Leben wird nur kurz angerissen und man erfährt relativ wenig über sie. Die kurzen Kapitel sind sehr politisch und leider nicht sehr spannend.

    Der sympathischste Charakter war eindeutig Valyn, aber über ihn erfährt man auch die persönlichsten Dinge. Die anderen beiden blieben recht oberflächlich.

     Zeitweise hatte die Story ziemliche Längen da auf Kleinigkeiten herumgeritten wurde. Ein paar Seiten weniger hätten dem Buch gut getan und die Spannung erhöht. Bis die Intrige endlich greifbar wurde und die Spannung einsetzte, war bereits über die Hälfte des Buches vorbei.

    Der häufige Perspektivenwechsel hat dazu beigetragen dass ich weitergelesen habe, da die Kapitel oft in Cliffhangern geendet haben. Der Schreibstil war leicht und so hat sich das Buch trotz der Längen in der Handlung ganz gut lesen lassen. Verwirrend waren die vielen Orte und Personen. Zur besseren Übersicht hätte ich mir eine Aufstellung gewünscht. Die Karte fand ich leider nur wenig hilfreich um mir einen Eindruck des Reiches zu vermitteln. Insgesamt hat mir auch die Magie in diesem Fantasybuch gefehlt. Ein paar der Kettral verfügen über besondere Fähigkeiten. Diese werden leider nur kurz angesprochen und nicht vertieft.

     Der zweite Teil der Serie ist bereits erschienen und heißt „ Thron in Flammen“. Ich habe ihn mir bereits gekauft und hoffe auf Steigerung der Spannung.

     Fazit: Interessanter Auftakt einer Fantasy-Reihe mit viel Luft nach oben. 3,5 von 5 Sternen.

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    Sabrinaslesetraeumes avatar
    Sabrinaslesetraeumevor 3 Jahren
    Der Beginn einer gewaltigen Intrige

    Valyn, Kaden und Adare sind die Kinder von Sanlitun, dem Kaiser des mächtigen annurischen Reiches. Die Herrscher dieses Reiches haben glühende Augen, welche den Anschein erwecken, als würden sie in Flammen stehen. Es heißt, dass die Vorfahren der kaiserlichen Blutlinie einst von der Göttin des Lichts gesegnet worden seien. Seit mehr als 8 Jahren sind die drei Geschwister schon voneinander getrennt und bereiten sich auf ihre künftigen Aufgaben vor.
    Adare, die älteste der drei, lebt an der Seite ihres Vaters und bereitet sich darauf vor eines Tages den Posten der Finanzministerin zu übernehmen, denn als Frau ist ihr der Thron verwehrt. Valyn der Mittlere hätte zwar vom Alter her das Anrecht auf den Thron, allerdings sind seine Augen tiefschwarz und so wurde entschieden, dass Kaden, der jüngste der drei in Zukunft auf dem unbehauenen Thron sitzen und über das Reich herrschen soll. Dieser wurde zur Vorbereitung auf seine Aufgaben in ein Kloster geschickt, wo er sich in Demut und Weisheit üben soll, aber noch bevor seine Ausbildung vollendet ist, wird Sanlitun durch eine gewaltige Verschwörung getötet. Nun sind auch seine Kinder in Gefahr, denn die kaiserliche Blutlinie soll vollkommen ausgelöscht werden, um einem neuen Kaiser Platz zu machen.

    Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und ist auf alle Fälle einen zweiten Blick wert. Die ganze Farbgebung ist recht düster gehalten und das einzige, was man sieht, ist ein Thron und drei Schwerter, welche in diesem stecken. Die Schwerter sollen wahrscheinlich Adare, Kaden und Valyn darstellen, die dafür kämpfen, dass die Macht nicht in die falschen Hände fällt. Der Titel, passt jedenfalls zu dem Buch, auch wenn er etwas mehr preisgibt als der Englische, aber das ist wirklich nur eine Detailfrage. Insgesamt gefällt mir die gesamte Inszenierung des Covers gut und ist meiner Meinung nach auch sehr passend gewählt.

    Die Protagonisten sind Kaden, Valyn und Adare, wobei der Fokus in diesem Band mehr auf den ersten beiden liegt und Adare ein wenig vernachlässigt wird. Dennoch hat sie auch einige wichtige Szenen und wird in den folgenden Büchern sicher noch eine größere Rolle einnehmen. Was man zu den beiden jungen Männern sagen kann, ist erstmal folgendes: Sie können mit Schmerz umgehen, wobei es bei Valyn zu seinem täglichen Brot gehört, da er sich zu einem Elitekrieger ausbilden lässt. Aber auch Kaden liegt nicht faul herum, sondern kämpft mit sich und seinen Lehrern und Meistern. Sie sind sich beide sehr ähnlich, die geborenen Anführer und zeigen eine Menge Entschlossenheit, haben aber auch den Hang über die Stränge zu schlagen und Regeln zu missachten. Adare hingegen ist etwas ruhiger, aber auch sie kann ihr Temperament nicht immer zügeln und bringt sich damit in die ein oder andere brenzlige Situation.

    Die Geschichte ist durch ihre drei Handlungsstränge relativ dicht allerdings kann man durch die vielen Orte und Personen, die vorgestellt werden, schnell den Überblick verlieren.Die beiden Haupthandlungsstränge von Valyn und von Kaden sind leider relativ ähnlich, auch wenn ihre Ausbildungen prinzipiell verschieden sind, so haben sie doch mit ziemlich schmerzhaften und blutigen Aufgaben eine Gemeinsamkeit, die mit der Zeit ein wenig
    langatmig wird. Allerdings schafft es der Autor noch rechtzeitig einzulenken und mit einem kleinen Krimi innerhalb der Geschichte die ganze Sache ein wenig aufzulockern und einen Kontrast zu schaffen.

    Der Stil war über weite Strecken angenehm zu lesen, aber es gab vier Stellen in dem Buch, bei denen die Formulierungen etwas holprig gewählt worden sind und mich durch den Stilbruch ein wenig aus dem Fluss gebracht haben. Ob dieser Stilbruch von dem Autor gewollt ist oder aus der Feder des Übersetzers stammt, kann ich zwar nicht sagen, wollte es aber trotzdem erwähnen. Allerdings ist das Kritik auf sehr hohem Niveau. Leser, die weder auf blutige Szenen noch auf leidende Protagonisten verzichten möchten, sind mit diesem Buch bestens beraten, wer lieber Protagonisten hat, welchen es gut geht, sollte hiervon die Finger lassen. Meinen Geschmack hat es jedenfalls getroffen und bekommt darum

    4.5 von 5 Punkten.

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    P
    PoldisHoerspielseitevor 3 Jahren
    Der verlorene Thron (Brian Staveley)

    Nach dem Tod von Kaiser Santilun steht das Land Annur an einem Scheideweg, und auch das Leben seiner drei Kinder verändert sich durch den Mord nachhaltig. Die drei leben voneinander völlig getrennt: Der älteste Sohn Kaden wird in einem abgelegenen Kloster auf seine Herrscherrolle vorbereitet, der Zweitgeborene Valyn durchläuft eine strenge Militärakademie, Santulins Tochter Adare ist als erste weibliche Ministerin des Landes den Intrigen des Kaiserhofes ausgesetzt. Noch ahnen die drei nicht, dass eine finstere Gefahr das gesamte Land bedroht...
     
    „Der verlorene Thron“ ist der Erstlingsroman des amerikanischen Autors Brian Staveley und zugleich der Auftakt einer ganzen Fantasy-Buchreihe. Anfangs tut sich der Autor auch recht schwer, Spannung in die Erzählung zu bringen, denn er stellt die drei Hauptfiguren sehr ausführlich vor, bettet jeden von ihnen in sein eigenes Leben, sein persönliches Umfeld ein. Das ist sicherlich wichtig, um den Fortgang der Handlung und die Motive der Charaktere zu begreifen, hätte aber auch etwas dynamischer wirken können. Dennoch hat dieser erste Teil von „Der verlorene Thron“ seinen Reiz, den langsam führt Staveley seine Leser in die sehr komplexe Welt von Annur ein. Eine Vielzahl unterschiedlicher Charaktere, eine handvoll Völker, Mythen und Legenden, all das wird auch in diesem Part erklärt. Da verliert man schon mal die Übersicht und vergisst einige Details, dieser erste Band benötigt viel Aufmerksamkeit und Konzentration. Seine vollen Stärke entfaltet der Roman aber nach gut der Hälfte, wenn die drei bisher getrennten Handlungsstränge zusammengeführt werden und sich eine dynamische und spannende Geschichte entwickelt, in der auch der weitere Handlungsverlauf der Reihe angedeutet wird, ein mächtiger Feind tritt hier auf den Plan.
     
    Der Schreibstil des Autors ist recht ungewöhnlich und wirkt auf den ersten Seiten etwas sperrig, nach dieser kurzen Eingewöhnungsphase passt dieser aber sehr gut zu der von ihm erschaffenen Welt. Auch die Charaktere werden von ihm sehr eindringlich geschildert und sehr ausführlich mit einer eigenen Geschichte ausgestattet. Schade ist nur, dass Adare, in deren Leben es wohl die meiste Bewegung gibt, hier recht kurz gekommen ist, es wird sich eher auf die harte Ausbildung ihrer beiden Brüder konzentriert. Gewalt ist ein wichtiges Stilmittel in „Der verlorene Thron“ und fast omnipräsent, wobei sehr deutliche Worte gefunden werden. Das überschreitet zwar bei Weitem nicht die Grenze des guten Geschmacks, ist aber nun auch mal nicht jedermans Sache.
     
    „Der verlorene Thron“ braucht Zeit zum Anlaufen, die erste Hälfte ist durch viele eher starre Beschreibungen der drei Hauptcharaktere geprägt, entführt den Leser aber auch in die sehr komplexe Welt Annurs. Nach etwa der Hälfte kommt die Handlug aber richtig in Schwung, alles fügt sich zusammen und berichtet von dem Kampf gegen eine finstere Macht. Klassische Fantasy-Literatur, die mich trotz einiger Startschwierigkeiten überzeugen konnte.

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