Brian W. Aldiss

 3,7 Sterne bei 116 Bewertungen

Lebenslauf von Brian W. Aldiss

Brian Wilson Aldiss nutzt auch die Pseudonyme: Jael Cracken, John Runciman, C. C. Shackelton

Alle Bücher von Brian W. Aldiss

Cover des Buches Starship - Verloren im Weltraum (ISBN: 9783961880171)

Starship - Verloren im Weltraum

 (15)
Erschienen am 18.07.2018
Cover des Buches Der lange Nachmittag der Erde (ISBN: 9783453320437)

Der lange Nachmittag der Erde

 (5)
Erschienen am 08.02.2021
Cover des Buches Die Freuden des Westens (ISBN: B00205RKEC)

Die Freuden des Westens

 (2)
Erschienen am 01.01.1986
Cover des Buches Das Ende aller Tage (ISBN: B0000BNO9I)

Das Ende aller Tage

 (2)
Erschienen am 01.01.1967
Cover des Buches Terror (ISBN: 9783937897356)

Terror

 (2)
Erschienen am 01.08.2009
Cover des Buches Die Dunklen Lichtjahre, (ISBN: B0027TY7U6)

Die Dunklen Lichtjahre,

 (1)
Erschienen am 01.01.1983

Neue Rezensionen zu Brian W. Aldiss

Cover des Buches Der Sternenschwarm (ISBN: 9783641256609)einz1975s avatar

Rezension zu "Der Sternenschwarm" von Brian W. Aldiss

Brian W. Aldiss - Der Sternenschwarm
einz1975vor 4 Monaten

Was wird mit uns Menschen in der Zukunft einmal passieren? Wie werden wir uns entwickeln? Sehen wir vielleicht nicht einmal mehr so aus, wie wir es die letzten Jahrtausende gewohnt sind? Gibt es anderes Leben da draußen und was werden diese Wesen über uns sagen? So viele Fragen und Brian W. Aldiss nimmt sich mit dieser Ausgabe, verpackt in einigen Kurzgeschichten, der Menschheit an. In dieser entfernten Zukunft, leben die Menschen in einem Sternenhaufen am Rande der Galaxie und haben ihre Heimatwelt längst vergessen. In der Einstiegsgeschichte „Eine Art von Kunstfertigkeit“, lernen wir einen Forscher kennen, welcher auf einem Planeten ein neuartiges Wesen erforschen soll. Hier wird schon deutlich, dass der Autor einen doch recht eigenen Schreibstil hat.

Die Menschen leben mittlerweile gesund gezüchtet in streng festgelegten Hierarchien und doch haben immer noch die Chance auf Weiterentwicklung. Leider holt der Autor den Leser hier noch nicht ganz ab, da allein das Handeln des Hauptcharakters zu Ende hin doch arg verwirrt. Das gleiche gilt für die zweite Geschichte „Wie es ist, Soldat zu sein“. Dabei werden Soldaten dank neuster Pillen in den Kampf geschickt, auch wenn diese noch gar nicht bis zum Ende hin erprobt sind. Was ist am Ende Wirklichkeit und was Traum? Zumindest hat Aldiss sehr gut Bezug zu bekannt gewordenen Experimenten nehmen können, welche schon im 2. Weltkrieg an Soldaten erprobt wurden. „Die Unterprivilegierten“ ist wiederum der kleiner Schatz dieser Kurzgeschichten-Sammlung. Ein Alien-Pärchen, wird auf einem Planeten voller Menschen gebracht.

Beide mit Angst, dass alles nicht so wird, wie sie es sich vorstellen. Sie finden allerdings schnell einen netten Einheimischen, der ihnen hilft. Er zeigt ihnen den Weg, die Gegend und gibt wertvolle Tipps. Bis zum Ende hin glauben die beiden nicht, dass hier das Paradies auf sie warten könnte und doch kommen sie nie wieder von hier weg. „Das Spiel Gottes“ beschreibt einen alt-würdigen Abenteurer, welcher auf einem Planeten abgestürzt ist. Nach 19 Jahren wird er wiedergefunden und soll nun ein wenig über die hier ansässigen Aliens berichten. Mehr und mehr finden die Retter/Biologen jedoch heraus, dass alles längst nicht so ist, wie ihnen der alte Held erzählt hat. „Legenden von Smith Burst“ und „O Mond meiner Freude“ runden die Sammlung schlussendlich ab.

Mit diesen unterschiedlichen Einblicken in die Leben der Menschen, erfährt man hier und da was die letzten Jahrtausende passiert ist. Es gibt Schiffe die schneller als das Licht sind, Farmer, Soldaten, Aliens, Unterdrückung, Kunst, Kultur... Aldiss reißt nur in Nuancen das an, was möglich ist zu erzählen. Er wählt dabei für meinen Geschmack, oft eher zu beiläufige Ereignisse und an einigen Stellen merkt man recht deutlich, dass diese Storys aus einer Zeit stammen, in der unsere Welt selbst mit argen Problemen wie Krieg und die Angst vor dem Fremden zu kämpfen hatte. Satzbau und Erzählaufbau sind zeitweise auch etwas umständlich und dennoch sind einige Ideen gut durchdacht und in gar nicht so weiter Ferne.

Fazit:
Wenn wir es wirklich irgendwann schaffen unsere Erde erfolgreich zu verlassen, wird Brian W. Aldiss auf irgendeinen diesen fernen Planeten lächelnd vom Himmel schauen. Zum Großteil nimmt er in seien Kurzgeschichten keine großen Helden in den Mittelpunkt. Der einfache Mensch, schreibt hier die Story, in einer unwirklichen Gesellschaftsform, leider ohne Frieden, aber in neuen kreativen Heimatwelten. „Die Unterprivilegierten“ sticht besonders hervor und klingt so echt und zeitlos, dass man allein deswegen mal reinschauen sollte. Die restlichen Geschichten haben zum Teil Länge, trotz ihrer Kürze. Bedenkt man jedoch, dass er diese Sammlung von Texten 1964 schrieb, staunt man immer wieder, wie weit er schon vorausgeschaut hat. Auf jeden Fall etwas für seine Fans, in einer soliden neuen elektronischen Ausgabe.

Autor: Brian W. Aldiss
Übersetzung: Wulf Bergner
eBook: 370 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Veröffentlichung: 13.07.2020
ISBN: 9783641256609

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Cover des Buches Der lange Nachmittag der Erde (ISBN: 9783453320437)B

Rezension zu "Der lange Nachmittag der Erde" von Brian W. Aldiss

Ein grandioses Werk, z. T. etwas gewöhnungsbedürftig
belanaherminevor 5 Monaten

Inhalt

Weit in (unserer) Zukunft haben sich die Lebensbedingungen auf der Erde drastisch verändert, weil die Sonne sich bereits recht weit ausgedehnt hat. Erde und Mond haben sich stark angenähert und sich mit einem pflanzlichen Geflecht miteinander verbunden, drehen sich aber nicht mehr um sich selbst. So ist eine Seite der Erde immer sonnenbeschienen, während die andere im Dunkel liegt.

Die Natur hat sich entsprechend angepasst. Tiere gibt es fast keine mehr, auch der Mensch ist deutlich kleiner geworden und hat fast ausschließlich mit dem Überleben zu tun, sodass auch seine intellektuellen Fähigkeiten geschrumpft sind. Die Pflanzenwelt überwiegt und hat ihre Mechanismen und Strategien entwickelt, um im Überlebenskampf an die nötigen Ressourcen zu gelangen.

Gren, ein Mitglied einer kleinen Gruppe von Menschen, verlässt seine Gruppe. Eigentlich ein Todesurteil in einer derart ums Überleben kämpfenden Welt. Er trifft auf andere Geschöpfe, mit denen er sich zusammenschließt und mit denen er auf seinen Wanderungen auf der bzw. um die Welt die ihm begegnenden Abenteuer erlebt.

Subjektive Eindrücke

Beim Lesen des Buches wusste ich nicht so genau, was ich davon halten soll. Im Rückblick hat sich das etwas gelöst.

Als Gesamtwerk betrachtet stecken das Buch und auch die Reise/Odyssee des Gren voller Metaphern und metaphorischer Bilder und betreffen Grundfragen des Lebens. Er durchwandert Hell und Dunkel. Er muss sich ums Überleben kümmern. Er hat mit Macht zu tun. Er hat zwischen Unterordnung und Selbstbewusstsein/-wert zu entscheiden. In diesem Sinne ist das Buch wirklich meisterlich. In den 1950/60er Jahren geschrieben und den damaligen gesellschaftlichen Kontext berücksichtigend war das Buch gleichfalls als Gesellschaftskritik konzipiert. Auch wenn sich die Gesellschaft seitdem stark verändert hat, betreffen uns die Fragen, vor die Gren gestellt ist, noch immer.

Was das eigentliche Lesen anbetrifft, so bin ich ein wenig zweigespalten. Einerseits erwartet man von ScienceFiction und/oder Phantasy kreative Ideen, man will etwas lesen, das man noch nie gelesen hat. Dies trifft definitiv für dieses Buch zu. Auch in diesem Sinne also ein meisterliches Werk. Aber die Welt, die hier skizziert wird, ist so anders als unsere, es tauchen so viele Begriffe auf, die man mit nichts verbinden kann, dass es mir manchmal schwer fiel dranzubleiben. Auch muss man wohl recht großzügig mit Realitätsbezug bleiben, wenn man dieses Buch liest. Insbesondere, was Nahrung, Schlafen etc. angeht, dürften die Reisen, die Gren unternimmt einfach nicht machbar sein - bzw. diese Aspekte wurden schlicht und ergreifend ausgelassen, scheinen aber mit den für Gren verfügbaren Mitteln nicht umsetzbar zu sein.

Fazit

Eine spezielle Art von ScienceFiction/Phantasy. Sicherlich interessant zu lesen, vielleicht gerade wegen ihrer Andersartigkeit.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

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Cover des Buches Der lange Nachmittag der Erde (ISBN: 9783453320437)losgelesens avatar

Rezension zu "Der lange Nachmittag der Erde" von Brian W. Aldiss

„Altes ist noch immer gut.“
losgelesenvor 6 Monaten

Die Erde in einer Zeit die Millionen von Jahren in der Zukunft liegt, ist Schauplatz des Science Fiction Romans „Der lange Nachmittag der Erde“ von Brian W. Aldiss. Die Sonne ist auf die Hundertfache ihrer jetzigen Größe angewachsen, die Erde dreht sich nicht mehr um sich selbst und der Mond ist nach kosmischen Maßstäben in unmittelbare Nähe herangerückt. Pflanzen haben inzwischen die Herrschaft über den Planeten übernommen, die wenigen noch lebenden Tiere sind zum Teil Symbiosen mit Pflanzen eingegangen und die wenigen noch lebenden Menschen kämpfen in kleinen hierarchischen Gruppen um ihr Überleben. Der junge Gren möchte sich nicht unterordnen und begibt sich auf ein wagemutiges Abenteuer.

Der 432 Seiten dicke Roman „Der lange Nachmittag der Erde“ ist 2021 im Heyne Verlag erschienen. Erstmalig veröffentlicht wurde das phantastische Abenteuer aber bereits 1962 und im gleichen Jahr wurde der Autor dafür mit den bekannten und respektablen HUGO-Award ausgezeichnet.

Die Geschichte ist auch heute noch als durchaus gelungen zu bezeichnen und hat in all den Jahren seit seiner Erstveröffentlichung nichts von seiner ursprünglichen Faszination eingebüßt. Zwar ist der Schreibstiel inzwischen etwas gewöhnungsbedürftig und auch die Spannung ist nicht durchgehend auf einem hohes Niveau, aber der Inhalt und der Ideenreichtum überzeugt dafür. So hat Brian W. Aldiss mit seinem Science Fiction Roman ein zeitloses Werk geschaffen und genau das sollte Science Fiction schließlich sein. Mission completed!

Das Vorwort übrigens hat Neil Gaiman geschrieben und stimmt in überragender Form auf den Roman ein.

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Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise vom Verlag zur Verfügung gestellt.

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Zusätzliche Informationen

Brian W. Aldiss wurde am 18. August 1925 in East Dereham (Norfolk) (Vereinigtes Königreich) geboren.

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