Brian W. Aldiss

 3,6 Sterne bei 118 Bewertungen

Lebenslauf von Brian W. Aldiss

Brian Wilson Aldiss nutzt auch die Pseudonyme: Jael Cracken, John Runciman, C. C. Shackelton

Alle Bücher von Brian W. Aldiss

Cover des Buches Starship - Verloren im Weltraum (ISBN: 9783961880171)

Starship - Verloren im Weltraum

 (15)
Erschienen am 18.07.2018
Cover des Buches Der lange Nachmittag der Erde (ISBN: 9783453320437)

Der lange Nachmittag der Erde

 (6)
Erschienen am 08.02.2021
Cover des Buches Das Ende aller Tage (ISBN: B0000BNO9I)

Das Ende aller Tage

 (2)
Erschienen am 01.01.1967
Cover des Buches Terror (ISBN: 9783937897356)

Terror

 (2)
Erschienen am 01.08.2009
Cover des Buches Die Dunklen Lichtjahre, (ISBN: B0027TY7U6)

Die Dunklen Lichtjahre,

 (1)
Erschienen am 01.01.1983
Cover des Buches Aufstand der Alten (ISBN: B002AEZ4LE)

Aufstand der Alten

 (1)
Erschienen am 01.01.1967
Cover des Buches Der entfesselte Frankenstein (ISBN: 9783641256555)

Der entfesselte Frankenstein

 (1)
Erschienen am 13.07.2020
Cover des Buches Der Tag Million (ISBN: 9783785220092)

Der Tag Million

 (1)
Erschienen am 01.01.1971

Neue Rezensionen zu Brian W. Aldiss

Cover des Buches Tod im Staub (ISBN: 9783641256548)
einz1975s avatar

Rezension zu "Tod im Staub" von Brian W. Aldiss

Brian W. Aldiss - Tod im Staub
einz1975vor 4 Monaten

Dass wir Menschen immer mehr werden und der Fakt sich wohl nicht aufzuhalten lässt, ist nur ein der Pfeiler dieser Geschichte. Der Autor entführt uns in eine Welt, wo Hunger und Not längst das vorherrschende Bild ist. Arbeiter plagen sich auf giftigen Plantagen ab. Die Böden bringen kaum noch Erträge und der größte Teil des Essens wird meistens künstlich hergestellt. Wir begleiten Knowle Noland durch diese Zeit. Als Waise war es schon ein Wunder, dass er überhaupt überlebt hat und auch auf der Plantage, war es mehr Glück als Verstand, dass er irgendwann fliehen konnte.

Mittlerweile ist er Frachter-Kapitän und befindet sich auf direktem Kurs nach Afrika, das letzte Land, in dem noch die Infrastruktur funktioniert. Ein auf dem Wasser dahin schwebende Leiche, bringt sein Abenteuer ins Rollen. Knowle hat zudem einige Probleme, er sieht oft Dinge, die gar nicht wirklich existieren. So kommt es mehr als einmal vor, dass wir erst später erfahren, dass die letzten Seiten nur Wahnvorstellungen waren, was nicht von Anfang an verständlich ist. Doch damit ist er auch irgendwie anders, als alle anderen „normalen“ Menschen. Sein Leben wirkt wie ein Spießrutenlauf. Er rutscht ständig in Situationen, aus die er nur mit Glück wieder entkommt.

Sein Schiff ist irgendwann Geschichte und so trifft er den Mann, den er eigentlich als Leiche dachte gefunden zu haben. Vielleicht etwas zu einfach konstruiert, allerdings ging es dem Autor nicht darum, dass wir einen Thriller mit einem Action-Helden lesen, vielmehr will er uns diese kommende Zukunft in ihren Einzelheiten darlegen. Neben all den Erlebnissen von Knowle flechtet der Autor den aktuellen Umstand der Erde ein. Wie die Welt-Staaten nacheinander zerfallen sind, Politik auf ganz anderen Ebenen stattfindet und die, welche damals nichts hatten, jetzt an der Spitze stehen und der hin und wieder als Einfaltspinsel dargestellte Knowle, sich allerdings als perfektes Individuum in dieser Welt darstellt.

Oft nicht ganz in der Realität verhaftet und doch lebt er in diesem Albtraum. Da dieses Buch bereits in den 60er Jahren entstanden ist, überrascht es schon, wie der Autor unsere Welt in einigen hundert Jahren sieht. Haben wir wirklich nicht die Chance, unsere Zukunft besser zu gestalten? Laugen wir unsere Böden bis zum Ende aus, dass wir auf den Feldern nur noch in Schutzanzügen arbeiten können? Bekommen wir die Überbevölkerung in Griff oder haben wir bereits den Anfang vom Ende? Es ist schon spannend, zu sehen, wo uns die Zeit hinführen wird. Hier wurde am Ende eine ganz einfache Lösung gefunden, ich hoffe wir selbst sind etwas kreativer.

Fazit:

Das letzte Stückchen Land... Brian W. Aldiss verlässt sich bei „Tod im Staub“ voll und ganz auf seine Stärken. Er bringt eine Figur in unmögliche Situationen, geht dabei nicht geradeaus, sondern schaut mehr als einmal zurück. Er spielt mit Wahn und Wahrheit, er unterhält den Leser, auch wenn er des ein oder andere Mal verwirrt. Die Reise selbst ist dabei nur das Bild der Welt, die kurz vor dem absoluten Kollaps steht. Ein überaus starker Klassiker, der heute mehr den je zum Nachdenken anregt.

Matthias Göbel

Autor: Brian W. Aldiss
Übersetzung: Evelyn Linke
Taschenbuch: 260 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Veröffentlichung: 13.07.2020
ISBN: 9783641256548

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Cover des Buches Der Sternenschwarm (ISBN: 9783641256609)
einz1975s avatar

Rezension zu "Der Sternenschwarm" von Brian W. Aldiss

Brian W. Aldiss - Der Sternenschwarm
einz1975vor 2 Jahren

Was wird mit uns Menschen in der Zukunft einmal passieren? Wie werden wir uns entwickeln? Sehen wir vielleicht nicht einmal mehr so aus, wie wir es die letzten Jahrtausende gewohnt sind? Gibt es anderes Leben da draußen und was werden diese Wesen über uns sagen? So viele Fragen und Brian W. Aldiss nimmt sich mit dieser Ausgabe, verpackt in einigen Kurzgeschichten, der Menschheit an. In dieser entfernten Zukunft, leben die Menschen in einem Sternenhaufen am Rande der Galaxie und haben ihre Heimatwelt längst vergessen. In der Einstiegsgeschichte „Eine Art von Kunstfertigkeit“, lernen wir einen Forscher kennen, welcher auf einem Planeten ein neuartiges Wesen erforschen soll. Hier wird schon deutlich, dass der Autor einen doch recht eigenen Schreibstil hat.

Die Menschen leben mittlerweile gesund gezüchtet in streng festgelegten Hierarchien und doch haben immer noch die Chance auf Weiterentwicklung. Leider holt der Autor den Leser hier noch nicht ganz ab, da allein das Handeln des Hauptcharakters zu Ende hin doch arg verwirrt. Das gleiche gilt für die zweite Geschichte „Wie es ist, Soldat zu sein“. Dabei werden Soldaten dank neuster Pillen in den Kampf geschickt, auch wenn diese noch gar nicht bis zum Ende hin erprobt sind. Was ist am Ende Wirklichkeit und was Traum? Zumindest hat Aldiss sehr gut Bezug zu bekannt gewordenen Experimenten nehmen können, welche schon im 2. Weltkrieg an Soldaten erprobt wurden. „Die Unterprivilegierten“ ist wiederum der kleiner Schatz dieser Kurzgeschichten-Sammlung. Ein Alien-Pärchen, wird auf einem Planeten voller Menschen gebracht.

Beide mit Angst, dass alles nicht so wird, wie sie es sich vorstellen. Sie finden allerdings schnell einen netten Einheimischen, der ihnen hilft. Er zeigt ihnen den Weg, die Gegend und gibt wertvolle Tipps. Bis zum Ende hin glauben die beiden nicht, dass hier das Paradies auf sie warten könnte und doch kommen sie nie wieder von hier weg. „Das Spiel Gottes“ beschreibt einen alt-würdigen Abenteurer, welcher auf einem Planeten abgestürzt ist. Nach 19 Jahren wird er wiedergefunden und soll nun ein wenig über die hier ansässigen Aliens berichten. Mehr und mehr finden die Retter/Biologen jedoch heraus, dass alles längst nicht so ist, wie ihnen der alte Held erzählt hat. „Legenden von Smith Burst“ und „O Mond meiner Freude“ runden die Sammlung schlussendlich ab.

Mit diesen unterschiedlichen Einblicken in die Leben der Menschen, erfährt man hier und da was die letzten Jahrtausende passiert ist. Es gibt Schiffe die schneller als das Licht sind, Farmer, Soldaten, Aliens, Unterdrückung, Kunst, Kultur... Aldiss reißt nur in Nuancen das an, was möglich ist zu erzählen. Er wählt dabei für meinen Geschmack, oft eher zu beiläufige Ereignisse und an einigen Stellen merkt man recht deutlich, dass diese Storys aus einer Zeit stammen, in der unsere Welt selbst mit argen Problemen wie Krieg und die Angst vor dem Fremden zu kämpfen hatte. Satzbau und Erzählaufbau sind zeitweise auch etwas umständlich und dennoch sind einige Ideen gut durchdacht und in gar nicht so weiter Ferne.

Fazit:
Wenn wir es wirklich irgendwann schaffen unsere Erde erfolgreich zu verlassen, wird Brian W. Aldiss auf irgendeinen diesen fernen Planeten lächelnd vom Himmel schauen. Zum Großteil nimmt er in seien Kurzgeschichten keine großen Helden in den Mittelpunkt. Der einfache Mensch, schreibt hier die Story, in einer unwirklichen Gesellschaftsform, leider ohne Frieden, aber in neuen kreativen Heimatwelten. „Die Unterprivilegierten“ sticht besonders hervor und klingt so echt und zeitlos, dass man allein deswegen mal reinschauen sollte. Die restlichen Geschichten haben zum Teil Länge, trotz ihrer Kürze. Bedenkt man jedoch, dass er diese Sammlung von Texten 1964 schrieb, staunt man immer wieder, wie weit er schon vorausgeschaut hat. Auf jeden Fall etwas für seine Fans, in einer soliden neuen elektronischen Ausgabe.

Autor: Brian W. Aldiss
Übersetzung: Wulf Bergner
eBook: 370 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Veröffentlichung: 13.07.2020
ISBN: 9783641256609

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Cover des Buches Der lange Nachmittag der Erde (ISBN: 9783453320437)
B

Rezension zu "Der lange Nachmittag der Erde" von Brian W. Aldiss

Ein grandioses Werk, z. T. etwas gewöhnungsbedürftig
belanaherminevor 2 Jahren

Inhalt

Weit in (unserer) Zukunft haben sich die Lebensbedingungen auf der Erde drastisch verändert, weil die Sonne sich bereits recht weit ausgedehnt hat. Erde und Mond haben sich stark angenähert und sich mit einem pflanzlichen Geflecht miteinander verbunden, drehen sich aber nicht mehr um sich selbst. So ist eine Seite der Erde immer sonnenbeschienen, während die andere im Dunkel liegt.

Die Natur hat sich entsprechend angepasst. Tiere gibt es fast keine mehr, auch der Mensch ist deutlich kleiner geworden und hat fast ausschließlich mit dem Überleben zu tun, sodass auch seine intellektuellen Fähigkeiten geschrumpft sind. Die Pflanzenwelt überwiegt und hat ihre Mechanismen und Strategien entwickelt, um im Überlebenskampf an die nötigen Ressourcen zu gelangen.

Gren, ein Mitglied einer kleinen Gruppe von Menschen, verlässt seine Gruppe. Eigentlich ein Todesurteil in einer derart ums Überleben kämpfenden Welt. Er trifft auf andere Geschöpfe, mit denen er sich zusammenschließt und mit denen er auf seinen Wanderungen auf der bzw. um die Welt die ihm begegnenden Abenteuer erlebt.

Subjektive Eindrücke

Beim Lesen des Buches wusste ich nicht so genau, was ich davon halten soll. Im Rückblick hat sich das etwas gelöst.

Als Gesamtwerk betrachtet stecken das Buch und auch die Reise/Odyssee des Gren voller Metaphern und metaphorischer Bilder und betreffen Grundfragen des Lebens. Er durchwandert Hell und Dunkel. Er muss sich ums Überleben kümmern. Er hat mit Macht zu tun. Er hat zwischen Unterordnung und Selbstbewusstsein/-wert zu entscheiden. In diesem Sinne ist das Buch wirklich meisterlich. In den 1950/60er Jahren geschrieben und den damaligen gesellschaftlichen Kontext berücksichtigend war das Buch gleichfalls als Gesellschaftskritik konzipiert. Auch wenn sich die Gesellschaft seitdem stark verändert hat, betreffen uns die Fragen, vor die Gren gestellt ist, noch immer.

Was das eigentliche Lesen anbetrifft, so bin ich ein wenig zweigespalten. Einerseits erwartet man von ScienceFiction und/oder Phantasy kreative Ideen, man will etwas lesen, das man noch nie gelesen hat. Dies trifft definitiv für dieses Buch zu. Auch in diesem Sinne also ein meisterliches Werk. Aber die Welt, die hier skizziert wird, ist so anders als unsere, es tauchen so viele Begriffe auf, die man mit nichts verbinden kann, dass es mir manchmal schwer fiel dranzubleiben. Auch muss man wohl recht großzügig mit Realitätsbezug bleiben, wenn man dieses Buch liest. Insbesondere, was Nahrung, Schlafen etc. angeht, dürften die Reisen, die Gren unternimmt einfach nicht machbar sein - bzw. diese Aspekte wurden schlicht und ergreifend ausgelassen, scheinen aber mit den für Gren verfügbaren Mitteln nicht umsetzbar zu sein.

Fazit

Eine spezielle Art von ScienceFiction/Phantasy. Sicherlich interessant zu lesen, vielleicht gerade wegen ihrer Andersartigkeit.

Weitere Rezensionen von mir gibt es unter https://belanahermine.wordpress.com/category/rezension/

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Zusätzliche Informationen

Brian W. Aldiss wurde am 18. August 1925 in East Dereham (Norfolk) (Vereinigtes Königreich) geboren.

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