Die Geschichte startet mit einem Paukenschlag und erst nach und nach erfahre ich, was es mit diesem nervenzerfetzenden Prolog auf sich hat. Sue führt ein Pferdegestüt und erklärt sich bereit, einem jungen Raufbold eine zweite Chance zu bieten, bevor er womöglich im Gefängnis landet. Die introvertierte Sue, die nur wenige Menschen in ihren Inner Circle lässt und Collin, der Hitzkopf mit der schweren Kindheit, wenn diese beiden aufeinandertreffen, dann knistert es in der Luft.
Gegensätzlicher könnten die beiden nicht sein und doch wächst langsam die Pflanze des Vertrauens und gegenseitigen Respekts. Mir gefällt, wie die Autorin ihren Protagonisten Raum und Zeit gibt, sich langsam zu entwickeln und anzunähern. Slow burn mag ich lieber als Liebe auf den ersten Blick, weil diese tiefer geht und sich über Oberflächlichkeiten hinweg entfaltet.
Während ich Bridget Lionhill bisher eher der dunkeln Seite der Liebe zugeordnet habe, setzt sie mit Faded Days bereits mit dem farbenfrohen Cover ein deutliches Zeichen für eine andere Genreeinordung. Ich genieße die Zeit mit den Pferden, auch wenn ich selbst nicht reite und von den Nebenfiguren bezaubert insbesondere Collins kleine Schwester Joy.
Einmal angefangen zu lesen, konnte ich nicht mehr aufhören. Faded Days hat mich berührt und wird sehr gerne von mir weiterempfohlen.










