Als Elise + ihr Verlobter Benoit Urlaub in Irland machen, werden sie Opfer einer Autobombe. Benoit erliegt seinen Verletzungen. Elise sitzt im Rollstuhl und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Sie kann weder Arme noch Beine bewegen (durch den Schock). Außerdem ist sie Blind und kann nicht sprechen. Yvette, eine langjährige Haushälterin kümmert sich liebevoll um sie. Finanziell ist Elise unabhängig, da sie früher ein Kino besaß, dass dann verkauft wurde. Bei einem Ausflug im Park lernt sie Nachbarn kennen, dazu gehört die kleine Virginie. Und sie scheint offenbar sehr viel über einen Kindermörder zu wissen, der kleine Jungen ermordet. Sie meint : die Bestie lebt im Wald. Erst sehr spät wird klar, dass die Geschehnisse etwas mit ihrer Vergangenheit zu tun hat.
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Das ist mal eine ganz andere Art, einen Krimi zu schreiben. Elise ist ihrer Umwelt schonungslos ausgesetzt. Ihr Verstand ist wach, ihre Sinne geschärft. Leider kann sie sich nicht mitteilen, denn sie ermittelt in ihrem Kopf, was es mit der Bestie auf sich hat. Mit dieser Hauptfigur hatte ich volles Mitgefühl. Entweder wird sie vollgequatscht, mit der Welt der Anderen + deren Sorgen zugemüllt + kann sich dem nicht entziehen. Oder die Leute vergessen, dass sie überhaupt in der Nähe ist (im Rollstuhl), unterhalten sich, oder streiten ungeniert. Als Leser war ich mit in ihrem Kopf, habe den Kampf + die Verzweiflung miterlebt.
Sehr eindrucksvoll.
Die Intonierung fand ich gelungen. Eine Fliege summt vorbei, draußen regnet es...
Einen Stern ziehe ich ab, weil es am Ende (für mich) zu viele Figuren wurden und ich mit den Namen total durcheinander kam.


























