Brigitte Beil Das Ende der Regenzeit

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Inhaltsangabe zu „Das Ende der Regenzeit“ von Brigitte Beil

Eine aufregende Zeit steht Anna und Carl Haertel bevor, als sie im Jahre 1906 beschließen, Berlin zu verlassen und ans Horn von Afrika zu ziehen. Fast vierzig Jahre werden sie in Abessinien verbringen und dieses exotische Land mit seiner blühenden Kultur und dem prunkvollen Herrscherhaus kennen und lieben lernen. Das Ende der Regenzeit ist eine wunderbare Familiengeschichte und zeichnet ein herrliches Bild des afrikanischen Landes, das heute Äthiopien heißt.

Eines der bewegensten Bücher überhaupt! Schon zum 3. Mal gelesen!

— sommerlese
sommerlese

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  • Leben in Äthiopien

    Das Ende der Regenzeit
    sommerlese

    sommerlese

    29. January 2014 um 14:22

    Hier wird die Geschichte der Familie des Berliner Architekten Carl Haertel beschrieben, die zur Kolonialzeit von Deutschland nach Abessinien zog. Carl Haertel wurde als Baumeister an den kaiserlichen Hof von Haile Selassie geholt, um europäischen Fortschritt zu schaffen. Die Studentin Kathrina entdeckt in einem Schuhkarton bei ihrer Großmutter Evchen in München alte Fotos. Die Fotos zeigen ihr ihre Vorfahren in einer fremden Umgebung zwischen lauter Schwarzen. Auf das Drängen der Enkelin hin beginnt Evchen zu erzählen, wie ihre Eltern 1906 nach dem damaligen Abessinien aufbrechen. Ihre Mutter Anna hat völlig falsche Vorstellungen vom Leben in Afrika und erwartet ein Leben mit eleganten Gesellschaften und packt kostbares Porzellan und Mobiliar sowie viele lange elegante Kleidern ein. Dieser Roman verbindet auf eine gelungene Weise die Schilderung der gesellschaftlichen Zustände und der realen Geschichte um 1900 mit unterhaltender Literatur. Anna Haertel hat sicherlich einen Kulturschock, als sie mit ihrem für Afrika doch recht unnötigen Gepäck ein Leben in Staub, Hitze und Einsamkeit erwartete. Sie arbeit zuerst als Hebamme und Krankenschwester und findet so Beschäftigung. Später werden sie und ihr Mann enge Vertraute des Kaisers Haile Selassie und seiner Frau Menen, bis sie Ende der dreißiger Jahre mit dem Einmarsch der Briten zuerst interniert werden und dann nach Europa zurückkehren müssen. Gleichzeitig wächst die Tochter Evchen in Afrika heran und erlebt eine unbeschwerte Jugend mit den schwarzen Freunden. Sie lernt die Sprache und fühlt sich in der Freiheit wohl. Ihr fällt der Abschied schwer. Die Geschichte ist recht flüssig und in eindringenden Worten geschrieben. Man fühlt sich hineinversetzt in diese Zeit. Das Leben ab 1900 im heutigen Äthiopien wird gut beschrieben. Man lernt ein Land und dessen Kaiser kennen und vermag die Probleme zu sehen, die aufgrund von Weltpolitik, Kolonialherrschaft und wirtschaftlichen Zuständen dort an der Tagesordnung waren. Das Buch unterhält sehr gut und mich nun schon mehrfach. Auch habe ich über die Rastafaris gelernt, deren Ursprünge in Äthiopien liegen und nicht in Jamaika. Die Familie Haertel hat es wirklich gegeben und sie haben ihre Spuren in Afrika hinterlassen.

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