Brigitte Biermann

 4 Sterne bei 149 Bewertungen
Autor von Engel haben keinen Hunger, Tod einer Lehrerin und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Brigitte Biermann

Brigitte Biermann war 15 Jahre lang als Gerichtsreporterin für "Brigitte" tätig und ist Autorin mehrerer Bücher, u.a. von "Frauen vor Gericht" und "Mütter und Söhne". Bei Beltz erschien ihr Buch „Engel haben keinen Hunger. Katrin L.: Die Geschichte einer Magersucht“.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Brigitte Biermann

Cover des Buches Engel haben keinen Hunger (ISBN: 9783407755308)

Engel haben keinen Hunger

 (139)
Erschienen am 11.08.2008
Cover des Buches Im Leben gibt es keine Proben (ISBN: 9783360021557)

Im Leben gibt es keine Proben

 (3)
Erschienen am 15.10.2019
Cover des Buches Frauen vor Gericht (ISBN: 9783861532309)

Frauen vor Gericht

 (2)
Erschienen am 05.03.2001
Cover des Buches Tod einer Lehrerin (ISBN: 9783407858771)

Tod einer Lehrerin

 (2)
Erschienen am 07.08.2009
Cover des Buches Vatersuche (ISBN: 9783862843718)

Vatersuche

 (1)
Erschienen am 22.12.2016

Neue Rezensionen zu Brigitte Biermann

Cover des Buches Im Leben gibt es keine Proben (ISBN: 9783360021557)katikatharinenhofs avatar

Rezension zu "Im Leben gibt es keine Proben" von Carmen-Maja Antoni

Bodenständig, ehrlich, authentisch
katikatharinenhofvor einem Jahr

Carmen-Maja Antoni ist eine wundervolle deutsche Schauspielerin, die sich mit ihrer unverfälschten Art direkt in die Herzen der Zuschauer spielt. Mein Herz die hat Frau, die zwar wenig an Körpergröße, dafür um so mehr an Charakter und Stärke zu bieten hat, vor langer Zeit im Sturm erobert.

Geboren 1945, aufgewachsen im Nachkriegsdeutschland und der DDR, lernt sie früh auf eigenen Beinen zu stehen und sich durchzusetzten. Doch genau diese Bodenständigkeit, die Geradlinigkeit und der unbedingte Wille, etwa zu tun, haben ihr Türen und Tore geöffnet und sie zu dem Menschen gemacht, der sie heute ist.

Ihr Werdegang am Theater und beim Film liest sich selbst wie ein unglaublich ausdrucksstarker Film, denn  Antoni weiß sich immer wieder zu behaupten und irgendwie verkörpert sie für mich die Rolle der Mutter Courage auch im echten Leben. Sie lässt sich, trotz DDR-Regime, nicht die Butter vom Brot nehmen, ist unangepasst und will nicht in die vorgefertigten Denkschubladen des Staates gepresst werden.

Antoni ist nicht das Sinnbild für Schönheit - das sagt sie selbst, doch was sind schon gutes Aussehen und zur Schau gestellter Liebreiz, wenn es Innen nicht stimmt. Und genau da liegt ihre Stärke, denn sie hat etwas, das viele Menschen nicht aufweisen können - Ehrlichkeit, Humor, Charisma und innere Stärke, die ihr scheinbar unerschöpfliche Energie verleiht.

Die von ihr geschilderten Stationen auf ihrem beruflichen und privaten Lebensweg sind amüsant, eindrucksvoll und sehr intim. Besonders beeindruckt hat mich der letzte Liebesbrief an ihren verstorbene Ehemann, in dem sie all ihre Liebe zu ihm einfließen lässt und sich für die gemeinsam erlebte Zeit bedankt - da sind bei mir die Tränchen geflossen.

Auch die Schilderungen ihrer Zeit in Teheran gehen sehr zu Herzen und man versteht, warum die Schauspielerin so authentisch und ehrlich rüberkommt. Diese Einblicke geben ein unverfälschtes Bild von ihr wieder und zeigen, wie klug sie wirklich ist.

Der Blick in das Leben der Schauspielerin ist für mich ein echtes Buchschätzchen!


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Cover des Buches Im Leben gibt es keine Proben (ISBN: 9783360021557)dicketillas avatar

Rezension zu "Im Leben gibt es keine Proben" von Carmen-Maja Antoni

Klein, aber ganz groß
dicketillavor einem Jahr

Ich konnte Carmen-Maja Antoni bereits bei zwei Lesungen kennenlernen, wobei ich mir auch dieses Buch erwarb, mit einer sehr freundliche Widmung, was dieses Buch zusätzlich besonders macht.

Sie ist keine Schönheit, mit ihrem Strubbelkopf, aber darauf kommt es auch nicht an. Wichtig ist, dass sie für ihren Beruf brennt. Ihr Humor viele Herzen erreicht, aber auch ihre nachdenklichen Rollen, Tiefe, viel schauspielerisches Können zeigen.Sie hat diese innere Schönheit, die in den Jahren immer mehr zum Leuchten kommt.

Carmen-Maja-Antoni war die jüngste Studentin an der Film- und Fernsehschule Potsdam, bekam ihr erstes Arrangement im Hans- Otto-Theater in Potsdam. Wechselte später ans Berliner Ensemble, wo sie zu einer ausdrucksstarken Brecht Interpretin aufstieg. Ich mag mir nicht vorstellen, wie diese gerade einmal 1,50 m kleine Person den schweren Wagen der Mutter Courage zog.Sie erzählt auch über so manche Panne, die es galt zu überspielen.Die unterschiedliche Arbeit mit wechselnden Intendanten, ein interessanter Blick in diese heilige Welt des Theaters. Ihre viele Gastspiele rund um den Globus.Man lernt die Schauspielerin als eine unangepasste Person kennen, die sich nicht verbiegen ließ, keine Kompromisse einging. Sie ist nicht nur die Assistentin von Rosa Roth (Iris Berben), oder die Schwester von Horst Krause,nein sie ist eine hervorragende Theaterschauspielerin, und auch Interpretin von Brecht Liedern.

Ich habe viel über diese kleine, starke und kluge Frau durch ihr Buch erfahren. Freue mich schon auf die nächste Lesung mit ihr, und den vielen Produktionen die da hoffentlich noch kommen werden.

Kommentare: 3
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Cover des Buches Engel haben keinen Hunger (ISBN: 9783407755308)Laennards avatar

Rezension zu "Engel haben keinen Hunger" von Brigitte Biermann

Engel haben keinen Hunger
Laennardvor 5 Jahren


Zuerst einmal: ich habe eine ganze Woche für dieses Buch gebraucht. Normalerweise bin ich viel schneller. Woran das lag? Ich muss sagen, der Schreibstil der Autorin an sich war nicht so meins. 
Das ist aber auch mein einziger "Kritikpunkt" und der Grund, warum ich vielleicht so lang gebraucht habe. Aber auch, weil diese Geschichte eben nicht nur Fiktion ist, sondern genau so passiert ist. Und dabei zeigt sie sowohl das Innenleben der Kranken, als auch das der Angehörigen (das sogar noch mehr). Alle grausamen Facetten der Krankheit werden dargestellt, die sich in diesem Fall fast über 4 Jahre streckt. Mit so einer riesigen konstanten Gewitterwolke im Leben lässt es sich ja kaum noch lachen, je schlimmer es wird. Man weiß ja gleich zu Beginn (Klappentext), dass das Ganze nicht gut ausgeht, was es nur noch bedrückender macht - aber eben auch realistischer, denn es gibt da nicht nur Happy Ends. Ich habe noch nicht viele Bücher über Magersucht gelesen, aber die gingen dann doch optimistisch aus (zum Beispiel mein absolutes Lieblingsbuch), aber nie war etwas abschreckender als diese Geschichte: absolut real, jahrelanges Leiden, diese grausame Hilflosigkeit. Das sollte jeder lesen, der etwas mehr über die Krankheit erfahren möchte, um sich bewusst zu sein, was es doch für schreckliche psychische Krankheiten gibt. Ich bleibe jedenfalls zurück, mit einem unwohlen Gefühl im Magen, was wohl sehr ironisch klingen mag, aber spreche auf jeden Fall eine Empfehlung aus. 

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