Brigitte Blobel Blind date

(28)

Lovelybooks Bewertung

  • 23 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(13)
(11)
(4)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Blind date“ von Brigitte Blobel

Eigentlich ist es Zufall, dass Zoe und Lennart einander begegnen. Zunächst verbindet die beiden nichts als ein Telefonat. Doch ohne es zu bemerken, verliebt Lennart sich in das Mädchen am anderen Ende, in ihre Stimme, ihre Gedanken, in diese ganz besondere Art. Lennart muss Zoe einfach kennenlernen. Es ist ein Augenblick, der alles verändert. Denn Zoe ist blind und sieht die Welt auf ihre eigene Weise.

Ein wunderbarer Jugendroman über die Liebe und Wiedrigkeiten des Lebens, Schicksalsschläge, Freunde und Familie! Leicht und doch Tiefgründig

— Jungenmama
Jungenmama

Ein sehr schönes Buch! Empfehle ich auf jedenfall weiter! Sehr ergreifent und schön geschrieben..:)

— josi97
josi97

Wunderschönes- beeindruckendes Buch!

— Cadiz
Cadiz

Stöbern in Jugendbücher

Snow

Die Geschichte war nicht ganz nach meinem Geschmack.

Avirem

Nalia, Tochter der Elemente - Der Jadedolch

Eine actionreiche Geschichte mit der Magie von 1001 Nacht!

Meritamun

Die Chroniken der Verbliebenen - Das Herz des Verräters

Es fühlt sich etwas gestreckt an

TheVanniK

Hundert Lügen

Richtig spannend und trifft tief ins Herz. Einfach ein richtiger Spannungsjugendroman =) ich will mehr

EnysBooks

Verlorene Welt

Sehr schönstens Ende von der Reihe BItter&Sweet.

lucnavi

Schwebezustand

Ich bin begeistert!

leseratte83

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Blind date" von Brigitte Blobel

    Blind date
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. January 2013 um 17:31

    Das Thema ist mit einem schönen Schreibstil absolut realistisch umgesetzt. Zuerst einmal möchte ich ein paar Worte zu dem Cover dalassen. Ich finde es toll *-* Diese Ausgaben von Brigitte Blobels Büchern finde ich ohnehin total schön, aber dieses ist besonders gelungen. Das Blindenzeichen, die drei Punkte sind in drei Herzchen verwandelt worden und ich finde das einfach eine tolle Idee. Das Mädchen auf dem Cover ist natürlich Zoe, die Hauptperson. Man kann ihre Augen nicht sehen - und das finde ich auch gut so. Wir können ihr nicht in die Augen sehen, schließlich kann auch sie uns nicht sehen. Bei dem Cover wurde sehr aufs Detail geachtet, obwohl es an sich eigentlich recht schlicht gestaltet ist. Das Hauptthema ist in dem Titel ja schon verraten: Es geht um Blindheit. An sich ist das kein sehr originelles Thema, ímmerhin geht es in vielen Büchern darum. Aber in diesem Buch wurde das Thema meiner Meinung nach fantastisch umgesetzt. Zoe, die Hauptperson, wirkte alles andere als hilflos, sie hatte gelernt, mit ihrer Behinderung umzugehen. Bei solchen Büchern habe ich immer Angst, dass die Personen total abhängig und die ganze Zeit nur am jammern sind - aber Zoe war überhaupt nicht so. Durch den genialen Schreibstil der Autorin konnte ich mich richtig gut in Zoe hineinversetzten. Ich war so gefesselt von dem Buch, das ich teilweise selbst schon dachte, blind zu sein. Das Buch ist wie ein Roman aufgebaut und in denen geht es ja normalerweise immer etwas gemächlich zu. :D Dieses Buch wollte ich aber fast gar nicht aus der Hand legen und es hatte etwas fesselndes an sich - das schaffen wirklich nur wenige Autoren. Aber das bin ich von Brigitte Blobel ja schon gewohnt ;) Die Emtwicklung der Geschichte war auch toll, die Handlung war so realistisch, dass es eine echt Story hätte sein können. In vielen solcher Büchern wird es irgendwann unrealistisch, damit das Thema Blindheit besser hervorgehoben werden kann. Neben der Haupthandlung gab es auch noch viele kleine Nebengeschichten, die das Buch nochmal interessanter machten. Natürlich spielt in dem Buch die Liebe eine große Rolle. Das Lennart und Zoe zueinander passen ist natürlich klar und die Geschichte ist total vorrausschaubar, aber ich denke, dass die Geschichte auch eine Message in sich birgt: Das Liebe auch bei jungen Menschen trotz einer Behinderung möglich ist. Trotz ihrem Handicap steht Lennart total hinter Zoe, einfach total vorbildhaft. Der Schreibstil von Brigitte Blobel ist - wie oben schon erwähnt - einfach toll. Sie schreibt ihre Geschichten sehr detailliert, dabei holt sie aber nie zu weit aus, sodass die Geschichte langweilig werden würde. Sie findet quasi die perfekte Mitte. Man kommt in kurzer Zeit relativ schnell voran, weil die Geschichte realistisch und leicht zu verstehen ist, einfach perfekt zum Eintauchen. Die Charaktere waren alle sehr sympatisch, der einzige halbwegs "unsympatische" Charakter war Zoes Mitbewohnerin Zoe. Das merkt man aber erst im Laufe der Geschichte, denn am Anfang ist sie unheimlich lieb und hilfsbereit. Zum Ende hin wirkt sie aber sehr ich - bezogen, darüber konnte ich aber hinwegsehen, da sie keine große Rolle in dem Buch spielt. Fazit Ein schönes Buch, das ich einfach jedem empfehlen kann, der sich etwas näher mit dem Thema auseinander setzen möchte. Es ist sehr realistisch geschrieben und wird an keiner Stelle langweilig. Die Liebesgeschichte ist echt schön und macht Lust zum Träumen, ohne das sie schnulzig wird. Top!

    Mehr
  • Rezension zu "Blind date" von Brigitte Blobel

    Blind date
    Cadiz

    Cadiz

    11. June 2011 um 10:35

    „Hilflos, orientierungslos. Eine Blinde unter lauter Sehenden. Ein Albtraum, aus dem sie schweißgebadet aufwachte, nur um zu erkennen, dass es kein Albtraum, sondern ihr Leben war.“ (Seite 47) Inhalt: Die siebzehnjährige Zoe arbeitet in den Ferien in einem Callcenter, in dem sie viele verschiedene Leute an die Strippe bekommt. Eines Tages ist Lennart Grün darunter, der sie bald sympathisch findet und noch einmal mit ihr telefonieren möchte. Und so kommt es zu einem Telefonat nach dem anderen, bis er das erste Treffen vorschlägt. Doch was er nicht ahnt: Zoe ist blind. Und das verrät sie ihm auch nicht, bis zu ihrem ersten Date… Zum Buch: Ich hatte so gar keine Erwartungen an das Buch, hatte vorher auch nie was von der Autorin gelesen, war einfach nur neugierig, weil es einen interessanten Inhalt versprach: eine Geschichte über ein blindes Mädchen. Mal sehen, dachte ich mir, im wahrsten Sinne des Wortes. Und ich sah! Zoes Geschichte ist wirklich wunderschön erzählt. Zaghaft, federleicht, amüsant und stark. Zunächst mag man als Leser gar nicht glauben, dass das Mädchen blind sein soll, wirkt sie doch auf den ersten Seiten wie jedes andere junge Mädel auch. Sie geht selbstständig zur Arbeit, kann kochen, schwatzt ganz gerne mal mit den Mitbewohnern ihrer WG und ist ansonsten aufgeweckt und lieb. Doch dann merkt man, dass etwas nicht stimmt: Zoe nimmt alle Gerüche, alle Geräusche sehr genau wahr. Wo andere Leute einfach „drüber hinwegsehen“, hört Zoe ganz genau hin. Und dieses sensible Fühlen der blinden Zoe wurde von der Autorin ganz eindrucksvoll in Worte gefasst. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie Zoe ihre Umwelt wahrnimmt. Eben ohne jeden Augenaufschlag, nur mit den Ohren, der Nase und dem Tastsinn. Gleichzeitig kommt aber auch zum Ausdruck, dass sie trotzdem normal ist und diese Mischung hat mir wunderbar gut gefallen. Sie wurde nie in die Länge gezogen. Zum Glück ist die Protagonistin in diesem Buch kein Jammerlappen, sondern eine mutige, selbstbewusste junge Frau, wenn sie auch mit Lennart ein paar Umgangsschwierigkeiten hat. Denn nicht nur das ist für sie neu. Hat sie doch bis zu ihrem zwölften Lebensjahr noch gesehen und brauchte erst einige Zeit, um mit ihrer Behinderung umgehen zu können. Zoe macht aber nicht den Eindruck, als würde sie diese einfach hinnehmen, nein, Zoe „lebt“ mit dieser Behinderung, und das wurde sehr glaubhaft erzählt. Man kann sie gar nicht bemitleiden, weil man sie als Leser einfach bewundern muss- und zugleich ins Herz schließt. Die anderen Figuren wurden auch sehr klar dargestellt. Lennart, der einige Auf- und Abs erlebt, Zoes Mitbewohner und Eltern. Die Geschichte fokussiert sich zwar auf Zoe und Lennart, aber Tumult zwischen den beiden und anderen Beteiligten sorgt für ein bisschen Abwechselung und macht das Buch zu einem liebevollen Schmankerl, das zu Herzen geht, aber nie kitschig wird. Nach diesem absolut überzeugenden Lese-Erlebniss werde ich sicher bald nochmal zu einem Buch der Autorin greifen- ich freue mich schon drauf! Sehr empfehlenswert!

    Mehr
  • Rezension zu "Blind date" von Brigitte Blobel

    Blind date
    LovelyLea

    LovelyLea

    27. May 2011 um 21:24

    Wow! Es hat so Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen. Ich hab angefangen und konnte nicht mehr damit aufhören! Es ist nicht nur ein eht interessantes Thema, was da aufgegriffen wird, sondern generell eine Geschichte, die bezaubernd realistisch erscheint. Das Zoe Lennart bei ihrem Job im Callcenter kennenlernt ist nur eine von den vielen Stellen im Buch, die auf mich irgendwie magisch wirken. Es ist eine wunderschöne Loestory, und das, obwohl die beiden so gar nicht in ein Traumpaarschema passen. Es gibt einige Monologe der Hauptpersonen, die echt heftig sind. Das macht das Buch alerdings nur noch besser, weil man viel mehr nachdenkt, und obwohl man erst ganz anderer Meinung ist als die Hauptpersonen, fällt einem schon bald auf, dass sie einfach nur menschlich sind, und nicht verschönert. Damit hat die Autorin meiner Meinung nach einen absolut sehr guten Job gemacht. Sehr, sehr lesenswertes Buch!

    Mehr
  • Rezension zu "Blind date" von Brigitte Blobel

    Blind date
    Erdbeere_Mag_Lesen

    Erdbeere_Mag_Lesen

    13. April 2011 um 00:08

    Erste Gedanken: Das Buch habe ich vor einer Weile auf einem Blog entdeckt und fand die Thematik sehr interessant. Mich hat die Neugier gepackt, wie wohl eine Liebesgeschichte aus der Sicht einer Blinden zu lesen ist. Zudem wollte ich wissen, wie Brigitte Blobel es schafft, dieses etwas schwierigere Thema authentisch rüber zu bringen. Meine Meinung: Zoe ist blind – und das seitdem sie 14 Jahre alt ist. Mit dieser Tatsache scheint sie oftmals besser zu Recht zu kommen als viele ihrer Mitmenschen. Vor allem ihre Mutter scheint mehr als bestürzt darüber zu sein, dass ihre geliebte Tochter blind ist. Deshalb lebt Zoe in einer WG in Berlin. So soll sie ihren Weg in die Selbstständigkeit zurückfinden und lernen, ihr Leben so normal wie möglich zu führen. Sie geht einkaufen, zur Schule und hat einen Nebenjob in einem Call – Center. Eines Tages landet sie mit einem ihrer Anrufe bei Lennart Grün, der junge Mann mit der samten Bassstimme. Beide kommen ins Gespräch, verstehen sich auf Anhieb und verabreden sich für weitere Telefonate. Doch eines Tages bittet Lennart, der nichts über Zoes Blindheit weiß, sie um ein richtiges Treffen. Brigitte Blobel erzählt in ihrem Buch die Geschichte eines jungen Mädchens, das sich ihren neuen Leben anpassen muss. Blindheit ist ein komplexes Thema, dass Blobel gekonnt und authentisch zu beschreiben weiß. Meist gelingt es ihr gut, die Gefühlswelt einer Sehbehinderten dem Leser zu vermitteln. So beschreibt sie die alltäglichen Gefahren, die Zoe erwarten und für uns Sehenden nicht als solche erkennbar sind. Dabei bringt sie den Leser zum Nachdenken. Ich habe mir beim Lesen öfter vorgestellt, wie es wäre, selber blind zu sein oder mich in Zoes Lage versetzt. Ich war beeindruckt von dem, was sie alles ohne Hilfe schaffen konnte und wie sie ihr Leben so normal wie möglich meisterte. Als sich Zoe dann zum ersten Mal verliebt, bekommt sie es mit der Angst zu tun. Sie weiß nicht, wie Lennart auf sie reagieren wird. Blobel spricht hier das Thema der Akzeptanz und Toleranz gegenüber Handicaps an, denn viele Menschen haben immer noch Berührungsängste gegenüber Blinden oder generell Behinderten. Auch das macht Zoe zu schaffen. Doch als es zum Treffen kommt, konnte Lennart, meines Erachtens, nicht besser reagieren. Die Beziehung zwischen Zoe und Lennart fand ich teils merkwürdig und unbefriedigend. Zoe schien sich schnell in Lennart verliebt zu haben. Da das Buch aus Zoes sowie aus Lennarts Sicht erzählt wird, wusste der Leser auch über seine Gedanken und Gefühle Bescheid. Beim ihm war ich mir die ganze Zeit im Unklaren, welche Gefühle er für Zoe hegte. Für mich hat Blobel die Figur zu sehr in die Rolle des großen Fußball Fans gedrängt. Das Buch spielt in der Zeit während der WM 2010, daher hatte er sich ,meiner Meinung nach, zu viele Gedanken über Fußball gemacht. Generell trat mit Lennart das Thema Fußball verstärkt in den Vordergrund. Sollte jemand kein Interesse an Fußball hegen, so wird ihm dieser Part des Buchs wohl kaum gefallen. Für mich, als minimaler Fußball Fan, war die Sache ganz interessant. Es wurden die bekannten Spiele von damals angesprochen und dem Leser wurden Zeit und Stimmung, die damals im Land herrschten,vor Augen gehalten. Dass das Thema Fußball manchmal so sehr präsent war, war nicht immer passend. Viel lieber hätte ich etwas über Lennarts Gefühle erfahren; gewusst, wie er auf Zoes Blindheit reagiert und wie er darüber wirklich denkt. Das kam leider etwas zu kurz. Allgemein fand ich die Figur des Lennarts etwas oberflächlich geraten. Er besaß kaum Tiefe und ich wusste nie, genau wie Zoe, woran ich bei ihm war. Zoe fand ich als Charakter sehr stark und optimistisch. Sie konnte gut mit ihrer Erkrankung umgehen. Blobel hat ihr Leben eingehaucht und beschrieb sie und ihr Verhalten sehr authentisch. Die Nebenfiguren fand ich allerdings teilweise sehr klischeehaft. Hier verrennt sich Blobel in Theorien, die ich selber absurd und lachhaft fand. _____ "Wer hätte - es sei denn, er studierte Sozialpädagogik oder Psychologie - schon gern etwas mit Behinderten zu tun?" (S. 167 / Arena Verlag GmbH/ 1. Auflage 2011/ Würzburg) ______ Diese Aussage zeugte nicht gerade von großer Charakterstärke. Vielleicht hat sich Blobel hier auch nur etwas unglücklich ausgedrückt. Generell fand ich den Schreibstil sehr einfach gehalten. Für meinem Geschmack manchmal zu einfach. Es gab Dialoge, bei denen ich nach dem Sinn suchte oder die mich weder interessierten noch relevant für den Verlauf der Geschichte waren. Die Dialoge kamen mir manchmal einfach zu gekünstelt rüber. Mein Urteil: Ein gutes Buch, welches zum Denken anregt. Trotz teilweise Klischeehafter Figuren und Dialogen, schafft es Brigitte Blobel dem Leser das Thema Blindheit näher zu bringen.

    Mehr
  • Rezension zu "Blind date" von Brigitte Blobel

    Blind date
    Abraxandria

    Abraxandria

    28. March 2011 um 14:14

    Inhalt: Zoe ist 17 Jahre alt, lebt in Berlin und ist seit drei Jahren blind. Ihre Netzhaut fing einfach an, sich abzulösen und die Ärzte konnten gar nichts dagegen tun. Zoe mußte alles neu lernen, sich neu orientieren, ihr Gehör und ihren Geruchssinn trainieren, die Brailleschrift lernen und wie man draussen auf der Strasse und in den U-Bahnen klar kommt. Das Leben ist für sie manchmal wie ein böser Albtraum. Alles ist plötzlich anders und nichts ist mehr so schön bunt wie früher. Doch dann lernt Zoe eines Tages Lennart kennen, durch Zufall. Denn Zoe arbeitet im Callcenter eines Telefonnetzanbieters. Und plötzlich hat Zoe Lennart an der Strippe und soll ihm einen Vertrag aufschwatzen. Aus dem Vertrag wird leider nichts, dafür aber hat Zoe Lennarts Herz erobert. Doch wie sagt sie ihm nur, dass sie blind ist? Anfangs telefonieren die beiden nur. Doch Lennart will mehr, will sie endlich kennenlernen. Dann ist es soweit, das Blind Date steht an, ein Blind Date mit doppelter Bedeutung. Eigentlich wollte sie nicht, doch Sonja, ihre Mitbewohnerin hat sie überredet. Sonja kümmert sich gerne um sie. Wie wird Lennart aber auf Zoe reagieren? Und was ist auf einmal mit Sonja los? Warum ist sie so feindselig? Kann es eine Zukunft für Zoe und Lennart geben? Cover und Titel: Das Cover ist in Grautönen gehalten. Auch das Frontfoto ist schwarz-weiss. Das gefällt mir. Die Grautöne vermitteln mir den Eindruck, dass es sich um kein oberflächliches Buch handelt, sondern dass dieses Buch in die Tiefe geht. Die lila Schrift beim Namen des Autors sagt zudem aus, dass es hier um Frauen- bzw. Mädchenliteratur geht. Das Foto finde ich treffend gewählt, auch wenn mich der Mund etwas stört. Den Titel finde ich witzig und einfallsreich. Er spricht von einer doppelten Bedeutung des Wortes Blind Date, dem Date mit jemand unbekannten und dem Date mit jemand, der blind ist. Das Wortspiel finde ich gelungen und passend für das Thema des Buches. Autorin: Von der Autorin hatte ich vor diesem Buch noch nichts gehört, bin aber froh, dass ich nun mit ihr bekannt geworden bin. Dieses Buch war ein guter Einstieg für mich. Ich habe mir vorgenommen, in Zukunft noch weitere Werke von Brigitte Blobel zu lesen. Erzählstil: Das Buch liest sich gut, schnell und flüssig. Es ist amüsant und spannend geschrieben. Interessant ist auch die neue Perspektive, die man als Leser gewinnt, die Erlebniswelt einer Blinden. Die Geschichte unterteilt sich in 24 Kapitel auf 282 Seiten. Somit sind die Kapitel kurz gehalten und man kann sich gut von einem Kapitel zum nächsten lesen. Wenn man gerade wenig Zeit hat, kann man das Buch auch nur mal kurz in die Hand nehmen und nur ein Kapitel verfolgen. Die Geschichte wird in der dritten Person erzählt. Das verleiht dem Leser einen Abstand zum Geschehen. Ich persönlich ziehe Romane vor, die einen Ich-Erzähler haben. Nun, zu dieser Story passt es dennoch, denn wer von uns Lesern kennt schon jemanden, der blind ist, geschweige denn, hat sogar einen blinden Partner. Von daher bringen wir als Leser schon eine Distanz zum Geschehen mit. Interessant ist es, dass die Autorin zwei verschiedene Erzählperspektiven benutzt. Eindeutig steht die Darstellung des Erlebten aus Sicht von Zoe im Mittelpunkt. Ergänzend gibt es aber immer wieder halbe oder ganze Kapitel, wo aus der Sicht von Lennart die Dinge beschrieben werden. Toll ist, dass der Leser so aus beiden Blickwinkeln die aufkeimende Liebesgeschichte verfolgen kann. Ein Luxus, den man im eigenen Leben leider nicht hat. Der Schreibstil der Autorin ist schlicht und modern gehalten. Ich habe mich beim Lesen immer wieder über das Alter der Autorin gewundert (Jahrgang 1942). Beim Lesen könnte man denken, eine Jugendliche habe dieses Buch selbst geschrieben. Sehr einfühlsam beschreibt die Autorin die Gefühlswelt von Zoe. Man kann gut nachvollziehen, wie eine Blinde die Dinge um sich herum wahrnimmt. Die Beschreibung von Geräuschen, Gerüchen und Hindernissen, denen Zoe begegnet, ist faszinierend. Im Gegensatz zu Zoe überwiegt in der Perspektive von Lennart der visuelle Eindruck. Charaktere: Zoe ist eindeutig die Hauptfigur in diesem Roman, auch wenn oft die Geschichte ebenfalls aus Lennarts Sicht beschrieben wird. Ich hatte anfangs überlegt, ob es hier vielleicht zwei Protagonisten geben könnte, bin dann aber schnell zu der Meinung gewechselt, dass die Handlung um Zoe kreist. Zoe ist Schülerin, wohnt in einer WG und hat einen Ferienjob. Ihr großes Hobby ist, Songs auf ihrer Gitarre zu komponieren. Ihre WG, also Sonja, Bertie und Jonas, ist ihre Ersatzfamilie. Ihre Eltern sind zu anstrengend, machen sich immer so viele Sorgen. Deshalb mußte sie da weg und selbstständig werden. Zoe glaubt, sie gewöhne sich nie an die Blindheit. Sie hofft immer noch auf die Ärzte, dass sie ihr in Zukunft helfen können. Zoe will nicht mehr die Arme sein, sie will nur ein ganz normales Mädchen sein. Als Zoe Lennart kennenlernt, gehen ihre Gefühle mit ihr durch. Sie leidet sehr, wartet ständig am Telefon, dass er anruft und macht sich dabei schlecht. Sie glaubt nicht daran, dass er sie mögen könnte. Das hat Sonja ihr ja auch schön ausgeredet. Wo andere in ihrem Alter die Pupertät durchleben, muss Zoe lernen zu überleben, lernen, in einer neuer, in einer blinden Welt zurecht zu kommen. Mit Zoe zu sympathisieren fiel mir von Anfang an leicht. Schnell fühlte ich mich in sie hinein. Das war nicht schwer, denn die einfühlsamen Beschreibungen von Zoes Innenleben packten mich. Zuerst war es interessant, die Dinge mit anderen Augen zu sehen, und auch teilweise schockierend und deprimierend. Doch dann entdeckte ich bei ihr Gefühle, die ich selber bei mir kannte. Sind wir nicht alle so verletzlich und sensibel, wenn wir verliebt sind. Und diese negativen, zerstörerischen Gedanken, dass der Typ sich bestimmt nie wieder melden wird. Ja, da muss ich lächeln. So habe ich auch schön öfters gedacht. Lennart ist zwar im gleichen Alter, aber so ganz anders als Zoe. Ferien, das heißt für Lennart Party, WM gucken und ausschlafen. Verantwortung ist eher ein Fremdwort für ihn. Seine Freundin Tina scheint ihm auch ziemlich egal zu sein. Wenn ein WM-Spiel läuft, dann zieht er mit seinem Freund Manni auf die Fanmeile, dann denkt er nicht mehr an Tina und Zoe. Dabei wartet Zoe so dringend auf seinen Anruf. Da frage ich mich, was ihm denn die Liebe überhaupt bedeutet. Lennart scheint nichts ernst zu nehmen, ausser seinen Spaß. Lennart ist verwöhnt. Seine Eltern sind reich, haben sogar eine Putzfrau und er scheint immer alles zu bekommen, was er will. Eins hat Lennart jedoch mit Zoe gemeinsam, er spielt in einer Band und schreibt die Songs. Und dann zum Ende der Geschichte erlebt auch Lennart eine Entwicklung. Er beginnt, Verantwortung zu übernehmen, kümmert und sorgt sich um Zoe und verteidigt sie sogar gegen seine Eltern. Lennart war mir anfangs eher unsympathisch. Ich habe ihm nicht getraut, habe ihn für oberflächlich gehalten und mir Sorgen um Zoes Gefühle gemacht. Zum Ende hin bin ich fast genauso überrascht wie Zoe, dass in Lennart ein guter Kerl steckt. Und ich freue mich über das gemeinsame Glück der beiden. Von Sonja war ich anfangs ganz begeistert. Sie kennt sich mit Blinden aus, unterstützt und kümmert sich um Zoe. Sie macht ihr Mut. Geht mit ihr zum Friseur, macht sie schick für das Date und redet ihr gut zu. Doch dann kommt die Wende. Sonja sieht Lennart und verliebt sich in ihn. Und sie versucht alles, um Zoe auszustechen, wird dabei sogar richtig unverschämt gemein. Sie verwandelt sich von einer liebevollen, sich kümmernden Freundin in eine egoistische, eifersüchtige Furie. Ich bin sehr überrascht und kann nur Partei für Zoe ergreifen. Fazit: Eine sanfte und ungewöhnliche Liebesgeschichte. Ein Buch über die erste große Liebe und viele große Gefühle, freudige, wie frustrierende. Ich halte Blind Date für ein gutes Jugendbuch. Es liest sich leicht. Und ich finde es schön, wenn Jugendliche mal eine andere Sichtweise kennenlernen und nicht alles als selbstverständlich nehmen.

    Mehr
  • Rezension zu "Blind date" von Brigitte Blobel

    Blind date
    Eisnelke

    Eisnelke

    22. March 2011 um 20:11

    Zoe ist ein hübsches und aufgeschlossenes Mädchen. Sie jobbt während der Sommerferien in einem Callcenter und versucht Telefonverträge zu verkaufen. Als sie eines Tages eine Berliner Nummer wählt lernt die 17jährige Schülerin Lennart Grün kennen. Auch wenn Lennart keinen Vertrag der Firma Megacell benötigt, plaudern die zwei Jugendlichen miteinander. Sie verabreden sich für weitere Telefonate und ein zartes Band der Verbundenheit wächst. Dass Zoe blind ist, erfährt Lennart erst als sich die beiden in einem Cafè treffen. Zoe fühlt erste Schmetterlinge im Bauch als Lennart sie behutsam nach Haus begleitet. Sie kann ihr Glück kaum fassen: Sie hatte ihr erstes Date mit einem Jungen, der nach der Beschreibung ihrer Freundin Sonja, verdammt gut aussieht. Lennart und Zoe verbindet vor allem die Musik: Er spielt Gitarre in einer Band und sie singt für ihr Leben gern selbst getextete Lieder. Doch ob diese Liebe Zukunft hat, sollte jeder Leser für sich selbst entdecken. Zoe wirkt auf mich sehr sympatisch und stark. Bewundernswert ist wie sie in der Welt der "Guckis" zurechtkommt. Durch dieses Buch lernt man zu schätzen, was es heißt sehen zu können und alle Farben dieser Welt täglich betrachten zu können. Brigitte Blobel erzählt einfühlsam die Geschichte von zwei Jugendlichen während des Sommers der Fussball WM in Deutschland. Besonders gefallen hat mir die Beschreibung von "Zoes Welt". Da sie blind ist, schildert die Autorin Zoes Empfinden, verschiedene Düfte aber auch Personen besonders anschaulich.

    Mehr
  • Rezension zu "Blind date" von Brigitte Blobel

    Blind date
    Fabella

    Fabella

    15. March 2011 um 18:22

    Inhalt: Zoe ist 17 und arbeitet in den Sommerferien stundenweise in einem Callcenter. Bei einem der Anrufe landet sie bei Lennart und ist verzaubert von seiner Stimme. Da sie in diesem Gespräch nicht wirklich viel über den eigentlichen Grund des Anrufs reden, bittet Lennart sie, noch einmal anzurufen. Mit großem Herzklopfen gibt ihm Zoe das versprechen. Und tatsächlich sprechen die beiden zwei Tage später wieder miteinander. Und beide sind fasziniert von dem Gegenüber am anderen Ende der Leitung. Doch während Lennart sie in diesem und folgenden Gesprächen zu einem Treffen drängt, da sie beide in der gleichen Stadt leben, möchte Zoe dies auf keinen Fall. Denn Zoe ist blind und Lennart weiß das nicht. Meine Meinung: Ich bin ein bißchen skeptisch an das Buch herangegangen, das ja doch irgendwo ein ernsthaftes Thema hat. Ein junges blindes Mädchen versucht mit ihrem Leben und der Liebe klar zu kommen. Und das könnte natürlich auf sehr viele verschiedene Arten vermittelt werden. Aber ich wurde ganz schnell eines besseren belehrt. Brigitte Blobel hat eine Art zu schreiben, die einen völlig in den Bann zieht. Bereits nach ein paar Seiten wollte ich das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Mit einer verzauberten Leichtigkeit erzählt sie von Zoe und wie sich sich zurecht findet. Sie erwähnt Dinge, die eigentlich selbstverständlich scheinen, an die man so aber gar nicht denkt. Wie zum Beispiel, daß die anderen Sinne eines blinden Menschen meist überdurchschnittlich groß sind. Wie sie sich orientieren am Hall in einem Zimmer, auf der Straße. Wie gut sie sich zurecht finden und wie leicht man sie mit simplen Veränderungen der Umgebung verwirren und hilflos machen kann. Auch die Geschichte zwischen Zoe und Lennart fand ich ganz wunderbar beschrieben. Realistisch, ohne Übertreibungen in irgend eine Richtung und doch irgendwie richtig zauberhaft. Mir hat auch gefallen, daß immer wieder alltägliches mit hinein floß. So zum Beispiel spielt das Buch genau während der Fußball-WM 2010 und das Thema findet sich immer wieder mal. Aber so kurz, daß es selbst Lesern, die mit Fußball nichts zu tun haben nicht stören dürfte. Mich dagegen hat es zusätzlich ein bißchen in den letzten Sommer zurückversetzt und die schöne Atmosphäre wiedergebracht, die so eine Fußball-WM mit sich bringt. Aber wirklich keine Angst, es sind nur Bruchteile, die ganz beiläufig in die Geschichte einfließen! Ich habe es tatsächlich nicht geschafft, das Buch aus den Händen zu legen, obwohl es schon mitten in der Nacht war und ich eigentlich nur zum einschlafen die ersten paar Seiten lesen wollte. So gefangen war ich in der Geschichte von Zoe und Lennart, in der Bewunderung für Zoe ein normales Leben zu führen. Ich wollte unbedingt wissen, wie diese Geschichte ausgeht. Wie toll, daß eine Geschichte ohne Fantasy oder ähnliches, einen so gefangen halten kann! Ich hatte von Brigitte Blobel noch nichts gelesen bis zu diesem Zeitpunkt, aber nun weiß ich, daß sie bereits eine ganze Reihe von Büchern geschrieben hat. Und ich bin 100%ig sicher, das war nicht das letzte, was ich von ihr gelesen habe! Einfach fantastisch!

    Mehr
  • Rezension zu "Blind date" von Brigitte Blobel

    Blind date
    LisaSunshinex3

    LisaSunshinex3

    09. March 2011 um 11:29

    Zoe Spellmann ist 17, wohnt in Berlin und ist Schülerin eines Gymnasiums. In den Sommerferien arbeitet sie 4mal die Woche ein paar Stunden in der Telefonzentrale von Megacall, einem neuen Telefonvertragsanbieter. Als der Computer eine neue Nummer wählt, kommt sie bei einem jungen Mann raus - Lennart - Zoe mag auf Anhieb seine Stimme. Lennart interessiert sich anscheinend auch für Zoe, denn er möchte sich mit ihr treffen! Doch sie redet sich immer raus, denn wenn sie ihm ihr Geheimnis sagen würde, dann will er wahrscheinlich nichts mehr von ihr hören - Denn Zoe ist blind ! Fazit: Brigitte Blobel erzählt auf eine spannende und fesselnde Art, wie man sie selten erlebt! Ich fande das Buch richtig super und habe am Ende nur noch geheult! "Blind Date" würde ich sofort jedem weiterempfehlen!!!!

    Mehr