Brigitte Blobel Dunkles Schweigen

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Inhaltsangabe zu „Dunkles Schweigen“ von Brigitte Blobel

Hochaktuelles Thema: Sexueller Missbrauch durch eine Vertrauensperson So einen Lehrer hat Benjamin vorher noch nie gehabt! Tilman Fröhlich ist einer, der ihn motiviert, der ihn versteht, der ihn fördert. Der ihm über den Tod des Vaters hinweghilft. Jetzt macht Ben der Unterricht wieder richtig Spaß! Und er würde aus Dankbarkeit für Tilmann Fröhlich alles tun. Wirklich alles? Auf einmal gibt es Berührungen und Spielchen, die Ben nicht behagen. Auf einmal ist die Gegenwart des Lehrers beklemmend und bedrohlich. Ben ist wie gelähmt. Erst Jahre später platzt bei Benjamin der Knoten. Und endlich bricht er das Schweigen ...

Ich habe es damals gelesen und musste wirklich schlucken. Ein Thema das nicht todgeschwiegen werden darf!

— Schneeflocke2013

Dieses Buch sagt es: Man darf nicht schweigen!! Es geht unter die Haut.Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen

— Trikerin

Dieses Buch berührt und zeigt, wie wichtig es ist, eben nicht zu schweigen. Absolut empfehlenswert!

— MiraBerlin

Ich konnte dieses Buch nicht mehr weglegen und habe es innerhalb von ein paar stunden durchgelesen.

— julia3801

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  • Ein wichtiges Buch über ein Thema, das leider viel zu oft totgeschwiegen wird...

    Dunkles Schweigen

    MiraBerlin

    Ben hat es nicht leicht gehabt in seinem Leben: schon früh hat er seinen Vater verloren und ist darüber nie hinweg gekommen. Da seine Mutter sich die alleinige Erziehung nicht zutraut, kommt er auf ein Internat, auf dem der Kunstlehrer, Tilmann Fröhlich, schnell merkt, über was für eine Begabung Ben im künstlerischen Bereich verfügt. Doch der Lehrer will Ben nicht nur auf musische Art, sondern auch auf körperliche Weise nah sein und so kippt die ganze Freude über den neu gewonnenen "Freund", der nun der Feind ist. Denn eins weiß Ben sicher: das, was jetzt passiert, ist nicht das, was er will. Sexueller Missbrauch ist allgemein ein Thema, über das leider eher geschwiegen wird, wodurch die Opfer nur noch mehr unter der Situation leiden. Nicht umsonst stellte deswegen schon Alice Miller fest, dass nicht der sexuelle Missbrauch selbst ein Tabu wäre, sondern eben das Reden darüber. Für die Opfer, die mit dieser Scham leben, ist dies ein Teufelskreis, weil sie wissen, dass sie wahrscheinlich angegriffen werden und ihnen nicht geglaubt werden wird, wenn sie sich endlich trauen, die Wahrheit auszusprechen. Brigitte Blobel ist dafür bekannt, Bücher über schwierige Themen zu schreiben. Zunächst war ich ein wenig skeptisch, weil dieses Thema ein sehr sensibles ist, bei dem man sich schnell im Ton vergreifen kann oder die Opfer in einem falschen Licht darstellt. Diese Befürchtungen waren allerdings ganz unbegründet, wie sich bald herausstellte. Die Autorin versteht es, Schockierendes auf bewegende Art zu erzählen, ohne den Leser zu traumatisieren. Dennoch nimmt sie bei diesem Thema kein Blatt vor den Mund und lässt auch niemals anklingen, dass Ben selbst Schuld an dem Ganzen hat oder der Lehrer doch eigentlich dennoch ganz "nett" ist. Sehr gut wird aber dargestellt, was für ein falsches Bild die Gesellschaft teils von solchen Verbrechern hat, die sich an Kindern vergehen. Es gibt keine Stelle in diesem Buch, die überzogen ist oder zu detailliert geschildert wird, weshalb dieses Buch eben auch für jüngere Leser geeignet ist, was ich sehr wichtig finde, weil dieses Thema jede Altersstufe angeht, weil immerhin oft schon Kleinkinder davon betroffen sind. Ich konnte mich auf Anhieb sehr gut in Bens Lage versetzen und konnte verstehen, wieso er eben so ist, wie er ist. Sehr gut finde ich es, dass dieses Buch die Vergangenheit schildert und man so als Leser den Ben kennen lernt, der eben schweigt und sich dem Leser dann langsam aber sicher immer mehr offenbart. So fühlte man sich mit der Zeit Ben immer verbundener. Oft litt ich mit ihm und war so bewegt, dass ich dieses Buch kaum aus der Hand legen konnte. Ich musste einfach wissen, wie es weitergeht und hoffte, dass es ein "Happy End" für Ben gibt. Ich fand es sehr realistisch, wie sich die Figuren in diesem Buch verändert haben, auch wenn hier manchmal die Situation etwas "verschönt" dargestellt wurde. Das fiel mir gerade bei dem Ende auf, was ich aber nicht schlimm finde, wenn man sich überlegt, dass dieses Buch allen gewidmet ist, die noch schweigen. Dementsprechend war das Thema nach der Widmung her nämlich sehr stimmig, weil es ein Buch ist, das Mut macht und auch zum Nachdenken anregt. Besonders interessant fand ich es, wie Ben anfängt, seine Mitmenschen zu beobachten, nachdem ihm so etwas Schreckliches widerfahren ist, und er beginnt, "Gleichgesinnte" zu erkennen. Gerade diese indirekte Botschaft, die Augen nicht vor der direkten Umgebung zu verschließen, fand ich sehr schön hervorgehoben. Insgesamt kann ich dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen, der sich für die "Tabu-Themen" der Gesellschaft interessiert und auf einfühlsame Art und Weise erfahren möchte, mit was für Qualen Opfer des sexuellen Missbrauchs zu kämpfen haben. Dieses Buch werde ich so schnell nicht vergessen. Ein absolutes Highlight und ein Muss für eigentlich jede Generation!

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  • Rezension zu "Dunkles Schweigen" von Brigitte Blobel

    Dunkles Schweigen

    Buecherwurm2punkt0

    05. February 2013 um 13:22

    In "Dunkles Schweigen" lernt man den verschlossenen und deprimierten Jungen Benjamin kennen. Nach dem Tod des geliebten Vaters ging es in seinem Leben nur noch Berg ab. Er selber hatte Schwierigkeiten den Tod zu verdauen und seine Mutter fiel in tiefe Depressionen. Nach einiger Zeit wollte seine Mutter aber wieder ein Schritt Richtung Leben machen und begibt sich in psychologische Behandlung. Leider findet diese viele Kilometer entfernt statt, sodass Benjamin nicht zu Hause wohnen bleiben kann. Das für ihn ausgesuchte Internat gefällt ihm zu Anfang sehr. Er findet schnell Anschluss in der Klasse und vor allem sein Kunstlehrer fördert und motiviert ihn. Nach dem er aber plötzlich krank wird und sein Kunstlehrer ihn bei sich aufnimmt, wird alles anders. Es fängt mit kleinen Andeutungen und komischen Berührungen an... Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare! Der Kunstlehrer betritt heimlich sein Zimmer und macht unausprechliche Dinge mit ihm. Ab da an versucht er das Internat schnellst möglich zu verlassen, doch seine Mutter reagiert nicht so schnell, wie Benjamin es erwartet hat. Er fühlt sich im Stich gelassen und die Beziehung der beiden zerbricht so endgültig das sie lange Zeit nur noch nebeneinander herleben. Bis der Besuch einer Freundin vom Internat sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Dies war mein erstes Buch über sexuellen Missbrauch durch Lehrkräfte. Für mich ein Thema das relativ weit weg erscheint, zwar ist mir bewusst das so etwas passiert aber trotzdem höre ich nicht all zu viel davon. Brigitte Blobel hat es in ihrem Buch geschafft, die Konsequenzen des Missbrauchs realistisch darzustellen. Es tat mir in der Seele weh, zu sehen wie sich Benjamin abschottet und alle Menschen die er eigentlich liebt, von sich weg stößt. Trotzdem konnte mich das Buch nicht gänzlich berühren. Mit ging Benjamins Entwicklung manches Mal ein bisschen zu schnell. Zu Beginn spricht er mit niemanden darüber und leidet stark darunter. Er wirkte so in sich gekehrt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass er jemals über seinen Schatten springt. Für mich war es an dieser Stelle ganz klar von Nachteil, dass solche Jugendbücher meistens nur um die 200 Seiten haben. Meiner Meinung nach hätten 100 Seiten mehr, dem Buch und der Entwicklung von Benjamin sehr gut getan! Fazit: Eine erschreckende Geschichte, die mich allerdings nicht bis ins letzte berühren konnte!

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  • Rezension zu "Dunkles Schweigen" von Brigitte Blobel

    Dunkles Schweigen

    Fantasie_und_Träumerei

    18. October 2011 um 10:45

    KLAPPENTEXT: Benjamin ist sechzehn und kapselt sich von allen ab, denn er trägt ein dunkles Geheimnis mit sich herum. Es hat mit der Zeit im Internat Reichenfels zu tun, damals als er zwölf war. Jetzt will Benjamin nur noch vergessen. Doch als Lilith ihn besucht, kommen die Erinnerungen umso heftiger zurück – an den Lehrer, der Benjamin missbraucht hat, an die Verzweiflung und die Scham. Ben muss sich entscheiden: zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Schweigen und Freiheit... ZUR AUTORIN: Brigitte Blobel wurde 1972 in Hamburg geboren, studierte Theaterwissenschaften und Politik und arbeitet nun als freie Journalistin und Autorin. Neben Jugend- und Erwachsenbüchern schreibt sie außerdem Drehbücher und ist Übersetzerin der „Fünf Freunde“ - Reihe von Enid Blyton. EIGENE MEINUNG: Ich habe „Dunkles Schweigen“ gerade aus der Hand gelegt und bin immer noch ein wenig Starr. Starr und erschüttert von dem was darin passiert. Traurig und bewegt vom Schicksal eines Jungen, dessen Vertrauen und Situation schamlos ausgenutzt wurden. Autorin Brigitte Blobel ist es unwahrscheinlich gut gelungen Bens Kampf mit sich selbst und die Bewältigung seiner Erfahrungen darzustellen. Ich habe schon einige Bücher zum Thema Missbrauch gelesen, aber Brigitte Blobel beschreibt dies so echt, so reell, dass mir beim Lesen übel wurde. Dabei geht es nicht um die Missbrauchsszenen an sich, die sie zwar teilweise recht detailliert und somit sehr schockierend beschreibt, sondern vor allem um das, was beim Opfer ausgelöst wird. Noch nie hat mich der Umgang des Protagonisten mit seiner Missbrauchssituation so sehr mitgenommen wie in „Dunkles Schweigen“. Das liegt nicht nur an Brigitte Blobels gefühlvoller, aber auch sehr direkter und eindringlicher Schreibe, sondern auch daran wie authentisch sie das Thema behandelt. Der Leidensweg, den Ben zu durchlaufen hat, ging mir so nah, dass ich mich während des Lesens ein sehr beklemmendes Gefühl hatte. Wie sehr er darunter leidet, wie wenig er sich traut darüber zu reden...ohne Schnörkel bringt Brigitte Blobel auf den Punkt wie schrecklich solche Erlebnisse sind und wie sehr sie das gesamte Leben eines Opfers beeinflussen. Wie aus einem normalen und sehr talentierten Jungen ein seltsamer Vogel wird, dem man die Lust am Malen, an seiner Leidenschaft zur Kunst, genommen hat und der erst wieder lernen muss einen „normalen“ sozialen Umgang zu pflegen. Der erst wieder zu sich selbst finden muss, um sich überhaupt jemals wieder auf andere einlassen zu können. Nicht nur die Opferrolle wird eindrücklich und realistisch dargestellt, sondern auch die des Täters. Es war widerlich und hat mich gerade zu mit Hass erfüllt, wie der Lehrer Ben mit Hilfe von psychischen Tricks und regelrechtem Psychoterror dazu gebracht hat nichts zu sagen. Wie er die Wahrheit verdreht hat, wie er Ben dazu bringt sich selbst die Schuld zu geben usw. Denn nicht nur die Tat schädigt Missbrauchsopfer, sondern auch das, womit sie sich auseinander setzen müssen und da steht ganz oben die Frage der Schuld. Eine Schuld, die Täter nur zu gern auf ihre Opfer abwälzen, bis diese glauben, dass sie sich das Ganze selbst zuzuschreiben haben und sich selbst immer weniger leiden mögen. Eine weitere offene Frage ist die der Mittäterschaft. Denn wie kann es passieren, dass ein Lehrer in einem Internat dazu kommt Schutzbefohlene zu missbrauchen. Und wie kann es dazu kommen, dass eine Mutter so etwas nicht merkt? FAZIT: „Dunkles Schweigen“ ist ein sehr bedrückendes und berührendes Buch über das schreckliche Thema Kindesmissbrauch. Der Autorin ist es auf sehr authentische und sensible Art und Weise gelungen eine Geschichte zu schreiben, die sich mit dem Leidensweg, aber auch dem Heilungsprozess eines Missbrauchopfers auseinandersetzt.

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