Brigitte Blobel der rechte weg

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Inhaltsangabe zu „der rechte weg“ von Brigitte Blobel

Jung, weiblich, rechtsradikal Lisa ist wütend. Ihr Exfreund hat sie wegen einer Türkin verlassen, ausgerechnet. Noch dazu sollen in ihrem bayerischen Dorf 200 syrische Flüchtlinge aufgenommen werden - laufen bald nur noch glutäugige Schönheiten durch die Straßen, die den Jungs die Köpfe verdrehen? Auch ihre Eltern, die im Sommer Fremdenzimmer vermieten, fürchten, dass die Asylanten die Touristen vertreiben. Lisa nimmt an einer Demonstration gegen die Flüchtlinge teil und lernt eine Gruppe Jugendlicher kennen, die genauso denken wie sie - nur noch radikaler. Lisa macht mit, lässt ihrer Wut freien Lauf. Aber dann taucht Jacub, ein syrischer Junge aus Damaskus, in ihrer Schule auf und erzählt vom Ausmaß des Krieges. Lisa ist geschockt und findet Jacub sympathisch. Doch ihre neuen Freunde haben es auf ihn abgesehen ...

Richtig gutes Buch, welches auch ein echt aktuelles Thema anspricht.

— sabas
sabas

Dieses Buch geht einem unter der Haut. Es ist super geschrieben und man versteht alles sehr gut. Es ist eines meiner Lieblingsbücher

— RickyThan
RickyThan

Nach dem moralisch erhobenen Zeigefinger sucht man vergeblich ... dennoch moralisiert dieses Buch auf wunderschöne Weise!

— MiraBerlin
MiraBerlin

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  • Der rechte Weg...

    der rechte weg
    RickyThan

    RickyThan

    05. January 2016 um 16:51

    ...ist ein geniales Buch über ein aktuelles Thema, das uns allen betrifft, Flüchtlinge und Neonazis. Ich liebe dieses Buch von der Art wie es geschrieben ist und vom Hintergrund. Ein großes Lob.

  • der rechte weg

    der rechte weg
    Mese

    Mese

    09. July 2015 um 20:40

    Linda ist wütend. Sie hat ihren Freund mit einer Türkin erwischt und er hat nicht den Mut mit ihr darüber zu sprechen. Noch dazu sollen in ihrem Dorf zweihundert syrische Flüchtlinge aufgenommen werden. Linda nimmt an einer Demo gegen die Flüchtlinge teil und rutscht so in die Neonazi Szene. Als sie Zeugin einer Gewalttat wird, rütelt sie das auf. Als sie noch von den Kameradn bedroht wird vertraut sie sich einer Freundin an. Gleichzeitig wird die Geschichte von Jacub erzählt. Einem syrischen Flüchtlingsjungem, der mit seiner Familie nach Deutschland kommt. Man erfährt ansatzweise, was diese Menschen durch gemacht haben. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Linda hab ich als sehr naiv erlebt. Manchmal möchte man am liebsten Linda zurufen, Mensch checkst du es nicht was das für Menschen sind. Als sies dann endlich merkt, spürt man ihre Angst und leidet mit ihr. Gott sei Dank schafft sie den Ausstieg Us der Szene. Das Buch kann ich nur empfehlen. Es zeigt auf, wie schnell man in etwas rein rutscht und plötzlich in grossen Schwierigkeiten steckt. Das man sich jemandem anvertrauen muss um den Mut zu haben aus der Situation raus zu kommen.

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  • Faszinierend eindrucksvoll

    der rechte weg
    MiraBerlin

    MiraBerlin

    28. May 2015 um 09:38

    Linda kann es nicht glauben: ihr Freund Dennis betrügt sie. Und als wäre das nicht schlimm genug, ist es auch noch eine Türkin! So denkt Linda zunächst nicht, bis sie an Hannes gerät, der sie immer wieder subtil darauf hinweist. Allgemein sind in Deutschland in letzter Zeit ziemlich viele Ausländer, oder nicht? Auch Lindas Eltern stehen dieser Zuwanderung skeptisch gegenüber, weil sie um ihre schöne Heimat fürchten. Mit Neonazis haben sie nichts am Hut. Linda zunächst auch nicht. Aber aufgrund der Trennung ist sie wütend und sehnt sich nach einem festen Halt. Das weiß Hannes sofort für sich nutzen. Ziemlich schnell befindet sich Linda in einer Spirale des Unglücks, aus der sie so einfach allein nicht mehr herauskommt... Ich war auf dieses Buch sehr gespannt, da ich von der Autorin schon einige gute Bücher gelesen hatte und es schön finde, wie bei ihr die Moral und Grundprinzipien vermittelt werden. Dennoch hatte ich meine Befürchtungen, dass sie sich mit diesem Thema vielleicht ein wenig übernommen haben könnte, weil es eben sehr brisant und aktuell ist. Schon schnell konnte ich meine Befürchtungen allerdings über Bord werfen. Von der ersten Seite an konnte mich dieses Buch fesseln. Ich habe mit Linda gelitten und mich mit ihr gefreut. Allgemein fand ich die Darstellung der Protagonistin Linda sehr ansprechend. Sie war nie fanatisch und man merkte, wie sie schleichend die Kontrolle über das Ganze verlor. Vor allem das "Reinschlittern" in die rechte Szene wurde aus meiner Sicht besonders gut beschrieben, da Linda nur immer passiv dabei war. Wirklich überzeugt war sie von dem Ganzen nie und man merkte, dass sie nur nach einem festen Anker suchte. Der Schreibstil ist einfühlsam und lässt sich gut lesen. Das Buch konnte ich kaum aus der Hand legen, weil es mich so sehr fesselte. Besonders gefiel es mir, dass das Buch nicht nur aus Lindas Sicht, sondern auch aus Jacubs Sicht, einem Ausländer, geschrieben wurde. Dadurch bekam man auf das Geschehen gleich einen ganz anderen Blick. Glücklicherweise ist dieses Buch keins voller Klischees oder eines, bei dem man innerlich die ganze Zeit den moralisch erhobenen Zeigefinger vor Augen sieht, weshalb man sich als Leser auch nie angegriffen fühlt. Dennoch beginnt man, die derzeitige Situation in Deutschland zu hinterfragen und bekommt eben noch einmal gut vor Augen geführt, warum die Asylanten hier sind: weil sie auf unsere Hilfe angewiesen sind. Sie werden nicht verschönt dargestellt. Zwar möchte Jacub das Beste in Deutschland erreichen, aber es ist nicht so, dass sich jetzt alle Ausländer darum reißen, Deutsch zu lernen, wofür es die verschiedensten Gründe gibt. Diese Darstellung finde ich aber gut, weil sie der Realität entspricht. Die Autorin sagt nicht: jeder Mensch, der einer gewissen Nation angehört, ist so und so. Nein, sie differenziert. Und gerade das ist so entscheidend und macht das Buch so lehrreich. Das Fazit dieses Buches? Jeder kann entscheiden, welchen Weg er einschlägt - ob er "gut" oder "böse" sein will. Niemand wird gezwungen, sich auf eine bestimmte Weise zu verhalten. Man sollte seine Mitmenschen nicht aufgrund seiner Herkunft verurteilen, sondern sie mit offenen Armen empfangen. Das mag sich jetzt alles sehr wichtigtuerisch anhören, was dieses Buch für eine Botschaft vermittelt, aber so kommt es beim Leser nie an. Auf einfühlsame Art und Weise wird man an die Problematik dieses Themas herangeführt und beginnt zu reflektieren. Auch wenn man noch so ein guter Mensch ist, ist dieses Buch dennoch lesenswert: es manifestiert die Grundeinstellung der Gerechtigkeit in einem. Für mich eine absolute Leseempfehlung an jeden Menschen - ganz egal, wie alt er ist, welches Geschlecht er hat und woher er kommt.

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