Brigitte Glaser Bühlerhöhe

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Inhaltsangabe zu „Bühlerhöhe“ von Brigitte Glaser

Deutschland, 1952: Zwei Frauen mit Vergangenheit, ein geheimer Auftrag Rosa Silbermann reist mit einem geheimen Auftrag in das Nobelhotel Bühlerhöhe. Sie soll Bundeskanzler Konrad Adenauer schützen. Rosa ist in den dreißiger Jahren aus Köln nach Palästina emigriert und arbeitet für den israelischen Geheimdienst. Ihre Gegenspielerin ist die misstrauische Hausdame Sophie Reisacher, die ihre Heimatstadt Straßburg verlassen musste und für den gesellschaftlichen Aufstieg alles geben würde. Rosa und Sophie wissen, was es heißt, wenn ein ganzes Land neu beginnen will. Beide verfolgen ihre eigenen Pläne.

Vor dem Hintergrund der jungen Bundesrepublik erzählt Brigitte Glaser eine spannende Geschichte, die auf wahren historischen Ereignissen beruht.

"Selten wurde so spannend und sprachlich präzise über die Gründungszeit der Bundesrepublik geschrieben." Verena Carl, Barbara
„Fazit: Eine gute Mischung aus Politthriller, Krimi, Frauenbuch und historischem Roman.“ Gesine Reichstein, Radio Bremen, Prod. 2016, mit freundlicher Genehmigung

Ich hab die Auflösung leider schon sehr zeitig geahnt :-(

— Caillean79

Langweilig

— AnnaBarbara

Ein Buch, welches anfangs spannend und dicht geschrieben ist und dann von der Intensität, der Sprache und Glaubwürdigkeit extrem abflacht!

— schokoloko29

Spannender Roman

— ANATAL

Drei Frauenschicksale nach dem Krieg, ein politischer Brandherd und jede Menge deutsch/jüdische Geschichte – lohnt sich!

— KarinEger

Sehr gutes, spannendes Buch.

— IrisBuecher

Spannend und historisch gesehen sehr interessant. Beste Unterhaltung.

— MonicaS

Absolut lesenswert! Nicht nur spannend sondern auch lehrreich.

— Crazy-Girl6789

Drei Frauenschicksale streifen einander auf der "Bühlerhöhe": Ein fesselnder, berührender und politischer Roman

— Walli_Gabs

Überraschung

— lala1970

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  • Bühlerhöhe

    Bühlerhöhe

    schokoloko29

    30. September 2017 um 16:26

    Es geht um eine israelische Agentin Rosa, die mit einem Mann, Ari, ein Attentat im Schwarzwald vereiteln soll.Es ist anfangs sehr dicht und spannend geschrieben. Ich habe es konsumiert wie eine Mousse au Chocolat. Es war teilweise sehr süß, teilweise intensiv. Doch je mehr ich das Buch mich durchgefressen habe, stellten sich Bauchschmerzen ein. Es wurde leider zum Rosamunde Pilcher abklatsch. Es war seicht, die Dialoge haben mir Augenrollen produziert. Sie waren nicht glaubwürdig, klischéehaft. Sie entsprachen einer Telenovela als einem glaubwürdigen Roman.Echt schade!

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    • 5
  • Brillante Geschichte – leider sprachlich nicht so eindrucksvoll

    Bühlerhöhe

    KarinEger

    10. July 2017 um 06:06

    Beim Stöbern im Buchladen hat mich dieses Buch magisch angezogen. Es interessiert mich brennend, wie sich die deutsche und jüdische Bevölkerung in den Jahren nach dem zweiten Weltkrieg mit ihrer grauenvollen Vergangenheit auseinander gesetzt hat. Ihren Lesern Studien dazu an die Hand zu geben, lag der Autorin spürbar am Herzen. Sehr spannend auch die Einblicke in die Geschichte der Staatsgründung von Israel, die Kämpfe mit der arabischen Bevölkerung, das Leben im Kibbuz. Die Handlung – eine mitreißende Agentengeschichte – spielt im tiefen Schwarzwald, einer Gegend, die ich gut kenne. Packend fängt Brigitte Glaser das Wechselspiel von lieblicher Hügellandschaft und bedrohlichen Wäldern ein. Das gestörte deutsch-französische Verhältnis, das zu dieser Zeit an diesem Ort wohl besonders deutlich erlebbar war, kommt sehr authentisch rüber. Die Autorin legt ihre Spuren und baut mysteriöse Beziehungen zwischen ihren zahlreichen Haupt- und Nebenfiguren auf. Relativ früh gibt es schon eine Leiche im Wald. Doch später stellt sich heraus, dass deren Tod mit dem politischen Handlungsstrang nicht viel zu tun hat. Schade, ich hatte damit gerechnet, dass alle Stränge zum Schluss zusammen laufen. Warum hat es die Figur und ihren Tod überhaupt geben müssen? Wohl weil es weit mehr zu erzählen gibt, als nur die Aufregung um das drohende Attentat auf Adenauer. Drei Frauenschicksale weben sich durch den Hauptstrang – alle geschichtlich relevant. Ein brillant aufgebauter, auf vielen Ebenen interessanter Roman. Würde jetzt noch die Sprache der Tiefe und Verwobenheit der Erzählung gerecht werden, wäre der Lesegenuss noch größer. Leider fehlt es an der atmosphärisch passenden Melodie. Gerade dann, wenn es um den Gedankenstrom der Protagonisten geht, der auf stille Weise verschiedene Punkte verbindet, bleibt die Sprache immer sehr starr und flach.   Die starke Frau im Zentrum, Rosa Silbermann, bleibt durchweg leicht schwammig. Geschunden und geprüft durch Krieg und Flucht, gestählt durch den Kampf um Israel und um das Überleben im Kibbuz sollte sie doch mehr Biss haben. Aber keiner zweifelt so konsequent an ihren Fähigkeiten wie sie selbst. Sind das die tiefen, unüberwindbaren Ängste, die all die Grauen in ihr hinterlassen haben? In ihren Handlungen sieht man keine Spur davon, da macht sie alles richtig. Am Ende ist Rosa eine wahre Heldin, der man gratulieren möchte. Doch sie selbst zeigt keine Siegermentalität. Sie will nur schnell und für immer weg aus Deutschland.

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  • 1946, Palästina und Deutschland, eine Spurensuche zwischen Literatur, Krimi und Historienroman

    Morgenland

    StefanieFreigericht

    27. June 2017 um 16:49

    Fast inhaliert habe ich dieses Buch über die Zeit, als sowohl die Nachfolgestaaten des Deutschen Reichs als auch Israel noch vor der Gründung standen; man kann es lesen als historischen Roman, gar historischen Krimi, spannend genug finde ich es allemal, ein wenig Liebesgeschichte kommt dazu (nein, KEIN Kitschroman), ein Hauch Agentengeschichte und viel Hintergrundwissen. Lilya Wasserfall erhält einen Auftrag: sie soll von Palästina aus nach Deutschland, jetzt, 1946, und recherchieren zu dem vermeintlich in der Zeit des Nationalsozialismus umgekommenen älteren Bruder eines knapp vorher ausgewanderten Schriftstellers. Der hat das Gefühl, dass da etwas nicht stimmen kann an der ihm aufgetischten Geschichte: Warum teilen ihm ausgerechnet die Briten, die im Land verhassten Mandatsträger, die die Einwanderung von Holocaust-Überlebenden zu verhindern trachten, den Tod seines Bruders mit? Und was hat es mit dem seltsamen Lesezeichen auf sich, das ihm zusammen mit einem Buch aus der früheren Bibliothek seines Bruders zugespielt wurde? Lilya wurde in Palästina geboren, beide Eltern hatten bereits 1920 von Posen aus die Alyah gemacht, die Rückkehr aus der Diaspora ins Gelobte Land, als Anhänger von Herzls politischem Zionismus, die Tochter selbst ist in der Hagana, von der sie diesen Auftrag erhält, der paramilitärischen Untergrundorganisation während des britischen Mandats (man KANN das Buch auch lesen, ohne hier jeweils nachzuschlagen, doch es empfehlen sich ohne entsprechende Kenntnisse schon vielleicht knappe 10 Minuten Wikipedia, nichts Wildes). Ihre Recherche führt sie nach Großbritannien und quer durch Deutschland. Während sie über den sie faszinierenden David Guggenheim Einblick erhält in die noch weit nach Kriegsende schwierige Lage der überlebenden Juden in Europa, fühlt sie sich zunehmend verfolgt. Noch ahnt sie nicht, welche Konsequenzen sich durch ihre Ermittlungen auch für sie ergeben werden… Das Buch lässt sich flott weglesen, ich habe fleißig mit ermittelt und fand es spannend (nein, bitte, KEIN moderner Thriller oder ähnliches), es gab hinlänglich viel zum Nachschlagen und Lernen (mit dringend fälligem Folgebuch), ich mochte das Personal und es gab häufig eine angenehm leise Ironie in den Sätzen, so beim Konzert "...eine Gitarre mit Strom habe ich noch nie zuvor gehört. ich weiß allerdings nicht, ob dieses Experiment eine Zukunft hat. Sie ist so laut." S. 237 Die leichte Schwäche ist bei dem etwas „glatten“ Ende und den doch durchgängig eher  unterstützenden Begegnungen Lilyas (wobei sie zugegeben natürlich  weniger bei früheren Nazis ermittelt, sondern bei überlebenden Juden, Hilfsorganisationen etc.). Definitiv eine Leseempfehlung! Folgebuch:Leon Uris: „Exodus“ über die Gründung des Staates Israel, die Hagana, die Irgun, die Briten in Palästina. Es ist wirklich viele Jahre her, dass mir eine Freundin das geliehen hat, ich muss es dringend wieder lesen. Auch die Verfilmung mit Paul Newman ist toll, ich meine, man hat nur aus der Abtreibung o.ä. eine Fehlgeburt gemacht?! Irgendetwas war da wohl aus „politscher Korrektheit“… Brigitte Glasers „Bühlerhöhe“ wäre ein Tipp für wenig später in der Zeit der jungen Bundesrepublik, etwas stärker in Richtung des Krimis tendierend, um einen zu der Zeit heruntergespielten Attentatsversuch auf Adenauer und was die Staatsgründung Israels damit zu tun haben könnte, mit wesentlich mehr zur deutschen Zivilbevölkerung, von Gewinnlern über Opfer über Unbelehrbare.

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    • 4
  • Belanglos

    Bühlerhöhe

    Golondrina

    12. May 2017 um 17:47

    Ich wollte das Buch nach 100 Seiten aufgeben. Aber da waren die vielen guten Rezensionen. Habe mich also bis ans Ende durchgekämpft und in der Tat hat das Buch mich noch länger beschäftigt - nämlich mit der Frage, worin die ganzen Lobeshymnen begründet liegen könnten? Sprachlich eher unaufgeregt. Krimi-Elemente, die die Geschichte durchaus bietet - nicht weiter verfolgt. Geschichtlicher Hintergrund - auch schon mal spannender gelesen. Tja, und dann war ich am Ende der 448 Seiten und konnte das Buch nur noch ratlos zuschlagen. Schade um die Lesezeit.

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  • Spannender Roman um ein halbvergessenes Stück deutscher Geschichte

    Bühlerhöhe

    Walli_Gabs

    07. April 2017 um 09:33

    Die „Bühlerhöhe“ hatte mich schon seit einiger Zeit gereizt. Trotz längerem Nachgrübelns ist mir kein anderer Roman eingefallen, der in dieser Zeit und vor diesem politischen Hintergrund spielt (und den ich schon gelesen hätte): Anfang der 50er Jahre, Adenauer-Ära, Wiederaufbau. Und gleichzeitig geht es um Israel und das Wiedergutmachungsgesetz, zu dem wir im Geschichtsunterricht nie vorgestoßen sind. Als Leser begleitet man drei verschiedene Frauen in den Schwarzwald: Die schon vor Kriegsausbruch nach Israel immigrierte deutsche Jüdin Rosa Silbermann, die deutsch-französische Hausdame des Nobelhotels Bühlerhöhe Sophie Reisacher und Agnes, die junge Rezeptionistin des benachbarten Gästehauses, die nach eigener Einschätzung „nur von a bis b“ denken kann. Die Protagonistinnen könnten nicht unterschiedlicher sein und so hat es mich beeindruckt, wie gut die Autorin Brigitte Glaser ihre unterschiedlichen Gedankenwelten schildern kann. Während die erstgenannten Frauen meist sehr rational agieren, spuken im Kopf des Schwarzwaldmädels Agnes vor allem „der Nachtkrab“, die Heiligen und ein schwarzer Engel umher. Aber auch ihre Perspektive wirkt nachvollziehbar und schlüssig. Rosa Silbermann lebt seit vielen Jahren in einem Kibbuz und geht voll darin auf, den jungen Staat Israel mitaufzubauen. Der Spezialauftrag, mit dem sie nach Deutschland geschickt wird, passt ihr gar nicht: Sie soll zusammen mit einem Mossad-Agenten ein Attentat auf Adenauer während dessen Sommerurlaubs auf der Bühlerhöhe verhindern. Der Kanzler der jungen Bundesrepublik ist dabei, die Wiedergutmachungsgesetze gegen alle Widerstände durchzudrücken und Israel braucht das Geld, weiß allerdings von militanten Gegnern in den eigenen Reihen, die von Deutschland nichts annehmen möchten. Und da Adenauers Sicherheitschef nur „die rote Gefahr“ aus Osteuropa wahrnimmt, schickt Israel zwei eigene Leute auf die Bühlerhöhe, um den Schutz des Kanzlers sicherzustellen. Rosa allerdings arbeitet normalerweise nicht für den Geheimdienst – sie soll vielmehr dem Schutz des Agenten Ari dienen, der mit ihr als Ehefrau auf der Bühlerhöhe weniger auffallen wird und dem sie außerdem die Ortskenntnis voraushat, da sie die Sommerferien ihrer Kindheit im Schwarzwald verbrachte. Blöd allerdings, dass Ari nicht wie verabredet auftaucht und Rosa auf der „Bühlerhöhe“ erst einmal auf sich allein gestellt ist … Teilweise las sich der Roman spannend wie ein Krimi. Aber auch der politische und zeitgeschichtliche Hintergrund kommen nicht zu kurz und durch die verschiedenen Perspektiven schafft Brigitte Glaser auf der „Bühlerhöhe“ eine eigene kleine Welt mit den unterschiedlichsten Charakteren. Alles haben während des Zweiten Weltkriegs Leid erlebt, alle haben ihre eigenen Methoden entwickelt, mit der Vergangenheit umzugehen und alle sind bemüht, nach vorne zu blicken und irgendwie ihr Glück zu machen. Das ist gut geschrieben, berührend und rückt außerdem ein Stück deutscher Geschichte in den Fokus, das sonst keine große Rolle in der öffentlichen Wahrnehmung spielt. Mich hat dieses Leseerlebnis bereichert – und gefesselt, ich konnte das Buch gegen Ende kaum noch aus der Hand legen. Etwas bedauert habe ich, dass nicht alle Geschichten fertig auserzählt werden und zwei, drei lose Fäden übrigbleiben. Aber so bleibt noch etwas Raum für Fantasie.

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  • Fesselnd und empfehlenswert...

    Bühlerhöhe

    lala1970

    03. March 2017 um 23:24

    Das ist eines der Bücher welches mich am meisten überrascht und so sehr gefesselt hat. Man erfährt viel über die Zeit während des zweiten Weltkrieges, die Zeit zum Kriegsende und die Nachkriegszeit unter Kanzler Adenauer. Der Schwarzwald wird sehr bildhaft beschrieben und der Verfall der unbeschwerten Zeiten vor dem Krieg bis hin zu einem zerrütteten Nachkriegseuropa und Israel. Jeder Protagonist trägt ein Schicksal in sich und dem Leser treten nach und nach diese Geschehnisse und traumatischen Erinnerungen entgegen. Ich denke da besonders an Agnes und ihre Schwester, furchtbare Erlebnisse, schonungslos ins Licht des Lesers gerückt. Deutlich wird die Enttäuschung der Heldin Rosa über den Lauf der Geschichte, ihre eigene Geschichte, geprägt durch Ungewissheit und dem Druck, den Anforderungen der Gesellschaft und Ihrem persönlichen Auftag gerecht zu werden. Sie fühlt sich alleingelassen und überfordert, mit der Vergangenheit und Gegenwart, zurecht zu kommen. Ein kluges, nachdenklich stimmendes, wichtiges und empfehlenswertes Buch. Eine echte Überraschung, schwieriges Thema anschaulich und einfühlsam umgesetzt.

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  • Ruhiges „James-Bond-ähnliches“ Spionage- und Beziehungsdrama in den 50iger Jahren auf der Bühlerhöhe

    Bühlerhöhe

    Bücherfüllhorn-Blog

    08. January 2017 um 18:30

    Die Geschichte, die als Krimi deklariert wird, ist auf eine distinguierte und ernste Art unterhaltsam geschrieben. Es gibt gleich mehrere Spannungsbögen und der Wichtigste ist, wer könnte der potenzielle Attentäter sein? Es gibt zudem sehr viele Einzelschicksale, die alle mit dem Kriegserlebnissen zusammen hängen. Die Gefühle von Rosa sind sehr gut geschildert, ich litt in bestimmten Situationen mit ihr, besonders in denen sie sich hilflos und verworren vorkam. Allerdings hätte ich sie mir manchmal mit mehr Elan und Esprit gewünscht, aber das war aufgrund der Vergangenheit nicht gut möglich. Auch das Warten auf ihren Partner in dieser Spionageaffäre machte einen eigenen Spannungsbogen aus. Wann würde er auftauchen? Wie würde er sein? Im Gegensatz dazu ist Sophie Reisacher, die Empfangsdame, eine sehr intrigante Person, die mir zwar nicht sympathisch wurde, aber als Frau auf sich alleine gestellt konnte ich ihre Ambitionen manchmal ein klein wenig nachvollziehen. Agnes das Bauernmädchen wäre wohl selber fast ein Bauernopfer geworden. Also, die Emotionen und Handlungen von allen Beteiligten sind sehr gut herausgearbeitet, ich habe das Buch gerne gelesen. Der Erzählton ist ruhig, aber absolut stimmig und schnell lesbar. Allerdings ist die Geschichte auf keinen Fall ein rasanter Krimi oder Spionagethriller, wie man vermuten könnte. Zudem braucht es gerade am Anfang ein wenig, um in die Geschichte hineinzufinden, aber dann ist man wirklich in dem besonderen Flair der 50iger Jahre auf der Bühlerhöhe angekommen. Wegen der vielen Protagonisten ist es vorteilhaft, das Buch in „großen Stücken“ zu lesen, ich habe es in zwei Ansätzen geschafft. Die Atmosphäre vor Ort im Schwarzwald und die „Maschinerie“ eines Hotels werden sehr zuverlässig und authentisch beschrieben. Ich könnte mir das Buch auch sehr gut verfilmt vorstellen.   Alles in allem: In einer ernsten und ruhigen Erzählsprache mit einigen Spannungsbögen wird ein „James-Bond-ähnliches“ Spionage- und Beziehungsdrama im Flair der 50iger Jahre im Hotel Bühlerhöhe im Schwarzwald geschildert.  

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  • Ruhige Erzählung......

    Bühlerhöhe

    lievke14

    Rosa Silbermann reist mit einem geheimen Auftrag in das Nobelhotel Bühlerhöhe. Sie soll Bundeskanzler Konrad Adenauer schützen. Rosa ist in den dreißiger Jahren aus Köln nach Palästina emigriert und arbeitet für den israelischen Geheimdienst. Ihre Gegenspielerin ist die misstrauische Hausdame Sophie Reisacher, die ihre Heimatstadt Straßburg verlassen musste und für den gesellschaftlichen Aufstieg alles geben würde. Rosa und Sophie wissen, was es heißt, wenn ein ganzes Land neu beginnen will. Beide verfolgen ihre eigenen Pläne. Das Hintergrundthema in diesem Roman betrifft eine sehr interessante und vor allem brisante Angelegenheit in den Nachkriegsjahren 1951/52. Die deutsche Bundesregierung berät das sogenannte Wiedergutmachungsgesetz gegenüber der jüdischen Bevölkerung. Dieses Gesetz stößt aber nicht überall auf Gegenliebe und so befürchtet insbesondere der Mossad einen Anschlag auf Bundeskanzler Adenauer. Dieser verbringt seinen Sommerurlaub, wie in jedem Jahr, auf der Bühlerhöhe. Kurzweil und Zerstreuung sucht der Kanzler….und  die belebende Wirkung einer Frischzellenkur in der benachbarten Kurklinik…. Dabei bermerkt er nicht, wie sich rings um ihn die grauen Wolken im politischen Nachkriegsgewirr zusammenbrauen…. Die Protagonistin Rosa soll mit ihrem Landsmann Ari ein Auge auf den Kanzler haben und diesen im Bedarfsfall schützen. Allerdings geht bereits bei ihrer Ankunft so einiges schief. Ari  taucht an dem verabredeten Treffpunkt nicht auf und so muss sich die völlig unbedarfte junge Frau zunächst alleine behaupten. Doch wie verhält man sich als alleinreisende Dame so unauffällig wie möglich? Die Empfangsdame der Bühlerhöhe (Sophie Reisacher) wacht wie ein Löwe über „ihr“ Reich….nichts entgeht deren aufmerksamen Blick und schnell gerät Rosa ins Visier der wachsamen und misstrauischen Reisacher. Und mit diesen beiden Frauen haben wir auch die eigentlichen Prunkstücke der Geschichte. Rosa, nach dem Krieg nach Israel ausgewandert, ist zwar eine gute und zuverlässige Agentin. Allerdings verfügt sie über keinerlei praktischer Erfahrungen im Außeneinsatz. Als Kind hat sie ihre Ferien häufig auf der Bühlerhöhe verbracht und kennt sich dort aus wie keine zweite. Das ist auch der Grund, warum sie bei diesem Einsatz mit von der Partie ist. Sie dagegen hat im Krieg fast alles verloren und will nur noch ihren Frieden in Israel finden, dort wo sie hingehört. Sophie dagegen erscheint auf dem ersten Blick ausgesprochen hartherzig und unsympathisch. Sie ist beim Personal gefürchtet und lässt auch ihren Gästen teilweise eine wenig herzliche Behandlung angedeihen. Sie verfügt über eine gute Menschenkenntnis und kann viele Hintergründe durch geschickte Kombinationsgabe erahnen. Dabei scheut sie sich nicht davor, auch in der Privatsphäre ihrer Gäste zu stochern….manchmal sogar mit unlauteren Mitteln. Doch auch sie verbirgt so einige Geheimnisse, die sich aufzudecken lohnen.... Die eigentliche Geschichte beleuchtet die Zeit vor der Ankunft des Bundeskanzlers und dessen Aufenthalt in dem Schlosshotel Bühlerhöhe. Während des Handlungsverlaufs kommen die verschiedensten Figuren ins Spiel, die jeweils eine kleinere oder größere Rolle in dem immer dramatischeren Ränkespiel inne haben. Als schließlich ein Gast tot aufgefunden wird, überschlagen sich die Ereignisse…. „Bühlerhöhe“ ist ein gut recherchierter Roman über die Wirren der Nachkriegszeit in Deutschland und Israel. Besonders deutlich wird die innere Zerrissenheit Deutschlands dargestellt. Zum einen fühlen sich viele Deutsche verantwortlich für die Schandtaten, die den Juden angetan wurden….andere dagegen fühlen sich eher als Opfer und können bzw. wollen eine Wiedergutmachung in keinster Weise verstehen bzw. akzeptieren. Dieser Roman wird unglaublich ruhig erzählt…. Dennoch nimmt die Spannung im Laufe der Geschichte immer mehr zu. Sie steht aber trotz der drohenden Katastrophe, zu keinem Zeitpunkt im Vordergrund. Die Geschichte lebt viel mehr durch die vielen unterschiedlichen Charaktere, die ihre Sicht auf die Dinge erzählen und darstellen. Besonders auffallend ist die antiquierte Redeweise der einzelnen Figuren untereinander, die doch sehr altbacken daherkommt, aber in diesem Roman unglaublich passend erscheint. „Bühlerhöhe“ lohnt sich als Lektüre für Leser, die an einer bedächtig erzählten Geschichte über die Nachkriegszeit in Deutschland interessiert sind, welche sich nach und nach zu einem gut konstruierten Krimi entwickelt.

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    • 2
  • Ein sehr gelungener Roman

    Bühlerhöhe

    WinfriedStanzick

    08. December 2016 um 09:32

    Der neue Roman von Brigitte Glaser führt den Leser zurück in das Jahr 1952 in ein heute leerstehendes und seiner exklusiven Wiedereröffnung harrendes Luxushotel auf der Bühlerhöhe im Schwarzwald. Die Bühlerhöhe war in den fünfziger Jahren die Sommerresidenz des damaligen deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer. Auch in dem in  der Nähe befindlichen, nicht ganz so luxuriösen Hotel Hundseck wurde er regelmäßig zu einem zünftigen Frühschoppen empfangen.Die Stiefmutter der Autorin, Hildegard Glaser, hat als junge Frau in diesem mittlerweile angerissenen Hotel Hundseck gearbeitet und mit ihren ausführlichen Erzählungen Brigitte Glaser zu der Idee zu diesem Roman gebracht.Es geht in „Bühlerhöhe“ um die Debatte um die Wiedergutmachung an Israel, um den Widerstand radikaler jüdischer Gruppen dagegen und im Hintergrund um die Themen der Alija und der Remigration. Und es geht um zwei erfundene Frauenfiguren.Die eine heißt Rosa Silbermann, ist rechtzeitig vor dem Holocaust nach Israel emigriert und lebt dort mit einem kleinen Sohn in einem Kibbuz. Der Rest ihrer Familie ist ausgelöscht. Der Vater des Sohnes, ein Musiker, der nicht geschaffen war für das Leben in einem Kibbuz, hat Israel wieder verlassen und ist nach Deutschland zurückgekehrt.Ihm wird Rosa Silbermann wieder begegnen, als sie einen Auftrag ausführt, den sie vom israelischen Mossad erhält, der sie zunächst gegen ihren Widerstand, für eine Mission gewinnt. Wegen der in Israel sehr umstrittenen Wiedergutmachung, hat der Mossad Informationen, dass die Irgun während der Sommerfrische Konrad Adenauers auf der Bühlerhöhe ein Attentat auf ihn plant.Rosa soll nun mit einem Mossadkollegen Adenauer in Absprache mit dessen Sicherheitschef beschützen. In Tanger bereitet sie sich auf ihren Auftrag und erregt, auf der Bühlerhöhe angekommen, sogleich den Verdacht der zweiten großen Frauenfigur in diesem Roman. Sie heißt Sophie Reisacher, ist die allwissende und intrigante Hausdame des Hotels Bühlerhöhe. Sie spürt sofort, dass irgendetwas an dem jüdischen gast nicht stimmt. Auch ihrem vorm und nach dem Krieg wechselhaften Schicksal und ihren Träumen von einem Eheleben mit einem reichen und einflussreichen Mann gibt Brigitte Glaser Raum. Und auch der jungen Hotelangestellten Agnes, einem einfachen Mädchen aus einem der Nachbardörfer, die gegen ihren Willen im Verlauf einer wie in einem Thriller erzählten Handlung. Alle diese Frauen haben im Krieg furchtbare Traumata erlitten und versuchen, jede auf ihre Weise damit zurecht zu kommen. Weiter treten auf die ganze Entourage des Kanzlers und ein Haufen von Waffenlobbyisten, die in der aufkommenden Wiederbewaffungsdebatte und Adenauers Politik der eindeutigen Westbindung der jungen Bundesrepublik ihre neue Chance wittern.Dem gelungene Roman gelingt eine sehr gute Mischung aus dem Porträt zweier starker Frauen und ihren Lebensgeschichten und – träumen und einer spannenden Handlung auf dem Hintergrund der innenpolitischen Debatten der frühen fünfziger Jahre in der BRD, die die meisten der heutigen Leser nicht selbst miterlebt haben. Ein Glossar im Anhang mit der Erläuterungen von vielen Begriffen aus der deutschen und israelischen Geschichte hilft bei der Orientierung in einem Roman, den ich gerne weiterempfehle. Er informiert über eine wichtige und den meisten Lesern unbekannte Zeit und ist sehr unterhaltend und spannend zugleich.

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  • Eine spannende Reise in die beginnenden 50er Jahre

    Bühlerhöhe

    Ilary

    20. November 2016 um 20:15

    Schauplatz Deutschland, Schwarzwald 1952 Im Hotel Bühlerhöhe wartet man auf das Eintreffen von Kanzler Adenauer. Hausdame Sophie Reisacher spricht mit Hauptmann Droste die Planung samt Sicherheitsvorkehrungen ab. Sophie ist 35 Jahre, seit 9 Jahren verwitwet, sehr streng zu ihren Untergebenen, Elsässerin, hat in Xavier Pfister einen Geliebten bzw. Verlobten und wartet auf eine baldige Hochzeit, damit ihr Traum vom besseren Leben in Erfüllung geht. Die Ankunft von Rosa Goldberg, geb. Silbermann beäugt sie mit Argwohn, denn deren Ehemann Ari verspätet sich und mit jedem Tag wird Sophie misstrauischer. So betrachtet sie kritisch die bäuerlichen Hände von Rosa, die nicht zu ihrem eleganten Äußeren passen. Rosa wurde gegen ihren Willen vom israelischen Geheimdienst damit beauftragt, auf die Sicherheit von Adenauer zu achten, damit der junge Staat Israel tatsächlich das zugesagte Geld aus Deutschland erhält. Sie wurde ausgewählt, da sie die Sprache spricht und die Gegend aus ihrer Kindheit gut kennt. In verschiedenen Rückblenden erfährt der Leser einiges über ihre Vergangenheit, ihre große Liebe Nathan, ihren Sohn Ben, sowie über ihre Schwester Rachel in Tanger. Rosa und Sophie umkreisen sich ständig, beobachten sich und spionieren sich gegenseitig aus – ein echtes Katz-und-Maus-Spiel. Umrahmt werden sie von einer illustren, internationalen Gesellschaft von Hotelgästen und diversen Hausangestellten. Darunter auch Agnes, ein junges Mädel, das ungewollt immer wieder zwischen die Fronten von Sophie und Rosa gerät. Außerdem wurde sie und ihre Schwester Walburg vergewaltigt und nun befindet sich unter den Gästen ihr damaliger Peiniger. Ungefähr die Hälfte des Buches beschäftigt sich quasi mit diesem Vorspiel und der detaillierten Vorstellung der Figuren bis endlich der Kanzler und seine Tochter Libeth eintreffen. Kurz darauf beginnen die Anschläge auf den Kanzler. Am Ende können die Zusammenhänge offen gelegt werden und der Attentäter wird enttarnt. Es ist eine sehr vielschichtige Geschichte, die dadurch eine breite Leserschaft ansprechen dürfte. Dass Cover des Buches findet ich sehr passend und schön gestaltet. Die Autorin fügt noch eine Schlussbemerkung an den Roman, erklärt noch Begriffe aus der deutschen und israelischen Geschichte, sowie Zitate und Quellen. Gefehlt hat mir bei dieser vorbildlichen Gestaltung nur ein Personenregister. Der Inhalt des Romans wurde m. E. sehr gut und intensiv recherchiert, die Einsamkeit der Bühlerhöhe und der Umgebung konnte man spüren, die Figuren waren sehr lebendig und authentisch beschrieben. Als Leserin fühlte ich mich auf jeden Fall mitgenommen und war mittendrin in der Handlung. Der Roman ließ sich flüssig, spannend und angenehm lesen. Für mich war es ein echter Lesegenuß!

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  • Gefahr im Nobelhotel Bühlerhöhe

    Bühlerhöhe

    Gise

    11. November 2016 um 11:32

    Rosa Silbermann wird 1952 vom israelischen Geheimdienst in das Nobelhotel Bühlerhöhe geschickt, da ein Attentat auf Adenauer vereitelt werden soll. Rosa kennt diese Gegend aus ihren Urlauben in der Kinderzeit. Zusammen mit „Ehegatte“ Ari (ein gewiefter Geheimdienstler) soll sie Adenauers Schutz verstärken. Doch Ari kommt nicht wie geplant, und Rosa muss sich allein durchschlagen. Von allen Gästen im Ort, wer ist der Gegner, den sie ins Auge fassen soll? Die Hausdame Sophie Reisacher wird zu ihrer Gegenspielerin, weil sie befürchtet, dass Rosa ihr den Verlobten ausspannen will. Ein heißes Parkett, auf dem sich Rosa orientieren soll…Die Autorin entwirft das Szenario eines geheimen Auftrags in den jungen Jahren der Bundesrepublik und verquickt dabei geschickt die Kriegserlebnisse ihrer Protagonisten. Es entsteht eine besondere Atmosphäre durch die Abgeschiedenheit des Ortes und durch die Begrenzung der Zeit, wobei die Gefahr für Adenauer wie auch für Rosa immer präsent ist. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft – alles spielt plötzlich eine Rolle und will beachtet werden. Als es einen Toten gibt, wird klar, wie groß die Gefahr tatsächlich ist. Das Cover stimmt auf die Zeit der fünfziger Jahre ein, es scheint die Ruhe vor dem Sturm zu spiegeln. Etwas unübersichtlich wird es anfangs durch die Fülle an Personen, die mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen hat.In einem abschließenden Kapitel erläutert Brigitte Glaser, dass das Setting zwar der Realität entspricht, nicht aber die geschilderten Vorkommnisse. Dennoch ist der Roman so realitätsnah geschrieben, dass die Ereignisse reell erscheinen. So taucht der Leser in die deutsche Geschichte ein und genießt dabei einen Agententhriller, der es an Spannung nicht missen lässt. 

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  • Deutschland, 1952

    Bühlerhöhe

    Tigerkatzi

    10. November 2016 um 12:35

    ...Spionage, Intrigen und ein geplantes Attentat auf den Bundeskanzler... Im Hotel Bühlerhöhe treffen die unterschiedlichsten Charaktere aufeinander. Unter ihnen zwei starke Frauen. Rosa, eine Jüdin, die um nichts in der Welt in das verhasste Deutschlad zurück wollte. Doch ein Auftrag zwingt sie dazu. Und Sophie, eine vom Leben vergrämte Witwe, die ihrem jetzigen Leben endlich entfliehen will. Zwei Frauen, die alles tun würden, um ihre Ziele zu erreichen. Ein starkes Buch. Dicht und realistisch erzählt, sodass man beim Lesen das Gefühl bekommt selbst Gast auf der Bühlerhöhe zu ein. Einen schönen Aufenthalt!

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  • Interessanter Roman mit Spannung

    Bühlerhöhe

    KerstinTh

    31. October 2016 um 09:20

    Im Sommer 1952 wird Rosa Silbermann mit einem Geheimauftrag in den Schwarzwald geschickt. Rosa Silbermann ist Jüdin und in den 30er Jahren aus Köln nach Israel übergesiedelt. Nun soll Rosa zusammen mit Ari, den sie noch nicht kennt, als Ehepaar Goldberg nach Baden-Baden reisen und von dort zu ihrem Handlungsort weiterreisen – das Nobelhotel Bühlerhöhe. Hier  hat Rosa schon als Kind ihre Ferien verbracht und kennt die Gegend wie ihre Westentasche. Nun sollen Rosa und Ari den neuen Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, während seines Sommerurlaubs beschützen. Adenauer soll gegen Anschläge aus der jüdischen Gemeinschaft geschützt werden, die verhindern wollen, dass das Wiedergutmachungsgesetz in Kraft tritt. Doch Ari erscheint nicht in Baden-Baden und Rosa verbringt die ersten Tage allein auf der Bühlerhöhe. Der Kanzler reist an und Rosa beginnt mit ihrer Arbeit. Die neugierige Hausdame der Bühlerhöhe, Sophie Reisacher, entpuppt sich als Gegenspielerin von Rosa. Sophie erkennt schnell, dass Rosa ein falsches Spiel spielt. Wird Adenauer seinen Urlaub überleben? Wird es einen Anschlag geben? Und was hat es mit Sophies Liebhaber, Xavier Pfister, und seinen dubiosen Geschäften auf sich? Dieser Roman beinhaltet eine fiktive Geschichte, die sehr realistisch erzählt wird. Das Geschehen und die Schauplätze sind sehr gut recherchiert. Im Anhang finden sich noch Ergänzungen zu nötigen geschichtlichen Fakten und auch Fachbegriffserklärungen. Dies finde ich sehr gut und erspart einem im Lexikon nachschlagen zu müssen. Dieser Roman zeigt das Leben zweier Frauen auf, die in einer von Männern beherrschten Welt sich durchsetzen wollen und die Männer von ihren Qualifikationen überzeugen müssen. Um ihnen zu zeigen, dass sie mehr sind, als nur schöne Anhängsel. Erzählt wird die Geschichte von einem Erzähler, der durch verschiedene Handlungsorte (Bühlerhöhe, Hundseck, Wald) die Situation der unterschiedlichen Personen erläutert. Aufgelockert wird der Erzählstil durch wörtliche Rede. Im Verlauf der Erzählung gibt es auch immer wieder Rückblenden der Akteure in denen der Leser etwas über die Vergangenheit der Charaktere erfährt. Bei diesem Roman handelt es sich um eine sehr interessante Geschichte, mit interessantem und, für mich, neuem Thema. Gegen Ende des Buches wird es dann auch noch richtig spannend. Ich kann dieses Buch wirklich empfehlen!

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  • Unterhaltsame Geschichte

    Bühlerhöhe

    Echimaus

    25. October 2016 um 11:24

    Dieses Buch fand ich zuerst vom Klappentext und danach von der Leseprobe her sehr spannend jedoch konnte es mich letztendlich nicht wirklich mitreißen, die Geschichte ist zwar spannend geschrieben und größtenteils habe ich mich auch unterhalten gefühlt aber teilweise ist es sehr langatmig und irgendwie hat mir das gewisse etwas gefehlt! Was mir wiederum sehr gut gefallen hat war der Aufbau des Buches, denn die Kapitel hatten eine passende Länge und dank der Überschriften konnte man nicht den Faden verlieren und wusste immer genau was wo passiert! Alles in allem eine tolle und unterhaltsame Geschichte die zwar mit einigen kleinen mankos daher kommt aber dennoch perfekt für einen strandtag geeignet ist!

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  • zwei Frauenschicksal e in den fünfziger Jahren

    Bühlerhöhe

    robbylesegern

    21. October 2016 um 21:41

    " Bühlerhöhe " ein Buch , das nicht nur hier bei Amazon einen großen Hype erlebt und die politische Welt, eingebunden in zwei Frauenschicksale in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts erzählt. Ich muss ehrlich zugeben , dass mich dieses Buch nicht berührt hat, was bei mir immer eine wichtige Voraussetzung ist, damit mir ein Buch gefällt. Leider habe ich auf Gefühle meinerseits vergeblich gehofft. Das Buch ist eine Schilderung der politischen Verhältnisse nach dem 2. Weltkrieg. Zwei Frauen, die durch den Krieg geprägt wurden, spielen hier eine große Rolle. Eine Israelin , die jetzt als Spionin arbeitet und auf die Bühlerhöhe geschickt wurde, um ein geplantes Attentat auf den ersten Kanzler der Bundesrepublik, Konrad Adenauer zu verhindern, der gegen einen große Widerstand, auch innerhalb der eignen Reihen, das Wiedergutmachungsgesetz, durchsetzen will. Dieses Gesetz sah vor, jedem Juden, der den Holocaust durchlebte und überlebte eine gewisse Summe zu bezählen, die für Israel wichtig war, um ihren neuen Staat aufzubauen. Aber nicht nur in Deutschland gibt es Widerstand, sondern auch in Israel, die unter Führung von Begin die Irgun gründete. . Die beiden Frauen treffen auf der Bühlerhöhe zusammen, die eine als Gat, die andere als Hausdame, die  ihre Heimat, das Elsaß verlassen musste.Die politischen Ereignisse werden sachlich und mit wenig Empathie,  was die Personen angeht, berichtet und ich habe die ganze Zeit auf Spannung . Aber dieses Warten war umsonst.Die Geschichte ist interessant, aber nichts , was hängenbleibt, außer den politischen Ereignissen. Die Schicksale der Frauen haben mich nicht berührt , ein Mord der geschieht bringt auch keine Spannung und wird eher als Nebensächlichkeit behandelt. Von mir für die Informationen , die mir dieses Buch lieferte gut gemeinte 3,5 Sterne. 

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