…und seit dem Erscheinen des Buches hat sich auch nur sehr wenig geändert. Das „Klatschen für die Pflegekräfte“ in der Corona-Zeit als Anerkennung ist ja gut und recht - nur, haben Sie deshalb mehr Geld bekommen? Mehr Personal? Eine Arbeit, die wieder menschenwürdig ist?
Es gibt immer mehr alte Menschen, die in Pflegeheimen leben(müssen). Nach diesem - und anderen Berichten, die ich darüber gelesen habe - kann ich nur hoffen, dass ich nie in ein Heim muss…..
Die Kosten steigen, die Betreiber sind auf Gewinnmaximierung aus, die Pfleger sind überfordert und irgendwann nicht nur ausgebrannt, sondern auch körperlich am Ende...und die Alten leiden. Daran hat sich auch seit Erscheinen des Buches, in dem Brigitte Heinisch auf die Barrikaden geht, nicht so arg viel geändert.
Und die Autorin musste kämpfen - und leiden, denn natürlich hat ihr Arbeitgeber es nicht so einfach hingenommen, dass sie ihn anzeigte, weil sie sich sonst nicht mehr zu helfen wusste. Und das kommt hinzu - zu internen Querelen - dass sich niemand traut den Mund aufzumachen - aus Angst vor den Konsequenzen.
„In einem Umfeld aber, in dem Ausbeutung, Unterdrückung und Angst herrschen, gibt es auch keine Demokratie. Es entsteht ein Raum, in dem Kriminalität legalisiert wird.“ Und die Politik schaut ebenfalls weg….
Wir als Gesellschaft sind gefordert, das nicht länger so hinzunehmen - denn jeder Einzelne von uns wird alt und älter und kann genauso in die Situation kommen, dass er hilflos in seinem Bett im Heim liegt und nicht mehr menschenwürdig leben kann…..




