Heute keine Schüsse

von Brigitte Krächan 
5,0 Sterne bei8 Bewertungen
Heute keine Schüsse
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Angelika123s avatar

Berlin als Zentrum von Kunst und Politik in der Weimarer Zeit - spannend dargestellt.

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absolut lesenswert ! So macht Geschichte Spaß !

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Inhaltsangabe zu "Heute keine Schüsse"

Walter Schachtschneider beschreibt das Berlin der Weimarer Republik in einem Tagebuch.
Die Arbeit in einer Galerie bringt Walter in engen Kontakt mit der schillernden Kultur- und Künstlerszene Berlins. Durch die Freundschaft zu dem Kommunisten Fritz lernt er auch das Elend in den Mietskasernen und Hinterhöfen der Arbeiter kennen.
Walter fühlt sich ohnmächtig angesichts der drängenden Probleme. Innerlich zerrissen im Für und Wider der möglichen Lösungen flüchtet er in die Rolle des distanzierten Beobachters. Sein Nicht-Handeln führt jedoch zum Konflikt.

Walters fiktive Geschichte ist in den historischen Kontext der damaligen Zeit eingebunden. Eine spannende Reise von der Gründung der Republik, zu ihren politischen und sozialen Krisen, ihrer Blütezeit in den zwanziger Jahren bis zum Untergang der Demokratie im totalitären Regime des Nationalsozialismus.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746917740
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:tredition
Erscheinungsdatum:24.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    books_are_proofs avatar
    books_are_proofvor 3 Monaten
    Wunderbar

    Durch Walters persönliche Erfahrungen und seinen Gedanken und Gefühlen dazu, werden die historischen Geschehnisse und Fakten mit lebendigen und auf den Leser übergreifenden Emotionen verbunden. Dadurch entsteht ein Bild, der auf hohem Niveau zeigt, wie es damals war und wie die Bevölkerung agiert hat.
    Super zu lesen waren die Erwähnungen gesellschaftlicher und kultureller Ereignisse, die eine zusätzliche Verbindung geschaffen haben: wie die Geschichte vom „Eisernen Gustav“ oder die Aufführung des Kinofilms „“ Die Biene Maja “.

    Besonders erwähnenswert war die Schilderung der Ereignisse ohne Walters Werturteil: Er schildert die Ereignisse und erwähnt welche Auswirkungen sie auf ihn und seine Familie haben, aber er fällt kein Urteil, dass den Leser beeinflussen würde, sodass dieser sich sein eigenes bilden kann.
    Die Autorin bietet packende und lehrreiche Lesestunden, für das Buch gibt es glatte 5 Sterne!

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    siul_89s avatar
    siul_89vor 4 Monaten
    Berlin vor 100 Jahren...

    ... ähnelt erschreckend dem heutigen Zuständen.

    Die Autorin schafft es mittels fiktiver Tagebucheinträge das Berlin der Zwischenkriegszeit anschaulich darzustellen. Ihr Protagonist ist fiktiv, die Umstände und Menschen in ihrem Buch sind es allerdings nicht.

    Aufgrund der Länge des Buches und den sich überschlagenen Ereignissen empfiehlt es sich jeden Tag einen Jahresabschnitt zu lesen - einfach um die unterschiedlichen Eindrücke besser verdauen zu können.

    Eine einzigartige Idee, die sehr gut umgesetzt wurde!

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    Angelika123s avatar
    Angelika123vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Berlin als Zentrum von Kunst und Politik in der Weimarer Zeit - spannend dargestellt.
    Die Staatsformen wechselten –Berlin blieb Berlin

    Es gibt Zeitabschnitte in der deutschen Geschichte, die einem als durchschnittlicher Alltagsmensch standardmäßig nicht wirklich geläufig sind. Das Buch von Brigitte Krächan hat mich angesprochen, weil sowohl die Aufmachung als auch der Titel Spannung versprochen und die Aussicht geboten zu haben, Wissenslücken zuschließen.
    Ich muss zugeben, dass ich mich etwas schwer mit den vielen Begriffen und Namen aus der Berliner Kunstszene getan habe, da ich mit den verschiedenen Stilarten der Malerei und deren Vertretern in der damaligen Zeit nicht sehr vertraut bin. Ich habe deshalb nicht selten parallel zum Buch Namen und Kunststile nachgeschlagen bzw. gegoogelt und mich dabei oft sehr lange in Recherchen regelrecht verloren.
    Das besagt für die Wertung des Buches erst einmal gar nichts, soll aber zum Ausdruck bringen, dass speziell ich als Leser Zeit für die Erhellung der Hintergründe investieren musste und das auch gern und mit wachsendem Interesse getan habe.
    Der rote Faden dieses Buches ist die Figur des Galeriegehilfen Walter Schachtschneider und sein Leben in dem endenden Kaiserreich, während der Weimarer Republik und in den Anfängen der Hitler-Diktatur.
    Brigitte Krächan lässt dabei Walter Schachtschneider die Rolle eines Chronisten spielen, der die teilweise turbulenten Ereignisse seiner Zeit mit eigenen Gedanken begleitet, ohne dabei jedoch offen für eine bestimmte Seite Partei zu ergreifen. Dabei wird er auch in seinem eigenen Umfeld mit verschiedenen Anschauungen zur politischen Lage konfrontiert.
    Die Autorin erzählt aber auch die persönliche Geschichte von Walter, der mit einer Verletzung aus dem Krieg zurückkehrt, welche ihm auch im Zivilleben zu schaffen macht. Er kann nur schwer Ordnung in sein Gefühlsleben bringen. Dabei erkennt er in einer Frau nach langem Zögern nur die gute Freundin, bei einer zweiten wird er durch deren plötzlichen Tod einer Entscheidung für eine feste Bindung enthoben.
    Walters Weg verliert sich dann zum Ende des Buches hin in den Anfängen der Nazi-Herrschaft.
    „Heute keine Schüsse: Berlin in der Weimarer Republik“ war für mich die Reise zurück in eine Zeit, von der mir außer einigen Eckdaten und ein paar frühen Kindheitserinnerungen meiner Großeltern nicht sehr viel bekannt war. Dieses Werk von Brigitte Krächan empfand ich auch aufgrund der Tagebuchform als extrem spannend und mitreißend. Daneben habe ich sehr viele Infos über Berlin als Stadt der Technik und der Kunst mitnehmen können. Dies hat jetzt letztlich bei mir zu dem festen Vorsatz geführt, mich etwas mehr mit Kunst allgemein und mit Berlin als Stadt zu beschäftigen.
    Die Zeit mit „Heute keine Schüsse: Berlin in der Weimarer Republik“ empfinde ich als sehr gute Investition und vergebe dafür von Herzen gerne 5 Sterne.

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    Lesewunders avatar
    Lesewundervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: absolut lesenswert ! So macht Geschichte Spaß !
    Geschichte in unterhaltsamer und verständlicher Form

    Das Buch schildert die Ereignisse im Zeitraum vom Sommer 1914 bis mitte November 1933. Der Chronist Walter Schachtschneider berichtet in Tagebucheintragungen über sein Leben als Soldat im 1. Weltkrieg und die täglichen Ereignisse in Berlin, wo er nach einer Kriegsverletzung in einer Kunstgalerie tätig ist. Wir erleben mit ihm die Schrecken des Krieges, die chaotischen Verhältnisse nach Ende des Krieges, den schweren Start der Weimarer Republik so wie deren Niedergang im Gleichschritt mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten.

    Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Dadurch, dass Walter historische Geschehnisse mit seinen persönlichen Erfahrungen und Ereignissen in seiner Familie verknüpft, werden geschichtliche Fakten mit Leben erfüllt. Beispielhaft sind seine Erlebnisse im Schützengraben, die nicht nur die Zahl der Toten nennen, sondern dem Grauen ein Gesicht geben. Genauso lebendig sind die Bilder, die das allmähliche Infiltrieren des Alltags durch die NSDAP zeigen und gleichzeitig das langsame Sterben der Weimarer Republik verdeutlichen. Unfassbar für mich die Gewalt, die in den Nachkriegsjahren auf Berlins Strassen zuhause war, weil sich die unterschiedlichen politischen Gruppierungen in Strassenkämpfen verstrickt haben, anstatt demokratische Lösungen zu suchen. Für mich waren die Erwähnungen gesellschaftlicher und kultureller Ereignisse eine zusätzliche besondere Freude wie die Geschichte vom „Eisernen Gustav“ oder die Aufführung des Kinofilms „“ Die Biene Maja “. Positiv fand ich auch, dass Walter in seiner Rolle als Chronist zwar die Ereignisse in meist knappen Schlaglichtern schildert und erwähnt welche Auswirkungen sie auf ihn und seine Familie haben, aber er gibt vordergründig kein Werturteil ab, so dass man sich sein eigenes Urteil bilden kann. Für michein unterhaltsames und informatives Buch, das so wohl vergnügliche Lesestunden bereitet, aber auch zum Nachdenken anregt. Bitte mehr davon !

     


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    Manuel2704s avatar
    Manuel2704vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Brigitte Krächan erweckt das Berlin der Weimarer Republik noch einmal zum Leben – großartig!!!
    Zeitreise nach Berlin – vom Kaiserreich zur Diktatur

    Ein spannendes Buch ist gerade für mich zu Ende gegangen und hat mich mit einer Art von Geschichtspräsentation konfrontiert, welche ich so bisher noch nicht zu genießen das Vergnügen hatte.
    Es stellt ein zufälliges zeitliches Aufeinandertreffen dar, dass ich kürzlich Walter Rauschers „ Die verzweifelte Republik“ gelesen habe – ein Sachbuch, welches von der Gründung der Republik Österreich nach dem 1. Weltkrieg handelt. Ich bin somit noch ein wenig im Lesemodus der betreffenden „Epoche“.
    Brigitte Krächan hat mit ihrem Werk „Heute keine Schüsse: Berlin in der Weimarer Republik“ gewiss nicht den einfachsten aller Wege gewählt, um sich mit Stadt und Zeit thematisch auseinanderzusetzen.
    Ein historischer Roman, bei dem fiktive Personen „einfach“ im vorgegebenen geschichtlichen Rahmen handeln, wäre ja auch eine mögliche Option gewesen.
    Sie siedelt den Protagonisten Walter Schachtschneider mit seiner Funktion als Chronist der Ereignisse in einer gut situierten Unternehmerfamilie der damaligen Zeit an, in welcher er als ein nachgeborener Sohn nicht gerade einen leichten Stand hat. Er ist für eine Berliner Galerie tätig und auf diesem Weg schafft die Autorin die Verbindung zur Berliner Kunstszene.
    Mit einer spürbaren Liebe zum Detail nimmt sie den Leser an der Hand und führt ihn eine Reihe von Personen und Gestalten der damaligen Zeit entlang sowie auch durch die rasanten politischen Geschehnisse und Wirren bis hin zur Machtergreifung der Nazis und den ersten Monaten des „1000-jährigen Reiches“. Dabei verknüpft sie das Leben von Walter auf glaubhafte Art und Weise mit den realen Ereignissen und man bekommt als Leser eine Ahnung davon, wie gewissenhaft und aufwändig Brigitte Krächan die Recherchearbeit betrieben haben – ja regelrecht darin versunken sein - muss.
    Sie skizziert auch die verschiedenen politischen Einstellungen innerhalb Walters Familie und seines Freundes- und Bekanntenkreises, so dass der Leser in die Lage versetzt wird, sich den damals herrschenden Gesinnungen nähern zu können.
    Das Schicksal bzw. der weitere Lebensweg Walters bleiben offen, so dass –zum Glück- zumindest die theoretische Möglichkeit besteht, seine Geschichte und die seiner Zeit einmal weiterverfolgen zu können.
    Es war eine schöne Erfahrung, Historie auf diese Art und Weise quasi „live miterleben“ zu dürfen.
    Brigitte Krächan hat mir als Leser packende und lehrreiche Stunden beschert – dafür greife ich mit 5 Sternen in der Bewertung keinesfalls zu hoch.

    Kommentare: 2
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    Sonnenschein12s avatar
    Sonnenschein12vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine interessante Kombination aus einem (fiktiven) Tagebuch im historisch (belegten) Kontext der Weimarer Republik, sehr lesenswert!!!
    Eine Zeitreise nach Berlin während der Weimarer Republik

    So macht Geschichte richtig Spaß und ist anregend, interessant und spannend... Brigitte Krächan ist mit ihrem Buch "Heute keine Schüsse" ein Coup gelungen: durch die sehr gut gelungene Verknüpfung der historischen Ereignisse mit dem (fiktiven) Tagebuch von Walter Schachtschneider bekommen die - teils - bekannten Fakten und Daten der Zeit bis 1933 eine menschliche Komponente.  
    Wir erfahren die Auswirkungen der Politik auf verschiedene Familien, wir erleben ihr Denken und Fühlen ganz "hautnah".
    Ich habe durch dieses Buch erstmals richtig "begriffen", wie verschieden die Reaktionen, Hoffnungen und Wünsche, Befürchtungen und Ängste der Menschen nach dem 1. Weltkrieg und der Abdankung des Kaisers: " Seine Majestät der Kaiser und König haben sich entschlossen, dem Throne zu entsagen" und der Ausrufung der Demokratie: " Es lebe das Neue. Es lebe die deutsche Republik" (beide Zitate vom 9.11.1918, S. 72) waren.
    Wir erleben z.B. mit, welche einschneidenden Veränderungen die Reparationszahlungen auf die Bevölkerung hatte, wir erfahren, wie es sich anfühlt, wenn ein Brot 4,5 Millionen Mark kostet. " Ein Brot für ein Wäschekorb voll Geld" (S. 175).
    Wir sehen selbst, wie und warum die NSDAP (und Hitler) erst langsam und schleichend, später dann rasant und offen in der "Mitte der Gesellschaft" ankommt. Dieser Aspekt hat mich persönlich besonders betroffen gemacht: bisher hatte ich den Wahlerfolg Hitlers 1933 als "Entgleisung" der deutschen Geschichte mit Unverständnis betrachtet, jetzt muss ich feststellen, dass die Weimarer Republik mit ihren ständigen politischen "Querelen" eine Politikverdrossenheit hervorgerufen hat, die einem "starken Mann" den Boden bereiten konnte - eine Warnung an die heutigen Entwicklungen!
    Beeindruckt und nachdenklich gemacht hat mich ein Zitat der Autorin auf dem Klappentext: " Ich habe mich oft gefragt, was wir aus der Geschichte gelernt haben und ob es uns gelingen wird, das Gelernte auch anzuwenden." Ja, das frage ich mich nach der Lektüre dieses Buches auch...
    Jedem, der sich für die deutsche Geschichte interessiert, wird dieses Buch von mir wärmstens empfohlen und ich will hier eine ganz deutliche Leseempfehlung aussprechen!

    Kommentare: 1
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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: interessantes Buch über die Weimarer Republik
    interessantes Buch über die Weimarer Republik

    Klapptext:


    Walter Schachtschneider beschreibt das Berlin der Weimarer Republik in einem Tagebuch.
    Die Arbeit in einer Galerie bringt Walter in engen Kontakt mit der schillernden Kultur- und Künstlerszene Berlins. Durch die Freundschaft zu dem Kommunisten Fritz lernt er auch das Elend in den Mietskasernen und Hinterhöfen der Arbeiter kennen.
    Walter fühlt sich ohnmächtig angesichts der drängenden Probleme. Innerlich zerrissen im Für und Wider der möglichen Lösungen flüchtet er in die Rolle des distanzierten Beobachters. Sein Nicht-Handeln führt jedoch zum Konflikt.



    Walters fiktive Geschichte ist in den historischen Kontext der damaligen Zeit eingebunden. Eine spannende Reise von der Gründung der Republik, zu ihren politischen und sozialen Krisen, ihrer Blütezeit in den zwanziger Jahren bis zum Untergang der Demokratie im totalitären Regime des Nationalsozialismus.

    Da ich sehr geschichts interessiert bin,hatte ich natürlich große Erwartungen an dieses Buch.Und ich wurde nicht enttäuscht.Die Autorin hat es geschafft mich mit dieser Lektüre in den Bann zu ziehen.
    Sie entführte mich in die Zeit der Weimarer Republik nach Berlin.Dort lernte ich Walter Schachtschneider und seine Familie kennen.
    Das Buch ist in Tagebuchform geschrieben.Der Schreibstil ist leicht und füssig.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Ich wollte das Buch kaum noch aus den Händen legen.
    Walter Schachtschneider berichtete mir von den vielen Ereignissen die in der Zeit der Weimarer Republik geschehen sind.Er lies mich an seinen Gedanken,Gefühlen und Emotionen teilhaben.
    Durch die sehr fesselnde und packende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Die Autorin hat es geschafft historische Ereignisse mit fiktiven Dingen zu verweben.Gerade diese Mischung hat für mich diese Lektüre so lesenswert gemacht.Durch die guten Recherchen der von Brigitte Krächan habe ich viele Informationen und Wissenswertes über die Zeit der Weimarer Republik erhalten.Einiges aus dieser Zeit war mir noch völlig unbekannt.Berühmte Persönlichkeiten,Dichter ,Schriftsteller und Künstler wurden mir nahe gelegt.Die Autorin beschreibt alles sehr interessant und ich es hat mich einfach fasziniert und begeistert die Höhen und Tiefen dieser Zeit mit zu erleben.Die technische Entwicklung,die gesellschaftliche Veränderung und die politische und soziale Umgestaltung.
    Der Autorin ist hier wirklich ein hervorragendes und geniales Meisterwerk gelungen.
    Auch das Cover ist sehr gut gewählt und passt perfekt zu diesem Buch.Schon beim Anblick verspürte ich Lust zum Lesen.
    Ich danke Brigitte Krächan für die wahnsinnig interessanten Lesemomente und vergebe glatte 5 Sterne.

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    SiWels avatar
    SiWelvor 5 Monaten
    Massig historische Daten, geschickt verpackt

    Da in unserer Familie ständig über Politik und die guten alten Zeiten diskutiert wird, ist mir das Buch schon wegen seines Covers sofort aufgefallen.Es ist ein altes Foto einer Kunstausstellung, eine Strasse in Berlin auf dem Soldaten mit Gewehren stehen und eines mit alten Wahlplakaten zu sehen, ausserdem noch zwei Damen im Stil der zwanziger Jahre. Der Titel Heute keine Schüsse. Berlin in der Weimarer Republik  1917 - 1933.
    Ein eher schwieriges und langweiliges Thema für mich. Bis jetzt. Hier wurde ich dann schnell eines besseren belehrt.
    Der Autorin Brigitte Krächan gelingt hier ein wirklich guter Spagat zwischen historischen sowie fiktiven Geschehnissen. Interessant in Szene gesetzt durch ihren Chronisten Walter Schachtmeister, der hier im Tagebuchstil in seiner Rolle als distanzierter Beobachter durch die Jahre führt. Ein Tagebuch zahlreicher politischer und sozialer Krisen, aufgefüllt mit Informationen über bekannte Dichter,Künstler, Filmstars sowie vielen neuen technischen Durchbrüchen. Vieles davon war mir so noch nicht bekannt und hat mich wirklich überrascht. Einige Male habe ich das Buch sogar zur Seite gelegt um im Netz noch zusätzliche Informationen zu erhalten.
    Brigitte Krächan hat sich wirklich viel Mühe gemacht den Leser optimal, vor allem interessant gestaltet zu informieren.
    Was mich allerdings noch länger beschäftigen wird ist, das ich erschreckender Weise einiges an Parallelen zu unserer jetzigen Zeit erkennen kann. Ich beende meine Rezi mit einem Zitat aus dem Klappentext "Ich habe mich oft gefragt, was wir aus der Geschichte gelernt haben und ob es uns gelingen wird, das Gelernte auch anzuwenden."

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Brigitte_Kraechans avatar
    Liebe Lovelybooks Leserinnen und Leser,
    gemeinsam mit meinem Protagonisten Walter möchte ich Euch in das Berlin der Weimarer Republik entführen.
    Über das Buch:
    Walter Schachtschneider ist Gehilfe in einer Berliner Kunstgalerie. Er hält seine Erlebnisse in einem Tagebuch fest. Seine Arbeit bringt ihn in Kontakt mit der Kunstszene der Großstadt. Als er dem Kommunisten Fritz begegnet, lernt Walter auch das Elend der Menschen in den Mietkasernen und Hinterhöfen kennen. Er fühlt sich ohnmächtig angesichts der drängenden Probleme. Innerlich zerrissen im Für und Wider der möglichen Lösungen und politischen Programme flüchtet Walter in den Rolle des distanzierten Beobachters. Sein Nicht-Handeln führt jedoch letztlich zum Konflikt.
    Ich habe Walters fiktive Geschichte in einen sorgfältig recherchierten historischen Kontext eingebunden. Walter spricht die Sprache des beginnenden zwanzigsten Jahrhunderts und beobachtet die Ereignisse aus der Sicht eines Zeitzeugen. So gelingt eine spannende Nahaufnahme des Berlins der damaligen Zeit: Von der Gründung der Weimarer Republik, den politischen und sozialen Krisen, den wilden Goldenen 1920er bis zum Untergang der Demokratie im totalitären Regime des Nationalsozialismus.
    So viel über Walter.
    Über die Autorin:
    Wer mehr über mich erfahren will, kann dem Link zur Autorenseite folgen.
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    Für die Leserunde stelle ich 5 Printausgaben und 5 eBooks von „Heute keine Schüsse“ zur Verfügung, die ich unter allen verlose, die sich über „Heute keine Schüsse“ mit mir austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten.
    Als Einstimmung auf das Thema beantwortet bitte folgende Frage: Was ist der erste Gedanke, der Euch bei „Weimarer Republik“ einfällt? Bitte schreibt auch dazu, ob Ihr eine Printausgabe oder ein eBook möchtet.
    Angelika123s avatar
    Letzter Beitrag von  Angelika123vor 4 Monaten
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