Brigitte Kronauer

 3.6 Sterne bei 68 Bewertungen
Autorin von Zwei schwarze Jäger, Teufelsbrück und weiteren Büchern.
Brigitte Kronauer

Lebenslauf von Brigitte Kronauer

Bereits als Kind beginnt die deutsche Schriftstellerin Brigitte Kronauer mit dem Schreiben erster Kurzgeschichten, damals noch als Schreibübungen zur Verbesserung ihrer unleserlichen Handschrift. Mit 16 Jahren schickt sie erste Manuskripte für Hörspiele an Verlage. Inzwischen ist die Autorin sehr erfolgreich und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der renommierteste deutsche Buchpreis, der Georg-Büchner-Preis im Jahr 2005. Erst 2017 wurde ihr der Thomas-Mann-Preis zuerkannt. Ihr Roman "Der Scheik von Aachen" stand auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse 2017. Brigitte Kronauer lebt heute in Hamburg.

Neue Bücher

Der Scheik von Aachen

 (6)
Erscheint am 31.01.2019 als Taschenbuch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Brigitte Kronauer

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Teufelsbrück

Teufelsbrück

 (10)
Erschienen am 01.01.2003
Zwei schwarze Jäger

Zwei schwarze Jäger

 (11)
Erschienen am 01.08.2011
Frau Mühlenbeck im Gehäus

Frau Mühlenbeck im Gehäus

 (5)
Erschienen am 01.09.2008
Berittener Bogenschütze

Berittener Bogenschütze

 (7)
Erschienen am 23.06.2007
Die Kleider der Frauen

Die Kleider der Frauen

 (6)
Erschienen am 12.02.2008
Der Scheik von Aachen

Der Scheik von Aachen

 (6)
Erschienen am 31.01.2019
Die Frau in den Kissen

Die Frau in den Kissen

 (3)
Erschienen am 01.08.1996
Die Tricks der Diva

Die Tricks der Diva

 (4)
Erschienen am 01.10.2004

Neue Rezensionen zu Brigitte Kronauer

Neu
chrikris avatar

Rezension zu "Der Scheik von Aachen" von Brigitte Kronauer

Mir zu Anspruchsvoll
chrikrivor einem Jahr

Leider fällt es mir schwer eine positive Rezension zu hinterlassen.

Ich hatte etwas ganz anderes erwartet und bin etwas enttäuscht. Vielleicht war es für mich, klein Dummerchen, einfach zu Anspruchsvoll.

Eine Geschichte über Heimkehr, Liebe und ein familiäres Schweigegebot, sollte es sein.

Die Gespräche zwischen den  Personen wurden eigentlich nur von der Haushälterin hoch gehalten, weil es dann auch mal lustig wurde und ich tatsächlich mal schmunzeln konnte.

Aber das war es auch schon.

 

Ich kann noch nicht mal sagen, wem ich es empfehlen kann.

In meinem Bekanntenkreis würde mir niemand einfallen.

 

Sehr sehr schade

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Rezension zu "Der Scheik von Aachen" von Brigitte Kronauer

keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinne
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

Anita Jannemann gibt ihren Job und ihr Leben in Zürich auf und folgt ihrer großen Liebe Mario nach Aachen, zurück in die eigene Heimat. An der Universität bekommt sie keinen Job, so dass sie in dem Souvenirladen des exzentrischen zynischen Antiquitätenhändlers Marzahn, mit dem Mario sie bekannt gemacht hat, arbeitet. Anita besucht regelmäßig ihre alte Tante Emmi, deren Sohn als Anita noch ein Kind war tödlich verunglückt ist. Thematisiert wird dieser Schickalsschlag in beider Leben nicht zwischen ihnen, stattdessen reden die beiden über den Alltag, die Liebe und das Leben generell. Mario der auf einer abenteuerlichen Bergtour unterwegs ist, ist zwar physisch nicht anwesend aber ständig präsent. Der Roman widmet sich vielen Themen die jeden von uns beschäftigen: Familie, Heimat, Liebe, Trauer und unerwartete Wendungen und Schicksalsschlägen.

Sprachlich ist der Scheik von Aachen sehr anspruchsvoll, manchmal etwas zu gewollt literarisch, so kam es mir vor. Die Autorin überschlägt sich immer mal und möchte - aus meiner Sicht - zu viel. Die Idee, die der Geschichte zugrunde liegt mochte ich sehr gerne aber im Laufe der Geschichte verzettelt sich die Autorin Brigitte Kronauer und verliert sich in meinen Augen etwas in den Figuren. Ich konnte die Charaktere, die in ihren Grundzügen interessant angelegt waren, leider häufig nicht wirklich greifen. Gerade die Liebesgeschichte Anita und Mario war für mich nicht glaubwürdig. Auch andere Beziehungsgeflechte, auf die ich hier der Spannung halber nicht eingehen möchte, waren für mich wenig nachvollziehbar. Die Szenen die mich jedoch überzeugt haben und auf die ich hingefiebert habe waren im Grunde die Gespräche zwischen Emmi und Anita, die so voller Leben, Leidenschaft und Wortwitz gestrotzt haben. Die fand ich richtig gut.

Eine interessante Leseerfahrung, die mich etwas wankelmütig zurücklässt, die ich aber nicht missen möchte. ich schaue mir einmal die anderen Bücher der Autorin an, vielleicht wage ich mich an das eine oder andere.



* Rezensionsexemplar über Lovelybooks / Verlag


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Petriss avatar

Rezension zu "Der Scheik von Aachen" von Brigitte Kronauer

Der Scheik von Aachen
Petrisvor 2 Jahren

Ich würde mich als anspruchsvolle Leserin bezeichnen, die sowohl die Klassiker, als auch zeitgenössische Literatur liebt, deshalb fühlte ich mich auch durch die Beschreibung dieses Romans als „hochliterarisch“ angesprochen.

Doch leider stellte sich heraus, dass es mir damit erging wie mit dem Cover. Ich kann auch bei dieser realistischen Malerei zugeben, dass sie technisch gut gemacht und vielleicht sogar künstlerisch interessant ist. Aber mir gefällt sie einfach nicht.
Mit dem Roman verhält es sich ähnlich. Die Autorin kann ganz wunderbar mit Sprache umgehen, doch wie sie die Geschichte erzählt, was passiert, das kommt einfach nicht bei mir an und bringt keine Saite zum Klingen.

Die Story ist relativ banal, eine junge Frau lässt ihr Leben und ihre Karriere hinter sich, um dem Lover näher zu sein und zieht nach Aachen, wo auch ihre Tante lebt. Einen großen Raum nimmt der Tod des Cousins Wolfgang, der als Kind bei einem Unfall ums Leben kam, ein. Es geht um den Umgang mit Verlust. Denn auch der Lover stirbt bei einem Bergunglück und alle anderen Personen, die eine Rolle spielen, haben jemand verloren. Ein interessantes Thema, aber dennoch gewann es für mich nie richtig an Substanz.

Lange Zeit hatte ich Vorurteile gegen deutschsprachige Literatur, um als Literatur zu gelten, muss sie verkopft, kompliziert, negativ oder surreal sein. Schwer zu lesen. Sonst ist es keine Literatur. In anderen Sprachen durfte Literatur durchaus auch eine spannende, schlüssige Geschichte erzählen und damit meine ich nicht die nach den Regeln des „Creative Writing“ strickmusterartig aufgebauten Unterhaltungsromane. Allerdings hat sich das in den letzten Jahren auch im deutschsprachigen Raum ein wenig gewendet. Dieser Roman erfüllt leider wieder alle meine Vorurteile. Zu verdreht, zu sehr in die Länge gezogen, vielleicht sogar zu gewollt literarisch?

Ich habe ein Jahrzehnt als Buchhändlerin gearbeitet und viele begeisterte LeserInnen unterschiedlichster Niveaus kennengelernt, aber ehrlich gesagt, mir fällt niemand ein, dem ich das Buch empfehlen oder verkaufen könnte.

Eine interessante Lektüre, allerdings anstrengend. Meinen Lesegeschmack hat es nicht ganz getroffen. Allerdings habe ich große Hochachtung vor dem Verlag, der ein so sperriges und nur für eine kleine Zielgruppe geeignetes Buch dennoch herausgibt. In Zeiten, in denen es nur um leichte Lesbarkeit, schnelle Verwertbarkeit und Bestsellerlisten geht. Chapeau!

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Gespräche aus der Community

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Klett-Cotta_Verlags avatar
Mit »Der Scheik von Aachen« ist ein hochliterarischer Roman der Georg-Büchner-Preisträgerin Brigitte Kronauer bei Klett-Cotta erschienen. Wir freuen uns darauf, euch dieses vielschichtige Werk im Rahmen einer Leserunde vorstellen zu können und eure Meinung zu hören!

HIER GEHT ES ZUR LESEPROBE

Was bewegt uns wirklich, wenn wir lieben oder hassen?

Für ihre große Liebe Mario setzt Anita Jannemann alles auf eine Karte. Sie gibt ihren Job in Zürich auf und zieht zurück in ihre Heimatstadt Aachen. Dort besucht sie regelmäßig die alte Emmi. Anita ist schockiert, als ihre Tante barsch behauptet: »Du liebst Mario gar nicht.« Ein kluger und unterhaltsamer Roman darüber, was uns bewegt, wenn wir andere vergöttern oder verteufeln.

Der Antiquitätenhändler Marzahn, bei dem Anita nach ihrer Rückkehr eine Anstellung findet, ist ein zutiefst zynischer Mensch. Gerade deshalb ist er so von Anitas schwärmerischer Naivität für den Amateur-Bergsteiger Mario fasziniert. Besessen versucht er ihr die Liebe in all ihren Schattierungen zwischen Tragik und Lächerlichkeit zu erklären. Auch die Geschichten, die Anita in Anlehnung an Wilhelm Hauffs Zyklus »Der Scheik von Alessandria und seine Sklaven« ihrer Tante jeden Samstagnachmittag zu deren Zerstreuung erzählt, kreisen um dasselbe Thema. Meist indirekt, denn Anita verbindet mit Emmi aufgrund eines Todesfalls ein familiäres Schweigegebot … Ein Buch über das Heimkehren und das Heimatliche, bei dem alles Geschichtenerzählen seinen Anfang hat.

Zur Leserunde
Warum können eigentlich nur so wenige Leser etwas mit der Prosa von Brigitte Kronauer anfangen? Ich habe letztens Berittener Bogenschütze gelesen und war hellauf begeistert! Teilt vielleicht jemand meine Begeisterung für diese Autorin?
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Brigitte Kronauer wurde am 28. Dezember 1940 in Essen (Deutschland) geboren.

Community-Statistik

in 112 Bibliotheken

auf 8 Wunschlisten

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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