Brigitte Minne , Carll Cneut Hexenfee

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Inhaltsangabe zu „Hexenfee“ von Brigitte Minne

Hexe und Fee Hexenfee Carll Cneuts neuer phantastischer Farbrausch nach "Der goldene Käfig" So einfach ist die Formel zu diesem Bilderbuchschatz. Rosmarinchen hat genug davon, als Fee immer artig und wohl erzogen zu sein, schöne Kleider zu tragen und nur Gutes zu tun ... Eines Tage erklärt sie bockig ihrer Mama, dass sie lieber eine Hexe sein will. Die Feenmama ist empört! Rosmarinchen verlässt nach einem Streit ihr Zuhause und haut ab in den Hexenwald, wo sie ein wildes Leben führt. Doch schon bald hat sie doch Sehnsucht nach iherer Mama. Und auch die Feenmutter vermisst schon bald ihr wildes Hexenkind."Manchmal ist Rosmarinchen eine Hexe. Dann wohnt sie im Wald und fliegt mit ihrem Besen umher. Wenn Romsarinchen eine Hexe ist, zieht Mama zu ihr ins Baumhaus. Mama hat Rosmarinchen ganz doll lieb und Romarinchen Mama auch. Rosmarinchen ist keine echte Fee und auch keine echte Hexe. Sie ist eine Hexenfee."

Eine besondere Geschichte mit besonderen Bildern über ein Kind das seinen Weg gehen möchte, und dessen Mutter erst lernen muss loszulassen

— Kinderbuchkiste

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  • Eine einfühlsame Geschichte mit kunstvollen Bildern über das Loslassen

    Hexenfee

    Kinderbuchkiste

    08. February 2017 um 13:56

    Eine Geschichte nicht nur für Kinder! Auch in der Seniorenarbeit wunderbar einsetzbar ! Hexenfee Eine außergewöhnliche Geschichte mit außergewöhnlichen Illustrationen erwarten den Leser und Betrachter dieses Buches. Viele mögen es bereits kennen und sagen, wieso Neuvorstellung die Geschichte gibt es doch schon länger und auch mit den gleichen Illustrationen. Richtig! Der Bohem Verlag hat sich dieser Geschichte von Brigitte Minne neu angenommen. Der Bohem Verlag steht für hochwertige, kunstvolle Bilderbücher. Kindern Kunst näher bringen eine der Intentionen des bereits 1973 in der Schweiz gegründeten Verlages. Seit 2014 auch mit Sitz in Deutschland. Wolfgang Hölker mit den Verlagen Coppenrath  und Hölker stützt nun den Bohem Verlag in Deutschland . Hexenfee ist eines der Anfang Januar 2017 erscheinenden Bilderbuchtitel des Bohem Verlages, dass schon von der äußeren Aufmachung den Anspruch des kunstvollen erfüllt. Hält man es in der Hand fühlt man Links den weichen Textileinband der Rechts in eine glatte Struktur übergeht. Den Schriftzug eingeprägt , die Farben wohl gewählt am Thema der Geschichte orientiert. Innen feste Seiten in angenehmen Cremton lassen den Eindruck erwecken in längst vergangene Zeiten einzutauchen, wenn gleich die Geschichte neu ist. Eine gute Geschichte in einem Bilderbuch zu erzählen bedarf auch guter Illustrationen, die die Geschichte in Bilder übersetzten und dabei noch genügend Raum für eigene Phantasien des Betrachters lassen. Carll Cneut ist bekannt für seine phantasievollen, kunstvollen Illustrationen, die den Betrachter immer auf eine solche Phantasiereise mitnehmen. Auch hier fasziniert er den Betrachter mit ungewöhnlichen, charakterstarken, teilweise etwas skurril anmutenden, tiefen Bildern. Nimmt einen mit in eine Zauberwelt. Eine Hexenwelt, eine Feenwelt und erzählt so die, aus der Feder von Brigitte Minne stammende, Geschichte der Hexenfee auf seine ganz eigene Art. Nun aber zur Geschichte. Eine Mädchengeschichte? Ja, man könnte es meinen doch die Intention dieser Geschichte gilt gleichermaßen für Mädchen und Jungen, vor allem aber ist sie an die Eltern gerichtet. Lasst die Kinder, Kinder sein. Verbiegt sie nicht. Zwängt sie nicht in ein völlig veraltetes Korsett von Klischees. Unabhängig von der Intention, die man durchaus versteht, sollte man dieses Buch jedoch einfach als ein wunderschönes Buch betrachten, dass nicht nur Kindern Freude bereitet. Die kleine Zauberfee möchte viel lieber eine kleine Hexe sein. Sie mag  es nicht ,in feinem rosa Kleidchen den Tag zu verbringen, vornehm und stets auf Sauberkeit und Ordnung bedacht. Sie möchte viel lieber Rollschuhlaufen oder Boot fahren, doch das ist für kleine Feen zu gefährlich und schickt sich nicht.  Immer wieder gerät sie wegen ihrer Wünsche, Ideen und auch dem Wiederstand, mit ihrer Mutter aneinander, die sich einfach nur ein liebes Feenmädchen wünscht. Es kommt wie es kommen muss, der Mutter gehen die Argumente aus und es bleibt ihr nichts anderes übrig als ihre Tochter vor die Wahl zu stellen. Entweder sie benimmt sich wie eine kleine Fee oder sie muss gehen. Genau das macht die kleine Fee dann auch. Sie packt ihre Koffer und fliegt in den Hexenwald. Die Mutter ist sich sicher, dass ihre Tochter sehr schnell wieder zurück ist doch das Gegenteil ist der Fall. Der kleinen Fee gefällt es im Hexenwald sehr. Sie kann dort all das tun was sie gerne möchte und die Hexen sind auch sehr nett zu ihr. Sie unterstützen sie bei der Umsetzung ihre Ideen, bringen ihr das Fliegen auf dem Besen bei und sogar ein wenig Zaubern. Als es Nacht wird legt sie sich auf ihr Mooslager im Baumhaus und schläft zufrieden und ruhig ein. Sie fliegt aber auch zum Luftschloss um ihre Mutter zu besuchen. Die ist zwar froh über die vermeidliche "Rückkehr" ihrer Tochter drängt sie aber auch sofort wieder ihren Platz als Fee einzunehmen, sich zu waschen etc. Die kleine Fee entflieht dieser Enge und kehrt zurück zu den Hexen. Doch die Mutter vermisst ihr Feenmärchen und macht sich auf in den Hexenwald. Sie legt sich zu ihrer Tochter ins Moosbett und ist froh sie beschützen zu können. Sie hat erkannt was wichtig für ihre Kleine ist. Von da an darf die kleine Fee auch Hexe sein, wann immer sie möchte. So schläft sie in ihrem Baumhaus im Hexenwald, lernt von den Hexen und wann immer ihr danach ist kommt sie ins Luftschloss. Die Mutter begleitet ihre Tochter denn ohne ihre kleine Hexenfee möchte sie nicht sein. Eine wunderschöne Mutter -Tochter Geschichte, die aber auch Mutter und Sohn, Vater und Tochter oder Vater und Sohn sein könnte. Unabhängig von dem "pädagogischen" Aspekt sollten wir aber versuchen nicht jedes Bilderbuch in eine pädagogische Kategorie einzuordnen und einfach so zu genießen. Ein wundervolles Bilderbuch in Illustration und Text, dass nur durch die Kombination beider Elemente zu dem wird was es ist  ein fantastisches, kunstvolles, verzauberndes, traumhaftes Bilderbuch, das einen für kurze Zeit in diese Welt mitnimmt und verzaubert. Vielleicht ein wenig ungewöhnlich die Darstellung der einzelnen Figuren. Etwas skurril, nicht nur die Gesichter auch die Farbgebung lässt Raum für Interpretation. Die ein oder andere Illustration mag auf den ersten Blick Duster erscheinen jedoch hebt die Geschichte aus dieser Stimmung fast magisch heraus. Solche Stimmungen können nur entstehen wenn Bild und Geschichte ineinandergreifen, sich gegenseitig stützen und ergänzen. Genau das ist hier in Perfektion gelungen. Einfach fantastisch, kunstvoll.

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