Brigitte Pasini

 4,2 Sterne bei 20 Bewertungen

Lebenslauf von Brigitte Pasini

Hinter dem Pseudonym Brigitte Pasini verbirgt sich Brigitte Kanitz, die bereits zahlreiche erfolgreiche Romane publiziert hat. Sie lebt seit Jahrzehnten in Italien, hat aber noch einen Koffer in ihrer Heimatstadt Hamburg. Mit ihrer deutsch-italienischen Familiensaga «Bella Stella» verknüpft sie auch die spannende Geschichte ihrer eigenen Familie.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Brigitte Pasini

Cover des Buches Bella Stella (ISBN: 9783499276163)

Bella Stella

 (18)
Erschienen am 20.08.2019
Cover des Buches Die Tochter des Gutsverwalters (ISBN: 9783644005402)

Die Tochter des Gutsverwalters

 (2)
Erschienen am 18.06.2019

Neue Rezensionen zu Brigitte Pasini

Cover des Buches Bella Stella (ISBN: 9783499276163)Klusis avatar

Rezension zu "Bella Stella" von Brigitte Pasini

Bella Stella
Klusivor einem Jahr

Die beiden Protagonisten kommen aus völlig unterschiedlichen Lebensbereichen, wobei ich mit dem Klappentext nicht so ganz einverstanden bin. Bei Lorenzo trifft er zwar weitgehend zu, wenn auch seine Flucht nicht ausschließlich mit der Machtübernahme der Faschisten, sonder eher mit einer Frau zusammenhängt.

Bei Stella trägt es sich etwas anders zu als in der Kurzbeschreibung dargestellt, denn sie wird nicht vom Hof gejagt, sondern entscheidet sich freiwillig und aus Enttäuschung dafür, zu gehen.

Beide Schicksale sind sehr einfühlsam und schön erzählt, und so wie es die Autorin darstellt, macht es auch alles Sinn. Im Hamburger Stadtteil St. Pauli treffen Stella und Lorenzo aufeinander. Beide sind fremd und müssen sich dort eine neue Existenz schaffen. Man lernt in ihrem Umfeld viele weitere und sehr interessante Charaktere kennen. Trotz aller Armut, die Anfang der 1920er Jahre herrschten, gibt es bei den Bewohnern des Hauses in der Taubenstraße ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl. In diesem Umfeld erlebt man zusammen mit Stella und Lorenzo Freud und Leid, Existenzängste und Zukunftspläne, Hoffnungslosigkeit, Inflation aber auch einen ungebrochenen Optimismus und Erfindungsreichtum und alles überschattet von einem immer stärker werdenden Nationalsozialismus.

Hinter dem Pseudonym Brigitte Pasini steckt keine andere als die bekannte Autorin Brigitte Kanitz. Ihr Name steht hauptsächlich für humorvolle, turbulente Romane, während „Bella Stella“ eher ernster Natur ist. Dass die Autorin auch grandiose historische Romane schreibt, ist mir nicht neu, denn sie konnte mich schon vor Jahren mit ihrer „Tortenbäckerin“ begeistern, und auch „Der verbotene Duft“ war ein Highlight für mich.

Ich mag ihre humorvollen Geschichten, aber ehrlich gesagt, Romane wie dieser hier gefallen mir noch besser, denn die Histos sind einfach mein bevorzugtes Genre, und in „Bella Stella“ ist diese bewegte Zeit vor hundert Jahren sehr lebendig und plastisch dargestellt. Damals war manches anders, aber viele Themen und Probleme, die zu der Zeit die Menschen bewegt haben, sind auch heute noch aktuell, zum Teil brisanter denn je. Hier möchte ich als bestes Beispiel den Rassismus nennen, der bereits zu Stellas Zeit eine Rolle spielte und sie auch heute, hundert Jahre später, leider immer noch spielt. Als der Roman entstand, konnte Brigitte Pasini nicht ahnen, wie konfliktgeladen und realistisch die Ereignisse um ihre Romanfigur Luna aktuell sind, und das verursacht mir Gänsehaut. Insgesamt finde ich die einzelnen Charaktere und ihre Lebenswege allesamt sehr gut gezeichnet. Es ist eine bunt zusammengewürfelte Gesellschaft, in der Stella und Lorenzo eine neue Heimat gefunden haben. Vor allem Stella erlebt im Verlauf der Geschichte, im Hinblick auf ihre Herkunft, einige Überraschungen, die ihr Leben grundlegend verändern. Nur ungern habe ich am Ende des Romans die sympathischen Menschen in der Taubenstraße verlassen. Damit der Abschied nicht ganz so schwer fällt, hat Brigitte Pasini noch einige interessante Rezepte angefügt, die in der Handlung erwähnt sind. Es handelt sich zum Teil um norddeutsche Gerichte und auch um ein paar italienische Leckerbissen. Beim Nachkochen kann man dann in Erinnerungen schwelgen und sich die eine oder andere Szene des Romans wieder vor Augen rufen. Mich konnte diese deutsch-italienische Familiensaga vollends überzeugen.

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Cover des Buches Bella Stella (ISBN: 9783499276163)friederickesblogs avatar

Rezension zu "Bella Stella" von Brigitte Pasini

Eine überzeugende Familiensaga
friederickesblogvor einem Jahr

Das Cover:

Das Cover hat mich sehr angesprochen. Es zeigt im Hintergrund Hamburg in den Zwanzigerjahren. Die Farben sind sehr gut aufeinander abgestimmt und die junge Frau wird uns vom Klappentext vorgestellt. Alles zusammen ist es eine sehr ansprechende und passende Buchpräsentation, die mich animierte das Buch haben zu wollen.  

 

Die Geschichte:

Stelle lebt mit ihrem Vater zusammen auf Gut Friederkamp im Verwalterhäuschen. Den jungen Gutsherrn liebt sie heimlich und hofft eines Tages seine Frau zu werden. Doch er beabsichtigt standesgemäß zu ehelichen. Als ihr Vater stirbt, taucht auf der Beerdigung eine ihr unbekannte junge Frau auf, die behauptet ihre Halbschwester zu sein. Und als der Gutsherr ihr dann auch noch mitteilt, dass sie das Gut verlassen muss, geht sie mit ihrer Schwester nach Hamburg. Mittelos muss sie sich an das schwere Leben der Großstadt gewöhnen.

Und dann ist da noch Lorenzo, der in seiner Heimat Italien als Landarbeiter sein Leben fristet. Sein Lichtblick ist Giuseppina die Tochter eines Kaufmanns, die er ehelichen möchte. Nach einem Streit muss er aber fliehen, denn die Faschisten haben die Macht übernommen. Er schlägt sich tagelang nach Hamburg zu seinem Onkel durch. Auf St. Pauli trifft er auf Stella, die mit ihrer Schwester im gleichen Haus wohnt wie sein Onkel. Für beide beginnt eine Zeit der Armut und der Not. Werden sie ihr Leben meistern und ihren Liebeskummer überwinden?

 

Meine Meinung:

Der Einstieg in die Geschichte war angenehm und von der ersten Seite an fesselnd. Die Protagonisten haben mich in den ihnen zugedachten Rollen sehr überzeugt. Begeistert war ich von der klug zusammengewürfelten Hausgemeinschaft in Hamburg Altona und deren Umfeld, die alle keinen gewöhnlichen Lebenshintergrund hatten. Es handelt sich um Menschen, die eher auf irgendeine Art aus der allgemeinen Rolle des Lebens gefallen sind. Menschen, die uns aber auf wunderbare Art, das Leben in der Armut und der Not und den Zusammenhalt untereinander vor Augen führen.

Brigitte Pasini schreibt in einer flüssigen, leicht verständlichen Sprache. Die Schauplätze sind wunderbar beschrieben, sodass ich die Orte bildlich sehr gut wahrnehmen konnte. Die Geschichte wird in drei Handlungssträngen erzählt, die sich im Laufe der Zeit zusammenfügen. Wechselnde Perspektiven, überraschende Wendungen und die geschickte Verknüpfung mit der Zeitgeschichte, halten den Spannungsbogen durchgehend hoch. So war ich auch vom damaligen sehr komplizierten Leben in Italien fasziniert und habe die Beschreibungen der italienischen Küche sehr genossen. Natürlich kommen die Gefühle und die Liebe auch nicht zu kurz. 

Mein Fazit: Ein sehr unterhaltsames, spannendes und lesenswertes Buch. Es erhält meine ausdrückliche Leseempfehlung. 

 

Heidelinde von friederickes büchernblog

 

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Cover des Buches Bella Stella (ISBN: 9783499276163)ejtnajs avatar

Rezension zu "Bella Stella" von Brigitte Pasini

Bella Stella
ejtnajvor 2 Jahren

Holsteinische Schweiz im Jahre 1922. Stella liebt es auf dem Landgut Friedenscamp zu leben wo ihr Vater als Verwalter tätig ist. Nachdem ihr Vater gestorben ist sieht sie keine Zukunft mehr auf dem Gut und entschließt sich nach Hamburg zu gehen genauer ins sündige Viertel St. Pauli.

In Italien hat Lorenzo keine Chance etwas anderes zu sein als ein Landarbeiter. Als dann auch noch die Faschisten an die Macht kommen bleibt Lorenzo nach einem etwas prekären Vorfall keine Wahl als seine Heimat zu verlassen und zu seinem Onkel nach Hamburg zu gehen.

Hier auf St. Pauli treffen Stella und Lorenzo aufeinander. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, aber ob es ihnen gelingen wird ihre Herzen füreinander öffnen zu können wird wohl erst die Zeit zeigen.


Dieser Roman hat schon länger ganz vehement gefordert endlich von mir gelesen zu werden und aus diesem Grund hatte ich mich auch sehr darauf gefreut mit dem Lesen zu beginnen.

Auch die Autorin Brigitte Pasini ist mir bekannt, wenn auch als Brigitte Kanitz oder Brigitte Janson.

Mir war von Anfang an klar, dass es vielleicht nicht immer leicht sein würde was Stelle erleben würde, da er damals einfach eine ganz andere Zeit war.

Ich bin sehr leicht in den Roman reingekommen und da die Autorin einen sehr angenehmen Erzählstil hat war ich schnell in die Handlung vollständig eingetaucht und konnte so das Buch nur schwer das Buch aus der Hand legen.

Obwohl der Roman auf mehrere Handlungsstränge aufgebaut war konnte man dem Handlungsverlauf sehr gut folgen und auch die getroffenen Entscheidungen waren immer nachvollziehbar und so ergab alles zusammen ein völlig rundes Bild für mich als Leserin.

Die Autorin hat es sehr gut verstanden einem die Zeit vor knapp 100 Jahren näherzubringen und ja gerade das Leben auf St. Pauli war vielleicht nicht leicht sondern eher hart aber bestimmt auch sehr Ereignisreich.

Den Spannungsbogen empfand ich als sehr gut gespannt und so war es immer wieder interessant wie sich die eine oder andere Situation entwickeln würde.

Mit dem Schluss war ich nicht so ganz glücklich, denn für mich sind einfach zu viele Fragen offen geblieben und auch wurde mir das „glückliche“ Ende fast zu schnell abgehandelt.

Ich empfand die Handlungsorte alle so bildlich beschrieben, so dass ich mir alle völlig problemlos vor dem inneren Auge entstehen lassen konnte.

Auch die verschiedenen Figuren des Romans waren mit so viel Liebe beschrieben und so konnte man sie sich während des Lesens sehr gut vorstellen.

Aufgrund des für mich zu schnellen Endes und der vielen offenen Fragen habe ich mich mit der Sternevergabe sehr schwer getan, auch weil ich nicht weiß ob es von Bella Stella eine Fortsetzung geben wird.

Nach längerer Überlegung habe ich mich entschlossen fünf von fünf Sternen zu vergeben

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