Brigitte Riebe Die Nacht von Granada

(21)

Lovelybooks Bewertung

  • 37 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 8 Rezensionen
(6)
(12)
(3)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Nacht von Granada“ von Brigitte Riebe

Verbotene Liebe im Granada der Reconquista Granada 1499: Die 16-jährige Lucia, Tochter des Goldschmieds Antonio, ist seit ihrer Kindheit eng befreundet mit Nuri, der Tochter des Steinschleifers Kamal. Und verliebt in Rachid, Nuris Bruder. Eine solche Verbindung wird jedoch undenkbar: Nach der Vertreibung der Juden richtet sich das spanische Königspaar nun gegen die Mauren, die in Granada jahrhundertelang friedlich mit Juden und Christen zusammengelebt haben. Kamal und Antonio geraten in die Fänge der Inquisition. Lucia weiß, dass die beiden unschuldig sind. Doch wie soll sie das beweisen?

Stöbern in Jugendbücher

Der Kuss der Lüge

Guter Auftakt, der jedoch leider auch einige Längen aufweist

Skyline-Of-Books

Boy in a White Room

Cooles Buch! Die Geschichte ist dauergehend spannend. Das Ende war mir zu kompliziert, da so viele Ereignisse auf ein paar Seiten auftraten.

lesefant04

Wovon du träumst

Einfach toll!

Glitterfairy44

Der Himmel in deinen Worten

Ein sehr schönes und tiefgründiges Jugendbuch.

Leseeule96

Herrscherin der tausend Sonnen

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen

Lena_AwkwardDangos

Starfall. So nah wie die Unendlichkeit

Starke Geschichte,welche mich zu Tränen gerührt hat.

Ecochi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Nacht von Granada

    Die Nacht von Granada

    jackdeck

    23. January 2016 um 14:31

    Die Nacht von Granada ist eine wunderschön geschriebene Geschichte über die gewaltsame Christianisierung Granadas, einer zarten Liebesgeschichte, sowie der einem Krimi gleichenden Aufklärung eines Verbrechens. Brigitte Riebe schafft es dies alles eindrucksvoll und mit einem sehr flüssigen und leicht zu verstehendem Schreibstil in eine so glaubhafte und mitreißende Geschichte zu verpacken, dass es dem Leser sehr schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen.

    Mehr
  • Youtube-Rezension: Die Nacht von Granada von Brigitte Riebe

    Die Nacht von Granada

    Nici86Leyla

    29. July 2014 um 02:38

    Hier gehts zum Video --->

    Mehr
  • Rezension zu "Die Nacht von Granada" von Brigitte Riebe

    Die Nacht von Granada

    lady_Simunah

    30. December 2012 um 13:04

    Ein wunderbares Buch über eine verbotene Liebe und wahre Freundschaft, das mich noch lange nachdenken ließ.

  • Rezension zu "Die Nacht von Granada" von Brigitte Riebe

    Die Nacht von Granada

    saralina

    21. October 2012 um 17:04

    Inhalt Verbotene Liebe im Granada der Reconquista Granada 1499: Die 16-jährige Lucia, Tochter des Goldschmieds Antonio, ist seit ihrer Kindheit eng befreundet mit Nuri, der Tochter des Steinschleifers Kamal. Und verliebt in Rachid, Nuris Bruder. Eine solche Verbindung wird jedoch undenkbar: Nach der Vertreibung der Juden richtet sich das spanische Königspaar nun gegen die Mauren, die in Granada jahrhundertelang friedlich mit Juden und Christen zusammengelebt haben. Kamal und Antonio geraten in die Fänge der Inquisition. Lucia weiß, dass die beiden unschuldig sind. Doch wie soll sie das beweisen? * Meine Meinung Zunächst muss ich sagen, dass ich kaum historische Romane lese und diesen für gewöhnlich auch nichts abgewinnen kann. Das vorliegende Buch hat aber doch mein Interesse geweckt, nicht zuletzt, weil ich letzten Monat selbst in Andalusien war. Und tatsächlich konnte die Autorin mich mit ihren liebevoll gestalteten Protagonisten schnell in ihren Bann ziehen. Auch Granada selbst wird wunderschön und lebendig beschrieben, man bekommt einen schönen Einblick in das Leben um 1500 und fühlt sich schon nach wenigen Seiten wie in das Geschehen hineinversetzt. * Die Freundschaft zwischen zwei Familien, die auch die Religion nicht zu trennen vermag, wird schön dargestellt und wirkt authentisch. Die auf der Rückseite des Buches angepriesene Liebesgeschichte zwischen Protagonistin Lucia und dem Bruder ihrer besten Freundin Nuri, Rashid, kommt jedoch viel zu kurz und ist in meinen Augen für den Fortgang der Geschichte auch unnötig. Lieber hätte die Autorin sich auf den historischen Aspekt konzentrieren sollen - der ist im vorliegenden Fall ohnehin viel interessanter. Im Gegensatz dazu entwickelt sich die Handlung um das verschwundene Schmuckstück als sehr spannend und ist ein guter Aufhänger für die im anschließenden Prozess stattfindende Ungerechtigkeit und Ungleichheit. Was mit besagtem Schmuck passiert ist erschließt sich zwar schnell von selber und so war die detektivische Suche danach ein wenig langweilig, aber auch hier konnte ich von den wunderschönen Beschreibungen der Stadt gar nicht genug bekommen. * Zuletzt gibt es aber auch einen Kritikpunkt, der mich immer wieder gestört hat. Zwar habe ich das Buch zu einem reduzierten Preis gekauft, es war jedoch normal eingeschweißt und nicht als Mängelexemplar gekennzeichnet - daher gehe ich an dieser Stelle davon aus, dass es auch kein solches ist. Wie kann es dann aber sein, dass das Buch von Schreib- und Grammatikfehlern nur so wimmelt? Nach dem zehnten Fehler habe ich mich dabei ertappt, wie ich regelrecht nach weiteren Fehlern suchte und stellenweise kaum noch auf die Handlung achtete. Dies finde ich sehr schade und eigentlich hat das Buch eine solche Behandlung nicht verdient.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Nacht von Granada" von Brigitte Riebe

    Die Nacht von Granada

    DieGreta

    26. August 2012 um 15:54

    Granada 1499: Der sechzehnjährigen Lucia, als strenge Katholikin erzogen, stehen harte Zeiten bevor. Das spanische Königspaar beschließt, nach der Vertreibung der Juden nun die Mauren folgen zu lassen. Auch sie sollen vertrieben werden und Lucia ist darüber entsetzt. Denn ihre beste Freundin Nuri, die sie schon so lange kennt wie sie denken kann, gehört den Mauren an. Nuris Vater, dessen Steinschleifer-Werkstatt genau neben der Goldschmiede von Lucias Vater Antonio steht, wird von der Inquisition gefasst. Lucia und Nuris Freundschaft steht auf dem Spiel, denn Verrat und Intrigen gehen Hand in Hand und bald wissen die beiden Freundinnen nicht mehr, wem sie vertrauen können und wem nicht. Denn die Familien der beiden Mädchen scheinen in dem giftigen Netz der Lügen nicht ganz unbeteiligt zu sein… Persönliche Meinung: Da ich kaum Erfahrung mit historischen Jugendromanen habe, bin ich richtig geschockt, was sich hinter dieser Bezeichnung alles verstecken kann: Denn ein einfacher Geschichtsschmöker ist “Die Nacht von Granada“ auf keinen Fall! Vielmehr ist es ein Krimi mit einer süßen Liebesgeschichte und auch aufrichtige Freundschaft spielt eine entscheidende Rolle in diesem Buch. Auch schätze ich sehr die moralischen Wertvorstellungen, die dieses Buch vermittelt: Ob es darum geht, die Menschen nicht nach ihrer Religionszugehörigkeit oder Volksstämmen, sondern nach ihrem Charakter zu beurteilen oder darum, dass man um seine Liebe kämpfen muss... Die Geschichte ist vollgepackt mit schlauen Gedanken über die man selbst noch einmal nachdenken kann. Den einzigen kleinen Makel, den ich erwähnen muss, ist die Hauptfigur. An sich mag ich Lucia sehr gerne: Sie ist stark und mutig und hat eine tolle Persönlichkeit. Doch leider lässt sich davon im letzten Viertel des Buches nichts mehr wieder finden. Sie nörgelt und nervt wie ein kleines Kind gerade zu der Zeit, wo sie am meisten von ihren Freunden gebraucht wird. Das lässt einem manchmal den Geduldsfaden reißen. Auch das Ende dämpft meine Begeisterung ein bisschen, denn das Finale, der Punkt wo man als Leser vor Spannung und Hoffnung zittert und man ein spektakuläres Ende von all den Problemen der Protagonisten erwartet, wirkt doch ein bisschen herunter gespult. Die Autorin hat einen so guten bildhaften Schreibstil, dass man beim Lesen direkt in das Jahrhundert katapultiert wird, über das sie gerade schreibt. Auch hier ist ihr dies wieder grandios geglückt und es kommt einem so vor, als würde man eine Tür öffnen und sich dann direkt im 15. Jahrhundert wieder finden. Man fühlt einfach mit den Charakteren mit und teilt mit ihnen die Gefühle: Ob Lucia vor Wut schäumt oder vor Glück weint, am liebsten würde man gleich mit schäumen oder weinen! Mehr Rezis auf meinem Blog: http://klickreviews.blogspot.de/

    Mehr
  • Rezension zu "Die Nacht von Granada" von Brigitte Riebe

    Die Nacht von Granada

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. December 2010 um 15:31

    Die Nacht von Granada ist eine wunderschön geschriebene Geschichte über die gewaltsame Christianisierung Granadas, einer zarten Liebesgeschichte, sowie der einem Krimi gleichenden Aufklärung eines Verbrechens. Brigitte Riebe schafft es dies alles eindrucksvoll und mit einem sehr flüssigen und leicht zu verstehendem Schreibstil in eine so glaubhafte und mitreißende Geschichte zu verpacken, dass es dem Leser sehr schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen. Für mich als Einsteiger in das historische Genre war Die Nacht von Granada genau das Richtige. Brigitte Riebe bringt den historischen Anteil sehr leicht und jugendgerecht rüber und sorgt zudem noch für etwas Abwechslung in die Jugendbuchregalen. Leider birgt die „mitreißende“ Liebesgeschichte ein paar Kritikpunkte von mir. Rashid und Lucia haben definitiv ein paar romantische Momente, jedoch hätte ich mir zwischen den Beiden noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Beide Charaktere erschienen mir etwas farblos und leider ging die Liebesgeschichte auch ziemlich schnell im restlichen Geschehen des Buches unter und lies mich etwas niedergeschlagen und verdrießlich zurück. Sehr gut gefallen haben mir die verschiedenen Perspektiven die man zu lesen bekommt. So verfolgt man die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln mit und erfährt die unterschiedlichen Gedanken und Beweggründe der Charaktere. Trotzdem erfährt man von den meisten Figuren in Riebe´s Roman nur sehr wenig, was dem Gesamteindruck des Buches jedoch kaum schadet. Mir hat Die Nacht von Granada jedoch sehr gut gefallen und bot definitiv eine spannende Abwechslung zu den Fantasy Romanen die sich sonst im Regal stapeln.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Nacht von Granada" von Brigitte Riebe

    Die Nacht von Granada

    Ati

    12. November 2010 um 16:55

    Zur Autorin Die 1953 in München geborene Brigitte Riebe studierte Geschichte, Germanistik und Kunstgeschichte, ist promovierte Historikerin und arbeitete als Museumspädagogin und später als Verlagslektorin bei Bertelsmann. Diese Stelle gab sie 1991 zugunsten einer Tätigkeit als freie Schriftstellerin auf. Genre übergreifend schrieb sie seither etwa 30 Romane. Sie ist über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt, da ihre Romane in über acht Sprachen übersetzt wurden. In den 1990er Jahren verfasste Griebe moderne Gesellschaftsromane. Darüber hinaus erschien bei Goldmann 1992 der erste Band einer letztlich achtbändigen Krimireihe um die Juristin und Antiheldin Sina Teufel. Diesen und die folgenden sieben Bände verfasste die Autorin jedoch unter dem Pseudonym Sara Stern. Im achten Roman der Krimireihe verabschiedete sich Riebe/Stern von ihrer Hauptfigur. Einer der Bände wurde Mitte der 1990er Jahre unter anderem mit Rufus Beck unter dem Titel Inzest filmisch in Szene gesetzt. Während in den 1990ern neben ihren modernen Gesellschaftsromanen nur zwei historische Romane erschienen, verlagerte sich der Schwerpunkt ihrer schriftstellerischen Tätigkeit ab 2000 eindeutig auf den historischen Roman. Seither erschienen 11 weitere Romane mit dieser Thematik, wovon zwei als Jugendbücher verlegt wurden. Eines davon möchte ich heute vorstellen. Zum Buch Geht man auf die Verlagsseite, erfährt man Folgendes über den Inhalt: Packender Thriller und mitreißende Liebesgeschichte Granada 1499: Die 16-jährige Lucia, Tochter des Goldschmieds Antonio, ist seit ihrer Kindheit eng befreundet mit Nuri, der Tochter des Steinschleifers Kamal. Und verliebt in Rashid, Nuris Bruder. Eine solche Verbindung wird jedoch undenkbar: Nach der Vertreibung der Juden richtet sich das spanische Königspaar nun gegen die Mauren, die in Granada jahrhundertelang friedlich mit Juden und Christen zusammengelebt haben. Kamal gerät in die Fänge der Inquisition, die ihre Fühler auch nach Antonio ausstreckt. Lucia ist verzweifelt. Da tritt Miguel auf den Plan, ein junger Steinschleifer, der Lucias Gefühle heftig durcheinanderbringt … Diese Geschichte ist auf 358 Seiten verteilt in Worte umgesetzt, gebunden und mit einem Schutzumschlag versehen worden, der durch das ruhige Gesicht vor der mondbeschienenen Kulisse Granadas schlicht aber schön wirkt. Das Buch soll für LeserInnen ab 12 Jahren sein. Ein Nachwort, in dem die Autorin auf die damalige Zeit und einen Bezug zum Dritten Reich eingeht, füllt zusammen mit einem Anhang aus alphabetisch sortierten Begriffserklärungen die restlichen Seiten. Meine Meinung Nicht zum ersten Mal streckte die Autorin also ihre Recherchefühler in die Vergangenheit aus. Dieses Mal entführt sie LeserInnen in die Zeit der erzwungenen Christianisierung Granadas. Einer Stadt, in der muslimische Mauren viele Jahrhunderte als Herrscher in friedvoller Gemeinschaft mit den beiden anderen großen Religionen (Christentum und Judentum) lebten. Ein Leben, in dem Kultur und Wissen einen hohen Stellenwert hatten. Ein Leben, in dem Freundschaften entstanden, die Familienverhältnissen glichen und in dem sich lange Zeit niemand an der Andersartigkeit der Glaubensrichtungen störte. Sie nicht nur tolerierte, sondern mit lebte. Doch all das hat ein Ende, als, kurz nachdem die Juden erfolgreich ausgegrenzt und gejagt wurden, auch die Mauren dazu gezwungen werden, den christlichen Glauben anzunehmen oder zu fliehen, wenn sie dem Tod entgehen wollen. Ein sehr düsteres Kapitel in der Kirchengeschichte, der Geschichte des spanischen Königshauses, der Menschheit überhaupt. Ein Kapitel, das deutlich vor Augen führt, was im Namen des Glaubens alles angerichtet wurde und bedauerlicherweise immer noch wird. Riebes Roman stimmt nachdenklich, wirft die Frage auf, wie das Verhältnis der Weltreligionen untereinander heute wohl sein könnte, wenn damals nicht aus Machtgier und künstlich heraufbeschworenem Hass unter dem Deckmantel des Glaubens so viel zerstört worden wäre. Diese gewaltsame Christianisierung, die mit verständlicher Gegengewalt vonseiten aufständischer Muslime beantwortet wird, ist einer der Themenstränge in Riebes Geschichte. Eng verbunden damit ist der Zweite, der die Aufklärung eines Diebstahls betrifft, und wiederum mit dem Dritten, einer religionsübergreifenden Liebesgeschichten verknüpft ist. Diese Grundgedanken an sich haben mir gefallen, allerdings empfand ich sowohl die einzelnen Charaktere als auch die Handlungsstränge stellenweise zu flach. Es mag sein, dass das an meinem Alter liegt, das nicht mehr der Zielgruppe (ab 12 Jahren) entspricht. Allerdings habe ich mit der Freigabe für diese Zielgruppe auch so meine Probleme. Warum? Nun das Buch ist zum einen angenehme Alternative zu den derzeit auf den Markt befindlichen Fantasygeschichten für junge LeserInnen, vermittelt nachvollziehbar historische Begebenheiten und ergeht sich trotz der darin beschriebenen Brutalität nicht in Gewaltorgien. Auch die Sexualität wird nicht als verkaufsförderndes Element mit einbezogen. Dennoch würde ich persönlich es meinen Nichten in dem Alter noch nicht geben, wobei ich auch denke, dass diese ganz leichte Probleme mit dem Sprachgebrauch der Autorin hätten. Ihre Sprache ist einfach, wirkt aber bisweilen fast melodramatisch und lässt dann wiederum an Tiefe vermissen. Die, laut Klappentext, mitreißende Liebesgeschichte von Lucia und Rashid ist leider nicht wirklich tief gehend beschrieben. Sie enthält romantische Momente, geht aber genau genommen fast verloren. Fast gleichwertig scheint die Beziehung der muslimischen Haushälterin und Geliebten zu Lucias Vater. Auch die zarten, sich zwischen Nuri und Miguel anbahnenden Bande, verblassen in ihrer Andeutung und werden für mich nicht ausreichend beleuchtet, gehen fast unter gegenüber der Erwähnung der Gefühle, die ein befreundeter Priester für Lucias Tante empfindet. Selbst unter Berücksichtigung dessen, dass die Liebesgeschichte ja hauptsächlich um Lucia und Rashid gehen soll, wobei Lucias Gefühle wegen Miguel durcheinandergeraten, gewinnt dieser Strang nicht an Faszination. Daneben erscheint sowohl die Aufklärung des Diebstahls als auch der Part, der an dieser Stelle eingreifenden Inquisition, zu eindimensional und vorhersehbar dargestellt. Gelohnt hat es sich für mich trotzdem, das Buch zu lesen. Denn der erstgenannte Handlungsstrang rettet Riebes Geschichte. Die Nacht von Granada ist nicht nur der Titel des Buches, sondern auch der Gipfel dessen, was damals passierte. Die unnötige und berechnende Vernichtung von Wissen und Kulturschätzen durch den Erlass der Verbrennung aller arabischen Schriften, die damals zu wochenlangen Aufständen führte. Riebes Beschreibung des Vertrauensbruchs, den die Kirche und spanische Krone durch die Missachtung des Übergabevertrages der Stadt von den bisherigen an die neuen Machthaber begangen hat, ist sehr gut gelungen. Ebenso die Schilderung der erzwungenen Taufen und der Diskriminierungen, die die maurische Bevölkerung ertragen musste. Ihre den Umstand beschreibenden Worte, dass Angst vor einer ungewissen Zukunft Stimmungen weckt, die massenhysterische Züge annehmen können, sind nachvollziehbar echt gewählt. Da auch die Tatsache, dass es schon immer in allen Glaubensgemeinschaften Menschen gegeben hat, die ihren Glauben gelebt und nicht missbraucht haben, nicht zu kurz kommt, gefiel mir der für mich eigentliche Hauptstrang gut. Fazit Vielleicht ist es etwas weit hergeholt, aber historische Romane wie Die Nacht von Granada können mit dazu beitragen, dass es ein besseres Verständnis zwischen den Religionen geben kann. Das ist leider auch in der heutigen Zeit noch ein nach wie vor aktuelles Thema. Und damit wird das Buch, trotz anfänglicher Bedenken, dann doch wieder etwas für junge LeserInnen. Und ältere Fans historischer Romane kommen auch nicht zu kurz. Copyright © 2010 by Antje Jürgens (AJ)

    Mehr
  • Rezension zu "Die Nacht von Granada" von Brigitte Riebe

    Die Nacht von Granada

    Charlousie

    05. November 2010 um 17:59

    Inhalt: Der Roman „Die Nacht von Granada“ von Brigitte Riebe handelt von den Maßnahmen der Inquisiton gegen die Maurer in Spanien, die in der besagten Nacht in und von Granada ihren Höhepunkt erlebten. Lucia ist 16-Jahre alt, Christin und lebt in Granada. Seit ihrer Kindheit ist ihre Familie eng mit den maurischen, muslimischen, Nachbarn befreundet. Lucia spürt seit einiger Zeit, dass sie sich in den Bruder Nuris, ihrer besten Freundin und Nachbarin verliebt hat. Seit Neuestem wünscht die Königin alle unchristlichen Menschen zu Christen zu machen oder zu töten und zu verjagen. Mit Gewalt und Zwangstaufen stürmen die Inquisitoren das Land und machen auch vor Granada nicht halt. Ein ehemaliger Bekannter von Lucias Vater hat einen geheimen Auftrag für ihn und den muslimischen Nachbarn. Gemeinsam sollen sie für den Großinquisitor einen einmaligen, wertvollen Stein schleifen und fassen. Während die Gewalt ihren Gipfel erreicht und Rashid, Anhänger einer rebellierenden Gruppe, im Untergrund abtauchen musste, verschwindet der unersetzliche Stein spurlos und Kamal, der muslimische Nachbar und Steinschleifer wird samt seiner Familie wegen dieses Verbrechens festgenommen. Lucia setzt alles daran ihren Freunden zu helfen, denn sie glaubt an ihre Unschuld. Ist das ganze ein lange geplantes und eingefädeltes Komplott, um an Kamals Familie ein Exempel zu statuieren? Oder hat Kamal sich doch an dem Stein vergriffen? Hat vielleicht Rashid, Lucias große Liebe etwas damit zu tun? Lucia weiß sich nicht mehr zu helfen und dann findet sie Rashid... Meine Meinung: Mir hat dieser Roman außerordentlich gut gefallen. Ich kann gar nicht so genau benennen, woran das im Einzelnen lag, aber die Geschichte war schön flüssig, die Charaktere ausgereift und gut vorstellbar und die gesamte Handlung einfach greifbarer, als bei vielen, anderen Büchern. Der historische Hintergrund ist von Brigitte Riebe äußerst genau recherchiert und nachvollziehbar, ummantelt in einer anrührenden Geschichte verpackt worden. Das Lesen hat mir riesigen Spaß bereitet und ich habe das Buch gar nicht mehr weglegen wollen, weil der Konflikt zwischen den verschiedenen Glaubensrichtung so getreu, detailliert und gut umgesetzt dargestellt wurde. Dieser Roman gibt einem einige Erfahrungen und neue Ansätze fürs Denken, besonders wenn es um Religionen geht. Dabei spielt die Akzeptanz eine sehr große Rolle, dass man andere Religionen akzeptiert und seine eigene nicht zur Herrschenden über alle anderen aufschwingen will. Was nicht so gut beschrieben wurde, war die Motivation der spanischen Königin, warum sie so plötzlich alles nicht christliche vernichten wollte. Insgesamt schadet das der Geschichte aber nicht, denn mehr Kritikpunkte, außer noch einem kleinen, habe ich nicht zu beanstanden. Im Laufe der Handlung entwickelt sich zwischen Lucia und Rashid eine intensive Liebesgeschichte, die alle Grenzen zu sprengen droht. Doch sie dürfen ihre Liebe nicht befreien, denn sie ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Denn ihre Herzen schlagen für die falsche Seite; für den Feind, der nicht zusammenfinden kann, gleich welchen Weg er auch suchen mag. Gegen diesen Käfig für ihre Liebe, kämpfen sie wider besseres Wissen an. Dabei wird der Konflikt wieder einmal ganz deutlich und das typische Modell von Schwarz und Weiß kommt zum Tragen. Wer von ihnen ist was? - schwarz oder weiß?, was davon ist gut und was ist schlecht? Kann es keinen Grauton geben? So in etwa kann man sich das vorstellen. Der zweite kleine Kritikpunkt hierbei ist, dass die Liebe zwischen den Beiden zum Schluss für mich viel zu kurz kam. Es fehlte an Spannung in diesem Bereich und es kam alles sehr abrupt. Das fand ich sehr schade, weil es die tolle Geschichte ein wenig getrübt hat. So lief die Autorin zwar nicht Gefahr, ein kitschiges Ende zu schreiben, doch ein gänzlich abgeschlossenes war das für mich auch nicht. Durch die wechselnden Perspektiven von der Protagonistin Lucia, bis hin zu Rashid, dann zu ihrem Vater, Antonio, dann zum Vater der Nachbarn, Kamal und noch einigen anderen, bekommt man Einblicke in beide Seiten der verfeindeten Parteien. Ihr Handeln und Denken wird dadurch deutlicher, weil man jeweils weiß, warum sie dieses oder jenes tun. Außerdem entwickelt sich durch diesen Stil die Handlung beinahe wie von selbst und beginnt sich mehr und mehr zu entfalten. Die Atmosphäre während des Lesens und auch im Roman ist sehr schweißtreibend, vielschichtig und Realitätsnah. Mein Fazit: Brigitte Riebe hat eine Liebesgeschichte hinter einem gewaltigen, historischen Hintergrund geschaffen, der mich wirklich beeindruckt hat. Der Schauplatz der Geschichte Granada ist sehr gut gewählt und unterstreicht noch einmal die Bedeutung der Handlung. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, in dem man unbekannte Ausdrücke im muslimischen Glauben nachschlagen kann und eine Zeittabelle, in der die wichtigsten historischen Fakten im Überblick noch einmal aufgelistet sind, für das bessere Verständnis. Insgesamt ist „Die Nacht von Granada“ sehr schön gestaltet worden, sowohl inhaltlich, als auch Cover und Layouttechnisch und ich kann dieses Buch mit der vollen Punktzahl allen LeserInnen empfehlen, die sich von historischen Romanen verzaubern lassen können und auch einmal etwas mit mehr Tiefgang und Spannnung lesen wollen. Ein wirklich schönes Buch, schade, dass es so schnell zu Ende ging! Vielen Dank an den cbj-Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks